@ Konnie und Jens: Welcome on board!
Tag 4: Freitag, 01.11.2024
Eigentlich hatten wir für den heutigen Tag im Vorfeld eine Tagesausflug zu den Ngonye Falls nach Zambia geplant und auch über NCAT zuvor bei Caprivi Adventures fest gebucht. Die Victoria-Fälle hatten wir in 2017 schon einmal besucht. Leider ging es meiner Gefährtin in der Nacht nicht sehr gut (Magen-Darm), so dass sie sich entschlossen hatte, nicht mitzufahren. So stand ich dann vor der Entscheidung, entweder alleine zu fahren oder doch lieber bei meiner Frau in der Lodge zu bleiben.
Natürlich habe ich mich dann (aber schweren Herzens) entschieden, auch in der Lodge zu bleiben und bin dann in der Früh zum Anleger, von wo aus Masule uns zum Camp hinüberbringen wollte, wo uns der Fahrer von Caprivi Adventures abgeholt hätte. Masule kannte zum Glück die Durchwahl des Fahrers und konnte ihn direkt informieren, dass der Trip ausfallen würde. Sehr schade, aber nicht zu ändern.
Den Tag verbrachten wir dann wieder mit Abhängen in der Lodge, hauptsächlich mit dem Beobachten des sambischen Alltags auf der gegenüberliegenden Flussseite, viele Bilder sind an dem Tag nicht entstanden.
Geschäftiges Treiben auf dem sambischen Zambezi-Ufer
Graulärmvogel (Grey Go-away-Bird)
Zwergspint (Little Bee-Eater)
Abendstimmung
Zum Glück ging es meiner Frau am Abend schon wieder deutlich besser.
Tag 5: Samstag, 02.11.2024
Am Morgen dann noch ein Highlight, leider ohne Photobeweis. Schon am Vortag hatte ich das Gefühl, ich hätte einen Turako in den Baumwipfeln gesehen, war mir aber nicht sicher. Doch ja, nach dem Frühstück auf dem Weg zum Chalet sahen wir ihn wieder. Jeder Versuch, ihn auf Zelluloid zu bannen, war jedoch zum Scheitern verurteilt. Er hüpfte pausenlos in der obersten Etage umher und flog schließlich zu einem weiter entfernten Baum, wobei wir jedoch seine Turacin-roten Schwungfedern bewundern konnten. Nach dem Verbreitungsgebiet müsste es sich um einen Schalow´s Turako gehandelt haben.
Da wir heute nur eine sehr kurze Fahrt zum Chobe River Camp vor uns hatten, ließen wir uns alle Zeit der Welt und entschlossen uns, uns erst 11:00 Uhr zum Camp hinüberfahren zu lassen.
Panorama
Zambesi-Impression
Fazit Zambezi Mubala Lodge (3 Nächte)
Unterkunft: 5 von 5
Essen: 5 von 5
Service: 5 von 5
Preis-Leistungsverhältnis: 5 von 5
Zusammenfassung: Da wir schon 2022 hier waren, wussten wir, was uns erwartet. Die Atmosphäre könnte „afrikanischer“ sein, zugegeben, die Chalets könnten auch in Bremerhaven stehen, bieten aber allen Komfort und der Blick auf den Zambezi und hinüber nach Zambia ist umwerfend. Das Personal ist äußerst aufmerksam und top geschult! Der Boat Cruise zu den Karminspinten hat wieder weit mehr geboten als "nur" die Bienenfresser. Wenn man zur Zeit der Karminspint-Brut in der Zambezi-Region unterwegs ist und etwas Interesse an Vögeln hat, sollte man sich das nicht entgehen lassen.
Als wir dann unser Fahrzeug bepackt hatten und starten wollten die nächste Überraschung: Die Batterie war tot. Das Fahrzeug hatte einen Engel, der an einer zweiten Batterie hing, den hatten wir aber komplett abgeschaltet, da wir keinen Kühlschrank brauchten. Daran lag´s also nicht. Ich vermutete zunächst, womöglich das Radio angelassen zu haben (der Lichtschalter war auch off) – wie auch immer – wir lernten einen neuen Fachbegriff im Englischen: Jump Start. Ein übelgelaunter Camp-Mitarbeiter stellte uns kurz seinen laufenden Motor zu Verfügung (er hatte offenbar anderes vor …) und wir konnten losfahren.
Zunächst ging es nochmal hoch nach Katima, denn wir wollten den Tank komplett voll machen (bei der Übernahme bekommt man den Wagen nur mit dem ersten gefüllten Tank, also rund 80 Liter. Danach ging es dann wieder zurück auf der B8 Richtung
Goma Ngoma:
Eigentlich hatte ich wegen der zur Verfügung stehenden Zeit und wegen der kurzen Entfernungen vorgehabt, von Bukalo aus den Schlenker über die D3507 zum Lake Liambezi zu nehmen, aber aufgrund der extremen Trockenheit und dem vermutlich ebenfalls wasserlosen See entschieden wir uns stattdessen, noch am Nachmittag einen ersten Gamedrive an der Chobe Riverfront zu machen.
So bezogen wir also zunächst unser flammneues Zelt-Chalet. Alle alten Zelte, die wir noch aus 2017 kannten, werden aktuell gegen deutlich geräumigere Zelt-Chalets ausgetauscht, mit separatem Bad, Klimaanlage du allem Zipp und Zapp. Platz genug jedenfalls hatte es.
Wir waren ja vorgewarnt und wussten schon im Vorfeld, dass es keine Boat Cruises geben würde wegen des extrem niedrigen Wasserstandes. Aber so hatten wir es nicht erwartet. Es war kein Fluss mehr da. Was wir von der Lodge aus sahen, waren nur noch Rest-Tümpel:
Das letzte bisschen Chobe
Im Camp hieß es, dass der Zufluss vom Linyanti komplett trockengefallen war.
Im Vergleich: So sah es im Mai 2017 aus:
Nun ja, wir machten uns also auf den Weg nach Botswana: der Grenzübertritt war schnell erledigt. Vom Ngoma Gate fuhren wir zunächst den direkten Weg auf der Tiefsandstrecke runter zum „Ufer“, nur leider gab es kein Ufer mehr. Statt dessen eine dystopische Landschaft mit vielen Knochen, sehr mageren und auch vielen toten Tieren.
Der Geier hatte etwas symbolisches ...
Panther-Schildkröte
Im Hintergrund das Chobe River Camp
Da nicht mehr allzu viel Zeit war und der Grenzübergang um 18:00 Uhr schließen würde, sind wir nur bis Ihaha gefahren und dann den gleichen Weg zurück. Auf der vorgelagerten Terrasse des Camps war dennoch eine schöne Stimmung und an den Tümpeln konnten wir noch den einen oder anderen Vogel ablichten:
Grünschenkel (Common Greenshank)
Goldschnepfe (Greater Painted Snipe -
Danke Matthias "Fotomatte"!)
Kuhreiher (Cattle Egret)
Dennoch waren wir etwas deprimiert und fragten uns, was denn die zwei nächsten Tage (beide waren geplant an der Chobe Riverfront) wohl bringen würden. Dazu später mehr, vermutlich aber erst am Wochende ...