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@ Melanie, Sue, BMW, Caroline und die stillen Mitfahrer: danke für´s Begleiten!
Tag 3: Donnerstag, 31.10.2024 Für heute hatten wir uns den Boat Cruise zur Karminspint-Kolonie vorgenommen und am Vortag für den Nachmittag statt für den Morgen gebucht, so dass wir den Vormittag damit verbrachten, noch ein wenig zu entspannen, zu lesen und dem einen oder anderen Federvieh hinterherzujagen. Halsbandbartvogel (Black-collared Barbet) Auch konnten wir ein paar grüne Meerkatzen dabei beobachten, wie sie das eine oder andere „mitgehen“ ließen Am Nachmittag ging es dann pünktlich um 15:00 Uhr mit unserem Guide Masule los. Nicht nur, dass wir glücklicherweise alleine mit ihm auf dem Boot waren, er erwies sich auch als äußerst kundiger Guide. Wir entdeckten viele Vögel, darunter Rotkappenschwalben (Wire-tailed Swallow) Dann näherten wir uns einer ersten Gruppe Hippos (später erfuhren wir am Kwando, dass die Gruppen auch als „pond“ bezeichnet werden). Auf den Sandbänken flussaufwärts sahen wir Schlangenhalsvogel (African Darter) Kampfläufer (Ruff, Erstsichtung) und Zwergblatthühnchen (Lesser Jacana, ebenfalls Erstsichtung, leider nur etwas unscharf, da weit entfernt und ständig in Bewegung Pygmäengänse sahen wir auch, aber leider flog der Schwarm auf, als die Kamera gerade bereit war Nach der Umfahrung einer großen Insel fuhren wir dann stromabwärts auf dem Kanal, der wieder an dem Camp vorbeifließt. Dort hatten wir dann tatsächlich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem stattlichen Krokodil eine Schaden am Anlasser. Beäugt von dem nur wenige Meter entfernten Tier versuchte Masule, den Anlasser wieder flott zu bekommen. Es fehlte jedoch am passenden Werkzeug. Zum Glück kam dann von dem in Rufweite gelegenen Zambezi Mubala Camp ein anderer Bootsführer und der Schaden war dann schnell behoben. Blöd, wenn das weiter stromaufwärts passiert wäre … Schließlich erreichten wir die Stelle, von wir dann zu Fuß zur Karminspint-Kolonie laufen konnten, nach meiner Erinnerung exakt die gleiche Stelle wie vor zwei Jahren. Hier nur eine kleine Auswahl an Photos. Auf dem Rückweg sahen wir dann neben einem Juvenilen Schreiseeadler (African Fish Eagle) noch einen Weißrückenreiher (White-backed Night Heron, leider nur in Beweisphoto-Qualität) und einen Nachtreiher (Black-crowned Night Heron). Die Rückfahrt war dann sehr stimmungsvoll. Abendstimmung auf dem Zambezi. |
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Letzte Änderung: 16 Dez 2024 22:48 von Sangwali.
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Tag 10: Donnerstag, 07.11.2024
Heute stand mit 256 km die bislang längste Etappe an: Beim Abschied riet uns Dany, nicht den direkt Weg nach Kachikau zu nehmen, sondern einen kleinen Umweg von etwa 1 km über eine Nebenstrecke. Hier würden wir eine Baobab finden, an dem eindrucksvoll erkennbar wäre, was eine Dürre wie in diesem Jahr anrichten kann. Er meinte, der Baum sei sicher gut 1.000 Jahre alt und nur ein einziges Dürrejahr wie dieses würde reichen, um ihm den Gnadenstoß zu geben. Als wir dort ankamen, trauten wir unseren Augen nicht: Bis zu einer Höhe von gut 4 Metern hatten Elefanten auf der Suche nach Nahrung und Wasser den Stamm zerstört. Dieser Baum würde wohl nicht mehr lange stehen Auch bei den übrigen Bäumen in der Umgebung waren die Rinden von Elefanten großflächig abgeschält. Kein schöner Anblick: Hinter Kavimba in der Nähe von Mwandi View dann das nächste herzzerreißende Bild: Ein Eli-Kalb, völlig allein und erkennbar abgemagert, scharrte am Straßenrand nach Essbarem. Wir mochten uns nicht vorstellen, wie es diesem Kalb wohl weiter ergehen mochte: Nach einer ereignislosen Fahrt über die C49 erreichten wir schließlich Sangwali. Das erste mal waren wir 2017 hier, lediglich um das Livingstone-Museum einmal zu besuchen (was sich gelohnt hatte!). Weiter ging es dann hinter dem Ort über die neuen Stahlbrücken weiter zur Nkasa Lupala-Lodge, wo wir schon 2022 drei Nächte verbracht hatten: Der Nkasa Rupara NP hatte es uns vor 2 Jahren angetan. Landschaftlich einer der schönsten Parks, wie wir finden. Im September 2022 war er noch auf dem Höhepunkt der Trockenzeit tatsächlich ein einziges großes Feuchtgebiet. So war damals unser Versuch, Nkasa Island zu erreichen, zum Scheitern verurteilt und überall fanden sich wasserführende Kanäle und Schwemmebenen. Auch wenn der Park recht klein ist (die Strecke vom Shisinze Gate bis zum Jackalberry Camp beträgt nur rund 14 km), kann man dort recht schnell die Orientierung verlieren und es gibt einige Tiefsandpassagen. Landschaftlich ist der Park wie gesagt recht vielfältig. Vor zwei Jahren war der Gasiku-Channel direkt an der Lodge noch ordentlich mit Wasser gefüllt und mit Riedgras und Papyrus umstanden. Davon war in diesem Jahr nichts mehr zu sehen. Die schlammige Senke wurde tagsüber mit etwas Wasser aus dem Bohrloch befüllt, mehr als ein Rinnsal war das aber nicht. Dennoch lockte das natürlich Tiere von nah und fern an. Warzis waren immer da: Später am Nachmittag dann kam eine große Büffelherde: Vor zwei Jahren hatten wir uns geärgert, weil wir die „Combo“-Tour nicht gemacht hatten (Gamedrive zum Jackalberry Camp und von dort weiter mit dem Boot auf dem Linyanti). Die damaligen Teilnehmer waren mehr als begeistert. Uns so fragten wir diesmal natürlich, ob die Combo-Tour angeboten würde. Sie wurde, allerdings meinte Ben, der Lodge-Manager, dass man nicht mehr sehr weit mit dem Boot käme und in den letzten Tagen die Boote gelegentlich auf Grund gelaufen waren. So verzichteten wir auf eine Buchung und beschlossen, in den nächsten beiden Tagen der Park wieder auf eigene Faust zu erkunden. Am späten Nachmittag konnten wir dann noch ein paar schöne Aufnahmen machen von einem Schmarotzermilan (Yellow-billed Kite) Sattelstorch (Saddle-billed Stork). Diese hatten wir schon immer mal in den verschiedensten Parks gesehen, aber diesmal fiel mir erstmals dieser nackte, rote Brustfleck auf, der für diese Vögel kennzeichnend ist (neben dem Schnabel natürlich), und noch von der einen oder anderen Gabelracke Diese Vögel sind sozusagen die Top-Models, da nicht nur besonders hübsch anzuschauen, sie können auch hervorragend posieren. Vor zwei Jahren haben abends alle Gäste gemeinsam an einer langen Tafel diniert. Das hat man wohl zwischenzeitlich eingestellt, worüber wir nicht nur unglücklich waren. Das Essen war lecker, aber auf das abendliche Klicken der Riedfrösche, auf das ich mich so gefreut hatte, mussten wir aus den oben genannten Gründen verzichten. Übrigens haben wir dann an dem Abend erfahren, dass Donald Trump dann definitiv die Präsidentenwahl gewonnen hatte – Nix als Ärger …. Morgen geht´s dann auf den ersten Gamedrive. |
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Tag 12: Samstag, 09.11.2024
Am Morgen suchten wir natürlich zunächst mit dem Fernglas das Gelände rund um den gestrigen Löwenriss herum ab in der Hoffnung, noch ein paar der Katzen beim Verdauungsschlaf zu entdecken. Aber außer dem abgenagten Rippenbogen des Kalbs im hohen Gras konnten wir nicht mehr viel entdecken. Nach dem Frühstück machten wir uns daher auf den Weg zum nächsten Gamedrive. Heute wollten wir nur einmal in den Park und beschlossen, zunächst die östliche Route in Richtung Linyanti zu nehmen und die Pisten im östlichen Teil des Parks zu erkunden. Wir fanden den Abzweig in Richtung der auf der alten NamParks-Karte mit dem Ziel „Baobab“ gekennzeichneten Piste: Quelle: NamParks Project, Ministry of Environment and Tourism, Lizenz- und Rechteangaben unter: de.m.wikipedia.org/w...ra_National_Park.jpg (Abb. unverändert) Hier war offenbar auch schon länger niemand mehr unterwegs gewesen: Wir kreuzten den ausgetrockneten Gasiku-Channel und fuhren weiter Richtung Nordosten. Die Landschaft war zum Niederknien schön. Neben verschiedenen Impala und Kudus sahen wir dann auch die ersten insgesamt 8 Gnus auf dieser Reise. Hinter der Gruppe tauchte dann aus Norden kommend auf einmal eine (unsere?) große Büffelherde auf. Im Gänsemarsch zogen sie Richtung Linyanti. Die Herde erstreckte sich soweit das Auge reichte vor uns aus und war erkennbar nervös. Ein Passieren war nicht möglich und da der „Kuhzug“ kein Ende nahm, beobachteten wir sie noch ein wenig und fuhren dann zurück Richtung Fluss. Auf dem Weg dorthin die üblichen Schattenparker: Am Fluss angekommen sahen wir zahlreiche Letschwe friedlich grasen und auf der Botswana-Seite einige Elis im Gebüsch. Gäbe es hier bloß einen Hide mit Dach, man könnte hier stundenlang sitzen … So wurde es uns dann irgendwann zu heiß und wir machten uns auf den Weg Richtung Lodge. Unterwegs sahen wir noch eine Riesentrappe (Kori Bustard) und ein paar Hartlaub Drosslinge (Hartlaub´s Bubbler) Insgesamt sind wir 55 km durch den Park gecruist: Und wieder – wie schon am Vorabend – kam der Leopard zum Trinken an das Wasserloch, leider wieder nicht mehr als ein Beweisphoto: Am nächsten Tag ging es dann wenige km weiter zum Camp Kwando und damit zum Fluss "Nr. 4".
Anhang:
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Letzte Änderung: 31 Dez 2024 11:39 von Sangwali.
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Tag 14: Montag, 11.11.2024 – Teil 1: Boatcruise auf dem Kwando
Am Vorabend hatte Anke netterweise mit der Namushasha-Lodge telefoniert wegen des Boatcruise. Wir hatten eine Buchung verabredet für den nächsten Morgen 08:00 Uhr. Allerdings hieß es, dass die Tour bei Regen nicht stattfindet. Namushasha ist gut 12 km vom Camp Kwando entfernt, davon etwa 5 auf der C49. Man braucht knapp 20 Minuten. Wir standen also um halb 7 auf und was tat es? Es regnete! Damit hätte sich das Ganze wohl erledigt Wir beschlossen, in aller Ruhe zu frühstücken und danach zur Namushasha-Lodge zu fahren, um vor Ort nach einem Boat Cruise für den Nachmittag oder den nächsten Tag zu fragen. Wir wären dann von dort aus direkt weitergefahren in die Kwando Core Area. Wir kamen also gegen 09:30 Uhr dort an und eine Mitarbeiterin an der Rezeption fragte leicht angesäuert, wieso wir denn so spät kämen. Selbstverständlich würden die Bootstouren auch bei Regen stattfinden! Cassius, der Bootsführer, kam dann auch dazu und siehe da - wir konnten sofort mit ihm losfahren und aufgehört zu regnen hatte es mittlerweile auch. Also noch schnell die Haftungsausschlusserklärung unterschrieben und ab auf´s Boot. Wir waren wieder alleine und wären es wohl auch um 08:00 Uhr gewesen, sonst hätte Cassius ja nicht auf uns gewartet. Wir waren uns am Ende nicht ganz klar, inwieweit das Missverständnis bei uns lag, aber Anke meinte abends, doch doch, die Aussage sei gewesen „bei Regen findet die Tour nicht statt“. Egal, Namushasha bekam sein Geld noch, Cassius sein Trinkgeld und wir unseren Exklusiv-Boatcruise, der uns dann auch ein besonderes Erlebnis bescherte. Wir waren erst etwa 200 m vom Anleger entfernt, als wir auf einmal eine schemenhafte Bewegung im Schilf auf der der Lodge gegenüberliegenden Insel entdeckten. Und tatsächlich: Nur etwa 10-15 Meter von uns entfernt bewegte sich langsam ein Sitatunga-Bock durch das Papyrus-Dickicht: Wir waren völlig geflasht, darauf hatten wir schon 2022 gehofft, allerdings vergeblich. Heute sollte es jedoch nicht die einzige Sitatunga bleiben … Nachdem wir dieses schöne Tier ausgiebig bewundern konnten (Interessanterweise schien es sich im Schilf völlig sicher zu fühlen, es zeigte praktisch keinen Fluchtreflex), fuhren wir um die Inselspitze herum und zunächst flussaufwärts auf dem Hauptkanal. Hier sahen wir zunächst einen stattlichen Nilwaran Letschwe und einzelne Büffel Und dann noch eine weitere Erstsichtung aus der reichhaltigen Vogelwelt, ein Purpurhuhn (African Purple Swamphen). Weiter ging es, bis es nicht mehr weiterging (dachte ich). Der Hauptkanal war schon belegt von einer Gruppe miesepetriger Hippos: Cassius steuerte langsam das linke Ufer an. Er machte keinerlei Anstalten umzudrehen, woraufhin ich ihn fragte „you won´t go through there?“. Doch, wollte er. Sehr langsam und maximal nah am Ufer tuckerte er in aller Seelenruhe an dem „pond“ vorbei. Hier kann man sehen, dass es maximal 2-3 Meter bis zu den Tieren waren: Irgendwie hatte ich dabei die ganze Zeit die Worte von Anke aus dem Camp Kwando im Kopf. Auf der Weiterfahrt sahen wir dann noch einen schönen Goliathreiher sowie viele Letschwe und aus der Reihe „Afrika von hintern“ Meine Hoffnung, dass wir auf einem anderen Weg zurückfahren würden, verflog rasch, Cassius musste auf der Fahrt flussabwärts wieder an den Hippos vorbei, machte das aber wie auf der Hinfahrt völlig unaufgeregt. Er erzählte uns, dass er die Tiere gut kenne und jede Gruppe habe unterschiedliche Eigenschaften. Diese Gruppe sei sehr gelassen habe bisher noch nie aggressives oder territoriales Verhalten gezeigt. Nun gut. Weiter ging es nun flussabwärts, zunächst an der Lodge gegenüberliegenden Insel vorbei, und sahen noch das eine oder andere Krokodil bis wir uns schließlich der nächsten Hippo-Gruppe gegenübersahen Cassius blieb gelassen. Irgendwann drehte das Tier ab, wohl weil es zu der Erkenntnis gelangt war, dass wir keine Gefahr darstellen, und schloss sich wieder seiner Gruppe an. Cassius erzählte dann, warum er das Ufer angesteuert hatte: Er meinte, diese Gruppe sei anders als die erste aggressiv. Es sei immer so, dass sich bei Annäherung eines der Tiere (vermutlich der dominante Bulle), sofort dem Eindringling nähern würde. Boote jedoch, die nah am Ufer lägen, würden nicht angegriffen, weil die Tiere sich den Booten in der Regel von unten nähern. Er scheint die Tiere wirklich gut zu kennen. Auf dem Rückweg zur Lodge sahen wir dann noch einen schönen Schreiseeadler (African Fish Eagle) und dann, kurz vor der Rückkehr zum Anleger, wieder eine Sitatunga, diesmal ein Mädchen: Wir waren happy, dieser Ausflug hatte sich wirklich gelohnt. Zurück in der Lodge haben wir noch ein wenig im Shop gestöbert und vor allem ein wenig das WLAN genutzt, denn im Camp Kwando gibt es keines. Also noch schnell die eine oder andere Nachricht abgesetzt und rasch zurück ins Camp für eine kleine Pause, denn am Nachmittag wollten wir noch einen Trip in die Kwando Core Area unternehmen. Eigentlich hatten wir das für den nächsten Tag geplant, für den war aber schlechtes Wetter und Regen vorhergesagt. |
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Letzte Änderung: 01 Jan 2025 19:15 von Sangwali.
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Tag 14: Montag, 11.11.2024 – Teil 2: Selfdrive zum Horseshoe
Am frühen Nachmittag brachen wir wieder auf zum etwa 37 km entfernten Gate in die Kwando Core Area. Nach dem Bezahlen machten wir uns auf den Weg Richtung Horseshoe. Doch zunächst sahen wir ungefähr auf Höhe der Ruinen von Fort Doppies ein Fleckenflughuhn (Burchells´s Sandgrouse): Kurz darauf eine große, sehr entspannte Baboon-Familie mit einem unfassbar niedlichen, winzigen Neugeborenen, immer in der Nähe von Papa: Der Sicherungspavian Danach nahmen wir den River Loop Richtung Flussniederung, wo wir den nächsten Sitatunga-Bock im freien Feld entdecken konnten: Die weiteren Sichtungen hielten sich allerdings in Grenzen: Letschwe-Kälbchen attachment:10]k-241111 (107).JPG[/attachment] Klunkerkranich (Wattled Crane) Wollhalsstörche Die Long Lagoon war nahezu ausgetrocknet. Am nördlichen Arm des Horseshoe angekommen, sahen wir ein Hippo einsam und allein im flachen Wasser liegen: Wir hielten es erst für tot, doch schlussendlich machte es auch mal die Augen auf. Es hatte wohl doch nur geschlafen Am Horseshoe Viewpoint angekommen war absolut tote Hose. Es muss so um 16:00 Uhr herum gewesen sein. Etwa zur selben Zeit hatten wir vor zwei Jahren Unmengen von Elefanten gesehen, sicher an die 200 Tiere in x Herden. Hier nochmal eine Gegenüberstellung Oktober 2022 gegenüber November 2024: Am gegenüberliegenden Ufer sahen wir noch einen einsamen Letschwe-Bock, der sich schön im Wasser spiegelte, das war´s. Auf dem Rückweg etwa wieder bei Fort Doppies einen schönen Skink (Streifenskink? Bin mir nicht sicher): Morgen nochmal hierherzukommen wollten wir dann spontan vom Wetter abhängig machen. Tag 15: Dienstag, 12.11.2024 Um es kurz zu machen: Wir haben davon Abstand genommen, uns nochmal aufzumachen in die Kwando Core Area, da es am Morgen doch recht ordentlich geregnet hat. So haben wir beschlossen, im Camp zu bleiben. Daher ist dieser Tag recht schnell erzählt: Als wir uns zum Frühstück aufmachten, sahen wir im Sand vor dem Treehouse große Hippo-Tapser: Henry, der missmutige, einsame Hippo-Bulle war offenbar in der Nacht auch hier oben unterwegs gewesen. Vom Personal hieß es, üblicherweise sei er nachts nur in den Gärten rund um den Pool und die unteren Chalets unterwegs, weshalb in diesem Jahr (anders als noch 2022) die Gäste nach dem Diner in Begleitung zu den dortigen Chalets gebracht wurden und die ganze Umgebung sorgfältig ausgeleuchtet wurde. In 2022 hatte der Bulle wohl noch eine Gruppe. Nun lebte er in dem Flussabschnitt direkt vor dem Camp und kam nachts am Bootsanleger aus dem Wasser. Beim Frühstück mussten wir uns einer Horde selbstbewusster Vervet Monkeys erwehren, einige versuchten, das Frühstücksbuffet zu plündern, manche sogar mit Erfolg: Auch hier war ein noch sehr kleines Junges dabei, sorgsam behütet von (in diesem Fall) Mama: Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen, am Pool und in der Boma herumhängend, ab und zu hat es am Nachmitttag noch geregnet. Übrigens habe ich hier vor zwei Jahren das große Glück gehabt, einen Paradiesschnäpper vor die Linse zu bekommen, in diesem Jahr habe ich diese schönen Vögel jedoch vergeblich gesucht: Paradiesschnäpper (African Paradise Flycatcher) Vor dem Gang zum Diner schwamm (oder lief wohl eher, Hippos können ja nicht schwimmen) Henry dann gelassen unter unserer Terrasse entlang, wohl intensiv darüber nachdenkend, ob er heute nacht nun in Botswana oder in Namibia grasen solle: Abendstimmung am Kwando Als wir beim Absacker saßen, kam dann das zweite bizarre Insektenerlebnis, das wir so noch nicht erlebt hatten: Wie aus dem Nichts war die ganze Boma voll mit fliegenden Termiten. Offenbar stimmten die aktuellen Wetterbedingungen, um den Hochzeitsflug auszulösen. Es müssen tausende Tiere auf der Suche nach einem Geschlechtspartner gewesen sein. Ein Fest für die im Camp ansässigen Fledertiere. So ging dieser Tag dann auch zu Ende, am nächsten Morgen sollte es dann zum fünften und letzten Fluss unserer Reise gehen. Fazit Camp Kwando (3 Nächte) Unterkunft: 4,5 von 5 Essen: 5 von 5 Service: 5 von 5 Preis-Leistungsverhältnis: 5 von 5 Auch hier wussten wir ja schon aus 2022, was uns erwarten würde. Da wir die Flusszelte nicht kennen, sondern nur die Treehouses und wegen des mangelnden WLAN (was uns nicht störte, andere aber vielleicht schon) bekommt die Unterkunftbewertung keine ganz volle Punktzahl. Man hat hier im Regelfall eine Menge Möglichkeiten (Kwando Core Area, Mudumu, Bootsfahrt), die Küche ist top und der Service sehr individuell. Anke hilft bei der Lösung jedes kleinen Problems. Immer wieder gerne! Am nächten Tag verlasssen wir dann die Zambezi-Region und machen uns auf zum fünften und letzten Fluss unserer Reise, dem Kavango.
Anhang:
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Letzte Änderung: 04 Jan 2025 13:17 von Sangwali.
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Hallo Sangwali! Vielen Dank für Deinen interessanten Bericht! Ich habe in 2024 einige Campergruppen bei der Planung und Durchführung Ihrer Reisen durch den Moremi und Chobe NP begleitet und viele Reisende haben berichtet das es durch die Dürre an manchen ikonischen Orten - wie z. B. in Savuti - nicht so lohnenswert war. Xakanaxa, Khwai und der Boteti waren letztes Jahr die beliebtesten Camps, da es dort Wasser gab. Bei Thobolo's habt ihr dann ja doch einiges gesehen! Die Elefanten am Chobe auf deinen Bildern sehen so mager aus. Ich hoffe sehr das diese Regenzeit eine ergiebige sein wird! Im November war ich zur ähnlichen Zeit wie ihr in der Namushasha Lodge und obwohl die Elefanten abgewandert waren, fand ich es toll! Letschwe und Sitatunga Antilopen und Löwen mit Jungtieren, Schreiseeadler, Eulen und eine fantastische Landschaft und kein anderes Fahrzeug. Das Selbstfahren im Mahango NP hat uns auch sehr gefallen. Vielen Dank noch mal für den schönen Bericht! Liebe Grüße, Stefanie
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5 Jahre in Botswana, 3 Jahre in Sierra Leone, 1 Jahr in Lesotho
außerdem Reisen in Namibia, Südafrika, Mozambique, Eswatini, Tansania und Äthiopien www.kalahari-calling.com
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