THEMA: Next Level für die Eulenmuckels
12 Sep 2023 21:46 #673671
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Tag 2 – Freitag, 23. Juni – Da ist das Ding

Meikes Gästehaus, Swakopmund

Nach den anstrengenden Tagen der Vorbereitung und Anreise schliefen wir sehr gut in Zimmer Nummer 1. Dass es am Atlantik in Swakopmund deutlich kühler war als im heißen Deutschland, gefiel Uwe sehr gut, Ruth fror jedoch ein bisschen. Nach dem Ausschlafen duschten wir und liefen durch leichten Nieselregen zum Frühstück. Außer uns wohnte heute nur noch eine andere Reisegruppe in der Pension und war bereits zu einer Bootstour aufgebrochen. So konnten wir ganz in Ruhe mit Meike und Klaus Kaffee trinken und das leckere Frühstücksbuffet mit Brötchen, Marmelade, Käse, Salami und Müsli genießen.
Uwe schrieb Stefan an, um zu fragen, wann wir wegen unseres Wagens vorbei kommen können, und wir verabredeten uns für nachmittags. Den restlichen Vormittag nutzten wir für eine erste Einkaufs- bzw. eher Erkundungstour durch die Camping-Zubehörläden. Bei Bushwhackers und Cymot schauten wir, was wir wohl noch alles gebrauchen könnten, und wenn wir uns sicher waren, nahmen wir bereits ein paar Dinge mit. Ruth freundete sich mit einem schönen Campingstuhl an, in dem sie sehr bequem sitzen konnte. Wir hatten aber die Befürchtung, dass wir ihn nirgendwo in unserem Auto würden unterbringen können, und so blieb es bei einigen Achs und Oh-wie-bequems und Uwe-da-musst-du-dich-unbedingt-mal-reinsetzens.
Klaus war so lieb und lieh uns seinen Hilux, damit wir ein paar Einkäufe bei Foodlovers machen konnten. Hier fühlten wir uns schon deutlich sicherer bei dem, was wir an Lebensmitteln in nächster Zeit benötigen werden. Nachdem wir alles in der Pension verstaut hatten, verdrückte Ruth ein paar frische Sushis, die wir aus der Stadt mitgebracht hatten. Die Wasabi-Paste war wohl ziemlich scharf.







Dann wurde es endlich Zeit, zu Namib Campers zu fahren. Die Spannung stieg. Da die Tore an der Hofzufahrt geschlossen waren, hielten wir an der Straße und liefen durch das Ladengeschäft in den Hof. Dort stand unser Landcruiser, an dem mehrere Mitarbeiter eifrig herumwerkelten. Karsten, der Werkstattleiter, begrüßte uns, und ein paar Minuten später kam auch Stefan dazu. Bereits ohne alle Details zu begutachten, waren wir vom Anblick völlig überwältigt. Der Wagen sah grandios aus und machte einen tollen Eindruck. Die Kabine war groß, aber nicht übertrieben. Besonders fielen uns die enorme Bodenfreiheit und auch die damit verbundene Höhe des Fahrzeuges auf. Dann inspizierten wir sämtliche Details des Aufbaus. Schubladen, Fächer, Klappen, Schalter, Fenster, Installationen, Leuchten und Steckdosen. Alles war durchdacht und ordentlich gearbeitet. Wir sprachen mit Stefan über die Umsetzung und den weiteren Zeitplan. Denn noch war nicht alles fertig. Zum Beispiel musste das Bett noch eingebaut werden. Er wollte uns den Wagen für Sonntag zu einer ersten Probefahrt mitgeben und am Montag die letzten Arbeiten erledigen, damit wir unsere Tour starten können. Das war zwar etwas später als ursprünglich geplant, aber nun nicht zu ändern. Wie gut, dass uns Meike in hellseherischer Manier nicht nur – wie wir es geplant hatten – drei, sondern gleich fünf Tage bei sich eingebucht hatte. Schön, wenn es liebe Menschen gibt, die für uns mitdenken.
Trotz der Verzögerung waren wir rundum begeistert und glücklich, so ein tolles Fahrzeug für unsere Afrika-Reisen besitzen zu dürfen. Ein riesengroßer Traum ging gerade in Erfüllung. Vor lauter Aufregung und Euphorie vergaßen wir an diesem Tag völlig, auch nur ein einziges Foto von unserem Schmuckstück zu machen. Wer sich also an dieser Stelle schon darauf gefreut hat, den müssen wir leider enttäuschen.
Ruth suchte sich (als nachträgliches Geburtstagsgeschenk) noch einen komfortablen Beifahrersitz aus, und wir sahen uns in Stefans Ladengeschäft ein wenig um. Auch hier werden wir sicherlich noch ein paar notwendige oder zumindest nützliche Dinge finden. Und wenn nicht so, dann wäre es bestimmt doch auch noch schön … und dieses Teil da … und hast du schon gesehen … man könnte auch noch …
Zurück im Gästehaus tranken wir noch eine Tasse Kaffee und bekamen ein leckeres Stück Zitronenkuchen. Noch ganz überwältigt von unseren ersten Eindrücken erstatteten wir Bericht. Nach nur einer kurzen Pause fuhren wir mit Meike und Klaus zur Pizzeria Gabriele‘s. Dort aßen wir sehr leckere Pizzen und setzten unsere Unterhaltung fort. Wir ließen es uns richtig gut gehen und hatten einen weiteren schönen gemeinsamen Abend.

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12 Sep 2023 22:11 #673674
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Liebe Ruth, lieber Uwe,

ich freue ich mich sehr auf einen neuen Reisebericht von euch. Ist es doch immer eine Bereicherung.
Zumal einer eurer Reisebericht (vor langer Zeit) uns dazu verleitet hat, einen Campingurlaub mit Dachzelt zu machen.
Das war die beste Entscheidung ever.

Aber den Cliffhanger zu eurem neuen Fahrzeug hättet ihr euch sparen können.
Lasst uns doch bitte bald dieses Fahrzeug sehen ...
...komfortablen Beifahrersitz :) ... langsam kommt ihr doch in die Jahre und wollt bequem ( :cheer: ) ... gute Vorsorge.
Freue mich auf eure Reise und Erlebnisse.

Haut in die Tasten

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Zu den Reiseberichten:
www.namibia-forum.ch...n-afrika.html#471572
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12 Sep 2023 23:32 #673679
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Liebe Ruth, lieber Uwe,

ich bin auch sooo gespannt. Bitte, bitte bald Fotos von eurem Super-Wagen. :silly:

Und Uwe, bequeme, gute Stühle sind ein muss für einen gelungenen Campingurlaub. :whistle:

Herzliche Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.

Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Letzte Änderung: 12 Sep 2023 23:33 von chamäleon2011.
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13 Sep 2023 07:58 #673689
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  • Pallas8330 am 13 Sep 2023 07:58
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Hallo Eulenmuckels

ich steige gerne virtuell ein und begleite Euch auf Eurer Reise. Was gibt es schöneres als von den Erfahrungen anderer zu lesen und in eigenen Erinnerung zu schwelgen.

Gruss, Pallas
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13 Sep 2023 20:42 #673736
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@Dagmar: Es freut uns sehr, dass wir damals einen Anteil an eurer Entscheidung hatten. Wie es aussieht, bleibt ihr ja dieser Art zu Reisen ebenfalls treu.
Ja, Komfort ist auf langen Strecken nicht ganz unwichtig. ;)

@Karin: Die ersten Fotos folgen gleich. Und vielen Dank für den Hinweis zu den Stühlen. ;)

@Pallas: Dann hoffen wir, dass du viele Erinnerungen auffrischen kannst.

Viele Grüße
Uwe
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13 Sep 2023 20:45 #673737
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Tag 3 – Samstag, 24. Juni – Alle Weihnachten und Geburtstage zusammen

Meikes Gästehaus, Swakopmund

Auch heute standen wir gegen viertel vor acht auf. Das typische swakopmunder Wetter hielt erneut leichten Nieselregen bei kühlen Temperaturen bereit. Nachdem alle Gäste bereits versorgt waren, startete der Tag wie gestern mit einem gemütlichen Frühstück mit Meike und Klaus. Anschließend liefen wir wieder zu Bushwhackers und kauften ein paar Basics wie Frühstücksteller, eine Metallschüssel, ein kleines Beil, einen Eimer und eine Faltschüssel zum Spülen.
Nachdem wir die Einkäufe in unser Zimmer gestellt hatten, ging es wieder zu Cymot, wo wir ein paar Vorhängeschlösser kauften. Bei Mr Price Home nahmen wir ein Kissen mit, denn inzwischen hatte Ruth die Gedanken an reine Funktionalität und Nützlichkeit bereits hinter sich gelassen und auch die Deko für unser Auto im Blick. Uwe war nicht ganz so überzeugt davon, dass an dem roten Farbklecks auf der ansonsten grauen Polsterung unserer Sitzbank einfach nicht vorbeizukommen war.
Im Zickzack liefen wir von einem Geschäft ins nächste und hätten bei unserer Unentschlossenheit sicher jeden Verfolger abgehängt. Gerne hätten wir uns ein kleines Päuschen in irgendeinem netten Café gegönnt, aber es war einfach zu kalt und ungemütlich.



Auf der Straße liefen wir in das Swakopmunder Karnevals-Dreigestirn. Wie wäre es denn mit einer kleinen Karnevalsfeier? Nein, danke! Das haben wir für dieses Jahr schon hinter uns gebracht.



Ein kurzer Abstecher zu Plastilon musste dann auch noch sein. Wir deckten uns mit allerlei Kartons in den verschiedensten Größen ein. Mit diesen wollten wir ein wenig Struktur in unsere noch nicht ausgemessenen Schubladen und Schränke im Auto bringen. Gute Planung und Augenmaß sind alles!



Zurück in der Pension gönnte sich Ruth eine kleine Pause, während Uwe zu Hungry Lion marschierte und Pommes zum Mittagessen holte. Wir teilten uns die riesige Portion, die auch wirklich lecker war. Inzwischen hatte sich der Himmel etwas aufgehellt, und es war auch nicht mehr ganz so kühl.



Mausvogel



Stefan hatte sich gemeldet, dass wir gegen viertel nach zwei vorbeikommen könnten. So brachte uns Meike zur Werkstatt, wo immer noch fleißig an unserem Auto gearbeitet wurde. Gerade wurde das Bett eingebaut. Meike lernte Stefan kennen, und wir nahmen unseren Wagen erneut in Augenschein. Wir besprachen den weiteren Zeitplan und unsere Wunschliste, was am Montag noch gemacht werden könnte und was eben bis nach unserer ersten Tour warten muss. Es war wie immer sehr angenehm, mit einem Profi zu sprechen, der auf jede Frage eine kompetente Antwort für uns hatte.
Inzwischen hatten sich alle Mitarbeiter ins Wochenende verabschiedet, als uns Stefan in die Funktionsweise des Klappdaches, des Bettes, der Elektrik- und Wasserinstallation einwies. Besonders die enorme Breite des Bettes beeindruckte uns sehr. Hier und da machten wir uns ein paar Notizen, wo noch etwas ver- oder nachgebessert werden könnte. Wir waren einmal mehr begeistert vom Platzangebot und vom Luxus dieses Fahrzeuges. Als wir mit unserem Auto vom Hof fuhren, war die Freude unermesslich. Auf direktem Weg ging es in die Pension. Als wir Klaus den Aufbau zeigten, kam ein anderes Pärchen auf den Hof und fragte, wo man so ein Fahrzeug wohl mieten könne. Diese Frage sollte uns noch häufiger begegnen.
Nun waren wir nicht mehr aufzuhalten. Ruth schnappte sich Putzeimer und Lappen und wischte durch Schubladen, über Oberflächen und Böden. Uwe schleppte Tüten mit Lebensmitteln und Ausrüstung herbei, und wir räumten ein paar Dinge ein. So ganz sicher waren wir uns noch nicht, ob auch all unsere Siebensachen irgendwo Platz finden würden, aber das würde sich schon noch zeigen.
Wir räumten und freuten uns bis kurz vor sieben Uhr. Dann war es schon recht dämmrig, und wir fuhren zur Alten Brücke, wo wir um 19:00 Uhr zur Feier des Autos einen Tisch im Old Steamers Restaurant reserviert hatten. Das Buffet war wie immer phänomenal. Wir probieren uns durch alle Gänge, bis wir nicht mehr konnten. Heute fühlten wir uns wie Könige. Unser Glück war kaum zu fassen. Wir sind unendlich dankbar, dass wir so etwas erleben dürfen und uns bewusst, wie gut es uns geht.
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