Tag 3 – Samstag, 24. Juni – Alle Weihnachten und Geburtstage zusammen
Meikes Gästehaus, Swakopmund
Auch heute standen wir gegen viertel vor acht auf. Das typische swakopmunder Wetter hielt erneut leichten Nieselregen bei kühlen Temperaturen bereit. Nachdem alle Gäste bereits versorgt waren, startete der Tag wie gestern mit einem gemütlichen Frühstück mit Meike und Klaus. Anschließend liefen wir wieder zu Bushwhackers und kauften ein paar Basics wie Frühstücksteller, eine Metallschüssel, ein kleines Beil, einen Eimer und eine Faltschüssel zum Spülen.
Nachdem wir die Einkäufe in unser Zimmer gestellt hatten, ging es wieder zu Cymot, wo wir ein paar Vorhängeschlösser kauften. Bei Mr Price Home nahmen wir ein Kissen mit, denn inzwischen hatte Ruth die Gedanken an reine Funktionalität und Nützlichkeit bereits hinter sich gelassen und auch die Deko für unser Auto im Blick. Uwe war nicht ganz so überzeugt davon, dass an dem roten Farbklecks auf der ansonsten grauen Polsterung unserer Sitzbank einfach nicht vorbeizukommen war.
Im Zickzack liefen wir von einem Geschäft ins nächste und hätten bei unserer Unentschlossenheit sicher jeden Verfolger abgehängt. Gerne hätten wir uns ein kleines Päuschen in irgendeinem netten Café gegönnt, aber es war einfach zu kalt und ungemütlich.
Auf der Straße liefen wir in das Swakopmunder Karnevals-Dreigestirn. Wie wäre es denn mit einer kleinen Karnevalsfeier? Nein, danke! Das haben wir für dieses Jahr schon hinter uns gebracht.
Ein kurzer Abstecher zu Plastilon musste dann auch noch sein. Wir deckten uns mit allerlei Kartons in den verschiedensten Größen ein. Mit diesen wollten wir ein wenig Struktur in unsere noch nicht ausgemessenen Schubladen und Schränke im Auto bringen. Gute Planung und Augenmaß sind alles!
Zurück in der Pension gönnte sich Ruth eine kleine Pause, während Uwe zu Hungry Lion marschierte und Pommes zum Mittagessen holte. Wir teilten uns die riesige Portion, die auch wirklich lecker war. Inzwischen hatte sich der Himmel etwas aufgehellt, und es war auch nicht mehr ganz so kühl.
Mausvogel
Stefan hatte sich gemeldet, dass wir gegen viertel nach zwei vorbeikommen könnten. So brachte uns Meike zur Werkstatt, wo immer noch fleißig an unserem Auto gearbeitet wurde. Gerade wurde das Bett eingebaut. Meike lernte Stefan kennen, und wir nahmen unseren Wagen erneut in Augenschein. Wir besprachen den weiteren Zeitplan und unsere Wunschliste, was am Montag noch gemacht werden könnte und was eben bis nach unserer ersten Tour warten muss. Es war wie immer sehr angenehm, mit einem Profi zu sprechen, der auf jede Frage eine kompetente Antwort für uns hatte.
Inzwischen hatten sich alle Mitarbeiter ins Wochenende verabschiedet, als uns Stefan in die Funktionsweise des Klappdaches, des Bettes, der Elektrik- und Wasserinstallation einwies. Besonders die enorme Breite des Bettes beeindruckte uns sehr. Hier und da machten wir uns ein paar Notizen, wo noch etwas ver- oder nachgebessert werden könnte. Wir waren einmal mehr begeistert vom Platzangebot und vom Luxus dieses Fahrzeuges. Als wir mit unserem Auto vom Hof fuhren, war die Freude unermesslich. Auf direktem Weg ging es in die Pension. Als wir Klaus den Aufbau zeigten, kam ein anderes Pärchen auf den Hof und fragte, wo man so ein Fahrzeug wohl mieten könne. Diese Frage sollte uns noch häufiger begegnen.
Nun waren wir nicht mehr aufzuhalten. Ruth schnappte sich Putzeimer und Lappen und wischte durch Schubladen, über Oberflächen und Böden. Uwe schleppte Tüten mit Lebensmitteln und Ausrüstung herbei, und wir räumten ein paar Dinge ein. So ganz sicher waren wir uns noch nicht, ob auch all unsere Siebensachen irgendwo Platz finden würden, aber das würde sich schon noch zeigen.
Wir räumten und freuten uns bis kurz vor sieben Uhr. Dann war es schon recht dämmrig, und wir fuhren zur Alten Brücke, wo wir um 19:00 Uhr zur Feier des Autos einen Tisch im Old Steamers Restaurant reserviert hatten. Das Buffet war wie immer phänomenal. Wir probieren uns durch alle Gänge, bis wir nicht mehr konnten. Heute fühlten wir uns wie Könige. Unser Glück war kaum zu fassen. Wir sind unendlich dankbar, dass wir so etwas erleben dürfen und uns bewusst, wie gut es uns geht.