THEMA: Von Jo`burg bis in Sambias Norden 2022
15 Jan 2023 12:47 #659587
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  • tiggi am 15 Jan 2023 12:47
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Kafue NP

So schön wie die Campsite ist, so wenig attraktiv ist der Park hier im Nordteil an der Spinalroad. Warum? ...

Ein kleiner Morgengamedrive über den Kaingu Loop ist wenig erfolgreich. Tausende von Tse-Tse Fliegen machen ein Öffnen der Fenster und Fotografieren unmöglich. Wir sehen Tsessebes, viele Pukus und Kudus.








Die Pukus sehen immer so puschelig süß aus! :P

Die Tiere selber sind sehr scheu und zudem ist ein Großbereich der Natur einem Feuer zum Opfer gefallen. Außerdem ist die Pad sehr löchrig und holperig, stellenweise kaum zu ertragen.
Ein kurzer Stopp an den Rapids (Stromschnellen) gehört aber dazu, ich klettere über ein paar Felsen und wir stellen fest, von der anderen Seite des Flusses sind die Stromschnellen besser zu erkunden.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Stromschnellen befindet sich die Kaingu Lodge, die wir 2017 besuchten.










Ein paar Feuerlibellen fliegen umher, es macht Spaß sich hier frei zu bewegen, ohne von den Fliegen verfolgt zu werden. :woohoo:



Direkt auf den Felsen am Wasser sind keine Tse-Tses, aber um unser Auto lauern die Biester und schlagen unerbittlich zu.
So sind wir schnell auf der Tse-Tse-Fliegen freien Lodge zurück und genießen den Tag.
Eine niederländische Familie spricht uns an. Sie sahen uns auf dem Loop und wollen wissen, was wir gesehen haben. Wir unterhalten uns recht lange und dabei schwärmen sie von der neuen Straße, die aus dem Kafue nach Livingstone führt. Wieder eine neue Idee, um eine neue Region zu erkunden.
Auf der Lodge treffen wir Jake und Rebecca, die Kinder der Eigentümer, die von einem Loop im Norden des Parks schwärmen. Sie haben dort ihren Morgendrive gemacht, allerdings mit einem Guide. Wir machen uns noch einmal auf. Da es hier keine Zäune oder Tore gibt, die um 18.00 Uhr alles abriegeln, können wir noch die 40 Km bis zum Loop fahren.
Und tatsächlich, wir treffen auf zahlreiche Pukus, Elefanten, Wasserböcke uvm.


Eine Elefantenherde kreuzt unseren Weg, teilweise laufen die Tiere über frisch abgebranntes Gebiet. Es ist sehr traurig, das mit ansehen zu müssen.









Hier brennt es stellenweise immer noch. Der Shishamba Loop ist zudem sehr staubig und auch sehr uneben. Wir erinnern uns, dass wir ihn 2017 mit dem Guide Israel gefahren sind.




Impalas und Pukus machen die Tse-Tses wohl nichts aus?









Zurück auf der Campsite wollen unsere niederländischen Nachbarn wissen, ob es sich lohnt dort entlang zu fahren. Ja, es lohnt! Und so wurde es letzten Endes doch wieder ein toller Tag!
Löwen und Leoparden sahen wir dieses Jahr dort nicht, aber es gibt sie. Jack hat mit Guide am Morgen einen Leo mit Jungem gesehen, berichtete er.
Die Kasabushi Lodge ist wunderschön, aber die Tiere leiden unter den Feuern und ergreifen die Flucht. So schön wie es hier ist, wir werden am nächsten Morgen zur Hippo Bay Lodge fahren und dort noch eine Nacht verbringen, um dann den neuen Weg nach Livingstone zu fahren.

Die Kasabushi Campsite kostet 50 US$/ pro Nacht für 2 Personen.

Biggi
Letzte Änderung: 15 Jan 2023 13:51 von tiggi.
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15 Jan 2023 14:26 #659593
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  • bayern schorsch am 15 Jan 2023 14:26
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Hallo Biggi,

Sambia steht ja nun nicht unbedingt auf meiner "must-do"-Liste ganz oben, aber trotzdem hab ich jetzt alles in einem Rutsch nachgelesen.
Das ist alles schon sehr abenteuerlich, was Ihr da erlebt habt und ich find es prima, dass Ihr Euch das zutraut, schließlich war es ja auch für Euch Beide (so weit ich weiß) unbekanntes Terrain. Die Wasserfälle sind sehr schön, da habt Ihr tolle Fotos mitgebracht.
Vielen Dank für Deine Mühe und bis auf ein ander mal, :)
der bayern schorsch
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15 Jan 2023 16:46 #659608
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Lieben Dank für euren tollen informativen Beitrag. Leider werden wir Sambia erst im Frühjahr 2024 besuchen, aber der Bericht hat uns den heutigen verregneten Sonntag in Deutschland versüßt.

Grüße, Sabbat 23
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17 Jan 2023 12:16 #659729
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Hallo Tiggi, besser spät als gar nicht, bin ich auch noch aufgesprungen.
Ein sehr interessanter und nachdenklicher Bericht von einer mir völlig unbekannten Gegend. Danke!
Ich bewundere eure Abenteuerlust und freue mich auf die Fortsetzung!
Liebe Grüsse, Caroline
2016: Südafrika mit Gardenroute
2018 : Vic Falls, Namibia, Botswana, Mauritius
2020: Kapstadt und Gardenroute
2022: Namibia
2024: Namibia und Südafrika
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23 Jan 2023 17:58 #660105
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@ Lieber Schorschi,
es muss nicht unbedingt der Norden von Sambia sein, aber auch die Nationalparks im Süden sind es wert besucht zu werden. Natürlich ist Sambia nicht unbedingt ein "Low Budget" Reiseland, wenn man in den Lodges übernachten will, aber es ist insgesamt sehr ursprünglich und nicht so überlaufen, wie der z.B. der Krüger.
Es ist schön, dass dir unser Bericht gefällt! :kiss:

@ Liebe Caroline,
an Abenteuerlust mangelt es nicht, oftmals bin ich etwas ängstlich, weil Mann nicht mehr der Jüngste ist. Mit zunehmendem Alter steigt das Sicherheitsdenken. :ohmy:

@ Hallo Sabbat23,
freut euch auf Sambia, es ist wunderbar. Bisher hielten sich die Touristenmassen fern, es gibt eine sehr ursprüngliche Tierwelt zu entdecken, auch wenn immer mehr neue Lodges entstehen. Wir bereisen Sambia seit 10 Jahren und haben schon viele Veränderungen erlebt. Nicht alles hat sich zum Guten entwickelt. Aber so ist es ja überall in der Welt.
Veränderung bedeutet auch Chance auf etwas anderes.

Liebe Grüße
Biggi

Es soll jetzt weitergehen!!! :kiss: :woohoo:
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23 Jan 2023 18:17 #660108
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Noch etwas Kafue Nationalpark

Da es hier nichts mehr zu entdecken gibt und wir nur noch für eine weitere Nacht die Parkgebühr entrichtet haben, machen wir uns auf nach Süden, obwohl diese Unterkunft wirklich super schön ist. Unser Ziel ist die Hippo Bay Campsite, am Staudamm des Parks. Die Spinalroad lässt sich gut fahren, immer wieder brennt es links und rechts des Weges, besonders die mittleren 130 Kilometer der langen Strecke sind komplett abgebrannt. Kleine Hügel machen die langweilige Landschaft aber interessant.




Wasserböcke im Gegenlicht auf einer abgebrannten Fläche


Granithügel bringen Abwechslung in die Landschaft

Säbelantilopen, Kudus, Elefanten und Wasserböcke stehen oft auf dem Weg. Sie sind sehr scheu und laufen schnell weg. Scharfe Fotos gelingen mir nicht.








...und schon sind sie wieder verschwunden!
An einer Brücke beobachten wir einen Waran und immer wieder sehen wir viele Impalas.
Die letzten 30 Km bis zur Hippo Bay CS sind bewaldet und nicht verbrannt, viele Elefanten und Pukus halten sich hier auf.

Nach 2,5 Stunden haben wir die Hippo Bay CS erreicht, wir melden uns in der Lodge an (50 US$ oder 800 Kw/Nacht) und müssen die 2 Kilometer zur Campsite durch ein Waldstück mit Tieren fahren. Die Campsite liegt wunderhübsch am etwas entfernten Wasserrand, hier ruhen in der Mittagshitze viele Pukus.






Ablutionblock; von außen rustikal, aber sehr nett von innen!
Unter einem Schattendach wird unsere Hängematte aufgehängt, Cappuccino gekocht und wir genießen die herrliche Umgebung.
Später kommt ein weiteres Fahrzeug an. Ein Pärchen aus Österreich mit Koch und Guide baut ihre Zelte auf. Sie haben den Fahrer/Guide und die Tour bei Wild Dogs/Wigwam Reisen gebucht. Ein deutsches Reiseunternehmen zu denen jetzt auch das Pioneer Camp gehört.
Das Ehepaar ist begeistert, dass wir alleine hier umherfahren und möchten Vieles wissen, können sich aber nur schwer vorstellen, das nachzumachen. Natürlich haben sie einen guten und kompetenten Guide, der viele Tiere sichtet.
Leider haben die 4 kein Klopapier dabei und hier ist nichts vorhanden. Bisher brauchten wir nie eigenes Klopapier, so können wir mit einer Spende aushelfen. :evil:
Gegen Nachmittag starten wir noch einmal zu einem Gamedrive. Es sind die üblichen Verdächtigen unterwegs und immer wieder endet der Weg an einer Feuerstelle. Es ist uns unverständlich, wie man die Natur so massiv verbrennen kann. An Stellen mit hohem Gras mag es ja Sinn machen, aber hier brennt es überall.


Im Süden ist nicht ganz so viel Land verbrannt, wie im Mittelteil des Nationalparks, es stimmt uns aber insgesamt sehr traurig.


Manche Pukus liegen direkt an der Campsite und fühlen sich offenbar gar nicht gestört.






Trotz der Pukus in unserer Nähe, sind wir noch einmal mit dem Wagen in die Gegend gefahren.












Inzwischen gefallen mir die Wasserböcke sehr gut, sie sehen so puschelig aus.






Die Dämmerung beginnt schon als wir den Weg zur Campsite antreten. ;)
Als wir auf der Campsite zurück sind, steht noch ein weiterer Guide mit Gästen unter einem Busch und versorgt sie gerade mit einem Abendessen. Der Platz bietet aber ausreichend Abstand, allerdings hat er nur 2 Schattendächer mit Tischen.
Diese Nacht wird von lautem Löwengebrüll und Hippogrunzen begleitet.






Mit diesen drei letzten Handyaufnahmen endet wieder ein toller Tag in Sambia!
Biggi
Letzte Änderung: 23 Jan 2023 18:36 von tiggi.
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