THEMA: Von Jo`burg bis in Sambias Norden 2022
15 Dez 2022 17:25 #657639
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Lusaka und die ko... Polizei!
Heute geht es bis Lusaka. Wir haben eigentlich täglich kurze und entspannte Streckenabschnitte; bis auf den mordsmäßigen LKW-Verkehr, die vielen Schlaglöcher und Spurrillen. Bis Kabwe führt uns heute die Straße sehr gut, dann folgen 90 Km tiefe Spurrillen und ab und an fehlt der Teerbelag ganz, so dass kleine Vertiefungen entstehen. Bis Lusaka sind die Straßen sonst gut. Es zieht sich natürlich, da die Stadt sehr langgestreckt ist.


Unterwegs


Polizeicheckpoint


Parkplatz?


Menschen an der T2



In Lusaka beschließen wir noch zur Manda Hill Mall zu fahren und werden auf dem Weg dorthin von der Polizei angehalten. Wir sind an einem U-turn abgebogen. Es gab kein Verbotsschild und dennoch wird uns unterstellt, dass wir falsch gefahren sind. Nachdem ich der Polizistin erkläre, dass an dieser Kreuzung kein Verbotsschild steht und sie sich auch noch einmal von der Situation vergewissert hat, sollen wir weiterfahren. Plötzlich springt aber ein reiferer Polizist hervor, stellt sich als Vorgesetzter vor und verlangt Manfreds Führerschein. Manfred wird laut und regt sich auf. Wir müssen eine Strafe zahlen, erklärt er uns. Lange Diskussionen nützen nichts. Wir sollen ihm 200 m bis zur Polizeistation folgen. Er macht die Straße frei und lenkt uns durch den Verkehr. Dabei stellt er ein Hindernis da. Im Hof der Polizeistation stellt er einen Strafzettel aus und möchte 750 Kw haben. Ich erkläre ihm, dass wir nicht so viel Geld bei uns führen. Woraufhin er schnell eine Kontonummer notiert, wir möchten das Geld bei der Post einzahlen. Als ihn frech frage, ob es sich um seine private Kontonummer handelt, wird er plötzlich sehr zahm und streicht die Nummer durch. Ich lasse mir erklären, welches Vergehen er uns nun unterstellt. Wir sollen jetzt nur noch 450 Kw zahlen. Die 300 Kw waren für den „bad man“, so bezeichnet er Manfreds Wutausbruch. Danach erklärt er, wir sind gefährlich (dangerous driving) gefahren. Ich frage wieder nach Erklärungen, dann heißt es plötzlich, schließlich hätten wir keine Maske im Auto getragen. In Sambia herrscht keine Maskenpflicht im eigenen Auto. Ständig folgen immer neue Vorwürfe.
Inzwischen ärgert sich der Polizist vermutlich schon über meine ständigen Fragen. Im Hof der Polizeistation warten und laufen viele Polizisten umher. Manfred nutzt indessen die Zeit und versucht weiteren Kollegen die Situation zu erklären, dass dieser Polizist korrupt ist und das sei strafbar in Sambia. Auf einmal versteht niemand Englisch und alle verschwinden. Sie hören nicht mehr zu.
Plötzlich dreht sich der erste Polizist zu mir um und fragt, wie viel Geld ich denn geben würde, wenn Manfred seinen Führerschein zurückerhält. Es ist eine Frechheit, was hier abläuft. Dem Polizisten erkläre ich, dass wir nur wenig Bargeld bei uns haben, da ich alles mit Karte zahle. Ich zeige ihm 150 Kw (8-9 €), die nimmt er und reicht den Führerschein zurück. Dann verschwindet er so schnell, dass ich ihm nicht mehr folgen kann. Ein absolut korruptes Volk! :evil: :evil: :evil:
Die Situation zeigt einmal wieder, dass man gar keine Chance hat, wenn die Polizei die Papiere einkassiert. Was hätten wir tun sollen? Es war so offensichtlich, dass der Polizist seine Macht ausspielte und seine Kollegen kuschen. Ich war so wütend!
Wir machen uns nun schnell auf zur Manda Hill Mall.
Aber heute stimmt hier etwas nicht. Das gab es noch nie… alles ist voll. Wir gelangen gar nicht auf das Parkdeck, lange Staus und viele Menschen sind unterwegs. Es ist ein Feiertag. Gegenüber im Park findet eine Art Kirmes statt.
Wir warten geduldig auf einen Platz und gehen dann zum Einkaufen. Es ist voll in der Mall, Kinder mit Katzengesichtern, Luftballons und Helikopterrundflüge gibt es.
Nach einem Cappu und diversen Einkäufen später, verlassen wir die feierlustige Gesellschaft fahren aus Lusaka hinaus zum Casa Lukasa, eine nette Unterkunft außerhalb des Zentrums.



Harry und seine Lebenspartnerin Gerke stammen aus den Niederlanden und haben vor vielen (ich glaube er sagte 10) Jahren dieses Grundstück gekauft und ein Gästehaus gebaut. Seit 4 Jahren betreuen sie Gäste in ihrem B&B oder auf der Campsite. Für die Camper gibt es neben Duschen, Toiletten, eine Waschküche mit Bügelbrett und eine sehr einladende Braai-Area. Wir werden gleich von der Französin Charline mit einem Küsschen begrüßt. Sie ist 34 Jahre alt und reist alleine von Südafrika nach Europa.
Harry und sein Papagei stehen auch zur Begrüßung bereit.



Woww! Hier ist es schön und wir treffen auf so nette Leute, dass wir den Aufenthalt gleich um einen Tag verlängern.
Ein Schweizer Paar, seit 7 Jahren auf Weltreise, die 34-jährige Charline, die allein durch Afrika reist, eine Marokkanerin, die mit einem Franzosen unterwegs ist und ein italienisches Paar auf Weltreise sowie ein südafrikanisches Paar lernen wir hier kennen.
Wir kommen kaum dazu, einen Stellplatz zu suchen, weil wir alle Gäste begrüßen müssen und uns jeder in ein Gespräch verwickelt.




Braaicorner


Wohnzimmer, Bar und neben an eine Küche, alles Gemeinschaftseinrichtungen

Biggi
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18 Dez 2022 14:45 #657784
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Casa Lukasa Campsite
Pooltag. Den nächsten Tag verbringen wir hier gemeinsam. Man tauscht seine Erfahrungen und Erlebnisse aus, man bastelt am Auto oder schreibt Mails.



Am Abend sitzen wir alle an einer langen Tafel und Gehrke hat für alle gekocht. Es ist so ein wunderbarer Abend mit so netten Menschen.








Zu finden ist dieser Platz u.a. über die I-Overlander -App. Wir zahlen hier 20 US$ für 2 Personen pro Nacht.

Lower Sambesi Nationalpark

Vor unserer Abreise lernen wir noch Pärchen aus GB kennen, die beiden wollen so wie wir in den Lower Sambesi NP. Der junge Mann erzählt, dass seine Eltern eine Lodge im Kafue mit einem sehr schönen Campingplatz betreiben. Na, mal sehen – denken wir. Der Kafue ist nicht unbedingt eingeplant., aber das lässt sich noch ändern. :kiss:

Wir haben aber jetzt eine Reservierung für die Mvuu Lodge Campsite im Lower Sambesi NP.
Zuvor genießen wir noch das große Angebot des Pick`n Pay in der nahegelegenen Makeni Mall, tanken und Bargeld ziehen. In ganz Sambia konnten wir keinen Feta bekommen, hier ist ein wirklich gutes Angebot zu finden. Verschiedene ATMs gibt es auch, u.a. ist hier eine indische Bank vertreten, die keine Gebühren berechnet.
Das Café in der Makeni Mall hat ganz ausgezeichnete Torten und den bestimmt besten Cappuccino in ganz Sambia.

Dann geht es nach Süden über die T2 Escarpmentroad.



Die Escarpmentroad hat ein paar Löcher, aber wir hatten sie viel schlimmer in Erinnerung, auch liegen deutlich weniger LKWs am Straßenrand als noch 2017. Vor 5 Jahren waren wir zuletzt in dieser Region unterwegs.


Stau in Kafue
Inzwischen wurden viele große Parkplätze eingerichtet mit kleinen Restaurants oder Cafés und Reparaturwerkstätten. Kurz vor Chirundu befindet sich ein Pfannenkuchenhaus am „Oasis“. Hier stoppen wir kurz.



Zwei Polizeicheckpoints befinden sich auf dem Weg nach Süden zwischen dem Ort Kafue und Chirundu und manchmal wird auch die Geschwindigkeit überwacht, es wird geblitzt. Wir sind netterweise jedes Mal durch die LKWs gewarnt worden und haben dieses Jahr keine Strafen zahlen müssen.
Neue Tankstellen sind schon fertig, zwei weitere befinden sich im Bau. 2014 standen die Einheimischen mit Kanistern am Straßenrand und versuchten etwas Treibstoff zu verkaufen. Diesen Menschen wurde nun die Einnahmequelle genommen. Einige versuchen es trotzdem noch.
Chirundu ist nun auch an die großen Supermarktketten angebunden und ein Shoperite bietet seine Waren an. Vor 8 Jahren konnten wir nur ein paar Tomaten und Zwiebeln an einem Straßenstand kaufen.







Die Gravelroad von Chirundu zum Lower Sambesi NP ist inzwischen auch schon geschoben und begradigt. Die ersten 30 Km sind außerdem deutlich verbreitert worden. Ab dann wird es wieder schmal, sehr staubig und uneben. So wie wir die Straße kennen.
Viele einfache Hütten sind aber inzwischen den festeren Häusern gewichen.
Gegen Mittag erreichen wir die Mvuu Lodge und erhalten unseren Wunschplatz direkt am Sambesi.
Wir genießen einen faulen Nachmittag am Sambesi. Hier könnte ich einfach nur so herumsitzen und aufs Wasser schauen. Elefantenbesuch ist sicher, aber auch Buschböckchen und Hippos kommen zum Grasen.








Den nächsten Tag wird weiter gefaulenzt, Tiere und das Wasser beobachtet.

Biggi
Letzte Änderung: 18 Dez 2022 15:51 von tiggi.
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19 Dez 2022 12:12 #657832
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Lower Sambesi Nationalpark

Das eigentliche Gate zum Lower befindet sich noch ein paar Kilometer entfernt, aber die Mvuu Lodge liegt bereits in einer Wildlife Area. Viele Tiere kennen die Grenze zum NP nicht und deshalb ist es hier einfach so schön, denn die Tiere sind auch in der Umgebung zu finden. Manche Leute sparen sich die 75 US$ Parkgebühren und fahren nur in der Umgebung umher, um nach Tieren zu schauen.
Wir sind einen Tag in den Park gefahren und einen Tag auf der Lodge geblieben.

Eigentlich wollten wir heute ausschlafen, aber unsere sambischen Nachbarn sind schon früh wach und sorgen für eine interessante Kommunikation mit ihren unerzogenen Kindern.
Um 7.00 Uhr schälen wir uns aus dem Zelt, genießen ein langes Frühstück. Bald tauchen die ersten Elefanten auf und laufen über den Platz.






Die meisten Elis gehen ans Wasser, um ihren Durst zu stillen.
Im Park wird immer noch gewildert, deshalb sind die Elis hier sehr scheu und teilweise auch aggressiv. 2017 wurde ein deutscher Tourist beim Fotografieren getötet. Der Elefant glaubte, der Gast hätte ein Gewehr in der Hand und hat ihn aufgespießt. Seither befindet sich eine Gedenktafel an dem Baum, an dem der Mann getötet wurde, auf dieser Campsite. Das Personal ist hier sehr aufmerksam und warnt gleich alle Gäste, wenn Elefanten durchs Camp ziehen. In den angrenzenden Dörfern soll jährlich ein Mensch durch Elefanten getötet werden.



Buschböckchen, Affen und Vögel lassen sich gut beobachten. Die Baboons werden von Bonda, dem Campattendent, mit einer Schreckschuss Waffe gejagt.






Auch Schmetterlinge besuchen uns!
Elefanten kommen und gehen, hier ist einiges los. Große und kleine Elis genießen das frische Wasser.






Plötzlich bewirft uns jemand mit Feigen, wie beim Regen fallen sie aus dem Baum :woohoo: und auf mein Buch...
Es ist bereits Mittagszeit, als die süße Äffchen über uns im Feigenbaum auftauchen. Mittagessen ist angesagt! ;) Sie erinnern uns stark an Colobusaffen, es sind Samangas. Die sind nicht am Essen der Menschen interessiert und lieben die Baumfeigen.


"Hallo, da bin ich!"






Sie sind putzig anzuschauen und genauso neugierig auf uns, wie wir auf sie.






Zum besonderen Service der Lodge gehört es, dass ein Angestellter das Geschirr abwäscht und jeden Abend das Feuer anrichtet und entzündet. Schließlich ist diese Lodge mit 28 US$ pP auch nicht billig.

Am Nachmittag genießen wir eine Erfrischung in der Lapa ... kurzer Weg zur Lodge









Herrlich, der leise dahin plätschernde Sambesi.

Biggi
Letzte Änderung: 15 Jan 2023 13:36 von tiggi.
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19 Dez 2022 12:56 #657836
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Achtung viele Fotos!

Unser Tag im Lower Sambesi Nationalpark

Unser Wecker klingelt um 5.15 Uhr. Wir fahren in den Lower Sambesi Park. Für die 17 Km bis zum Gate brauchen wir fast eine Stunde. Die Sandpiste ist alles andere als schnell zu befahren.




Aber auch ein paar Hyänen locken unsere Aufmerksamkeit, das gesamte Gebiet um die Lodge ist ja bereits eine Wildlife Area, deshalb findet man auch hier immer wieder Tiere.



Am Gate entrichten wir unsere Gebühren. Die sind nicht ganz günstig. Es kommen nur sehr selten Privatfahrzeuge in den Park, meistens verkehren hier Lodgefahrzeuge. Heute bleiben wir das einzige Privatfahrzeug, ein Grund, weshalb man am Gate auch nicht unser Geld wechseln kann. Kreditkartenzahlungen funktionieren nicht, wir zahlen dann 60 US$ in bar. Also geben wir 60 US$ für 2 Personen und die Autogebühr (250 Kw) entrichten wir in einheimischer Währung separat.



Der Park besticht durch seine wirklich abwechslungsreiche Flora; Savannen-, Wüsten- oder Flusslandschaften mit Palmen oder Marulabäumen, findet man hier.

Wenige Kilometer hinter dem Gate folgen wir dem Schild „Confluence“. Ein weiteres Safarifahrzeug folgt ebenfalls dem Weg. Wir treffen alsbald auf einen fantastischen Baobab. Hier haben wir 2014 ein Familienfoto gemacht und viele Erinnerungen werden wach. Wir umfahren den Baum und plötzlich ist der Weg versperrt.





Was liegt denn da? Zwei dicke Löwen. Es kommen nach und nach einige Safarifahrzeuge vorbei, so eine Sichtung spricht sich schnell herum und stellt für die Lodgegäste ein absolutes Highlight dar.









Die meisten Fahrzeuge verschwinden nach max. 20 Minuten von so einer Sichtung, wir haben den ganzen Tag Zeit, hier zu verweilen. Viele Fotos, aus verschiedenen Positionen lassen sich erstellen. Die beiden Protagonisten sind auch nicht ganz so faul und wandern mit dem Schatten von dem Weg zum Termitenhügel und später unter einen Busch, wo sie den Tag verschlafen.






Hübsch???








Goldmähne geht weiter---
Wenn der Tag schon so beginnt, freuen wir uns über alles, was vier Beine hat.
...und über die herrliche Landschaft


Erosionsgebiete am Sambesi. Diese Gegend lässt erahnen, wie viel Kraft der Sambesi haben kann.





Wir machen uns nun auch fort und folgen verschiedenen Spuren und der Mainroad.
In den Wäldern piesacken uns die Tse-Tse Fliegen – bloß keine Fenster öffnen! Wenig später finden wir direkt am Sambesi ein Picknickplätzchen.




Wir frühstücken ganz in Ruhe, während aus dem Wäldchen sich zwei Besucher anschleichen und ganz entspannt, mit dem nötigen Abstand, an uns vorbeiziehen.



Hier waren wir schon zweimal zum Lunch oder Frühstück. Wir sitzen in der ersten Reihe und vor uns läuft ein Krimi mit Krokodilen, Nilpferden, Elefanten und kleinen Booten ab. Es gibt kaum ein romantischeres Plätzchen. Am anderen Ufer des Flusses befindet sich das simbabwische Mana Pools.
Danach fahren wir immer weiter nach Osten durch den Park, große freie Flächen (Plains) mit Büffelherden, Makalanipalmen oder erodierte Flächen kommen zum Vorschein.







Manchmal folgt eine Wasserdurchfahrt oder wir müssen Umwege fahren. Dem Navi kann man kaum folgen.
Nach dem Frühstück sehen wir den Elefanten beim Ernten ihrer Lieblingsfrüchte zu...


Erst einmal muss der Baum geschüttelt werden...


Streckübungen folgen,



...schmeckt wieder besonders gut! :silly:






Immer wieder schweift der Blick in die Ferne. Es ist so schön!







Ein paar Kilometer weiter treffen wir auf eine Herde Büffel

Dann wandert unser Blick in die Bäume oder zu den Lillytrottern









auch der Monitor schielt von oben herab :silly:


Elefanten sind irgendwie immer überall,
Nilies sind auch sehr zahlreich






die Wasserböcke sind eher selten anzutreffen.




Schöne Gebilde,


Flüsse mit Crocs




Irgendwann müssen wir zurück, obwohl es uns schwer fällt.

Auf dem Weg zum Gate schauen wir noch einmal in der Nähe des Platzes, an dem wir am Morgen die Löwen sahen. Sie liegen nur wenig entfernt von dem Termitenhügel, an dem wir sie verlassen haben und würdigen uns keines Blickes.








Kurzer Gruß!!!
Wir verlassen erst gegen 16.00 Uhr den Park und sind mit unseren Sichtungen sehr zufrieden.
Am Gate erhalten wir noch unsere Quittung , es funktioniert alles.

Für heute haben wir uns zum Dinner auf der Lodge angemeldet. Eine Platte mit Wurst, Steak, Pommes, Bohnen- und Krautsalat sowie Apfel Crumble mit heißer Vanillesoße sind durchschnittlich und ganz ok.
Nach dem Essen begleitet uns Bonda zum Camp. Die Gefahr einem Elefanten zu begegnen ist zu groß.

Biggi
Anhang:
Letzte Änderung: 19 Dez 2022 14:25 von tiggi.
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Ein sorgenfreies und abenteuerliches neues Jahr wünsche ich allen Fomis und vor allem Mitreisenden!

Nun kann es endlich weitergehen mit unserer Sambiareise. ....

Vom Lower Sambesi NP in den Kafue NP

Die Nacht war laut und unruhig, aber mit Geräuschen, die wir lieben.
Elefanten ziehen durchs Camp und fressen an den Bäumen neben unserem Auto, Löwen scheinen sich zu paaren, außerdem hören wir die Hyänen jaulen.
Bis 7.00 Uhr bleiben wir noch liegen, dann lucken wir vorsichtig aus dem Zelt. Alles sieht gut aus. Um 9.00 Uhr verlassen wir das Camp, nachdem wir mindestens eine halbe Stunde auf unsere Rechnung gewartet haben. Wir können hier aber mit Kreditkarte zahlen.

Kurz hinter dem Camp steht eine Herde Kudus, die Samangas sind auch schon unterwegs und wir haben viel Zeit, noch ein wenig hier zu verweilen.


Die Landschaft mit den Bergen im Hintergrund ist einfach berauschend schön!





Der Weg bis nach Chirundu ist manchmal sehr steinig und staubig, viele kleine Hütten befinden sich am Wegesrand, eine kleine Dorfschule, aber manche Häuser sind auch hübsch bemalt.





Hier fehlt ein bisschen vom Weg!




Dieser Shop wurde blau bemalt, wir haben hier bereits 2014 eingekauft, damals war er noch grau!


Diese Kirche ist auch noch nicht alt!


Die Schule ist besonders niedlich.


Gerade in Coronazeiten, ist die Händehygiene besonders wichtig - auch in Sambia!




Es wäre bestimmt interessant, wie lange ein Schüler in Deutschland auf diesen Bänken sitzt???




Kurz vor Chirundu befahren wir diese tolle Straße, von den Chinesen erbaut, 1 Km lang und führt über die Brücke des Kafue Rivers.

Heute wollen wir zu Harry und Gehrke nach Lusaka zurück. Bevor wir ins Casa fahren, besuchen wir die Makeni Mall und trinken, den wohl besten Cappu in ganz Sambia. Das dortige Cafe hat ebenfalls sehr verlockende Torten!





Im Casa Lukasa treffen wir auf die Eigentümer der Kasabushi Lodge, die sich als Libby und Andrew vorstellen. Diese Lodge befindet sich im Kafue NP. Den Sohn, Jake lernten wir ja bereits kennen. Libby ermuntert uns sehr, doch noch bei ihnen vorbeizuschauen. Wir sind allerdings ohne Buchungen und Ziel unterwegs und könnten ein paar Tage im Kafue „einbauen“. So beschließen wir, dem Kafue eine weitere Chance zu geben und wollen morgen starten.
2019 waren wir kurz im Nordteil und 2017 für drei Tage im Kaingu Camp/Lodge. Die Tierwelt ist nicht so zahlreich, wie im South Luangwa, deshalb begeistert uns der Park nicht so.
Wir lassen uns überraschen.
Doch heute genießen wir die Ruhe im Casa Lukasa bei Harry und Gehrke, Wäsche waschen, das Auto aufräumen, Reisenotizen festhalten und die Fotos anschauen, erfüllen den Tag.

Biggi
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Kafue Nationalpark

Heute fahren wir das erste Mal über die neue Ringroad zur D 164 und zur M9, die geradewegs zum Kafue NP führt. Die Parkgebühren sind auch hier sehr hoch, deshalb beschließen wir, in Roys Camp, am Rande zu übernachten und erst am nächsten Morgen in den Park zu fahren.
Wir erreichen das Camp gegen Mittag, stellen aber fest, dass es eine Baustelle ist. Ein Campangestellter bietet uns ein Plätzchen für 245 Kw an. Das ist günstig, mehr kann man hierfür auch im Moment nicht zahlen. Der eine Toilettenblock funktioniert gar nicht, der andere ist nicht auf Gäste eingestellt. Öltonnen, Metall und Holzreste zieren die Campsite.
Als ich nach Feuerholz frage, meint der Angestellte, jetzt muss er sich erst ausruhen, später sammelt er den Platz ab und bringt, was er findet. Dafür möchte er aber 100 Kwacha. :evil: Ich bin ein bisschen erstaunt und erkläre, dass wohl 55 Kw genug seien. Ich zahle insgesamt 300 Kw.
Wir räumen bereits die Tische und Stühle aus und wollen zur Ruhe kommen, als der Angestellte zurückkommt und meint, er hätte sich vertan, sein Chef möchte noch einmal 300 Kw. :ohmy: Das finden wir gar nicht angemessen, eine Diskussion bringt keine Einsicht, weder bei dem Angestellten, noch bei uns. Ein bisschen macht sich das Gefühl breit, dass er uns einfach nur „abzocken“ möchte.
Wer und wo ist der Chef? Wir erfahren es nicht. Vermutlich wollte der Angestellte noch etwas für sich verdienen. Er erschien uns von Anfang an sehr fragwürdig.
Wir packen schnell unsere 4 Dinge ein und verlassen den Platz. Eigentlich befindet sich er sich in einer schönen Umgebung, direkt am Fluss, umgeben von kleinen Palmen und vielen Pavianen. :dry:




Die Behelfsbrücke über den Kafue River existiert schon seit vielen Jahren. Ich weiß nicht, wann sie ersetzt wird!

Bis zur Kasabushi Lodge ist es eine gute Stunde Fahrt durch den Park.





Hätten wir vorher gewusst, welch eine Lodge uns erwartet, wären wir sofort durchgefahren.

Leider müssen wir für den heutigen Tag auch die Parkgebühren am Gate entrichten, insgesamt für 4 Tage, entsprechend 3 Nächte, zusammen 276 US$. Bis um 8.30 Uhr muss man am Gate erscheinen - es kann auch 9.00 Uhr gewesen sein, jedenfalls muss man sehr früh aus dem Park sein, um nicht erneut zu zahlen.
Die Kasabushi Lodge selber ist ein Traum, sehr gepflegt und super nettes Personal. Sie ist allerdings auch gut gebucht, dennoch finden wir einen Platz. Der Campattendent bringt Holz und richtet das Feuer für den Abend. Wir stehen direkt am Kafue-Fluss und vor uns grunzen die Hippos.


Ein traumhaftes Plätzchen, es ist wirklich sehr schön hier.



Ganz originell ist der Ablutionblock gestaltet.



Das Wasser der Dusche läuft über die Kante, links. Sehr witzig gemacht!


Besonders gut gefiel uns auch die Mülltrennung.


Auch die Einrichtung zum Reinigen des Geschirrs nutzen wir gerne!
Ein paar hundert Meter von der Campsite entfernt befindet sich eine Lapa und ein Restaurant.


Regelmäßig kommen Elefanten zum Trinken






Hier kann man sich wirklich zu Hause fühlen und länger verweilen.

Die Campsite neben uns wird von Gabi und Andreas aus Köln belegt. Die beiden haben ebenfalls einen eigenen Wagen nach SA verschifft, sich ein Grundstück in Botswana gekauft und reisen jetzt jeweils in ihrer Urlaubszeit durch die südafrikanischen Länder. Pläne für das Grundstück in Maun gibt es schon. Wir werden uns irgendwann einmal dort treffen.
Ein nettes Gespräch rundet den Tag ab.

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