THEMA: Mom&Daughter die 7. - Alte und neue Freundschaften
03 Aug 2022 19:08 #648464
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Wer ohne Kommentare lesen möchte, klickt bitte einmal auf die Sonne B)

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Hallo ihr Lieben,

endlich wieder Namibia! Ganze drei Jahre mussten wir warten und die eigentlich geplante Südtour aufgrund der Schließung von Mata Mata komplett über den Haufen werfen. Wir entschieden uns dann für das Altbewährte und zumindest ein paar neue Unterkünfte:

10.06. Hinflug mit Eurowings Discover
11.06. Düsternbrook Guestfarm, Afrika Zimmer
12.-13.06. Desert Breeze, Swakopmund
14.06. Cape Cross Lodge
15.-16.06. Madisa Camp, Uis
17.06. Oppi Koppi Kamanjab
18.-20.06. Okaukuejo, Waterhole Chalet
21.-22.06. Halali, Bush Chalet
23.-26.06. Namutoni, Bush Chalet
27.06. Gabus Game Ranch, Otavi
28.-29.06. Omatozu, Okahandja
30.06. Rückflug

Ich würde jetzt sowas schreiben wie "Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie große die Sehnsucht war..." - aber ich denke, das können hier eben alle ganz gut, die unser "Leid" vom Afrika-Virus teilen! Klar konnte Kenia letzten November Abhilfe schaffen, allerdings ist Namibia einfach unser Seelenland, in dem wir uns zuhause fühlen.

Wir waren wieder mit einem Renault Duster von Europcar unterwegs und durchweg zufrieden mit der Auswahl, vor allem was für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis anbelangt. Gebucht haben wir den Wagen zusammen mit den Flügen wie immer bei Iwanowski in Deutschland und um die Unterkünfte hat sich wieder unsere liebe Gabi von Namibia Individual Travel aus Namibia gekümmert. Hier können wir uns nur immer wieder bedanken für den so so lieben Kontakt und für die tolle Arbeit!

Kamera-technisch hat sich nichts verändert, ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Sony RX10 M4! An ein paar Stellen hatte ich dieses Jahr falsche Einstellungen gewählt und bin nicht so ganz zufrieden, aber daraus lernt man nur. Petra bleibt ebenfalls bei ihrer Panasonic Lumx fz1000 ll.

Endlich gibt es wieder einen klassischen Reisebericht von uns und wir freuen uns sehr, wieder tolle Namibia-Momente mit euch teilen zu können!

Noch ein Hinweis zum Bericht: Wir hatten sehr viele tolle Begegnungen mit NHern. Die meisten Begegnungen hatten wir für uns alleine und erzählten auch niemandem davon. Anfang Juni, also kurz bevor wir in Namibia landeten, wurden erneut viele Kadaver gewilderter Tiere entdeckt und auch Parkangestellte stehen unter Verdacht. In meinem Bericht werde ich diesmal die Begegnungen (außerhalb der Camps und beleuchteten Wasserlöcher) komplett rauslassen und am Ende vom Etosha ein eigenes Kapitel nur mit Bildern einstellen, damit wirklich niemand Schlüsse ziehen kann. Es waren für uns dieses Jahr die schönsten, aber auch traurigsten Begegnungen, gerade bei einer Kuh mit einem erst 4 Wochen alten Kalb, die wir sogar an zwei Tagen finden konnten.


Liebe Grüße
Laura & Petra
















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04 Aug 2022 15:16 #648537
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Ihr Lieben,

so schön, euch alle dabei zu haben! Abfahrt ist jetzt, allerdings halten wir auch gerne unterwegs für zu-spät-Kommer B) ...so umsichtig wie Petra fährt, wird auch keiner übersehen!

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10./11.06.22 Abflug und Ankunft auf Düsternbrook

Heute tritt tatsächlich das erste Mal der Fall ein, dass die A3 komplett verstopft ist und wir uns einen anderen Weg an den Flughafen suchen müssen. Auf gepackten Koffern warten wir auf unsere liebste Flughafendriverin und drehen eine gemütliche Runde durch den Taunus, um schließlich um 16:30 Uhr den Flughafen zu erreichen. Natürlich darf diesmal auch nicht unser obligatorisches, erstes Urlaubsbild fehlen!



Es vergeht einige Zeit, bis wir uns an Terminal 1 zurecht finden und den richtigen Schalter für Eurowings Discover entdecken. Trotz vorabendlichem Online Check-In müssen wir uns hier anstellen, was aber kein Problem darstellt, denn nur wenige Leute warten hier mit uns. Mit nun leichterem Gepäck machen wir uns auf die schier unmögliche Suche zur Bimmelbahn, die wir nach zweimaligem Nachfragen dann auch endlich finden. Sie bringt uns zu Terminal 2 zum Restaurant zur Goldenen Schwalbe. Nach einer knatschigen Stärkung fahren wir zurück zu Terminal 1, denn ein jeder warnt ja momentan vor den langen Wartezeiten im Sicherheitsbereich. Als wir diesen allerdings erreichen, müssen wir erstmal schauen, welcher Schalter überhaupt besetzt ist, denn hier steht kein einziger Reisender an :ohmy: Dementsprechend nimmt die Abfertigung wenig Zeit in Anspruch und Petra muss noch zum obligatorischen Sprengstofftest. Alle sind sehr nett und entspannt. Am nächsten Kiosk decken wir uns mit luxuriös teurem Wasser ein und das Warten am Gate vergeht wie immer im Fluge.

In der Maschine haben wir diesmal kein Glück mit anderen freien Plätzen, da der Flug fast ausgebucht ist. Aber was soll's, das kriegen wir schon hin. Wenn ich an Air Namibia denke, muss ich sagen, dass die vorhandene Beinfreiheit nicht wirklich weniger erscheint. Um kurz nach 22 Uhr heben wir in den letzten Sonnenstrahlen ab und wir blicken einem tollen Urlaub entgegen! Auf dem Flug kommen wir immer wieder ins Gespräch mit zwei netten Herren in der Reihe vor uns.

Was den Service angeht, so fehlt mir Air Namibia. Kaum war man in der Luft, wurde schon mit Essen und Getränken angefangen und man war innerhalb nicht ganz einer Stunde durch mit allem. Bei EWD dauert das ganze fast drei Stunden, bis endlich das Licht ausgeschaltet wird. Zwar funktionieren hier die Bildschirme, aber ich sehe es nicht ein, für 8 oder 10 Euro einen passenden Kopfhörer zu kaufen. Unsere Decken haben wir uns aus Prinzip selbst mitgenommen, stellen aber schnell fest, dass diese gar nicht nötig sind. Mir war auf einem Flug noch nie so warm wir mit EWD!

Ein bisschen können wir trotzdem schlafen und sehen auf dem Flugradar bald endlich, dass wir schon über Namibia fliegen. Durch den späten Start in Frankfurt erleben wir Namibia diesmal im Sonnenaufgang, was auch mal schön ist! Vor allem, wenn man schon die Etosha Pfanne sieht!







Am Hosea Kutako angekommen werden die hinteren Türen des Fliegers geöffnet und unser Plan geht mal wieder auf! Bei der Einreise sind wir bei den ersten und man glaubt es kaum - die Grenzbeamtinnen und Beamten ringen sich zu einem gaaaanz kleinen Lächeln durch - unglaublich! Als auch unsere Koffer schnell übers Band rollen und diese nochmals durchleuchtet werden, schlendern wir müde aber glücklich Richtung Europcar Schalter, den man an einem anderen Standort findet als die letzten Jahre. Da der HKA nicht besonders weitläufig ist, sind es aber nur wenige Meter gegenüber, wo wir uns nun anstellen. Da Petra hier ohnehin keine große Hilfe ist, schicke ich sie gerne vor die Tür für ein Lungenbrötchen. Während ich alle Formalia erledige bitte ich sie dann, sich schon mal bei MTC einzureihen. Die netten Herren aus dem Flieger stehen hinter mir in der Schlange und man tauscht sich noch ein wenig aus.

Mit den Duster-Schlüsseln in der Hand löse ich Petra in der Schlange ab und muss ihr leider etwas beichten (Im März wurde sie 60):

Ich: "Übrigens gibt es Probleme bei der Versicherung vom Auto, da du ja jetzt Ü60 bist."

Petra: schaut nur komisch.

Ich: "Naja, es sind nicht alle Unfallschäden versichert ab einem gewissen Alter und man hat mir geraten, dass es wirklich besser wäre, wenn ich die drei Wochen über fahre."

Petra (fällt alles aus dem Gesicht): "Das gibt's ja wohl nicht, das kann doch nicht sein, was soll das denn jetzt auf einmal?!"

Ich: "Joa, muss ich die Schlüssel wohl behalten...."

Bevor Petra noch völlig in die Luft geht, löse ich ihre Schockstarre auf: "Dich kann man viel zu leicht verarschen, Mama. Keine Bange, du musst keine Ängste ausstehen und kannst selbst fahren."

Petra: "Du bist eine ganz blöde Kuh, weißt du das?!"

Wir lachen beide herzlich! :laugh: :laugh: :laugh: (Für die, die uns noch nicht kennen: Petra hat Probleme damit, wenn ich fahre, was ich gar nicht weiter ausführen will, jedenfalls führt dieses Thema des Öfteren zu einigen -durchaus lustigen- Diskussionen. Und sie hat keine Probleme mit dem Alter, macht selbst ständig Witze darüber.)

Bei MTC kann man nicht mehr einfach eine SIM Karte erwerben, sondern muss sich dafür auch ausweisen. Dafür kann ich aus neuen Tarifen wählen und der Mitarbeiter ist sehr freundlich.

Da wir bloß eine kurze Strecke vor uns haben, sind wir tiefenentspannt und schlendern rüber zum Europcar Fuhrpark. Die beiden Herren aus dem Flieger sind schon bei der Inspizierung und wir geben ihnen den Tipp, das Radkreuz auszuprobieren, weil unseres mal nicht gepasst hat. Der Tipp stellt sich als sehr gut heraus, denn ihres ist doll gedreht! Sie bedanken sich und werfen dafür einen Blick auf die Reifen unseres Wagens, der genau daneben parkt. Der Mechaniker kommt direkt zu uns rüber und wir merken, dass wir uns dreist vorgedrängelt haben, weil wir schon eine gewissen Routine mitbringen :D Wir schauen uns alles an und fordern ebenfalls ein besseres Radkreuz, kein Problem.

Unsere erste Station ist die neue Tankstelle. Nein, nicht zum Tanken, sondern zum Scheiben putzen!!! Wir wollten nicht mehr zurück ins Flughafengelände, aber die Herren können sich am Ende unserer Reise ordentlich was von mir anhören. Gegen die Sonne sieht man NICHTS und vermutlich hat man mit dem gewachsten Lappen die Innenscheiben "geputzt"... :angry: In der Tankstelle decken wir uns mit ein paar Snacks und Getränken ein und dann geht's endlich auf Pad!

Windhoek meisten wir dank unserer Navi App maps.me ohne Probleme und die Abfahrt nach Düsternbrook ist auch schnell gefunden. Eigentlich geht es ja jetzt erst richtig auf Pad, wo wir die Teerstraße verlassen. Gute-Laune-Musik an und der Urlaub hat sowas von begonnen!

Wenn man nach Düsternbrook fährt, muss man - je nachdem wie die Regenzeit ausfiel - eine kleine Wasserdurchfahrt meistern. Kein Problem, Petra hat Spaß bei der Sache!



Beim nächsten Farmtor stelle ich jedoch fest, dass unser vorderes Kennzeichen nur noch an einer Seite hängt :D Blöderweise kann man es nicht einfach abmontieren für die restlichen Kilometer. Also klemmen wir es wieder ein und halten gefühlt alle 200 Meter an und ich darf aussteigen, um zu schauen, ob es noch da ist...



Auf Düsternbrook waren wir noch nie und sind direkt positiv überrascht - hier gefällt es uns! Das gebuchte Afrika-Zimmer ist zwar etwas dunkel, aber lässt ansonsten keine Wünsche offen.





Nachdem wir das Auto ausgeräumt haben, knurren die Mägen ganz schön! Mit den ersten Malawi Shandys und einem frischen Salat gehen wir dagegen vor und sind richtig im Urlaubsmodus.





Eigentlich hatten wir bereits einen Gamedrive gebucht, aber irgendwie packt mich die spontane Lust, lieber einen Ausritt zu machen. Petra ist alles andere als begeistert, aber bevor sie was verpasst, ist sie natürlich dabei! Nur bitte keine 90 Minuten, das packt sie nicht! Wir könnten den Gamedrive ganz easy gegen einen 60 Minuten Ausritt tauschen, aber ich möchte erst gerne die Pferde sehen. Petra bekommt von all dem wenig mit, sie muss Schlaf nachholen und Migräne vorbeugen.

Ich schlendere etwas herum, probiere ein bisschen mit der Kamera und finde zumindest die Stuten. Nee, die sind mir zu klein und schmächtig. Aber die Stallgasse lässt jeden Pferdefreund neidisch werden!





















Ich frage also nach und man versichert mir, dass die Wallache kräftiger sind ich fülle die Bögen fürs Reiten aus. Petra wecke ich so langsam und schon kommt Lisa, die nette Pferdetrainerin zu uns rüber. Wir unterhalten uns sehr nett und jetzt sind die Zweifel verschwunden, den Pferden geht es hier sehr gut! Ausreiten wird mit uns ihr Freund Phil, wir sollen gegen 16:30 Uhr in den Stall kommen.

Petra braucht mal wieder länger - vielleicht hatte sie mal wieder irgendwas zu räumen - aber ich gehe schon früher zum Stall, denn eigentlich mag ich es gar nicht, wenn die Pferde für mich fertig gemdacht werden. Das mach ich gerne selbst. Aber gut, das ist hier nunmal so. Dafür unterhalten wir uns weiter sehr nett und Lisa erzählt viel über die Eigenarten "ihrer" Pferde. Sie hat wirklich ihren Job gefunden!

Petra versichert sich noch einige Male, dass die Pferde auch wirklich brav sind, denn immerhin ist es eine ganze Weile her, dass sie geritten ist. Ich dagegen bin ja auch zuhause mittlerweile wieder voll dabei. Beim Aufsteigen allerdings muss ich lachen und frage Phil, wo denn bitte der Hals geblieben ist und der Bauch, wo meine Schenkel treiben sollen :D Ich bin da halt etwas größere Ausmaße von daheim gewohnt, aber diese Trailpferde hier sind einfach an anderen Stellen kräftger gebaut.

Langsam geht es los durchs große Rivier, wo momentan viele Schulkinder in ihren Ferien Müll sammeln und sich damit etwas Geld verdienen. Petra fühlt sich auf Anhieb wohl, ich komme mir vor wie auf einem Esel :D Aber Spaß macht es trotzdem! Vor allem unterhalte ich mich mit Phil extrem nett. Er ist geborener Namibier, ich glaube er trägt auch San-Blut in sich, und reitet schon seit er ein Kind ist. Er macht seine Sache wirklich sehr gut und hier könnte man jeden Anfänger mit schicken.







Immer wieder gibt es mal eine kleine Galoppstrecke und Petra hat riesen Spaß! Ich natürlich auch, allerdings landet mein Schimmel immer wieder im Kreuzgalopp, was sich für jeden Reiter grausig anfühlt! Allerdings ist dies ein wunderschön entspannter Galopp, wie er Spaß macht - wenn ich da an meine Rakete zuhause denke :D Unterwegs entdecken wir auch recht frische Leoparden Spuren auf dem Weg. Aber sehen tut man die hier trotzdem nie meint Phil. Als sie mal ein Fohlen hatten, hat man dies zur Sicherheit nachts reingeholt, aber die großen Pferde wären da nicht in Gefahr.











Als wir zurück zum Stall kommen, trense ich immerhin selbst ab und Lisa kommt direkt vorbei um sich zu erkundigen, ob wir Spaß hatten. Petra strahlt übers ganze Gesicht und auch ich bin sehr glücklich. Jaa, der Kreuzgalopp ist seine Schwäche erklärt sie mir dann und wir unterhalten uns noch laaange über Pferde. Ich zeige Phil Bilder von meinen Ausritten durch den grünen Taunus und er staunt nicht schlecht. Petra betont, was das doch für eine tolle Idee war und sie mehr als froh ist, sich überwunden zu haben, mitzukommen.

Wir verabschieden uns herzlich und haben tatsächlich schon wieder mächtig Hunger! Ist ja aber auch schon Zeit für's Abendessen, da haben wir uns aber wieder fest gequatscht! Das Essen wird als 3 Gänge Menü serviert mit Fischsuppe und dem besten Knobibrot ever als Vorspeise, butterzarten Schweinebraten mit Gemüse und Kartoffelstampf und zum Dessert Tiramisu.

Wir sind wirklich froh als das Essen durch ist und wir endlich in die Betten hüpfen können :D heute werden wir tief und fest schlafen! Lekker slaap!

(Mit dem Handy aufgenommen)
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07 Aug 2022 20:16 #648745
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12.6. Ab an die Küste

Die Nacht war einfach himmlisch. So fest habe ich lange nicht geschlafen. Die selige Ruhe findet jedoch ein jähes Ende als das Räumungskommando um eine unchristliche Uhrzeit von 6 Uhr beginnt, seinem Trieb nachzugehen. Immerhin gibt Petra nachher selbst zu, dass es noch ein bisschen Übung bedarf, morgens früh ein wenig leiser herum zu poltern und zu leuchten. Es sei ihr gegönnt, denn der erste Kaffee mit der bevorstehenden Morgendämmerung ist ihr erstes Highlight des Tages und in der Tat erlebt sie ein traumhaftes Zusammenspiel von Farben am Himmel, die man nur mit dem Auge wirklich einfangen kann und wo selbst mit dem Handy nicht annähernd Stimmung einzufangen ist. Es herrschen frische 5 Grad.





Pünktlich um 7:30 Uhr machen wir uns auf den kurzen Weg zum Frühstück, aber dort, wo gestern das Abendessen serviert wurde, ist noch nicht mal abgeräumt und wir wundern uns. Naja, dann räumen wir eben zuerst das Auto ein. Beim zweiten Anlauf werden wir dann eines Besseren belehrt, denn Frühstück gibt es im Haupthaus mit einer wunderschönen Aussicht, die ich leider nicht fotografiert habe. Die Auswahl des Frühstücks ist zwar überschaulich, aber für uns perfekt - wir lassen es uns schmecken.



Als wir vom Hof rollen wollen, werden wir schon wieder von der dreckigen Scheibe ausgebremst. Wir sehen nämlich...



...nix! Wir fragen nach einem Lappen und ein Angestellter gibt sein Bestes, aber es reicht auch bloß für eine Sicht, die uns gerade so den nötigen Durchblick gewährt. Das ist wirklich frustrierend, in Swakopmund wird nachher sofort Spiritus gekauft! Übrigens wurde unser Kennzeichen gestern ganz simpel mit zwei Schrauben und einem Akkuschrauber wieder im Kunststoff der Stoßstange befestigt.

Liebe Grüße an Konni & Silke :)



In Okahandja stoppen wir kurz an der Tanke, nachdem wir natürlich wieder die Abfahrt verpasst haben und wenden mussten. Hier decken wir - oder eher gesagt ich - mich mit Biltong ein und weiter geht die Fahrt.



Die Strecke nach Swakopmund zieht sich ein bisschen, aber die Freude ist groß als wir die ersten Dünen entdecken.









In der Desert Breeze Lodge werden wir gewohnt freundlich empfangen und packen noch gar nicht großartig aus, sondern wollen erstmal los, um "unser Programm abzuarbeiten". Erster Stopp: Village Café - sonntags geschlossen - hätte man auch vorher mal googlen können. Also Plan B Fish und Chips an dem bekannten Imbisswagen am Aquarium, den wir auch mal gerne testen wollen. Unsere Bestellung ist aufgegeben und wir schlendern noch ein bisschen am Strand entlang. Heute herrscht noch angenehme Ostwind-Stimmung, der letzte von etwa 10 Tagen, was für Swakomund eine beachtlich lange Zeit ist für dieses heiße Wetter.





Es dauert nicht lange, bis uns ein Nüsschen-Schnitzer anspricht und völligst überfordert ist als wir tatsächlich fünf Nüsschen kaufen wollen :D er hätte nur vier - was im Nachhinein auch besser so war, denn der Gute hat leider nicht die beste Kenntnis in Sachen Rechtschreibung. In der Hocke filme ich gerade sein Handwerk als eine fette Welle daher kommt und der Schnitzer Petra gerade noch warnt, sonst hätte sie jetzt einen verdammt nassen Hintern - ich hätte wohl drauf gehalten mit dem Handy :D Naja, am Ende haben wir ein falsches und ein verbessertes Nüsschen, aber für 50 N$ pro Stück lassen wir es gut sein.



Unsere bestellten Fish & Chips und Calamari & Chips triefen vor Fett, aber man kann sie essen. Also hätten wir das auch abgehakt. Der nächste Fail lässt auch nicht lange auf sich warten, denn der Schlangenpark hat bereits geschlossen, obwohl die Öffnungszeiten etwas anderes sagen. Naja, wird unter T.i.A. verbucht - That is Africa!

Also schlendern wir gemütlich durch den Woermann und arbeiten unsere Einkaufliste ab. Diese klingt irgendwie schon komisch: Teller, Spiritus, den guten Hustensaft, Kekse, Chips, Putzlappen, Kühlakkus, Bier... :D

Zurück im Desert Breeze können wir jetzt auch gemütlich "ankommen" und ein wenig relaxen. Auch wenn die Zimmer wunderschön sind, so interessiert mich nunmehr der hauseigens angelegte Garten mit allen möglichen Sukkulentenarten, denn hier gibt es wirklich einiges zu bestaunen!













































Zum Sundowner fahren wir an die Jetty, denn es herrscht freie Sicht für einen wundervollen Sonnenuntergang. Der Geruch des rauen Atlantik gepaart mit dem Anblick der untergehenden Sonne gehört definitiv zu den schönsten Momenten in Swakopmund.











Zum Abendessen gehen wir natürlich in den Western Saloon, denn dieser ist DIE Anlaufstelle für ein gutes Stück Fleisch! Christian, der Besitzer, eröffnet uns, dass gerade frisches Zebrafilet reingekommen ist und da sagen wir natürlich nicht nein! Er serviert uns die Teller mit einem lächelnden "Joa, ist heute etwas größer geworden" und wir staunen nicht schlecht. Das sind mindestens 500 Gramm und dazu gibt es super leckere hausgemachte Knoblauchbutter - zum Glück haben wir nur Salat dazu bestellt :D Auf das perfekt medium rare gebackene Fleisch muss ein Magenschließer her! Bei mir ist das ein Malva Pudding und bei Petra ein Schnaps!









Jetzt kann man uns eigentlich zur Lodge hoch rollen... Ausnahmsweise darf ich fahren, denn ich bin ja die Nüchterne :D Wir stellen fest, dass auch das Licht komplett falsch eingestellt ist und man das Fernlicht einschalten muss, um überhaupt zu sehen, wo man hinfährt.

Auf den morgigen Tag freuen wir uns schon sehr! Es geht in die Mondlandschaft, aber wir ahnen noch nicht, wie beeindruckend diese Tour wird!

Lekker Slaap!
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08 Aug 2022 19:44 #648810
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13.06. Moonlandscape - Ein Tag voller Eindrücke

Die vergangene Nacht hat uns an 2019 erinnert als es in Swakopmund so heiß war, dass man kaum schlafen konnte. Zwar hat es über Nacht abgekühlt, jedoch ist der Bungalow aufgrund der vergangenen Tage noch äußerst aufgeheizt. In aller Ruhe und mit einer tollen Aussicht in die Dünen genießen wir unser Frühstück und nutzen ausgiebig den Kaffeevollautomaten.

Draußen warten wir auf Franzpeter, den Chef unserer Reiseagentur, der uns heute durch die beeindruckende Mondlandschaft führen möchte. Da die liebe Netti sich schon wundert, wo die Hüte geblieben sind - hier bitteschön :)



Überpünktlich sammelt Franzpeter uns ein und wir freuen uns sehr, ihn endlich mal persönlich kennenzulernen. Unser erster Stopp ist am Transnamibmuseum und er erklärt uns, wie die Dampflokomobile „Martin Luther“ zu ihrem Namen gekommen ist. Leider bleibt bei mir immer viel zu wenig Wissen und vor allem Fakten hängen, daher füge ich euch lieber den Link dazu ein: KLICK

Wir fahren ein Stückchen auf der B2 entlang aus Swakopmund raus und biegen irgendwann rechts ab. Die touristische Route zur Mondlandschaft und den Welwitschias liegt wohl mehr südlich von der Stadt. Von der Hauptstraße aus dauert es gar nicht lange, bis die beeindruckende Landschaft beginnt. Petra hat sich das irgendwie unspektakulärer vorgestellt und wir sind beide begeistert über diese Aussichten.



























Ursprünglich wollten wir auf eigene Faust hierher kommen, aber mit jemand Ortskundigem unterwegs zu sein hat einfach große Vorteile! Franzpeter erklärt uns sehr viel über die Pflanzen und die Beschaffenheit dieser unwirklichen Landschaft. Gerade ich bin ja seit Anfang der Pandemie damals unter die Pflanzenzüchter- und Sammler gegangen - auch wenn ich zuhause weniger der Sukkulenten-Fan bin.













































Allerdings sind für mich ein großes Highlight die kleinen Lithops oder auch Lebende Steine genannt! Diese kleinen runzligen Ärsche sind einfach faszinierend. Sie können tatsächlich wunderschön blühen und wachsen, indem aus dem Schlitz irgendwann zwei neue kleine Pobacken herausluken. Mein Versuch, sie zuhause zu halten ist zur Hälfte kläglich gescheitert.







Immer wieder entdecken wir auch anderes Leben in der Wüste, nämlich Insekten oder Eidechsen.













Wir begegnen stundenlang keinem anderen Auto, was das Gefühl hervorruft, ganz alleine auf der Welt zu sein, inmitten einer endlosen Felsenlandschaft.

















Zur Mittagspause begeben wir uns dann wieder in die Zivilisation und machen in der beliebten Goanikontes Oasis eine gemütliche Mittagspause. Diese Oase erscheint allerdings mitten im Nichts ebenfalls sehr unwirklich, ist aber ein sehr beliebtes Ausflugsziel bei den Swakopmundern. Kein Wunder, es ist einfach wundervoll hier - genau nach unserem Geschmack!









Als ich mich ein wenig umschaue, kann ich kaum glauben, dass hier "Zimmerpflanzen" gedeihen :woohoo: Bei so niedriger Luftfeuchte!

Efeututen und Pileas


Philodendren


Syngonien


Und sogar eine Alocasie!


Nach erfrischenden Malawi Shandys und einem leckeren Mittagssnack wollen wir nun Welwitschias finden. Franzpeter hat da eine ganz bestimmte Stelle im Sinn und hofft, diese auch nach über 10 Jahren wieder zu finden. Zunächst fahren wir aber durch das ausgetrocknete Swakop Rivier und auch hier können wir über die Landschaft nur staunen!







Tatsächlich findet Franzpeter fast auf Anhieb den Abzweig - Hut ab dafür, für uns sieht hier alles gleich aus. Wir fahren nun durch eine Art Schlucht, wo er uns absetzt, damit wir uns ein wenig die Beine vertreten können und auch mal außerhalb des Auto ein bisschen Landschaft genießen können - super Idee!



Wo ist Petra?










Zurück am Auto schwelgt er in Erinnerungen. Hier hat er früher Campingausflüge hin angeboten und der Ort bedeutet ihm sehr viel. Sogar geheiratet wurde hier schon mal und Petra schaut mich erwartungsvoll an - "Na, das wär doch was!". - "Träum weiter" :D Aber in der Tat, wäre Heiraten eine Option, wär's kein schlechter Gedanke.

Nach einiger Suche erreichen wir dann auch die Welwitschias, die Franzpeter uns zeigen möchte. Hier sind die ältesten zwar "erst" etwa 300 Jahre alt, aber dies wäre eben eine Stelle, die nur Einheimische und Ortskundige kennen. Er erklärt uns, dass diese Pflanzen nur in einem ganz bestimmten Abstand zum Ozean wachsen und auch nur an ganz bestimmten Stellen. Wir erfahren, welche Pflanzen die weiblichen und welche die männlichen sind. Insekten, insbesondere diese orangenen Käfer sorgen für die Bestäubung.

weiblich




Und wie das im wahren Leben auch so ist, sind die weiblichen ein wenig hübscher als die männlichen.....



männlich






Altersunterschied nur knapp 240 Jahre :laugh:



Eine Weltwitschia Mirabilis ist die einzige Art ihrer Gattung und besteht im Prinzip auch nur aus zwei Blättern, die eben mit der Witterung über die Jahre immer mehr zerfleddern. Ihre Wurzeln ragen bis zu 10 Meter unter die Erde und was mir tatsächlich noch nie aufgefallen ist - sie ziert das Wappen Namibias! Entdeckt wurde sie von einem österreichischen Botaniker namens Dr. Welwitsch und der Zusatz "mirabilis" bedeutet wunderbar.

Zu guter Letzt findet Franzpeter sogar noch das Südwester Edelweiß!





Damit neigt sich die Tour langsam dem Ende zu und wir fahren wieder zurück Richtung Hauptstraße. Die Eindrücke von heute müssen wir erstmal sacken lassen. Zurück in der Desert Breeze denken wir zum Glück noch an ein Erinnerungsbild und bedanken uns von ganzem Herzen für diesen wundervollen Tag!



Da ich heute den Schlangenpark noch schnell nachholen möchte, fahre ich alleine in die Stadt, Petra kann ich dafür nicht begeistern, ihr reicht der letzte Besuch dort noch. Okay, ein bisschen Selbstreflexion muss ja auch mal sein... Auch ich übe das Parken im Linksverkehr noch ein bisschen :D



Der Schlangenpark ist mittlerweile etwas umgebaut und ein wenig besser in Schuss als noch vor drei Jahren. Aufgrund der wunderschönen Bilderflut vom Tag, erspare ich euch die nicht wirklich schönen Handyaufnahmen. Nur dieses kleine süße Kerlchen muss ich euch zeigen!



Zurück in der Lodge hat sich Petra etwas erholt und schon bald ist auch schon Sundowner-Zeit. Dafür gehen wir unterhalb der Lodge in die Dünen und suchen uns ein schönes Plätzchen zum Anstoßen.





Der Mond ist auch schon lange aufgegangen.



Zum Abendessen geht es selbstverständlich wieder in den Western Saloon. Petra ist heute mehr nach Fisch, ich bleibe Fleischfresser. Schon gestern hatte ich mich geärgert, dass ich zu spät gelesen hatte, dass es auch Omajowas gibt, also lautet die Bestellung heute Oryx Filet mit Omajowas - einfach nur köstlich! Da passt heute bei mir auch kein Magenschließer mehr rein :D



Morgen führt uns unsere Tour nach Cape Cross, diesmal mit Übernachtung auf der gleichnamigen Lodge, wir sind gespannt!

Lekker Slaap!
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So, nachdem die Fehler mit den falschen und fehlenden Bildern schnell behoben wurden, kann es hier jetzt endlich weiter gehen B)

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14.06. Cape Cross und die erste Schnappatmung

So, der Bungalow ist etwas abgekühlt und die Nacht war dementsprechend sehr erholsam. An diesem Morgen lassen wir - oder eher ich - es langsam angehen. Petra ist wie immer natürlich schon früh auf Achse. Und nein liebe Mama, ich verschlafe nicht IMMER den Sonnenaufgang...

Es ist schön zu wissen, dass wir heute nur eine kurze Strecke vor uns haben und nicht auf die Uhr schauen zu müssen, wann wir spätestens los fahren müssen. Daher gehen wir das Frühstück noch entspannter an als gestern und als die nette Bedienung merkt, dass wir uns auf Afrikaans bei ihr bedanken, kommen wir mit ihr ins Gespräch. Ich sage euch, solche kleinen Gesten kommen einfach überall so positiv an und es zaubert allen, sogar Officern, vor allem den Ladies, ein Lächeln ins Gesicht. Der Luxus der Kaffeemaschine wird auch wieder ordentlich ausgenutzt, denn diesen wird es für den Rest der Reise nicht mehr geben.

Nach dem Frühstück laden wir gemütlich das Auto ein und Petra, die Putzfee, putzt nach gestern nun zum dritten Mal die Frontscheibe mit purem Spiritus. Langsam wird's! Nächste Stopps: Tanke, Sparmarkt, die dort gegenüberliegende Schlachterei und die Raith Bäckerei. Im Spar decke ich mich mit meinem neuen Lieblingsgetränk Wuma ein, das hilft enorm beim Wachbleiben und schmeckt nicht wie sirupartiges Pipiwasser à la "Verleiht Flüüügel". In der Schlachterei suche ich vergeblich das schwarze Loch im Boden, in dem ich versinken will, als ich nach Rauchfleisch frage. Statt Smoked Meat, kommt mir, warum auch immer, Smoked Weed über die Lippen :D :D :D oh Laura... Innerhalb einer Sekunde kann ich mich verbessern, allerdings schaut die Verkäuferin immer noch irritiert. Gekauft wird stattdessen gefühlt ein Kilo Salami, denn das Rauchfleisch soll ein bisschen trocken sein. In der Raith Bäckerei kaufen wir zwei kleine runde Vollkornbrote, das beste Brot, das wir je gegessen haben! Außerdem entscheiden wir uns noch für ein Sandwich und ein Stück Quiche als Mittagssnack für unterwegs.

So, jetzt geht's aber ab Richtung Henties Bay! Am Schiffswrack halten wir nicht - ich scherze, ich könne ja das Bild aus 2018 hier reinstellen :D Denn wir haben in einem anderen Bericht gelesen, dass jemandem hier die Reifen abgelassen wurden. In Henties Bay wird die Hauptstraße gerade neu gemacht und wir werden ein kleines Stück durch die Stadt oder eine Art Vorort gelotst.











Die Salzstraße nach Cape Cross ist noch genauso trist wie 2018, aber die Landschaft ist dennoch beeindruckend. Man kann auch genau erkennen, wo der Atlantik beginnt, denn dort hängt eine dicke Nebelschwade.







Zugegeben, die Cape Cross Lodge haben wir uns vorher gar nicht genau angeschaut und sind sehr positiv überrascht, wie schön es hier "oben" ist - ja, für unser Denken ist das irgendwie schon "oben". Eine kleine Lodge, die auch auf Tagesgäste ausgerichtet ist, mit wunderschönen kleinen Zimmern, von denen alle eine für Zimmernachbarn blickdichte Terrasse haben, von der aus man direkt auf den Atlantik schaut, der quasi direkt vor der Tür liegt.









Man erklärt uns, dass es nicht erlaubt ist, richtung Robbenkolonie zu laufen, aber man darf gerne nördlich am Strand entlang spazieren. Nach dem Auspacken schnappen wir uns Kameras und Rucksack und wollen die Robben besuchen. Der Eintritt beträgt 350 N$ pro Person, das ist nicht wenig, dafür könnte man z.B. auch einen Aufpasser bei der Kolonie einstellen, aber dazu später mehr.

Dadurch, dass immer noch leichter Ostwind herrscht, nehmen wir an, dass der Geruch weniger stark ist als beim letzten Mal. Schon am Parkplatz begrüßen uns die ersten Tiere schlafend und dösend.













Was diese Mama ihrem Kind wohl gerade erklärt? :cheer:



Kleine beleidigte Leberwurst :P

























Nach einigen Schnappschüssen wollen wir in den Steg gehen, hier gibt es jedoch einen tierischen Türsteher, der Petra klar zu verstehen gibt: "Du kommst hier nicht rein!" :D Zack, die erste Schnappatmung, denn der Proll rennt ihr auch noch ein Stück nach - ich stoppe leider vor Lachen das Video :D Komischerweise wird immer sie attackiert... :laugh: Hier ein Ausschnitt:



Nach kurzer Zeit aber können wir schnell durchschlupfen, fragen uns jedoch eine Sekunde später, wie wir nachher wieder rauskommen sollen. Denn kaum haben wir die Tür passiert, liegt nicht bloß die eine sondern gleich drei Robben wieder davor. Wir bleiben in der Nähe der Tür und amüsieren uns noch über die anderen Touris, die teilweise verzweifelt versuchen, wieder aus dem Steg rauszukommen :D

Kurze Zeit später sind wir fast alleine hier. Wir schlendern über den Steg, knipsen ein paar Bilder, aber beobachten vor allem die Tiere. Eine Gruppe dreier junger Franzosen traut sich nicht durchs Tor und sie springen an einer anderen Stelle in den Steg. Die drei sind ganz witzig unterwegs und wir beobachten von weitem immer wieder, wie sie die Tiere nachäffen. Als eine Gruppe Jungtiere unter ihnen flüchtet, ernten sie böse Blicke von uns und wir signalisieren ihnen, dass sie Idioten sind. Oder gedanklich eher ganz schöne Arschlöcher. Als sie sich irgendwann verziehen, springen sie wieder hinter dem von den Robben vereinnahmten Picknick-Häuschen über den Steg und müssen sich erstmal dort erleichtern. Auf dem Weg zu ihrem Auto beobachten wir, wie sie die Robben provuzieren und herumspringen wie wilde Gorillas. Ein wenig davon kann ich noch filmen, ebenso ihr Kennzeichen fotografieren, dann düsen sie mit durchdrehenden Reifen davon. Und um ein Zeichen zu setzen, dass so etwas nicht geht, hier ein Bild von dem Ganzen. Da braucht man sich nicht wundern, dass die Tiere irgendwann aggressiv reagieren!



So, jetzt aber wieder zu den schönen Dingen! Es gibt viele süße Jungtiere zu beobachten und auch das Badespektakel im Meer ist interessant anzusehen!



















Ich sehe, dass sich am Steg ganz hinten ja auch ein Tor befindet, wo wir zurück zum Auto könnten und wo auf dem Weg dorthin keine Robben liegen. Tja, dumm gelaufen, denn vor diesem Tor schlafen IM Steg einfach drei Tiere. Ebenfalls auf dem letzten Teilstück des Steges. Wie zum Teufel kommen die hier rein? Wir haben die Frage noch nicht zu Ende gedacht, da bewegt sich ein Tier auf die Holzbalken zu und wir erkennen, dass dort zwei Balken ein wenig auseinander gebogen sind. Die Robbe quetscht sich tatsächlich da durch - wir fassen es nicht! Anscheinend sind das hier die VIP Sonn-Plätze...









Okay, hier ist kein Weiterkommen. Auch mein Plan, von hier aus über den Zaun zu springen und zum Auto zu laufen/rennen, kommt bei Petra eher weniger gut an. Okay, gehen wir erstmal zurück zum oberen Tor und schauen mal. Mittlerweile sind wir auch nicht mehr alleine und eine vierköpfige Familie parkt gerade ihr Auto. Am Tor liegen wieder einige Tiere, die gar nicht daran denken, freiwillig das Feld zu räumen. Wir stehen im Steg, die andere Familie steht mit etwas Sicherheitsabstand vor dem Tor und würde gerne rein. Ich starte irgendwann den Versuch und trete etwas gegen das Tor und tatsächlich bewegen sich alle! Leider aber nicht weit genug weg und wir wissen ja, wie frech die werden können. Irgendwann rennen wir schnell raus und die andere Familie schnell rein - wir müssen alle lachen und wünschen ihnen noch viel Spaß.



Wir snacken noch Sandwich und Quiche, was einfach super schmeckt - der Geruch ist eh schon längst vergessen. Danach beobachten wir noch einen ankommenden "Hummeldumm"-Bus in XXL Format und sind gespannt, wie die Touris sich am Tor verhalten. Ein paar geben schnell auf, dann kommen aber ihre zwei Guides und geleiten sie durch.

Für uns geht es zurück zum Häuschen, wo man das Permit bezahlt und ich zeige das Video der Honks einem Ranger. Dieser notiert sich das Kennzeichen, aber erweckt eher den Anschein, dass er dies bloß zum Schein tut. Sie sind ja immerhin schon weg.

Zurück in der Lodge muss jetzt ein kühler Drink her - richtig, natürlich Malawi Shandys!



Den Mittag über ruhen wir uns aus, genießen das schöne Zimmer mit Blick und ich sende Fotos und Videos der Honks an einen meiner Facebook Kontakte, die genau weiß, an wen ich mich wenden soll. Ein Herr vom Namibia Travel & Tourism Forum fragt mich ganz genau dazu aus und ist sehr interessiert. Er hängt auch irgendwie mit in der Regierung. Leider hört man danach nichts mehr über den Ausgang. Übrigens die Info an alle, die im Urlaub dringend WLAN brauchen - die Verbindung in der Lodge hier ist für kaum mehr als Whatsapp nutzbar, was uns weniger gestört hat.

Zum Sundowner wollen wir einen barfuß Strandspaziergang machen, zumal noch sehr angenehme Temperaturen herrschen. Wir sind die einzigen, die unterwegs sind und halten vergebens Ausschau nach einer braunen Hyäne - schade! Dafür liegen überall - wirklich überall - Kadaver von Robbenjungen verteilt, die wohl angeschwemmt werden. Uns war auch nicht klar, dass Möwen Aasfresser sind.













Zum Sonnenuntergang kommen zwei Angler und bauen ihr Equipment auf. Wir beobachten sie eine Weile, bis die Sonne untergegangen ist, aber leider waren sie bis dahin noch nicht erfolgreich.



Dafür fängt Petra mal wieder den Sonnenuntergang wunderschön in Szene - das kann sie oft viel besser als ich :)







Zurück auf unserem Zimmer leuchtet der Horizont zunehmend schöner und wir freuen uns, dass kein Nebel die Sicht verschleiert!







Selbst eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang beginnt der Himmel noch einmal ganz kräftig zu leuchten! Dank Beles Reisebericht wissen wir mittlerweile auch, warum das so ist!



Das Abendessen ist à la Carte und heute muss es für uns beide Fisch sein! Es schmeckt wirklich alles super! Zurück im Zimmer stellen wir fest, dass ordentlich Wellengang herrscht. Naja, ich mit meinen Ohropax kriege da wenig von mit aber Petra wacht des Nachts immer mal auf und hat das Gefühl, es herrscht der schlimmste Sturm draußen, so laut ist das Rauschen!

Lekker Slaap!

I will always have a bit of namibian sand in my shoes!

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Aktuell: Reisebericht Namibia 2022
Letzte Änderung: 12 Aug 2022 18:38 von Flash2010.
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15.06. Madisa - der Ort der Fröhlichkeit

Heute endet die Nacht für uns beide zur gleichen Zeit und ich muss mich an diesem Morgen wirklich beherrschen, nichts gemeines zu sagen als das Zimmer plötzlich dank der Deckenleuchte hell erstrahlt - draußen natürlich noch völlige Dunkelheit. Versteht mich nicht falsch, ich bin keine ewige Langschläferin, aber ich mag es einfach nicht, im Urlaub so geweckt zu werden. Also haue ich mir noch eine Stunde lang Musik auf die Ohren, bis es draußen langsam hell wird. Zur Versöhnung reicht mir Petra eine Tasse Cappuccino, die ich dankend annehme. So direkt am Meer aufzuwachen hat schon etwas wirklich Schönes! Noch immer ist das Rauschen des Atlantik im Zimmer laut zu hören.



Das Frühstück schmeckt mit Meerblick auch sehr gut! Eine wirklich schöne Lodge ist das hier! Nachdem wir gepackt und das Auto beladen haben, muss Petra schon wieder mit Spiritus ran, denn durch die Feuchtigkeit hier sehen wir gegen die Sonne auch heute absolut nichts. Immerhin sollte dies das letzte Mal sein, wo wir schrubben müssen!



Auf dem Weg nach Henties Bay halten wir immer wieder Ausschau nach braunen Hyänen, haben aber weiterhin leider kein Glück. Die C35 ab Henties Bay Richtung Uis ist viele Kilometer lang bereits fertig geteert und lässt sich dementsprechend angenehm fahren. Tja, so viel dazu - als jedoch die Baustelle beginnt, beginnt auch die "Umleitung", nämlich wurde hierfür einfach an der Seite eine neue Straße geschoben. Diese ist in übelstem Zustand und erstreckt sich über mind. 40 Kilometer. Die Logik dieser Baustelle erschließt sich uns nicht wirklich, da immer wieder zwischendrin gebaut wird und nicht einfach von A nach B. Aber das sollte im Etosha tatsächlich noch "lustiger" werden.

Wir sind heilfroh als langsam die Verkaufsstände vor Uis beginnen, die aber allesamt wie ausgestorben wirken. 2019 war hier deutlich mehr los. Scheiß Pandemie...







In Uis steuern wir direkt den Cactus Garden an, den man auch ohne Navi findet, denn Uis ist nicht besonders groß und er liegt ganz grob gesagt links oben. Hier waren wir bereits 2019 und fanden das Café total gemütlich. Es gibt hier einiges zu entdecken!

























Blöderweise sind Malawi Shandys gerade aus. Die frischen Salate schmecken aber super und danach teilen wir uns noch einen hausgemachten Apple Crumble. Die Kuchenauswahl ist wirklich toll!

Auf der Weiterfahrt kommen wir erstmal nicht weit, da wir am ersten Himbastand direkt anhalten, wer weiß, ob es danach noch welche gibt oder ob die Pandemie diese auch dahingerafft hat. 2019 war dieser Stopp bei den Himbas so toll! Wir wurden nicht belagert und es wurde noch fröhlich getanzt. Heute sieht das leider anders aus. Der Stand besteht aus 10 Verkäuferinnen und Verkäufern, die dir alle ein Armband anziehen würden, das du dann kaufen musst, wenn du nicht aufpasst. Außerdem wollen wir nur zwei oder drei Armbänder kaufen. Aber man wird so verrückt gemacht. Jeder ruft dir zu, dass er oder sie Hunger hat und man bei ihr oder ihm kaufen soll. Sonst sind sie beleidigt. Ich finde ein Armband, was mir gefällt und nehme es in die Hand. Schon ein Fehler, das gilt quasi für sie als gekauft. Als ich es wieder hinlegen will, weil ich ein anderes entdeckt habe, gibt die Nachbarin der Verkäuferin direkt Bescheid! Nein, das macht kein Spaß! Ich frage nach dem Preis und man nennt mir 300 N$ pro Armband :D man kann's ja mal versuchen. Am Ende bekomme ich 2 für 270, was ich auch noch viel finde, aber ich habe dieses Jahr ein schlechtes Gewissen zu handeln, wo eh schon kaum noch Touristen hier vorbei kommen. Was Petra bisher gemacht hat, verstehe ich nicht wirklich, aber auch sie ist dann fertig mit ihrer Auswahl und handelt noch ein Bild mit den Damen raus. Ich will eigentlich nur schnell wieder ins Auto, denn jetzt kriegen wir von der einen Dame die Armbänder nahezu hinterher geworfen für 50$ das Stück.



So, schnell wieder ins Auto und die beginnende tolle Landschaft genießen. Ich Idiot merke erst im Auto, dass ich ein leicht rosa farbendes Armband gekauft habe statt Khaki, weil ich die Sonnenbrille beim Kauf auf hatte... Egal, jetzt wird Ausschau nach Elefanten gehalten!













Unterwegs trampt ein weißer Mann, bei dem wir anhalten und ihn ein paar Kilometer mitnehmen, da er uns vertrauenswürdig vorkommt. Es handelt sich um Jan Kunene und wir horchen zuerst sehr interessiert zu, was er uns über die Wüstenelefanten erzählt, denen er zu Fuß folgt und er erklärt uns, wo sie sich momentan aufhalten. Kurz vor dem Abzweig zu Madisa setzen wir ihn ab und wünschen ihm alles Gute. (Die Sache wird nachher nochmal aufgegriffen).

Auf der Straße nach Madisa, die auch nach Twyfelfontein führt, finden wir Elefantendung, der aber bereits länger hier liegt.





Auf Madisa angekommen, treffen wir als allererstes auf einen Dickpense. Die habe ich ja nicht vermisst... Uns fällt sofort die neue Bar auf, die kultiger nicht sein könnte! Aber erstmal gehen wir zum Check In. Die Besitzer sind zunächst etwas zurückhaltend, aber wir kommen schnell ins Gespräch als wir uns darüber freuen, wieder das selbst Zelt wie letztes Mal zu bekommen. Bei dieser Unterhaltung erzählen wir ihr auch von der Begegnung mit Jan Kunene und sie klärt uns direkt über ihn auf. Ehra hat noch am selben Morgen ein Statement auf Facebook verfasst, dass sie sich klar von ihm distanzieren und es sehr gefährlich ist, was er tut, da er zu dicht an die Tiere ran geht. Auf Madisa hat er sich ein paar Tage zuvor durch geschnorrt. Na toll...

Dann kommt noch Leon um die Ecke und stellt sich uns vor, er wird mit uns beiden morgen (ganz alleine!!!) die Wüstenelefantentour machen. Wir begrüßen ihn natürlich waschecht mit namibischem Handschlag und er stutzt ein wenig. Er würde beim Abendessen nochmal zu uns kommen und uns ein bisschen was zu morgen erklären.

Bevor wir zum Zelt fahren, verstauen wir alles Fleisch und die Kühlakkus im Cooler der Rezeption, da es im Zelt ja keinen Strom gibt. Und vor allem wollen wir erstmal etwas Kaltes an der tollen neuen Bar trinken!











Am Zelt angekommen, befreie ich erstmal ein paar Agamen, die in den Mülleimer davor gefallen sind. Die Bilder stammen aus 2019, da ich keine neuen vom Zelt gemacht habe dieses Jahr, außer innen.









Während Petra schon eifrig die Außendusche genießt, erkunde ich ein wenig die Umgebung rund ums Zelt und stelle fest, mit dem Gras kamen natürlich auch die Dickpenses. Und nicht gerade wenige davon! Hier außerhalb machen sie mir ja nicht soo viel aus.











Als ich allerdings auf der Terrasse sitze und einer dort drüber läuft, ekelt es mich richtig an. Petra muss einen aus dem Bad-Bereich vertreiben und wir stellen fest, dass wir ganz schöne Sissies sind...

Zum Sundowner sind wir wieder an der Bar und genehmigen uns Gin Tonics. Vielleicht kann ich damit fester schlafen und muss nicht an diese 6-beinigen Monsterchen denken. Soweit der Plan. Zum Abendessen bekommen wir einen tollen Tisch und wir lieben auf Madisa einfach diese originelle Note überall!



Es gibt heute Potjie vom Schwein und Salat. Leider nicht den genialen Nachtisch vom letzten Mal. Nach dem Essen setzt sich Leon zu uns erklärt uns als aller erster Guide für eine bevorstehende Tour, dass wir bitte nicht so grelle und bunte Sachen anziehen sollen. Hat uns auch noch nie jemand gesagt, ist aber bei uns ohnehin überflüssig :D Wir unterhalten uns noch ein wenig und sagen ihm, dass wir uns sehr freuen! Die Freude ist wirklich groß, denn die Familie, die noch zum Drive angemeldet war, hat Kinder, die dafür noch zu klein sind - somit wird das eine exklusive Tour für uns zwei.

An der Bar nehmen wir noch einen doppelten Amarula Absacker...



...und dann geht's zurück ins Zelt. Man bekommt mittlerweile solche Solarlampen mit, aber wirklich hell strahlen diese auch nicht.



Es dauert heute lange, bis wir einschlafen. Irgendwann werde ich auf Toilette müssen und falls da Dickpenses rumlaufen, schreie ich. Ja, so reden Weicheier ihr lieben Leute...

Lekker Slaap!
I will always have a bit of namibian sand in my shoes!

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Letzte Änderung: 15 Aug 2022 19:25 von Flash2010.
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