THEMA: 5.056 km- Zweittäter im Caprivi - Herbst 2021
02 Jun 2022 07:50 #644505
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Der Nachmittag

Jetzt mussten wir uns aber sputen, denn wir hatten noch eine wahnsinnig lange Fahrtstrecke vor uns, nämlich genau zur Nachbarlodge - der Ai Aiba. Um 12:30 Uhr checkten wir ein und uns wurde sogar Fieber gemessen. Die Servicekräfte waren wohl durchgeimpft und der Mundschutz hing weit unter der Nase. Heute wollte Greg einfach nur lodgen und sich erholen und ich gönnte ihm das. Sein Nachmittag bestand aus Zeitung lesen, Kaffee und Rockshandys trinken. Der Pool war leider in der prallen Sonne und blieb ungenutzt.







Ich hatte im Forum gelesen, dass es verboten sei, die kleinen Wanderwege alleine zu begehen, da Felsmalereien zerstört wurden. An der Rezeption fragte ich diesbezüglich nicht explizit nach. So lief ich sowohl einen ca 45 minütigen Trail auf den Panoramaberg inklusive Felsmalereien hinter der Lodge und einen weiteren kleinen Weg, der ebenso zu Felsen seitlich der Lodge führten. Beides Mal hatte man unterschiedliche Aussichten auf das Lodgegelände. Ich habe zwar keine Tiere gesehen, aber es war trotzdem schön.

Panoramafelsen

















Seitlich der Lodge






Um 17 Uhr starteten wir mit einem deutschen Paar zum Nature-Drive. Wir sahen Mangusten, Bergzebras, Affen und einige Giraffen. Leider war die Tour sehr auf die Felsmalereien ausgerichtet - irgendwann ist man derer etwas überdrüssig. An einer Stelle wurden uns die Malereien vom Jeep aus erklärt, da dort wohl häufig die Black Mamba zu sehen ist.
Ich war vielmehr an schönen Felsformationen interessiert und hatte mir aufgeschrieben, dass es auf dem Gelände einen eigenen Bogenfels sowie einen Löwenfelsen geben soll.
Unser Guide wusste davon aber auf meine Nachfrage davon nichts. Habe ich mich damit vertan und es mit einer anderen Lodge verwechselt? Kann mich da jemand aufklären?
Wir hielten an einer schönen Stelle und genossen bei Studentenfutter, Popcorn, leckerem Biltong und Cidre den Sonnenuntergang.






















Nach einer kurzen Dusche ging es zum Abendessen. Leider war es recht stickig und heiss im Zimmer, so dass wir grauenhaft schliefen.






25. 09.2021 Etosha Village 437 km: Auf zu den ersten eigenen Gamdrives
Am nächsten Morgen liess sich Greg erweichen und lief mit mir den kurzen Weg auf den Panoramaberg, um gemeinsam den Sonnenaufgang anzuschauen. Zu zweit ist es doch gleich viel schöner.





Zum Frühstuck bekam jedes Paar coronakonform einen großen Frühstückskorb an den Tisch. Es war reichlich und sehr gut. Bei der Abreise sahen wir noch 2 Kudus am Wasserloch und wir waren voller Vorfreude auf den Etosha.









Fazit Ai Aiba:
Die Lodge ist sehr schön gelegen und es passte alles. Auch erkundigte sich ein Manager abends, ob alles in Ordnung sei. Irgendwie fehlte es uns aber an der Herzlichkeit und Leichtigkeit eines interessierten Inhabers., Aber vielleicht war es auch einfach der krasse Gegensatz zur Omandumba, die mit viel Herz und Charme geführt wurde. Die Felsformationen sind auf alle Fälle sehenswert. Wer noch nie Felsmalereien gesehen hat, hat hier seine Freude. Und: Die Ai Aiba war die einzige Lodge, die durch die coronabedingte
Verschiebung der Reise auf die noch höheren Preise des neuen Jahres bestanden hat. Ich fand sie im Vergleich zu anderen Lodges überteuert.
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018:: www.namibia-forum.ch...rsttaeter-runde.html
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02 Jun 2022 19:23 #644536
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Weiter gehts in den Etosha...


Wir fuhren aus dem Lodgegelände über unsere geliebte und frisch gewalzte Schotterpiste, bis wir wieder langweiligen Asphalt erreichten. Es ging an der grünen Stadt Omaruru vorbei und nach 4 Stunden und gähnender Leere (3 Autos auf der gesamten Strecke!) erreichten wir das Etosha Village. Wieder wurde Fieber gemessen und uns wurde Guavesaft zum Empfang gereicht. Das Camp liegt angenehm direkt vor den Toren des Etoshas und es war kaum etwas los. Anhand der vielen Häuschen fragten wir uns, wie
rummelig es hier wohl sonst ist.






Schnell tanken, Snacks kaufen und in den Etosha. 3 Autos waren vor uns und ein junges französisches Päarchen blockierte das Fortkommen, da es enorme Verständigungsprobleme hatte, So wurde wild und aufgeregt direkt am Häuschen telefoniert. Am liebsten hätte ich ihr das Handy entrissen, geschwind übersetzt, um alles zu beschleunigen. Aber so dauerte es gefühlt eine Ewigkeit. Wir registrierten uns schnell und waren gegen 14 Uhr im Park.

Wir fuhren das Wasserloch Onbika an und trafen viele Springböcke, Zebras und Oryxe an.
Gemboksvlakte war vor allem von Vögeln und wenigen Zebras belagert. In Olifantsbad verliess gerade eine grosse Elefantenherde das Wasserloch. An den nächsten Wasserlöchern erwarteten uns Perlhühner, Zebras und Gnus.
In Okaukuejo bezahlten wir den Permit, blickten ins Sichtungsbuch, kauften ein Magnum Eis, das wir dann mit Blick aufs Wasserloch verspeisten. Hier waren ein Schakal, eine trinkende Giraffe, Springböcke und ein Oryx zu sehen.

So jetzt lasse ich mal ein paar Bilder sprechen:




















Hach diese Grössenunterschiede:















Nun mussten wir uns aber sputen, da wir ja keine Strafe am Gate zahlen wollten. Und was kommt dann? Ein kleines Autochaos am Strassenrand kann nur eines bedeuten- 2 Löwinnen, zwei Löwen und Löwenkinder. Mega!
Das war echt mein Wunsch dieses Jahr- Löwenkinder- das ging ja gut los!





Was ein Faulpelz...











Das war echt mein Wunsch dieses Jahr- Löwenkinder- das ging ja gut los! Ohhhh- die mussten sich auch beeilen:



Das anschliessende Essen war gut und wir fielen müde ins Bett.

Jetzt ist erstmal Pause bis mindestens 13.06.22- vive la France;-)
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22 Jun 2022 16:53 #645726
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Jetzt hatte meine Schreibpause doch etwas länger gedauert- aber nun gehts endlich weiter mit dem Etosha.

26.09. Halali - Unter Mäusen

Nach einem kurzen Frühstücksmenü zog es uns magisch gen Etosha.

Fazit Etosha Village:
Sehr nah am Gate gelegen und daher super zentral. Aufgrund Corona gab es kein Buffet - weder morgens, noch abends. Aber man wurde bei den vorgeschlagenen Menüs gut fündig. Das Zimmer verfügte über alles, aber letztendlich verbringt man dort eh kaum Zeit, da man die Zeit nur für den Park nutzen will. Es gab 2 Pools, aber für diese hätte ich wahrscheinlich nie die Ruhe. Es ist eine typische grosse Bustouriunterkunft, aber zu unserer Zeit waren gerade mal 4 Zimmer besetzt - das war schon erschreckend.

Wir fuhren gegen 8 Uhr durchs Gate. Leider waren die Löwen vom Vorabend nicht mehr da, aber wir sahen in der ersten Viertelstunde schon 20 Giraffen. Die einzigen Tiere, die wir zählen ;-). Zunächst fuhren wir Okaukuejo an, um im Sightbook zum ersten Mal die Sichtungseinträge zu lesen: Aber es herrschte Flaute - gerade mal 3 Einträge. Wir fuhren fast alle Wasserlöcher Richtung Halali an. Wir sahen mehrere Elefantenherden, sehr viele Gnus, Zebras und Springböcke. Leider aber keine Nashörner.

















ein bisschen wir im Dschungelbuch:

















Wir checkten kurz in Halali ein und trafen auch bei folgendem Rhino Drive die Spezie nicht an. Wir sahen stattdessen viel verbrannte Erde, einige Rauchsäulen in der Luft, teils Brände direkt neben der Fahrbahn. Lange sahen wir keine Tiere, beäugten stattdessen betroffen die verbrannten Sträucher und Bäume. Es war bedrückend und trostlos. Wie viele Tiere kommen in den Flammen wohl um oder können keine Nahrung finden? Wir waren eher betroffen, als die Fahrerei zu genießen, und die Magie des Etoshas ergriff uns dieses Mal nicht.








In der Nähe von Rietfontein sahen wir ein Auto am Straßenrand stehen und erblickten schnell das Objekt der Begierde - 2 Löwen und eine Löwin, die sich an einem gerissenen Nashorn erfreuten und immer wieder Stücke aus ihrer Beute rissen. Die Löwin schritt über die Strasse, und wir steuerten gleich das Wasserloch an. Die Löwen folgten ihr und verliessen zur Freude der auf den Bäumen wartenden Geier die Beute. Schnell verschwanden die Gnus, Zebras und Springböcke vom Wasserloch, nur ein Nashorn hatte die Ruhe weg- nicht ahnend, dass diese Löwen soeben einen Teil des Artgenossen verspeist hatten. Immer wieder schauten die Löwen nach neuer Beute, wechselten die Position, knauften sich liebevoll ins Fell. Wir beobachteten die faszinierende Szenerie.





























In Halali nahmen wir uns vegetarisches Take Away (was für ein Fraß) ans Wasserloch mit, wo wir soooooo einen tollen Abend vor 3 Jahren verbracht hatten - das roch nach einem Revival.
Und wie beim letzten Mal kamen pünktlich zum Sonnenuntergang die Fantis einmarschiert - ein Traum! So lautlos wie sie gekommen waren, verschwanden sie dann auch wieder.

Zu dieser Zeit herrschte in Halali eine Mäuseplage, die auch vor dem Beobachtungsdeck keinen Halt machte. Da diese keinen Abstand hielten und sich vom Essen noch mehr angelockt fühlten, drängte mich Greg hektisch zum schnelleren Essen, bis ich ihm entnervt das Essen gab, da er mich nervöser wie die herumsausenden Mäuse machte und ich in diesem Moment eigentlich lieber die ankommende Nashornmama mit ihrem Kind beobachtete.
Es nutzte letztendlich nichts, das Essen loszuwerden.. Die Mäuse huschten umher und minderten schon das Sichtungserlebnis, da man sich auch nicht annagen lassen wollte. Es gipfelte darin, dass unsere Sitznachbarn (Franzosen) etwas aus Glasflaschen tranken und die Kronkorken achtlos neben sich liegen ließen. Alsbald schnappten sich die Mäuse die Kronkorken und klopften immer wieder mit vollem Elan und Freude gegen den Boden. Ihnen gefiel wohl das Geräusch...schon skurril...das einzige Geräusch mitten in der Nacht. Den Franzosen war es auch etwas peinlich. Aber Versuche, die Kronkorken wieder an sich zu nehmen, schlugen fehl.

Da Greg bei den Umständen kein Stativ aufbauen wollte, nur ein paar schlechte Handy Beweisfotos.






Später kam noch ein weiteres Nashorn und auch Schakale. Wir waren aber auch müde, von den Mäusen etwas genervt und gingen dann lieber schlafen. Aber wir waren sehr zufrieden mit dem Tag – immerhin 4 Nashörner und 3 Löwen.

Das Moskitonetz spannten wir auf und hofften, dass keine Mäuse im Zimmer waren und schlummerten bald darauf schon ein.
Anhang:
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Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele:
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Letzte Änderung: 22 Jun 2022 18:27 von Superfanti.
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