THEMA: 5.056 km- Zweittäter im Caprivi - Herbst 2021
02 Jun 2022 07:50 #644505
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Der Nachmittag

Jetzt mussten wir uns aber sputen, denn wir hatten noch eine wahnsinnig lange Fahrtstrecke vor uns, nämlich genau zur Nachbarlodge - der Ai Aiba. Um 12:30 Uhr checkten wir ein und uns wurde sogar Fieber gemessen. Die Servicekräfte waren wohl durchgeimpft und der Mundschutz hing weit unter der Nase. Heute wollte Greg einfach nur lodgen und sich erholen und ich gönnte ihm das. Sein Nachmittag bestand aus Zeitung lesen, Kaffee und Rockshandys trinken. Der Pool war leider in der prallen Sonne und blieb ungenutzt.







Ich hatte im Forum gelesen, dass es verboten sei, die kleinen Wanderwege alleine zu begehen, da Felsmalereien zerstört wurden. An der Rezeption fragte ich diesbezüglich nicht explizit nach. So lief ich sowohl einen ca 45 minütigen Trail auf den Panoramaberg inklusive Felsmalereien hinter der Lodge und einen weiteren kleinen Weg, der ebenso zu Felsen seitlich der Lodge führten. Beides Mal hatte man unterschiedliche Aussichten auf das Lodgegelände. Ich habe zwar keine Tiere gesehen, aber es war trotzdem schön.

Panoramafelsen

















Seitlich der Lodge






Um 17 Uhr starteten wir mit einem deutschen Paar zum Nature-Drive. Wir sahen Mangusten, Bergzebras, Affen und einige Giraffen. Leider war die Tour sehr auf die Felsmalereien ausgerichtet - irgendwann ist man derer etwas überdrüssig. An einer Stelle wurden uns die Malereien vom Jeep aus erklärt, da dort wohl häufig die Black Mamba zu sehen ist.
Ich war vielmehr an schönen Felsformationen interessiert und hatte mir aufgeschrieben, dass es auf dem Gelände einen eigenen Bogenfels sowie einen Löwenfelsen geben soll.
Unser Guide wusste davon aber auf meine Nachfrage davon nichts. Habe ich mich damit vertan und es mit einer anderen Lodge verwechselt? Kann mich da jemand aufklären?
Wir hielten an einer schönen Stelle und genossen bei Studentenfutter, Popcorn, leckerem Biltong und Cidre den Sonnenuntergang.






















Nach einer kurzen Dusche ging es zum Abendessen. Leider war es recht stickig und heiss im Zimmer, so dass wir grauenhaft schliefen.






25. 09.2021 Etosha Village 437 km: Auf zu den ersten eigenen Gamdrives
Am nächsten Morgen liess sich Greg erweichen und lief mit mir den kurzen Weg auf den Panoramaberg, um gemeinsam den Sonnenaufgang anzuschauen. Zu zweit ist es doch gleich viel schöner.





Zum Frühstuck bekam jedes Paar coronakonform einen großen Frühstückskorb an den Tisch. Es war reichlich und sehr gut. Bei der Abreise sahen wir noch 2 Kudus am Wasserloch und wir waren voller Vorfreude auf den Etosha.









Fazit Ai Aiba:
Die Lodge ist sehr schön gelegen und es passte alles. Auch erkundigte sich ein Manager abends, ob alles in Ordnung sei. Irgendwie fehlte es uns aber an der Herzlichkeit und Leichtigkeit eines interessierten Inhabers., Aber vielleicht war es auch einfach der krasse Gegensatz zur Omandumba, die mit viel Herz und Charme geführt wurde. Die Felsformationen sind auf alle Fälle sehenswert. Wer noch nie Felsmalereien gesehen hat, hat hier seine Freude. Und: Die Ai Aiba war die einzige Lodge, die durch die coronabedingte
Verschiebung der Reise auf die noch höheren Preise des neuen Jahres bestanden hat. Ich fand sie im Vergleich zu anderen Lodges überteuert.
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02 Jun 2022 19:23 #644536
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Weiter gehts in den Etosha...


Wir fuhren aus dem Lodgegelände über unsere geliebte und frisch gewalzte Schotterpiste, bis wir wieder langweiligen Asphalt erreichten. Es ging an der grünen Stadt Omaruru vorbei und nach 4 Stunden und gähnender Leere (3 Autos auf der gesamten Strecke!) erreichten wir das Etosha Village. Wieder wurde Fieber gemessen und uns wurde Guavesaft zum Empfang gereicht. Das Camp liegt angenehm direkt vor den Toren des Etoshas und es war kaum etwas los. Anhand der vielen Häuschen fragten wir uns, wie
rummelig es hier wohl sonst ist.






Schnell tanken, Snacks kaufen und in den Etosha. 3 Autos waren vor uns und ein junges französisches Päarchen blockierte das Fortkommen, da es enorme Verständigungsprobleme hatte, So wurde wild und aufgeregt direkt am Häuschen telefoniert. Am liebsten hätte ich ihr das Handy entrissen, geschwind übersetzt, um alles zu beschleunigen. Aber so dauerte es gefühlt eine Ewigkeit. Wir registrierten uns schnell und waren gegen 14 Uhr im Park.

Wir fuhren das Wasserloch Onbika an und trafen viele Springböcke, Zebras und Oryxe an.
Gemboksvlakte war vor allem von Vögeln und wenigen Zebras belagert. In Olifantsbad verliess gerade eine grosse Elefantenherde das Wasserloch. An den nächsten Wasserlöchern erwarteten uns Perlhühner, Zebras und Gnus.
In Okaukuejo bezahlten wir den Permit, blickten ins Sichtungsbuch, kauften ein Magnum Eis, das wir dann mit Blick aufs Wasserloch verspeisten. Hier waren ein Schakal, eine trinkende Giraffe, Springböcke und ein Oryx zu sehen.

So jetzt lasse ich mal ein paar Bilder sprechen:




















Hach diese Grössenunterschiede:















Nun mussten wir uns aber sputen, da wir ja keine Strafe am Gate zahlen wollten. Und was kommt dann? Ein kleines Autochaos am Strassenrand kann nur eines bedeuten- 2 Löwinnen, zwei Löwen und Löwenkinder. Mega!
Das war echt mein Wunsch dieses Jahr- Löwenkinder- das ging ja gut los!





Was ein Faulpelz...











Das war echt mein Wunsch dieses Jahr- Löwenkinder- das ging ja gut los! Ohhhh- die mussten sich auch beeilen:



Das anschliessende Essen war gut und wir fielen müde ins Bett.

Jetzt ist erstmal Pause bis mindestens 13.06.22- vive la France;-)
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22 Jun 2022 16:53 #645726
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Jetzt hatte meine Schreibpause doch etwas länger gedauert- aber nun gehts endlich weiter mit dem Etosha.

26.09. Halali - Unter Mäusen

Nach einem kurzen Frühstücksmenü zog es uns magisch gen Etosha.

Fazit Etosha Village:
Sehr nah am Gate gelegen und daher super zentral. Aufgrund Corona gab es kein Buffet - weder morgens, noch abends. Aber man wurde bei den vorgeschlagenen Menüs gut fündig. Das Zimmer verfügte über alles, aber letztendlich verbringt man dort eh kaum Zeit, da man die Zeit nur für den Park nutzen will. Es gab 2 Pools, aber für diese hätte ich wahrscheinlich nie die Ruhe. Es ist eine typische grosse Bustouriunterkunft, aber zu unserer Zeit waren gerade mal 4 Zimmer besetzt - das war schon erschreckend.

Wir fuhren gegen 8 Uhr durchs Gate. Leider waren die Löwen vom Vorabend nicht mehr da, aber wir sahen in der ersten Viertelstunde schon 20 Giraffen. Die einzigen Tiere, die wir zählen ;-). Zunächst fuhren wir Okaukuejo an, um im Sightbook zum ersten Mal die Sichtungseinträge zu lesen: Aber es herrschte Flaute - gerade mal 3 Einträge. Wir fuhren fast alle Wasserlöcher Richtung Halali an. Wir sahen mehrere Elefantenherden, sehr viele Gnus, Zebras und Springböcke. Leider aber keine Nashörner.

















ein bisschen wir im Dschungelbuch:

















Wir checkten kurz in Halali ein und trafen auch bei folgendem Rhino Drive die Spezie nicht an. Wir sahen stattdessen viel verbrannte Erde, einige Rauchsäulen in der Luft, teils Brände direkt neben der Fahrbahn. Lange sahen wir keine Tiere, beäugten stattdessen betroffen die verbrannten Sträucher und Bäume. Es war bedrückend und trostlos. Wie viele Tiere kommen in den Flammen wohl um oder können keine Nahrung finden? Wir waren eher betroffen, als die Fahrerei zu genießen, und die Magie des Etoshas ergriff uns dieses Mal nicht.








In der Nähe von Rietfontein sahen wir ein Auto am Straßenrand stehen und erblickten schnell das Objekt der Begierde - 2 Löwen und eine Löwin, die sich an einem gerissenen Nashorn erfreuten und immer wieder Stücke aus ihrer Beute rissen. Die Löwin schritt über die Strasse, und wir steuerten gleich das Wasserloch an. Die Löwen folgten ihr und verliessen zur Freude der auf den Bäumen wartenden Geier die Beute. Schnell verschwanden die Gnus, Zebras und Springböcke vom Wasserloch, nur ein Nashorn hatte die Ruhe weg- nicht ahnend, dass diese Löwen soeben einen Teil des Artgenossen verspeist hatten. Immer wieder schauten die Löwen nach neuer Beute, wechselten die Position, knauften sich liebevoll ins Fell. Wir beobachteten die faszinierende Szenerie.





























In Halali nahmen wir uns vegetarisches Take Away (was für ein Fraß) ans Wasserloch mit, wo wir soooooo einen tollen Abend vor 3 Jahren verbracht hatten - das roch nach einem Revival.
Und wie beim letzten Mal kamen pünktlich zum Sonnenuntergang die Fantis einmarschiert - ein Traum! So lautlos wie sie gekommen waren, verschwanden sie dann auch wieder.

Zu dieser Zeit herrschte in Halali eine Mäuseplage, die auch vor dem Beobachtungsdeck keinen Halt machte. Da diese keinen Abstand hielten und sich vom Essen noch mehr angelockt fühlten, drängte mich Greg hektisch zum schnelleren Essen, bis ich ihm entnervt das Essen gab, da er mich nervöser wie die herumsausenden Mäuse machte und ich in diesem Moment eigentlich lieber die ankommende Nashornmama mit ihrem Kind beobachtete.
Es nutzte letztendlich nichts, das Essen loszuwerden.. Die Mäuse huschten umher und minderten schon das Sichtungserlebnis, da man sich auch nicht annagen lassen wollte. Es gipfelte darin, dass unsere Sitznachbarn (Franzosen) etwas aus Glasflaschen tranken und die Kronkorken achtlos neben sich liegen ließen. Alsbald schnappten sich die Mäuse die Kronkorken und klopften immer wieder mit vollem Elan und Freude gegen den Boden. Ihnen gefiel wohl das Geräusch...schon skurril...das einzige Geräusch mitten in der Nacht. Den Franzosen war es auch etwas peinlich. Aber Versuche, die Kronkorken wieder an sich zu nehmen, schlugen fehl.

Da Greg bei den Umständen kein Stativ aufbauen wollte, nur ein paar schlechte Handy Beweisfotos.






Später kam noch ein weiteres Nashorn und auch Schakale. Wir waren aber auch müde, von den Mäusen etwas genervt und gingen dann lieber schlafen. Aber wir waren sehr zufrieden mit dem Tag – immerhin 4 Nashörner und 3 Löwen.

Das Moskitonetz spannten wir auf und hofften, dass keine Mäuse im Zimmer waren und schlummerten bald darauf schon ein.
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30 Jun 2022 21:51 #646269
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27.09.2021 Emanya@Etosha: Der letzte Tag im Etosha 243 km
Wir waren überrascht, dass uns morgens ein Buffet zur Verfügung stand, denn auch hier war ungewöhnlich wenig los. Wir gönnten uns Eierspeisen und machten uns bald auf den Weg.

Fazit Halali:
Wir hatten dieses Mal ein günstigeres Doppelzimmer ohne Grillstelle, was auch völlig okay war, wenn man diese sowieso nicht nutzt. Leider kam beim Duschen nur ein Rinnsall raus und beim Haare waschen ist das sehr zeitraubend und nervig. Die Lage zwischen Okaukuejo und Namutoni ist für mich das Alleinstellungsmerkmal und alternativlos. So hat man einfach entspannt viel Zeit an den Wasserlöchern. Die Nachtsichtungen sind dort super und würde ich nicht missen wollen, so dass ich trotz der Mäuseplage am Beobachtungsdeck wieder dort einchecken würde. Wahrscheinlich sind die Mäuse ja auch schon wieder weg;-).



Um 8:15 Uhr verliessen wir Halali, und direkt vor den Toren begegneten uns diese 3 gewichtigen Genossen und wir freuten uns sehr über das Sichtungsglück.





Wir fuhren als erstes nach Rietfontein, und dort bewachte immer noch ein Löwe den Nashornriss, aber er schien sehr träge und so fuhren wir weiter. Die Fahrt entlang der Etosha Pfanne gefiel uns erneut. Auch ein Toilettenstop erstaunte uns, da es gar keine Zäune gab und auch hier Springböcke umhersprangen. Heute sichteten wir eher Einzelgänger-Elefanten, aber dafür wirklich sehr grosse Herden an Gnus, Zebras und Springböcke. Seltsamerweise war Tsumcor völlig verlassen und erneut sahen wir beim Etosha Besuch keine Leos und Geparden.



























Schade. Auch heute sahen wir immer wieder Brände und fuhren auch direkt an einem Brandherd vorbei. Kurz bevor wir den Park verliessen, sahen wir als kleines Trostpflaster noch eine Elefantenmutter mit ihrem Kleinen. Gegen 17:30 verliessen wir den Park und sahen auf der Asphaltstrasse noch ein paar Warzenschweine. An diesem Tag haben wir 57 Giraffen, 3 Nashörner und einen Löwen gesehen.



Wir checkten in der Emanya, wie auf der letzten Reise, ein. Wir wurden wieder sehr freundlich mit einem Begrüssungsdrink empfangen und uns wurde Fieber gemessen.



Wir fühlten uns sogleich wohl und auch irgendwie heimisch. Wir machten uns frisch, nahmen unsere erste Malaria Prophylaxe Tablette ein, tranken einen Rock Shandy und verspeisten ein super leckeres Menü. Die Belegschaft hat dieses Mal nicht gesungen, aber es waren auch nur 3 Zimmer belegt.





Am Wasserloch war im Gegensatz zu letztem Mal sehr viel los - einige Warzenschweine, sehr viele Eilande, aber auch Kudus, die an einem Salzblock schleckten.



Voller Vorfreude auf den Caprivi flogen wir ins Bett. Jetzt ist die Wiederholung der ersten Tour vorbei und starten in ein neues aufregendes Kapitel.

Danke an die Dankedrücker und hoffe ihr habt ein wenig Freude an meinem Bericht.
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Letzte Änderung: 30 Jun 2022 23:02 von Superfanti.
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10 Jul 2022 15:46 #646933
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Nach einer kurzen Slowenien Tour gehts endlich weiter...

28.09.2022 Mobola Lodge 609 km: Endlich - nach langer Fahrt endlich im Caprivi
Voller Vorfreude hüpften wir aus den Betten und schauten bei den Kudus am Wasserloch vorbei. Ich kam mit einer Windhoekerin ins Gespräch, die mir mitteilte, dass ich unbesorgt sein solle und der Etosha sich nach dem ersten Regen bereits wieder erhole. Die Natur braucht auch die Brände und die Tiere wären nicht in Gefahr. Sie war ganz entzückt, als sie hörte, dass wir in den Caprivi reisen würden. Wir müssten uns keine Sorgen über Malaria und Stechmücken machen, da diese zur Trockenzeit sehr selten seien. Im Januar sei sie dort gewesen und ihre Arme waren schwarz vor Mücken und das wäre wirklich schrecklich gewesen. Sie beneide uns um unsere Weiterreise. Gut gelaunt nahmen wir das leckere Frühstück zu uns und fuhren gegen 09:15 Uhr los.

Fazit Emanya@Etosha:
Ich finde, dass hier das Preis- Leistungsverhältnis stimmt. Es ist nahe zum Gate, sauber und schick. Es ist eine günstigere Alternative zu den Lodges in der Umgebung. Man ist ja eh die ganze Zeit im Etosha und daher hätten wir gar nichts von den doch so hochgelobten Lodges gehabt. Die Mitarbeiter sind freundlich und die Mahlzeiten lecker. Mittlerweile gibt es ein wirklich gut "besuchtes" Wasserloch mit Eilandenherden, Kudus und Warzenschweinen










Wir erwarteten einen langweiligen Asphaltfahrtag, den zweitlängsten unserer Reise. Aber so langweilig sollte dieser dann gar nicht werden.
Nach einer halben Stunde kamen wir in eine Polizeikontrolle, wurden herausgewunken und strengen Blickes gefragt: „ Do you know the namibian law, that you have to turn the lights on during daytime?“ Natürlich kannten wir das und Greg hatte mir noch am Flughafen versichert, dass das an unserem Fahrzeug automatisch angehen würde. Da unterlagen wir wohl einem Irrtum.
Also antwortete Greg: „ Yes of course. I thought, that they turn automatically on“. Also sagte der Polizist streng, dass er ihm das beweisen sollte. Greg tat es wie immer und es leuchtete- nicht. Also wurde kurz probiert, bis das Licht an war und der Polizist zufrieden war.
Der Polizist sagte darauf: „So it will be okay for you, that you have to pay the fine? That costs 250 NAD". Greg bejahte und fragte nach, ob er gleich cash zahlen könnte. Der Polizist verneinte das: "You have to go to the Police Station in Tsumeb, if you have time. Do you know, where it is?“. (Klar, wir kennen jede Polizeistation in Namibia- schliesslich sind wir dort Dauergäste :woohoo: ). Greg verneinte, aber wir würden sie schon finden. Daraufhin schaute der Polizist Greg tief in die Augen: „ Ok- I will forgive you. You don t have to pay.“ Wir bedankten uns herzlich und waren erleichtert, an diesem Mammutfahrtag keine weiteren Unterbrechungen zu haben. Glück muss man haben. Und: wie ich ja nun gelesen habe, ereilen dort einigen Touristen eine Strafe. Zum Glück hat weder der Polizist das Geld angenommen, noch haben wir cash bezahlt, denn somit hätten wir uns ja auch strafbar gemacht… Alles gut gegangen.

Weiter gings. Greg überlegte laut, ob wir in Tsumeb oder erst im 58 km entfernten Grootfontein tanken sollten. Aber plötzlich kam noch eine Tankstelle vor Tsumeb und Greg bog dahin ab. Der Tankwart füllte den Tank, ich schlenderte durch den Shop auf der Suche nach Snacks. Als ich herauskam, sah ich wie der linke Vorderreifen inspiziert wurde, Scheibenwasser wurde darauf geschüttet und an einer Stelle bildeten sich kleine Blasen. Wir haben uns im Etosha einen fetten Dorn eingefahren, der mittels eines Bohrers, der einem Korkenzieher ähnelte, entfernt wurde. Dann wurde das entstandene Loch mit einem Stopfen und einer Spezialpaste verschlossen und der Reifen, der schon sichtlich Luft verloren hatte, wieder auf 1,8 Bar aufgepumpt. Die restlichen 3 Reifen wurden auch gleich durchgecheckt. Dieser super Service hat uns gerade mal 80 NAD gekostet - super Sache! Mit diesem etwas abenteuerlich geflickten Reifen sollten wir noch weitere 3.000 km zurücklegen......






In Grootfontein fuhren wir an lila blühenden Jakarandabäumen, Gregs Motorshop und Fickies Bodyworkout (heißt wirklich so) vorbei. Es wurde deutlich grüner. Nach Grootfontein waren auf beiden Seiten der Strassen mit einem Holzzaun abgetrennte Siedlungen. Innerhalb des Zaunes waren kleine Blech- oder runde Strohhütten. Nur zum Teil sah ich public toilet Häuschen. Die Hütten wirkten winzig - da lässt sich nichts unterbringen und ich dachte daran, was ein Europäer alles in seiner Wohnung oder gar Haus stehen hat. Jeder hat bei uns selbstverständlich eine eigene Toilette, eine Dusche, eine Küche, Herd, Kühlschrank, Kleiderschränke, Betten. Der Unterschied wurde mir noch bewusster- wahrscheinlich kann man in den Hütten auch nur auf dem Boden schlafen. Wir waren irgendwie in dem Moment etwas überfordert und still und jeder hing seinen Gedanken nach mit dem Blick nach draußen gerichtet. Ziegen, Ochsen, Kühe querten die Strasse. 2 kleine ca 5jährige Jungs transportierten ohne Erwachsenenbegleitung auf Ochsenkarren reitend direkt neben der Autostrasse Wasserbehälter. Ich fragte mich, was alles Schlimmes passieren könnte, wenn die Ochsen durchgehen würden und auf die Strasse kämen. Während Frauen Stroh oder Wasser auf dem Kopf balancierten, Kleinkinder zum Teil grössere Wasserbehälter wie ihre eigene Körperstatur schleppten, sassen die Männer entspannt und vergnügt im Schatten unter Bäumen und quatschten. Das ist mal Arbeitsteilung. Schulkinder liefen mit Schulkleidung kilometerlang neben der Fahrtstrasse, manche hatten ein Stück Papier gerollt, aber die meisten hatten einfach nichts dabei. Wenn ich an die fetten Schulranzen bei uns denke, wo Bücher, Stifte, Hefte, Ordner oder auch Sportzeug untergebracht werden muss. Aber immerhin und nicht selbstverständlich, dürfen die Kinder zur Schule gehen. Immer wieder winkten uns Kinder zu und wir zurück. Kritisch beäugten wir kleine Brände, die nahe der Strohhüttendörfer loderten und hofften, dass die Dörfer verschon blieben. In weiten Abständen sahen wir kleine Minimärkte und Barbershops, aber keine Bekleidungsgeschäfte. Hier war einfach nichts. Auf der Strasse waren 120 Stundenkilometer erlaubt und uns kam ein Fahrradfahrer auf unserer Fahrspur am Seitenrand entgegen, was wir für den Radler auch nicht wirklich als ungefährlich einstuften.
Es wurde uns bewusst - das Namibia der weißen Grossfarmen hatten wir hinter uns gelassen und wir waren im wahren Afrika angekommen. Hier sind wir weit und breit die einzigen Weissen und hier kamen all die Lodgemitarbeiter her, die wir teils auf unserer ersten Namibiareise kennenlernten.









Wir brauchten eine Pause. Bei der hochgelobten Gondwana Hakusembe Lodge fragten wir nach, ob wir kurz einkehren durften. Eigentlich sind Tagestouristen nicht erlaubt, aber aufgrund der wenigen Gäste wurde uns der Einlass gewährt. Uns wurde trotz unserem Einspruch sogar ein Begrüssungsdrink gereicht. Die Hakusembe mit der grossen Terasse mit Blick auf den Fluss und dem Kaltgetränk tat unserer Seele gut.






Frisch gestärkt ging es durch Rundu und weiter zur Mobola Lodge, die wir mit dem letzten Tageslicht gegen 18:15 Uhr erreichten. Direkt vor der Lodge wohnen die Einheimischen in ihren ärmlichen Verhältnissen und mit dem Betreten der Lodge landet man in einer anderen Welt und wurden von Alex begrüsst. Wir wurden mittels eines Papiers, das wir unterzeichnen sollten auf die Gefahren hingewiesen: „Auf dem Fluss, sowie auch an Land kann es zu Begegnungen mit wild lebenden Tieren wie Hippos, Schlangen und Krokodilen kommen. Bootsfahrten, Inselspaziergänge, das Baden im Pool sowie alle anderen Aktivitäten auf der Lodge und auf dem Fluss finden auf eigene Gefahr statt.“

Wir kauften im Lodge eigenen kleinen Shop noch eine Grillwurst und Gemüse, die wir später in der Pfanne zubereiteten. Wir wackelten über die Hängebrücke zur Inselbar und gönnten uns nach diesem langen Fahrtag und den vielen neuen Eindrücken einen Cidre.
Wir trafen noch Jawa aus dem Forum mit Mann, Tochter und Schwiegersohn auf der benachbarten Hausveranda und plauderten über die Reiseerlebnisse bzw. die bevorstehende Tour. So war es noch ein schöner Abschluss des Tages.








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Hallo Silke,

willkommen im "afrikanischen" Namibia :) .
Wir haben mittlerweile dieses Namibia nördlich des Veterinärzauns schätzen und lieben gelernt, aber wenn man zum ersten Mal dort ankommt ist es schon ein kleiner "Kulturschock".
Eine Reifenreparatur wie die eure haben wir auch schon hinter uns. Uns hatte es 2016 bei Solitaire erwischt. Unser Reifen wurde dort genauso wie von dir beschrieben geflickt und danach sind wir damit noch 2500 Kilometer durch den Süden auf Schotter gefahren, inklusive KTP. Der Reifen hatte problemlos bis zum Schluß durchgehalten.
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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