THEMA: 5.056 km- Zweittäter im Caprivi - Herbst 2021
27 Mai 2022 10:26 #644100
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21.09.2021

Gut gelaunt fuhren wir los. Wir waren entspannt, obwohl wir wussten, dass eine richtig lange Strecke vor uns liegt. Wir waren zuversichtlich, dass alles zeitlich klappt.

In Solitaire war es im Gegensatz zum Sossusvlei völlig windstill. Greg holte Apfelkuchen, und ich fotografierte Autowracks.

Wir hielten am Tropic of Capricorn und staunten über ein kostümiertes Päarchen, das immer weitere originelle Faschingskostüme aus dem Auto zauberte und eine Megafotosession mit dem Schild hinlegte. Auch wenn wir Faschingsmuffel sind, fanden wir das eine tolle Idee und bereuten fast, sie nicht angesprochen zu haben. Hey, wenn ihr hier im Forum seid, stellt bitte eure coolen Bilder ein.





Durch Zufall erhielt ich eine sehr beunruhigende Nachricht aus Deutschland und dadurch waren wir beide sehr in Gedanken, da wir erst gegen Abend Kontakt zu meiner Familie bekamen. Für mich / uns stand aber die Reise innerlich sehr auf der Kippe, da wir notfalls auch heimgeflogen wären. In den nächsten Tagen gab es aber Entwarnung

Wir bogen auf die permitpflichtige Gravelroad nach Gobabeb ab, aber beunruhigt und in Gedanken daheim konnte ich die vorüberziehende Landschaft nicht genießen. Anfangs war es steinig, karg und öde. Wir sahen stundenlang keine Menschenseele, und Greg bemerkte trocken: “Im Falle eines Reifenwechsels sind wir hier wohl auf uns alleine gestellt“. Das steigerte noch meine innere Unruhe - ich wollte schnellstmöglich nach Swakopmund, Netz haben und telefonieren und bloß keine Panne haben.













Ab der Forschungsstation Gobabeb sahen wir die ersten Hüttenbaracken, rote Dünen, grüne Bäume, fruchtbares und schönes Land.











Insgesamt sahen wir auf der Strecke drei Autos und reichten zwei Plattmacherarbeitern und einem Mann mit Eselskarre die mit Wasser aufgefüllten Wasserflaschen, die diese sehr dankbar annahmen. Diese Aktion hatte ich damals in Bincas Reisebericht gelesen, und wir hatten auf der Reise immer nur in strahlende Gesichter geschaut. Eine wirklich tolle Idee und gute Sache, auf die wir ansonsten nie gekommen wären.

Fast vier Stunden hatten wir für die Strecke ab dem Abzweig von Gobabeb nach Swakop benötigt. Die Strecke über die Pässe vor drei Jahren hatte uns mehr gepackt, und wahrscheinlich würden wir bei einer weiteren Tour aus Zeitgründen sogar den direkten Weg wählen.

Wir kamen dem alten kalten Nebelloch Swakopmund näher.
Wir erreichten die Unterkunft "The Stiltz" und wurden vom Wachmann sehr freundlich empfangen. Die Lodge ist auf Stelzen gebaut, und im Häuschen 7 ist man an der vordersten Meeresfront. Wir waren vom Häuschen begeistert - Danke an Netti für diesen tollen Tip.









Wir mussten uns schon etwas sputen, denn wir hatten im Hansa Hotel bereits das Dinner reserviert. Greg ass panierten Fisch, ich erfreute mich an Frikadellen. B)

Zurück in der Lodge war es im Häuschen sehr frisch, und ich kam zum ersten Mal in den Genuss einer Heizdecke. So lässt es sich gut aushalten, und wir fielen bei Meeresrauschen nach diesem emotional aufwühlenden Tag in den Schlaf.
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018:: www.namibia-forum.ch...rsttaeter-runde.html
Seychellen: Inselhopping im tropischen Paradies: namibia-forum.ch/for...ischen-paradies.html
Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: www.namibia-forum.ch...mibia-herbst-21.html

Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele:
Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -
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27 Mai 2022 11:55 #644104
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Jetzt hat mich Greg trotz Separation doch noch mit dem bösen C angesteckt und ich bin seit Mittwoch positiv- irgendwann musste es uns ja erwischen. Und nun hoffe ich bis nächsten Freitag negativ zu werden, denn wir wollen mit der gesamten Familie nach Frankreich!

Danke Friederike fürs Bilder drehen. Irgendwie habe ich es eben wieder versucht und wieder nicht geschafft. Bearbeitet, gedreht und neu abgespeichert- so ging es doch eigentlich oder wo war noch mal der Haken?

@ Logi: Die DVD ist seit Montag on the road und du müsstest wahrscheinlich den nächsten Absender bestimmen ;)

@ Bianca: Schön, dass Du dabei bist. Ich engagiere mich gerade ehrenamtlich auch an einem Ukraine Stand und hatte dort auch schon einige emotionale Erlebnisse. Es wäre schön, wenn wir uns wieder in Frieden beamen könnten. Wann ist bei euch die nächste Namibia Tour geplant?`

@ Stefan: Jaja, so schnell vergeht die Zeit. Du hattest mir damals mit deinen Fotos richtig Lust gemacht und ich hatte es ganz vergessen, dass es eine Cessna war. Habe jetzt nochmal in den Bericht gespickt. Dafür seit ihr weiter gekommen.

Und den entscheidenden Tip des Helikopters hatte mir Sarah_aufdemWeg gegeben. Lieben DANK dafür. Musste es eben doch nochmal nachlesen.
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Superfanti schrieb:
@ Logi: Die DVD ist seit Montag on the road und du müsstest wahrscheinlich den nächsten Absender bestimmen ;)

Danke für die Info! :kiss:
Wird sofort erledigt ... B)

LG
Logi
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27 Mai 2022 12:41 #644110
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Hallo Silke, ich weiß auch nicht, was beim Bildereinstellen nicht funktioniert. Bei Hochkantfotos hatte ich zum Beispiel Probleme.

Ich habe Dein Foto auf den Desktop geladen, dann geöffnet, auf das Drehsymbol geklickt, das gedrehte Foto neu gespeichert und jetzt hier eingestellt.
Gute Besserung - ist ja mal die Gelegenheit, den Bericht weiterzuschreiben, weil ich besonders gespannt auf Euren Eindruck von Shametu bin - wir sind dort immer sehrsehr gerne gewesen.
Gruß
Friederike
Letzte Änderung: 27 Mai 2022 12:43 von CuF.
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27 Mai 2022 20:19 #644141
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22.09.2022: Eine Schifffahrt die ist lustig…. [/b]

Die Mitarbeiterinnen im Frühstücksraum waren sehr gut gelaunt und freundlich. Das Frühstück war superlecker und ich kürte die Zimtpancakes zu den leckersten meines Lebens. Ich glaube, von denen könnte ich mich ausschließlich ernähren.

Ich war erstaunt und verwundert zugleich, dass mich Levo Tours auch heute und nun bereits zum dritten Mal, anschrieb, ob wir wirklich an der Dolphin Tour teilnehmen. Daran gab es doch gar keinen Zweifel. Gebucht ist gebucht. Wir kannten den Weg zu Levo nach Walvis Bay und erkannten auf den ersten Blick den traurigen Hintergrund ihrer wiederholten Anfrage: Wir waren die einzigen Gäste und eine Gruppe von 5 Personen hatte aufgrund des bedeckten und nicht sonnigen Wetters am selben Morgen abgesagt. Wir konnten das gar nicht fassen, fanden es unverständlich und traurig für das Unternehmen, das ja auch damit geplant
hatte und die Essensplatte für die entsprechende Anzahl bereits gerichtet hatten. Man kann in Walvis nicht mit Sonne am Morgen rechnen. Auch wenn es Ersttäter waren, ist das keine Entschuldigung.

Hier schlug Corona extrem zu. Vor 3 Jahren wimmelten Reisegruppen an Land, ein Paar Tourangestellte koordinierten den Betrieb und einige Boote mit schätzungsweise 70-100 gutgelaunten Gästen stachen in See. Und nun pure Leere. Der Skipper erzählte uns, dass seit Pandemiebeginn 7 weitere Skipper entlassen worden sind und nur noch die Angestellte und er übrig seien. An manchen Tagen hätten sie gar keine Buchungen. Das tat uns sehr leid, da es wirklich so eine tolle Tour ist. Namibia braucht das Geld der Touristen, da auch so viele Jobs dranhängen. Wir hatten ja 2020 coronabedingt überlegt, ein Boot nur für uns zu buchen und Levo nannte uns dafür den 10 fachen Preis. Nun hatten wir diesen Luxus nichts ahnend zum normalen Preis und fragten uns, ob sich das wirklich lohnt. Wir fanden es jedenfalls toll, dass sie die Tour mit uns alleine durchgeführt hatten und nicht von ihrer Seite abgesagt hatten.

Ich selbst hatte euch auch noch eine kleine Nebenanekdote vorenthalten. Kurz vor dem Abflug schnitt ich mich in meine Fingerkuppe und konnte nur ein nicht sensitives Fingerpflaster kaufen. Ich reagiere immer auf normales Pflaster sehr allergisch, konnte es aber nicht ändern. Durch den Flug und die Anreise wechselte ich es erst nach ca 24 Stunden. Im Sossusvlei wollte ich den Finger weiter vor Sand schützen, aber durch die Hitze und Trockenheit hatte ich mittlerweile einen roten megadick geschwollenen, entzündeten Finger, den ich gar nicht mehr beugen konnte. Diesen zeigte ich der Tourangestellten, und sie wollte ihren Arzt anrufen, damit ich nach der Tour noch vorbeigehen könnte. Sehr lieb und hilfsbereit. Ich wollte das eben in der Stadt regeln, bevor was Schlimmeres passiert und evt. eine weitere Strecke in ein Krankenhaus fahren muss.

Kaum an Bord offerierte uns der Skipper einen Sherry. Niemals sollte man einen Sherry vor 17 Uhr trinken, aber glücklicherweise sei ja immer irgendwo auf der Welt 17 Uhr. Kaum war das Glas leer, gab er uns seinen einzigen deutschen Satz zum Besten: „ Auf einem Bein kann man nicht stehen“ und schenkte uns sogleich den zweiten Sherry ein.
Wir verliessen das Hafenbecken, und auch die Robben schienen pandemiebedingt verschwunden zu sein, denn leider sprang keine an Bord. Schade - dafür begleiteten uns Pelikane. Liebevoll hatte der Skipper diese Chantal und Charlene getauft und sie begleiten ihn wohl seit geraumer Zeit an Bord und hatten ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut.
Auf sein Zureden trauten wir uns auch, das Köpfchen und das flauschige Gefieder zu berühren. Natürlich erhielten beide im Gegenzug zur Belohnung leckeren Fisch. Irgendwann flogen sie wieder von Bord, der Skipper gab Gas und sie versuchten, uns schnell nachzusegeln. Ein beeindruckendes Spektakel, und wir hätten den Pelikanen niemals diese Fluggeschwindigkeit zugetraut. Auch weitere Pelikane kamen immer wieder an Bord und liessen sich kutschieren. Unsere Kleidung war am Ende des Tages verschissen, aber das wars uns wert und soll ja auch schließlich Glück bringen.


















Auf dem Weg begleiteten uns auch Delphine, und es tauchten auch immer wieder Wale auf. Selten soll es wohl so viele Wale wie zu diesen Zeiten gegeben haben. Wir sahen ein weiteres vollbesetztes, fast gedrängtes Touriboot und waren froh, Levotrours treu geblieben zu sein.






Wir fuhren zum Pelican Point, erfreuten uns an den unzähligen faulen, an Land liegenden Robben.















Zeitweise gibt es hier bis zu 60.000 Stück. An einer schönen Stelle wurde das Festmahl ausgepackt, und wir prosteten uns mit Sekt zu. Auf Drängen des Skippers sollte ich unbedingt auch eine der bekannten und so schmackhaften Austern probieren. Ich tat es sogar, musste es aber leider ausspuken und so profitierten die Fische auch davon. Aber es gab genügend andere Leckereien - vegetarische Taschen, Würstchen, Hühnchen, Rind. Der Skipper erzählte uns von den unterschiedlichen Verhaltensweisen der diversen Nationalitäten auf dem Boot. Amis trinken ausschließlich den Alkohol leer, ohne etwas zu verspeisen, während bei Russen ratzfatz sowohl Alkohol wie auch das Essen geleert sind. Eine weitere Weisheit von ihm war, dass ein Südafrikaner erst nach dem 5. Bier über einen Fahrer nachdenkt, aber ein Namibier erst nach dem 5. Bier überhaupt losfährt. Naja, alles diente ein wenig der Auflockerung.



Kurz bevor wir anlegten, kam dann doch noch eine Robbe an Bord - alles perfekt. Der Skipper verfütterte auch noch ein paar Fische und hob diese recht hoch über die Wasseroberfläche, und wir waren erstaunt, wie hoch Robben springen können. Manchmal war aber auch ein Pelikan oder eine Möwe schneller.











Auch beim zweiten Mal fanden wir es einfach eine tolle unvergessliche Tour, von der wir gar nicht genug bekommen können. Und wir würden immer wieder mit Levo buchen.

An Land wurden wir gebeten, ob wir Ihnen nicht auch ein paar Aufnahmen zu Werbezwecken schicken könnten - das tun wir doch gerne. Die Assistentin teilte mir mit, dass ihr Arzt heute leider keine freien Termine mehr für mich hatte.

Wir fuhren zur Walvis Bay Lagune, wo wir dieses Mal nur vereinzelte Flamingos vorfanden.

Dann fuhren wir zur Lodge. Greg legte sich etwas hin. Ich setzte mich auf die Terrasse und erfreute mich an der typisch namibischen Tierwelt - die Kamele kamen immer nur nachmittags zum Grasen her. Perfekt - dazu Vögel, Robben und Flamingos.









Um 15:00 Uhr holte uns Hans-Dieter Göthje, der letzte weiße Bürgermeister Swakopmunds, zur eineinhalbstündigen Stadtrundfahrt ab. Es war seit Monaten seine erste Tour und wir waren die einzigen Gäste. Wir besichtigten die Landungsbrücke, spazierten etwas durch Swakopmund, am Woermann Haus vorbei und gingen auf meine Bitte noch kurz in die Adler Apotheke. Dort wurde mir gesagt, dass ich eine Cortisonsalbe und Ceterizin Tabletten für den dicken Finger nehmen sollte und es bestimmt bald besser werden würde. Also vertraute ich darauf. Zum Schluss fuhren wir länger durch die Strassen des Townships von Mondesa. Wenn man als Tourist nach Swakop fährt, ist einem die immense Dimension von diesem Township gar nicht so bewusst und dies war für mich das eindruckvollste der Tour.







Abends fuhren wir zum Essen ins Tug. Beim Empfang lächelte man uns breit an. Man freue sich, uns kennenzulernen und bedankten sich für die vielen Fotos und tollen Videos, die die gesamte Crew heute so erfreut hätten. Vor allem das Pelikan Bild sei so toll. Ich könne gerne auch die nächsten Tage weitere Urlaubsbilder versenden. Es ratterte - statt Levo die Bilder zu schicken, hatte ich versehentlich The Tug ausgewählt.
Das Essen war lecker, der Raum prall gefüllt und wir hörten nur deutsch. Irgendwie fühlten wir uns nicht rundum wohl - kein Abstand, keine Lüftung. Wir wollten schließlich ohne Virus weiterfahren und blieber hier nicht länger als nötig, denn schließlich wartete ja daheim wieder die Heizdecke auf uns.

Anhang:
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Kurzbericht Namibia 2021 mit Fotobuch: www.namibia-forum.ch...mibia-herbst-21.html

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Letzte Änderung: 27 Mai 2022 23:20 von Superfanti.
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28 Mai 2022 16:47 #644195
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Puh wir sind genervt von der Corona Quarantäne, aber natürlich auch froh, dass es uns nicht ganz sooo schlimm getroffen hat. Trotzdem sind wir etwas müde. Ich hoffe, ihr habt beim Lesen etwas Spaß und freue mich natürlich auch über Kommentare. Also weiter im Text:

23.09.2022 Omandumba 267 km- Erongo pur
Der Tag begann wieder gutgelaunt mit Pancakes. Beim Auschecken wurden wir sehr positiv überrascht, denn als einzige Lodge der Reise erstattete uns The Stiltz sogar einen Teil des Hotelpreises, da sie zu dieser Zeit aus Pandemiegründen einen günstigeren Tarif als bei unserer Buchung anboten.

Fazit Swakopmund:
Levo ist toll - immer wieder gerne. Wir finden, dass sie immer versuchen, die Gäste glücklich zu machen und so versucht der Skipper, Wale, Delfine, Robben, Pelikane und Flamingos zu sichten. Die Kommunikation im Vorfeld war immer schnell und freundlich. Für die Bootstour sollte man sich immer warm anziehen - Decken und wärmende Getränke sind an Bord.
Danke an Logi - du hattest uns vor der ersten Tour dazu geraten.

The Stiltz, die frühere Partnerlodge unserer geliebten Auas Safari Lodge, fanden wir aufgrund Lage, Sauberkeit, Freundlichkeit super und wir können sie unbedingt weiterempfehlen. Auch zum Frühstück gab es eine sehr gute Auswahl, und wir liebten den Baustil der gesamten Anlage. Auch den mittaglichen Besuch der Kamele finde ich sehr originell. Wer das Meer liebt, liebt dieses Hotel. Unbedingte Weiterempfehlung.
Bei der Stadtführung sind wir uns uneins. Ich hätte gerne mehr zu den verschiedenen Gebäuden gewusst und fand sie insgesamt etwas überteuert. Gregor gefiel sie. Vermutlich hätte ich lieber einen Kaffee in der Partnerlodge Desert Breeze getrunken und den Blick in die Wüste genossen. Das hatte ich eigentlich auch geplant, aber dafür war einfach keine Zeit. Es gibt soviel zu tun in Swakop. Zum Sandwich Harbour, zur Düne 7 und zum berühmten gelben Fisch-Take-Away Wagen haben wir es wieder nicht geschafft.

Um 9:30 Uhr waren wir wieder on the road. 12 Grad. Greg tankte, die Frontscheibe wurde wieder geputzt und ich füllte die Snacks auf. Kaum waren wir aus Swakop draußen, kletterte die Temperatur wieder hoch, die Sonne schien, der Himmel war blau. Wir strahlten ebenso, als wir endlich wieder von der Asphaltstrasse B2 auf eine Gravel D Strasse abbogen.

Wir freuten uns auf die kommenden Tage im geliebten Erongo der Felsformationen.






Dieses Mal machten wir einen Zwischenstop als Tagesbesucher auf der Ameib Ranch, die vor drei Jahren geschlossen war. Nach der Einfahrt durch das Tor fuhren wir 10km bis zur eigentlichen Lodge. Wir meldeten uns kurz an, bezahlten den Permit als Tagesgäste und erhielten eine kleine Karte, die als Orientierung diente.

Wir wollten unbedingt zum einzigen Klettersteig Namibias, dem Elephant Head. Die Aussicht von diesem hatten wir bereits in Biwak, einer MDR Sendung, gesehen, die 5 Folgen in Namibia drehte. Wir lieben die Wanderreportagen von Kutschke und Co. Die Landschaft war super - Kugeln, Felsen, Formationen und weite Landschaft. Wir genossen den Platz für uns alleine. Die Hitze war unangenehm, und wir mussten die Wanderung bei 43 Grad hitze- und ausrüstungsbedingt leider abbrechen. Aber lieber blieben wir vernünftig, statt uns etwas zu brechen. Trotz allem hat sich der Weg absolut gelohnt!















Wer findet Greg?


Wir fuhren noch Bulls Party an, und Greg stieg erst gar nicht aus, da es ihm schlichtweg zu heiß war. Ich murrte etwas.



Wir kreuzten noch Nettis Giraffen und freuten uns riesig über die Sichtung. Giraffen sind einfach edle Tiere und für mich gehören diese Tiere unabdingbar zum Erongo





Greg ließ sich dann doch noch zur Wanderung zur Phlipps Cave erweichen. Naja - die Hitze war immer noch kaum erträglich. Die Wanderung dauerte länger als erwartet, auch mir verging irgendwann die Lust und wollte schon resigniert kurz vor dem Ziel aufgeben. Aber nun zog Greg an mir vorbei und rief mir zu, dass wir an der Höhle seien. Also rappelte ich mich auf und sah die Felszeichnung des weißen Elefanten. Auch wenn wir fit sind, ist das Wandern ohne Schatten und in der Hitze echt kein Zuckerschlecken und anstrengend.











Wir waren froh, als wir im Auto die Klimaanlage anschalten konnten und fuhren langsam aus dem Gelände..
Wir gaben sowohl dem Gateöffner der Ameib Ranch, einem Ziegenhirten sowie einem Plattmacherarbeiter wiederbefüllte Wasserflaschen. Wieder wurden diese bei diesen unerbittlich heißen Temperaturen erfreut entgegen genommen.

Die Fahrt zur Omandumba gefiel uns landschaftlich sehr und wir waren völlig allein auf der Pad.



In der Guestfarm wurden wir freundlich mit einem frischen Kaktusfeigensaft begrüßt. Ups - wir hatten doch im Bushcamp gebucht. Der Drink war trotzdem lecker. Im Bushcamp begrüßte uns Joe. Wir hatten uns zeitlich etwas verkalkuliert und so ging es eigentlich nach kurzem Einchecken, einem alkoholfreien Savannah-Cider für Greg, auf eine weitere Privattour - der Sundownerfahrt mit Joe. Wir fuhren eine gefühlte Ewigkeit über das riesige Gelände, und ich hatte schon Angst, den Sonnenuntergang zu verpassen. Aber alles gut - wir stiegen an einer sehr schönen Stelle aus, tranken unseren allererstenGin Tonic des Lebens, snackten Chips und Erdnüsse und schauten der schnell untergehenden Sonne zu.
Joe erzählte uns, dass er vor Corona ein beliebter und vielgebuchter Reiseführer von deutschen Veranstaltern wie Chameleon war. Es lief so gut, dass er sich eigentlich selbstständig machen wollte, doch dann kam das Virus und die Touristen blieben aus. Omandumba kannte er von seinen Touren und die Rusts boten ihm gegen Arbeitleistung freie Kost und Logis an.
Er sei sehr dankbar dafür, ein Dach über dem Kopf zu haben. Andere habe die Krise noch stärker getroffen. Langsam würde es nach all den Stornierungen wieder aufwärts gehen und morgen käme seit langem die erste Reisegruppe.









Auf der Rückfahrt sahen wir noch eine Giraffe, Springböcke und Nashornspuren. Greg meinte einen Springbock zu sichten, der dann tatsächlich wegflog… ;-).

Zurück an der Lodge wurden wir von den Lodgebesitzern Deike und Harald sowie 2 Schweizer Stammgästen Nick und Silvia aus Winterthur mit Händedruck begrüsst. Wir hatten ewig keinem mehr die Hand gegeben und fühlten uns damit auch etwas unwohl. Nick war pensionierter Arzt und Tropenmediziner, der zeitweise in unserer Muttergesellschaft sogar Betriebsarzt war- so klein ist die Welt. Und seit Nick geimpft sei, fühle er sich ja absolut sicher vor Corona.
Am Tisch wurde gemeinsam lecker gespeist - Salat, gegrilltes Gemüse, Rind und zum Nachtisch gab es Malve Pudding. Es war sehr ungezwungen und familiär. Deike und Harald erzählten vom Farmleben, ihren Kindern, die in weit entfernten Internaten zur Schule gingen - ihre Tochter in Swakopmund und ihre Söhne auf einem Internat in Omaruru, wo eher Farmkinder eingeschult sind. Sie seien wahre Farmerjungs, liebten es mit Landfahrzeugen zu fahren und zu reparieren. Nick habe auch eine Farm in Namibia und macht wohl gerade in Ungarn sein Farmerdiplom.

Nick und seine Frau waren große Skorpionfans und zeigten uns einen im Lichte einer Schwarzlichtlampe. Die 4 setzten sich noch gemütlich zum Quatschen ans Feuer, aber wir verabschiedeten uns, da wir wirklich müde waren.
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