THEMA: 5.056 km- Zweittäter im Caprivi - Herbst 2021
17 Mai 2022 21:56 #643640
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Ah nach dem ganzen textlastigen Intro und den ersten Schreibfehlern kanns endlich mit Bildern losgehen. Ich freu mich über jeden einzelnen Mitfahrer und ärger mich über die ersten Tippfehler, aber das ist eine Schwäche von mir. Egal…
Also willkommen an Bord- Bayern Schorsch, Blindschleiche, Gabi-Muc, Logi, Löffel,Do und Eulenmuckel;-)

Abreisetag, 17.09.2021

Wir arbeiteten beide noch an diesem Tag und waren aber schon freudig aufgeregt.
Die Anreise verlief fast wie immer. Der ICE hatte in Karlsruhe schon Verspätung. Im Zug schnaufte Greg durch und sagte: ! Ich fahr gerade richtig runter!“- Gegen 19 Uhr erreichten wir den Flughafen Framkfurt. Wie üblich sind die Rolltreppen ausgefallen, aber man nahm es mit einer gewissen Leichtigkeit. Der Flieger war noch gar nicht angezeigt und so überbrückten wir in einem Cafe die Wartezeit. Am Check-In Schalter wurde der Reisepass mit dem negativen PCR Test abgeglichen. Sitze mit Beinfreiheit ergatterten wir am Schalter nicht und erhielten wenigstens unsere gebuchten Zweierplätze am Rand.
Bei der Sicherheitskontrolle wurde mein Handgepäck wieder einer Sprengstoffprüfung unterzogen. Ich hatte ein Déja Vu, denn so erging es mir bereits beim letzten möglichen Flug 2020 nach Nizza. Sie fanden zwar nichts, aber dennoch wurde mein gesamter Handgepäckkoffer mit allem Fotogeraffel ausgepackt. Die Fotokugel (die ich letztendlich gar nicht verwendete) wurde stirnrunzelnd beäugt, zu einem weiteren Beamten gebracht und durfte – als ungefährlich eingestuft- letztendlich wieder eingepackt werden. Sie wussten nicht, was ich mit so einer Kugel alles machen kann, wenn ich diese erstmal Greg an den Kopf knalle… nein nein, sowas mache ich doch nicht. :laugh:

Aufgefrischt im Duty free ging es zur elektronischen Reisepasskontrolle: Reisepass scannen- Schranke auf, durchgehen, Maske runter- Gesichtsscannung erfolgreich ging es wieder raus.

Weiter ging es zum Gate B22. Dort war jeder zweite Sitz coronabedingt abgesperrt. Wir setzten uns auf die besten coronafreundlichsten Randplätze. Dann erfolgte eine Dauerbeschallung am Terminal und es wurden die letzten Sitzplätze mit Beinfreiheit für 110€ pro Person an den Mann gebracht. Urplötzlich wurde gebeten, dass wir alle nochmals den negativen Corona PCR Test vorzeigen müssen und die Warteschlange wurde direkt an uns ohne großen Abstand vorbeigeleitet. Glückwunsch..

Das Einsteigen in den Flieger verlief absolut koordiniert nach Reihen ab, mit Abstand und wir waren im dritten Schwung dabei. Es gab überaschenderweise nur vereinzelt freie Sitzplätze und mir fiel die europäische Nationalitätsvielfalt auf (Spanier, Franzosen, Italiener). Der Service an Bord verlief schleppend- nach einer Stunde bekam man erst Getränke und um Mitternacht wurde das Abendessen (Huhn oder Pasta) serviert.



Alles egal: Wir waren einfach nur superglücklich und fanden es unfassbar, dass wir tatsächlich in diesem Flieger nach Namibia saßen. Wir schliefen ein wenig und um kurz nach 6 wurde ein mediterraner Wrap, eine Banane, Cookie und Joghurt zum Frühstück gereicht. Ich hatte Bedenken vor dem langen Flug mit Maske, aber das stellte sich als unbegründet heraus. Wenn man will, geht alles.

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17 Mai 2022 22:26 #643642
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Ankunft 18.09. 250 Km Namibgrens

Gelandet. Eigentlich sollten die Leute reihenweise aussteigen, aber das klappte so gar nicht. Auch vom Abstand war nichts mehr zu spueren.

Auf namibischen Boden überkam mich ein glückliches wohliges Gefühl. Im Flughafen konnten wir dank guter Vorbereitung die anderen schlangestehenden Urlauber überholen, da diese erst mit dem Ausfüllen der Einreisepapiere beschäftigt waren. Am ersten Schalter wurden PCR Test, Gesundheitsformular und Ausweis kontrolliert. Am Immigrationsschalter war nur der Ausweis und das Immigrationsformular von Bedeutung. Alles verlief recht zügig. Greg ging zu Hertz und dem Bankautomat, während ich das Gepäck holte und die Handykarte besorgte.
Bei Hertz wurden wir überraschenderweise upgegradet und bekamen anstelle Gregs geliebten Toyota Fortuner einen Hilux. Was ein Schiff, fast zu groß für uns. Greg ließ sich dieses Mal auch ausführlich erklären, wo man den Wagenheber ansetzt. Auch das erste Paar Schuhe wechselte bei Hertz den Besitzer und ich bekam ein strahlendes Lächeln.


Wir fuhren los und erfreuten uns am Bekannten- der Fluss Bismarck, die Walldorfschule, Paviane, die Metzgerei. 3 Jahre her und doch so vertraut. An den ersten Supermärkten fuhren wir vorbei und hielten beim Metro. (so stehts im Whatsappchat, bin aber doch gerade unsicher, ob das wirklich der Metro war). Dort waren wir erneut über das vielfältige Warenangebot überascht- ganz viel Müsli, Croissants, Pasteis de nata, Schweineöhrchen, Muffins. Wir deckten uns mit Getränken, bissel Gebäck und Snacks ein.





Auf der öden Asphaltstrasse ging es Richtung Rehoboth. . Endlich ging es ab auf Gravel und Greg strahlte glücklich. Hier fühlen wir uns einfach wohler.

Wir genossen die ersten Strausse, Erdmänchen, Webervogelnester. Als wir dann den ersten Plattmacher sahen, fühlten wir uns gleich wieder heimisch. Ein Schild verwies uns auf die 70km entfernte Namibgrens.


Auf dem Gelände der Namibgrens standen die ersten Autoattrappen. Der Empfang war etwas distanziert und die Maske war nicht auf.





Wir fuhren zu unserer gewünschten Villa 1 und erfreuten uns an den Steinen und Felsen auf dem Gelände. Toll hier. Das Haus ist ein Traum mit verbauten Fels und wir waren vom Baustil und der Grosse total geflasht. Das Sofa und die Stühle waren etwas abgeschrabbt, aber das störte uns gar nicht. Die Weitsicht vom Zimmer und die Umgebung machten es wieder wett. Auch der Grillplatz am Haus war echt einladend.










Hier gibt es 45 km Wanderwege und eine Offroadstrecke. Leider war die Karte etwas schlecht beschildert und Zeitangaben fehlten. Das wäre unserer Ansicht nach verbesserungswürdig.

Die von uns geliebte und in diesem Fall auch erhoffte Coffee Time (Kaffeedurst und Kuchengelüste) der Lodge fiel aus. Ich glaube während der gesamten Reise hatten wir keine einzige, was aber vielleicht auch an der Coronazeit lag. Es ist uns einfach aufgefallen, da wir das beim ersten Mal so gar nicht erwarteten und daher positiv überrascht waren.

So nach 2 erfolglosen Bilderhochladen und dem bereits reinkopierten Text gehe ich erstmal ins Bett- Gute Nacht. Morgen folgt Text und Bild;-)
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18 Mai 2022 08:04 #643660
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Während Greg die Müdigkeit vom Flug und der Fahrt übermannte, war in mir der Entdeckerdrang geweckt. Ich besuchte den Campingplatz und die Pools, die aber leider nicht zum Baden einluden. Ich wagte mich aber auch nicht zu weit weg, da ich doch auch etwas übermüdet war und Angst hatte, die Orientierung zu verlieren. Die Felsen im Nachmittagslicht sind so schön angestrahlt und die Wege waren auch teils mit Brücken nett angelegt. Es gab so viele Fotomotive und so genoss ich den Weg und dieses tolle Licht und war einfach zufrieden mit der Welt.














Ich kehrte zur Villa zurück und wir genossen zu zweit den ersten Sonnenuntergang in Namibia.





Das reichliche Abendessen wurde unssehr coronakonform in Boxen in die Villa gebracht.







Bereits um 20:50 schalteten wir das Licht aus.
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18 Mai 2022 21:29 #643711
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19.09.2021 Desert Quiver Camp 174 km

Nach einem erholsamen Schlaf standen wir schon wieder pünktlich zum Sonnenaufgang auf. Das gehört für mich in Namibia einfach zum Pflichtprogramm.




Im schönen Wintergarten der Lodge wurde das Frühstück serviert und die Besitzer waren heute früh kommunikativer. Wir standen nicht unter Zeitdruck, so dass wir unbedingt noch den 4x4 Drive zum Klippspringer Window auf dem Lodgegelände machen wollten. Aufgrund fehlender Beschilderung fanden wir es nicht auf Anhieb, aber die Szenerie des Lodgegeländes war so famos, dass wir die einsame Fahrt nur geniessen konnten.





Am Klippspringer Window stellten wir überrascht fest, dass auf dem Parkplatz bereits mit ca. 10 Autos Hochbetrieb herrscht. Aber die Afrikaans sprechenden Menschen kamen uns alle in den ersten 5 Minuten auf dem Weg entgegen und hieften eine im Rollstuhl sitzende Person über Stock und Stein. So stellten wir uns einen einheimischen Sonntagsausflug vor. Auf dem kurzen Weg sahen wir leider keine Tiere und auch vom handzahmen Zebra, vor dem man uns warnte, da es wohl beisst und kickt, war keine Spur. Am Aussichtspunkt waren wir ganz alleine und die Aussicht grossartig.







Gemütlich fuhren wir gegen 12:30 Uhr vom Gelände.

Fazit Namibgrens: Wir waren von der Landschaft und auch der Villa sehr angetan. Der Blick aus dem Schlafzimmer war grandios und man hätte sich aufgrund der eingerichteten Küche auch gut selbst verpflegen können. Die anderen Villen lagen sehr weit voneinander entfernt, so dass man seine Ruhe hatte und ungestört war. Ich fand es auch sehr schön, dass man auf dem Gelände mit dem Auto selbst rumkurven durfte.
Das Wasser im Pool sieht auf den Bildern wirklich besser als in der Realität aus und ich fand den ungepflegten Zustand bedauerlich. Vielleicht lag es aber auch an Corona und den wenigen Gästen. Überaus herzlich waren die Gastgeber nicht, aber das störte uns nicht so. Alles in allem fanden wir es einen idealen Zwischenstop zum Sossusvlei und würden die Namibgrens trotz der kleinen Kritikpunkte klar weiterempfehlen.

Off Ton: Mit ist schon der erste Faux pas passiert und habe den berichtigt. Unter die Sonnenuntergangsbilder der letzten Passage haben sich Sonnenaufgangsbilder reingemogelt.

Auf unserer ersten Tour haben wir die Orte der kommenden Tage zwar schon bereist, aber wir wollten es anders bzw. intensiver bereisen und freuten uns sehr darauf. Gerade die Dünenwelt faszinierte uns und beim ersten Mal konnten wir die Landschaft aufgrund eines Sandsturms nicht vollumfänglich geniessen.

Von der Namibgrens ist es nur ein Katzensprung zum zweitsteilsten Pass Namibias, dem Spreetshoogte Pass. (maximale Steigung 22%, 1676m hoch). Wir stiegen bei den Aussichten aus und genossen die Sicht und Weite.







Wir legten einen kurzen Zwischenstopp in Solitaire ein, aber kehrten nicht in die beliebte Bäckerei ein, da uns noch nicht nach Apfelkuchen war.









Der Dünenlandschaft kamen wir immer näher und ich musste immer wieder aus dem Auto springen und die Landschaft fotografieren. Greg mag keine Überraschungen und somit war es an der Zeit, ihn über den Ablauf des Nachmittags und sein Geburtstagsgeschenk aufzuklären. Schliesslich wusste ich, dass er sich darauf erstmal auch seelisch und moralisch vorbereiten musste, um nicht ganz aus allen Wolken zu fallen.









Angekommen am Desert Quiver Camp, bestellten wir erstmal das Abendessen in der Sossusvlei Loedge und den Frühstückskorb für den nächsten Tag. Wir bezogen unser nettes kleines Häuschen 314, klein, fein und absolut ausreichend. Das Camp war erstaunlicherweise gar nicht ausgebucht Wir hatten das Camp über DERtour reserviert, da man als Individualreisender ansonsten kaum eine Chance hat, so nah am Gate zu übernachten und je näher am Gate, desto besser. An der netten Poolbar genehmigten wir uns bei all der Hitze den ersten Rockshandy und Malawi Shandy. Ich freute mich auf den Nachmittag, Greg sah dem Ganzen zugegebenermaßen etwas angespannter entgegen...

















So demnächst mehr…
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22 Mai 2022 19:01 #643925
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19.09.2022- es geht weiter Desert Quiver Camp Love is in the air

Nachmittags fuhren wir zur Sossusvlei Lodge. Direkt an der Lodge sahen wir unseren ersten Oryx der Reise.






Dort gingen wir gleich zum Adventure Center, um unseren ersten Helikopterflug rückzubestätigen. Vorab hatte ich ja noch im Forum erfolglos nach Mitfliegern gesucht, und auch das Adventure Center hatte keine gewinnen können. Wir mussten die Flug-Sicherheitsbedingungen unterschreiben und noch eine Kontaktperson für den Fall eines Absturzes benennen. In diesem Fall benannten wir mal meinen Vater. Die Mitarbeiter erzählten uns, dass es selbst im Sossusvlei in den letzten Monaten gespenstisch ruhig war und sich erst sehr langsam bessert.

Im Jeep fuhren wir den kurzen Weg zum Flugplatz. Dort wurden wir von Pilot Hannes gefragt, ob wir mit oder ohne Türen fliegen wollten und ahhh - das wusste Greg noch nicht- sagte ich geschwind lächelnd: natürlich ohne. Hannes freute es, da die meisten wohl mit Türen fliegen wollen, aber Greg wurde nun schon etwas mulmig zumute. Die Türen wurden entfernt. Unerwarteterweise mussten wir leider hintereinander sitzen und im Nachhinein hätte Greg vielleicht sogar seine Tür behalten können, da diese separat war, aber das hatten wir vor dem Start nicht bemerkt. Gregor hat Höhenangst, die aber immer nur situationsabhängig auftritt, Ich habe auch echt hin und her überlegt und wollte ihm ein unvergessliches Geschenk machen. Eigentlich war daher ein Flug über die Vicfalls geplant, aber daraus sollte ja wohl nichts werden. Daher musste eine Alternative her. Wahrscheinlich hätte Gregor vorher nie zugestimmt, wenn ich ihn gefragt hätte, aber manchmal muss man sich seinen Ängsten stellen. Und im Grunde seines Herzens wollte er es ja auch;-). Ballon fahren wäre sicher schwieriger für ihn gewesen - das würde ich auch so gerne mal tun.

Der Geräuschpegel während des Flugs war ziemlich hoch, wir bekamen Kopfhörer mit Mikro. Hannes erklärte uns immer wieder, was wir eigentlich sahen;-). Die Aussicht auf unser Camp, die langen Schatten der Dünen, Oryxe, den Sesriem Canyon, Düne 45, Dead Vlei und vor allem den Sossusvlei mit Wasser waren atemberaubend und es lässt sich kaum in Worte fassen. Der Flug dauerte eine Stunde, und wir landeten pünktlich zum Sonnenuntergang.




































Gregor war schon mega froh, es durchgezogen zu haben, und so half er stolz beim Türen tragen, die Hannes wieder einsetzte.



Fazit: Der Blick über die Dünen vermittelte uns einen Gesamtüberblick über diese faszinierende Landschaft, und wir empfanden es beide als absolutes unvergessliches Highlight. Aufgrund der Kosten war es ein einmaliges Erlebnis, das wir aber nicht missen möchten. Ohne Türen zu fliegen war fürs Fotografieren fantastisch, Zeitweise hatte ich aber auch Angst, dass etwas runterfliegt. Danke an Stefan für diesen Tipp.
Och hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck mit den Bildern vermitteln.

Im Anschluss gingen wir sofort in die Sossusvlei Lodge zum essen. Das Flair und das Buffet überzeugten uns für den Preis nicht, und da es auch etwas kalt wurde, fuhren wir heim und Gregor schlief bereits wieder um 20:50 Uhr.
Anhang:
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22 Mai 2022 21:38 #643930
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20.09.2021 Desert Quiver Camp 144 km: Ein wunderschöner Dünen Tag


Heute früh hüpften wir bereits um 05:45 Uhr aus den Federn und freuten uns auf den Abenteuertag in der Namib. Um 06:30 Uhr holten wir den Frühstückskorb in der Sossusvlei Lodge ab und Greg beäugte diesen und fragte skeptisch, ob das wirklich ausreichend ist.
Ich beruhigte ihn und war schon so aufs Auspacken gespannt, denn ich hatte bereits soviel Tolles über diesen Frühstückskorb hier im Forum gelesen. Um 06:45 Uhr waren wir das zweite Auto am Gate. Wir befüllten entspannt unsere Kaffeebecher, denn erst um 07:15 Uhr sollte das Gate öffnen. Der Vollhorst hinter uns ließ den Motor laufen. Ich fand das so überflüssig, stieg aus, aber den russischen Fahrer juckte es nicht, und er ignorierte meine Bitte.
Das Gate öffnete erstaunlicherweise bereits um 07:00 Uhr, und da wir noch keinen Permit hatten, zogen drei Autos an uns vorbei. Aber wir sahen uns alle kurze Zeit später wieder, denn das erste Auto – vermutlich ein Ersttäter –hielt sich strikt an die Begrenzung von 60 km/h. Man merkte, wie sichtlich alle in der Schlange nervös wurden, und ein Reisebus von weit hinten zog dann an allen Autos vorbei… Das war der Startschuss für alle zum Überholen und auch der Ersttäter beschleunigte.



An der Düne 45 hielten fast alle Autos an und auch wir wollten diese zum erstern Mal besteigen. Da die Düne recht einfach zu besteigen ist und man noch halbwegs etwas von den langen Schatten des Sonnenaufgangs hat, tummeln sich eben allerlei Touristen dort. Ich hatte dieses Mal zwar meine schweren Wanderschuhe daheim gelassen, aber wir hatten unsere Wanderstöcke nur für diese Besteigung dabei. Eine Reisegruppentouristin jammerte bereits nach 4 Schritten wie anstrengend es doch sei, andere beneideten uns um unsere Stöcke („Oh, das sind Profis, die sind nicht zum ersten Mal hier“). Trotz Einsinken kamen wir gut voran und überholten einige Touris.



Der Guide der Reisegruppe pfiff ein paar seiner Schützlinge zurück, die schon recht weit waren, denn sie sollten aus Zeitgründen umkehren, da es ja noch zum Dead Vlei und nach Swakopmund gehen sollte. Puh - was ein Stress, und die Touristen schienen auch wenig begeistert davon zu sein. Wieder einmal waren wir dankbar über unsere Möglichkeit der freien Zeiteinteilung. Wir liefen ca. 45 Minuten, bis wir relativ alleine waren und ungestört Fotos machen konnten. Wir fanden es hier einfach etwas überlaufen, aber das ahnten wir bereits im Vorfeld.



Greg war fasziniert von Russias next topmodels, die in blauen, grünen und roten langen Kleidern auf der Düne für den Fotografen posierten.

Der größere Spaß war wieder, die Düne runterzulaufen und im Sand zu versinken. Immer nach kamen uns gefühlt immer mehr Menschen entgegen. Die Besteigung des Big Daddys vor 3 Jahren machte uns mehr Freude, ist aber auch bei weitem anstrengender und sicherlich nicht für jeden machbar.











Am letzten Parkplatz vor dem Dead Vlei setzten wir uns auf die schattigen Picknickbänke und öffneten erwartungsvoll den Picknickkorb - dieser ließ keine Wünsche offen.1 Kanne Kaffee, 1l Milch, 1l Orangensaft, 4 Brötchen, Cerealien, Marmelade, eine Käse- und Wurstplatte, Frucht-und Naturjohurt, 2 Äpfel - dazu Teller, Schüsseln, Tassen und eine Tischdecke - so lässt es sich aushalten. Die herangeflognen bettelnden Vögel ignorierten wir.



Frisch gestärkt ging es in das Hidden Vlei, das eher im Schatten des Dead Vlei steht und daher nicht so stark frequentiert ist. Der Weg dorthin ist mit 2 km recht einfach. Aber es ist heiss, man hat keinerlei Schatten und daher sollte man sich auf alle Fälle gut eincremen. Es ging an kleinen Sträuchern und Blumen vorbei. Das letzte Mal war es bei Weitem nicht so grün. Die Wüste lebt.















Wir orientierten uns auf dem Weg entlang von in den Sand gesteckten Pfosten und nach 2km stiegen wir von einer Düne in das Hidden Vlei ab. Hier gibt es weniger tote Bäume.Wir waren alleine im Vlei und hatten das Gefühl, die letzten Überlebenden zu sein. Wir saugten diese Landschaft auf und genossen die Stille. Ein wunderbarer Ort, den viele noch schöner wie das Dead Vlei finden und das völlig zurecht. Auch wir lieben einfach diese Wüstenlandschaft, die Einsamkeit und die toten Baume.



















Nur vier Personen sahen wir auf dem Hin- und Rückweg und wir ließen uns ca 2 Stunden dafür Zeit.


Am Parkplatz frühstückte ein Münchner Paar an unserem Picknickplatz. Leider waren bei ihnen die Brötchen des Frühstückskorbs leicht verschimmelt. Sie hatten spontan vor 2 Wochen gebucht, lasen sich wohl von Tag zu Tag ein, was sie machen wollten und waren von Namibia auch völlig begeistert. Es entwickelte sich ein sehr nettes Gespräch.

Wir fuhren die letzten 6 km zum Dead Vlei Parkplatz. Greg war der Meinung, dass wir keine Luft ablassen müssten und es schon so gehen müsste. An der Autovermietung hätten sie es ja auf 2,0 bar eingestellt. Letztes Mal hatten wir ja in den frühen Morgenstunden diese Offroad-Strecke auf hartem Sand zurückgelegt, und das ließ sich deutlich einfacher fahren. Aufgrund des fortgeschrittenen Tages war der Sand schon sehr weich, und wir waren froh, uns nicht festzufahren. Der Hilux kämpfte schon etwas an der ein oder anderen Stelle.
Vom Parkplatz sind es nur 1,1km ins Dead Vlei und aufgrund der Uhrzeit war es auch recht leer- Wie schön ist es, die Dünen in ihrer vollen Pracht ohne Sandsturm zu sehen und die toten Bäume in der Salzpfanne ohne Einschränkungen zu fotografieren.













Am Parkplatz überlegten wir kurz, den Abstecher zum Sossusvlei zu machen, aber das wollten wir uns für morgen früh aufheben. Die Offroadstrecke zurück ließ sich besser fahren, und ich erfreute mich an den einsamen Oryxen, die in dieser kargen Wüstenlandschaft überleben können.



Ohne weiteren Zwischenstop fuhren wir zurück und bezahlten den Permit. Erst gegen 16 Uhr fuhren wir aus dem Gate. Wir holten uns noch an der Tankstelle Kleinigkeiten und verspeisten mein geliebtes Magnum Mint. Die Terrasse war leer, nur 2 männliche Deutsche waren tanken. Diese sahen wir auch an anderen Spots wieder (Swakop, Etosha)
Zum Abendessen verspeisten wir auf unserer Terrasse den bestellten Käse, Brot und Salat. Das war völlig ausreichend. Am Pool schauten wir der untergehenden Sonne bei einem Glas Wein zu. Greg konnte allerdings seinem gekühlten Rotwein nichts abgewinnen.









Wir waren in diesem Augenblick unheimlich glücklich und dankbar, die Namibiareise angetreten zu haben. Danach setzten wir uns noch auf unsere Terrasse und lauschten dem unüberhörbaren Geckokonzert. Es huschte im Dunkeln ein Tier vorbei- wir leuchteten schnell mit der Taschenlampe und sind uns immer noch unsicher, ob das ein Wildhund gewesen sein könnte.
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