THEMA: Die Loeffels auf 8 Rädern mit Freunden im Caprivi
17 Mai 2022 19:49 #643630
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  • loeffel am 17 Mai 2022 19:49
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bayern schorsch schrieb:
Du weiß schon, dass wir uns in Büsnau treffen. Da wirst Du - und nicht nur von mir - einiges zu hören bekommen.

Mein Lieber Claus,
ich sehe unserem Büsnau-Treffen mit Freude entgegen :) .

Und jetzt geht's auch gleich weiter ...
LG Stefan

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17 Mai 2022 20:02 #643631
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Donnerstag 14. April: Ein ganz besonderer Tag – Teil 2

„King Nehale Lodge am Wochenende binnen weniger Stunden 140 mm. "Alles" steht unter Wasser“ - so der Beitrag von Christian (travelNAMIBIA) vom 4. April hier im Forum, also vor 10 Tagen.
Die Info kommt mir in den Sinn, als wir uns dem King Nehale Gate nähern. Wenige Kilometer vor dem Gate steht tatsächlich immer noch Wasser rechts und links von der Straße, und im weiteren Verlauf auch mehr und mehr auf der Straße. Anfangs nur kleinere Pfützen und Schlammlöcher, werden die von Kilometer zu Kilometer immer größer, breiter und tiefer :S .
Insgesamt drei Riesenschlammpfützen, ausgedehnt über die gesamte Straßenbreite und viele Meter lang, ausgefahren, tief und schlammig, müssen wir bis zum Tor durchqueren. Mit unserem „Biest“ nicht übermäßig kritisch, aber für uns als ungeübte „Offroader“ auch nicht ohne.

Hier ein Blick zurück vom King Nehale Gate Richtung Etosha: So sieht die letzte der „Pfützen“ vor dem Tor aus.



Am Gate meint man, die Straße sei im weiteren Verlauf in „bad condition“. Aha, schlimmer als im Park ? Ja, und dann ein prüfender Blick: Mit unserem Auto sollte das machbar sein .

Während wir noch beraten, kommt ein Duster schlingernd und fast schwimmend durch die gezeigte Pfütze auf das Tor zu. Er wird umgehend abgewiesen, keine Chance, er muß zurück und den Umweg über Namutoni und die B1 um den Park herum :unsure: .

Wir überlegen immer noch – weiterfahren oder umkehren ? Soo schlimm war es doch bis jetzt eigentlich nicht, und auch die King Nehale Lodge ist ja wieder in Betrieb.

Kurz und gut – wir wagen es.
Was am Anfang kurz nach dem Gate noch den Löchern im Park vergleichbar ist, steigert sich von Meter zu Meter mehr. Irgendwann sieht die Straße so aus:





Bild: Thomas


Ein paar Gravelinseln ragen aus den Fluten, rechts und links der Straße steht alles unter Wasser.
Das sind dann auch die letzten Bilder der Straße, bevor uns dann der Spaß am Fotografieren vergeht und wir uns sozusagen von Insel zu Insel durchkämpfen.
Bei jedem Schlagloch tauchen wir teilweise fast knietief ins Wasser ein, die Windschutzscheibe wird jedes Mal überflutet, wir schlingern blind durch den Schlamm und hoffen immer beim ersten möglichen Blick durch die Windschutzscheibe, noch auf der Straße zu sein.
Kreischalarm auf der Rückbank, Schweißperlen auf meiner Stirn (ich fahre) und auch Thomas als Beifahrer ist ganz blass und bedient permanent den Scheibenwischer :sick: .

Die Strecke nimmt kein Ende. Über viele Kilometer kämpfen wir uns von Insel zu Insel, und am Ende sind es gut 10 Kilometer, bevor die Wassermassen zurückweichen und die Straße wieder zu einer ganz normalen trockenen und gut befahrbaren Gravelroad wird.

Erst kurz vor der Einmündung der King Nehale Road in die B1 trauen wir uns anzuhalten und mal einen Blick auf die Schlammkruste unseres Hilux zu werfen.

Jetzt macht auch das Fotografieren wieder Spaß:



Bild: Thomas


Aber ganz ehrlich:
Hätten wir im Voraus gewusst was uns erwartet, nie und nimmer wären wir da durchgefahren und es war ganz sicher jede Menge Glück dabei :blush: .
Trotzdem – ein wenig Stolz und etwas Euphorie so im Nachhinein empfinden wir schon.
Und natürlich Dankbarkeit unserem „Biest“ gegenüber. Ohne die martialisch anmutende Ausstattung unseres Hilux wären wir da niemals durchgekommen.

Was jetzt allerdings bitter nötig ist, ist eine Autowäsche :P .



Thomas hofft auf eine Waschanlage. Aber im Ovamboland ist ein typischer Carwash natürlich viel authentischer und macht auch viel mehr Spaß :) .
Und so landen wir bei „Popi Car Wash“.
Die Dame dort wirkt zunächst wenig engagiert, ziemlich lustlos und telefoniert erst mal in der Gegend herum. Als dann der Familienvater und Eigentümer auftaucht, kommt Schwung in die Sache. Am Ende schrubbt die ganze vierköpfige Familie eine halbe Stunde lang an unserem Hilux herum, innen und außen, jede noch so kleine Krume wird entfernt, fast werden die Reifenprofile noch mit der Zahnbürste gesäubert. Am Ende kommt sogar noch Cockpitspray zum Einsatz und unser Biest sieht zum Schluß beinahe besser aus als bei der Fahrzeugübergabe bei Africa on Wheels.



Nebenbei erzählt der Eigentümer nicht ohne Stolz, dass ihm neben Popi Car Wash noch das Popi Take-away und die Popi Bar gehören. Breit aufgestellt und krisensicher … B)
Ich muss sicher nicht extra erwähnen, dass wir vier Weissbrote hier beim Car Wash so mitten im Ovamboland einiges an Aufmerksamkeit erregen … :laugh:
Gekostet hat uns diese halbstündige, von vier Leutchen in Handarbeit erledigte Autowäsche sagenhafte 100 NAD …

Mit so einem blitzsauberen Gefährt trauen wir uns jetzt ins Ongula Village Homestead.
Das kennen Beate und ich ja von unserem Aufenthalt vor vier Jahren und haben es deshalb für den Geburtstagsabend von Thomas ausgewählt.
Die Lodge ist über Thomas’ Geburtstag informiert.
Aber davon ahnt Thomas noch nichts ...
LG Stefan

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18 Mai 2022 06:40 #643649
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Guten Morgen Thomas,

okay, das war den Cliffhanger wert... Du meine Güte :ohmy: ich habe mit euch gezittert.....

Liebe Grüße
Laura
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Guten Morgen Stefan,

solche kleinen Episoden treiben ungewollt den Blutdruck hoch und gehören, bei aller Abenteuerlust, für mich in die Kategorie
"Dinge, die die Welt nicht braucht" :sick: Es stimmt schon, manchmal ist es gut, dass man vorab nicht weiß, was einen erwartet und wenn es dann doch soweit ist, kämpft man sich durch, so gut es eben geht. Ich kann mir die Anspannung in eurem Hillux zu gut vorstellen und auch den Stolz und die Erleichterung, als es geschafft war. Das wäre uns garantiert genauso gegangen.
Ich freue mich auf eure weiteren Abenteuer.

Liebe Grüße
Kordula :)
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Hallo Laura,
ja, ich fand auch das war einen Cliffhanger wert ;) :whistle: .

Hallo Kordula,
ja, der Adrenalinpegel war ziemlich hoch und diese Achterbahnfahrt ohne Schienen hätten wir nicht gebraucht.
Zeitweise fühlten wir uns schon ein wenig an die Drake-Passage erinnert.
Aber am Ende einer Reise sind das dann Erlebnisse die man nie vergisst :)
LG Stefan

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Donnerstag 14. April: Ein ganz besonderer Tag – Teil 3

Nach so viel Abenteuer erreichen wir im Laufe des Nachmittags endlich das Ongula Village Homestead.
Die Begrüßung ist sehr herzlich, und wir fühlen uns – wie schon vor vier Jahren – sofort wie zuhause :) .
Wir bekommen die Unterkünfte Nr. 3 und 4 und sind die einzigen Gäste.
Sabine und Thomas sollen als erste die Nr. 3 betreten und werden dort mit lautem „Happy Birthday“ aus dem Inneren begrüßt. Fast die komplette Belegschaft hat sich hier versteckt, und es gibt für Thomas ein inbrünstiges Geburtstagsständchen auf englisch und Oshiwambo, ein Gänsehautmoment für uns alle. Was für eine gelungene Überraschung, Das komplette Innere der Hütte ist mit Blumen, Luftballons und Happy-Birthday-Plakaten geschmückt, auch eine Flasche Sekt darf nicht fehlen.







Der Sektkorken muss natürlich sofort knallen:


Und um irgendwelchen wilden hochprozentigen Spekulationen vorzubeugen :P :


Zudem stößt Thomas nicht nur mit uns, sondern auch mit unseren Gastgebern vom Homestead an:


Leider ist dem Homestead bei der Vorbereitung ein klitzekleiner Fehler unterlaufen. Die Hütte Nr. 3 ist eigentlich wegen des Rollis für Beate und mich gedacht, für Sabine und Thomas ist die Nr. 4 vorgesehen.
Aber kein Problem, erst mal ein paar Fotos, dann werden mit viel Schwung, Humor und Gelächter die meisten Blümchen und Luftballons zur Nr. 4 rübertransportiert.

Während wir uns für die nächsten 2 Tage einrichten und ein wenig die Lodge erkunden, starten schon die Vorbereitungen für den Abend:
Wir werden nicht im Speiseraum, sondern unter freiem Himmel speisen.
Dafür wird auf dem Sandplatz zwischen den Hütten ein Tisch für uns vier festlich gedeckt und alles für ein zünftiges Braai aufgebaut:











Alles war lecker: Der Vorspeisensalat, das Braai, die Beilagensalate und nicht zuletzt das Dessert:
Eine Wahnsinns-Geburtstagstorte:



Alle hier im Homestead sind mit Feuereifer dabei und haben sichtlich Spaß daran, Thomas’ Geburtstag zu einem ganz besonderen Event zu machen. Ein Event, das wir vier sicher nie vergessen werden und vor allem für Thomas unvergesslich bleiben wird :) .
Beate und ich sind ebenfalls hin und weg, wir kannten ja die Lodge schon von 2018, und es war die absolut richtige Entscheidung bei unserer Planung, das Ongula Village Homestead für den Geburtstagsabend auszuwählen :) .
Eigentlich hatten wir ja nur im Vorfeld gefragt, ob sie dort eine Idee für eine kleine Geburtstagsüberraschung haben. Was diese lieben Menschen dort daraus gemacht haben, hat all unsere Vorstellungen bei weitem übertroffen und kam aus vollem Herzen :woohoo: .

:kiss: :kiss: :kiss: DAFÜR EIN RIESEN „TANGI“ AN ALLE IM ONGULA VILLAGE HOMESTEAD. :kiss: :kiss: :kiss:
:kiss: :kiss: :kiss: ES WAR EINFACH DER HAMMER! :kiss: :kiss: :kiss:


WAS FÜR EIN TAG !!!
LG Stefan

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