THEMA: Namibia & Südafrika in 70 Tagen mit Kleinkind
28 Jan 2022 09:25 #635746
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om Dolomite aus konnten wir nachts sogar ein Löwen Rudel beim jagen und fressen beobachten. Außerdem haben wir den schönen Pool dort sehr geschätzt.
Oh jagende Löwen sind natürlich ein Highlight das uns nicht vergönnt war. Wir haben zwar mehr als ein dutzend verschiedener Löwen Sichtungen gehabt, aber viel Aktivität haben wir dabei nicht gesehen.

Die einzig aktiven Großkatzen waren Geparden, die wir auf unserer Reise mehrmals bei Jagd beobachten konnten.

3.-5.11.: Frans Idongo Lodge
In Frans Idongo blieben wir für die folgenden zwei Nächte. Dort wurden wir nicht nur mit einer wundervollen Lodge (traumhaft angelegte Anlage und toller Pool mit viel Gras und Palmen, ein Wasserloch mit seltenen Antilopen (Common and white blessbock, waterbuck…) direkt angrenzend am Pool und am Restaurant, eine tolle Aussichtsplattform, ein vorgekühltes Zimmer, sondern auch mit einem ganz besonderen Rhino Erlebnis belohnt: Auf den Game drives darf man nämlich nicht nur auf Rhinos hoffen, sondern den Tieren mit etwas Glück auch zu Fuß näher kommen. Da am ersten Tag nicht viel los war buchten wir also direkt den Afternoon Game Drive zu dritt und setzten uns mit einem weiteren deutschen Pärchen aufgeregt ins Auto. Obwohl unser Fahrer sich sogar mehr Zeit genommen hat und auch seine Ranger (deren Aufgabe es tagtäglich ist die rhinos der Lodge „im Auge“ zu behalten, um poaching vorzubeugen) immer wieder angefunkt hat, blieben wir an diesem Tag noch ohne rhino Sichtung. Thalea allerdings war mit den Giraffen und ihrem Abend-Brei happy und zufrieden und so buchten wir für den folgenden morgen direkt noch einen Drive, den wir dann sogar ganz alleine machen konnten. Und beim zweiten Versuch sollten wir Glück haben: unser Guide folgte systematisch den Rhino Spuren der vergangenen Stunden und kreiste den möglichen Verweilort Stück für Stück ein. Nach ca einer Stunde erkannte Steve im Gebüsch schließlich das erste Rhino und unser Guide parkte umgehend das Auto und erklärte, dass es nun zu Fuß weitergeht. Mama Caro war zwar noch etwas unsicher mit Thalea zusammen den Rhinos so nahe zu kommen („was passiert wenn Thalea wie immer wenn sie ein Tier entdeckt kreischt und sich freut?“), aber unser Guide erklärte seelenruhig, dass die white rhinos weder gut sehen noch gut hören, sondern lediglich gut riechen können und man sich also gegen den Wind auf bis zu 85cm nähern könne. Gesagt getan ging es also zu Fuß weiter und wir sind wirklich bis ca 15m (das hat uns dann doch vollkommen gereicht) nah an die 4 (!!!) weißen Rhinos spaziert. Papa Steve war voll in seinem Element und glücklich, dass er unverhofft so schnell zu einem Rhino Tracking kommt, nachdem er schon öfter auf der Reise von einer solchen Möglichkeit geschwärmt hatte. Die Mädels haben Papa Steve dann am Abend direkt nochmal auf den Game Drive geschickt (nochmal mit erfolgreichem Rhino walk) und haben selbst noch einmal den Pool samt der Aussichtsplattform genossen. Am Abreisetag haben wir uns früh auf eine kleine Rundwanderung mit Blick auf den Tafelberg und die Lodge aufgemacht, sodass wir uns das Frühstück danach besonders haben schmecken lassen (Mama Caro erfreute sich vor allem am leckeren Käse), sodass auch dieser Aufenthalt für uns etwas ganz besonderes war.








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29 Jan 2022 22:22 #635898
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5.11.- 8.11.: Vingerklip Lodge

Danach ging es für uns landschaftlich in ganz neue Gefilde, denn die Gegend um die Vingerklip Lodge ist bekannt für ihre schönen Felsformationen, die wir jeden Morgen auf unserer Wanderung bestaunen konnten. Ein besonderes Highlight dort war das Abendessen oben auf dem Berg, wo wir über eine steile Treppe (Thalea in der Trage) pünktlich zum Sonnenuntergang angekommen sind. Thalea hat dort ihren Abendbrei mit einer fantastischen Aussicht im Abendrot gegessen und mit uns gemeinsam die Aussicht über das Tal und später zur beleuchteten Lodge genossen! Thalea selbst fand unser Zimmer fantastisch, da sie vom ihrem Baby Bett aus in den Spiegel schauen konnte und dem Baby im Spiegel zuwinken und lachen konnte




8.11.-12.11.: Mount Etjo Lodge

Auf einer doch etwas abenteuerlicheren Straße (eine D-Straße mit mehreren Gattern und trockenen Flussbetten) erreichten wir schließlich die Mount Etjo Lodge, auf die wir uns auch schon sehr gefreut haben, weil Oma Dagmar und Opa Uli auch schon dort waren und beeindruckende Bilder und Berichte mitgebracht hatten.
Sogleich buchten wir für den ersten Abend noch den Afternoon Game Drive und waren ganz erstaunt, da wir wieder einmal die einzigen Gäste waren. Schnell waren wir von der Fülle an Tieren und der unfassbaren Größe (42000 Hektar!!!) des Geländes beeindruckt (die Game drives dort waren alle auch mit 3 h angesetzt, dauerten häufig aber noch länger, was vor allem Papa Steve an einem Morgen Game Drive richtig auskosten konnte) und wir merkten; dass dieser Game Drive etwas Besonderes ist. Nach einigen beeindruckenden Tiersichtungen (Hippos, Nashorn, Elefanten, viele Antilopen und Giraffen) waren wir doch recht lange unterwegs und kamen in die Dämmerung, die uns dann tatsächlich mit zwei weiteren tollen und einzigartigen Sichtungen belohnte: einem Honigdachs und endlich unserem lang ersehnten Leoparden! Auch die folgenden Tage genossen wir jeweils 1-2 Game Drives am Tag mit tollen Tiersichtungen (auch ein weiterer Gepard zb und Elefantenherden mit Babyelefanten) in sehr abwechslungsreichen Landschaften. Nachmittags genossen wir den recht großen Pool direkt vor unserem Zimmer mit Blick aufs Wasserloch samt Hippos und das leckere Kuchenbuffet, wo wir den leckersten Karottenkuchen (zum Glück haben wir im weiteren Verlauf der Reise noch öfter mal sehr leckere Karottenkuchen bekommen) bekommen haben, den auch Thalea gefeiert hat. An einem Nachmittag wurde das Kuchenbuffet musikalisch von einer Saxofonband begleitet, die unter anderem das Lied „Baby Elefant Walk“ aus dem Film Hatari spielten.













12.-19.11.: Kambaku Lodge oder Reiten durch die Wildnis

Das nächste Highlight unserer Reise war die Woche auf der Kambaku Lodge. Bereits bei der Begrüßung merkten wir, dass wir uns hier richtig wohl und familiär fühlen werden und man es wirklich gut eine Woche aushalten kann. Nicht nur das Zimmer selbst, sondern auch der Garten samt Pool, Wiese, Schaukeln, Restaurant/ Bar und Kaffeestation waren sehr liebevoll eingerichtet und gepflegt; sondern auch das leckere, frische Essen (wir hatten Vollpension, es gab also drei Mahlzeiten am Tag plus Kuchenbuffet) und die Organisation der Aktivitäten und Abläufe waren etwas Besonderes. Gegessen wurde z.B. mit allen anderen Gästen am großen Tisch, wodurch tolle Gespräche und kleine Freundschaften entstanden sind und man häufig auch über das Essen hinaus noch länger zusammensaß und sich ausgetauscht hat.

Ein ganz besonderes Highlight für Mama Caro waren die Ausritte auf Pukkel (auch wenn Mama Caro am Anfang der Woche noch überzeugt davon war eher nicht zu reiten, sich dann aber doch einmal dran wagte und begeistert war und schließlich jeden Tag geritten ist), bei denen man Giraffen, Zebras aber auch den Warzenschweinen und den Impalas sehr nahe kam. Sogar Papa Steve hat sich einmal aufs Pferd getraut und einen Ausritt im Schritt gemacht. Obwohl ihm die neue Perspektive gut gefallen hat, blieb er die folgenden Tage lieber beim Auto-Game Drive. Anders als Thalea, die jeden Tag für eine Weile auf dem Ponny Hope sitzen durfte und sich jeden Tag mehr darüber gefreut und mit vollem Genuss sogar Hopes Ohr vespern wollte.

Nicht verwunderlich also, dass uns der Abschied von Kambaku tatsächlich etwas schwerer gefallen ist und wir versprochen haben mit Thalea wieder zu kommen, sobald sie groß genug ist um selbst auf Hope zu reiten.




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30 Jan 2022 16:56 #635939
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Hi Steffen! Find ich super cool, die Reise mit eurer kleinen Maus! Wir überlegen auch gerade, ob wir mit unserem Sohn (1) nach Namibia fahren sollen... Hab dir eine PN geschickt! :)
LG Matthias
Kenia & Tansania 2011 / Nepal 2014 / Marokko 2015 / Madagaskar 2017 / Kirgistan 2019 / Sri Lanka & Malediven 2019
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31 Jan 2022 00:56 #635959
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19.-20.11.: Zwischenstopp in Windhuk oder ab ins W-LAN und zur Waschmaschine

Weil wir dringend mal wieder waschen und ein paar Mails und Buchungen tätigen mussten, haben wir uns in einem kleinen Guesthouse am Stadtrand von Windhuk eingebucht und die folgende Woche gebucht. Thaleas Highlight dort war zweifelsohne die Pizza, die wir abends geholt und gemeinsam auf dem Bett verspeist haben.

20.-22.11.: Bagatelle Kalahari Game Ranch oder „welcome back“

Nachdem wir unseren ersten Aufenthalt vor zwei Jahren in Bagatelle so sehr genossen hatten (es war der erste Stop und wir waren sowohl von dem Lodge Leben als auch der Tierwelt an sich unfassbar beeindruckt) wollten wir unbedingt noch einmal dort hin. Und weil wir zum zweiten Mal zu Besuch waren haben wir sogar ein Upgrade für ein Savannah Chalet bekommen, in dem wir viel mehr Platz hatten (Thalea konnte sich auf dem Boden richtig austoben, ist aber vor allem gerne unters Bett gekrabbelt) und vom Fenster aus direkt in die Wüste blicken konnten. Die Atmosphäre beim Essen und am Pool (die halbzahmen Kudus, Elands, Esel, Erdmännchen und Springböcke gab es zu Thaleas Freude immer noch), aber auch der Service und vor allem die Süßspeisen (man merkt den französischen Einschlag) sowie die Wüstenlandschaft haben uns auch dieses Mal überzeugt! Leider hat der Tierbestand in den vergangenen zwei Jahren sehr gelitten und wir haben in Summe deutlich weniger Tiere gesehen als zuvor, was uns doch recht enttäuscht und auch etwas schockiert hat. Dennoch haben wir ein paar tolle gamedrives (mit tollem sundowner), ein interessantes cheetah feeding und Papa Steve sogar einen wirklich tollen Night Game Drive erleben dürfen (nachdem dieser erstmal gar nicht stattfinden sollte, Steve aber darauf bestanden hat und dann auch unter anderem mit einigen Wildkatzen und einer Eule belohnt wurde)!










22.-23.11.: Gondwana Anib Lodge

Um noch etwas Neues zu sehen, haben wir uns noch für eine Nacht in der Anib Lodge eingebucht, die nur ca 30km von Bagatelle entfernt, aber auch in der Kalahari liegt. Dort angekommen waren wir direkt begeistert von dem Design der Lodge: alles recht neu, modern und im industrial hipster schick gestaltet. Da die Tiervielfalt allerdings auch dort nicht so gegeben ist und die Game drives verhältnismäßig teuer sind, haben wir uns dort für einen gemütlichen Pool Nachmittag entschieden und tatsächlich kein weiteres Programm mehr unternommen. Allerdings haben wir uns zwei Kauzen am Pool erfreut. Dafür sind wir am nächsten Tag dann recht früh los gefahren in Richtung Fish River Canyon, auf den wir nun tatsächlich sehr gespannt waren.





23.-25.11.: Fish River Canyon

An der Canyon Lodge angekommen waren wir direkt sehr begeistert von der Bauweise der einzelnen Hütten aus Steinen (und teils mitten in den Stein hinein) und von der gesamten Anlage an sich. Der Pool selbst war einer der schönsten bisher mit einer tollen Grasfläche und einem schönen Ausblick. Der Fish River Canyon selbst, den wir am folgenden Tag dann angefahren sind, ist wirklich ein beeindruckendes Naturschauspiel: tiefe Grater aus verschiedenen Gesteinsschichten, die sich zu einzigartigen Kanten und Formationen zusammengeschlossen haben. Papa Steve ist am Abend auch extra nochmal zum Sonnenuntergang dorthin gefahren und hat die ganze Atmosphäre nochmals im Abendrot eingefangen. Wir sind auf jeden Fall sehr froh, dass wir dieses Mal dort waren.












Letzte Änderung: 31 Jan 2022 01:10 von Steffen.M.
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31 Jan 2022 09:12 #635972
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ich bin total begeistert von Euren Bildern. Da kann ich leider (noch) nicht mithalten :laugh: .

Eure Unterkünfte decken sich sehr mit unseren von 2019 und teilweise von 2020. Die Anib Lodge fanden wir auch ganz gut, aber zu touristisch. Bei den tollen Drives die ihr schon hattet, habt ihr vermutlich bei der Anib Lodge nicht viel verpasst.

Ich ärgere mich gerade, dass wir bei Frans Indongo seinerzeit den Drive nicht gebucht haben. Dafür konnten wir Frans aber höchstpersönlich "kennenlernen" :D.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht und freue mich auf Eure Bilder. Vielen Dank für den Bericht!
Letzte Änderung: 31 Jan 2022 09:23 von HMEMK.
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01 Feb 2022 23:45 #636135
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Eure Unterkünfte decken sich sehr mit unseren von 2019 und teilweise von 2020. Die Anib Lodge fanden wir auch ganz gut, aber zu touristisch. Bei den tollen Drives die ihr schon hattet, habt ihr vermutlich bei der Anib Lodge nicht viel verpasst.
Ja letztlich ist die Auswahl an Lodges in vielen Parts Namibias doch relativ beschränkt ;-)
Die Anib Lodge war tatsächlich die einzige auf unserer Reise, auf der wir keinen Drive gemacht haben. Aber das Sighting Board war extrem demotivierend :unsure:

25.-26.11.: Upington oder „klappt alles an der Grenze?“

Vom Fish River Canyon aus ging es nun in Richtung der südafrikanischen Grenze. Etwas aufgeregt waren wir tatsächlich, da wir nicht 100%ig sicher wussten, ob wir an der Grenze einen Schnelltest machen können oder doch noch irgendwo (=Windhuk) einen PCR Test brauchen würden. (Dazu haben wir selbst über die Botschaft nur rudimentäre Informationen bekommen, aber bestärkt durch einen Bericht aus dem Forum waren wir guter Dinge, dass das schon klappen wird.) Und wir hatten tatsächlich Glück: wir konnten ganz problemlos und schnell einen Antigentest vor Ort machen und dann alle anderen Kontrollpunkte durchlaufen und nach knapp 2 Stunden waren wir durch alle Kontrollen durch und konnten uns auf dem Weg nach Upington machen, wo wir bestückt mit einer großen Einkaufsliste unseren Selbstversorgeraufenthalt für den Kgalagadi Park vorbereiten wollten. In der Kalahari Mall haben wir auch wirklich alles bekommen, was wir in den nächsten 10 Tagen brauchen würden (es wird vor allem chilli sin carne in verschiedenen Varianten geben). Obwohl Upington wirklich nur ein Orga-Stop war, gab es dennoch zwei Highlights: unsere Unterkunft (ganz schlicht mit viel Holz und Strohdach, aber sehr schön und sehr günstig) und das Restaurant the red ox, das wir sowohl zum Abendessen und auch zum Frühstück am nächsten Tag nochmals besucht haben (Papa Steve hatte dort das beste Steak seit langem und Mama Caro endlich mal wieder Salat mit Lachs und süßkartoffel-Pommes, die Thalea auch wirklich lecker fand).

Leider erreichte uns dort die Nachricht der neuen südafrikanischen Corona Variante (die etwas später noch in Omikron umgetauft werden würde), wegen der es noch ab diesem Tag zu Einreisebeschränkungen kommen sollte, weshalb wir uns leider mit weniger schönen Überlegungen (Wir müssen unseren Flug definitiv umbuchen, aber auf wann? Wie geht es jetzt weiter?) auf den Weg in den Kgalagadi Transfrontier Park aufgemacht haben.






26.11.-6.12.: Kgalagadi Nationalpark

Von Upington aus waren wir in knapp 2,5h am Eingang zum Park, sodass wir sogar direkt am ersten Abend noch eine sundowner Fahrt machen konnten. Zu unserer großen Freude wurden wir dabei sogar direkt beim 3. Wasserloch mit zwei jüngeren Löwen belohnt, die sich im Schatten ausruhten und sich ab und zu einen Schluck zu trinken gönnten. Ebenso haben wir auf dieser Fahrt erstaunlich viele Raubvögel, vor allem Adler, gesehen. Am folgenden Tag ging es für drei Nächte in unser erstes von drei Camps: Nach Nossob. Dort hatten wir das tollste Chalet (Nummer elf) direkt am Wasserloch, sodass wir wirklich in der ersten Reihe saßen und zum Beispiel nachts beim Stillen den besten Blick auf eine braune Hyäne oder zahlreiche Eulen hatten. Von dort aus unternommen wir vor allem früh morgens und abends Pirschfahrten ins Nossob Riverbed und erkundeten die Tierwelt. Das absolute Highlight dort war unsere Leoparden Sichtung (dieses Mal sogar im hellen) an einem der Wasserlöcher, einfach faszinierend und unvergesslich! Auf den anderen Fahrten dort haben wir neben Löwen vor allem auch die Schakale zu schätzen gelernt, die beeindruckend Jagd auf Tauben gemacht haben und uns häufig ein interessantes Motiv geboten haben.













Als nächstes ging es dann für drei Nächte nach Mata Mata, wo wir auch wieder ein tolles Chalet mit Blick aufs Wasserloch hatten. Von dort aus haben wir auf einer unserer morgendlichen Touren unser absolut größtes Highlight erlebt: als wir am Flussbett entlangfuhren, sahen wir schon von weitem ein paar Autos stehen und sogleich erblickten wir zwei Geparden, die sichtlich auf Jagd aus waren. Gebannt und aufgeregt stellten wir uns in Position und erlebten, wie die beiden Geparden einen Springbock entdeckten, für einige Zeit fixierten, sich auf die Lauer legten und schließlich zum Angriff losspurteten. Leider blieb der Angriff für die Geparden erfolglos, aber wir waren zu diesem Zeitpunkt schon total happy, aufgeregt und glücklich über dieses einmalige Erlebnis. In der Hoffnung, dass die beiden nochmal loslegen, versuchten wir sie im Gras noch etwas zu verfolgen und wurden mit einer kleinen Überraschung belohnt: im Gefolge hatten die beiden großen Geparden insgesamt vier kleine Baby Geparden, die rennend, spielend und auf den Baum hüpfend den beiden großen gefolgt sind. Das war also wirklich ein absolutes Traum-Sighting für uns alle. Interessant war es dann im Nachhinein zu erfahren, dass diese Familie aus einer Mutter und insgesamt fünf Kindern besteht: die zweite größere Gepardin war sozusagen die große Schwester der vier kleinen, eine wohl sehr außergewöhnliche Konstellation.















Ein weiteres Highlight für Mama Caro war der Night Game Drive, der mit sehr sehr vielen (Baby)-Eulen, Löwen, Schlangen, Füchsen, braunen Hyänen und ein paar Antilopen auch beeindruckend war.




Schließlich sind wir für drei weitere Nächte noch in den Süden des Parks nach twee rivièren gefahren. Die Unterkunft und das Restaurant dort waren leider nicht das Beste, aber wir haben einfach 2x selbst gekocht (Chili sin carne und con carne hatten wir wahrlich zur Genüge in der Woche) und waren ein paar Mal in der Kalahari Lodge außerhalb essen, wo wir die erste Nacht verbracht hatten (das Essen war wirklich erstaunlich gut dafür, dass der nächste Supermarkt super weit entfernt ist und es wenige frische Zutaten gibt). Aber auch von dort aus hatten wir ein paar richtig beeindruckende sightings: mehrmals cheetahs, einen Honigdachs, einen Löwen, viele Adler und Eulen (einen Adler haben wir sogar dabei beobachten können, wie er eine frisch gefangene Schlange verspeißt), ein paar Antilopen, viele Schildkröten, Vogelstrauße mit Babys und am letzten Morgen sogar noch eine braune Hyäne und zwei Tüpfelhyänen. In einer Nacht dort hatte es recht viel geregnet (ca 10% der jährlichen Durchschnittsmenge) und der darauffolgende Tag war dann dementsprechend leider ohne viele Tiere, aber mit vielen Pfützen und etwas kühleren Temperaturen, so hatten wir insgesamt ein ganz anderes Bild der Wüste wie wir es erwartet hatten: viel grüner, viel größere Temperaturschwankungen (wir hatten von nachts 10 Grad bis knapp 40 Grad tagsüber alles dabei) und mehr Regen als erwartet.






In Summe sind wir richtig froh, dass wir dieses Abenteuer in dem KTP gewagt haben, Thalea hat alles mehr als gut mit gemacht und richtig viel gelernt: sie hat in der Wüste sogar richtig mit krabbeln angefangen und hatte viel Freude dabei alles zu entdecken. Caros Sorgen (was machen wir dort den ganzen Tag? (Game drives, Thalea freut sich Tiere zu sehen), Wie wird das mit der Hitze? (Im Auto und auf den Zimmern hatten wir Klima an und die Pools in allen drei Unterkünften haben Thalea begeistert, das war also auch kein Problem), wie gefährlich ist es dort zwecks Schlangen, Spinnen und Skorpionen? (Die sieht man überhaupt nicht) usw.) waren alle unbegründet und der Park war mindestens genauso gut erschlossen wie der Etoscha. Beim nächsten Besuch würden wir allerdings eher maximal 2 Nächte pro Camp buchen (und in twee riviwren gar nicht mehr) und dafür aber noch in den anderen Camps (v.a. Urikarus und Rooiputs) nächtigen.












6.-7.12: Upington die 2. und Fahrt Richtung Küste

Nachdem uns der erste Aufenthalt in Upington so super gefallen hat, haben wir den Zwischenstopp eigentlich genauso gestaltet wie beim ersten Mal: selbe Unterkunft (nur dass Thalea dieses Mal noch viel mehr durchs Zimmer gekrabbelt ist) und wieder mal ein Essen im red ox:-) Außerdem haben wir die gute W-LAN Verbindung zum Recherchieren und buchen der weiteren Tage genutzt.

Am folgenden Tag stand dann wieder eine größere Fahrt an: von Upington im Norden bis zu Glen Harrys Game Reserve waren es ca. 750km. Thalea hat aber auch diesen Tag super gemeistert, nachdem wir in der Mittagspause in einem tollen Kaffee auf der Hälfte der Strecke Pause gemacht haben und Thalea sich auf der Wiese und der Schaukel austoben konnte.


Letzte Änderung: 01 Feb 2022 23:49 von Steffen.M.
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