THEMA: Kaokoveld und Damaraland August 2021
14 Sep 2021 21:40 #625914
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  • dany62 am 14 Sep 2021 21:40
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Liebe Forumsfreunde,

wir haben bei unseren ersten beiden Namibiafahrten und nun auch bei unserer dritten Reise sehr für die Planung unserer Touren von den Berichten im Forum profitiert, darum möchten wir einen kurzen Bericht über unsere diesjährige Tour in Namibia vom 7.8.-5.9.21 berichten.
Wir sind als Familie mit 4 erwachsenen Kindern, also zu sechst mit zwei Autos und 3 Dachzelten unterwegs gewesen.

8.8. Oitjo/Sophienhof Lodge
9.8 Etosha/Hobatere Camp
10.8. Khowarib Schlucht Camp
11.8. Opuwo Lodge
12.8. Etanga Camp
13.8. Marble Camp Camp
14.8. Camp Syncro Camp
15.8. Camp Syncro Camp
16.8. Hartmannstal Wild Camp
17.8. Hoarusib Riverbed Wild Camp
18.8. Puros Camp
19.8. Hoanib Wild Camp
20.8. Xai Ais Wild Camp
21.8. Grooteberg Lodge
22.8. Huab/Desolation Valley Wild Camp
23.8. Vingerklipp Lodge
24.8. Vingerklipp Lodge
25.8. Rock Farmhaus Erongo Camp
26.8. Rock Farmhaus Erongo Camp
27.8. Spitzkoppe Camp
28.8. Spitzkoppe Camp
29.8. Swakop Meike´s Guesthouse
30.8. Swakop Meike Meike´s Guesthouse
31.8. Hauchabfontain Camp
1.9. Hauchabfontain Camp
2.9. Sossusvlei Camp
3.9. Windhoek/Kappsfarm Lodge
4.9. WIN- FRA


Da unser Flug FRA-JOB um einen Tag verlegt wurde, war der Flug gut gebucht und wir sind am ersten Tag nach den Einkäufen – statt in Windhoek noch eine Nacht zu verbringen - gleich nach Oitjo in die Sophienlodge gefahren. Die Einreise nach Namibia mit PCR Test war kein Problem. Wir hatten die zwei Hillux bereits letztes Jahr bei Safari Car Rental gebucht, super Autos, sehr gute Ausstattung und guter Service, überhaupt keine Probleme (im Vergleich zu den Autos, die wir das letztemal hatten).

Am nächsten Tag fuhren wir über das Anderson Gate in die Etoscha und weiter in den Osten des Etoshapark über das Galton Gate nach Hobatere, toller Campingplatz – wir waren ganz alleine (Achtung Löwen).
Am nächsten Tag gings ohne Probleme durch die Kowaribschlucht (sehr empfehlenswert, tiefer Sand, aber mit Reifendruck veringern ohne Probleme) in das Communitycamp am Ende der Kowaribschlucht. Wieder alleine, netter Campingplatz. Die Fahrt nach Opuwo ging flott, in Opuwo wollten wir eigentlich am Campingplatz der Opuwolodge übernachten, aber der war wegen Hitze und Staub nicht sehr einladend, so übernachteten wir mit Sonderpreis bequem in der fast leeren Lodge.
Da wir die südlichere Route über Otjio und den oberen Hoarusib schon kannten, wollten wir diesmal über Etanga fahren. Die Fahrt war relativ eintönig und sehr steinig, das Communitycamp besteht nicht mehr. Aber es lässt sich gut in den zwei Flussbetten nach Etanga campen. Unbedingt empfehlenswert ist die Route nicht, ich würde nächstesmal eher wieder die südlichere Route fahren.
Auch am nächsten Tag Richtung Marble Camp eher steinige und anstrengende Piste. Auch die Fahrt über den Jan Joubert Pass ist anspruchsvoll, erst im Marienflußtal war die Sache entspannt. Im Camp Syncro relaxten wir zwei Tage, außer uns trafen wir noch zwei Autos aus SA.
Die Abkürzung vom Marienflußtal ins Hartmannstal wieder sehr fordernd und steinig, teilweise mit 40 cm hohen Stufen (unser vierter Reifenwechsel). Wer sich im Fahren etwas unsicher ist, sollte das gesamte Marienflußtal herausfahren und
nicht die Abkürzung verwenden. Herrliches Wildcamp in den Dünen im Hartmannstal, Fahrten im tiefen Sand.
Der nächste Tag bescherte uns eine lange Fahrt Richtung Puros, wo wir etwa eine Stunde nordwestlich am Rande (Elephanten!) des Hoarusib campten. Die anschließende Fahrt im Riverbed nach Puros war entspannt. Im Communitycamp wieder alleine. Ganz alleine waren wir die nächsten Tage auch durch den Puros Canyon über den Hoanib (viele Elephanten) über das Blackridge und Theun´s Camp zur unsrer Übernachtungstelle Kai-Ais. Alle diese „Camps“ sind mitten im Nirgendwo und besitzen natürlich keine „facilities“. Dafür gönnten wir uns dann zum Relaxen die herrlich gelegegene Grootberglodge, auch hier wieder fast die einzigen Gäste.
Landschaftlich begeisternd war dann das Desolation Valley, herrliche Steinformationen mit guten Möglichkeiten zum Campen und vielen Wüstenelefanten. Leider hatten wir nur einen Tag eingeplant, man könnte hier durchaus noch weitere Tage verbringen und das Flussbett weiter erkunden. Zwei Tage erholten wir uns dann in unserer sehr geliebten Vingerklipp Lodge, bisserl in die Jahre gekommen, klar - aber sehr engagierte Manager, die extra für uns das Eaglenest Restaurant öffneten. Über Omaruru ging es dann ins Erongogebiet zur Erongo Rockfarm. Vier ruhige Campingplätze in phantastischer Landschaft, die Plätze wunderbar eingerichtet, jeweils völlige Alleinlage, tolle Granitformationen . Auch hier hätten wir gerne noch länger geblieben.
Zwei kalte und windige Tage verbrachten wir auf den sehenswerten Campingplätzen an der Spitzkoppe. Die Landschaft ist unfassbar beeindruckend aber der Wind.....! Swakopmund überraschte uns mit „Strandwetter“, wir haben es ausgiebig genossen und sogar gebadet! Meikes Guesthouse - hier im Forum schon viel gelobt, besser und persönlicher geht’s nicht!
Die nächsten Tage verbrachten wir im Namib Naukluft in Hauchabfontain, ruhiger Campingplatz, den wir ganz für uns hatten, mit Wandermöglichkeiten zu einem Köcherbaumwald. Am lautesten war es dann am Campingplatz vor Sossusvlei , hier gut gebucht. Wobei die vielen Lodges zum großen Teil wohl leer standen. Mit so wenigen Autos wird man Sossusvlei kaum wieder besuchen können. Von dort ging es fünfeinhalb Stunden zurück nach Windhoek.
Dort Übernachtung in der Kappsvalley Farm, eine wunderbar gelegene Guestfarm, sehr persönlich geführt, wir durften bis spät nachmittags unsere schön renovierten Zimmer nutzen, die engagierten Besitzer haben uns noch zum Testen gefahren und die Fahrt nach WH zum shoppen organisiert. Leider liegt die Farm etwas abgelegen, wenn man nur nochmal packen, ausruhen und dann zum Flughafen möchte, ist sie aber ideal.

Zusammenfassend kann man sagen, dass man für diese Tour etwas Erfahrung mit Fahrten im tiefen Sand und steilen, steinigen Pässen haben sollte. Als Einsteigertour ohne 4WD Erfahrung ist sie nicht geeignet. Wichtig ist es sich auf die Fahrzeuge verlassen zu können. Optimale Vorbereitung mit GPS (Tracks4Afrika und zB. Guru Maps) hat uns sehr geholfen, Satellitentelefon zur Sicherheit würde ich empfehlen.

Tip: Am Wochenende sind die Getränkemärkte geschlossen, über Internet kann man im Embassy Liquor Store Getränke bestellen und am Wochenende abholen oder zur Unterkunft liefern lassen.
Auch wir hatten in den Wochen und Monaten vor der Reise viele Zweifel, wie sich die Lage vor Ort entwickeln würde, ob wir bei Rückkehr in Quarantäne müssen und und und...aber wir sind froh und dankbar, dass wir gefahren sind, es war unsere bisher schönste Reise in Namibia, überall fühlten wir uns sehr willkommen, und alle waren äußerst bemüht, unsere Reise zu dem Traum zu machen, der sie war!

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.
Thomas und Daniela
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Letzte Änderung: 14 Sep 2021 22:25 von dany62.
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  • franzicke am 15 Sep 2021 12:38
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Hallo Thomas und Daniela,
vielen Dank für eure Zusammenfassung eurer Tour - einen Teil der Strecken werden wir Ende September/Anfang Oktober fahren, so auch von Etambura kommend über den Joubert Pass nach Camp Syncro. Die Strecke habt ihr als recht anspruchsvoll eingeordnet, hoffen wir mal, dass wir das gut packen, ein bisschen Erfahrung haben wir bereits. Im Moment haben wir mal noch offen gelassen ob wir für 1 oder 2 Nächte in Camp Syncro bleiben - wir hätten dann eben entsprechend 1 oder 2 Wild-Camping-Nächte zur Verfügung. Den Shortcut lassen wir definitiv aus und nach Opuwo nehmen wir dann weiter die Strecke untenrum (obenrum kennen wir auch schon). Lohnt sich nach eurer Einschätzung ein zweiter Tag in Camp Syncro? Oder hat man letztlich mehr von der Landschaft, wenn noch eine 2. Nacht irgendwo auf dem Rückweg bleibt?
Viele Grüße mit etwas Reisefieber
Ingrid
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15 Sep 2021 21:39 #626014
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  • dany62 am 14 Sep 2021 21:40
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Hallo Ingrid,
ach Ihr seid zu beneiden!
wir waren nach der anstrengenden Fahrt über den Jan Jobert Pass mehr als froh, einen zweiten Tag im Camp Syncro zu haben. Das war ja auch irgendwie ein highlight dieser Reise und das Camp ist sehr schön am Flusss gelegen. Toller Blick beim Sundowner von den umgebenen Hügeln. Außerdem ist es schön schattig. Dies ist ja manchmal das Problem bei Wildcamps, dass eventuell der Schatten fehlt (zB. im Hartmannstal). Wir haben den freien Tag genutzt , um die örtliche Schule zu besuchen, war richtig schön! Hier sind zwei engagierte junge Lehrer, die mit 140 jungen Schülern im Internat wohnen. Falls Ihr noch Platz im Koffer habt, über Kleidung wie tshirts oder kurze Hosen für ca 6-15 J würden sie sich sehr freuen. Viele Kinder hatten nur ein Tuch um die Hüften- die Eltern können ihnen nichts mitgeben.

Liebe Grüße
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Letzte Änderung: 15 Sep 2021 21:49 von dany62.
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15 Sep 2021 22:32 #626015
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  • franzicke am 15 Sep 2021 12:38
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Hey ihr beiden,
nochmals vielen Dank - das ist noch mal ne gute Anregung für die Planung und wie wir's dann wirklich machen, können wir ja dann vor Ort entscheiden. Der Joubert Pass sorgt zwar im Moment eher für einen größeren Kloß im Hals, aber die Vorfreude ist natürlich viel viel stärker! Danke auch für den Hinweis für Kinder-Kleidung - die ist bei uns nicht wirklich vorrätig, aber eine letzte Einkaufsrunde drehen wir eh noch und Nachbarn (mit Kindern) gibt's bei uns auch rundum.
Irgendwie kann ich 's manchmal kaum glauben - die Tour ist natürlich auch schon verschoben - aber dieses Mal wird's. Und ich freu mich sooo!
Ganz herzliche Grüße
Ingrid
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