THEMA: Die Eulenmuckels sind endlich wieder in Namibia
02 Mär 2022 05:04 #638548
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  • Sadie am 02 Mär 2022 05:04
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Lieber Uwe,
Ich danke dir für die klare Erläuterung und auch noch für die bebilderte Erklärung. Nun komme ich draus! Schon imposant wie die Fächer im Bushcamper alle hinter Gitter mit Reißverschluss organisiert sind.
Wegen der Reisezeit: wir wollen eben wieder im September nach Yellowknife fahren um dort die Nordlichter zu sehen. Deshalb sollten wir Mitte August wieder in Florida sein. Aber ich sehe von euren Berichten dass es meist nur so 3 Grad ist am Morgen…. Mein Man wird sich leiden. Er hasst die Kälte.
Mal sehen…
Mit bestem Dank un Grüßen von Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic route

www.safaritalk.net/topic/21799-first-time-k

Expedition Antarktis:
www.namibia-forum.ch...s-und-s-georgia.html

Island In Herbstfarben
www.namibia-forum.ch...-september-2018.html


Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019

www.namibia-forum.ch...landschaft-2019.html

Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different.
Juni 2018
www.namibia-forum.ch...e-but-different.html

Trip reports in English:

Namibia and KTP 2016
safaritalk.net/topic...-tr-nam-sa-bots-nam/

Botswana 2016:
safaritalk.net/topic...fari-tr-bots-nam-sa/

Tanzania 2015:
safaritalk.net/topic...s-and-lions-in-camp/

Nam-SA-Bots 2014:
safaritalk.net/topic...-and-namibiab/page-1...
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Heute 20:25 #646257
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Wer seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, darf auch nicht nach Namibia reisen.

Eigentlich würden wir gerade bei unserer lieben Meike in Swakopmund sitzen, aber wir haben uns spontan entschieden, lieber unsere Covid-Infektion zu Hause auszukurieren. Wirklich ein perfektes Timing, um sich das blöde Virus doch noch auf den letzten Drücker einzufangen. Samstag, eine Woche vor Ferienbeginn, hat Ruth es nun doch noch geschafft. Obwohl sie ausgesprochen vorsichtig war, keine Freunde mehr getroffen hatte, die Karten für ein aus 2020 verschobenes Konzert lieber hat verfallen lassen und auch in der Schule brav weiterhin ihre Maske getragen hat, zeigte der Schnelltest den gefürchteten zweiten Strich. Sofort war klar, dass das mit dem Urlaub knapp wird. Obwohl Ruth sich separierte und Uwe ihr nur noch die vollen Näpfe vor ihr Zimmerlein stellte, half alle Vorsicht nicht, und Uwe war drei Tage später ebenfalls positiv. Nach dem ersten Schockmoment und einer Runde Selbstmitleid, in welcher man sich vorkommt wie das ärmste Mockerle auf der Welt, haben wir nun die Flüge um 8 Tage verschoben und sind somit auf der sicheren Seite… Nach 2020 und 2021 beeinflusst Corona also auch dieses Jahr unsere Reisepläne.
Und dann schlummert hier ja auch immer noch der begonnene Bericht vom Vorjahr, den wir schändlicherweise noch immer nicht beendet haben.
Vielen Dank, dass ihr wieder mal so geduldig auf das Ende unseres Reiseberichts gewartet habt (oder vielleicht auch schon nicht mehr). Der nächste Besuch in Namibia steht bevor. Da wollen wir doch mal Angefangenes beenden.
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Heute 20:30 #646259
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Tag 26 – Mittwoch, 28. Juli – Zurück nach Windhoek

Namutoni – Casa Piccolo, Windhoek

Der letzte Morgen im Camper begann sehr früh. Schon etwa eine Stunde, bevor das Tor zum Park öffnete, standen wir auf.



Nach unserem bewährten Morgen-Prozedere hatten wir nach Kaffee, Tee und einem Rusk noch ein wenig Zeit, waren aber etwa zehn Minuten vor offizieller Toröffnung startklar am Gate. Ein Parkangestellter versicherte uns, dass wir trotzdem schon fahren dürften.



Zuerst ging es nach Klein Namutoni. Das Wasserloch lag verwaist, und auch auf der Zufahrtsstraße fanden sich keine Tiere. Wir kehrten um und schaukelten gemütlich bis Twee Palms. Entlang des Weges sahen wir Gnus und Zebras.



In den Bäumen entlang der Strecke saßen zahlreiche Gleitaare, Raubadler, Tokos und Gabelracken. Riesentrappen durchwanderten meist in Paaren das hohe Gras, ansonsten entdeckten wir nichts Spektakuläres.

Gleitaar



Gelbschnabeltoko



Raubadler



Auch die Abstecher über Klein und Groß Okevi sowie über Chudop blieben weitestgehend ergebnislos. Lediglich ein paar Täubchen stillten ihren Durst, und ein einzelner Zwergtaucher zog einsam seine Bahnen. Um an diesem verschlafenen Morgen doch noch etwas Lebendiges zu entdecken, mussten wir schon ganz genau hinschauen.

Sabotalerche





Sekretär



Wir beendeten unsere Morgenpirsch, wie wir sie begonnen hatten, in Klein Namutoni. Hier wärmten sich ein paar Weißrückengeier ihr Gefieder und warteten auf die geeignete Thermik, um ihre Spähflüge zu starten.





Auch ein junger Raubadler hatte sich unter die Geier gemischt.



Unser Highlight war ein Spitzmaulnashorn am Wasser bei Klein Namutoni, welches sich zwar zielstrebig, aber doch vorsichtig näherte.







Blutschnabelweber



Zurück in Namutoni hielten wir am Rande des Campingplatzes im Picknick-Bereich. Dort tummelte sich eine Horde Zebramangusten. Die hatten wir hier schon vermisst. Allerdings nicht allzu lange. Während Uwe die Toilette besuchte, bereitete Ruth das Frühstück vor. Es dauerte nicht lange, und die wilde Horde versuchte von allen Seiten gleichzeitig den Platz zu entern. Alles andere als scheu kamen sie schnurstracks herbeigelaufen, kletterten von unten in unser Auto und versuchten, an unserem Picknick Teil zu haben. Ruth schloss schnell die Autotüren, überlegte sich noch, ob Mangusten wie Marder bei uns daheim irgendwelche Kabel durchbeißen, als die ersten schon auf die Hocker sprangen und den Tisch erkletterten.







Ruth fegte um den Tisch herum und raffte Müsli, Brot und Käse wieder an sich. Gegen Meerkatzen hatte sie schon öfter alles in Windeseile wieder eingepackt. Ein Überfall von Zebramangusten war ihr neu. Ein besonders dreistes Exemplar versuchte gleich, die ganze Tischdecke herunterzuzerren.



So wurde das Frühstück noch ein wenig vertagt, bis die diebische Bande von dannen zog und den Platz bei unseren Nachbarn unsicher machte.



In der Sonne aßen wir leckere Brötchen und Müsli und hatten nur noch ein paar Glanzstare als Besucher, die uns unser Frühstück aber nicht streitig machten.



Gegen 11:00 Uhr machten wir uns dann endlich auf den Weg nach Windhoek. Das heißt, wir wollten uns auf den Weg machen, aber der Motor sprang nicht mehr an. Vom Anlasser war nur ein müdes Klicken zu hören. Ruth hatte sofort die Zebramangusten im Verdacht. Na großartig! Welches Kabel hatte das kriminelle Pack durchgekaut und wie lange würde es dauern, um den Schaden zu beheben? Uwe war gelassener. Er hatte eine andere Vermutung. Offensichtlich hatten wir mit vielen Starts beim Gamedrive die Batterie zu sehr belastet. Zum Glück besaß das Auto ja noch eine Zweitbatterie, und nachdem wir die beiden per Knopfdruck verbunden hatten, konnten wir den Motor starten. Während der Fahrt nun sollte sich die Batterie wieder genügend aufladen. Da musste sich Ruth wohl bei den Mangusten entschuldigen.
Wir begaben uns auf die längste Etappe dieser Reise mit etwa 540 Kilometern. Dafür starteten wir diese aber auch erst gegen halb zwölf. Da es sich aber ausschließlich um Teerstraßen handelte, war die Strecke gut kalkulierbar.
Wer weiß, was für ein Schloss hier gebaut wird?





Vor Otjiwarongo erheiterte uns dieses Verbotsschild, welches doch eindeutig nur die männlichen Rastplatzbesucher ansprechen sollte, oder?



Wir machten lediglich eine Pause hinter Otijwarongo und picknickten leckere Brote am Straßenrand.



Ansonsten sahen wir zu, Strecke zu machen. Diese zog sich erwartungsgemäß lange hin. Die ausgebaute Straße vor Windhoek heißt nun A1 und ist zweispurig wie eine Autobahn. Wir erreichten die Stadt und das Casa Piccolo in Klein-Windhoek gegen halb sechs.





Claudia war nicht da, aber ein netter Gast öffnete uns das Tor, und kurz darauf erschien auch die Angestellte, die uns den Schlüssel aushändigte. Außer einer Familie aus der Schweiz waren wir die einzigen Gäste.
Wir räumten den gesamten Inhalt des Autos in unser Zimmer, was erfahrungsgemäß immer etwas dauert. Dann unterhielten wir uns mit der Familie, die ebenfalls am Ende ihrer Reise war. Sie waren sieben Wochen lang und zum ersten Mal in Namibia unterwegs gewesen. So gab es vieles zu erzählen.
Als es uns zu kalt wurde, gingen wir ins Zimmer, und Uwe nahm eine heiße Dusche. Dann sortierten wir noch unsere Sachen ein wenig und sicherten unsere Fotos. Morgen früh gehen wir als erstes zum PCR-Test für den Rückflug.

Kilometer: 621
Letzte Änderung: Heute 20:34 von Eulenmuckel.
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Heute 20:36 #646260
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Tag 27 – Donnerstag, 29. Juli – Erledigungen

Casa Piccolo, Windhoek

Auch heute schliefen wir nicht aus, sondern waren früh auf den Beinen. Denn um acht Uhr wollten wir beim PCR-Test beim Diagnolab an der Independence Avenue sein.



Das schafften wir auch sehr pünktlich. Von 8:00 bis 9:00 Uhr konnte man dort ohne Anmeldung einen PCR-Test machen. Claudia war so lieb gewesen und hatte alle benötigten Formulare bereits für uns ausgefüllt. So mussten wir lediglich auf ein paar andere Leute warten, die ebenfalls in der Reihe standen. Wir bezahlten einen PCR-Test mit Übersendung der Ergebnisse nach spätestens 12 Stunden für 1200 Dollar pro Person. Eine junge Frau, die einen sehr kompetenten Eindruck machte, ließ uns zwischen Nasen- und Rachenabstrich wählen. Dann war schon alles erledigt.



Anschließend fuhren wir zu Savanna, holten unsere Reisetaschen ab und unterhielten uns ein wenig mit Bianca. Zurück im Casa Piccolo gab es dann ein leckeres Frühstück zusammen mit der schweizer Familie. Danach hatten wir Zeit, unsere Ausrüstungskiste zu packen und auch schon mit den Reisetaschen zu beginnen. Der Camper musste noch einmal aufgeklappt werden, um die Schlafsäcke herauszuholen. Alle Ausrüstungsgegenstände, die vor Ort bleiben, wurden inventarisiert, damit wir immer wissen, was wir nicht von zu Hause mitbringen müssen.
So verging der Vormittag, und als wir fast alles gepackt hatten, fuhren wir wie stets zum Craft Center in die Stadt und bummelten einmal durch alle Stände. Das Cafe hatte leider geschlossen, daher gab es weder Quiche noch Applecrumble. Stattdessen kauften wir ein paar kleine Souvenirs und fanden noch weitere Tischdecken, die wir nicht dort lassen konnten.
Zurück in der Pension lagen bereits unsere negativen Testergebnisse vor. Wir packten die Kiste fertig und wuchteten sie ins Auto. Dann brachten wir den Wagen zurück zu Savanna. Die Rückgabe verlief schnell. Wir meldeten den gewechselten Reifen, eine verlorene Schraube am Hecktürschloss und die schwache Starterbatterie. An diesem Auto hatten wir wie vor zwei Jahren im Grunde nichts auszusetzen. Ein Fahrer brachte uns zurück in die Pension. Wir ließen den Nachmittag ruhig in der Pension ausklingen.



Uwe bastelte sich aus einem alten Weinkarton, den wir aus dem Abfall eines Restaurants gezogen hatten, eine Schutzhülle für den trockenen Pflanzenstängel mit den drei Puschelchen. Schon seit Jahren will er sich einen solchen Halm, der aussieht wie eine vertrocknete Distel (und den man überall in Botswana oder im Caprivi entlang der Straße findet), zu Dekozwecken ins Wohnzimmer in eine Vase stellen. Ansonsten waren wir in diesem Urlaub ja relativ zurückhaltend, was ausladende Mitbringsel angeht.





Uwe erledigte die Einreiseanmeldung, die uns nach aktuellem Stand zu 14 Tagen Quarantäne zu Hause verpflichtete. Die aktuellen Entwicklungen zur Einreiseverordnung, die auch im Namibia-Forum diskutiert wurden, verfolgten wir zwar, konnten für uns aber erstmal zweifelsfrei keine Befreiung ableiten. Vielleicht ergibt sich ja etwas, wenn wir wieder zu Hause sind, und wir müssen uns nicht die ganze Zeit absondern.
Claudia hatte eine gute Nachricht für uns: Joe’s Beerhouse bot einen Lieferservice an. Zusammen mit den Schweizern bestellten wir uns Oryx-Filet. Claudia brachte uns Besteck, Stoffservietten und sogar gewärmte Teller dazu. Gemeinsam saßen wir im Garten der Pension und ließen uns das Essen schmecken. Es war ein schöner Abend mit den dreien, und wir hatten gute Gespräche.



Schon relativ früh lösten wir die Runde auf, da wir morgen bereits um 4:20 Uhr zum Flughafen abgeholt werden.

Kilometer: wenige
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Heute 20:38 #646261
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Eulenmuckel schrieb:
Wer seine Hausaufgaben nicht gemacht hat, darf auch nicht nach Namibia reisen.

Na endlich habt Ihr es kapiert! :laugh:

Zum Rest sag ich nichts, es wurden ja schon genug der Worte gewechselt B) .

Aber zum neuen Kapitel sag ich natürlich was: das sind mal wieder so schöne Fotos, und bei diesem Bild fällt mir siedendheiß ein, was ich nicht auf meiner Packliste habe und daher vielleicht sogar vergessen hätte :woohoo: (und nein, es handelt sich nicht um eine Manguste :P ):



So, und jetzt bin ich höchst gespannt, wie Ihr in einem Tag auch noch den anderen ausstehenden Bericht schreibt :silly: !

Liebes Grüßle in die Covid-Aufzucht-Station!

Bele
Letzte Änderung: Heute 20:41 von Champagner.
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Oh weia, was für ein blödes timing!
Gute und schnelle Besserung Euch beiden und danach eine entspannte Tour
wünscht
Friederike
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