THEMA: Die Eulenmuckels sind endlich wieder in Namibia
02 Dez 2021 17:35 #631477
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  • Eulenmuckel am 02 Dez 2021 17:35
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@Sascha: Über die Wildhunde haben wir uns ganz besonders gefreut, da wir dort nicht mit ihnen gerechnet hatten.
Schön, dass du weiter dabei bist.

@Bele:
ist das echt schon mehr als 4 Jahre her, dass wir dort zusammen waren und genau diesen Aus- und Anblick genossen haben?
Ja, die Zeit vergeht schnell. Trotzdem brauchen wir immer wieder Vor-Ort-Auffrischungen für diese Erinnerungen.
Für uns ist dies auch eine der schönsten Ecken Namibias.

@Barbara: Glückwunsch zur zweimaligen Leoparden-Sichtung! Wart ihr in der Lodge oder auf der Campsite? Als wir gehört haben, wie viel eine Übernachtung in der Lodge kostet, waren wir uns sicher, dort niemals ein Zelt zu mieten.

@Peter: Ich glaube, ihr hattet einfach Pech oder wart zur falschen Tageszeit dort. Eigentlich kommen gegen Abend immer Elefanten zum Trinken.

Vielen Dank für die netten Kommentare.
Liebe Grüße
Uwe
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03 Dez 2021 21:54 #631584
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  • Eulenmuckel am 02 Dez 2021 17:35
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Tag 21 – Freitag, 23. Juli – Planänderung?

Nambwa Campsite, Kwando Area

Schon bevor wir morgens aufstanden, lauschten wir im Halbschlaf den verschiedenen Vögeln und anderen Geräuschen. Je mehr wir davon kennen bzw. bestimmen können, desto wohler fühlen wir uns. Einen für uns besonders schönen Ruf hat der Coucal. Seine dumpfe, absteigende Tonfolge ist sehr beruhigend und passt perfekt zum frühen Morgen.
Mit Sonnenaufgang waren wir auf den Beinen.





Uwe kochte Wasser für Tee und Kaffee, Cora und Gert fuhren ebenfalls ihr Dachzelt ein. Gemeinsam starteten wir zur Morgenpirsch. Wir kamen an einer großen Horde Paviane vorbei, die gerade von ihren Schlafbäumen herunterrutschte und uns nicht aus den Augen ließ. Viele Muttertiere hatten ein Affenkind im Arm.











Ein einzelner Büffel schreckte hoch, als wir an dem Gebüsch vorbeifuhren, hinter dem er lag. Er sah uns mit dem für Büffel typischen, missmutigen Blick an, bevor er sich davonmachte. Wir entdeckten noch ein paar Impalas und Letschwes, aber insgesamt war der Morgen einigermaßen ruhig.



Senegalkiebitz



Jugendliches Blaustirn-Blatthühnchen



An einer Stelle lag ein verkohlter Baum quer über dem Weg, der vorgestern noch nicht dort gelegen hatte. Mit etwas Aufwand hätten wir zwar eine Umfahrung durchs Gebüsch nehmen können, aber wir drehten wieder um.



Während Cora und Gert schon zurück zum Frühstücken fuhren, nahmen wir noch einen anderen Weg zu einem Hide ein Stück nördlich von Nambwa. Obwohl dieser erst vor ein paar Jahren gebaut worden war, fehlte bereits ein Teil des Netzes auf dem Dach, so dass der Boden darunter voller Vogelkot war. Alles machte einen mehr als schmutzigen und kaputten Eindruck. Die Unmengen an Toilettenpapier vor dem Hide trugen auch nicht dazu bei, dass wir uns hier wohler fühlten. Es ist nur schwer verständlich, wie man völlig gedankenlos seinen Müll an einem so schönen Platz zurücklassen kann. So kletterten wir nur einmal kurz auf das Aussichtsdeck und blickten auf den Fluss.



Auf dem Rückweg kamen wir an einer Herde Impalas vorbei. Ein Bock jagte den Weibchen hinterher und verbreitete große Unruhe.





Im Gras standen ein paar Senegal-Kiebitze. Überall im Bwabwata Nationalpark begleiteten uns Kaptauben, verschiedene Tokos und Graulärmvögel. Am Ufer sahen wir Wasserböcke – einen mit einem lädierten Ohr und einen, der sich mehr oder weniger erfolgreich zu verstecken versuchte.





Im Camp machten wir Apfelpfannkuchen für alle. Obwohl Cora und Gert bereits gefrühstückt hatten, mussten sie jeder noch einen kleinen Pfannkuchen essen, weil Uwe es recht gut mit der Teigmenge gemeint hatte. Sie schmeckten aber auch ganz lecker, und anschließend verputzten wir noch eine Schale Müsli.



Dann kam Cora ganz aufgeregt von der Lodge zurück. Sie hatte dort über das WLAN eine Nachricht erhalten, dass die Quarantäne-Pflicht bei Rückkehr aus einem Virusvarianten-Gebiet für vollständig Geimpfte entfallen soll. Das würde für uns alle bedeuten, dass wir evtl. noch weitere Tage in Afrika bleiben könnten. Wir waren begeistert über diese Neuigkeit, und spontan entschlossen sich die beiden, noch eine weitere Nacht bei uns in Nambwa zu bleiben. Leider brach die Internet-Verbindung ab, und so konnten wir keine weiteren Informationen oder Details zu den Neuigkeiten erhalten. Wir blieben vorsichtig optimistisch.
Danach spazierten wir ein wenig über das Lodgegelände. Vom Holzdeck aus ließ sich ein Pärchen Steppenbaumhopfe bei der gegenseitigen Gefiederpflege beobachten.





Einzelne Letschwes zogen an uns vorbei.



Über den knarrenden Holzpfad liefen wir weiter von Zelt zu Zelt. Die einzelnen Unterkünfte liegen jeweils etwas voneinander getrennt, meist am Ende eines Holzplanken-Gangs und haben eine schöne Aussicht über die Ebene. Vorsichtig spinksten wir in ein Zelt hinein. Alles war sauber und die Einrichtung schön. Mit dem Wissen über den Preis für eine Übernachtung waren wir jedoch wenig überzeugt. Der Mehrwert an Badewanne, Spiegel und Staubfreiheit konnte für uns nicht mit dem Erlebnis, auf der Campsite unmittelbar mittendrin zu sein, konkurrieren.



Riesen-Coronavirus ;)





So verging der restliche Vormittag. Uwe sicherte Fotos und lud einen Akku an der Steckdose bei den Ablutions. Wir duschten und saßen ein wenig auf dem Deck am Wasser.

Schwarzkielralle



Später aßen wir noch ein paar Brote mit Käse und Salami. Leider war unser Weißbrot ganz leicht angeschimmelt, so dass wir auf das Vollkornbrot ausweichen mussten. Challenge verloren: Wenn es irgendwie geht, versuchen wir es zu vermeiden, in Afrika Lebensmittel in den Müll zu werfen.
Gegen 15:00 Uhr brachen wir wieder zum Horseshoe auf. Ein Zwergspint hatte einen großen Fang gemacht. Er musste die Libelle mehrfach in die Luft werfen, bis sie endlich in der richtigen Position lag, um sie zu verschlucken.





Ein Impalabock bewachte seinen ganz beachtlichen Harem, und die Damen taten uns den Gefallen, freundlich herüberzuschauen. Ruth wäre begeistert, wenn in ihrer Klasse nur die Hälfte der Kinder so fokussiert auf das Unterrichtsgeschehen wäre.



Im Hide warteten wir auf die Elefanten und mussten dabei ziemlich geduldig sein. Zuerst liefen nur die Paviane an uns vorbei.





Leider kamen heute deutlich weniger Dickhäuter zum Trinken ans Wasser als gestern. Ein paar kleinere Herden ließen sich aber dennoch blicken.



Es wehte ein kühler Wind durch den Hide, und so fuhren wir noch ein wenig durch die schöne Nambwa-Region, ohne jedoch etwas Spannendes zu entdecken.

Nachtflughuhn-Weibchen



Dann eben ein bisschen Landschaft ohne was.









Zum Sonnenuntergang waren wir zurück im Camp. Da wir bei unserer Einfahrt ein paar Elefanten in der Nähe gesehen hatten, stellten wir das Auto ab und liefen noch einmal zu Fuß nach draußen. Völlig lautlos zog die kleine Herde an uns vorüber.







Danach machten wir Feuer und bereiteten das Abendessen vor. Da wir heute das letzte gefrorene Fleisch aus dem Tiefkühler genommen hatten, konnten wir die Temperatur des zweiten Faches hochregeln und hatten nun deutlich mehr Platz für gekühlte Getränke. Ruth schnitt das große Stück Kudufilet in kleinere Steaks, die wir in Gerts gusseiserner Pfanne auf dem Feuer brieten. Dazu kochten wir Kartoffeln und aßen Rote-Beete-Salat. Danach spülten wir und versuchten nochmal erfolglos etwas Neues über das Internet zu erfahren.
Während wir gestern noch völlig alleine auf der Campsite standen, waren heute alle Plätze belegt. Die Mitcamper waren alle sehr ruhig, nur von irgendwoher schallte Dudelmusik, auch noch, als wir bereits im Zelt lagen.

Kilometer: 43
Letzte Änderung: 03 Dez 2021 21:59 von Eulenmuckel.
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03 Dez 2021 23:38 #631587
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Guten Abend, liebe Eulenmuckels,
ist „Schwarzkielralle“ die politisch korrekte Bezeichnung für „Mohrenralle“ = Black Craig???
Das ist ja total an uns vorbeigegangen….

Danke für Bisheriges !
Grüße
Friederike
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04 Dez 2021 10:52 #631608
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Hallo mal wieder,

ich geniesse gerade die Fotos mit diesen herzerwärmenden Farben. Was für ein Kontrast, wenn ich aus dem Fenster schaue. Heute Nacht hats mal wieder geschneit, und nun pisst es grau in grau in die weisse Matsche.

Immer wieder wundere ich mich über die deutschen Namen, die ihr für die verschiedenen Vögel findet ( wo nur?).
Schwarzkielralle habe ich noch nie gehört für die Black Crake ( Achtung Friederike B) , nicht Craig, das ist der vom J. Bond).
Kommt mir auch ziemlich deplaziert vor, denn es sind ja beileibe nicht nur die Kiele schwarz. Für mich ist das eine Schwarzralle, seitdem die alten Namen nicht mehr pc sind. Aber ich "arbeite" sowieso lieber mit den englischen Bezeichnungen.

Diesmal hat mich aber der Impalabock in flight am Meisten gefangen, ein tolles Foto.

Und zur Coronagurke ist zu sagen, sie scheint noch zur Stammform zu gehören, die Spikes scheinen noch nicht mutiert zu sein. :P

Viele Grüße,
Matthias
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04 Dez 2021 11:04 #631612
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Off topic
@Fotomatte
Schwarzkielralle habe ich noch nie gehört für die Black Crake ( Achtung Friederike B) , nicht Craig, das ist der vom J. Bond).

Lieber Matthias, mit Deiner Bemerkung hast Du mir den griesgrauen Tag gerettet :laugh: :laugh:
Gruß
Friederike
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07 Dez 2021 17:51 #631870
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Eulenmuckel schrieb:
Im Camp machten wir Apfelpfannkuchen für alle.
Eigentlich fahr' ich ja nur wegen der Apfelpfannkuchen so gern mit euch nach Afrika .... :whistle: :silly: .

Was mir an diesem Foto aber so gar nicht gefallen mag, sind die Fleecejacken mitten am Vormittag :pinch: . Ich sag nur JULI :woohoo: !

Dann kam Cora ganz aufgeregt von der Lodge zurück. Sie hatte dort über das WLAN eine Nachricht erhalten, dass die Quarantäne-Pflicht bei Rückkehr aus einem Virusvarianten-Gebiet für vollständig Geimpfte entfallen soll. Das würde für uns alle bedeuten, dass wir evtl. noch weitere Tage in Afrika bleiben könnten. Wir waren begeistert über diese Neuigkeit, und spontan entschlossen sich die beiden, noch eine weitere Nacht bei uns in Nambwa zu bleiben. Leider brach die Internet-Verbindung ab, und so konnten wir keine weiteren Informationen oder Details zu den Neuigkeiten erhalten. Wir blieben vorsichtig optimistisch.
Oh mann, ja, wie gut erinnere ich mich noch an diese Tage :unsure: . Das war eine Hängepartie für euch wegen des Rückflugs und für uns wegen des Hinflugs. Und ich hätte euch so gerne bessere Nachrichten übermittelt damals :blush: !

Aber das ist Geschichte!

Trotzdem würde ich gerne wissen, wie sie weitergeht *wink wink* :P

Liebe Grüße von Bele
Letzte Änderung: 07 Dez 2021 17:52 von Champagner.
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