THEMA: Namibia Rundreise zwischen Etosha, Fish River, KTP
10 Sep 2021 10:52 #625488
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  • elotse am 10 Sep 2021 10:52
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Daxiang schrieb:
Bele war an dieser Aktion ausnahmsweise nicht beteiligt - dafür aber Silke (Paiguai), die eigentlich die Idee hatte. Die Anfragen halten sich auch in Grenzen, denn mittlerweile dürften eigentlich die meisten, die die letzten 2 Treffen in Büsnau dabei waren so ein Fläschchen haben. :whistle:

Schande auf mein Haupt :evil: da habe ich doch die wichtigste Person "Silke" vergessen.
Die einzige Entschuldigung, die mir einfällt ist: Büsnau liegt wegen Corona so lang zurück. Ich hoffe wir schaffen es bald wieder
LG
Klaus
Carpe diem
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10 Sep 2021 12:04 #625501
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Hallo Klaus, ein ganz toller Bericht! Herzlichen Dank für‘s Teilen von euren schönen Erlebnissen!
Nur die Kälte müsste ich nicht haben… liebe Grüsse Caroline
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2022: Namibia
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15 Sep 2021 12:41 #625959
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Lapa Lange Lodge, Abschied vom Kgalagadi Transfrontier Park

Unsere letzte Station auf unserer Namibia Rundreise, die Lapa Lange Game Lodge steht heute auf unserem Programm. Es heißt, Abschied nehmen vom Kgalagadi Transfrontier Park. Nach den Selbstversorger Unterkünften im KTP wollten wir zum Abschluss unserer Reise noch zwei Tage in einer schönen und komfortablen Lodge abhängen. Die morgendliche Temperatur von 5 ºC machte uns den Abschied leicht. Das Aufstehen kostete allerdings einiges an Überwindung, schnell aus dem warmen Bett und rasch in die leider noch kühlen Klamotten. Es stellte sich uns nur die Frage wie es hier im namibischen Winter aussieht. Temperaturen bis zu minus 15 grd sollen dann möglich sein!
Eingehüllt in eine Decke mit einem heißen Kaffee in der Hand suchen wir die Sonne, welche aber nur eine kleine Ecke unserer Terrasse bescheint. Ein schnelles Frühstück, ein letzter Blick auf das Flussbett und schon ging es nochmals auf einen Abstecher zum Craig Lockhart Waterhole. Leider war uns auch an diesem Morgen das Sichtungsglück nicht gut gesonnen, deshalb ging es zurück nach Mata Mata. Tanken, Reifen aufpumpen und Grenzkontrolle ging dort schnell vonstatten, da wir das einzige Auto am Grenzübergang waren.

Entlang des Olifants River zur Lapa Lange Lodge

Für die Fahrt zu Lodge folgten wir zuerst der C15 entlang des Auob River, um dann auf die D1033 entlang des Olifants River zu wechseln. Diese Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll und ist der Strecke über die C15 vorzuziehen.

Tour-Map von Mata-Mata zur Lapa Lange Lodge
Details der Tourkarte findest Du hier….


Kalahari Impression

Rote Kalahari Dünnen durchsetzt mit grünen Bäumen und fast keinerlei Verkehr. Immer wieder poppen herrliche Fotomotive auf, der Kontrast ist überwältigend. Entlang der Pad liegen viele gepflegte Farmen mit prächtigen Anwesen. Erdhörnchen und Klippschliefer huschen über den Weg und vervollständigen das Gesamtbild.

Lapa Lange Lodge
Nach 280 km, bei herrlichem Sonnenschein, erreichen wir am frühen Nachmittag die Lapa Lange Lodge wo wir herzlichst empfangen werden. Die Temperatur hatte auch ein Einsehen und war auf 24 grd emporgeklettert. Unser Waterhole Chalets C5 mit je zwei Schlafzimmern und Bädern sowie einem großen Wohnzimmer war für uns Zwei eindeutig überdimensioniert, wir hatten dieses Chalet aber wegen seiner direkten Lage am Wasserloch gewählt. Viele Accessoires schafften sofort eine heimelige Atmosphäre, ein Platz mit Wohlfühlcharakter. Drei dieser Chalets und zwei noch größere Villen erlauben von den Terrassen den direkten Blick auf das angrenzende Wasser.


Blick auf die Waterhole Chalets

Pool und Wasserloch der Lapa Lange Lodge

Blick auf das Hauptgebäude der Lapa Lange Lodge

Speisesaal der Lapa Lange Lodge

Die gesamte Anlage ist eine grüne Oase, sie ist äußerst großzügig angelegt und kann bis zu 68 Gäste beherbergen. Ein Pool, Konferenzraum und großer Speisesaal in der Lapa sowie die Zimmeranzahl sind eindeutiges Indiz, dass die Anlage für große Reisegruppen konzipiert ist.

Nachdem wir es uns auf der Terrasse gemütlich gemacht hatten, konnten wir uns sofort von den Vorzügen der Waterhole Chalets überzeugen. Am Wasser herrschte ein kommen und gehen immer neuer Tiere. Wir waren bereits nach kurzer Zeit von der Vielzahl der Tierarten überwältigt.


Terrasse des Waterhole Chalet


Elipsen Wasserböcke


Gruppenreisen auf Lapa Lange
Gegen 17:00 änderte sich das Gesamtbild, ein Reisebus mit rund 50 Franzosen lud seine Ladung ab. Alle wuselten durch die Anlage auf der Suche ihrer Zimmer und um noch schnell ein Selfie zu erstellen. Der Spuk war allerdings schnell vorbei, da die Gruppe auf Safari-Fahrzeuge verteilt zu einem Game-Drive aufbrach. Ups, da waren wir aber froh, dass wir uns nicht zu einem solchen Game-Drive animieren ließen. Die Fahrzeuge waren prop­pen­voll und die Anlage wieder wie verlassen. Den Tieren am Wasserloch wurde keine Aufmerksamkeit gewidmet, das Tourprogramm ließ keine Zeit für solche Aktivitäten!

Uns und drei anderen Familien war es nur recht, so hatten wir die Anlage wieder für uns alleine. Der Fairness halber muss ich jedoch sagen, für Gruppenreisende mit nur 2 bis 3 Wochen Zeit, um Namibia zu bereisen ist dies sicherlich keine schlechte Lösung. Das Management Konzept der Anlage ist eindeutig auf solche Gruppen ausgerichtet und sicherlich auch angewiesen.

Das Abendessen in der sehr schönen Lapa war vorzüglich, ein reichhaltiges Buffet mit allerlei Köstlichkeiten in guter Qualität war beeindruckend. Angenehm war auch, das die Reisegruppe etwas abseits an einem langen Tisch platziert war und auch erst recht spät von ihrem Game-Drive zurückkam, d.h. das Buffet wurde nicht gleich von der Masse vereinnahmt.


Die angenehme Hintergrundmusik während des Dinners währt jedoch nur bis zum Ende der Mahlzeit, danach schaltete die Managerin auf ein Unterhaltungsprogramm mit Ballermann Charakter um. Der Schallpegel ging hoch und angeregt durch das Personal entwickelte sich alles in Richtung Disco. Als dann auch noch eine Polonäse durch die Lapa losging wurde es mir jedoch zu viel. Disco in einer Lodge war eine neue Erfahrung und entsprach nicht meiner Vorstellung eines Namibia-Urlaubs. Als Lada dann noch von der Musik animiert die Tanzfläche besuchte, war es endgültig zu viel für mich und ich flüchtete aus der Lapa. Die Franzosen und auch Lada hatten jedoch ihren Spaß an der Ballermann-Atmosphäre.

Zurück am Wasserloch durfte ich mich dafür an zwei Nashörnern erfreuen, welche sich trotz der Musikbeschallung in aller Ruhe am Wasserloch vergnügten. Als Lada kurz danach auch die Nasse voll hatte und sich zu mir gesellte waren wir froh über unsere Terrasse und konnten dort bei „einem Gläschen“ Wein die Tiere und den Sternenhimmel genießen.

Der nächste Morgen war erfreulich, die Reisegruppe war bereits in aller Frühe aufgebrochen und in der Lodge kehrte wieder Ruhe ein.
Resümee: Wer diese Lodge bucht, muss mit Großveranstaltungen wie Hochzeiten, Tagungen und Reisegruppen rechnen.

Tierwelt auf Lapa Lange
Am folgenden Tag ging alles beschaulich und ruhig zu und von einer weiteren Reisegruppe blieben wir verschont. Ein sonniger Tag nur für uns, dies war exakt unsere Vorstellung zum Abschluss unsere Rundreise. Das Wasserloch sorgt zusätzlich immer wieder für Überraschungen, eine solche Vielzahl von unterschiedlichen Tieren hatten wir nicht erwartet.

Elenantilope

Hochbetrieb am Wasserloch

Strauße

Kammblesshuhn

Giraffe

Breitmaulnashorn

Weißer Blessbock

Gnuherde am Wasserloch

Rote Kuhantilope

Der Pool war zwar schon sehr kalt und wurde am Abend dann zum Abschluss der Sommersaison abgelassen. Lada war der letzte Gast, welcher noch ein Bad, im eiskalten Wasser nahm. Die Managerin konnte es kaum glauben, das bei dieser Temperatur noch jemand den Pool nutzte, sie kannte meine Eisbärin halt nicht!

Cheetah Encounter -Geparden-Besuch
High Light unseres Aufenthalts auf der Lodge war der Besuch bei den Geparden. Auf dem Farmgelände werden in zwei Freigehegen 5 Geparden gehalten. Zwei der Großkatzen sind eindeutig Wildtiere, welche wahrscheinlich auf anderen Farmen gefangen wurden und in einem extra Gehege gehalten werden. Drei zahme Geparden können aus nächster Nähe besichtigt werden. Der Zugang zu den Gehegen ist nur in Begleitung eines Führers erlaubt. Von ihm erfuhren wir, dass die drei zahmen Geparden als Kleintiere auf die Farm kamen, da das Muttertier auf einer anderen Farm erschossen wurde. Die drei wurden dann mit der Flasche groß gezogen und streunten anfänglich sogar durch das gesamte Lodge Gelände. Ausgewachsen suchen zwei der Tiere immer noch die Nähe des Pflegers und können in seinem dabei sein sogar gestreichelt werden. Mit gemischten Gefühlen ging es mit dem Führer ins Gehege und die Zwei kamen auch sofort um den Pfleger und uns zu begrüßen. Der Dritte im Bunde blieb in einiger Entfernung und beobachtete das Geschehen. Nach anfänglicher Scheu von uns, nicht von den Geparden, wagten wir es dann die Tiere zu streicheln. Von der Reaktion waren wir leicht überrascht, die Großkatzen verhielten sich wie Haustiger zu Hause, sie schnurrten und schmusten mit uns. Diese Nähe und das Verhalten waren beachtlich, so nah und intensiv hätten wir uns das Erlebnis nicht vorgestellt.




Kritiker werden jetzt wahrscheinlich den Kopf schütteln und den Begriff Streichelzoo verwenden, man muss aber bedenken, das der Lebensraum dieser Tiere in Namibia durch die vielen Zäune sehr gegrenzt ist und auf Farmen mit Tierhaltung diese Jäger keinen Platz finden und bejagt werden.

Farmrundgang Lapa Lange
Den Nachmittag nutzen wir zu einem kleinen Farmrundgang, gerne hätten wir eine größere Runde gedreht, mussten aber feststellen, dass der überwiegende Teil der Anlage nur als geführte Tour besichtigt werden kann. Einen solchen Game-Drive kann man sich jedoch sparen, man muss nur Geduld haben. Alle Tiere kommen früher oder später ans Wasserloch, wo sie aus kurzer Distanz beobachtet werden können. Schön anzusehen ist ein größerer Kakteen-Garten mit prächtigen Exemplaren, welche teilweise auch ihre Blüten entfaltet hatten.




Hinweise
  • In unmittelbarer Nähe der Lodge führt M29, entlang welche zwar kaum befahren ist, wenn jedoch ein LKW dort entlang brettert, hat man den Eindruck ein Güterzug sei unterwegs.
  • Für eine Lodge in dieser Preislage war das Wi-Fi Netz sehr lahm, zusätzlich mussten wir uns für jeden Tag einen neuen Zugangscode besorgen.
  • Der Blick aufs Wasserloch ist von den Waterhole Chalets gut, jedoch durch einen zu hohen Sichtschutz behindert. Einen guten Blick hat man nur im Stand.
  • Die Terrasse vor der Lapa ist groß, im Gebäude ist jedoch nur ein kleiner Aufenthaltsraum verfügbar. Dies ist im Sommer sicherlich kein Problem, im Winter jedoch ein Manko.
  • Insgesamt hat es uns sehr gut gefallen, die Anlage und die Zimmer waren gepflegt und geschmackvoll eingerichtet. Das Essen und der Service waren vorzüglich. Der Speisesaal war toll möbliert, eine der besten Lapas welche wir kennengelernt haben. Die Tierwelt war gigantisch, jedoch auch mit Tieren aus anderen Regionen bestückt. Einziges Manko ist das Reisegruppenerlebnis, ich denke aber damit kann man leben.
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Letzte Änderung: 15 Sep 2021 12:46 von elotse.
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22 Sep 2021 15:54 #626597
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Abschied von Namibia, das Afrika Fieber hat uns gepackt

Abschied von Namibia steht heute auf dem Programm, leider geht es nun auf die letzte Etappe unserer Namibia-Rundreise. Bereits am Vortag hatten wir unseren Hilux ausgeräumt. Es ist unglaublich was sich so alles wiederfindet. Rückbank hochklappen, unter den Sitzen suchen, alle Ecken und Lücken überprüfen, der Wagen hatte einiges zu bieten. Etwas Bares kam dabei auch noch zum Vorschein, es war ja für alle Fälle gut versteckt.

Nach einem letzten vorzüglichen Frühstück auf Lapa Lange galt es nun alles in die Reisetaschen zu verstauen. Ich hatte zwar angefragt, ob ein späterer Check-out um 12:00 Uhr möglich ist, leider wurde dem Wunsch nicht entsprochen und wir mussten bis 10:00 Uhr unseren Bungalow räumen. Die Reisetaschen waren schnell gepackt, wir konnten danach aber nicht mehr die Terrasse unseres Bungalows nutzen und mussten uns vor der Lapa die Zeit tot schlagen. Dies war zwar kein Beinbruch, aber bei nur drei belegten Bungalows nicht unbedingt kundenfreundlich.

Abschied von Lapa Lange

Da wir reichlich Zeit bis zum Abflug um 21:35 hatten versuchte ich zuerst per Internet Sitzplätze zu reservieren, das System wollte aber partout nicht reagieren. Telefonisch konnten wir auch keinen Kontakt mit Air-Namibia aufzunehmen, da wollte keiner abnehmen. Auch die freundliche Dame an der Rezeption konnte nicht weiter helfen. Ob unser Flug überhaupt geht und wenn zu welcher Zeit, solche Fragen gehen einem dann natürlich durch den Kopf.

Noch ein kleiner Spaziergang durch die Anlage und ein letzter Blick zu den Geparden und schon rückte die Uhr Richtung 12:00 Uhr vor.

Zu spät wollten wir auch nicht starten, es lagen ja noch 355 km bis zur Mietwagenfirma vor uns und bei unserem Pech mit den Reifen musste selbst ein vierter Wechsel eingeplant werden.

Nach 4,5 Stunden erreichten wir ohne Panne, auf gut ausgebauten Straßen, unsere Mietwagenfirma African Tracks. Die Übernahme ging flott, ohne jegliche Beanstandung über die Bühne und ehe wir uns versahen, saßen wir schon im Transferfahrzeug zum Flughafen. Wehmütig ging der Blick in die Ferne, Namibia sagte ade.

Abschied von Namibia

Flug von Windhoek nach Frankfurt, Abschied von Namibia
Viel zu früh waren wir letztendlich am Flughafen. Der Air Namibia Schalter war noch geschlossen und eine Gepäckaufgabe nicht möglich. Erfreulicherweise war aber ein Mitarbeiter bereit uns die Sitzplätze zu reservieren. Um 18:30 Uhr wurde dann der Schalter, 3 Stunden vor Abflug, geöffnet und wir konnten endlich unser Gepäck loswerden. Noch ein gemütliches Essen im Flughafenrestaurant, Erinnerungen austauschen und schon ging es planmäßig in die Maschine, welche nur zu rund 50 % gefüllt war. Lada nutzte dies sofort und konnte eine komplette Mittelreihe ergattern. Platz hatten wir so ausreichend, aber selbst unter Zuhilfenahme von Schlaftabletten war an einen echten Schlaf nicht zu denken. Ich bewundere immer die Reisenden, welche kaum in der Maschine tief und fest schlafen.

Planmäßig landete unsere Maschine in Frankfurt, von wo aus wir einen Intercity Sitzplatz nach Stuttgart reserviert hatten. Zeit bis zur Abfahrt war reichlich vorhanden, sodass wir in einer Bäckerei noch ein leckeres belegtes Brötchen genossen. Dies war nach dem miserablen Essen von Air Namibia ein echtes High Light. Rechtzeitig zur geplanten Abfahrtzeit standen wir am Bahnsteig und oh Wunder, der Zug fährt pünktlich ein!

Panik im Zug
Den Sitzplatz hatten wir rasch ausfindig gemacht, das Gepäck verstaut, aber oh Schreck der Zug läuft in Frankfurt Hauptbahnhof ein und die zusätzlich Durchsage „nächster Halt Hanau“ löste bei uns Panik aus, wir saßen im falschen Zug. Da auch schon die ersten Reisenden in den Zug drängelten und wir gegen den Strom der Fahrgäste ankämpfen mussten, entstand ein heilloses Durcheinander. Gerade noch rechtzeitig konnte ich mit einer unserer Taschen die Tür blockieren und die Abfahrt verhindern. Die Zugbegleiter waren zwar nicht erfreut, wir hatten es aber geschafft nicht weiter in die falsche Richtung zu fahren.

Da standen wir Zwei ganz schön bedeppert auf dem Bahnsteig. Die einzige Erklärung für das Dilemma war: Namibia wollte uns nicht loslassen und die DB hatte uns zur Unterstützung mal wieder einen Streich gespielt. Der Zug fuhr zwar planmäßig ab, es war aber nicht unserer. Zur Entschuldigung der Bahn müssen wir aber eingestehen, dass wir noch im entschleunigten Namibia Modus waren und Durchsagen in diesem Modus nicht vorkommen.

Ein freundlicher DB-Angestellter hatte Verständnis für unser Dilemma und aktivierte unsere Tickets für den nächsten Zug. Die restliche Heimreise verlief dann zwar verzögert aber ohne Probleme.

Resümee unserer Namibia-Rundreise zwischen Etosha, Fish River und KTP
Unsere Rundreise von Windhoek zum Etosha und von dort über die Namib bis in den äußersten Süden von Namibia zum Fish River, mit einem Abstecher in den KTP war gigantisch. Unmengen unterschiedlichster Tiere, teilweise hautnah, durften wir entdecken. Landschaften wie die Namib, Kalahari und der Fish River begeisterten uns mit ihrer Weite, Einsamkeit und gestalterischen Vielfalt. Wir erlebten Namibia mit all seinen Facetten. Als Selbstfahrer konnten wir stoppen, wo wir ein besonderes Highlight entdeckten und dabei genügend Zeit zum Entspannen und Genießen finden.

Die grenzenlose Weite Afrikas, die unglaubliche Vielfalt der Tierwelt und Farbenpracht der Landschaft verleiteten zum Träumen. Die Sonnenuntergänge in ihrem gigantischen Feuerspektakel, das Firmament mit seinen Abermillionen von Sternen, werden uns in Erinnerung bleiben.

Das Afrika Fieber hat uns gepackt, wir planen schon wieder.

Ich hoffe, mein Bericht hat in der Coronazeit etwas Namibia-Feeling ins heimische Wohnzimmer gebracht und verabschiede mich von allen, welche auf den Beifahrersitzen Platz genommen hatten.

VG Klaus (elotse)
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22 Sep 2021 17:29 #626600
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  • Gabi-Muc am 22 Sep 2021 17:29
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Hallo Klaus,

herzlichen Dank für Deinen schönen Bericht. In der Lapa Lange Lodge waren wir zu Corona-Zeiten, da kam glücklicherweise kein Busfeeling auf.

An Deinem Bericht kann man gut erkennen, wie das Reisen vor Corona war. Ich hoffe, es kommt bald wieder so.

LG

Gabi
08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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22 Sep 2021 19:40 #626609
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  • Daxiang am 22 Sep 2021 19:40
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