THEMA: Auszeit in Namibia - 10tägiger Kurztripp März 2021
20 Apr 2021 18:42 #613332
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GabyB schrieb:
25.03.2021 - Tag 2

Ein unglaubliches Vogelgezwitscher weckt mich schon kurz vor unserem gestellten Wecker. Leider habe ich aber trotzdem schon den Sonnenaufgang verpasst. Schnell in die Hose gehüpft und schon die erste Runde um das Haus gedreht – sehr ungewöhnlich von mir als eigentlicher Langschläfer. Aber hier ist alles anders. Wie von Ariane angekündigt, gibt es schon einen Early Morning Kaffee auf der Terrasse – ein super Service.

Wir haben uns auf 9 Uhr Frühstück geeinigt, da den anderen Gäste 8 Uhr zu früh war. Unsere Tour geht ja heute bis zur Blutkuppe-Campsite, für die ich mit Pausen und Fotografieren maximal 6 Std. Fahrtzeit einkalkuliert habe. Ich habe mir so vorgestellt, dass wir bis spätestens 16 Uhr da sein sollten, um das noch uns ungewohnte Dachzelt aufzuklappen, uns campingmäßig einzurichten, Essen vorzubereiten, und das alles noch vor dem Sonnenuntergang, der um diese Jahreszeit um 19 Uhr ist. Eigentlich wollte ich ja schon bei Ariane ausprobieren, ob das mit dem Dachzelt alles klappt, aber mein Partner meinte, das reicht dann wenn wir es brauchen :).

Nachdem wir uns mit Ariane noch super gut und sehr informativ über Auswandern, Rentner in Namibia etc. unterhalten haben, war es dann tatsächlich bereits 11 Uhr als wir starteten. Das machte mich da schon nervös – ich hätte doch auf früher Frühstücken beharren sollen.

Die C28 war aber gut zu fahren – wir waren eher vorsichtig unterwegs, da immer wieder zu erkennen war, wie sehr es im Februar geregnet hat und die Straße darunter litt. Nach Neuheusis wurde immer noch gearbeitet und das Ausmaß der kaputten Straße noch deutlich zu sehen. Aber was für eine Kulisse – am liebsten wären wir alle paar Meter stehen geblieben:
















Man beachte hier die Toilette am Rastplatz - Aussichtspunkt :)



Nachdem wir so herumgetrödelt haben und es auch mega heiß war, machten wir doch keine längere Pause am Aussichtspunkt, da wir nicht einschätzen konnten wie lange wir noch unterwegs sein werden und was noch auf uns zu kommt.

Aber die vermeidlich steilste Stelle, die gepflastert ist, fanden wir dann doch weniger spektakulär als so manch andere Stellen vorher. Irgendwann (nachdem wir vorher schon mindestens 5x meinten die Blutkuppe zu sehen) kam dann das Schild und der Abzweig.

Um überhaupt in das Gebiet fahren zu dürfen, braucht man ein Permit, welches wir uns vorab schon von Kalahari Care Hire besorgen haben lassen, damit wir uns am Ankunftstag nicht mehr kümmern mussten. Das Permit mit der Campinggebühr-Bestätigung hatten wir also dabei.

Die Zufahrt war vorerst einfach aber holprig. Plötzlich war kein Weg mehr zu sehen. Ich dachte mir nur zum Glück haben wir einen Hilux und keinen Duster (wie vorher mal angedacht – aber da war noch nicht Camping auf dem Plan). Wir schafften es ein Stück weiter und hatten wieder einen Weg. Wir kamen an einem Toilettenhäuschen und an Abfallkübel vorbei dachten nun da zu sein. Aber es wurde immer sandiger. Noch bei der Überlegung wie wir das Auto stellen, war es passiert – die Räder drehten durch. Nach einer Schrecksekunde fiel uns aber ein, dass wir ja Allrad haben :) . Diesen rein und schon ging es ohne Probleme aus dem Sandbereich raus. Nun, hier im Nichts stecken zu bleiben, wäre echt blöd gewesen – wir wussten ja nicht mal sicher ob wir nun wirklich an der Blutkuppe sind.

Nachdem ich gelesen habe, dass man links weiter fahren soll und es hinter der Blutkuppe besser ist, fuhren wir noch ein Stück den Weg links herum und hier haben wir uns dann niedergelassen – eine Feuerstelle war schon vorhanden.

Und frage nun an euch: Wo waren wir? B)





Wir waren jedenfalls nun der Meinung hinter der Blutkuppe zu sein und waren begeistert nun gut, nach genau 6 Std. angekommen zu sein. Wenn ich jetzt aber die Fotos mit Fotos aus dem Internet vergleiche, bin ich mir nicht mehr sicher wo wir überhaupt waren :) .

Aber eigentlich ist es egal, es war ein wunderschönes Fleckchen Erde – einsam und alleine – genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten das Dachzelt aufzuklappen – vielleicht hätte sich mein Partner doch mal ein Youtube-Video anschauen sollen – haben wir es dann natürlich doch geschafft – Männer können so etwas ohne Betriebsanleitung ;) .

Ted war für das Feuer zuständig – ich hatte derweilen „die Betten gemacht“ und schon saßen wir gemütlich am Tisch. Ariane hatte uns vorgeschlagen, dass wir auch schon fertige Rouladen von ihr mitnehmen können. Das war natürlich eine super Idee, gerade für den ersten Abend im Nichts und ihre vorzüglichen Rouladen sind ihren Ruf ja schon vorausgeeilt. So war das mit dem Kochen kein großer Aufwand und wir konnten uns ihre wirklich klasse bereiteten Oryx-Rouladen mit einem Salat und selbstgebackenen Brot von ihr schmecken lassen. Dazu ein Windhoek Lager – was will man mehr :lol: . Wir haben den Sonnenuntergang und die sich farblich veränderten Landschaft in vollen Zügen genossen, um dann noch den unglaublichen Sternenhimmel zu bestaunen. Wir hatten fast Vollmond und die Gegend war gespenstisch hell. Die erste Nacht im Nirgendwo im Dachzelt in Namibia – wie schön – wie aufregend – wie einzigartig!

Leise war es allerdings nicht – ein Nachtvogel (leider keine Ahnung was das war) war lauthals um uns unterwegs und erschreckte uns noch ein paar Mal beim Einschlafen, in dem er laut gefühlt direkt neben dem Zelt krächzte. Nun, da ich die Matratze bei erstem Begutachten ok fand und meinte, dass wir unsere zusätzlich mitgenommenen aufblasbaren Matratzen nicht benötigen, hatten wir dann doch eine etwas unruhige Nacht. Ich war gefühlt 100 x wach und hörte meinen Partner ziemlich laut schnarchen. Das wird hoffentlich sämtliche Tiere vertreiben, dachte ich mir. Immer wieder habe ich mir eingebildet, dass irgend etwas um das Auto schlich. „Lass es bitte keinen Menschen sein“ schoss es mir durch den Kopf, beruhigte mich aber wieder, dass wohl kaum jemand die 12 km von der Straße aus mal eben vorbei kommen würde um nachzuschauen ob sich eventuell hier Touristen befinden, die man bestehlen könnte. Am Morgen meinte allerdings Ted, dass er auch fast nichts geschlafen hätte – nun so können die Wahrnehmungen unterschiedlich sein, immer wenn ich wach war schnarchte er :laugh: .
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021
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20 Apr 2021 18:46 #613333
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sorry, ich habe irgendwie Mist gebaut und den Bericht verfälscht - das wollte ich nicht hat! Ich wollte die Unterschrift unter der Blutkuppe zitieren und ein eigenes Blutkuppe- Bild einfügen (vom Januar), um zu zeigen, wie es da aussieht. Nun steht es als Gabis Bild da. Ich bitte um Entschuldigung - und Streichung, wenn möglich! Barbara
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20 Apr 2021 19:01 #613335
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CuF schrieb:






Aus einem anderen Thread von meinem „Lehrer“ geklaubt...
Deine Kamera speichert die Information, ob die Kamera hochkant gehalten wurde (ältere Kameras machen das nicht). Das Betriebssystem erkennt das und dreht Dir die Fotos automatisch richtig. Beim Hochladen ins Forum geht diese Information verloren. Hättest Du eine ältere Kamera, würdest Du es schon vorher auf Deinem PC bemerken.

Gruß
Wolfgang

.. und wie mache ich das dann, wenn meine Kamera es nicht merkt? Um Dir ein wenig Arbeit abzunehmen... - Du bist ja echt fix beim Bilderdrehen, danke für all die Male, wo es bisher nötig war und nötig werden wird!"
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Letzte Änderung: 20 Apr 2021 19:02 von Bsc.
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20 Apr 2021 22:13 #613360
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@ Barbara:
Vielen Dank für dein Foto, das sieht wieder anders aus :) , naja irgendwo da waren wir auch....

@ Friedrike, Wolfgang und Gerhard:
Ich kann das glaub ich immer noch nicht, dass die Fotos richtig erscheinen und hab nun keine Hochkant-Fotos mehr genommen, aber ich glaube im folgenden Teil gibt es doch wieder ein paar... B) - danke fürs Drehen!
3 Wochen Namibia geführte Campingtour 2017, abgesagte Campingtour August 2020 Namibia-Botswana-Vic.fälle, selbst geplante und vorgebuchte Selbstfahrertour mit Dachzelt 23 Tage Namibia Süden und Norden August 2021, 10 Tage im März 2021 und im Juni 2022 muss der TokTokkie-Trail sein :-).
www.namibia-forum.ch...ripp-maerz-2021.html
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20 Apr 2021 22:31 #613362
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Bsc schrieb:
CuF schrieb:
Aus einem anderen Thread von meinem „Lehrer“ geklaubt...
Deine Kamera speichert die Information, ob die Kamera hochkant gehalten wurde (ältere Kameras machen das nicht). Das Betriebssystem erkennt das und dreht Dir die Fotos automatisch richtig. Beim Hochladen ins Forum geht diese Information verloren. Hättest Du eine ältere Kamera, würdest Du es schon vorher auf Deinem PC bemerken.

Gruß
Wolfgang

.. und wie mache ich das dann, wenn meine Kamera es nicht merkt? Um Dir ein wenig Arbeit abzunehmen... - Du bist ja echt fix beim Bilderdrehen, danke für all die Male, wo es bisher nötig war und nötig werden wird!"

Du kannst die querliegenden Hochkantbilder aus Deinem Bericht nochmal auf Deinen PC runterladen. Da nun die Bildinfos fehlen, liegen diese Fotos auch auf Deinem PC quer. Dort drehst Du sie um 90 Grad. Dazu reicht das simpelste Bildbearbeitungsprogramm (bei Windows z.B. das mitgelieferte Paint).
Dann editierst Du Deinen Bericht im Forum und tauschst die Bilder aus. Das ist etwas umständlich, aber funktioniert.

Es gibt auch eine Möglichkeit, die Fotos schon vorher zu drehen. Da weiß ich aber gerade nicht, wie ich es verständlich formulieren könnte. ;-)

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
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20 Apr 2021 23:25 #613365
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Logi schrieb:
GabyB schrieb:
) Männer können so etwas ohne Betriebsanleitung ;) .

Selbstverständlich! Betriebsanleitungen sind etwas für Turnbeutelvergesser. Das wissen wir doch alle. B)

… genau!
NRTFM - never read the fucking manual.

In meinem Bekanntenkreis ist es allerdings so, dass irgendwie immer die Frauen keine Bedienungsanleitungen lesen, egal ob Smartphone, Kamera, Auto, Küchengeräte oder was auch immer …
Da wird lieber drei Stunden ausprobiert als mal 'ne halbe Stunde nachgelesen. Und dann bekommt man es irgendwie zum Laufen, nutzt aber nur 30 Prozent der Möglichkeiten.

@Gaby
Ich gehe davon aus, dass man euch bei der Autovermietung den Aufbau des Zeltes gezeigt hat. Beim ersten Mal ist man dann trotzdem froh, wenn niemand zusieht. ;-)
Blöd ist es, wenn das Dachzelt vorne montiert ist (z.B. bei zwei montierten Zelten), weil dann die Plane über dem Zelt vorne über der Windschutzscheibe verzurrt wird. Da kommt man kaum dran, wenn man nicht gerade 2 Meter groß ist.

Gruß
Wolfgang
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Letzte Änderung: 20 Apr 2021 23:39 von BikeAfrica.
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