THEMA: Namibia im Jan. 21
14 Apr 2021 16:20 #612622
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11.1. südwärts
So gut habe ich lange nicht geschlafen.Totale Stille, durchdrungen von ständigem Flußrauschen ist ein ausgezeichnetes Schlafmittel- und morgendliche Vogelstimmen der schönste denkbare Wecker (selbst wenn ich als völliger Vogel-Unkundler keine Ahnung habe, wer uns da alles geweckt hat..).
Der Donkey war schon wieder angeheizt (wirklich guter freundlicher Service für uns einzigen Gäste!), wir genießen die heißen Duschen und dann das Frühstück mit Aussicht auf Flussbett und Landzunge mit durchgestyltem Vorzeigebody (s.o.). Nicht ganz so genießen wir die ständige Anwesenheit eines sehr verflohten, deutlich depressiv wirkenden und kontaktsuchenden Hundes, und auch die 2 Himbafrauen aus dem benachbarten Himbadorf, die sich (zu) dicht neben die CS setzen und ihre Armbändern zum Verkauf ausbreiten, stören uns eher…Jeder von uns findet eine andre Möglichkeit, damit umzugehen: Eine ist zunehmend genervt vom Angestarrt-werden, ich lächle die 2 jedesmal freundlich an, gehe ansonsten unbeteiligt vorbei, einer gibt am Ende Geld, ohne ein Armband zu wollen - und der 4. bemerkt sie kaum…Sozialstudien…
Um 9.00 verlassen wir das Camp wieder. Es war schön hier, vor allem, weil wir es ganz für uns allein hatten. Wir vereinbaren „Treffpunkt Roidrum“, da wir nicht dauernd hintereinander fahren wollen, und wollen die in der T4A - Karte eingezeichnete Alternativstrecke nehmen. So zumindest ist der Plan. Es ist nicht so ganz leicht, eindeutig die Strecke zu finden - viele unklare Spuren sind irreführend, das Navi weiß meistens auch nur, daß wir offroad sind, aber letztlich landen wir auf oder neben der gleichen Strecke, die wir hergekommen sind, 2 Std. später an der Roidrum.


mein Lieblingsfoto von dieser Strecke muß noch einmal herhalten...

Unsre Freunde sind noch nicht da. Wir warten. Und warten. Vorbei kommt zunächst aus dem Nirgendwo eine Himbafrau mit Kind auf dem Arm, später ein Polizeiauto. Die 3 Uniformierten, die beim Aussteigen alle ihre Masken aufsetzen und offenbar nur pinkeln wollen (oder mit der Himbafrau verabredet waren? Oder neugierig sind?), haben niemanden gesehen… wir warten. Es war offenbar keine gute Idee, nicht hintereinander her zu fahren.Endlich, ca 2 Std. Später, der Landy unsrer Freunde….Sie hatten sich verfahren…war wohl ziemlich stressig zwischendrin. Also in Zukunft: Bei nicht ganz klar definierten Strecken zusammen bleiben ! Ca. 1/2 std. später an der Bluedrom machen wir Picknickpause,



die Bluedrom von allen Seiten...
dann gehts zusammen weiter Richtung Süden - eine leere, trocken, schöne Strecke


Schön, aber trocken...viele Kuhkadaver am Weg


hier stehen sie also, die Steinmännchen, nach denen wir dauernd Ausschau halten...


Sie sind aber wirklich nicht leicht zu entdecken - während sie selbst den tollsten Überblick haben




nicht nur Steinmännchen und Kadaver

Da, wo die D3707 den Khumib überquert, fahren wir ins trockene Flussbett und finden einen schönen Nachtplatz. Denken wir. Aber kaum haben wir das Dachzelt aufgestellt und erste Lebensmittel aus dem Auto geholt, sind wir umringt von 10000enden von Wildbienen. Unglaublich, wo die in diesen Massen plötzlich herkommen! An Campen ist hier nicht zu denken.

schade, der Platz wäre schön gewesen

Also schnell alles wieder eingepackt und weiter Richtung Purros.


Die Straßenschilder in der Einsamkeit finde ich immer wieder verblüffend. Aber vermutlich ist hier in Non-Corona-Zeiten deutlich mehr Verkehr




Und tatsächlich kommt immer die angekündigte Kurve
Einen Wildcampplatz finden wir nicht mehr, also entscheiden wir uns für die Purros Community CS. Die finden wir allerdings in der inzwischen aufkommenden Hektik (es ist kurz vor Sonnenuntergang) auch nicht, also stellen wir uns doch wieder „wild“ ans Flußufer des Hoarusib. Es ist schön, aber so ganz sicher fühlen wir uns nicht. Überall (älterer) Elefantendung - und hier irgendwo hat ein Elefant einen Menschen getötet, hörten wir immer wieder in verschiedenen Varianten. Dennoch, wir genießen den Abend.









(Am nächsten Morgen kommen 2 gut englisch sprechende Himbas von der benachbarten Purros Canyon CS und monieren, daß wir hier illegal stehen, daß wir auf der CS hätten übernachten sollen und daß wir dafür 1/2 des CS-Preises zahlen sollen. Ok, sie bekommen 100ND pP und sind zufrieden.)
Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021
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... dann wollen wir mal die schöne Bloudrom aufrecht stellen .... B)
Kommt mir die Tonne doch bekannt vor .... :P


Gruss, Gerhard
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mika1606 schrieb:
... dann wollen wir mal die schöne Bloudrom aufrecht stellen .... B)
Kommt mir die Tonne doch bekannt vor .... :P


Gruss, Gerhard
Ganz vielen Dank! Darauf habe ich gehofft!
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Bsc schrieb:
mika1606 schrieb:
... dann wollen wir mal die schöne Bloudrom aufrecht stellen .... B)
Kommt mir die Tonne doch bekannt vor .... :P


Gruss, Gerhard
Ganz vielen Dank! Darauf habe ich gehofft!
Achja, Du bist ja daneben fast daheim...wann war das?
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Bsc schrieb:
Achja, Du bist ja daneben fast daheim...wann war das?

Im November 2017 nach 2 Ü im Camp Syncro in einem der beiden schönen Bungalow.
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12.1. Purros - Palmwag

Um 9.00 brechen wir auf. Die D3707 bis Seisfontein ist ziemlich staubig und rel. langweilig im Vergleich zum Vortag. Aber die Fahrer wollten heute mal weniger action….Wir sehen viele Elefantenspuren, aber keine Elefanten, nur ab und zu ein paar Esel.






In Seisfontein (überall Baustellen, Staub…) tanken wir, nach kurzer Picknickpause gehts weiter nach Palmwag.
Wir haben noch keinen Übernachtungsplatz geplant und wollen uns die Lodge-CS nur kurz anschauen. Die sonst so überfüllte Lodge gähnt vor Leere…Nur einzelne Camper und einzelne Lodge-Gäste, eine schöne leere Restaurant-Terrasse und 2 leere Swimmingpools, wo auch Camper gern gesehen sind.…Wir beschließen zu bleiben, suchen uns den schönsten Platz aus (mit geräumigem eigenem Duschhaus, heißen Duschen, Strom, Schattendach) und genießen mal wieder etwas Komfort für wenig Geld - mal wieder ein Pool für uns allein, Zeit zum Wäschewaschen, Internetsurfen… und abends nutzen wir die Gelegenheit, uns auf der schönen fast leeren Terrasse bei Sonnenuntergang bedienen zu lassen (das einzige Mal während des ganzen Urlaubs..), mit kaltem Bier und gutem Gamesteak und Salat.



Der „Hauselefant“, der überall frische Spuren hinterlassen hat, kommt in dieser Nacht leider nicht.
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