THEMA: H. Badgers gesammelte Safari-Werke 2008 bis 2014
27 Jul 2020 11:52 #592713
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Nachdem wir aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sind, geht es hier jetzt auch wieder weiter.

Okondeka – Das Löwen-Wasserloch

Wenn uns jemand fragen würde, welches Wasserloch in Etosha für wahrscheinliche Löwenbegegnungen angesteuert werden sollte, dann würden wir noch heute Okondeka anführen. Mit Ausnahme eines Besuchs haben wir dort immer Löwen gesehen – im ersten Jahr zwar recht weit weg und im schönsten Gegenlicht. Daher erspare ich auch die Fotos gern.

Im zweiten Jahr dann aber schon viel schöner und es ist für uns noch immer ein Ritual, wenn wir in Okaukuejo übernachten, dass wir mindestens eine frühe Ausfahrt in Richtung Norden gen Okondeka starten – auch wenn auf dem Weg dahin uns bisher nie das Sichtungsglück besonders hold war.

2009 sahen wir, als wir am Wasserloch ankamen, gleich zwei Löwinnen mit ihrem Nachwuchs. Jeweils zwei Jungtiere hatten die Mütter dabei: Ein paar noch ganz kleine Löwen und zwei etwas ältere und sehr verspielte Nachwuchsraubtiere.





Nachdem sie ihren Durst gestillt hatten, bewegten sie sich stracks auf die Pad zu und unsere Herzen begannen zu hüpfen: Dies war (nach der erfolglosen Löwenjagd an Ombika) schon die nächste Löwen-Nahbegegung im Rahmen dieser Reise und das erste Mal überhaupt, dass wir Löwennachwuchs zu Gesicht bekommen haben.







Das Gras um die Etosha-Pfanne war im Juli 2009 noch ungewöhnlich hoch und sogar die Fisher’s Pan stand noch unter Wasser – der herrschenden Trockenzeit ging eine sehr ergiebige Regenzeit voraus. Dadurch haben wir von den ganz kleinen Löwen kaum etwas zu Gesicht bekommen. In wenigen Sekunden waren sie aus dem einen Grasdickicht in das andere hinübergewechselt – Fotos gelangen uns da leider nicht. Genossen haben wir aber den Anblick der zwei prachtvollen Löwinnen und der beiden verspielten etwas älteren Kätzchen. Ganz nah an unserem Auto wurde herumgetollt – das war für uns damals ein unglaublich schönes Erlebnis.





Als sich die Katzen dann auf der anderen Seite der Pad zur Ruhe setzten und uns im schönen Morgenlicht ihre Blicke zuwarfen, war es ganz um uns geschehen. Etosha sollte für uns zu einem Sehnsuchtsort werden.



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02 Aug 2020 13:55 #592999
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Mutterglück

Im August des Jahres 2010 verbrachten wir unsere Hochzeitsreise in Kenia und Uganda. Dabei besuchten wir natürlich auch für einige Tage die Masai Mara. Naturgemäß hatten wir dort einige schöne Sichtungen – aber eine stach dabei heraus und zählt auch noch nach beinahe zehn Jahren zu den schönsten Begegnungen, die wir bisher auf einer Safari haben durften.

An einem Morgen – wir hatten zur Feier des Reiseanlasses eine schöne (aber schon damals zu teure) Heißluftballonfahrt über die Mara unternommen – wurden wir zurück ins Camp gefahren. Nach vielen Zebras, Gnus und Topis entdeckten wir im Rahmen dieser Fahrt auf einer weiten Ebene schließlich ganz malerisch eine junge Familie.

Aufrecht auf einem flachen Termitenhügel thronte eine stolze Mutter umgeben von ihrem quirligen Nachwuchs: Eine sechsköpfige Gepardenfamilie. Wir blieben stehen, öffneten das Hubdach unseres Kleinbusses und konnten in Gesellschaft nur eines Filmteams das Geschehen lange beobachten. Fasziniert hefteten wir unsere Blicke an die nahen Geparden und lächelten in uns hinein. Die große Katze betrachtete aufmerksam die Umgebung, die Kleinen schauten auch neugierig umher oder entspannten im Schatten und Schutz ihrer Mutter. Die struppigen Silbermähnen der jungen Raubkatzen wehten im Wind, ihre kleinen Gesichter waren an Niedlichkeit (und dem Anklang der Würde späterer Jahre) kaum zu übertreffen. So schöne Momente!



Als der Nachwuchs sich dann noch anschickte, seinen Durst zu stillen und die Mutter dabei duldsam den Blick in die Ferne schweifen ließ, war unser Glück perfekt – diese Familienbeobachtung hat einen ganz besonderen Platz in unserer Erinnerung bekommen. :)

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13 Aug 2020 10:20 #593551
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Kori

Im Rahmen unserer Hochzeitsreise 2010 besuchten wir in Uganda das Ziwa Rhino Sanctuary.



Dort kann man geführte Fußsafaris zu den ansässigen B.N. unternehmen. Wir fuhren zu vom Empfang aus gemeinsam mit einigen weiteren Leuten und einem bewaffneten Guide einige Minuten ins Gelände, um der B.N.-Dame Kori und ihrem Nachwuchs einen Besuch abzustatten. Vorher wurden die Regeln geklärt – Abstand von den Tieren halten, leise sein, nicht zwischen Muttertier und Kalb kommen, in der Gruppe bleiben, die Tiere keinesfalls umzingeln, nicht rennen...

Wir steigen aus und wandern ein wenig durch den Busch.



Nicht weit entfernt steht die graue Riesin. Hinter ihr – im Grün des üppigen Buschlands beinahe verborgen – ihr Kalb. Es wird friedlich gegrast. Nur das rhythmische Rupfen der hungrigen Mäuler perforiert die Stille. Bald kommt das Kleine aus der Deckung und wir genießen den Blick auf die friedliche Szenerie mit Mutter und Kind.

Wir beobachten gemeinsam mit einer zweiten kleinen Gruppe, die bereits anwesend ist, als wir eintreffen. Schöne und intensive Momente ganz ohne die Distanz einer Autokarosse. Auf der gleichen Ebene wie die Tiere stehend, wirken diese noch einmal weitaus größer und unmittelbarer.





Plötzlich – ein Besucher aus der anderen Kleingruppe zückt seinen Camcorder. Er spricht einen Audiokommentar. Laut. Die B.N.-Mutter stutzt – wendet sich aber alsbald wieder dem Grasen zu.
Dann – vielleicht um einen besseren Blickwinkel auf das Geschehen zu haben – fächert die andere Kleingruppe ungehindert auf. Der kommentierende Kameramann bringt sich hinter die Dickhäuter, die jetzt mehr oder weniger zwischen den beiden Besuchergruppen stehen. Die Mutter hebt den Kopf, sie schnauft. Das Gras ist uninteressant geworden. Das Kalb steht nah bei der Mutter – ihr Kopf jetzt dauerhaft erhoben mit zuckenden Ohren.

„Kori, calm down“, flüstert beruhigend ein Guide, das Gewehr im Anschlag. Er hockt sich hin und wiederholt: „Calm down“. Wir stehen wie angewurzelt, irritiert über den Kameramann und die solches Verhalten überhaupt zulassende Haltung der Guides.

Plötzlich ein Schnauben und Scharren mit dem Forderfuß. Wenige Augenblick später trabt Kori einige Meter in unsere Richtung. Und stoppt abrupt. „Cori, calm down.“

Die Mutter ist nervös, das ist auch dem Laien klar.

Erneutes Schnauben, Scharren. Dann senkt sie den Kopf und stürmt los. „To the trees! Run!“, schallt es von irgendwoher. Aber wo sind hier Bäume – hier ist nur Gebüsch. Wir rennen, flüchten irgendwohin, schlagen uns ins dornige Gestrüpp.
Jeder für sich allein unterwegs und erst nach Sekunden der instinktiven Flucht irgendwann wieder die Wahrnehmung des weiteren Raums.

Kori hat – ich weiß nicht wo – angehalten und entfernt sich gerade mit ihrem Kalb von uns. Langsam kommen Menschen aus unterschiedlichen Büschen, atmen durch, säubern sich. Frieden ist wieder eingekehrt – vom nur Augenblicke zurückliegenden Scheinangriff des B.N. ist nichts mehr zu sehen. Ich bin rückblickend überrascht, dass ich schnell wieder Fotos von den Tieren mache und zur Normalität zurückkehre – vielleicht eine Verdrängungsstrategie.

Dieses Erlebnis werden wir wahrscheinlich nie vergessen. Wie ein Film läuft es auch zehn Jahre später noch vor meinem inneren Auge ab. Es hat unseren Respekt vor den Tieren noch einmal erhöht und uns eindrucksvoll vor Augen geführt, was menschliche Ignoranz auslösen kann.
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24 Aug 2020 14:42 #593903
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Zu Fuß am Lake Mburo

Auf unserer Hochzeitsreise durch Uganda legten wir gegen Ende einen Stopp am Lake Mburo ein. Neben lohnenswerten Bootsfahrten konnte man in diesem Nationalpark vor allem Walking Safaris unternehmen, da es dort offiziellen Angaben zufolge keine großen Raubkatzen gibt (Stand 2010!).

Jedoch waren auch die nahen Büffel so ganz ohne den Schutz des Autos durchaus adrenalinfördernd und machten es schwer, die Kamera ganz ruhig zu halten...



Wir sprachen mit unserem Guide eine frühmorgendliche Wanderung in die Sumpfgebiete ab, um dort die Chance auf eine Schuhschnabelbegegnung zu haben – gelegentlich werden die großen Vögel in der Gegend gesichtet – und wir hatten tatsächlich Glück. In recht weiter Entfernung konnten wir einen Schnuhschnabel erspähen, wie er regungslos inmitten der dichten Ufervegetation stand.



Da war die Freude natürlich groß und als wir hörten, dass es hier auch Sitatungas geben soll, war unser nächster Sichtungswunsch gesetzt, der aber leider an diesem Tag nicht erfüllt werden sollte.

Und so organisierten wir für den Morgen des folgenden Tages eine neue Wanderung an die Ufer des Sees. Jedoch blieb es dabei: Von den Sitatungas war nichts zu sehen, nur ihr Husten drang aus dem Schilfgürtel zu uns herüber, als wir im Morgengrauen durch den Morast staksten.

Und dann mischte sich ein anderes Husten darunter und gleich darauf betrat er mit einem eleganten Sprung unser Blickfeld: Ein Leopard hatte gerade seinen Durst gestillt, dann die für uns nicht einsehbare Wasserstelle verlassen und warf uns nun aufmerksame Blicke durch die dichte Vegetation hindurch zu. Unser Puls schoss augenblicklich in die Höhe – vor allem durch aufgeregte Freude, an Angst kann ich mich nicht erinnern, wenn ich an diese Momente zurückdenke. Mit zittriger Hand entstand dann auch nur ein brauchbares Foto.



Vielleicht 20 Meter war er entfernt, vielleicht insgesamt für fünf bis zehn Sekunden verharrte er, bevor er den schnellen Rückzug ins Dickicht antrat. Aber diese Momente – Auge in Auge mit dem prächtigen Raubtier – waren etwas ganz Besonderes. Von wegen keine Raubkatzen im Lake Mburo NP! Der Guide kommentierte nur: „You are a lucky couple!“
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Ein königlicher Nationalpark

Eine besonders schöne Zeit unserer Ugandareise durften wir im Queen Elizabeth Nationalpark verbringen. Wie überall im Land war auch hier recht wenig los und so konnte man die schöne Natur beinahe ungeteilt bewundern.
Dass diese Tage so schön in unserer Erinnerung sind, liegt vor allem an drei Dingen.

1) Die Mweya Safari Lodge. Hier wohnten wir für ein paar Nächte – damals gab es auch wenige Alternativen zu dieser alteingesessenen Institution. Die Lage auf einem Hügel über dem Kazinga-Kanal ist unbezahlbar. Bei den Mahlzeiten den Blick schweifen zu lassen und in der Ferne Elefanten, Büffel und Co beim Trinken zu beobachten war einfach wunderbar.
Und die Bootsfahrten auf dem Kazinga-Kanal sind eine erlebnisreiche Abwechslung zu den klassischen Gamedrives. Viele Elefanten, Büffel, Krokodile und Flusspferde. Und als eine kleine Besonderheit ein stattlicher Felsenpython mit Beute umringt von einer „trauernden“ Vogelschar. Ein ähnliches Erlebnis wie auf dem Chobe – damals nur ohne Touristenmassen.











2) Die Riesenwaldschweine. Die Ufer des Kazinga-Kanals sind einer der wenigen Orte in Afrika, an denen sich diese ansonsten eher nachtaktiven Tiere mit etwas Glück bei Tageslicht beobachten lassen. Riesenwaldschweine zu sehen, war einer meiner großen Wünsche vor Antritt der Reise und wir mussten ganz schön lange in der Uferregion herumkurven, bis endlich am letzten Tag die Sichtung einer Rotte gelang. Mensch, was war ich da glücklich.



3) Die Ishasha-Region. Berühmt für ihre baumkletternden Löwen. Als wir in die Gegend fuhren, wurde von anderen Guides unsere Hoffnung auf eine Sichtung arg gedämpft. Seit rund fünf Tagen wurden keine Löwen mehr gesehen. Unser Guide meinte, dass wir unser Glück trotzdem einfach versuchen sollten – man wisse schließlich nie. Und tatsächlich: Der Versuch wurde bereits nach kurzer Zeit mit zwei müden Löwinnen im Wipfel belohnt. Und kurz vor Sonnenuntergang spazierte noch schnell ein Leopard durchs Bild. Und auf einem Baum in einiger Entfernung schlief ein zweiter.







Ich möchte zurück nach Afrika.
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Besuch bei den Verwandten

Eine typische Reise durch Uganda ist kaum komplett ohne den ein Schimpansen- oder Gorillatracking.
Ersteres haben wir im Kibale Forest gemacht. In den Morgenstunden ging es in kleiner Gruppe mit einem Guide in den Wald. In den Wipfeln nahe dem Camp turnen Colobusaffen und Rotschwanzmeerkatzen.
Nach nur recht kurzem Spaziergang treffen wir auf eine Schimpansengruppe hoch in den Bäumen. Fasziniert und mit baldiger Nackenstarre beobachten wir das muntere Treiben über uns.
Es ist nicht leicht, gegen das Licht zu fotografieren. Welches Objektiv ist das bessere für diese Bedingungen? In der Aufregung der Begegnung mit den faszinierenden Menschenaffen werden wir leichtsinnig. Die Luft im Wald ist warm und feucht. Ein weiterer Objektivwechsel ist einer zu viel in dieser Umgebung. Ein leicht verkohlter Geruch steigt in die Nase – Kameratotalschaden durch feuchtigkeitsbedingten Kurzschluss. Mist. :pinch:
Zum Glück haben wir zwei Kamerabodies dabei. Aber was ist das? Auch der andere hat einen Spleen bekommen und lässt sich nicht mehr ausschalten. Okay – ruhig bleiben – derzeit funktioniert er ja noch… :S
Wir versuchen den Ärger zu verdrängen, damit er nicht das schöne Erlebnis mit den Schimpansen zu sehr überschattet. Und so können wir in den folgenden Minuten noch schöne und witzige Momente mit den Schimpansen, die teilweise den Mund ein wenig voll nehmen, erleben.



Auf dem Rückweg kommen entdecken wir plötzlich ganz nah im dunklen Dickicht einen Schimpansen. An die tiefen Blicke dieses Tiers erinnere ich mich noch heute sehr gut. :)





Einige Zeit später – wir haben in der Zwischenzeit als Notfalllösung die einzige Kompaktdigitalkamera, die in Fort Portal aufzutreiben ist, gekauft :S – besuchen wir den Bwindi Nationalpark und freuen uns auf den ganz besonderen Tag der Tour: Die Wanderung zu den Berggorillas. :)



Mit wenigen anderen Touristen wandern wir los. Der Tag – genau wie die vorausgegangenen – ist trocken, sodass der Weg durch den Dschungel nicht sehr strapaziös ist. Bis wir die Gorillagruppe erreichen, vergeht nur rund eine Stunde. Die einzige Herausforderung stellen die Safari-Ameisen dar. Meine Frau und ich sind gut präpariert. Hohe Wanderstiefel, die Hose in die Schäfte gesteckt; leichte Stoffhandschuhe, von denen sich die Tiere nur schwer entfernen lassen: die Beißwerkzeuge bleiben – zum Glück nur im Stoff – hängen. Andere Gorillabesucher versuchen ihr Glück in kurzer Hose und Sneakern. Hier kommen die Ameisen in direkten Hautkontakt, was dazu führt, dass sich ein Mitreisender mit gequältem Lächeln wünscht, dass seine Beine doch amputiert werden sollten… :sick:

Die Begegnung mit den Berggorillas ist dann ein Traum. Zwar ist die Lichtung, auf der sich die Tiere aufhalten eher klein und der Urwald in weiten Teilen recht dunkel. Jedoch können wir in aller Ruhe einige Jungtiere und Gorillaweibchen beim Herumtollen und Ausspannen beobachten. Sogar ein Baby wird kurz vor unseren Augen herumgetragen. Und die Kamera hat durchgehalten! :cheer:
Am schönsten ist es aber, den nahen Silberrücken zu beobachten, wie er in aller Ruhe kleine Beeren von filigranen Ästen lutscht.



Diese Momente werden wir nie vergessen.

Und mit diesem Beitrag verabschieden wir uns von Kenia und Uganda. Falls wir nochmal auf Hochzeitsreise gehen sollten, würden wir ohne zu zögern das gleiche Ziel wählen. :)
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