THEMA: 3 Flüsse Tour in der Regenzeit
08 Apr 2020 20:41 #585770
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Nach dem Frühstück im Senyati ging es nach Kasane, wo wir erst einmal Bekanntschaft mit der Botswanischen Polizei machten. Bei einem Stoppschild standen die Räder nicht komplett still und so wechselten rund 80 Euro den Besitzer. Mit geminderter guter Laune fuhren wir dann doch weiter an die River Front. :(

Die Straßen, oder sollte man sagen die Wege, waren in einem sehr üblen Zustand. Teilweise sehr ausgewaschen mit tiefen Spurrillen. Der Blick auf den Chobe entschädigte alles! Diese wunderbare sanfte Landschaft mit den Tieren und der Chobe, der gemächlich seinen Weg dahin floss. Je weiter wir Richtung Puku Flats fuhren desto mehr Elefanten kreuzten unseren Weg. Unglaublich- es war ein richtiger Eli Highway. Überall standen die Elefanten oder marschierten vor einem über die Straße und man musste sehr aufpassen. So eine Dichte an Elis hatten wir noch nie!


















Schweren Herzens sind wir auf der Teerstraße zurück, denn am Nachmittag war mein Herzenswunsch eine Bootsfahrt auf dem Chobe. Gebucht hatten wir eine Campsite in der Chobe Safari Lodge aber es war nicht so einfach, auf die Schnelle den Platz mit der Nummer 1A zu finden. Dadurch ging uns wertvolle Zeit verloren, die wir dann spürten, als wir den Boat Cruise buchen wollten. 15 Minuten zu spät sind wir in das Büro wo man die Aktivitäten buchen kann, angekommen. Der überaus nette Mitarbeiter versuchte am Telefon noch einen Guide zu finden, der uns nachbringen konnte und nach längeren Telefonaten klappe es. Mit High Speed sind wir in einem anderen Boot zu dem Hauptboot gefahren worden wo wir ohne Probleme an Bord gehen konnten. Diese Bootsfahrt war eines meiner absoluten Highlights dieser ganzen Reise. Unbeschwert sitzt man auf dem Boot und man bekommt die Tiere auf dem Silbertablett präsentiert. Viele Elefantenherden mit ganz jungen Tieren – der Guide an Bord meinte 3 Wochen alt – und Hippos die auf den Inseln friedlich grasten.






















Am Abend wurde nicht gegrillt, Nein, wir leisteten uns das fantastische Buffet der Lodge.
Ebenso das Frühstück wurde in der Lodge eingenommen. Von dem opulenten Frühstück erhoben wir uns schwerfällig, denn wir mussten für die nächsten 3 Tage noch unsere Vorräte aufstocken. Fleisch und Gemüse wurde im Spar in Kasane noch schnell besorgt und schon ging es weiter.
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09 Apr 2020 18:51 #585842
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Auf der Transitstraße fuhren wir Richtung Ngoma Bridge, zurück nach Namibia. Unsere nächsten zwei Nächte hatten wir im Zambesi Mubala Camp gebucht und der Weg dorthin war immer noch von schönem Wetter geprägt. Zudem verfolgten wir jeden Tag aufmerksam unsere Wetter App um uns auf dem laufendem zu halten. Ringsum regnete es immer mal heftig, aber bis dahin blieben wir vom Regen verschont.

Unsere Campsite Nr.1 im Camp lag direkt an einem Seitenarm des Sambesi und hatte einen wunderschönen Blick auf den Fluss. Überhaupt war Mubala ein so friedlicher und erholsamer Ort mit sehr netten Mitarbeitern.






Für den anderen Tag buchten wir auch sogleich einen 3 Stunden Boat Cruise, auf den wir sehr gespannt waren. Abends, wie immer wurde der Grill angezündet und in der Dämmerung machten wir zum ersten Mal so richtig die Bekanntschaft mit den Mücken. Trotz Peacfull Sleep fielen die Biester schwarmartig über uns her. Zum Abendessen gab es Rindersteaks und Hähnchen, wobei man sagen muss, dass es das schlechteste Fleisch auf unserer Reise war. Kein Vergleich zu dem anderen Fleisch, das wir sonst hatten. Dazu gab es wieder leckeren Salat und Kartoffeln.
In der Nacht blitzte es wieder ringsum, aber wir hatten wieder Glück, das Gewitter blieb in Sambia. Mit einem leckeren Frühstück fing der Tag an, den wir bis zur Bootsfahrt am Pool verbrach






Als einzige Passagiere ging es um 15 Uhr auf unser Boot und wir fuhren erst einmal flussabwärts bis zur Mubala Lodge. Dort wurde gewendet und fuhren nun wir dem Sonnenuntergang entgegen. Viele Vögel, aber nur einige Krokodile und Hippos waren zu sehen. Bei Gin Tonic und leckeren Wein beobachteten wir die Fischer, die geschickt mit ihren Einbooten diesen riesigen Strom stehend überquerten.






























Nach der entspannten Bootsfahrt blieben wir gleich an der Bar und bestellten uns Dinner, das sehr gut schmeckte. Die Mücken blieben dieses Mal aus, da wir während der Dämmerung noch auf dem Boot waren und der Fahrtwind die Mücken von uns fernhielt.



Der Abschied fiel mir persönlich schon etwas schwer von diesem kleinen gemütlichen Camp mit seinen freundlichen Mitarbeitern. :( Unser Weg führte uns über Katima Mulilo nach Namushasha. In Katimo wurde noch einmal getankt und auch einige Dinge eingekauft. Da Sonntag war, waren unwahrscheinlich viele Menschen unterwegs und die Einkaufwägen rappelvoll. Noch schien die Sonne, aber das sollte sich bald ändern.
Anhang:
Letzte Änderung: 11 Apr 2020 18:24 von PeWa.
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10 Apr 2020 20:30 #585937
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Auf der Fahrt von Katima Mulilo nach Namushasha bildeten sich am Horizont schon viele dicke Wolken. Aber noch schien die Sonne am Himmel. Alles war so herrlich grün und die Farben waren eine Wohltat für die Augen. Aus dem Forum wussten wir, wie trocken und staubig Monate vorher die Landschaft ausgesehen hatte.





An der Rezeption der Lodge gab man uns die Campsite Nr. 4 die etwas größer ist und wir so schön Platz mit zwei Autos hatten.



Wir richteten uns wieder gemütlich ein und sahen die ersten Äffchen in den Bäumen, die nur darauf warteten, dass wir etwas Essbares auf unseren Tischen liegen lassen würden. Wie auch im Mubala, buchten wir einen Game Drive für den Nachmittag, Bevor es losging, ging etwas ganz anderes los. Ein heftiges Gewitter brach über uns ein und die Aussicht die wir von unserer Campsite hatten, war vollkommen Regenverhangen.



Doch so schnell wie das Unwetter gekommen war, verzog es sich auch wieder und unser Game Drive konnte pünktlich starten. Das besondere an diesem Drive ist, dass man zuerst mit dem Boot den Kwando ein Stück hochfährt und dann auf der anderen Uferseite aussteigt und in ein Game Drive Auto einsteigt. Von da ist man dann schon automatisch im Bwabwata-Nationalpark. Wir fuhren los und machten uns auf die Suche nach Tieren, was aber nicht so einfach war. Da es dort schon länger geregnet hat, waren fast keine Tiere unterwegs. Ein paar Springböcke, Kudus, Warzenschweine und natürlich Affen.















Unser Ziel dieser Fahrt war der berühmte Horse Shoe in dem Park, wo sich oft Elefanten tummeln. Dort waren viele Vögel anzutreffen, aber kein einziger Elefant. Unser Guide, John, baute einen Tisch mit Leckereien und Alkoholika auf und auch ohne Tiere genossen wir die Ruhe und den Ausblick.







Auf dem Rückweg fing es erst ein wenig zu tröpfeln an und als wir im Boot waren, regnete es sachte vor sich hin. Im Kwando lauerten viele Hippos, die natürlich nicht amused sind von einem Boot gestört zu werden.





John fuhr erst einmal ganz langsam an die Hippos heran, um dann mit Vollgas an den mächtigen Tieren vorbei zu kommen. Nicht ganz einfach, da der Kwando nicht sehr breit ist. Bei der letzten Hippo Gruppe war ein besonders schlecht gelaunter Geselle im Wasser, der aus dem Wasser hoch schoss und sein riesiges Maul uns gegenüber aufriss. Bei voller Fahrt sind doch einige brauchbare Bilder entstanden.









Eine richtige Adrenalin geladene Fahrt die aber unheimlich Spaß machte. Auf unserer Campsite wurde, wie immer, der Grill angezündet und das restliche Fleisch aus Kasane gegrillt, dazu Tomate- Mozzarella Salat und gegrillter Toast mit Kräuterbutter. Da es weiterhin regnete, gingen auch wir bald zu Bett. In der Nacht wütete wieder ein sehr heftiges Gewitter und ich wurde wach, weil ich etwas Nasses auf der Matratze spürte. Es tropfte doch tatsächlich von oben durch das Dach! :ohmy:
Ein altes T-Shirt wurde schnell notdürftig zwischen uns gelegt, dass bis zum Morgen herhalten musste. Das Shirt war am Morgen nicht feucht, Nein, es war vollgesaugt und es tropfte munter weiter, denn es regnete immer noch. Die Laune war dementsprechend unten und so haben wir alles schnell zusammen gepackt, und sind zur Lodge vor. Dort hatten wir ein wunderbares Frühstück im Trockenen.



Im Regen ging es von der Lodge auf der Pad vor zur Teerstraße. In der Nacht hatte sich die Straße in eine regelrechte Schlammstraße mit riesigen Pfützen verwandelt, die wir abenteuerlich zu umfahren versuchten.



Es regnete munter weiter bis wir in Divundu ankamen. Dort bogen wir auf der C48 Richtung Süden ab. Als links der Abzweig zur Ndhovu Lodge kam und wir ein kleines Stück gefahren sind, hielt uns ein Arbeiter der Lodge auf und meinte, dass wir auf diesem Wege nicht mehr weiter kämen. Alles sei seit gestern unter Wasser…. Er holte seinen Chef, Ralf einer der Besitzer, der mit seinem eigenem Wagen mit uns einen großen Umweg gefahren ist, damit wir ins Camp kommen konnten. Dort hatten wir eine feste Unterkunft gebucht, ein Zelt direkt am Okavango.










Das Wetter hielt, es war zwar bewölkt und manchmal schaute sogar die Sonne etwas durch. Wir haben bei unserem Camper alles Fenster und die Tür geöffnet, damit der Innenraum wieder trocken wird. Mein Mann konnte sich bei den Mitarbeitern ein Leiter ausleihen und stieg hoch auf unser Dach des Campers, um nachzusehen, warum oder besser gesagt wo es undicht ist. Von oben konnte man sehen, dass eine Schraube durch das Autodach gebohrt worden ist um das Hubdach zu stabilisieren. Völlig Idiotisch, denn jeder weiß das es dort undicht wird, wenn es regnet. :sick: Mit unserem Tape, das wir schon einmal auf unserer Reise brauchten, wurde das Dach notdürftig abgeklebt, mit der Hoffnung, dass es bis zum Ende der Reise dicht hält. :unsure:
Den Nachmittag verbrachte ich, um durch das Camp zu spazieren. Überrascht hörte ich aus dem geöffneten Küchenfester, wie die Mitarbeiter bei der Zubereitung des Abendessens fröhlich vor sich hin sangen. Weiter hinten wurde an neuen Häuschen gebaut und auch in unserem Zelt konnte man anhand des Bades sehen, dass dort erst renoviert wurde. Eine große begehbare Dusche, abgetrennt von den Waschbecken mit einer großen Glaswand, die Waschbecken und die Toilette ohne sichtbare Gebrauchsspuren.



Zum Abendessen wurden alle Gäste an einen schön gedeckten Tisch gebeten und die beiden Köchinnen erzählten zuerst auf Englisch und dann in ihrer Muttersprache, was es gutes zu Essen gibt. Es gab Erbsensuppe, Zebra- Lasagne und Malva Pudding, was alles fantastisch geschmeckt hat. Ralf und Frank sind beide sehr sympathische Gastgeber die 100% für ihre Gäste da sind.





In der Zwischenzeit- wie soll es anders sein- fing es wieder zu regnen an. Die ganze Nacht prasselte der Regen auf das Dach des Zeltes und ich ahnte schon schlimmes für den Rückweg auf die Hauptstraße. Nach dem Frühstück reisten alle Gäste ab und so fuhren wir wieder alle hinter Ralfs Auto her, die Ausweichstrecke, bis vor zur Hauptstraße. Natürlich hatte sich über Nacht noch mehr Wasser angesammelt und bei der Verabschiedung haben wir erfahren, dass wir die letzten Gäste waren, die mit dem eigenem Auto angereist waren. Die nächsten Gäste, die am heutigen Tag anreisen, werden dann mit dem Floß übergesetzt.
Letzte Änderung: 10 Apr 2020 20:35 von PeWa.
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11 Apr 2020 11:27 #585974
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  • BMW am 11 Apr 2020 11:27
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an Jens und Partnerin,

Ndhowu: die Zufahrt nach Ndhowu war (vor der Zeit von Ralph & Frank) auf einem Damm, der auch

für die Mahango mitbenutzt wurde....offenbar aktuell nach eurem Bericht (...Umweg gefahren....) nicht mehr

oder nur noch für Mahango ?????????

.......und ja..... DIESE Nacht war Starkregen und zwar die ganze Nacht hindurch nonstop.......unser Dachzelt blieb

dicht aber das Regenwasser floss fast mit Armdicke vom Vordach auf der Leiterseite......wir waren einige

km flussaufwärts ufernah nur wenige Meter vom stetig steigenden Okavango und wir überlegten ernsthafte

Evakuationpläne (Wegfahrt des nachts mit aufgestelltem Dachzelt....)

LG.................BMW
Letzte Änderung: 11 Apr 2020 11:33 von BMW.
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11 Apr 2020 12:20 #585980
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  • Burkhard am 11 Apr 2020 12:20
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wir waren vor ca. 4 /5 Wochen in der Mahangu Safari Lodge ....
auch da führte der Okavango Hochwasser, die Zufahrt ging über diesen Damm (ganz gut bei Google Maps zusehen, Sat.Ansicht)
goo.gl/maps/sbCJQZNLDPrtm3D68

die Ndhowu Lodge war anscheinend eher "abgeschnitten", am Anfang links (Landseite) des Damms hatten die offensichtlich eine provisorische Rezeption aufgebaut, da standen wohl die Autos der Gäste und es ging dann wohl nur per Boot weiter.
Der Weg links vom Damm war jedenfalls klar unter Wasser und man konnte nur Hinweisschilder für die Lodges vom Damm aus im Wasser erkennen. Habe leider kein Foto gemacht :blink:
Gruß
Burkhard
Letzte Änderung: 11 Apr 2020 12:22 von Burkhard.
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11 Apr 2020 18:16 #586021
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  • PeWa am 08 Apr 2020 20:41
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Hallo BMW,
dieser Damm wird ( wahrscheinlich ) nur für die Mahangu Lodge genutzt. Denn wir sind über den Damm des Ngepi Camps gefahren und dann alles wieder zurück bis wir dann wieder in der Ndhovu Lodge waren.
Oh man.... das glaube ich Euch, dass diese Nacht im Dachzelt nicht lustig war. :unsure:
Wir waren diese Nacht sehr froh um unser festes Zelt.

Hallo Burkhard,
ja, das hat uns Ralf auch gesagt, dass sie dort eine Unterkunft für die Autos der Gäste bauen, die sie dann mit dem Floss in das Camp übersetzen. Auf Google sieht man die beiden Dämme sehr gut.
War schon sehr abenteuerlich.... :whistle:

Liebe Grüße
Petra
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