THEMA: Tinochika mit dem Rollenkoffer durch BOT und NAM
02 Feb 2020 18:00 #579179
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Mutterliebe
Eine Pavianmutter beschützt ihr verletztes Kind vor einem Pavianmännchen.









In Xakanaxa sagen wir den Rangern kurz Bescheid, dass wir nur zum Tagesausflug hier sind.

Wir fahren bis zur Campsite. Hier ist es richtig schön. Die Lage ist wirklich traumhaft. Für uns steht fest, dass es sich lohnt hier als Nichtcamper einfach eine Nacht im Auto zu schlafen.
Wir sehen Büffel im hohen Gras stehen. Das müssen wir natürlich fotografieren.





Den Motor stellen wir nicht aus. Dadurch stören wir zwei Camper die es sich auf ihrer Campsite gemütlich gemacht haben. Ein lauter nicht freundlicher Zuruf unterbricht unsere Büffel-Beobachtung.
Logisch, wir würden uns auch ärgern wenn Autogebrumme unsere Ruhe und Idylle stören würde.
Es ist ein Paar aus Südafrika. Wir erklären kurz unser Zündproblem und entschuldigen uns.
Das ist dann auch so in Ordnung. Wir fahren dennoch gleich weiter und lassen Büffel Büffel sein.

Einen Schwalbenschwanzspint beim Füttern seines Nachwuchs müssen wir natürlich mit „Beute“
erwischen. Also verbringen wir ein paar Minuten mit laufendem Motor dort. Das funktioniert aber alles nicht in kurzer Zeit.
Also Motor aus !









Nachdem wir die Fotos zu unserer Zufriedenheit abgelichtet haben halten wir kurz die Luft an.
Kein klack, klack ! Wir machen uns auf den Rückweg.

Ein Elefant steht im Dickicht.





Wir wollen Richtung Paradise Pools fahren.
Den Versuch brechen wir aber ab, weil das Wasser hier auf den Wegen immer tiefer steht und bald keine Spur mehr zu erkennen ist.

Um einmal einen Kurzfilm über die Pad zu drehen bleiben wir stehen und fangen an zu filmen.





Der Titel unseres Kurzfilms lautet.

Das Fenster.

Wir werden ihn immer in Erinnerung behalten.

Danach ist uns die Lust vergangen noch einmal wie geplant an den Dombo Hippo Pool
zu fahren.
Wir wollen nur noch zurück und alles reinigen.

Am Gate erzählen wir einer Rangerin was uns passiert ist.
Wir spielen Ihr kurz den Film vor. Durch das betrachten der einzelnen Sequenzen erkennen wir sogar das Nummernschild. Wir dürfen einen Blick auf die heute registrierten Fahrzeuge werfen.



Da wir das Nummernschild kennen, haben wir auch den dazugehörigen Namen schnell gefunden.
Ein deutscher Camper.
Wir „bedanken“ uns an dieser Stelle nochmals bei Herrn M. aus Germany, vielleicht liest er ja hier mit.

Am Ortsrand liegt ein Hund in einer Pfütze und läßt sich nicht stören.





Im Khwai Guest House angekommen lassen wir uns Eimer und Lappen geben und fangen mit der Reinigung des Autos an.
Vorder- und Rücksitze waren total versaut. Der Himmel des Autos war mit „schwarzen Sternen“ überseht.
Glücklicherweise hatten wir eine kleine Handbürste dabei. Starkes Reiben mit „Haarshampoo- Reiniger“ führte zum Erfolg.
Nach gut zwei Stunden wischen und putzen sind wir fertig und die Dreckspuren im Innenraum des Autos sind beseitigt.
Anschließend beschäftigen wir uns für eine weitere halbe Stunde mit der Reinigung unserer beider Kameras und Objektive.

Es ist mittlerweile später Nachmittag und wir beschließen bei Europcar anzurufen.
Das passt irgendwie zu unserer Laune, das auch noch zu erledigen.
Ich schildere Europcar Windhoek unser Problem mit der Zündung.
Daraufhin erhalte ich eine Telefonnummer von Europcar Maun.
Nach einem kurzen Gespräch wird mir versprochen das wir den Wagen tauschen können.
Morgen reisen wir über Maun zum Boteti.
In Maun stehen aber an diesem Tag keine PickUp’s zur Verfügung.
Wir vereinbaren, dass ein Mitarbeiter von Europcar einen Tag später einen Hilux zum Boteti River Camp bringt.
Diese Lösung ist gut. Wir wollen ja noch nach Kubu Island. Wenn dort das Auto nicht mehr anspringt, hätten wir sicher ein größeres Problem. Wie will man einen Ranger mit Automatik schon zum Laufen bringen. Hilfe durch ein zweites Auto mit einem Abschleppseil ist hier nicht möglich.

Der Koch vom Khwai Guest House meint es heute gut mit uns, denn diesmal ist das Abendessen viel besser als die Abende vorher.



Leider wird der Abend etwas getrübt von einem „Besserwisser“

Wir unterhalten uns mit den anderen Gästen über die Straßenverhältnisse im Moremi und sagen, dass wir morgen früh vom North zum South Gate fahren werden. Der Wasserstand ist ja noch weiter gesunken. Wenn es nicht regnet dürfte die Fahrt dann gut möglich sein.
Plötzlich mischt sich ein Gast ein und brüllt am Tisch herum, dass wir ruhig sein sollen und er kein weiteres Wort mehr hören will.
Irritiert sehen wir uns an. Was will er eigentlich von uns.
Er steht völlig cholerisch auf und dreht eine Runde im Speisesaal. Schimpft auf uns ein, wir sollten andere nicht dazu verleiten durch den Park zu fahren. Haben wir ja auch nicht gemacht.
Jeder muss schließlich für sich entscheiden.
Alle Anwesenden richten die Blicke auf ihn. Er murmelt sich noch etwas in den Bart und verschwindet anschließend mit seiner Frau in seinem Bungalow.

Auf dem Rückweg zu unserem Zimmer kommt eine Frau auf uns zu, die die direkte Tischnachbarin von diesem Mann gewesen ist.
Sie entschuldigt sich mit dem Worten, dass er immer so ist und sie das Verhalten von ihm auch nicht versteht. Sie haben am Tisch beschlossen morgen gemeinsam außen herum nach Maun zu fahren. Also mehr oder weniger eine Zweckgemeinschaft zu bilden.
Sie erzählt uns, dass er sich in einer riesigen Pfütze im Park festgefahren hatte und Wasser in den Innenraum von seinem Pickups gekommen ist. Wahrscheinlich ist aus diesem Grund seine Reaktion so heftig gewesen.

Wir belassen es bei dieser Erklärung und kommen zu der Überzeugung, dass schon ganz schön viele seltsame Leute hier Urlaub machen.

Diesen überaus ereignisreichen Tag beenden wir noch mit einem Absacker vor unserer Hütte und gehen zufrieden schlafen.
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10 Feb 2020 22:13 #579761
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07.11.2019

Khwai Guest House - Boteti River Camp

Überraschung am frühen Vormittag

Um 06:00 Uhr ist der Frühstückstisch gedeckt. Das Toastbrot wird vom Personal auf einem Rost über dem Holzfeuer schön braun geröstet.
Auch an unserem letzten Tag verzichten wir auf Eier, die auf Wunsch zubereitet werden. Wir wollen nur kurz frühstücken, um möglichst schnell aufzubrechen.
Der Fahrtag wird lang werden.
Wir wollen direkt vom North Gate zum South Gate durch den Moremi Park.
Wir hoffen dabei noch auf tolle Sichtungen und wünschen uns nicht zu viel Zeit mit elenden um- und durchfahren von Tümpeln zu verplempern.

Wir zahlen am North Gate unser Permit für den Tag und fahren los. Kurz hinter der Abfahrt zum Khwai Fluss meldet sich Ingrid aus der zweiten Reihe. Sie sagt, so richtig glücklich wäre sie nicht.
Außer der Begegnung mit den beiden Löwen auf dem Hinweg ist die Ausbeute in den letzten vier Tagen an Fleischfressern nicht so groß gewesen.
Die Ankunftszeit am Boteti ist am Anreisetag auch nicht wichtig, warum also die Eile. Wir können doch noch eine kleine Runde drehen.
Ich überlege nicht lange, warum nicht !
Also zurück und links durch den lichten Wald in Richtung Riverside.
Vielleicht haben wir ja Glück.
Im hohen Gras kommen uns vier Hornbills entgegen.







Bei einem fantastischen Licht können wir schöne Aufnahmen von den eigenwilligen Gesellen machen.
Wir begleiten sie eine Weile. Fahren vor und zurück und fotografieren sie bei der Jagd auf Frösche und Insekten.

















Dann entdecken wir gut 600 Meter von uns entfernt am Waldrand ein Safari Auto
Logischerweise beschließen wir dorthin zu fahren. Wo ein Game Driver länger steht, gibt es sicher etwas zu sehen.
Auf dem Weg zu der besagten Stelle kommt uns das Auto schon entgegen.
Der Guide hält bei uns an und sagt, dass unser Schmutzfänger lose ist.
Ich will kurz aussteigen um nachzusehen. Da rufen alle Fahrgäste laut No! No! No!
Sie gestikulieren aufgeregt in eine Richtung.
Ich bleibe natürlich im Auto und denke logisch hier steigt man natürlich nicht aus.
Ich war wohl zuvor etwas gedankenlos und hatte mich durch den „Schmutzfänger“ ablenken lassen.
Keine 10 Meter von uns entfernt liegt ein Rudel Wildhunde am Waldrand.









Ingrid und ich haben sie tatsächlich nicht gesehen.
Sie heben sich kaum von der Umgebung ab.





Was für eine merkwürdige Situation. Erst total erschrocken über die eigene Dummheit und dann überglücklich diese Begegnung zu haben.
Da wir noch nie zuvor ein großes Rudel Wildhunde gesehen haben bleiben wir fast drei Stunden.









Eine zweite Chance haben wir ja am Abreisetag nicht mehr.
Die Meute liegt faul in der Sonne.

Wir freuen uns über jede Bewegung und so gelingen uns doch ein paar schöne Aufnahmen.











Letzte Änderung: 10 Feb 2020 22:32 von Tinochika.
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10 Feb 2020 22:26 #579765
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Dann müssen wir aber los und die Wildhunde freuen sich dass wir verschwinden.











Wir sehen noch eine Zebrafamilie begleitet von Kuhreihern.







Zuerst aber noch einmal zurück an das North Gate. Beim Rückwärtsfahren auf der Pad hat sich der Schmutzfänger wohl in einem tieferen Loch teilweise losgelöst.
Da wir das Teil nicht verlieren wollen habe ich es ganz abgerissen und ins Canopy gelegt.

Die Strecke zum South Gate ist gut zu fahren, die meisten Tümpel haben nicht mehr allzu viel Wasser und Umfahrungen sind nicht mehr nötig.
Wir fotografieren jetzt auch den Tümpel wo wir uns vor vier Tagen fast fest gefahren hätten.



Er ist immer noch riesig und für uns respekteinflößend.



Am Wassertümpel wo die Löwen auf dem Hinweg eine Straßensperre aufgebaut hatten, sehen wir nun nur noch ihre Spuren.



Wäre ja auch zu viel Glück nach den Wildhunden auch noch den Löwen zu begegnen.

Unterwegs ausserhalb des Parks haben wir noch einzelne Elefanten gesehen.

















Um 16:00 Uhr sind wir in Maun an der Engen Tankstelle angekommen.

Nach dem Tanken und einem kleinen Einkauf von Getränken und ein wenig Essen sind wir zum Car Wash auf der gegenüber liegenden Straßenseite gefahren und haben unser Auto für 50 Pula und 30 Pula Trinkgeld vom Matsch befreien lassen.
Morgen verabschieden wir uns ja schließlich vom Ranger im Boteti River Camp.
So dreckig wollen wir das Auto nicht übergeben.



Wir haben es weiß erhalten und weiß geben wir es zurück.



Danach machen wir uns auf den Weg nach Khumaga.
Da auch diese Strecke frisch geteert ist, kommen wir schon kurz vor Sonnenuntergang im Boteti River Camp an.

Wir bekommen einen Bungalow mit River Blick bzw. mit Blick zu dem was vom Boteti River übrig ist.
Wir räumen unsere Sachen komplett aus dem Auto ins Zimmer.
Anschließend ist es schon Zeit zum Abendessen zu gehen.

Neu ist, dass man nicht mehr zusammen mit den anderen Gästen an einem Tisch sitzt.
So war es noch im vergangenen Jahr als Heike mit Max die Lodge führte.
Uns gefällt das gut, zumal wir die letzten vier Abende eine „Zwangstischgemeinschaft“ eingehen mussten.

An diesem Abend lernen wir Grace kennen.

Eine Frau mit Besen und Schaufel in der Hand beobachtet uns am Tisch.
Wir sind gerade bei der Hauptspeise , da kommt sie auf uns zu.
Also wieder nichts mit einem Dinner for two.
Sie stellt sich als Grace vor und fragt nach unseren Namen. Gleichzeitig erkundigt sie sich, ob uns das Essen auch schmeckt.

Es gibt Buffet und schmeckt so hervorragend, dass wir uns nach dem kargen Essen in den letzten Tagen noch zweimal Nachschlag geholt haben ( Ingrid keinmal, Hartwig zweimal ).



Grace verabschiedet sich. Wir sollten Sie nicht zum letzen Mal sehen.

Wir gehen zurück zum Bungalow und fallen „babbsatt“ ins Bett.

Wir schlafen entgegen sonstiger Behauptungen von uns trotzdem gut.
Letzte Änderung: 10 Feb 2020 23:22 von Tinochika.
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15 Feb 2020 13:05 #580189
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08.11.2019

Nationalpark Makadikadi

Ein Hauch von Tod und Verwesung

Um 05:00 Uhr ist die Nacht zu Ende.

Im offenen Badezimmer läuft eine Spinne herum, die sich unter der Fußmatte versteckt.



Da wir nicht wissen wie gefährlich sie ist, beschließen wir zu warten bis wir jemanden vom Personal finden.
Eine Frau vom Küchenpersonal hilft uns schließlich. Sie sieht sich die Spinne an und winkt ab.



Da sie keine Ahnung hat, will sie uns helfen und sie mit einem gezielten Fußtritt killen.

Wir lehnen dankend ab und beschließen sie zu fangen. Auch wir haben keine Ahnung ob sie giftig ist oder nicht. Erst Wikipedia gibt uns jetzt beim Schreiben Auskunft. „ Die Cheliceren zählen, in Relation zur Körpergröße, zu den stärksten Beißwerkzeuge im Tierreich. Sie können Gesteine bearbeiten und zähen Kadaver sowie an Säugetieren ( also an uns :evil: ) tiefe Fleischwunden reißen. Ihr Biss ist für den Menschen sehr schmerzhaft und kann große Schwellungen durch Infektion hervorrufen……..Walzenspinnen sind aggressive Tiere, die sich oftmals auch größeren Gegnern stellen……..“
So gesehen war es gut, dass Ingrid und nicht ich die Spinne gefangen hat :) :) :)

Ein übrig gebliebenen Kekspott ( stammt noch aus Heikes Zeiten ), welcher noch im Zimmer steht dient als Falle. Fußmatte schnell anheben Pott über die Spinne, vorsichtig ein Stück Papier einer Zeitschrift drunter schieben, umdrehen … fertig.



Hartwig übernimmt dann den gefährlichen Transport B) in die Freiheit und kippt sie in einiger Entfernung ins Gebüsch am Grundstücksrand.



Nach dieser Aktion fahren wir los.
Da der Boteti kein Wasser führt, müssen wir nicht auf den Fährmann warten und sind pünktlich zur Toröffnung um 06:30 Uhr am Eingangstor zum Park.

Das erste Foto zeigt schon was uns erwartet.



Hier ist es vor zwei Jahren sehr grün gewesen. Jetzt warten Alle sehnsüchtig auf Regen.

Eine Zebra Herde liegt entspannt am Wegesrand.



Starker Verwesungsgeruch nimmt und fast den Atem. Das muss schon ein großer Kadaver sein.
In einiger Entfernung sehen wir den Verursacher. Ein toter Elefant liegt am Weg.
Trotz des kaum zu ertragenden Geruchs machen wir Fotos.



Uns wundert, dass er noch so unversehrt daliegt. Selbst seine Stoßzähne hat niemand gewildert.



Das sollte auch für die nächsten Tage unserer Game Drives so bleiben.

Wir sehen viele Zebras, die zum Fluß gehen um dort an den Wasserstellen zu trinken. Hier wird mit Hilfe von Solarstrom und Pumpen Wasser aus der Tiefe hochgefördert.

An einem Zebrakadaver stehen Marabus, Geier und ein heiliger Ibis.











Riesentrappe


Zebra


Rotschnabelfrankolin


Graulärmvogel




Nächstes Wasserloch - nächster Kadaver



Ein Marabu pickt im Bauchraum einer Giraffe herum, holt ein Stückchen Darm heraus



und wäscht ihn im Wasser sauber.



Anschließend wird das Stückchen als Delikatesse verspeist und sich mit einem anderen Marabu gestritten.







Wir bekommen auch so langsam Hunger und beschließen zurück zu fahren.

Flughühner


Kudus








Paviane peinlich
Grüne Meerkatzen. Danke Topobär




Elefanten


Boteti


Letzte Änderung: 17 Feb 2020 13:35 von Tinochika.
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17 Feb 2020 21:42 #580364
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08.11.2019

Fortsetzung

Wir sind um 10:30 Uhr wieder im Boteti River Camp und gehen zum Frühstücksraum.

Grace empfängt uns und wir fragen sie ob es möglich ist noch eine Kleinigkeit zu essen. Wir haben ja schließlich die Frühstückszeit schon überschritten.
Kein Problem, wir können bestellen was wir wollen und soviel essen wie wir wollen.

Nach Tagen mal wieder ein Frühstück, das keine Wünsche offen lässt.
Eier und Speck mit Bohnen, Wurst und Käse. Dazu frisch aufgebrühter Kaffee.
Als Süßspeise gibt es Muffins, Joghurt und Obstsalat.

Während wir beim Frühstück sind kommt Grace wieder uns.

„Hallo Ingrid, hallo Hartwig. Wie heiße ich?“
Etwas baff sehen wir uns an, antworten aber zu Ihrer Zufriedenheit schnell und sicher: „Grace“!

Danach setzt sie sich auf eine Couch, trinkt Cola und holt ein Smartphone hervor.

Wir denken nur noch, dass Grace wohl einen guten Job haben muß.
Gestern noch mit Schaufel und Besen unterwegs, macht sie es sich jetzt gemütlich.

Schon während des Frühstücks überlegen wir um wieviel Uhr der Fahrer von Europcar kommen wird um uns den neuen Wagen zu bringen.
Wir beschließen also dort anzurufen.
Da wir das Satellitentelefon im Zimmer haben, gehen wir zu Grace und erzählen ihr von unserem Problem.
Sie überlegt nicht lange, ruft einen Angestellten der Lodge und lässt sich von ihm ein Handy bringen.
Verwundert sehen wir uns an, Grace klärt uns auf. Sie ist hier die Managerin und wir denken Sie wollte testen, wie sich Touristen zu einer Putzfrau verhalten.

Anscheinend haben wir die Prüfung bestanden, wir geben ihr die Telefonnummer von Europcar und sie nimmt die Sache in die Hand.

Leider kann sie aber den Europcar-Mitarbeiter nicht davon überzeugen heute zu kommen und den Wagen zu tauschen.
Etwas enttäuscht gibt sie uns den Hörer in die Hand und wir müssen uns noch einmal die Entschuldigung anhören.
Der Europcar-Mitarbeiter verspricht uns aber, dass er uns morgen am 09.11. ganz bestimmt das neue Auto bringt.

Wir glauben ihm aber nicht, was wir ihm auch verdeutlichen. Letztlich bleibt uns aber nichts anderes übrig als zu hoffen, dass alles noch klappt.

Danach holen wir unsere Kameras und fotografieren alles was im Wege steht oder uns so über den Weg läuft.

Weißbach-Nektarvogel




Graulärmvogel





Elsterdrosling



Kap-Waran frißt einen Skorpion








Goldschwanzspecht




Rotbauchwürger


Heute haben wir wirklich viel Zeit. Wir genießen es uns ein wenig in der Lodge aufzuhalten.







Mit Tagebuch schreiben, lesen und einfach faulenzen verfliegt die Zeit im Nu.



Um 16:00 Uhr fahren wir noch einmal in den Park.



Ein Elefant blockiert kurzzeitig die Pad.


Unten am Fluß trinken viele Zebras an einer noch recht großen Wasserstelle.













Eine Giraffe zeigt sich im warmen Abendlicht.



Bei tiefen Sonnenstand begegnen wir weiteren Zebras die sich auf den Weg zum Wasser machen.





Hinter einem Elefanten geht die Sonne unter.



Das Abendessen ist wieder eine Wucht.

Letzte Änderung: 17 Feb 2020 23:05 von Tinochika.
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25 Feb 2020 18:11 #581009
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09.11.2019

Der Tag

Täglich grüßt das Murmeltier

Um 05:00 Uhr ist die Nacht zu Ende.

Im offenen Badezimmer läuft ein Skorpion herum, der sich unter der Fußmatte versteckt. Da wir nicht wissen wie gefährlich er ist, beschließen wir nicht zu warten bis wir jemanden vom Personal finden.

Eine Frau vom Küchenpersonal würde sich den Skorpion doch nur ansehen und abwinken.
Ohne wirklich eine Ahnung von der Gefährlichkeit zu haben würde sie sicher vorschlagen ihn mit einem gezielten Tritt zu killen.

Wir beschließen ihn zu fangen. Auch wir haben keine Ahnung ob er giftig ist oder nicht.
Selbst durch recherchieren zu Hause in Wikipedia bekommen wir keine Auskunft über das Spinnentier. Das aber allein aus dem Grund, dass wir ihn nicht bestimmen können.

So gesehen war es gut, dass Ingrid und nicht ich den Skorpion gefangen hat. :) :) :)

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Hartwig übernimmt dann den gefährlichen Transport :blink: in die Freiheit und kippt ihn in einiger Entfernung ins Gebüsch am Grundstücksrand.




Zebratag - Die Lebenden und die Toten

Heute Nacht hat es geregnet. Regentropfen trommeln auf das Wellblechdach unseres Bungalows.
Wir freuen uns drüber und hoffen, dass die Natur sich dadurch schnell erholt.

Das ist leider nicht so. Von dem kurzen aber heftigen Niederschlag ist nichts mehr zu sehen.
Wie am Vortag liegt die Fähre immer noch unverändert im Sandbett des Boteti.

Wir sind wieder pünktlich. Leider nicht die beiden Jungs vom Office.
Wir müssen warten.
Der Himmel ist bewölkt. Das Licht ist nicht gerade ideal zum Fotografieren und Raubtiere gibt es momentan sowieso nicht hier.
Also haben wir Zeit und es besteht kein Grund zum drängeln oder meckern ( würde ja sowieso nichts nützen ).

Nach knapp 20 Minuten kommen sie den Berg hochgelaufen und begrüßen uns.

Wir fahren ca. zwei Stunden durch den Park und beobachten das Geschehen um uns herum.
Wie anders als vor zwei Jahren präsentiert sich der Makgadikgadi Nationalpark.
Damals voller Leben und Artenvielfalt.
Plantschende und spielende Elefanten. Grüne Bäume und Büsche überall.
Das war auch der Grund warum wir unbedingt noch einmal dort hin wollten.
06.11.2017




Heute kaum wieder zu erkennen. Alles ausgedörrt, öde und trostlos. Von der Artenvielfalt keine Spur.

Aktuell: 09.11.2020





Es ist schon erschreckend, dass nun die Geier das Regiment im Park übernommen haben.













Geier-Video

Von den Toten wenden wir uns noch einmal den Lebenden zu und beschließen zur größten Wasserstelle zu fahren.







Wie gestern herrscht hier ein reges Kommen und Gehen.





Ein versöhnlicher Anblick.





Wir fahren zurück zum RIver Camp.

Schon am Eingangstor kommt uns Grace freudestrahlend entgegen. Sie berichtet uns, dass sich Calvin von Europcar schon am frühen Morgen von Maun aus auf den Weg gemacht hat. Er muss bald ankommen.

Entspannt und zufrieden gehen wir frühstücken.



Grace setzt sich zu uns und wir unterhalten uns über den Boteti und die toten Tiere die nun überall zu finden sind.

Eine Hochzeitsgesellschaft trifft in der Lodge ein.
Das Camp ist eine beliebte Location für ein Hochzeitsshooting.
Der Garten wird bewässert und das Gras ist saftig grün.
Eine schöne Kulisse für das Brautpaar. Auch Aufnahmen vor dem Pool werden gemacht.



So kann man vielleicht später den Kindern von der schönen Hochzeitsreise berichten. ;)

Um halb elf geht das Eingangstor auf und ein fast neuer Hilux kommt hereingefahren.
Er hat gerade mal etwas über 14000 Kilometer auf dem Tacho. Leider fehlt aber der 2. Ersatzreifen.
Da der Ford Ranger aber die gleiche Reifengröße hat laden wir das Ersatzrad von diesem kurzerhand um.



Nachdem wir die neuen Verträge unterschrieben haben, gehen wir noch einmal um das Auto herum. Ich will noch die Fernbedienung ausprobieren.

Zum Glück fällt uns gleich auf, dass der Schlüssel für den Canopy fehlt. Er läßt sich nicht also nicht zuschließen.
Mist!
Wir haben ja noch den größten Teil unserer Tour vor uns und wollen nicht mit einem offenen Kofferraum durch Botswana und Namibia reisen. Im Hinterkopf der Gedanke mit dem Ranger auf Kubu liegen zu bleiben, beides keine guten Optionen.
Nach langem hin und her, ob wir den Ranger doch nicht tauschen oder das Übel mit dem nicht abschließbaren Canopy in Kauf nehmen, kommen wir zum einzig richtigen Entschluss : ein anderes Fahrzeug muss her !!!
Calvin ist davon nicht gerade begeistert, lenkt aber ein.
Er will uns einen anderen Hilux noch am gleichen Abend von Maun bringen. Das verspricht er uns und Grace ist Zeuge.
Wir zweifeln ein wenig daran, ob das wirklich klappt.



Calvin verlässt das Gelände mit dem Ranger es ist elf Uhr Vormittag.
Letzte Änderung: 25 Feb 2020 22:38 von Tinochika.
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