THEMA: Steine, Staub und Elefanten
18 Jan 2020 13:42 #577671
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  • bayern schorsch am 18 Jan 2020 13:42
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Hallo Dagmar und Jürgen,

das möchte ich gerne zitieren:
Dann erinnere ich mich an die Wort von Jörg. “Mit Elefanten kann man reden“ So stehe ich also max. 10 m einem Elefanten gegenüber. Ich muss dazu sagen, dass ich vor Elefanten den allergrößten Respekt habe. Hilft mir jetzt aber nicht wirklich weiter. In Nachhinein bin ich über mich selbst verwundert. Ich schaue ich ihn ganz ruhig an. Unsere Blicke treffen sich für Sekunden. Dann schüttele ich ganz langsam meinen Kopf ohne meinem Blick abzuwenden und sage:
„Nein, nein … hier könnt ihr heute nicht hin. Heute wohnen wir hier“
Der Elefant schaut mich weiterhin an, dann schüttelt er seinen Kopf, stellt die Ohren, wiegt seinen Rüssel hin und her. Als wollte er sagen alles ok …. Und geht weiter.
Das war ein Wahnsinnserlebnis, das ich ohne Not nie machen würde.

Ein sehr schönes Erlebnis, wofür ich Dich beneide, und Du hast es wunderbar in Worte gefasst.

Überhaupt - die Reise von Euch gefällt mir ausgesprochen gut! :)
Vielen Dank für´s Berichten und Zeigen!

der bayern schorsch
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19 Jan 2020 13:33 #577746
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Immer nochTag 18_19.10.2019
Teil 2 des Tages - Djokhoe




Unser Endziel heute ist die Campsite am „Dicken Boom“ - wie wir ihn nennen.
Wir sind erstaunt über den guten Zustand der südliche Zu- oder Abfahrt zum Khaudum.
Bei unserem letzten Besuch des südlichen Khaudums war hier noch Tiefsand - jetzt eine breite, geglättete „4-spurige“ Pad.
Wirklich mit jedem PKW total easy zu fahren.

In Tsumkwe können wir obwohl es Samstag Nachmittag ist unsere Sundowner Vorräte in dem kleinen Bottle-Shop problemlos auffüllen.

Dann machen wir uns auf den Weg zum „Dicken Boom“:
Was ich auf der schmalen rumpligen Zufahrt sehe gefällt mir überhaupt nicht.
1. Relativ frische Autospuren
2. Frische Elefanten-Kacke
Ich weiß im Moment nicht, was ich als schlimmer einstufe.
Dass unser Platz am „dicken Boom“ schon besetzt ist oder die Elefanten.
Wir kommen an der Campsite an und können uns freuen.
Der Platz ist frei.



Nach längerem Hin- und Her-Manövrieren finden wir den geeigneten Stellplatz. Das ganze Prozedere war im Prinzip unnötig, da wir abends ja noch mals losfahren.

Wir nehmen uns 2 Savanna aus dem frisch aufgefüllten Vorrat und klettern auf die Aussichtsplattform am Baum.
Und wer steht an dem Wasserloch … Elefanten.





Die Campsite wurde aufgemöbelt. Die Toilette ist neu uns (noch) sauber und es gibt eine Eimerdusche. Nun ja, der Eimer hat gefehlt, aber wir haben ja unsere Dusche dabei.

In Anbetracht der Elefanten traue ich mich nicht zu Fuß zu den Baobabs zu gehen und überzeuge Jürgen mit mir dort hin zu fahren.

Während ich ein paar Bilder mache, halte ich immer wieder Ausschau nach den Elefanten.



Zurück auf der Campsite kommen 3 freundliche San, um die Gebühr für die Campsite zu kassieren (70 N$/pro Person)



Wir kochen, machen noch ein Feuer und lauschen in die Nacht.
Immer wieder hören wir das Grummeln und Trompeten der Elefanten.

Von dem Ausgangsgate bis zu Djokhoe sind es noch etwa 80 km.
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

Zu den Reiseberichten:
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Letzte Änderung: 19 Jan 2020 13:40 von take-off.
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24 Jan 2020 20:31 #578426
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Tag 19_ 20.10.2019
Grashoek - Living Museum der Ju/'Hoansi-San

Unser nächster Stopp liegt nur 3 Stunden Fahrzeit von Djokhoe entfernt.
Wir haben uns die Campsite von Grashoek als Zwischenstation ausgesucht.
Bereits um 12.00 Uhr kommen wir dort an.
Die Campsite ist schön, alledings hat sie nur wenig Schatten. Kein Problem wenn man eine Markise hat.



Bei der Ankunft werden wir herzlich begrüßt und bekommen eine Auflistung der zu buchenden Vorführungen.
Wir entscheiden uns für die 2 Stunden Tor mit Pfeil und Bogenherstellung und Feuermachen. Wie genau dies in der Beschreibung hieß, weiß ich nicht mehr.
Allerdings wollen wir nicht in der Mittagshitze los, sondern vereinbaren 17.00 Uhr.
Wir werden von 2 netten San Frauen an der Campsite, die direkt neben dem Liveng Museum liegt abgeholt.

Wie immer möchte ich ein paar Worte in ihrer Sprache lernen. Jedoch muss ich kapitulieren. Die Klick-Sprache ist nicht für meine Zunge gemacht, sorgt aber für eine heitere gelöste Stimmung.

Zuerst wird uns gezeigt, wie man Feuer ohne Streichholz oder Feuerzeug macht. Sehr interessant.
Und wer weiß - vielleicht brauchen wir diese Technik ja irgendwann mal einmal selbst.







Es folgt Pfeil und Bogen.



Die Schmuckherstellung läuft quasi für die Damen parallel.


Und natürlich kaufe ich das gefühlte 100. Armband und die dazu passende Kette.

He made my day.



Seinen Namen (für mich unausspechbar) habe ich vergessen. Jedoch hat er eine solche Lebensfreude vermittelt, dass ich noch heute lächle, wenn ich mir die Bilder anschaue.

Weitere Impressionen:












Das fertige Ergebnis der Pfeil und Bogenherstellung wird ausprobiert und Jürgen begeistert durch seine Treffsicherheit.



Fazit: Uns hat es riesigen Spaß gemacht.
Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich finde es immer interessant in die Geschichte anderer Völker zu schauen. Man kann so viel daraus lernen.
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

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Letzte Änderung: 24 Jan 2020 20:50 von take-off.
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24 Jan 2020 22:02 #578437
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Tag 20 und 21_ 21. U. 22.10.2019
Der letzte Stopp - Okonjima

Irgendwann endet jede Reise und wir müssen zurück nach Windhoek.
Als letztes Zwischenziel fahren wir nach Okonjima.
Warum?
Ich dachte, lassen wir die Reise ganz entspannt zu Ende gehen. Eigentlich passt Okonjima ja so gar nicht in unsere Art zu reisen. Aber man weiß ja nie.
Vorab: Für uns hat es nicht gepasst.

Die Anlage von Okonjima ist sehr groß und die uns zugewiesene Campsite „Koshi“ ist zugegebener Weise sehr groß, ordentlich und schön.
Der Pool ist ebenfalls sehr gepflegt und lädt zum Schwimmen ein.
Bis hierhin alles perfekt.
Was uns überhaupt nicht gefallen hat ist die überaus aggressive Art die Touren/Aktivitäten anzubieten.

Der Reihe nach:
Ankunft gegen 14.00 Uhr:
Wir checken ein und werden gefragt, welche Aktivität wir buchen möchten.
Dies ist legitim und normal.
Wir entscheiden uns nicht sofort und fahren zur Campsite.

Kurz darauf, wir sind noch beim „Ankommen“ auf der Campsite kommt der Camp Supervisor und fragt, ob wir um 15.00 Uhr an der Lepard Tour teilnehmen möchten.
Da wir uns nicht sofort entscheiden, schlägt er vor abends nochmals zu kommen.

Wir gehen zum Pool, um zu relaxen.
Auf dem Rückweg zu unserer Campsite kommt uns ein Fahrzeug der Lodge entgegen, hält an und fragt, welche Tour wir schon gebucht haben??!!

Abends kommt der Camp Supervisor wieder vorbei und wir haben uns geeinigt und buchen das Lepard Tracking für den nächsten Tag morgens um 6.00 Uhr.
Nach dieser Tour werden wir noch 3x angesprochen, die noch nicht von uns gebuchte Africat Tour zu buchen.
Selbst an unserem Abreisetag kommt der Camp Supervisor noch um 10.00 Uhr vorbei, um uns eine Tour anzubieten.

Sorry … aber so etwas kennen wir nicht und ist uns definitiv zu aufdringlich.
Sicherlich kann und will jeder seine Aktivitäten verkaufen, doch sollte ein NEIN des Kunden auch respektiert und akzeptiert werden.

Eine paar Eindrücke von der Lepard Tracking Tour:
Wir sind morgens um 6.00 Uhr am Abfahrtpunkt.
Insgesamt starten 3 Autos, die einzeln fahren. In unserem Auto sind wir 6 Gäste - also nicht voll besetzt.
Wir fahren los. Alle paar Kilometer hält der Guide an und peilt die Gegend nach dem Leoparden ab.
Wir „rasen“ regelrecht durch die schöne Landschaft. Für andere Tiere wird nicht angehalten.
Letztendlich finden wir einen Leoparden.
„This is your lepard“ verkündet der Guide stolz. Auftrag ausgeführt.



Jeder hat seine Art zu reisen und Tiere zu sehen, unsere ist dies definitiv nicht !!
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24 Jan 2020 22:17 #578438
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Fazit und Ende

Wir haben auch auf dieser Reise fantastische Landschaften gesehen.
Hatten das Glück auf Wüstenelefanten zu treffen.
Haben mit dem Besuch des Khaudum und der Khowarib Schlucht einige "weiße" Flecken für uns in Namibia geschlossen.

Wir haben es wieder genossen aber auch festgestellt, dass der Oktober nicht unsere bevorzugte Reisezeit ist.
Daher werden wir im April wieder losziehen ... in das Land das uns seit Jahren so fasziniert.
Und als Novum zum ersten Mal nicht als Alleinreisende!!!
2 Afrika-Unerfahrene Freunde werden uns begleiten.
Ich freue mich schon darauf.
Denn ich glaube, dass wir das was wir an Namibia so lieben, nochmals neu erfahren werden.
Ich bin mir sicher, es wird eine Bereicherung für alle.

Ob es über diese Reise einen weiteren Reisebericht geben wird, weiß ich noch nicht.
Ich freue mich erst mal darüber, dass es in 3 Monaten wieder los geht.

Vielen Dank an alle, die den Reisebericht verfolgt haben.

Macht's gut und danke

Dagmar
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Letzte Änderung: 24 Jan 2020 22:21 von take-off.
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25 Jan 2020 00:55 #578440
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Hallo Dagmar,

herzlichen Dank für Deinen tollen Reisebericht. Ich bin gerne mit Euch gereist.

LG

Gabi
08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute von Kapstadt zum Addo Elephant Park
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