THEMA: Flusskreuzfahrt in Namibia - August 2019
23 Aug 2019 18:03 #565552
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Okay, okay :blush: - natürlich müsste es eher (Trocken)Flusskreuz(undquer)fahrt heißen, aber ich wollte so gerne auch einmal einen Hauch von Luxus mit meinem Reiseberichttitel versprühen :silly: B) - ich hoffe, Ihr seht es mir nach :dry: .

Auch wenn eine Reise ins steinige, sandige, staubtrockene und kahlgefressene Kaokoveld nicht danach klingt, so hatten wir tatsächlich doch einiges an Luxus: den Luxus der Stille, der Weite, der (fast) unberührten Natur, den Luxus von Tieren, für die Autos nicht ein zwar lästiges, aber wohlbekanntes Übel sind, sondern die noch eine natürlich Scheu, aber auch Neugier an den Tag legen. Wir hatten den Luxus von Nächten am Lagerfeuer unterm Sternenhimmel, von meist höchst leckerem Essen, von wunderschönen aber auch surrealen Anblicken, von erfolgreich gemeisterten schweren Wegstrecken, von unerwarteten und auch geplanten netten menschlichen Begegnungen. Wer jedoch spektakuläre und/oder häufige Tiersichtungen erwartert, der liest besser nicht weiter.

Untereinander hatten wir die Diskussion, ob man von dieser Reise einen Bericht schreiben sollte oder nicht :unsure: . Wie schon in anderen Threads angesprochen, besteht die „Gefahr“, durch die Veröffentlichung zu viele Menschen in diese noch einsamen Gegenden zu locken. Auf der anderen Seite kann eine realistische Berichterstattung vielleicht auch zur Erkenntnis des einen oder der anderen führen, dass eine solche Reise nach genauer Betrachtung doch nicht seine/ihre Welt ist. Wir haben unterwegs Reisende getroffen, denen absolut nicht klar war, wie manche der auf der Karte so easy wirkenden Strecken „in echt“ aussehen und zu fahren sind. Und selbst wir hatten hin und wieder schlicht und ergreifend keine Lust mehr auf „Rumpelpisten“ und haben unsere Route deshalb sogar unterwegs geändert.

Ich werde daher versuchen, möglichst objektiv zu berichten und vielleicht geht meine Rechnung ja auf und es wird ein Nullsummenspiel….. :blink:

Zu einem Thema werde ich mich allerdings sehr bedeckt halten: die Lone Men von Trevor Nott! Wir hatten die Hoffnung, bzw. den Ehrgeiz, einige der Steinmännchen zu entdecken und haben es schlussendlich auf 9 Stück gebracht. Da ich im Bericht aus bekannten Gründen nicht von den Fundorten berichten werde und damit außerdem mein erstes Kapitel nicht ganz fotolos bleibt, hier eine Collage „unserer“ Lon Men, die mein einziges Zeugnis unserer Entdeckungen sein wird:






Achja – und falls es interessieren sollte ;) : "wir", das war wieder wie 2017 die Besetzung Eulenmuckel (Ruth und Uwe), fotomatte (Matthias) und Champagner (Bele). Und hätte Matthias nicht an einem unserer letzten Frühstücke mein Kaffeewasser für seinen Tee geklaut, dann wäre die Reise schon fast zu kitschig harmonisch gewesen :laugh: :kiss: . Mit Ruth und Uwe Stress zu bekommen ist eh unmöglich… Somit muss ich gleich vorab alle enttäuschen, die auf Lästereien und spitze Bemerkungen meinerseits hoffen…. :P zumal sich langsam aber sicher eine Altersmilde bei mir bemerkbar macht :whistle: .

Zusammengefasst: wir reden alle Vier immer noch miteinander :) :) :) :) . Danksagungen gibt es dann am Ende des Berichtes ;) !


Im nächsten Kapitel gibt es für diejenige, die sich (nach meinen obigen Hinweisen) weiterhin für diese eher unspektakuläre Reise interessieren, eine kurze Erläuterung unserer Route – bis dahin liebe Grüße von Bele

P.S.: Wie üblich kann der Bericht durch Klick auf die Sonne ohne Kommentare gelesen werden!
Letzte Änderung: 01 Mai 2021 06:13 von Champagner.
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24 Aug 2019 12:28 #565604
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So, genug des Vorgeplänkels.

Hier nun die geplante Tour, wie bereits 2017 wieder super vorbereitet von Uwe :kiss: :) . Wann genau wir beschlossen haben, wieder zusammen loszuziehen, weiß ich gar nicht mehr, aber es war nicht lange nach der letzten gemeinsamen Reise.

Da die Muckels ja über wesentlich mehr Zeit verfügen, war klar, dass Matthias und ich wieder irgendwo quereinsteigen würden. Eigentlich wollten wir 2 Tage haben bis zu unserem Treffpunkt Palmwag. Während ich letztes Jahr mit Rennade in BOT unterwegs war, recherchierte Matte dankenswerterweise in Sachen Flüge und fand heraus, dass für unseren Reisezeitraum mal wieder Wartungen bei AN geplant sind. Also haben wir am Tag nach meiner Rückkehr im September 2018 Flüge mit Condor gebucht (was schlussendlich genau die richtige Entscheidung war!). Problem: wir hatten nun nur noch eine Übernachtung, um von Windhoek nach Palmwag zu kommen, da Condor ja nur an zwei Wochentagen fliegt.

Hier also der Reiseplan von uns, bzw. teilweise nur von Matthias und mir, inklusive der Änderungen, die ich während des Berichts erklären werde:

30.07.2019 - Flug mit Condor (Matthias und ich)
31.07.2019 - Autoübernahme, Einkauf, Fahrt zur Weaver's Rock Guestfarm (Campsite) - Matthias und ich
01.08.2019 - Fahrt nach Palmwag, Treffen mit den Muckels
02.08.2019 - Palmwag Concession, Crowthers Trail
03.08.2019 - Irgendwo beim Hoanib
04.08.2019 - Irgendwo beim Tsuxub Sawurogab
05.08.2019 - Purros
06.08.2019 - Bushcamp irgendwo auf dem Weg Richtung Nordwesten
07.08.2019 - Bushcamp Hartmannstal
08.08.2019 - Bushcamp Hartmannstal
09.08.2019 - Camp Syncro
10.08.2019 - Camp Syncro
11.08.2019 - Marble Campsite
12.08.2019 - Irgendwo bei D 3703 Opuwo
13.08.2019 - Epupa Camp
14.08.2019 - Epupa Camp
15.08.2019 - Kunene River Lodge Campsite
16.08.2019 - Kunene River Lodge Campsite

Trennung von den Muckels :(

17.08.2019 - Etosha Roadside Halt / Irgendwo zwischen Kunene River Lodge und Springbokwasser
18.08.2019 - Olifantsrus / Swakopmund/ Eazy Sleep Accomodation
19.08.2019 - Okaukuejo / Swakopmund/ Eazy Sleep Accomodation
20.08.2019 Teufelsbach River Camp
21.08.2019 Rückflug mit Condor

Unser Fahrzeug (Toyota Hilux, 3.0l, Diesel, Automatik, Offroadausrüstung, Bushcamper) haben wir wieder bei Savanna gebucht, die Übernahme klappte reibungslos (die Anreise am Vortag mit der DB war übrigens die reine Katastrophe :woohoo: , aber die Erzählung, die ca. 3 Seiten in Anspruch nehmen würde :whistle: , erspare ich euch! Der Flug mit Condor war okay).

Danach kam die Übung, die weder Matthias noch ich besonders mögen: SHOPPING :pinch: . Aber wir haben es mit Anstand hinter uns gebracht, immer mit dem kleinen Hintertürchen im Kopf, dass wir am nächsten Tag ja den vergessenen Rest in Otjiwarongo erledigen können B) . Das Fleisch - sowohl für die Muckels als auch für uns - war von der KWS bereits zu Savanna geliefert worden und wurde dort in unseren Freezer umgeladen (wir hatten einen Kombi Freezer/Cooler mit 90 Litern gebucht).

Nach verlassen des Woermann, Brock & Co. konnte dann unser Urlaub beginnen :lol: :) !
Letzte Änderung: 06 Okt 2019 06:19 von Champagner.
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24 Aug 2019 12:56 #565606
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31.07.2019 Windhoek - Weaver’s Rock Guestfarm

Matthias hatte diese Unterkunft ausfindig gemacht, die taktisch günstig auf der von uns zu bewältigenden Strecke östlich von Otjiwarongo liegt. Nach unserem Einkauf machen wir uns also auf den Weg (ja, genau, man sollte am Ankunftstag keine langen Strecken fahren :whistle: , aber Matthias ist inzwischen wirklich so erfahren, dass für ihn klar war, dass wir das mit Fahrerwechsel locker schaffen. Schlussendlich ist er die komplette Strecke alleine gefahren und ich habe das Ganze auch nicht als anstrengend in Erinnerung. Wie siehst du das, Matthias??).

Unsere Laune ist bestens, da bisher alles reibungslos klappt und wir kommen auch recht früh auf der Farm an. Bei der Zufahrt entdeckt Adlerauge Matthias im dichten Gebüsch eine kleine Antilope und ich kann mein Glück kaum fassen: ein Dikdik! Für mich eine Erstsichtung – auch wenn man das kaum glauben mag. Leider gibt es nur ein Beweisfoto (Gruß an Uwe B) ) – die Kleine wollte für mich nicht so schöne posieren wie für Sascha.




Unsere Campsite gefällt uns recht gut, auch wenn das Gelände sehr steinig, abschüssig und tricky zum Einparken ist. Wir bauen zum ersten Mal unser Lager auf und zu meiner Freude ist der Oryx-Aufbau von Savanna etwas niedriger, so dass ich locker an alle Fächer drankomme. Der ganze Geschirr- uns sonstige Kram ist recht wild einsortiert – und so wird es auch bleiben ;) . Keine Müslischalendiskussionen also mit Matthias :lol: , wir befinden uns somit sofort auf einem hohen Harmonielevel :kiss: .



Bei der Freigabenanfrage gestern meinte er allerdings zu dem Foto, das sei Murks, ich hätte die Schnauze abgeschnitten. Soviel zum Thema Harmonie... :blush: :pinch:

Die Sicht von unserer Campsite ist ziemlich verbuscht, auf der anderen Seite sieht man weit übers Land. Allerdings zeigt uns die Besitzerin, die wir am Pool treffen, sofort, wo wir hingehen sollen, um den Sonnenuntergang zu erleben. Danke !








Anschließend nehmen wir das Abendessen, das wir gebucht hatten, um uns den Kochstress am ersten Tag zu ersparen, in der Lapa ein. Gut, aber nicht sonderlich reichlich - Matthias bekommt noch Nudeln von mir ab, damit er satt wird. Danach schlüpfen wir müde, aber gutgelaunt in unsere Schlafsäcke und freuen uns auf das Treffen morgen mit den Muckels :) .
Letzte Änderung: 24 Aug 2019 13:00 von Champagner.
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24 Aug 2019 19:12 #565631
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1. August 2019 - von Weaver's Rock Guestfarm zur Palmwag Lodge Campsite

Meine erste Bushcampernacht 2019 ist suboptimal :pinch: . Abends hatten wir noch aus Versehen die Alarmanlage aktiviert und Matthias meint daraufhin grinsend, dass er gespannt sei, ob sie auch losgehen würde, wenn ich mich im Dachzelt hin und her wälze :evil: . Erschwerend kommt hinzu, dass das Auto direkt an der Kante der Stellfläche steht. Ich liege also wie der von Carsten zitierte Stahlbetonpfeiler möglichst regungslos im Schlafsack und stelle mir die ganze Nacht über vor, wie ich bei der nächsten falschen Bewegung unter dem Geheule der Alarmanlage mit dem Fahrzeug die Kante runterkippe :woohoo: .

Immerhin werde ich durch das hustende Rufen eines Leoparden in den frühen Morgenstunden getröstet. Wir basteln unser erstes Frühstück und eigentlich sitzen unsere Camper-Skills schon ziemlich perfekt. Da werden wir hoffentlich heute Abend nicht gegenüber den Muckels ins Hintertreffen geraten wie damals auf Hoada :dry: .

Nachdem wir einen Freiwilligen gefunden haben, der unsere Bezahlung entgegennimmt, geht’s noch vor 8 Uhr los nach Otjiwarongo, wo Matte mir zum zweiten Mal nach 2017 Samosas im Spar zum Frühstück verspricht, die es aber auch dieses Jahr nicht gibt :whistle: . Egal, es gibt größere Probleme auf der Welt – wir kaufen schnell ein, was noch fehlt und dann geht’s über Outjo nach Khorixas (wir beschließen, dass wir nicht über Kamanjab und den Grootberg fahren wollen).

Unterwegs machen wir bei schönem Licht an einer recht sauberen Picknick-Site Rast



und birden ein bissle, aber sowohl der Rotbauchwürger als auch die Lerchen schaffen es leider nicht in den Bericht. Der Drongo auch nur unter Protest und der Chestnut-Vented Tit-Babbler (was für ein Name!!) nur deshalb, weil es eine Erstsichtung für mich ist und wir ihn am letzten Tag unserer Reise nochmal treffen werden.





Unterwegs wird es immer trockener und staubiger:






In Khorixas muss natürlich die Stelle geknipst werden, wo wir uns für lange Zeit vom Teer verabschieden.



2011 habe ich die Stelle von der anderen Richtung in der Dunkelheit erlebt, mit Tutu Nakamhela, unserem Guide. Er hat damals ein paar 100 Meter vorher die Scheinwerfer aus- und erst wieder angeschaltet, als wir genau an dem Übergang waren. Damals waren wir auf Grund der Regenzeit ewig lange unterwegs und daher erst nach Sonnenuntergang bei der Unterkunft, total erschöpft und durchgerüttelt und daher glücklich über Teer.

Was für ein Unterschied – damals üppiger Regen, heute die große Dürre. Und wir, die wir uns über Gravel statt Teer freuen.

Wir halten immer mal wieder an, wo es uns gefällt





und ich sichte ein Mountain Wheatear-Mädel / Bergschmätzermädel (hoffentlich stimmt das auch :ohmy: )



und einen europäischen Laubfrosch :P



Je näher wir Palmwag kommen, deste roter wird das Gestein und dann sehen wir auch endlich unsere ersten Giraffen.







Bevor wir Palmwag erreichen, gibt’s eine zweite Erstsichtung für mich: einen Booted Eagle / Zwergadler.



Matthias erklärt mir, dass man ihn gut an den „Positionslichtern“ rechts und links vom Kopf erkennen kann. Ich glaube, das werde ich nicht mehr vergessen – die Frage ist nur, ob ich jemals wieder einen Booted Eagle sehen und mein Wissen anwenden werde können.

Und schon sind wir in Palmwag, der Check-Inn ist sehr nett und wir bekommen Campsite Nr.3 (oder war es die 4, ich kann mir sowas nicht merken :blush: ), die uns gut gefällt. Schnell machen wir es uns gemütlich und dann beginnt das Warten auf die Muckels.



Sie hatten uns um 10.18 Uhr aus Swakopmund geschrieben „Wir machen uns jetzt langsam auf den Weg“. Aber danach war Sendepause und wir üben uns in Geduld. Vor lauter Langeweile fange ich schon mal an, Salat zu putzen, und wir genießen die schöne Landschaft direkt vor unseren Augen.



Die Oryx-Steaks sind auch schon aufgetaut. Als es gegen Abend geht, kapieren wir, dass das „langsam“ in der Nachricht ernst gemeint war :huh: .



Wo bleiben sie nur?



Aber irgendwann hat das Warten ein Ende, wir freuen uns über das Wiedersehen :) , Ruth ist enttäuscht, dass ich ihr mit dem Salat zuvor gekommen bin, denn sie möchte auch gerne etwas Platz im Kühlschrank schaffen und dann wird endlich zusammen gegrillt, gegessen und die nächsten Tage besprochen. Morgen geht es erstmal in die Palmwag Concession und auf den Crowthers Trail.

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Letzte Änderung: 24 Aug 2019 19:21 von Champagner.
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25 Aug 2019 10:05 #565665
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2. August – Palmwag Concession/Crowthers Trail (Teil 1)

Die Nacht war gut, wenn auch etwas frisch, aber das ist ja normal, wenn man im August unterwegs ist. Der Hilux-Aufbau lässt sich von innen nicht verschließen, aber wer mich klaut, ist selber schuld und wird es schnell bereuen. Dass der Aufbau noch zwei andere Macken hat, werden wir erst später feststellen.

Birden stellt sich als Herausforderung dar- oder vielleicht stelle ich mich auch einfach nur blöd an. Ein Bokmakiri hüpft hektisch um uns und vor allem unterm Auto rum – Ruth und ich hüpfen entsprechend hektisch hinterher.



Meine Fotos sind alle unscharf, na super :evil: .

Die Rotzügelmausvögel turnen weit entfernt im Gebüsch herum.



Ein Kudu statt des erhofften Elefanten betritt die Szene. Aber wir freuen uns ja über jedes Tier, zumal uns klar ist, dass wir auf dieser Reise nur wenige Sichtungen erwarten können.





Das dürfte ein Maskenwebermädel sein (sag ich jetzt einfach mal so :unsure: , Matthias liest ja zum Glück aufmerksam mit, gell?)




Bevor wir uns auf den Weg machen, schauen wir uns in der Anlage der Palmwag Lodge um.



Alles recht hübsch und es ist ziemlich ruhig (dass das auch anders sein kann, werden wir am Ende unserer Reise noch erleben). Auch hier tummeln sich einige Vögel, wieder neckt mich ein Bokmakiri und setzt sich ständig ins schlechte Licht.


Einen ganz schön spitzen Schnabelhaken hat er!




Die folgenden Bilder machen nachdenklich – Hörnchen polstern ihr Nest in der Mauer mit Plastikmüll aus :( .





Laughing Dove und Speckled Pigeon





Cap Glossy Starling (Rotschulterglanzstar)



Und last but not least die Weißrücken-Mausvögel, die ich ja so liebe :kiss: !





Jetzt wird es aber Zeit, dass wir uns auf den Weg in den Concession machen – es ist bereits 10.30 Uhr, the same procedure as last time, wir trödeln schon am ersten Tag wieder rum :woohoo: ! Aber schließlich sind wir im Urlaub und Uwe, der Zeitwächter, hat ja unseren Plan genau im Kopf B) .
Letzte Änderung: 25 Aug 2019 10:07 von Champagner.
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25 Aug 2019 16:10 #565703
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2. August – Palmwag Concession/Crowthers Trail (Teil 2)

Als wir von unserer Campsite aufbrechen, starten auch gleichzeitig unsere beiden Nachbarinnen. Eine davon hatte ich morgens in den Ablutions getroffen, wo sie mir erzählte, sie wären die Multi Use Area gestern gefahren und die sei nuuuuur öde und langweilig :sick: . Aber sie beneide uns, dass wir erst am Anfang unserer Reise sind und diese auch noch in den Norden führt, da sie heute Richtung Windhoek aufbrechen. Allerdings sei sie nur halbtraurig, weil eine Kältewelle im Anzug sei :ohmy: . Okeeee…… :unsure:

Dann schaunmermal, in welchen Punkten sie Recht behalten wird.





Von der Multi Use Area fahren wir nur den Teil (mit ein paar kleinen Abstechern), der Richtung Western Route (= Crowther’s Trail) führt. Und wie auf der Karte zu erkennen ist, beginnt hier unsere Flusskreuzfahrt so richtig :) .



Es ist ein ständiges Auf und Ab, dazu über viele Steine und insgesamt sehr harte Pisten. Entsprechend langsam sind wir unterwegs, zumal wir öfters für Fotos anhalten.



















Insgesamt läuft uns mehr oder weniger der ganze Inhalt unseres Freezers über den Weg B) : Kudu (von heute morgen), Oryx, Springbock – nur Zebra haben wir bei KWS nicht geordert (Edit: und Kudu auch nicht, dafür Eland) Was die Tiere hier fressen erschließt sich uns allerdings nicht – wir tippen auf Steine. Auch Wasserstellen sehen wir keine.


















Vögele gibt's auch - wenn auch nicht in rauhen Mengen:

Marico Flycatcher O-Ton Matthias: ein Chat, wobei ich nicht sicher bin, ob es ein Karoo C. oder ein Tractrac Chat ist ( ich tendiere eher zu Karoo Chat ).


Sabotalerche


Und dann diese Lerche - ich erinnere mich, dass vor Ort diskutiert wurde, wie sie heißt. Was haben die Experten denn nun entschieden? Spike-heeled Lark? Weiße Spitze am Schwanz kann ich aber keine erkennen, da ging es doch irgendwie drum, zumindest hat Matthias dauernd sowas im Auto vor sich hingemurmelt :whistle: B)
Edit: es ist wohl eine Benguela Long-billed Lark . Danke Matthias :)






Wir cruisen weiter durch die roten Steine, keine Ahnung, wo genau wir sind:






Der Weg schlängelt sich scheinbar willkürlich durch die Landschaft





Immer wieder steigen wir aus und schauen uns die Ausblicke genauer an:





Unsere erste Welwitschia - es werden unzählige und viel größere folgen!



Es gibt Leben auf dem Mars! :woohoo: Vorallem die Trappen waren zu niedlich, wie sie inbrünstig ihr "Lied" gesungen haben :laugh:







Immer wieder entdecken wir besondere Steinformationen:






Spätestens ab hier sind wir auf der Western Route, denn das ist die Campsite Nr.3. Wir überlegen, ob wir hierbleiben sollen, denn sie sieht recht hübsch und auch nicht so kahl aus wie die restliche Landschaft. Auch eine Giraffe treibt sich hier herum.










Das Problem: es ist erst 15.30 Uhr, eigentlich noch zu früh zum Schlussmachen, und außerdem hat Uwe eigentlich die Nr.5 für heute auf dem Plan stehen (Theun’s Campsite). Ob wir es bis dorthin in unserem Tempo schaffen, ist aber wiederum auch nicht klar. Also entscheiden wir, uns mal die Nr.4 anzuschauen. Diese entpuppt sich aber als eine Anhöhe, die komplett mit Steinbrocken übersät ist. Erschwerend kommt hinzu, dass ein sehr starker Wind bläst, und wir uns beim besten Willen ein gemütliches Lager hier nicht vorstellen können. Okay, die Aussicht ist gut (wobei man auch nur ins Nichts schaut), aber bleiben wollen wir hier nicht. Es gibt kein Foto, nicht dass Ihr denkt, ich hätte es vergessen einzufügen, aber es sah in etwa so aus dort, nur waren die Steinbrocken größer:




Wir versuchen abzuschätzen, ob wir es noch bis zur Nr.5 schaffen und beschließen, dass das hinhaut. Allerdings wird es immer staubiger und karger.



Dort angekommen haben wir dieselbe Situation – ein Plateau, auf dem man davongeblasen wird.





ABER, der Abhang des Plateaus, im Prinzip das Ufer, bzw. die Abbruchkante des zwar in der Karte eingezeichneten, aber namenlosen Trockenflusses eignet sich für unsere Zwecke (man beachte auch die große Welwitschia am Hang!).



Matthias hat schnell ein windgeschütztes Plätzchen für sich gefunden :laugh: :laugh: und Ruth und Uwe führen die tägliche „Wo und wie stellen wir den Landcruiser hin“-Diskussion B) .



Ruth und Matthias machen ein paar Flugübungen im Gegenwind :)



und dann würzt Ruth schnell unsere Kudusteaks, Edit: eben hat mich Matte angeschrieben: wir hatten gar keine Kudu-Steaks, das muss Eland gewesen sein. Somit stimmt das oben mit dem Inhalt des Freezers auch nicht....! Übrigens hier für Camperneulinge ein Tipp: die großen auffaltbaren Bestecktaschen von Savanna würden jeweils einen ganzen Tisch in Anspruch nehmen, wir haben daher das, was man eigentlich täglich braucht, in mitgebrachte Behältnisse (bei Muckels zusammen mit den Gewürzen, bei uns in der grünen Schachtel nur noch plus Feuerzeug) untergebracht, was sich als sehr praktisch erweist. Dieses Besteckdingens von Savanna haben wir höchstens zwei/dreimal aufgemacht, weil wir daraus etwas benötigten.



Uwe installiert seine Kamera für Startrailfotos, während Matthias in bewährter Manier unsere Gin-Tonics mixt.



So hat jeder seine Jobs bei uns – ich z.B. bin (meistens) für’s Wasserkochen (da kann ich wenig falsch machen :blush: ) und für’s Spülen (dito :blink: ) zuständig.

Wie man an unserem Outfit erkennen kann, ist es inzwischen ziemlich kalt geworden, und es kühlt quasi minütlich noch mehr ab. Wir können es uns gerade so verkneifen, zum Essen Handschuhe anzuziehen….



Somit kann ein kleines Fazit gezogen werden: Mit der Kältewelle hatten unsere Campnachbarinnen vermutlich Recht. „Langweilig und öde“ – tja, das ist Ansichtssache. Ich will es aber nicht ganz von der Hand weisen, denn wenn man eher auf lieblichere Landschaften steht, passt das schon irgendwie. Außerdem muss man sich klarmachen, dass die Pisten hart sind, also nicht im Sinne von richtig schwer, sondern tatsächlich hart! Da fühlt man sich mit Offroadreifen auf jeden Fall wohler.

Wir – so ganz am Anfang unsere Tour – waren jedoch fasziniert von der kargen Landschaft, durch die wir heute gefahren sind und von den Tieren, die hier ein sehr entbehrungsreiches Leben führen!
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