THEMA: 5711 km Namibia Abenteuer (große Ersttäter Runde)
22 Apr 2019 11:15 #554438
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4. Tag 23.09.2018 Tag Fish River Canyon:

Abfahrt: 0850 Uhr - Ankunft 12:50 Uhr/ 151,60 km
Um 07:30 Uhr gab es englisches Frühstück mit Würstchen vom Wild, was ja so gar nicht mein Fall ist. Ein am Nebentisch sitzendes chinesisches Paar fragte, ob die Würstchen "german" sind.
Insgesamt waren wir froh weiterzufahren. Sicherheitshalber tankte Greg nochmal voll, während ich im Supermarkt nebenan unsere Snackvorräte aufbesserte. Nach einer kurzen Irrfahrt durch Keetmanshoop, die uns weitere Eindrücke der Stadt vermittelte, ging es über die asphaltierte langweilige B4 Richtung Lüderitz, beidseitig sah man Weidezäune.



Endlich ging es auf die Sandpiste C12 Richtung Fish River Canyon und wir fühlten uns sogleich wieder heimisch;-). Schon jetzt wissen wir, dass wir viel lieber gravel fahren, da man das das Gefühl der Weite viel mehr spürt.





Wir durchquerten auf einer kleinen Furt den wasserführenden Fluss "Löwen" , stoppten an einer Destillerie am Naute Damm und Greg bestellte sich einen Espresso, Wir kamen mit der Besitzerin, deren Vorfahren Kolonisten waren, ins Gespräch. Sie sprach völlig akzentfreies Hochdeutsch;-) Es ist sehr grün mitten im Nirgendwo und es wird dort erstaunlicherweise Wein angebaut.






Süsser Hund im Restaurant:



Wir fuhren auf der C37 in den Gondwana Park, der auch als „klein Etoscha des Südens“ bezeichnet wird. Er ist zaunfrei und es gibt neben Antilopenarten sogar Bergzebras und vier Spitzmaulnashörner, die wir aber nicht zu Gesicht bekamen.








Wir hielten am Canyon Roadhouse. Dieses ist aufgrund der vielen dekorativ schönen Oldtimer bekannt. Aus dem Motorraum eines Wracks ragt ein Köcherbaum. Im Innenraum des Restaurants sind lustige Blechschilder und weitere Fahrzeuge, wie beispielsweise ein Krankenwagen, zu bestaunen. Greg war hin und weg, denn er war absolut ahnungslos gewesen und somit gänzlich überrascht. Wir setzten uns an die Bar, die rundum mit allerlei deutschen Autokennzeichen geschmückt war. Wir bestellten unseren ersten Rockshandy sowie einen Apfelstrudel. Wir unterhielten uns sehr nett mit dem Personal, fragten sie nach namibischen Worten und versuchten die Klick Sprache nachzusprechen, was uns mißlang und die Kellner sehr amüsierte.





















Wir fuhren weiter. Es war wenig los, so dass Greg die Weite Namibias mit dem wilden Westen verglich. Riesige Staubwolken warnten uns bereits von weitem vor entgegenkommenden Autos. Als wir aneinander vorbeifuhren, wurden wir dermaßen eingestaubt, dass wir sekundenlang nichts mehr sahen. Unglaublich.
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018:: www.namibia-forum.ch...rsttaeter-runde.html
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in Planung: Namibia 2021- Sossusvlei-Erongo-Etosha-Caprivi-Vic Falls (verschoben von 2020)

Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele:
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22 Apr 2019 12:14 #554445
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Ursprünglich hatten wir das Canyon Village gebucht und wurden wegen Überbuchung kurzfristig upgegradet. Gegen 12: 40 Uhr erreichten wir die traumhafte Canyon Lodge. Ein Oryx erwartete uns direkt am Parkplatz. Die kleinen Häuschen liegen inmitten von rotbraunen Felsen, Felsen dienen teilweise auch als Außenwände. Wir waren hin und weg von unserem einsamen Häuschen Nummer 25, das sich an vorderster Front befand und eine tolle Aussicht in die unendliche Weite bot. Ich hatte es explizit reserviert und war superglücklich mit der Wahl, denn wir fanden es das beste und einsamste.











Wir spazierten über das einzigartig schön angelegte Gelände und waren immer wieder geflasht: Der Poolbereich hatte eine superschöne Weitsicht. Dort befand sich auch ein Kühlschrank des Vertrauens- man durfte Getränke rausnehmen und sollte im Gegenzug die Zimmernummer aufnotieren. Klippschliefer tummelten sich auf dem Gelände und gelbe Vögel nisteten in Bäumen Wir gingen kurz zur Kaffee und Kuchen/Kekstime und genossen nach unserem Spaziergang die endlose Weitsicht auf der Terrasse unseres Häuschens. Es war wieder einmal etwas windig und kühl und es schaute nach Regen aus.












Wir nahmen um 17:45 Uhr am kostenlosen, wirklich empfehlenswerten Sundowner Walk teil. Eine Angestellte trug den Snack die kleine Anhöhe hinauf. Der Walk führte an einigen Felsformationen vorbei und dauerte ca 8 - 10 Minuten. Von oben hatte man einen umwerfenden 360 Grad Blick auf die Landschaft, das Canyon Village und das Gelände der Lodge. Oben stand erstaunlicherweise ein prall gefüllter Kühlschrank mit alkoholischen und antialkoholischen Getränken bereit und die Angestellte richtete den Snack an, der aus Käse, Cracker, Chips, Nüssen und Camembert bestand. Wir waren nur eine kleine Gruppe von acht Personen: 2 Berliner, 2 Schweizer aus Winterthur, die Magdeburgerin Silvia mit ihrem Mittelfranke Manni aus Dieburg. Greg und ich teilten uns lieber aus Furcht vor dem Rückweg ein Glas Wein. Die Angestellte erzählte uns, dass sie ursprünglich aus dem Norden kommt, drei Kinder hat, die sie nur alle zwei Monate für zwei Wochen sehen kann.




Leider gab es aufgrund einer Wolkenfront wieder keinen Sundowner und mittlerweile glaube ich, dass die traumhaften Sonnenuntergänge ein Märchen sind, um Touristen nach Namibia zu locken.

Da ich die Bilder tagsüber vom Sundownerpoint schöner fand, füge ich diese ein;-)







Die Stimmung unter uns war super entspannt, so dass wir uns kurzerhand entschlossen, zusammen zu Abend zu essen- wie eine lustige Reisebusgruppe ;-). Die Konstellation passte gut und das Reisen verband. Uns wurde von zwei weiteren Traumzielen vorgeschwärmt, die wir ebenso auf der Must-Do Liste haben: Costa Rica und die Galapagos Inseln. Auch stellten wir fest, dass zwei Paare ebenso den Ritt über Ai- Ais , Rosh Pinah nach Lüderitz wagen wollten und es war beruhigend, dass es noch andere Verrückte gab.

Es gab wieder einen Mix aus Bedienung und Büffetessen und so speisten wir überbackene Aubergine, Kudusteak mit Kartoffeln und Karotten sowie Griessauflauf.

Es war wirklich ein schöner gemeinsamer Abend, verließen als letzte das Restaurant und verabschiedeten uns mit bester Laune.
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23 Apr 2019 22:25 #554525
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5. Tag 24.09.2018 Tag Fish River Canyon:

Fahrt 10-16 Uhr / 94,5 km

Heute ließen wir es gemütlich angehen, da der Canyon eh erst 2,5-3 Stunden nach Sonnenaufgang ausgeleuchtet ist. Also keine Hektik, gemütlich frühstücken und losfahren.

Wir hielten am Hobas Camping, um uns den Permit für 170 NAD zu besorgen. Von dort führt eine
10 km lange Autostrasse direkt zum Hauptaussichtspunkt Der Fish River Canyon gilt als drittgrößter Canyon der Welt und ist bis zu 160 km lang, 27 km breit und bis zu 550 m tief. Wir genossen die umwerfende Aussicht am Hauptaussichtspunkt und liefen entlang des Canyonrandes zum Hikers Point, wo auch die 86km geführte Wanderung beginnt. Da man wirklich keinen Schatten im Grund entdecken konnte, wäre das für uns nichts. Der Fischfluss hatte vereinzelt noch Wasser und so konnte man den Flussverlauf nachvollziehen. Wir trafen Manni und Silvia und sind mit ihnen bei netten Gesprächen zurückgelaufen. Ich testete die Toiletten am Hauptaussichtspunkt, die erstaunlicherweise sauber waren.















Vom Hauptaussichtspunkt aus biegt man nach ca zwei km auf einer Strasse nach rechts ab, um am östlichen Canyonrand zu weiteren vier Aussichtspunkten zu fahren und evt. ein wenig zu laufen. Diese wurden von vielen gar nicht angefahren, aber wir fanden auch diese Ansichten grandios.












Greg reizte es auch, zu einem 12 km entfernten Aussichtspunkt zu fahren, der nur mit Allrad zu erreichen war. Na denn- wer weiß, was noch alles auf uns zukommt und vorherige Übung schadet ja bekanntlich nicht. Schlaglöcher, Steine, hoch und runter- für uns was das schon aufregend. Auf der gesamten Strecke sahen wir auch nur ein weiteres Auto. Die Aussicht war eher enttäuschend, so dass sich dieser einstündige Umweg nicht lohnt. Für die Aussichtspunkte haben wir uns wirklich sehr viel Zeit genommen. Greg kannte den Grand Canyon und war trotzdem vom Fishriver begeistert.




An der Lodge genossen wir wieder Kaffee und Kuchen. Greg ist zum entspannten Lodger geworden und so lief ich alleine zum Sundownerpoint, um die Aussicht bei besserem Licht zu genießen. Oben angekommen war es echt richtig windig und ich hatte ein bisschen Angst, weggeweht zu werden. Ich schlenderte noch etwas über das Gelände.

Da es heute schon wieder so zugewölkt war, verzichteten wir auf den Sundownerwalk.







Zum Essen gab es: Kudu Capaccio- Oryx Steak mit leckerer Süßkartoffel- Karotte- Orangen Salat- Maiskolben- Schokokuchen und dazu noch einen Rockshandy. Greg hielt mich vom Souvenirkauf ab, dabei fand ich den Flaschenhalten, den ich ja bereits bei Lauras Bericht entdeckt hatte, sehr cool.





Nachts machte Greg die ersten Versuche der Sternenfotografie und wir hörten ungewohnte Tiergeräusche. Irgendwann schritt aus dem Nichts ein einsamer Oryx durch die Nacht- ein besonderes Erlebnis.
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Hi Silke,
die Lodge sieht unwirklich aus, mit ihrem grünen Rasen :woohoo: aber ansonsten wäre das auch MEIN Traum gewesen. Ich glaube, dass ich wirklich mal am Rim stehen müsste, um den Vergleich zum GC ziehen zu können. Schönes Foto von euch beiden ;) und was diese Flaschenhalter angeht, bitte beim nächsten Mal ein Zebra mitbringen :kiss: die sind einfach nur cool.

LG Netti
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24 Apr 2019 08:25 #554535
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  • Schneewie am 24 Apr 2019 08:25
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Diese Permits, die Du für den Köcherbaumwald und den Fish River ansprichst, habe ich jetzt mehrmals gelesen.
Auch wenn man Gast der Lodge am Canyon ist, oder in einer Unterkunft im Köcherbaumwald logiert, braucht man das Permit?
Gibt es in diesem Forum eine Übersicht über die Permits, wo man welche benötigt und diese auch erhalten kann?


Ansonsten lese ich sehr gern mit!!!
Gruß Gabriele
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24 Apr 2019 20:45 #554624
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www.namibia-tourism....t-zu-wissen/permits/

Googeln- Permit Namibia hilft
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