THEMA: 5711 km Namibia Abenteuer (große Ersttäter Runde)
19 Apr 2019 10:40 #554337
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  • Superfanti am 19 Apr 2019 10:40
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Endlich fuhren wir wieder auf der schönen Schotterpiste. Wir haben uns schon richtig eingegroovt und sahen einige Erdmännchen. Wir kehrten kurz im Bastion Farmyard Coffee Shop ein und tranken Fanta bzw. Kaffee. Nach einer längeren Fahrtstrecke kann man in dieser grünen Umgebung hier sicher gut einkehren.

Wir folgten der geteerten öden endlosen B1- Linkerhand sah man einen endlosen Gebirgszug und eine Zugstrecke. Die Umgebung war flach und savannenhaft. Unterwegs sahen wir Affen, Pferde, Ziegen und Schafe.






In Mariental tankten wir das erste Mal bzw. ließen tanken und unsere Scheiben wurden geputzt.





Gegen 14:10 Uhr errichten wir die wichtigste Kleinstadt des Südens- Keetmannshoop mit rund 22.000 Einwohner). Die Besitzer des Quiver Inn waren wortkarg. Sie stellten sich nicht mal vor und uns wurde auch kein Saft angeboten. Ganz ungewohnt. Das Zimmer der Stadtpension lag ruhig, war sauber und für den Zweck absolut okay.





Wir spazierten kurz durch die Stadt, die nicht sonderlich einladend wirkte. Das sehenswerte kaiserliche Postamt sowie zwei Kirchen waren leider verschlossen








Wir fuhren gegen 16:15 Uhr 15 km nordöstlich von Keetmanshoop zur Gästefarm Gariganus, um den Permit für den Köcherbaumwald und den Giant´s Playground für 170 NAD zu kaufen. Auch diese Besitzer waren etwas wortkarg. Ist das der südliche Charme? Auf dem Grundstück trieb sich ein zutrauliches Warzenschwein rum.





Als erstes besichtigten wir den Giant´s Playground und ich durfte endlich mein erstes Farmtor hierfür öffnen. Ich hatte auf der Reise eigentlich mit mehr zu öffnenden Toren gerechnet. Im Nachmittagslicht wurden die riesigen Felsbrocken schön angestrahlt und sie wirken wie von Riesenhand in die Landschaft gestreut. Der kleine Rundwalk von ca 20 Minuten war ganz nett. Es gab auch vereinzelte Köcherbäume.








Danach ging es zum Köcherbaumwald. Der Köcherbaum ist eigentlich eine Aloenart, die bis zu 8 Meter hoch werden kann und ist vor allem durch Ihre Fähigkeit der langfristigen Wasserspeicherung gekennzeichnet. Früher höhlten die San die Äste der Bäume aus und die das Pflanzenmark umgebende Rinde diente als Köcher für die Pfeile. Manche der 300 Aloen sind 200 Jahre alt und erst mit Alter von 20-30 Jahren beginnen sie im Juni gelb zu blühen. Sie wachsen fast immer in schwarzen Felsformationen.

Wir mussten an das Buch Hummeldumm denken und so latschten wir durch den Köcherbaumwald und hüpften von einem Bein aufs andere. Zwei große Asiatenbusladungen schafften es, die mystische Atmosphäre des Waldes mit Lärmen zu zerstören. Sie rannten uns immer wieder geschickt ins Bild oder standen im Weg. Das war etwas nervig. Nur ein entzückender kleiner Klippschliefer wagte sich raus und die Asiaten nahmen von diesem glücklicherweise im Bäumerausch keine Notiz. Die Köcherbäume selbst fand ich im Sonnenuntergangslicht echt so schön angestrahlt; der Stamm sieht so anders aus, wie wir es eben kennen. Wir kamen in wahre Fotoflashs und genossen das Licht und die Bäume. Richtung Ausgang sahen wir weitere Europäer, die sich wohl vom Lärm abgehalten fühlten und es gar nicht erst in die Tiefen des Waldes wagten. Schade darum. Im letzten Licht fuhren wir gegen 18:45 Uhr heim.























In Keetmannshoop liefen wir zum nahegelegenen gut besuchten Schützenhaus, das überall in Deutschland hätte sein können. Die Inneneinrichtung war kurios- Oktoberfestbierkrüge, Teller vom Frankfurter Römer, Schützenpokale und Inschriften mit „Gut heil“. Wir gönnten uns eine Butternutsoup als Vorspeise. Ich aß Rouladen, die letztendlich besser schmeckten als sie aussahen. Greg aß Rumpsteak. Die Beilagen waren nicht so dolle, da sie verkocht waren. Wir fanden es auch mal wieder schön, nicht direkt in der Lodge zu essen, sondern in einem Restaurant.







Fazit: Viele rasen ab der Kalahari bis zum Fish River durch- wir waren super froh, den Köcherbaumwald so ausgiebig zum Sonnenuntergang zu erleben und den Tag so entspannt ausklingen zu lassen! Ein wunderbares Erlebnis.
Mein Ersttäter- Reisebericht Namibia 2018:: www.namibia-forum.ch...rsttaeter-runde.html
Seychellen: Inselhopping im tropischen Paradies: namibia-forum.ch/for...ischen-paradies.html

Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele:
Liparische Inseln - Madeira - Azoren - Schottland - Island - Neuseeland -Australien- Singapur - Namibia -Gambia - La Réunion- Mauritius - Seychellen -
Letzte Änderung: 02 Mai 2019 13:58 von Superfanti.
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19 Apr 2019 11:18 #554339
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Hallo Silke,
ich springe auch noch schnell mit auf und fühle mich stark erinnert an meine erste Namibiareise vor 6 Jahren. Die Landschaft ist wirklich unfassbar schön, ich könnte sofort wieder hin!
Grüße von der Gnukuh
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19 Apr 2019 14:53 #554349
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  • Inka am 19 Apr 2019 14:53
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Hallo Silke,
auch ich begleite Dich gerne auf Euerer Tour.
Dein Aufenthalt in der Bagatelle Lodge war ja leider eine Entäuschung. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Auch wenn Sie immer hier empfohlen wird, bei uns ist der Funke einfach nicht übergesprungen. Mir war sie zu unpersönlich, sehr wahrscheinlich hatten wir auch zu hohe Erwartungen. Das mag jeder anders sehen, was auch gut ist.
Ich wünsche Euch Allen schöne Osterfeiertage, bei traumhaften Wetter.

LG
Hilde
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.
Paulo Coelho
Unsere Fern-Reisen im Laufe der Zeit
Thailand von Nord nach Süd, Bali, Philppinen, Malaysia, Singapur, Mexico, USA-Florida, Indien, 4x Namibia.
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19 Apr 2019 18:10 #554355
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  • Selly am 19 Apr 2019 18:10
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Liebe Silke, lieber Greg
Jetzt sind wir auch mit aufgesprungen....auch wenn wir schon vorort viel gehört haben von euch, so detailliert ist es MEEEEGAAAA ;)
Auf zum Fishriver.
Liebe Grüsse aus der Schweiz
Gabi und Fridolin
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19 Apr 2019 18:38 #554356
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  • Martina56 am 19 Apr 2019 18:38
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Hallo Silke,

schade, dass ihr in der Kalahari Lodge so negative Erfahrungen machen mussten. Ich kenne sie nicht persönlich aber Deine Schilderungen hätten mich auch geärgert. Wir hatten damals nur ein Quartier, was wirklich aus dem Rahmen fiel, vor unserem Rückflug in Windhoek... Ich hoffe bei Euch war es auch nur ein Intermezzo mit der Lodge in der Kalahari. Beim nächsten Mal wird es besser :)
Schön, dass Ihr den Köcherbaumwald zum Sundowner besuchen konntet. Wir waren um die Mittagszeit dort, waren zwar alleine, aber das war natürlich nicht perfekt wegen der fehlenden Lichtverhältnisse.
Es macht großen Spass mit Euch zu reisen. Ich genieße Deinen Bericht sehr.
Liebe Grüße und schöne Ostern
Martina
2020: Februar/März Kuba und mehr martinasreisen.blog/
2019 Mai/Juni: Botswana - Caprivi - Vic Falls hier im Forum www.namibia-forum.ch...-okavango-delta.html
2018 Sizilien, Äolische Inseln, La Reunion und mehr: martinasreisen.blog/
2018 Ost-Sizilien und Liparische Inseln Reisebericht: www.umdiewelt.de/mTravelogue.php?t=9215&m=p
2017 Island - Spitzbergen - Nordkap - Norwegen Reisebericht: www.umdiewelt.de/Eur...-9019/Kapitel-0.html
2016 Vietnam Reisebericht: www.vivien-und-erhar...isebericht/&pageNo=1
2015 Namibia Reisebericht: www.namibia-forum.ch...-2015-ein-traum.html
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  • Superfanti am 19 Apr 2019 10:40
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Es freut mich riesig, dass immer mehr zusteigen und mit uns mitreisen. Es gibt hier so viele Ersttäterberichte und daher hat man dann schon Zweifel, ob es überhaupt jemand interessiert.

Danke auch an die Dankedrücker und kommt mit uns Richtung Fish River.;-)

@ Netti: Ja, dein Bericht hatte mir so unendlich Lust auf die Bagatelle gemacht. Jeder hat eben andere Sichtweisen und Erlebnisse. Der Nature Drive wäre wohl auch super geworden, wenn es pünktlich gestartet hätte, der Fahrer nicht so mega gerast wäre, uns etwas dazu erzählt hätte und bei den Tieren auch gehalten hätte. Er war halt völlig inkompetent. Das hatte mich einfach geärgert- schön war die Landschaft nichtsdestotrotz. Wie dem auch sei- weiter geht’s zu meiner Traumlodge am Fish River;-).

@ Gnukuh: Schön, dass du dich auch wieder an deine erste reise erinnerst. Ja, die erste Tour ist schon etwas besonderes. Wie oft bist du seitdem zurückgekehrt und planst schon die nächste Tour?

@ Hilde: Danke, dass Du dich auch äußerst und die Lodge unpersönlich fandest. Ich hatte bisher noch nie ein negatives Wort gelesen und die Bewertungen sind überall durchweg sehr hoch. Da zweifelt man selbst an sich. Wir mögen die kleinen Lodges einfach viel lieber, denn da steckt noch Herzblut drin und man ruht sich nicht auf dem positiven Ruf aus.

@ Gabi und Fridolin: Gruezi und schön, dass ihr auch noch aufgesprungen seid;-). Da ihr ja fast immer dieselben Stationen hattet, werdet ihr bestimmt viel wiedererkennen. Greg singt immer noch den Amarula Song aus der Emanya und so denken wir öfters an euch. Wie würden uns freuen, wenn es bald mit einem Wiedersehen klappt.

@ Martina: Danke für dein positives Feedback. Wir waren wirklich mit dem Grossteil der Lodges sehr zufrieden und für uns war es eine Traumreise. Ja der Köcherbaumwald zum Sonnenuntergang war schon ein Erlebnis. Ich freue mich auch schon auf euren Caprivi Bericht und werde dir und Netti (so jetzt setz ich dich mal unter Zugzwang) folgen.
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Ein kleiner Auszug bereister Reiseziele:
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