THEMA: Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
19 Feb 2019 12:09 #548820
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Teil 2 - 10.12.2018 - Waterberg Plateau Camping - History Path

Schon eins und eins mit dem Camperleben verschmolzen :laugh: , wasche ich nach dem Abwasch ein paar Klamotten aus, die an Markus' Wäscheleine ihren Platz zum Trocknen finden.



Dann machen wir uns - zur schönsten Mittagszeit B) - auf den Weg zum History Path, dessen Startpunkt am anderen Ende der Campsite liegt.





Der Weg führt einen Hügel hinauf, ist gut erkennbar und gespickt mit vielen interessanten Infotafeln...





Auf dem Hügel angekommen, erreichen wir einen Aussichtspunkt, von dem man auf das ehemalige Schlachtfeld der Schlacht am Waterberg blickt.







Wir folgen dem Weg bergab und hier muss man das ein oder andere Mal schon genauer hinschauen, wo man hin tritt. Alles machbar, aber wenn man nicht gut zu Fuß ist, wäre ich über die Beschreibung des Schwierigkeitsgrades "not amused".



Trotz der Hitze ist die Stimmung (noch) gut...



... wir sind schiesslich so was von auf dem richtigen Weg. ;)





Ein kleiner Schwarm von Green-winged Pytilia/Buntastrilde begeistert mich und diese flinken Vögelchen machen mich total verrückt... :blink:





Der Gute sieht ein wenig aus, wie ein "gerupftes Hühnchen", aber zumindest kommen auf diesem Bild die Farben am Besten zur Geltung... :dry:



Wir folgen der Beschilderung, doch Markus erschließt sich der Weg nicht. Meiner Meinung nach geht's einmal um den nächsten Hügel rum - er ist der Meinung, dass wir schon längst wieder in Richtung Campsite laufen müssten.



Jeder besteht auf seine Meinung und kurzerhand beschließen wir, dass wir uns trennen und jeder "seinem" Weg folgt... :whistle:

Ich folge dem steinigen Weg...



... und hoffe natürlich insgeheim, dass sich die Kalahari heute nicht als Vollstreckerin zeigen wird. :pinch:



Somit stoppe ich an jedem Schild, lese mir den Text durch...



...bis ich in einem kleinen "Wäldchen" lande, dessen Bäume jedoch kaum Schatten spenden.



Es ist keine Menschenseele zu sehen oder zu hören und das ist auf der einen Seite ein sehr beruhigendes, andersrum ein etwas befremdliches Gefühl. Allerdings wird schnell klar, dass ich mich tatsächlich auf der geplanten Route befinde - auch wenn ich sie andersherum laufe... :P Zumindest irre ich nicht irgendwo durch die Gegend!





Nun kann ich das Ganze auch ziemlich entspannt genießen... :evil:



Ich erreiche die Überreste einer alten Missionsstation:











Es ist verstörend über die Gräueltaten zu lesen und die Fotos der ausgemergelten Bevölkerung zu sehen. :(



Schließlich befinde ich mich wieder in "bekanntem" Terrain und folge dem Pfad bis zum Ende - welches etwas oberhalb unserer Campsite Nr. 01 liegt.







Wieder glücklich vereint, gönnen wir uns ein Bad im Pool.



Während Markus im Schatten entspannt, lege ich mich für einen kurzen Mittagsschlaf ins Dachzelt. Doch das Auto steht mitten in der Sonne und es ist einfach zu warm... :blink:

Also beschäftigen wir uns mit allem, was so alles auf der Campsite rum kreucht und fleucht. (Viel los ist aufgrund der Mittagshitze nicht... :whistle: )





Ich mache unzählige Bilder von den Grey-go-away birds, die in dem "Dassie-Baum" rumturnen, doch sie sind zu weit weg und statt Vögeln nehme ich hauptsächlich Gestrüpp auf. :evil:

Da hören, dass der kleine Pool von einer Familie belegt ist, entscheiden wir uns, zu dem zweiten zu laufen, den wir vom Weg aus gesehen haben. Anscheinend gehört dieser zu den höheren Campsite Nummern?! :dry: Auf dem Weg dorthin entdecken wir einige Dikdiks im Gebüsch, doch wir haben nur unsere Handys dabei und somit lohnt sich kein Foto. Am Pool ist keine Menschenseele weit und breit zu sehen - allerdings schwirren etliche Bienen herum, so dass unser Badespaß nur von kurzer Dauer ist. Also laufen wir die kurze Anhöhe hinauf und nehmen auf dem Rückweg noch ein schnelles Bad in dem anderen Pool, da Mutter und Kinder ohnehin gerade im Schatten sitzen und keiner im Wasser ist... ;)

Für den Abend haben wir bereits bei der Ankunft im Restaurant einen Tisch reserviert und so duschen wir und laufen rechtzeitig hoch zur Rezeption (genug Bewegung hatte ich an dem Tag auf alle Fälle... :P ), da wir in einem Rutsch noch schnell die Campsite bezahlen wollen.

Auf dem Weg sehe ich plötzlich neben der Straße in einem Baum eine Mini-Eule! :woohoo: Shit, und wir haben natürlich keine Kamera dabei. Derjenige mit den jüngsten Beinen joggt also zurück zum Auto - das bin in diesem Fall ich, während Markus (erfolgreich) die kleine Eule bewacht. ;)

Das Licht ist nicht gut, aber ich bin dennoch ganz happy über meine Bilder des kleinen Pearl-spotted Owlet/Perl-Sperlingskauz (Vielen lieben Dank, Friederike :kiss: )







Wir sind happy über diese Sichtung und laufen beschwingt den Hügel zur Rezeption hinauf, die jedoch natürlich schon geschlossen hat. Also geht's weiter zum Restaurant.



Einige Gäste sitzen dort mit einem Getränk in der Hand und genießen die Aussicht. Wir melden uns an und sagen, dass wir für sieben eine Reservierung haben. Der junge Mann schaut und irritiert an - ja, er müsse aber noch eindecken. :blink: Klar, kein Problem, stört uns ja nicht... So nehmen wir schließlich Platz und "genießen" ebenfalls die Sonne, die noch mal alles gibt, bevor sie hinter dem Waterberg verschwindet. :whistle:





Um viertel nach sieben sind schließlich 3 Tische belegt und das Menü wird feierlich vorgelesen. Es gibt vier Gänge, bestehend aus einer Maissuppe, Krautsalat, Kudusteak mit Kartoffeln und Gemüse und zum Nachtisch ein Tramisu. Dieses Menü kostet N$ 190 p.P. und die Preis-Leistung ist auch wirklich gut! Im Vorfeld wussten wir jedoch nicht was es gab, wir versicherten uns lediglich im Vorfeld, dass es keine rohen Tomaten gibt, da Markus darauf allergisch reagiert.

Bevor die Hauptspeise serviert wird, entschuldigt sich der Mitarbeiter kurz, dass es statt der Kartoffeln nun doch Reis gibt... :laugh: TIA!!!

Das Tiramisu ist hingegen wieder liebevoll dekoriert und mir ein Foto wert. :kiss:



Im Anschluss warten wir auf die Rechnung, zahlen schließlich jedoch direkt am Tresen, da sich niemand so richtig zuständig fühlt. :blink: Auch mit dem Trinkgeld wissen sie irgendwie nicht so richtig umzugehen. Irgendwie ist das Personal etwas durch den Wind?!

Da es schob spät ist, verzichten wir auf ein Lagerfeuer und versuchen uns später lieber noch ein wenig in der Sternenfotografie. Wir probieren jeweils verschiedene Einstellungen und Motive aus, aber irgendwie staubt es ziemlich und wir sind nach wie vor zu unerfahren. ;)











Markus macht sich mit seiner UV-Lampe auf Skorpion Jagd und entdeckt schnell ein Exemplar. Als wir ein Foto aufnehmen möchten, wird jedoch durch das Licht eine Motte angezogen, der Skorpion schnappt zu und verzieht sich unter seinem Stein. :S Nun gut, das war wohl nix - zumindest sind nun alle satt und wir verziehen uns um zehn in unser Zelt. Gute Nacht! :kiss:

gefahrene Kilometer: 0
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20 Feb 2019 11:06 #548904
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11.12.2018 - Es geht in den Norden - "Divundu, wir kommen..."

Kleines OFF TOPIC gleich zu Anfang:
Vor Reisestart haben wir uns bei einem Tropenmediziner beraten lassen und uns für diese Reise für Malerone als Prophylaxe entschieden. Aufgrund unserer Tour kam es genau aus, dass wir am zweiten Abend in den Waterbergen mit der Einnahme begannen und am vorletzten Abend der Reise die Einnahme beenden konnten. Außerdem haben wir uns auch für eine Tollwutimpfung sowie für eine Gelbfieberimpfung entschieden - und obwohl diese nicht zwingend vorgeschrieben ist, wurde sie bei einem Grenzwechsel später jedoch tatsächlich gecheckt... :blink: )

Auch in der 2. Nacht im Dachzelt schlafen wir ausgesprochen gut, stehen um sieben auf, machen uns einen Kaffee und genießen den Morgen bei einem schnellen Frühstück.

"Guten Morgen!"




Anschließend packen wir zusammen und fahren hoch zur Rezeption, um die ausstehende Rechnung für die Campsite zu begleichen. Eine freundliche Dame legt mir die Rechnung über N$800 für die Campsite plus unser Abendessen und der Getränke vor. :evil: Das Essen könnte ich ja noch gerade verstehen, da wir es im Vorfeld angemeldet haben - doch niemand kann voraussagen, was wir dazu trinken, von daher muss irgendjemand dies am Abend oder Morgen als offen weitergegeben haben, obwohl wir alles bezahlt haben! :angry: Aufgrund der eigenartigen Konstellation im Restaurant haben wir an der Theke bezahlt und natürlich keine Quittung erhalten... :pinch: :whistle: Glücklicherweise lenkt die Dame jedoch bald ein, nachdem ich ihr mitteile, dass lediglich die Campsite offen ist und wir haben sogar das Glück, dass die Kartenzahlung funktioniert... ;)

Fazit Waterberg Wilderness Nature Reserve:
Landschaftlich sehr schön, auch die Campsite hat uns gut gefallen, da wir (Nr. 01) ganz außen waren und die Nr. 02 weit genug entfernt liegt, so dass man recht viel Privatsphäre dort hat. Ablutions sowie Pool und kleiner Kiosk sind einfach, aber sauber. Ob die Andersson Campsite besser oder schlechter ist, können wir nicht beurteilen, da wir sie nicht gesehen haben. Preis/Leistung des Dinners stimmt und das Restaurant ist nach einem kurzen Marsch, von der Campsite aus, auch fußläufig zu erreichen. Was uns nicht gefallen hat, war der Rh*no-Drive, der uns zu touristisch war. Wenn man das erste Mal in solch' einem Land ist oder unbedingt möglichst viele unterschiedliche Tiere sehen will oder Kinder dabei hat oder oder oder dann sieht das ggf. anders aus. Grundsätzlich ist es natürlich schön, Wildtieren einen Lebensraum zu geben, aber für uns ist weniger (und dafür natürlicher) dann da doch mehr... Der Plateau Hike war hingegen wunderschön, der History Path interessant und zusätzlich gibt es in diesem Gebiet fünf weitere Wanderungen, die auf eigene Faust gemacht werden können.


Bereits um halb neun starten wir unsere lange Fahrt nach Divundu und für die ersten 80 Kilometer übernehme ich gleich mal das Steuer... B)







Wir folgen der D2512 in östliche Richtung und schon bald erfolgt der erste "Wildwechsel".



Eine ganze Zeit fahren wir noch parallel entlang der Waterberge...



...bis wir die Grootfontein District Border erreichen...





Und wenig später durchqueren wir die ersten Farmen. Achtung: ungewohntes Bild! :P









Der Weg ist sandig, jedoch sehr gut zu fahren und wir treffen kaum auf weitere Fahrzeuge...



... ich könnte ewig weiterfahren, doch wir vereinbaren, beim nächsten Gatter zu tauschen und das kommt dann vieeeel schneller, als gedacht. :blink:



Die Ziegen lassen sich weder durch uns, noch durch die falsche Beschilderung beirren und setzen ihren Weg fort, ohne uns weiter zu beachten.





So cruisen wir durch die Landschaft...



...was soll uns dieses Schild sagen?! :unsure:



Kurz bevor wir die B8 erreichen, taucht auf der rechten Seite ein riesiges Gebäude, wie eine Fata Morgana auf. :blink:





Dieses Gebäude erscheint uns in dieser Landschaft wie ein Fremdkörper. :pinch:



Nach knapp 2,5h Fahrt erreichen wir Grootfontein, wo wir endlich einen MTC Shop aufsuchen wollen.



Markus hatte am Vorabend die Adresse rausgesucht und so erreichen wir schon bald ein modernes Shoppingcenter und versuchen dort unser Glück. Der außen liegende MTC Shop scheint im Umbau zu sein, da die Scheiben "zugeklebt" sind. Also spazieren wir ins Center hinein und fragen uns durch... Wir werden wieder nach draußen verwiesen und "oh, Wunder", die Türe des Ladens öffnet sich und dahinter liegt ein super moderner Verkaufsraum, bei dem Apple und Co. in Deutschland fast einstecken können :laugh: Es gibt 2-3 Schalter und davor sitzen artig in drei Reihen, wartende Kunden. Wir erhalten einen Platz in der Seitenreihe - die quasi die vierte Reihe darstellt. Ah, dabei haben wir doch nur eine Frage... :S Egal, es nützt nix! Während Markus wartet, erledige ich noch ein paar kleinere Besorgungen in der Zwischenzeit, ziehe Geld etc.

Lange Rede, kurzer Sinn, uns wurde geholfen und mit zusätzlichem Datenvolumen ausgestattet setzen wir unseren Weg fort. An der Tankstelle wollen wir kurz auftanken und außerdem einen neuen Luftdruckmesser kaufen, da der vorhandene immer zuwenig anzeigt. :dry: Beim Tanken stellt jedoch ein aufmerksamer Mitarbeiter fest, dass ein Nagel in einem unserer Hinterreifen steckt! :pinch:



Niemand weiß, wie weit der Nagel oder das Metallstück drinnen steckt und wie er sich verhalten wird... Und nun wird beratschlagt! Vier Männer, fünf Meinungen... :evil: Luft verliert er aktuell nicht und somit entscheidet Markus weiterzufahren. :ohmy: "Was hättest Du gemacht, wenn Du alleine unterwegs wärst?" fragt er mich... Na super, ich hätte ihn wechseln lassen! :unsure:

Vor uns liegen weitere 450 Kilometer Asphaltstraße und so halten wir gut alle 100 Kilometer an und checken den Luftdruck.

Dabei passieren wir den ersten Animal Checkpoint, an dem jedoch nix gecheckt wird.



Eselgruppen am Straßenrand



immer wieder Rinderherden



eine Autowerkstätten? :huh:



Sowie viele Hütten und Häuschen, die sich entweder lose verteilen oder wie in einem Kral eingefasst, entlang der Straße aufreihen.









Bei blauem Himmel und Sonnenschein geht's immer geradeaus und da sich der Reifen bei jedem Stopp unauffällig zeigt, beruhigt sich mein schlechtes Gefühl etwas. :whistle:



Der ein oder andere Sandsturm fegt über's Land...



... und entlang der Straße sehen wir immer wieder viele Kinder, die damit beschäftigt sind, Wasser zu transportieren.





Im besten Fall, wie hier zu sehen mit einem Eselkarren, aber aber meistens jedoch zu Fuß, wobei selbst die Kleinsten schon 1-2 Liter Behälter tragen. :huh:

Fortsetzung folgt
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20 Feb 2019 13:58 #548918
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Teil 2 - 11.12.2018 - Ankunft auf der Mobola Lodge, Divundu

Am frühen Nachmittag durchqueren wir das quirlige Rundu - die zweitgrößte Stadt Namibias. Es ist soviel los, dass wir gar nicht wissen, wo wir hinschauen sollen... :blink: Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich kein Video gemacht habe. :lol:











Schrott- und Müllplätze sind demnach das Einzige, was ich euch hier präsentieren kann, da viel zu viele Menschen unterwegs waren, um Bilder zu machen... :whistle:





Kaum verlassen wir die Stadt, bietet sich nur wenige Minuten später, wieder das gewohnte Bild. Grundstück an Grundstück, Siedlung an Siedlung entlang der B8...









Das Leben spielt sich auf und neben der Straße ab.



Erneut wechseln wir uns mit dem Fahren ab und irgendwann haben wir auch ein Ziel vor Augen... ;)



Ich kann nicht sagen warum, aber ich finde die Wolken auf der südlichen Halbkugel immer besonders schön! So verbringe ich die Zeit damit, "Wolken" zu fotografieren...





Schließlich folgen wir der Beschilderung und verlassen die B8...



... wir folgen der Gravelroad für ca. 15 Kilometer...





.... ja, dies ist wirklich der richtige Weg...







...und erreichen schließlich die Lodge. :silly:

Nachdem wir das schwere Holztor passiert haben, parken wir vor der Rezeption, als auch schon eine quirlige Mitarbeiterin, namens Justine, angelaufen kommt. Es ist halb fünf und sie ist froh, dass wir endlich da sind! Wir sind nämlich die einzigen Gäste für heute und nachdem sie uns eingecheckt hat, kann sie Feierabend machen... :laugh:

Zuvor begleichen wir jedoch die Restzahlung, buchen für den nächsten Abend die Kombitour (Bootsfahrt auf dem Okavango inkl. Inselwanderung) und suchen uns zwei schöne Stücke Kudusteak aus der Kühltheke aus. (Wie wir später von der Besitzerin Maja erfahren, erhalten sie das Fleisch aus der Klein Windhoek Schlachterei. Was für ein Service und was für ein Aufwand! :huh: Wir hatten auf jeden Fall super Stücke...)

Wir erhalten die Schlüssel zu Chalet Nr. 01 mit dem dringenden, wichtigen Hinweis, niemals Fenster (ohne Fliegennetz) oder Türen aufzulassen, damit sich keine Black Mamba Zutritt verschafft. :ohmy: "Nee, ist klar, wir achten drauf!" :blink:

Unser Chalet liegt quasi direkt gegenüber der Rezeption, so dass Markus eigentlich nur rückwärts setzen muss. Wir sprechen noch kurz die Frühstückzeiten mit Justine ab und entladen dann unser Auto... Justine wäre stolz auf uns gewesen, hätte sie dabei zugesehen, da wir wirklich bei jeder einzelnen Tasche das Fliegengitter öffnen und schließen. :laugh: Sicher ist sicher!

Der hübsche Bungalow gefällt uns sehr gut, auch wenn die Bilder etwas dunkel geworden sind:





Hinter der Tür liegt die Toilette, ansonsten ist das Badezimmer im Raum integriert.




ausgestattete Küche


Terrasse mit Blick auf den Fluß und die zur Lodge gehörende Insel


Hinter dem Sichtschutz befindet sich noch eine Außendusche


Da wir heute grillen wollen, entfacht Markus das Feuer (Feuerholz wird gestellt)...



...und kümmert sich dann um den Reifen. Er hatte mittags mit dem Autovermieter Kontakt aufgenommen, welcher vorgeschlagen hat, das Fahrzeug aufzubocken und den Nagel zu ziehen. Danach sollen wir beobachten, ob der Reifen über Nacht Luft verliert und ihn ansonsten wechseln und später reparieren lassen.



Gesagt, getan... Fakt ist, dass der Reifen weder über Nacht noch später Luft verlor und wir bis zum Ende des Urlaubes mit diesem Satz fahren konnten.

Schon bevor wir essen, geht die Sonne unter und färbt den Himmel zauberhaft ein.



Das Kudusteak mit Gemüse und Reis schmeckt uns hervorragend und im Anschluss wollen wir natürlich noch die berühmte Hängebrücke überqueren und der Inselbar einen Besuch abstatten...

Es ist wirklich zauberhaft gemacht, in zwei Abschnitten überquert man (einzeln) das Wasser und findet auf der anderen Seite einen Sandpfad vor, der verschlungen zur Inselbar führt. Als wir ankommen, brennt ein Lagerfeuer und es wird gekocht. :huh: Schnell stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei den "Gästen" um Georg's Freunde handelt, die zu Besuch sind. Georg ist der Sohn der Besitzer, Maja und Alex, und zapft uns zwei große Bier, während wir den Ausblick und die Geräusche von der Terrasse aus genießen. Es ist einfach wunderschön hier!

Später lernen wir auch Maja sowie den Dackel Helmut und Schäferhund Erwin kennen. Maja kommt aus Deutschland und wohnt bereits seit etlichen Jahren in Namibia und seit einiger Zeit an diesem Ort. Die Lodge hat sie in Eigenleistung mit Alex erbaut und aufgebaut und die Geschichten sind zum Teil recht abenteuerlich, aber auch ziemlich interessant.

Wir verbringen einen schönen Abend, springen noch schnell unter die Dusche und fallen um halb elf müde ins Bett.

Gefahrene Kilometer: 575
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12.12.2018 - Mobola Lodge - Ausflug in den Mahango Game Park

Unter unserem Moskitonetz schlafen wir sicher und gut, trotzdem werden wir um halb sieben wach und kochen uns einen Kaffee. Der Reifen hat über Nacht keine Luft verloren und so werden wir ihn heute auf der Straße testen. Wir genießen die frische Morgenluft auf der Terrasse... Ich überspiele die Bilder der letzten Tage und Markus streift durchs Grün und entdeckt einen Giant Kingfisher.







Klar mache ich mich da auch auf die Suche... :whistle: Und so bekommen wir vorm Frühstück noch ein paar Vögelchen und Blümchen auf die Speicherkarten.

Dark-capped Bulbul





Zu diesem Gesellen habe ich bisher leider nix gefunden. :unsure: Ist es auch eine Art Bulbul? Ja, es ist einer! (Vielen lieben Dank, Konni! :kiss:) Gelbbauchbülbül (Yellow-bellied Greenbul)







Orange-breasted bush Shrike/Schwefel-Buschschrecke Orangewürger (Vielen Dank an Maddy und Friederike für die Korrektur meiner Übersetzung... :blush: )



Um acht Uhr kommt Justine mit einer Kollegin und baut auf der Terrasse das Frühstück auf. Geschirr, Besteck und Kaffee haben wir in unserer Küche und nun gibt es Brot, Wurst, Käse, Obst, Marmelade, Eier sowie Saft.



Der Gelbbauchbülbül (Yellow-bellied Greenbul) hat darauf anscheinend nur gewartet und landet ohne Scheu quasi direkt neben meinem Kopf. :blink:



Obwohl wir ihm nix geben, holt er sich am Ende doch seinen Teil - die Papayas locken ihn. ;)



Für den heutigen Vormittag haben wir einen Ausflug in den Mahango Game Park geplant und um zwanzig nach neun machen wir uns dann auch endlich auf den Weg. Das Thermometer zeigt bereits 34 °C an. :blink:

Auf dem Weg zur Hauptstraße kommen wir an einer Baustelle vorbei - wir wundern uns, ob der Asphalt bei dieser Hitze überhaupt hart wird?!





Der Park liegt ca. 50 Kilometer entfernt und wir durchqueren auf dem Weg erstmals Divundu.









Um kurz nach zehn erreichen wir schließlich den Park, bezahlen unsere N$45 p.P. und besuchen nochmal kurz die Toilette an der Rezeption.



Die Außentreppe hat ihre besten Jahre wohl schon hinter sich und so nehmen wir den Weg hinab, auf dem wir auch hoch gekommen sind... :unsure:



Dann lassen wir Luft ab und es kann los gehen... Wir haben uns für die von Maja und Georg empfohlene River-Route entschieden und sind gespannt, was uns erwarten wird! :silly:



Bereits an der ersten kleinen Pfanne kommen direkt unsere ersten drei PferdeRappenantilopen (danke, Sascha! :) ) auf uns zu und wir beobachten die Tiere lange..





Eine kleine Truppe Paviane sitzen unterm Baum im Schatten, aber sie sind zu weit entfernt.





Dann sehen wir Red Hartebeest...



...sowie unsere ersten Letschwe... :woohoo:



...Zebras...



...sowie einen Goliath Heron/Goliath Reiher, der so groß wie ein Impala ist. :laugh: Leider sind die beiden ziemlich entfernt und durch die Hitze flimmert die Luft. :blink:



Der Okavango oder auch Cubango genannt fließt wie ein blaues Band durch den Park und zieht Tiere aller Couleur an. :)



Spur-winged gooses/Sporngänse, Hippos und Büffel sehen wir leider nur aus der Ferne... :(







An den Baobab kommt man da schon näher ran! ;)





Wir entdecken erneut RappenPferdeantilopen





Und entdecken am Ende des Weges, wo wir jedoch wieder umdrehen, unseren ersten Elefanten! :)





Ein ziemlich imposanter Bulle!



Dann entdecken wir eine Gruppe Impalas. Wie es scheint, haben hier heute die Herren der Schöpfung die Aufsicht über die Kleinen. B)







Es wird gekuschelt und geschleckt - wer hier wohl bei wem abschaut?! :kiss:









Schweren Herzens fahren wir weiter...







Direkt am Fluss trefen wir auf Kudus...



...und bei diesem Anblick schlägt unser Herz etwas schneller... allerdings entpuppt sich unser "Löwe" bei näherem Hinsehen als Letschwe. :pinch: :lol:



Kurz drauf sehen wir dafür einen Elefanten, der erst seinen Durst stillt...





...bevor er sich ausgiebig seiner Körperpflege widmet!







Schließlich quert er die Pad, macht jedoch trotz des großen Abstandes, keinen vergnügten Eindruck. :unsure:





Ein weiter Eli nähert sich von der anderen Seite, doch da nun bereits 2-3 weitere Fahrzeuge da sind, fahren wir bald weiter.





Uns gefällt der Park richtig gut...



und wir freuen uns über die Sichtung eines White-headed vulture/Wollkopfgeiers



sowie der (leider sehr weit entfernten) Wattled cranes/Klunkerkraniche



Frau Strauß gönnt sich ein Staubbad



Da wir gut in der Zeit sind, fahren wir auch noch die andere Strecke - in Richtung Wasserloch.





Hier sind deutlich weniger Tiere zu sehen, aber ein paar entdecken wir dann doch noch...



...und die Landschaft hat schließlich auch was. ;)



Witzigerweise erscheinen mir die Köpfe der Perlhühner hier viel blauer als normal... :huh:





Am Wasserloch sind einige Zebras, aber auch diese sind weit weg und so drehen wir bald um, schließlich steht am Nachmittag die Bootsfahrt auf dem Programm und ein wenig entspannen wollen wir vorher ja auch noch...



In Divundu checkt Markus noch kurz den Supermarkt - an dem wir zuerst vorbei gefahren sind :blink: - und kauft einige Kleinigkeiten, dann geht's zurück zur Mobola Lodge, wo Helmut bereits auf uns wartet. ;)



Fortsetzung folgt
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Teil 2 - 12.12.2018 - Mobola Lodge - Sundowner Bootstour

Zurück in der Lodge, erfrischen wir uns kurz in dem Rock Pool, der mit Flusswasser gespeist wird und aufgrund der Steine ziemlich dunkel aussieht... Ich lasse Markus gerne den Vortritt, man weiß ja nie, ob ein Mini-Okavango-Krokodil seinen Weg hierhin gefunden hat... :whistle:

Dann essen wir eine Kleinigkeit und quälen uns in die Wanderschuhe, da eine Inselwanderung schließlich Teil des heutigen Programmes ist. Der Bootsanleger liegt unterhalb des dritten Chalets, doch als wir eintreffen, ist noch niemand vor Ort... Wir sind sehr gespannt, schließlich haben wir vor unserer Abreise einiges hier im Forum gelesen und des Öfteren war die Rede von rücksichtslosen oder schlecht ausgebildeten Guides, vollen Booten oder sonst was... Obwohl wir am zweiten Tag nicht mehr die einzigen "Lodgegäste" sind (die jungen Leute von der Campsite lasse ich in der Betrachtung mal raus...), rechnen wir nicht damit, dass es besonders voll wird. :whistle:

Das wir jedoch in den Genuss einer privaten 3-stündigen Tour kommen sollten, damit haben wir auch nicht gerechnet! :silly: Doch dem ist so, Guide Austinus kommt um halb fünf mit einer Kühltasche zum Anleger hinunter und fordert uns auf Platz zu nehmen, wo immer wir möchten...





So legen wir ab und lassen die Lodge erst einmal hinter uns... Das Boot fährt einmal um die kleine Insel herum und so sehen wir die Bar und Terrasse von der Flussseite, außerdem African Darter sowie Egrets.









Und so tuckern wir über den Okavango - und wir können es kaum fassen - mal durch ruhiges, glattes Wasser, mal durch kleine Stromschnellen.



Es gibt immer wieder Inselchen und Felsblöcke im Fluss, doch Austinus entpuppt sich als routinierter Bootsmann, der sein "Reich" auf dem Effeff zu kennen scheint.

Er steuert eine der kleinen Inseln an und macht uns auf ein Krokodil aufmerksam. Meine Güte, ist das ein Brecher! :blink:





Nach einer halben Stunde halten wir an einer Insel und starten unsere Wanderung. Man beachte die Kleiderordnung! Im Gegensatz zu Austinus, der mir weißen Polo und Flip Flop unterwegs ist, sehen wir aus, als wollten wir einen mehrtägigen Trail durch schwieriges Gelände machen... :laugh: Touris halt - entweder das eine oder das andere Extrem! :whistle:







Austinus führt uns über die Insel und bittet uns, im Falle eines Falles, den Hippos den Zugang zum Wasser nicht zu versperren. "Okay - machen wir nicht!!!" :dry: Er ist nicht besonders redselig, doch um so mehr wir fragen, umso mehr erzählt er schließlich auch von sich aus und so bleiben wir alle paar Meter stehen und er erzählt über Bäume, Pflanzen, Spuren, Früchte etc.















Auch im Vogelspotten ist er gut - wir jedoch schlecht im Anpirschen und Fotografieren. :pinch:

Und so widmen wir uns offensichtlicheren Dingen... "Hippoabdruck vs. Schuhgröße 41"



So wandern wir gut eine halbe Stunde einmal über die Insel.



Wir sehen ein Bienennest und erfahren, dass die Einheimischen die Bäume anzünden, um somit die Bienen zu vertreiben und an den Honig zu gelangen.





Mich fasziniert vor Allem die Mimosenpflanze, auch "Don't touch me" genannt, deren Blätter sich bei jeder Berührung unmittelbar zusammenziehen.



Zurück auf dem Boot geht's weiter in östliche Richtung.



Markus und Austinus machen sich einen Spaß daraus, mich permanent abzufragen, auf welcher Seite Angola und wo Namibia liegt... :blink: Ja, woher soll ich denn bitte wissen, welche Insel zu welchem Land gehört?! :P



Wir sehen mehrere Giant Kingfisher...



...sowie Raubvögel Greifvögel (danke Matthias, für den Hinweis! :) ), deren Namen ich nun schon wieder nicht mehr weiß. :unsure:



Außerdem sehen wir eine Black-crowned night Heron/Nachtreiher



... sowie einen weiteren Reiher, den ich eigentlich auch unter Nachtreiher abgespeichert habe, nun aber ganz anders aussieht?! :unsure: Es ist ein Little Bittern/Zwergdommel (Vielen Dank liebe maddy für die Bestimmung! :kiss: )



Unsere Fahrt geht immer weiter flussabwärts und wir passieren eine Stromschnelle, müssen jedoch kurz vor der Riverdance Lodge abdrehen. Die "Flussrechte" sind hier klar aufgeteilt!



An einer kleinen Insel, mit äußerst Quarz ähnlichen Sand, legen wir an und trinken unseren Sundowner. Warum ich hier keine weiteren Bilder gemacht habe, kann ich gar nicht sagen... :dry:



Dann geht's zurück in Richtung Mobola Lodge, vorbei an etlichen African Dartern in der Abendsonne...











White-breasted Cormorant/Weißbrustkormoran



Sowie diese Rock Pratincole/Halsband-Brachschwalbe, die auf kleinen Inseln im Wasser ihre Nester haben und aktuell ihre Chicks aufziehen. :blush:





Auf der namibischen Seite des Flusses sehen wir immer wieder Menschen, die Wäsche waschen oder ihrer eigenen Hygiene nachgehen. Immer mal wieder kommt es wohl auch dazu, dass gerade kleinere Kinder Krokodilen dabei zum Opfer fallen. :ohmy: So idyllisch die Landschaft wirkt, so wild ist sie zum Teil auch.



Wir erreichen fast den Fährübergang, wo bewaffnete Angolaner überwachen, wer das Land betritt und Justinus hält das Boot an, so dass wir einfach nur die untergehende Sonne beobachten können...













Es ist unheimlich schön und kitschig zugleich... immer wieder ziehen Schwärme von Kuhreihern über uns hinweg, doch die Lichtverhältnisse und das leichte Schaukeln verwischen mir fast jedes Bild.



Wir genießen die Zeit sehr und kehren erst um halb acht wieder an der Lodge ein.











Schnell verräumen wir unsere Sachen ins Chalet und trinken noch zwei große Bier in der Bar. Maja ist wieder zugegen, erzählt viel aus ihrem Leben und beantwortet viele unserer Fragen. Ein schöner Tag, ein schöner Abend!



Nachdem wir alle Bilder überspielt und geduscht haben, fallen wir um halb elf müde ins Bett. Gute Nacht! :kiss:

gefahrene Kilometer: 155
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13.12.2018 - Mobola Lodge, Divundu - Ausflug in die Buffalo Core Area

Wir am Vortag werden wir früh wach, trinken gemütlich unseren Kaffee und nehmen um acht das Frühstück von Justine entgegen. Erneut ist es viel zu viel und bevor wir losfahren, geben wir nochmal Bescheid und bestellen die Wurst für den letzten Tag ab.



Im Baum sehen wir ein African Paradise Flycatcher/afrikanisches Paradiesschnäpper- Weibchen und sind erfreut.



Um viertel nach neun brechen wir auf und es ist etwas kühler, "nur" 28 Grad zeigt das Thermometer an. ;)

Die Strecke nach Divundu ist ja nun bereits bekannt und auch heute überqueren wir den Okavango.













Wir fahren und fahren, doch irgendwie kommt kein Abzweig zur Buffalo Cora Area... :unsure:





Wir drehen wir um und fahren ein ganzes Stück zurück, während wir anhalten und die Ziegen locker an uns vorbeiziehen, aktivieren wir das Navi und stellen fest, dass wir Deppen 500 Meter zu früh umgedreht sind. :blink: :pinch:



Na ja, wir sind schließlich im Urlaub und haben keinen Stress. :evil:







Wir tun, wie uns geheißen und betreten die Ranger Station, wo uns die Dame auf der anderen Seite erstmal herzhaft angähnt, dann jedoch ein Permit ausstellt. :lol: Erneut zahlen wir N$90 und erneut wundern wir uns über den günstigen Eintrittspreis.



Während Markus Luft aus den Reifen ablässt, mache ich auf dem Parkplatz ein paar Bilder...









...dann werde ich jedoch ebenfalls "eingespannt". :whistle:



Schließlich ist der Druck niedrig genug und wir starten die wilde Fahrt! :lol: Nein, so schlimm, wie wir befürchtet haben, ist die Strecke gar nicht, aber sowohl Georg als auch die Rangerin hatte uns vor einigen Sandstellen gewarnt und Markus ist dementsprechend angespannt. Weswegen ich auch angespannt bin... :evil: aber egal...

Auch hier gibt es Impala und entsprechenden Impala Nachwuchs.





Wir lassen die Ruinen links liegen und freuen uns über die Sichtung eines Meve's Starling/Mevesglanzstar.







Noch bevor der Fluss in Sichtweite ist, entdecken wir im Gebüsch einen toten Büffel, für den sich jedoch anscheinend keine anderen Tiere interessiert haben... :unsure: Lediglich die Augenhöhlen sind leer.



Entfernt blicken wir auf das Wasser und sehen etliche Wasservögel, ein Äffchen sowie einige Letschwes.



Aussderdem einen weitern Büffel - allerdings ist auch dieser ziemlich tot und zudem von Geiern umringt. :side:



Reiher vs. Darter - "Wer hat hier den längsten Hals?"



"Guckst Du!" - Yellow-billed oder Great Egret?



Ab und zu sehen wir ein paar Seerosen...



...und ein African Fish Eagle/Schreiseeadler zieht am blauen Himmel seine Runden.



Der Fluss wird breiter und wir sehen unseren ersten Eli! B)





Zuerst stillt er seinen Durst und dann an einem Termitenhügel seinen Mineralienbedarf.







In der Ferne sehen wir Kudus...



...und in der Nähe einen Lilac-breasted Roller/Gabelracke.



Sowie einen African Hooppoe/Wiedehopf - doch nach wie vor warten wir bei ihm auf ein perfektes Foto! :S



Die Pad führt am Fluss entlang und uns fällt auf, wie scheu die Tiere in diesem Park sind. :dry: sowohl die Warthogs als auch die Kudus schauen uns skeptisch an und flüchten trotz großer Entfernung.





Auch der Bateleur flüchtet, aber seine Position war auch vorher nicht besonders gut... :whistle:





Am Ufer sehen wir ein großes Krokodil und wundern uns mal wieder, dass es die Vögel nicht zu stören scheint.





Immer wieder stoppen wir und blicken auf's Wasser: wir sehen einen Black-headed Heron, Letschwe Antilopen mit einem Egrets, Wattled Cranes (leider erneut weit entfernt) sowie einen Yellow-billed Stork.











Ein weiterer Eli kommt vom Wasser her und gibt uns deutlich zu verstehen, Abstand zu halten.



Dann marschiert er stammen Schrittes in Richtung Wald.



Plötzlich führt endet der Weg und wir folgen der einzigen Spur durch hohes Gras... :unsure:





... dann landen wir allerdings auf einer öden Fläche, wo wirklich kein Weg mehr erkennbar ist. Es gibt einige Fahrspuren, aber alle enden oder bilden einen Kreis und so kehren auch wir an diesem Punkt wieder um.



Die Rückfahrt läuft wesentlich entspannter - nun kennen wir die Strecke und wissen, dass es nur 1-2 tiefere Stellen gibt.

Im Fluss sehen wir ein Hippo.



Und natürlich die allgegenwärtigen Letschwe. Auch Wasserböcke sehen wir, sie sind jedoch so weit entfernt, dass kein Bild gelingt.



Endlich treffen wir auch auf (lebendige) Namensgeber des Parks! B) Flankiert von einer Rappenantilope (die dieses Mal auch richtig unter "Sable" in meiner Tagebuchaufzeichnung notiert ist... :whistle: )





Es ist bereits nach zwei und wir sind auf dem Weg zum Ausgang, als wir durch die Büsche etwas entdecken - ELEFANTEN!!!! :woohoo:



Wir suchen uns einen guten Stellplatz und beobachten die Gruppe, die auf uns zukommt.



Schon bald sehen wir, dass sie regelrecht durch die Schwemmwiese waten. :ohmy: Ein matschiges Vergnügen und wir hoffen, dass keiner stecken bleibt. :pinch:









Auf der rechten Seite steht derweil eine riesige Büffelherde.







Und weitere Elis nähern sich von rechts, so dass wir etwas unsicher sind, ob unser Platz wirklich safe ist. Schnell weg können wir hier nicht, sollten wir irgendwann im Weg stehen. Von daher dreht Markus den Wagen so, dass wir zumindest vorwärts die Böschung wieder hochfahren können.





Die Jungspunde scheinen ihren Spaß am Matsch gefunden zu haben und veranstalten eine richtige Schlammschlacht! :lol:





Ach, es ist einfach immer wieder wunderbar, der Interaktion dieser Tiere zuzusehen... :blush:

Während sich die einen begrüßen...



...verzieht sich dieses Hippo lieber! ;)







Mit diesen letzten Bilder von Mutter und Kind verabschieden wir uns von dieser tollen Sichtung und machen uns auf den Weg.







Ja, mit diesem Abschluss hat der Buffalo Game Park nochmal ordentlich gepunktet! :)

Auf den letzten Metern sehen wir noch mehrere Kudus sowie ein Buschböckchen.





Am Gate suchen wir uns einen (nicht vorhandenen) Schattenplatz und füllen mit Hilfe des Kompressors die Reifen wieder auf. Dann halten wir auf dem Weg zur Lodge in Divundu, tanken und kaufen ein paar letzte Kleinigkeiten - denn morgen geht's schließlich weiter nach Botswana! ;)

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 21 Feb 2019 21:12 von Fortuna77.
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