THEMA: Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
19 Apr 2019 20:08 #554360
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Teil 2 - 20.12.2018 - Es geht weiter nach Rundu

Bevor wir uns auf den Weg nach Rundu machen, tanken wir in Kongola nochmal voll, lassen den Reifendruck checken und dann geht's los. Für die erste Teilstrecke übernimmt Markus das Steuer...









...kurz vor Divundu tauschen wir dann. Schon verrückt - wir sind diese Stecke etliche Tage zuvor das erste Mal gefahren und nun kommt uns vieles (natürlich) schon bekannt vor. ;)

Die letzten 100 Kilometer fährt Markus und als wir Rundu gegen 16.00h erreichen, zeigt das Thermometer mal wieder 36 Grad an. :blink: In Rundu tobt das Leben rechts und links der Hauptstraße.











Die Tambuti Lodge liegt etwas außerhalb des Ortskerns an einer Straße am Flussufer des Okavango.



Wir sind etwas überrascht, wie viel hier los ist. Zwei Wochen zuvor stand nur unser Zimmer als gebucht im Internet - so kann man sich täuschen. :laugh:

In der Rezeption werden wir freundlich, mit einem leckeren Glas Hibiskussaft empfangen, bevor wir zu unserem Zimmer geführt werden. Dieses ist einfach, aber groß und sauber und es gibt ein riesiges Bad.







Wir schleppen unsere Sachen vom Parkplatz durch den Garten zum Zimmer hinauf, packen aus und sortieren uns erstmal ein wenig neu, bevor ich unsere stinkenden "Bootsklamotten" kurz durchwasche und zum Trocknen nach draußen hängen. Danach gönnen wir uns zwei kühle Radler auf der Terrasse des Restaurants und melden uns für's Abendessen im Restaurant an, bevor wir die Bilder der letzten Tage sichern.



Im Garten haben wir bei der Ankunft viele Vögel gesehen, doch als ich mich nochmal mit einer Kamera bewaffnet auf den Weg mache, ist die Ausbeute sehr gering. :pinch:

Egal, diese Station war ohnehin "nur" als Transferstation geplant und so lassen wir uns um halb sieben wieder im Restaurant nieder zum Abendessen. Die Tambuti Lodge wirbt mit ihrer einheimischen Küche und so bestellt Markus ein Oryx Steak mit Pommes und Salat, während ich mich für ein Chicken Curry mit Reis entscheide. Als Vorspeise bestellen wir uns ein traditionelles Gericht - eine Art Bohnenbällchen mit Tomatensauce.





Das Essen schmeckt gut und die Preise sind hier unglaublich günstig! Inklusive der Getränke bezahlen wir nur knapp N$ 400.

So kurz vor Weihnachten befinden wir uns mitten in der "festive season", d.h. tausende Leute feiern am Abend an den Stränden in Rundu - also direkt unterhalb unserer Unterkunft. Dementsprechend ist es hier nun auch so voll - wobei wir es uns trotzdem nicht erklären können, warum die Buchungslage nur wenige Wochen zuvor noch ganz anders aussah. :dry:

Viele junge Leute bereiten sich also auf eine lange Nacht vor, auch unsere Zimmernachbarn, wie wir feststellen, als wir nach dem Essen wieder zurückkehren. Ein Infoblatt im Zimmer kündigt bereits an, dass es zur Zeit zu Lärmbelästigung kommen kann und die Lodgebetreiber bitten um Verständnis. Na, dass kann ja eine heitere Nacht werden... :whistle:

Nach der langen Fahrt und den aufregenden Tagen bei Dan sind wir jedoch so müde, dass wir bereits um halb neun im Bett liegen. Und dann hören wir draußen auch schon Gewittergrollen. :S

Ein heftig einsetzendes Gewitter macht den Partyhungrigen am Fluss einen Strich durch die Rechnung und so kommt es nicht zum befürchteten Halli-Galli in der Nacht. Und so schlafen wir lange und gut, obwohl es trotz des Regens immer noch ziemlich warm bleibt.

gefahrene Kilometer: 410
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19 Apr 2019 21:18 #554365
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21.12.2018 - "Etosha - wir kommen..." - Zumindest sind wir auf dem Weg.

Gut ausgeschlafen, wachen wir um halb sieben auf, bereiten uns einen Tee bzw. Kaffee zu, duschen und packen alles zusammen, so dass wir pünktlich um halb acht auf dem Weg zum Frühstück sind... :P

Das Frühstück wird nicht im Restaurant serviert, sondern auf einer zweiten Terrasse am anderen Ende des Grundstücks. Von dort schaut man auf den Fluss bzw. die nächtliche Partylocation.





Wir sind die ersten Gäste am Morgen und werden freundlich begrüßt. Neben einem "English Breakfast" gibt es auch hier wieder traditionelle Speisen, wie z. B. Muhora und Pancakes sowie den hervorragenden Hibuskussaft, der uns am Vortag schon so gut geschmeckt hat. Eine Mitarbeiterin erklärt uns alles ausführlich am Buffet und freut sich sichtlich, dass wir auf Eier und Co. komplett verzichten und das traditionelle Frühstück bevorzugen.







Gut gestärkt und gut gelaunt machen wir uns um viertel vor neun auf den Weg. Noch immer ist es bewölkt und mit 22 Grad verhältnismäßig kühl. Ab und an kommt sogar ein Tropfen Regen runter...



Erneut liegen über 400 Kilometer vor uns und wir sind schon sehr gespannt, was uns in den kommenden Tagen im Etosha erwarten wird. :silly:

Wie auch in den letzten Tagen, ist hier an der B8 immer wieder einiges los... Die Menschen transportieren Wasser und Lebensmittel in Kanistern und Körben, Esel und Rinder sind im Einsatz oder stehen am Straßenrand, Ziegen überqueren die Straße und selbst die kleinsten Kinder sind selbstverständlich eingespannt.









Und in regelmäßigen Abständen sehen wir auch die typischen "Shebeens", die um diese Uhrzeit jedoch noch geschlossen sind.







Um kurz nach zehn erreichen wir den Animial Disease Checkpoint und reihen uns in die Schlange ein, um durch das Desinfektionsbecken zu fahren, welches jedoch wohl nur Alibi-mäßig gefüllt ist. :whistle: Im Anschluss werden vier Taschen sowie der Kühlschrank kontrolliert, doch bei unserer Vorräten gibt es nichts zu beanstanden.







Für die nächsten 100 Kilometer darf ich wieder ans Steuer (soviel wie in diesem Urlaub, bin ich wohl in Afrika noch nie gefahren... :lol: ), bevor wir in Grootfontein erneut an der Mall halten, so dass ich die Einkäufe erledigen kann, während Markus auftankt.

Da wir gut in der Zeit sind - und wohl so schnell auch nicht mehr in die Ecke kommen werden - machen wir den kleinen Umweg und steuern den nahe gelegenen Hoba Meteoriten an.









Die ganze Anlage ist gut gepflegt und aktuell sind wir die einzigen Gäste hier und so schauen wir uns in aller Ruhe um und lesen uns durch die Infotafeln...







... bevor wir den Weg zum Meteoriten einschlagen.



Wie schon so oft zuvor in Berichten gelesen, ist es nicht wirklich spektakulär - trotzdem irgendwie faszinierend, das dieses tonnenschwere "Ding" vor so langer Zeit hier gelandet ist. Am meisten erstaunt mich jedoch, dass die Oberfläche dieses "nickelreiche Ataxit" recht kühl ist, obwohl die Sonne mittlerweile wieder kräftig scheint und sich alle Steine ringsum aufgeheizt haben. Im ersten Moment habe ich nämlich damit gerechnet, dass man ihn gar nicht anfassen kann, aufgrund seiner Farbe etc. Also doch ein kleines Wunder! ;)







Und so machen wir ein paar Bilder von allen Seiten und ärgern uns über diese Idioten, die überall auf der Welt Zeichen ihres Besuches hinterlassen müssen (unten rechts im Bild zu sehen) und damit soviel zerstören. :evil:







Ja und nach ein paar Minuten reicht es uns dann auch - zwar gibt es Picknicktische im Schatten, doch so spektakulär finden wir es hier dann auch nicht, dass wir länger verweilen möchten... Im Shop kauft Markus noch ein Souvenir und so ziert nun eine dieser bemalten "Monkey Apples" unsere Fensterbank im Wohnzimmer. :P



Die nächsten 180 Kilometer verlaufen recht unspektakulär. Überall ist es ziemlich trocken und wir sind froh, dass es kurz vor dem Etosha wieder etwas grüner zu werden scheint...

Ein einzelner Springbock weist uns den Weg.



Gegen 15.00h taucht schließlich vor uns das Lindequist Gate auf und wir fragen freundlich nach, ob wir irgendwo eine Karte erstehen oder bereits unser Permit für morgen kaufen können. Beides wird umständlich verneint und so drehen wir unverrichteter Dinge wieder um.



Ein paar Blessböcke liegen im Schatten eines Baumes unterhalb der Pad, anscheinend stammen sie aus einer der angrenzenden Lodges.



Die Einfahrt zur Tamboti Campsite, die wiederum zur Onguma Gruppe gehört, liegt quasi in Sichtweite zum Gate. Dort werden wir freundlich von einem jungen Mann empfangen und in die richtige Richtung verwiesen.





Ein automatisches Gate innerhalb der Anlage schützt den Campingbereich vor wilden Tieren - von denen wir übrigens keins während unseres Aufenthaltes dort - gesehen haben.



An der Rezeption, die auch einen kleinen Shop beherbergt, checken wir ein und uns wird die Campsite Nr. 14 zugewiesen.



Die Campsites liegen verteilt zwischen Büschen und Sträuchern, so dass man ein wenig Privatsphäre hat und seinen Nachbarn nicht auf den Füßen herumtrampelt. Außerdem gibt es jeweils einen eigenen (sauberen) Sanitär- und Küchenblock, wodurch die Wege kurz sind. Wir, als Erstcamper, stufen diesen Platz als ziemlich komfortabel ein, platzieren unser Auto und bauen das Dachzelt auf, da wir befürchten, dass es nach den zwei Regennächten evtl. ein wenig nass sein könnte. Doch alles ist gut! :)









Wir nutzen die Zeit und erfrischen uns in dem kleinen Pool nahe der Rezeption, wo wir uns im Übrigen für den kommenden Abend gleich für's Restaurant anmelden, dass der Campsite angeschlossen ist.





Ein wenig Weihnachtsdeko darf zu diesem Zeitpunkt natürlich auch nicht fehlen!



Lange halten wir es am Pool jedoch nicht aus, da es grünen Gras kribbelt und krabbelt und wir uns direkt ein paar neue Stiche einfangen. :pinch:

Also kehren wir bald zurück zur Campsite, um unser Abendessen zuzubereiten, solange es noch hell ist...





Wir bereiten uns ein vegetarisches Essen aus Reis, Bohnen, Paprika, Schafskäse und Chakalaka Sauce zu - schließlich müssen wir unser Vorräte mal so langsam runterfahren. Sicher kein Gourmetessen, aber es schmeckt und wir werden satt. :laugh:

Der "Chefkoch" bei der Arbeit





Hier benötigen wir übrigens unseren Campingtisch (den wir in Windhoek vor der Abreise ja zum Glück nochmal kontrolliert haben) zum ersten Mal.

Schon beim Abwasch wird klar, dass wir mit der Entscheidung, früh zu kochen und zu essen, alles richtig gemacht haben. Innerhalb weniger Minuten zieht es sich nämlich zu und bald schüttet wie aus Eimern. :huh: Schnell platzieren wir unsere Stühle in der halboffenen Küche und sind froh, über das feste Dach über dem Kopf. Dies ist genau eins der Szenarien, die Markus im Vorfeld immer vom Camping abgeschreckt hat!

Zum Glück bin ich nochmal schnell ins Dachzelt gekrabbelt und habe alle Reißverschlüsse geschlossen, bevor es richtig anfängt zu regnen. Auf der Campsite nebenan bauen unsere Nachbarn gerade erst ihr Zelt auf - Prost Mahlzeit! :pinch:



Wir genießen hingegen ein kühles Bierchen im Trockenen, beobachten das Szenario, schreiben ein wenig Reisetagebuch und rätseln, ob es eine gute Idee ist, bei Gewitter im Dachzelt zu schlafen?! :blink:

Nach 20 Minuten ist der Spuk schließlich wieder vorbei und so krabbeln wir um neun in unser (trockenes) Zelt. Kurze Zeit später fängt es zwar erneut an zu regnen, zum Glück jedoch ohne Blitz und Donner... ;)

Und so endet ein eher unspektakulärer Tag dieser Reise - morgen wird es wieder spannender... Gute Nacht! :kiss:

gefahrene Kilometer: 453
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27 Apr 2019 19:50 #554851
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22.12.2018 Onguma Tamboti Campsite

Der Regen lässt in der Nacht nach und so schlafen wir - wieder mal - sehr gut in unserem Dachzelt bis wir um viertel nach fünf hinaus krabbeln. Nach kurzer Dusche und einem schnellen Kaffee, packen wir unser Zelt zusammen und fahren um halb sieben los in Richtung Gate.



Das Einreiseprozedere verläuft unkompliziert, auch wenn die Dame am Gate nicht ihren besten Tag zu haben scheint... :unsure:



Zwanzig Minuten nach Gateöffnung sind wir somit im Park und schon gespannt, was der Etosha für uns bereit hält! :silly:



Zuerst einmal geht es nach Namutoni, wo wir unser Parkfee bezahlen müssen. Bereits auf den ersten Kilometern sehen wir ein Dik-Dik Paar und freuen uns sehr über diese Miniantilopen mit der coolen Punkfrisur. B)





Wir lassen es gemütlich angehen und werden von etlichen Autos überholt. Ich begreife es mal wieder nicht, warum so viele Gäste durch die Parks rasen... :angry: Eine kleine Giraffe nutzt die Chance, die Straße zu überqueren.



Der Impala Bock am Wegesrand ist da schon etwas gelassener...



Und dieser Bursche steht hinter einem Busch und lässt sich sein Frühstück schmecken.





Nach einer halben Stunde erreichen wir das Camp und zahlen unser Tagespermit an der Rezeption. Statt einer Sichtungstafel gibt es hier ein Sichtungsbuch, die Einträge sind jedoch mehrere Tage alt und somit relativ wenig aussagekräftig.







Da es Markus' erster Besuch im Etosha ist, schauen wir uns auch ein wenig im Camp um. Eine perfekte Tageszeit, denn viele Gäste sind bereits unterwegs und somit sind wir am Wasserloch ganz alleine...





... aber auch nur fast - denn tatsächlich trottet auf der anderen Seite ein Bl@ck Rh*no durch's Gras. :woohoo:





Was sind wir doch für Glückspilze!

Außerdem stehen etliche Zebras am Wasserloch, flankiert von einigen Marabus.





Auch dem Fort statten wir einen kurzen Besuch ab. Der Zustand ist jedoch bemitleidenswert. Alles sieht etwas verlassen und verwahrlost aus... :unsure: Schade, man könnte dieses Gebäude sicherlich besser nutzen.







Wir verlassen das Camp und steuern erstmal den Dik-Dik Drive an. Hier ist wenig los - d.h. wir sehen kaum Autos, allerdings auch kaum Tiere. Markus ist ein wenig entsetzt und fragt, was die Tiere im Etosha denn fressen?! So karg die Landschaft im Dezember auch ist, ich habe sie von meinem ersten (und einzigen) Besuch im Dezember 2010, fast noch karger in Erinnerung... :pinch:









Unser Weg führt uns anschließend weiter nach Norden, wo wir die Fisher's Pan umfahren. Statt auf Säugetiere treffen wir hier vermehrt auf Vögel...





Kori Bustard



Southern pale chanting Goshawk



Red-billed Queleas



sowie Blue cranes.



Sehr dekorativ, jedoch auch etwas deplatziert, wirkt diese Ansammlung von Palmen auf uns.



Dies sollte nicht der letzte Northern black korhaan bleiben, den wir in den nächsten Tagen zu Gesicht bekommen. :whistle:



Die Luft flirrt in der Ebene, von Wasser ist keine Spur zu sehen...



Herr und Frau Strauss



Damit wir unsere Ruhe haben, lassen wir einen Konvoi passieren...



... und freuen uns über ein fotogenes Oryx am Wegesrand.



Viel Busch zum kratzen ist da ja nicht, aber Hauptsache, es hilft! :laugh:



Majestätisch steht dieses Blue Wildebeest in der Gegend herum - man könnte fast meinen, es steht am Meer... Doch der Eindruck täuscht. :pinch:



Cape turtle dove



Namaqua dove



Die Grasflächen werden größer und so treffen wir auf größere Oryx und Springbock Herden.









Kori Bustard/Riesentrappe



Lilac-breasted roller/Gabelracke



Wir sind erstaunt und erfreut über die gute Beschilderung im Park...



Auf dem Loop um Klein und Groot Okevi, sehen wir etliche Zebras mit unglaublich hübschen Jungtieren. :kiss:















Auch einige, dunkel gefärbte Giraffen kommen uns vor die Linse.





Der weitere Weg nach Norden gestaltet sich als äußerst unspannend. Bis wir dann auf 2 Fahrzeuge treffen, deren Insassen in die Büsche starren. Tatsächlich "verstecken" sich dahinter einige Elefanten. Ihre Tarnung ist allerdings so gut, dass es für Fotos nicht reicht und da sich die Fahrerin des einen Gamedrive Fahrzeuges so rücksichtslos verhält und die Tiere quasi aus dem Versteck locken will, in dem sie auf und abfährt und ruft, tritt Markus lieber schnell die "Flucht" an, bevor ich meine imaginäre Pistole raushole... :evil:

Aargh, dieses Erlebnis nervt mich so sehr, dass ich eine gute Stunde kein einziges Foto mache. :pinch: Allerdings gibt es auch nicht viel zu sehen und viele Vögel ergreifen die Flucht, sobald wir auf dem Schotter abbremsen. Dabei sind wir doch schon so langsam unterwegs... :unsure:

Es ist schließlich weit nach elf Uhr, als wir den Picknickplatz kurz vorm Mpingana Gate erreichen.







Dieser ist in einem so erbärmlichen Zustand, dass mir die Lust endgültig vergeht... Warum in aller Welt nimmt NWR so geringe Eintrittspreise, anstatt diese anzupassen und auch etwas reinvestieren zu können?! :dry: Die Umzäunung stellt allenfalls noch eine Verletzungsgefahr für die Wildtiere dar und bei mehr als drei Autos ist man gut beraten, wenn man eigene Stühle dabei hat... Die verschiedenen Mülleimer zur Trennung wirken hier einfach nur lächerlich!





Wir sind froh, als wir diesen unwirtlichen Ort wieder verlassen und steuern das Andoni Wasserloch an. Auf dem Weg dorthin queren drei junge Oryx unseren Weg. Sie sind allein unterwegs... Von älteren Tieren ist keine Spur zu sehen. Hoffentlich finden sie ihre Herde bald wieder! :blink:



In der Ferne sehen wir einige Gnus...



... und am Wasserloch erwarten uns Zebras, einzelne Springböcke, weitere Blue Cranes sowie einige Wasservögel.











Wir beobachten das Treiben eine ganze Weile, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Als wir auf diesen Wegweiser treffen kriegen wir einen kleinen Schreck! :ohmy: So weit kann es doch gar nicht sein...



Ein kurzer Blick in die Karte stellt dann jedoch schnell klar, dass sich hier wohl jemand mit der "1" einen Scherz erlaubt hat. :laugh:

Steenbok im Schatten eines Busches.



Red-crested korhaan





Ein junges Kudumännchen stillt an einer Pfütze in nahe der Pad seinen Durst.







Wie schön es hier wohl sein muss, wenn die Pfanne mit Wasser gefüllt ist!





Am Wasserloch Tsumcor haben wir mehr Glück, als dieses Kudu, welches am Wegesrand liegt...



... und treffen dort auf einige Giraffen, die ihren Durst stillen.









Außerdem sehen wir noch hübsch gemusterte Laughing doves.



einen Jacobin cuckoo



sowie ein Warzenschwein, mit nahezu perfekter Tarnung! ;)





Kurz bevor wir Namutoni wieder erreichen, sehen wir in einiger Entfernung einen Elefanten. Leider entfernt er sich jedoch mit jedem Schritt von uns.



Wenn man sich dem Camp von Norden nähert, findet man die beiden Grab- bzw. Gedenksteine, die an die Auseinandersetzungen und Gefallenen in dieser Region erinnern.





Es ist zwei Uhr und so legen wir am Camp erneut eine kleine Pause ein und vertreten uns ein wenig die Füße.



Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 27 Apr 2019 21:01 von Fortuna77.
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27 Apr 2019 21:49 #554873
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2. Teil - 22.12.2018 - Etosha, rund um Namutoni

Es ist heiss, sehr heiss, als wir wieder im Camp sind. Wir schleppen uns zu den Toiletten und besuchen den kleinen Shop, um uns kühle Getränke zu kaufen. Der Pool erscheint uns verlockend, doch da wir "nur" Tagesbesucher sind, verzichten wir auf eine kurze Abkühlung.

Als wir wieder im Auto sitzen und uns auf den Weg machen, laufen einige Mitarbeiter aufgeregt um einen Baum herum. Kurz zuvor saßen und lagen sie noch alle im Schatten und erholten sich in ihrer Mittagspause.





Wir können uns im ersten Moment nicht erklären, was da los ist, doch irgendetwas attackieren sie mit Flaschen und Steinen. :ohmy: Und dann entdecken wir die Schlange, die sich zwischen den Stämmen windet.



Es ist übel anzusehen, wie die Schlange mitten im Camp mit Hilfe von Spaten getötet wird. Natürlich ist es ein Schock, eine (vermutlich giftige) Schlange in der Nähe zu entdecken, doch hat nicht auch sie ein gutes Recht, in einem Nationalpark zu (über)leben?! :unsure:



Wir verlassen das Camp mit gemischten Gefühlen...



... und steuern das nahe gelegene Chudop Wasserloch an.



Dort erwartet uns eine Tüpfelhyäne, die kurz den Kopf hebt und nach dem Rechten schaut.



Kudus, eine Giraffe sowie ein paar Impalas warten in gebührendem Abstand und weitere Hyänen nähern sich schließlich von allen Seiten...











So richtig traut sich niemand heran - kein Wunder bei der Belagerung!



Umso mehr erstaunt es uns, als eine Herde Impalas sich von der anderen Seite tatsächlich dem Wasser nähert und ihren Durst stillt.



Die größeren Tiere sind zu beeindruckt und überlassen den Hyänen lieber den Platz.





Und diese genießen ihrerseits ihren Status und gönnen sich ein erfrischendes Bad.









Auch wenn wir uns kaum trennen können, wollen wir noch ein Stück weiter fahren und beschließen auf dem Rückweg nochmal vorbei zu schauen.



Die meisten Tiere suchen zu dieser Tageszeit Schutz im Schatten.



Ein paar ganz "Harte" sind jedoch trotzdem unterwegs...

Secretary Bird









Wir nehmen den Weg nach Kalkheuwel, hier sind tatsächlich noch Überbleibsel des Regens vom Vorabend zu sehen.





Als wir um eine Ecke kommen, verschwindet vor uns ein Rh*no im Gebüsch. Auch wenn diese Sichtung nur recht kurz ist, freuen wir uns sehr darüber!





Southern pale chanting Goshawk



Obwohl die Landschaft so unwirtlich erscheint, sind wir erstaunt über die Vielzahl an Tieren, der wir begegnen.







Crowned lapwing/Kronenkiebitz an Springbock





Und nochmal einer dieser Schreihälse: Northern black korhaan ;)









Wir erreichen Chudop um viertel nach fünf und noch immer herrscht "Hyänenalarm".



Vier Tiere stehen am Rand, während eine Hyäne im tieferen Wasser "sitzt" und uns ein herrliches Schauspiel bietet...









Ist das nicht ein süßer Fratz?! :laugh:



Immer wieder taucht sie ab, während die Kumpanen unschlüssig am Rand auf und ab laufen...







Eine einzelne Giraffe beobachtet das Schauspiel ebenfalls mit Respekt.







Wonach die Hyäne taucht oder welchen anderen Auftrag sie hat, erschließt sich uns nicht, aber sie scheint auf irgendwelche "Reste" gestoßen zu sein.









Erneut fällt uns der Abschied schwer, doch wir müssen los, da wir für halb acht im Restaurant angemeldet sind...

Für einen kurzen Stopp bei Klein Namutoni reicht die Zeit jedoch noch. ;)



Neben einigen Giraffen treffen wir dort auf Marabous, Yellow-billed storks, Egyptian gooses, Red-billed teals u. a. Wasservögel...









Auf dem Weg zum Gate kommen uns etliche Schwarznasen-Impalas entgegen und wir wundern uns, wie relaxed sie über die Teerstraße laufen, obwohl einige Autos mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit hier entlang rasen. :huh:





Die kleinen Dik-diks verabschieden uns, was für ein schöner Tagesabschluss! :kiss:





Um sechs Uhr erreichen wir wieder unsere Campsite. Spülen, bauen das Dachzelt auf, duschen kurz und machen uns um halb acht auf den Weg zum Restaurant. Nur ein weiteres Paar ist vor Ort und so erhalten wir zügig unsere Bestellung. Neben einem Salat entscheiden wir uns jeweils für eine Biltong Pizza. Die Portionen sind riesig und es ist viel zuviel!!! :laugh:



Die dicke Käseschicht tut ihr übriges und da ich nach der Hälfte pappsatt bin, lassen wir uns die Reste tatsächlich einpacken...

Auf unserer Seite der Campsite sind wir diese Nacht ganz alleine. Es ist immer noch ziemlich warm und so gönnen wir uns ein weiteres kaltes Getränk, bevor wir ins Dachzelt krabbeln. Es sind viele Motten unterwegs, die um uns herum schwirren und die Dosen ständig in Beschlag nehmen wollen. :blink:



Um kurz nach neun heißt es schließlich: Licht aus! Gute Nacht... :kiss:

gefahrene Kilometer: 246
Letzte Änderung: 27 Apr 2019 22:36 von Fortuna77.
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28 Apr 2019 19:21 #554946
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23.12.2018 - Etosha - Die Fahrt nach Halali

Die Nacht ist ruhig und nachdem es zu Anfang noch ziemlich warm war, wird es irgendwann sogar richtig frisch. :huh: Als um sechs Uhr der Wecker klingelt, kochen wir Kaffee und packen alles zusammen. Um sieben heißt es dann: Abfahrt!

Erneut fahren wir den Dikdik Drive und auch an diesem Morgen werden wir nicht enttäuscht, denn die hübschen Namensgeber stehen mal wieder parat. :blush:









Bei Klein Namutoni ist tote Hose, bis auf ein paar Wasservögel sowie einige Tauben und Webervögel sehen wir nix.







Erst als wir schon wieder auf dem Rückweg sind, kommt uns ein einzelner Elefant entgegen.





Die Zebramangusten sind meist zu schnell, um sie vernünftig abzulichten - diese hat ein Einsehen mit uns, wenn auch nur von hinten... :whistle:



Schwarznasen Impala



Cardinal Woodspecker :unsure:



Die nächste Sichtung erwärmt unser Herz. Das kleine Springbockbaby muss erst vor kurzem das Licht der Welt erblickt haben und ist noch etwas orientierungslos... :blush:





Während es die richtige Stelle zum "andocken" sucht, schaut sich seine Mutter immer wieder wachsam um und stupst es sanft in die richtige Richtung.





"Ah, geschafft!"



In Chudop haben die Hyänen vom Vortag ihr Revier aufgegeben und Zebras haben übernommen, allerdings machen auch sie sich auf den Weg, als wir eintreffen...





Und so fahren auch wir weiter in Richtung Westen.











Wir fahren den Loop, der am Wasserloch Ngobib vorbeiführt. Dort treffen wir auf viele, viele Springböcke sowie etliche Giraffen, die ihren Durst stillen.















Ein Southern pale chanting Goshawk überwacht die Lage



ebenso wie dieser African Pipit (?)



Auch bei Familie Gnu freut man sich bereits über Nachwuchs. Dieses Kleine sieht jedoch schon ein paar Tage älter aus und liegt zwischen den ausgewachsenen Tieren im Schatten.



An der Kreuzung wählen wir die Pad entlang der Pfanne (Richtung Okerfontein), an der ausgeschilderten Picknicksite wollen wir frühstücken, denn nach guten zwei Stunden Fahrt meldet sich ein erstes Hungergefühl. ;) Bereits wenigen hundert Metern ist uns klar: das war die absolut richtige Entscheidung!

Als wir einen Busch passieren, sehe ich aus dem Augenwinkel auf der rechten Seite etwas verdächtig "Hellbraunes" im Schatten liegen und rufe laut: "STOPPP!!!" Tatsächlich, wir trauen unseren Augen kaum, aus unserer Fahrtrichtung zwar schwer zu sehen, aber dennoch nur wenige Meter von der Pad entfernt, liegt eine ganze Gruppe Löwen! :woohoo:





Es handelt sich um einen richtigen Familienverband mit Jungtieren unterschiedlichen Alters und alle liegen so eng zusammen, dass wir nicht ausmachen können, um wie viele Tiere es sich handelt... :silly:





Eine Löwin erhebt sich aus der Masse und läuft in unsere Richtung...







... die Kleinen verfolgen sie gespannt mit ihren Blicken...



... während sie sich (nicht ganz ladylike) zwischen ihre Familie und unser Auto setzt und ihr Geschäft verrichtet. :lol:





Danach dreht sie sich einfach wieder um und legt sich zu den anderen.







Wir sind hin und weg, bekommen jedoch mit, wie hinter uns ein Auto einfach vorbei fährt. :blink: Nun gut, es kommt ebenfalls aus unserer Richtung und wir versperren zusätzlich die Sicht, aber kurz anhalten und nachfragen wäre in dieser Situation nicht das Schlechteste gewesen... :whistle:

So beobachten wir ungestört, wie die Kleinen rumturnen und sind einfach happy.









Schweren Herzen trennen wir uns und setzen den Weg fort - es ist gerade mal halb zehn und schon wieder ziemlich heiß. Viel Action ist hier momentan also nicht zu erwarten...

Nur 3 Minuten später treffen wir auf diese Zebraherde, die uns auf der Pad entgegen kommt. Die werden doch wohl nicht bei den Löwen vorbeispazieren?! :blink: Außerdem steht ein alter Elefantenbulle weiter vorne mitten auf der Pad. Was ist denn hier los?!



Wir wägen kurz ab, entscheiden uns jedoch dafür, den Zebras einen kleinen Vorsprung zu geben und uns zuerst um den Elefanten zu "kümmern", bevor er sich vom Acker macht. Nach den intensiven Elefantenbegegnungen in Botswana sind sind die Elefanten hier bisher recht rar gesät, da muss man Prioritäten setzen! B)





Es handelt sich um einen stattlichen, alten Bullen, der nur noch über einen Stoßzahn verfügt. Armer Kerl!

Doch nach ein paar Bildern siegt unsere Neugierde, was auf der Löwen/Zebra Front so abgeht und wir drehen um. Trauen unseren Augen jedoch kaum, als uns schon wieder ein Auto entgegen kommt... Das gibt es doch gar nicht! Warum sieht niemand dieses Löwenrudel?!



Vorsichtig überholen wir die Herde, fühlen uns ein wenig schlecht dabei, sie wohl möglich ins Verderben zu begleiten. :unsure: Es sind einige hochtragende Stuten dabei, die schon jetzt genug mit sich "rumschleppen"...







Bei den Löwen ist die Lage hingegen unverändert - kein Wunder, ohne störende Touris und so... :whistle:









Dieser Blick - einfach zum dahin schmelzen... :blush:





Wir warten und warten, doch es tut sich nix - von den Zebras ist nichts zu sehen. Anscheinend haben sie doch noch Lunte gerochen und eine andere Richtung eingeschlagen. So schön ein wenig Action auch gewesen wäre, atme ich innerlich auch ein wenig auf... :whistle:

Also drehen wir erneut und verlassen Familie Löwe nun endgültig. So kommen wir erneut an dem alten Bullen vorbei, der noch nicht wirklich viel weiter gezogen ist und wir können ihn in aller Ruhe beobachten und fotografieren.







Wir wünschen ihm noch viele schöne Jahre, zu furchtbar ist die Vorstellung, dass die alten Elefanten irgendwann einfach verhungern, weil alle Zähne abgenutzt sind. :( Aber auch das gehört natürlich zum (natürlichen) Leben und Sterben dazu.



Dieses Zebra hat wohl in den letzten Tagen nähere Bekanntschaft mit einer Katze gemacht. :unsure:



Es ist bereits viertel nach zehn, als wir hungrig den Picknickplatz erreichen.



Er ist in ähnlich desaströsem Zustand wie die Picnic Site im Norden - allerdings gibt es hier noch nicht einmal Schatten. :blink: Also parken wir unseren Hilux am Rand und nutzen das bisschen Schutz, welches das Auto uns gibt. Da die Sonne fast senkrecht steht, hält es sich in Grenzen. :pinch:









Während wir unsere Käsebrote und ein wenig Müsli mit Obst verspeisen, trifft ein weiteres Auto ein. Zwei Damen aus Südafrika (Mutter und Tochter), die ebenfalls eine kurze Rast einlegen. Wir sprechen sie an, aus welcher Richtung sie kommen und da sie auf dem Weg nach Osten sind, erzählen wir natürlich von dem Löwenrudel am Wegesrand. Sie freuen sich sehr und bedanken sich ausgiebig. Schön, solch' nette Menschen zu treffen!

Kurze Zeit später trifft eine Kolonne von drei Fahrzeugen ein. Wir haben sie am Morgen bereits gesehen und werden ihnen in den kommenden Tagen auch noch des Öfteren begegnen. Die Sympathiepunkte steigen jedoch nicht, als zwei Männer neben dem Toilettenhäuschen, aber in unserem Sichtfeld pinkeln, während wir frühstücken. :sick: Na, danke auch!

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 28 Apr 2019 20:29 von Fortuna77.
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Teil 2 - 23.12.2018 - Rund ums Halali Camp

Wir setzen unseren Weg nach Westen weiter fort und treffen auf einen Roadblock nach dem nächsten... :laugh:



Auf der Pad hat sich an einigen Stellen noch Regenwasser gesammelt, so dass die Zebras hin und wieder eine kleine Trinkpause einlegen.



Anscheinend ist das einer der Gründe, warum die Strecke so beliebt ist. :blink:



Als wir bei Okerfontein ankommen, trifft zeitgleich eine weitere Herde Zebras ein. Eins nach dem anderen "verschwindet" in der Senke, so dass irgendwann wohl zig Zebras unten am Wasser sind.









Da wir von unserer Position aus leider nicht hineinschauen können, begnügen wir uns mit den Mitgliedern der Herde, die "Wache" schieben und sich dabei äußerst fotogen präsentieren.



Auf unserem Weg entlang der Pfanne, treffen wir immer wieder auf Tiere... Einzeln oder in Gruppen. Die Landschaft ist einfach wunderschön.









Bei diesem Gnu steht die Niederkunft wohl kurz bevor.





Der Rest der Herde drängt sich derweil im Schatten zusammen.



Kurz vor Springbokfontein stehen etliche Autos und die Insassen starren in eine Richtung. Wir bleiben mit etwas Abstand stehen und schauen ebenfalls, doch wir sehen nix. :unsure: Als wir ein wenig weiter vorfahren, entdecken wir dann den Grund für diesen kleinen Stau...



In einer Senke liegt ein Wh*te Rh*no und hält Mittagsruhe. :)



Bei Springbokfontein sind dann wieder viele Zebras, aber auch einige Red Hartebeest am Start.













Da wir gut in der Zeit sind, entscheiden wir uns gegen die kürzeste Strecke und wählen statt dessen den Eland Drive, der später in den Rh*no Drive übergeht.



Diese Strecke entpuppt sich als "Strecke des Elends"... :pinch: Für diese 50 Kilometer, die sich die Strecke bis zum Camp zieht, benötigen wir fast zwei Stunden, sehen jedoch so gut wie nix. :S

Eine Gruppe Zebras, von denen eins einen Sender trägt, entpuppt sich noch als Highlight auf dieser rumpeligen Strecke- und das, wo wir bereits hunderte Zebras an diesem Tag gesehen haben. ;)









Gegen halb drei erreichen wir das Halali Camp und erhalten in der Rezeption für unser Chalet Nr. 52. Das Camp erscheint uns rummelig und irgendwie auch ziemlich runtergekommen, es ist karg, aber es ist halt auch sehr trocken hier in der Gegend. Schnell erreichen wir unsere Unterkunft für die kommende Nacht, laden aus und ziehen uns Badesachen an, um uns kurz im Pool zu erfrischen. Das Chalet ist sauber, wirkt durch die riesigen Sessel jedoch ziemlich überladen. Warum sie bei diesen Temperaturen dicke Bettdecken bezogen haben, verstehen wir nicht. Bei über 40 Grad ziemlich überflüssig und zudem muss das Ganze dann ja trotzdem immer wieder gewaschen werden. :unsure:









Dafür haben wir nette Nachbarn! Der Toko klopft sogar gegen die Terassentür... :laugh:



Wir machen uns auf den Weg zum Pool, sind jedoch ziemlich erschrocken über das riesige Becken, welches von Menschenmengen geradezu bevölkert ist. :blink: Wir kommen uns vor, wie im Freibad während der Ferienzeit (nun gut, Ferien sind ja nun auch hier gerade... B) ). Wir schwimmen zwei Bahnen und entfliehen diesem Tohuwabohu schnell wieder. :whistle:



Es reicht noch nicht mal für ein Bild, trotzdem freue ich mich während des Rückweges zum Chalet darüber, meine Kamera dabei zu haben... so kann ich zumindest diese süßen Squirrels im Bild einfangen. :kiss:







Wir verspeisen die Reste unserer Pizza und entscheiden uns für eine weitere Runde. Schließlich sind wir nur für eine Nacht hier in der Ecke und wollen wir noch ein bisschen was von der Gegend sehen.



Wir starten über Helio (trocken) in Richtung Helio Hills.





Auch das Wasserloch Noniams ist trocken, dafür gibt's bei Goas Wasser sowie Besuch in Form von Impalas und Zebras.









In der Nähe sehen wir zudem eine Giraffe sowie einige Springböcke.









Auch diese "herumkrähenden" Northern black korhaans begegnen uns in regelmäßigen Abständen. :cheer:





Als wir die Pad entlang der Pfanne wieder erreichen, entdecken wir zwei Hyänen, die sich jedoch in die entgegengesetzte Richtung bewegen und bald aus unserem Blickfeld verschinden.





Lobend erwähnen möchte ich auch die Picnicsite, an der wir vorbei kommen. Zwar halten wir hier nicht an, aber schon von Weitem scheint sie in einem hundertmal besserem Zustand zu sein, als die beiden Sites, die wir während der letzten beiden Tage hier im Park besucht haben. ;)

Kurz bevor wir den Abzweig zum Etosha Lookout erreichen, verschwindet ein großes, graues Hinterteil im Feld. Wow! Mit so häufigen Sichtungen dieser Dickhäuter haben wir hier überhaupt nicht gerechnet und sind begeistert! :silly:





Die Fahrt zum Lookout Point erscheint uns, wie eine Reise ins Nichts - unwirklich, bizarr und trotzdem einfach wunderschön!









Zwar ärgern wir uns ein wenig über die Fahrspuren außerhalb der Begrenzung (anscheinend gibt es überall und immer wieder Menschen, die ihre Spuren hinterlassen müssen :evil: ), versuchen es jedoch auszublenden und genießen den Moment. Obwohl man im Grunde NICHTS sieht, ist einfach nur toll hier!!!







Es ist bereits nach sechs, als wir diesen magischen Ort wieder verlassen und wir freuen uns, dass das Rh*no sogar noch näher gekommen ist.











Und direkt im Anschluss folgt ein weiteres Highlight, eine kleine Gruppe Blue Cranes bewegt sich elegant durchs Gras. Diese Vögel sind einfach wunderschön und unheimlich elegant! :kiss:









Ein Kori Bustard ist die letzte Sichtung, die es auf die Speicherkarte schafft, denn plötzlich ereilen mich üble Magenkrämpfe, so dass ich im Liegendtransport in Richtung Halali gefahren werde. :sick:





Zum Glück ist es nicht mehr allzu weit und wir erreichen um kurz vor sieben das Camp.



Woher meine Übelkeit kommt, kann ich nicht sagen... Mit Schrecken denken wir an Markus' Magenprobleme während seiner letzten Tage in Südafrika :blink: und so verabschiede ich mich nach zwei Tassen Tee um acht Uhr ins Bett. Schlaf soll bekanntlich gegen alles helfen... ;)

gefahrene Kilometer: 212
Letzte Änderung: 29 Apr 2019 20:31 von Fortuna77.
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