THEMA: Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
13 Mär 2019 21:17 #551207
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16.12.2018 Ein ganzer Tag im Chobe National Park

Ein Besuch des Chobe NP gehört bei unserem Kurzbesuch von Botswana natürlich zum Pflichtprogramm! Und so klingelt der Wecker bereits um fünf, kochen Kaffee und duschen noch vor Sonnenaufgang in unserer Außendusche. Nun gut, da sind auch die herumschwirrenden Insekten noch nicht so aktiv... :whistle:

Nachdem wir unsere Kühltasche für ein Picknick gefüllt haben, geht es noch vor sechs los. Für die kurze Strecke bis zum Ngoma Gate benötigen wir keine 10 Minuten.





Als wir am Gate bezahlen wollen, kommt ein Mitarbeiter angelaufen und berichtet uns, dass die zuständige Person noch nicht da sei und wir einfach später am Sedudu Gate bezahlen sollen. TIA! :silly: Wir machen anscheinend einen vertrauensvollen Eindruck und sind froh, überhaupt hier in den Park fahren zu dürfen... Erst später wird uns bewusst, dass wir noch nicht mal seinen Namen notiert haben, falls wir irgendwo nach unserem Permit gefragt werden. :whistle:

Und dann geht es los... wir sind gespannt, was uns dieser berühmte Park bieten wird...



Keine Minute später trauen wir unseren Augen kaum, als von rechts vier Wilddogs aus dem Gebüsch kommen und vor uns den Weg überqueren, um sich dann wieder in die Büsche zu schlagen. :woohoo:









Wir sind total baff und wie so oft in diesen Situationen geht alles viel zu schnell... Was ist hier los?! Das gibt es doch gar nicht... :silly: :laugh: Da sind wir schon tausende Kilometer durch den Kruger gefahren und hier laufen uns diesen wundervollen Tiere direkt hinterm Gate quasi vor's Auto. Ich blicke nochmal in den Rückspiegel, ob im Hintergrund noch das Gate zu sehen ist, doch anscheinend haben wir zumindest eine Kurve passiert... :P

Vor der nächsten Kurve treffen wir auf zwei Kudumännchen - sie brauchen keine Angst zu haben, die Wilddogs sind in die andere Richtung verschwunden.



Wir haben eine Chobe Karte im Muvenje Camp erhalten und die Beschilderung scheint hier auch zu stimmen. ;)



Wir entdecken ein Swainson's Spurfowl



und sehen schon bald den Chobe River hinter den Büschen und Bäumen.



Ein Fish Eagle/Schreiseeadler sitzt dekorativ auf einem toten Baum. Überhaupt sehen wir an diesem Tag viele dieser stolzen Greifvögel.



Anhand der ausgefahrenen und unterspülten Pad können wir uns vorstellen, dass das Fahren unter feuchteren Umständen hier durchaus zur Herausforderung werden kann. :unsure:



Doch der Weg lohnt sich - uns erwartet ein Anblick, bei dem wir spontan an den Garten Eden denken.



Blauer Himmel, grünes Gras, friedlich grasen die Impalas vor dem Flusslauf, an dem sich eine Menge (Wasser-)Vögel tummeln.

Squacco heron



Black-winged Stilt



Great Egret



Dieser Büffel streckt uns vorwitzig die Zunge raus...



... ach nein, er meint uns doch nicht! B)



Die ersten Zebras, die uns über den Weg laufen, nehmen auch direkt Reisaus.



Wir freuen uns sehr über die Sichtung dieser Southern Carmine Bee-eater.





Leopard Tortoise



Southern red-billed Hornbill



Blue Waxbill



Schon wieder scheint "Vatertag" zu sein - nie zuvor sind uns so oft kleine Impalas in der Obhut von ausgewachsenen Männchen aufgefallen, wie in diesem Urlaub.



"Einbeiniger" African openbill



Überall gibt es was zu gucken - oben, unten, links, rechts... :silly:

Mehrmals sehen wir Familienverbände Zebramangusten, die am Boden herumwuseln.



Doch auch oberhalb rottet man sich zusammen. Können dies Wattled Starlings sein? :unsure:







Am frühen Morgen ist es im Schatten noch gut auszuhalten.



Lily Trotter



Glossy Ibis



Ein kapitaler Water Monitor Lizard schlängelt sich durch's kurze Gras...



...während im Wasser die hübschen Red-billed Teals nach Nahrung suchen.



Unter anderem entdecken wir noch diesen Common Greenshank.



Impalas und Baboons in friedlicher Eintracht.



Es ist unglaublich - auf diesem kurzen Stück hätten wir auf- und abfahren und ewig verweilen können. Doch leider bleibt uns nur dieser eine Tag und so wollen wir natürlich möglichst viel Strecke machen... :(

Streckentechnisch bleibt es immer wieder spannend. Wir sind froh, hier mit unserem Hilux unterwegs zu sein, da ist das alles kein Problem.



Brown snake Eagle (?)





Es wimmelt nur so von Vögeln und bei jedem neuen werde ich unsicherer... :pinch:

Marico Flycatcher (?) Red-backed shrike - Female (Vielen Dank, Konni und Claudia! :kiss: )



Lilac-breasted Roller (okay, der geht immer B) )



Wattled Starling



Dieser Yellow-billed Stork möchte uns wohl am Schnabel herumführen, doch wir ordnen ihn trotz allem eindeutig zu... :whistle:



Liebesbekenntnisse auf Rotschnalb-Toko Art :kiss:



Wir entdecken weitere Southern Carmine Bee-eater...



...sowie einen weiteren Vertreter ihrer Art. Blue-cheeked Bee-eater (?) :unsure:



Noch immer sind wir auf dem richtigen Weg. B) Und das Vogelfeuerwerk reißt nicht ab...



African Sacred Ibis & African Openbill



Spur-winged Goose



Man könnte wahre Wimmelbilder erstellen - wir haben schon keinen Überblick mehr! :laugh:



Dieses "Vogelballett" fasziniert uns dann allerdings doch! (Great Egret, African Openbill, Little Egret)



Diese Wattled Cranes erwischen wir leider nur noch beim Abflug...



Außer eine einzelnen Krähe, scheint dieser Büffelkadaver, niemanden mehr zu interessieren.



Wir sehen unsere ersten Elefanten des Tages - allerdings sind sie "on the move", doch ein schöner Rücken kann bekanntlich auch entzücken... :whistle:





Der Kori Bustard ist da schon kooperativer. ;)



Gegen 10.00h erreichen wir endlich die Serondela Picnic Site. Wir haben einen Bärenhunger und freie Platzwahl - weit und breit ist nämlich nix und niemand zu sehen. Lediglich ein paar Vervet Monkeys beobachten uns vom Baum aus neugierig, als wir uns einen Tisch im Schatten aussuchen.





Dort platzieren wir zwei uns strategisch günstig und setzen uns gegenüber an den Tisch, damit nicht plötzlich ein grauer Riese oder "Schlimmeres" hinter uns steht und stärken uns erstmal mit Müsli und Mangosaft... :P

Fortsetzung folgt
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15 Mär 2019 13:17 #551375
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Teil 2 - 16.12.2018 - Elefanten satt an der Chobe Riverfront

Nachdem wir uns gestärkt haben, verräumen wir alles im Hilux und machen uns auf den weiteren Weg Richtung Kasane. Kaum sitzen wir wieder im Auto, sehen wir auch die Elefanten wieder, anscheinend ist es die selbe Gruppe, die wir kurz vorher schon entdeckt haben...







Da wir bisher weder über ein River Ticket noch sonst ein Permit verfügen, wählen wir artig den Weg, der uns vom Picknickplatz auf die Transitstrecke führt.



Die Kududame ist wohl auch gerade beim 2. Frühstück...



Beim Vorbeifahren registriere ich eine Bewegung im Baum und bitte Markus zurückzusetzen. Schon oft haben wir dabei Pech gehabt, da die Piepmätze dann den Abflug machen, wenn man sie wieder im Visier hat. Doch dieses Mal haben wir Glück und freuen uns über die Sichtung eines Jacobin cuckoo, der artig verharrt, so dass ich sogar noch ein paar Einstellungen an der Kamera abändern kann, so dass er im dichten Laub sichtbar ist.





Die restliche Wegstrecke ist wenig spektakurlär. Wir fahren über schöne Sandwege, die gut zu fahren sind und erreichen ohne nennenswerte Sichtungen bald die A33.



Bevor wir im Sedudu Gate wieder in den Park fahren, machen wir einen kurzen Abstecher nach Kasane, um Kleinigkeiten einzukaufen und ein paar Pula zu ziehen.

Adventure Car Wash hört sich verlockend an, doch auch wenn unser Auto langsam mal eine Wäsche vertragen könnte, lassen wir sie links liegen und wissen somit nicht, was sich hinter dem Namen verbirgt... :laugh:



Um kurz vor zwölf sind wir schließlich wieder am Gate und zahlen ordnungsgemäß die 145 Pula p.P.







Eine Karte gibt es auch hier nicht zu kaufen, so dass ich lediglich ein Foto von der Karte an der Wand machen kann. Diese ist wirklich wenig aussagekräftig und wir sind froh, im Camp Unterlagen erhalten zu haben. Das ist schon etwas verwunderlich, dass es in so einem bekannten Park so wenig Infomaterial gibt... :huh:



Natürlich entscheiden wir uns für die River Bank Route, schließlich wollen wir doch sehen, ob der Vormittag noch zu toppen ist... B)



Kurz vor uns fährt ein Paar mit zwei kleineren Kindern in den Park und während wir am Morgen nach einem Kilometer Wilddogs gesehen haben, sehen wir nun Bremslichter und einen Mann, der aus dem Auto springt und auf uns zukommt. :ohmy: Wir befürchten das Schlimmste, allerdings stecken sie (noch) nicht fest... Da wir die gleiche "Kiste" fahren, möchte er lediglich wissen, wie man den Low Gear einlegt... :side: Sachen gibt es - wir können nur mit dem Kopf schütteln, wir sind ja bestimmt keine 4x4-Profis, aber mit solchen Dingen beschäftige ich mich doch, bevor ich in einen Nationalpark fahre (bei dem man davon ausgehen kann, dass es sandige Abschnitte gibt...) :pinch: :whistle:



Wir sind froh, als sie langsam weiter zockeln und überholen bei der nächsten Gelegenheit, da wir bald schon wieder die ersten Elefanten im Gebüsch sehen...







Aus leicht erhöhter Position schauen wir auf den Chobe River hinunter.





Und schon bald ist dieser deutlich zu sehen.





Als wir den Flusslauf erreichen, sehen wir von rechts bereits eine riesige Elefantenherde kommen... Das Spektakel beginnt! :woohoo:



Von der linken Seite kommen Weitere... :silly:



Und dann wissen wir bald nicht mehr, wohin wir schauen sollen... Die einen überqueren den Fluss, um auf eine der kleinen Inseln zu kommen, die im Flußbett liegen....







... andere bevorzugen eine Schlammpackung, bei der sie nicht sparsam sind! :laugh:









Wieder andere kommen aus dem Wasser und laufen in die entgegengesetzte Richtung - Elefanten, soweit das Auge reicht! Ein Wahnsinn!!!



Etliche Vögel kreisen am Himmel, ob sie nur den Auftrieb der Mittagshitze suchen oder noch an dem Elefantenkadaver interessiert sind, den wir leider auch sehen, ist uns nicht bekannt.







Wir fahren langsam immer weiter und überall das gleich Bild: Elefanten im Wasser, Elefanten an Land, Elefanten von rechts und von links. Allerdings müssen wir auch ständig die andere Seite unter Beobachtung haben, da die Elis nicht nur auf der Flussseite aktiv sind, sondern auch immer wieder von der Landseite aus die Böschung herunter "gerannt" kommen. :blink: Nachdem, was ihnen durch manche Autos so widerfährt, wirken nicht alle sonderlich erfreut, auch hier diese "weißen Ungetüme" anzutreffen und das ein oder andere Tier wirkt gestresst. Dem wollen wir natürlich lieber aus dem Weg gehen und sind deshalb ebenfalls nicht 100% entspannt, in unserer Position. :whistle:



Dabei möchte man einfach nur stundenlang dort stehen und den Elefanten zusehen! :blush:









Elefanten, Impalas, Baboons, Lechwe und Wasserböcke sowie zig Wasservögel, so weit das Auge reicht... Wir haben nicht mitgezählt, schätzen jedoch, dass wir um die 500 Elefanten entlang des Flusslaufes gesehen haben. Was für ein Erlebnis! :woohoo:





Auch eine Sable Antilope läuft uns ins Bild. Die Luft flirrt jedoch aufgrund der hohen Temperatur, so dass viele Bilder nichts werden. :(



Eins der Ausflugsboote nimmt eine Gruppe Elefanten vom Wasser her ins Visier. Sicherlich in diesem Moment ein tolles Erlebnis und trotzdem sind wir froh, uns gegen solch' eine Massenveranstaltung entschieden zu haben.



Da freuen wir uns doch über das Gute, das so nah' liegt bzw. in diesem Fall hinterm nächsten Busch steht... :whistle:



Immer wieder faszinierend zu sehen ist, wie die Tiere oft gegenseitig voneinander partizipieren. Der Mittagstisch ist reichlich gedeckt! :laugh:





Etliche Kilometer schlängelt sich der Sandweg entlang des Ufers, immer wieder landen wir jedoch auch in einer Sackgasse und irgendwann erreichen wir schließlich wieder eine festere Pad. Überall gibt es Fahrspuren und eine Beschilderung findet kaum mehr statt. Jeder fährt hier wohl wie er will... :pinch:

Diese zwei Brown Snake Eagle (?) Schmarotzermilane/Yellow-billed Kite (Vielen Dank, Matthias! :)) scheint es nicht zu stören, wer wo rum fährt, sie konzentrieren sich auf andere Dinge.



Im Schatten der Büsche und Bäume treffen wir nun, während der Mittagszeit, immer wieder auf Impala-Kindergärten. Sind diese Kleinen nicht einfach herzallerliebst?! :blush:







Noch so klein, und schon so perfekt!



Mittlerweile haben wir starken Hunger und der Picknickplatz ist einfach nicht in Sicht. Im Gegenteil... weitere Elefanten sorgen auch hier für "Straßensperren" oder stehen so nah am Wegesrand, dass wir uns kaum vorbei trauen... ;)



Da sie nicht so aussehen, also ob sie in nächster Zeit weiterziehen, drehen wir um und wollen den langen Umweg in Kauf nehmen, um sie zu umrunden. :blink: Dabei kommen wir auch ein einem der zahlreichen "Stretchingpoints" vorbei, deren Sinn sich uns nicht erschließt... Statt dieser Punkte, sollte doch lieber eine zweite Picknick Site ausgewiesen werden. Auf großartige Instandhaltung legt hier anscheinend ohnehin (leider) niemand Wert!

An Bäumen und Sträuchern fallen uns immer wieder hübsche Blüten auf.

Zambezi Teak/Baikiaea plurijuga (Vielen Dank, Matthias! :) )



Warum, kann ich jetzt im Nachhinein gar nicht mehr sagen, aber auch diesem Umweg können wir nicht weiter folgen und so drehen wir erneut um und hoffen, dass die Elis weiter zum Wasser gezogen sind.... :whistle: Doch nix da! Sie stehen noch brav an Ort und Stelle. Als ein Gamedrivefahrzeug einfach an ihnen vorbei fährt, wagen wir es schließlich auch, obwohl uns der Abstand normalerweise zu gering wäre - vor allem, da auch Jungtiere mit dabei sind.







Die Elis nehmen es relativ entspannt und wir sind froh, durch das Nadelöhr durch zu sein. :unsure:

Schließlich erreichen wir die Picnic Site Serondela - dieses Mal von der anderen Seite... Sie ist recht weitläufig, doch in einem äußerst schlechten Zustand. Kaum eine steinerne Sitzgruppe ist noch intakt und die Toilettenhäuschen sehen so ramponiert aus, dass wir sie erst gar nicht ausprobieren. Unser Platz von heute Vormittag entpuppt sich noch als beste Wahl und so lassen wir uns erneut dort nieder. Und wieder sind wir dort mutterseelenallein, als wir die Reste des Kartoffelsalates vom Vortag verspeisen.

Die Fahrt zurück ähnelt schon fast dem Tagesanfang: wir sehen ein Swainson's Spurfowl



einen Water Monitor Lizard, den Markus fast für einen Ast gehalten hätte... :ohmy:



ein paar Giraffen...







... und weite Teile: NIX!!! :blink: Schon fast bereuen wir es, nicht weiter an der Riverfront entlang gefahren zu sein, sondern einen "neuen" Weg auszuprobieren. Doch wie so oft, wird das auch manchmal belohnt... :silly:

Ein gutes Stück vor uns kreuzt etwas den Weg und verschwindet im Gebüsch. Ich: "da ist ein Leopard!" Markus: "Nee, is' klar... und was siehst Du sonst noch so?!"

Als wir die Stelle erreichen, schauen uns zwei Augen aus dem dichten Gebüsch an.



Aaaah, wir können es kaum glauben!!!! Erst die Wilddogs, dann Elefanten ohne Ende und nun zum Abschluss noch ein Leo... :woohoo: :woohoo: :woohoo:

Leider verzieht sich die Schönheit weiter in die Büsche und ist schon bald aus unserem Sichtfeld verschwunden, doch trotz allem sind wir mehr als happy!!!





Nur noch ein Pfotenabdruck im Sand lässt ahnen, wer hier eben vorbeigekommen ist. :silly:



Den Hammerkop sowie den Kori Bustard nehmen wir noch mit, bevor wir wieder die Teer Pad erreichen und uns am Checkpoint austragen.



Devil's Claw oder Grappleplant (Vielen lieben Dank, Maddy! :) )





Um halb sechs erreichen wir schließlich wieder das Camp, es war ein langer und anstrengender Gamedrive Tag, aber er hat sich gelohnt!

Auf dem Weg zum Pool entdecke ich noch eine kleine Schlange, die sich kurz vorm Cottage entlang schlängelt. Aber das ist es dann auch mit tierischen Sichtungen für diesen Tag.



Wir nutzen nochmal die Gelegenheit, alle Akkus aufzuladen, überspielen Bilder und rufen Mails und Whatsapp im Wifi an der Rezeption ab. Zum Abendbrot bleibt die Küche kalt, es gibt Käsebrote und zum Abschluss des Tages Gin Tonics, bevor wir um halb neun müde ins Bett krabbeln.

So spannend dieser Tag auch war - das "richtige" Abenteuer des Urlaubes startet für uns ab morgen, wenn die Mashi River Safari losgeht. :silly:

gefahrene Kilometer: 154
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16 Mär 2019 15:31 #551452
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17.12.2018 - Mavunje Community Camp, Kongola

Der Wecker steht auf sieben Uhr, doch wie so oft in diesem Urlaub, sind wir schon vorher wach. Wir kochen Kaffee und frühstücken draußen, es ist angenehm, nicht so heiß wie die letzten Tage und es geht ein leichter Wind, so dass es auch im Cottage angenehm ist, nachdem wir Fenster und Türen aufstellen. Während wir frühstücken, bearbeiten zwei Collared Sunbirds unseren Außenspiegel bzw. die Scheibe des Autos. Anscheinend versuchen sie ihr eigenes Spiegelbild zu vertreiben... :blink:



Wir packen alles zusammen und wollen noch schnell duschen, bevor die unsere Fahrt zurück nach Namibia startet. Nachdem ich mich einshampooniert habe, kommt jedoch nur noch kochend heißes Wasser von oben :evil: , so dass ich mir mein Handtuch schnappe und die kommunalen Abolutions aufsuchen muss, um mich nochmal abzubrausen. :silly: So habe ich die dann auch nochmal von innen gesehen und ich muss sagen, sie sind in einem besseren Zustand, als unser Bad im Cottage. :whistle:

Während Markus duscht, zahle ich schnell an der Rezeption unseren Ausflug sowie Postkarten, Getränke etc. und um halb zehn sitzen wir im Auto und fahren das kurze Stück bis zum Grenzübergang.





Fazit Muchenje Campsite & Cottages:
Von der Preis-Leistung her gesehen, können wir das Camp wirklich nur weiterempfehlen! Die Cottages kommen auf den Bildern im Internet, unserer Meinung nach, ein wenig besser weg als sie tatsächlich sind... Aber es ist alles vorhanden, was man als Selbstversorger benötigt. Ventilator und Klimaanlage funktionieren und Fliegengitter sowie ein Moskitonetz überm Bett gibt es ebenfalls. Unserer Meinung nach würde die Hälfte an Inventar ausreichen, da es ziemlich vollgestellt und eng wirkt. Dies, in Kombination mit einem frischen Innenanstrich, würde einiges ausmachen...
Sollten wir nochmal in diese Region kommen, würden wir wohl dort campen (nun haben wir ja entsprechende Erfahrung ;) ) oder eins der neuen festen Zelte, statt eines Cottages, buchen. Insgesamt ist die Anlage recht klein und überschaubar, aber sehr gepflegt und die Mitarbeiter sind alle sehr freundlich. :)


Am Grenzübergang funktioniert das System nicht, doch nachdem wir das entsprechende Papier per Hand ausgefüllt haben, läuft es ebenso schnell und unkompliziert, wie bei unserer Einreise vor ein paar Tagen.



Als wir vor dem Grenzgebäude von Namibia stehen, wird erstmal unserer Temperatur gecheckt. Außerdem werden wir nach einer Gelbfieberimpfung gefragt und müssen unsere Impfausweise vorlegen. :ohmy: Das wundert uns an dieser Stelle schon ein wenig... Bei der Ausreise aus Zimbabwe haben wir damit gerechnet, aber hier?! Uns kann es egal sein, da wir die gewünschte Impfung vorweisen können und anschließend läuft auch alles zügig und wir können unseren Weg fortsetzen... :whistle:



Schon bald begegnen uns auch wieder die ersten Rinderherden am Straßenrand...







Dieses Mal fahren wir die B8 durch Katima Mulilo und halten dort kurz an einem Supermarkt, um noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen... Peaceful Sleep steht ganz oben auf der Liste - und das entpuppt sich im Nachhinein als goldrichtig!



Die kommenden 100 Kilometer ziehen unspektakulär an uns vorüber, da wir sie ja erst vor ein paar Tagen, aus der anderen Richtung kommend, gefahren sind.









Um kurz vor eins erreichen wir die Zufahrt zum Mavunje Camp. Da die Zufahrt recht tiefsandig sein soll, heißt es auch erstmal wieder: Luft ablassen!





Danach geht's über mehrere Kilometer Sand- und Holperstrecke, die jedoch recht gut zu bewältigen ist...



Irgendwann treffen wir auf die "Rezeption" und befolgen die Anweisung. B)





Noch bevor wir ein Bier öffnen können, kommt eine Dame auf uns zu und weißt uns den Weg zur Campsite Nr. 02. Dort zeigt sie uns die Gegebenheiten vor Ort.

Es gibt eine Feuerstelle mit angrenzendem überdachten Sitz- bzw. Essensplatz...





...einen Küchenblock, mit Spüle...





... sowie die Abolution, die in drei Teile unterteilt ist. Ganz rechts befindet sich die Toilette, in der Mitte das Waschbecken und im linken Rondavel die Dusche...









...alles wunderhübsch, einfach, aber gepflegt. Wir fühlen uns direkt wohl! Nur die richtige Position für unser Auto zu finden, gestaltet sich als etwas schwierig, da überall Äste im Weg sind und wir das Dachzelt nicht wirklich aufstellen können. :pinch:



Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, dass der komplette Bereich zu unserem Stellplatz gehört. :whistle:

Also gönnen wir uns erstmal ein kaltes Bier und genießen die Aussicht und sehen bereits einige Vögelchen durch Büsche und Bäume hüpfen. Ja, hier kann man es aushalten! :)



Nachdem Dan die englischen Gäste der Campsite 01 begrüßt und bespasst hat, schlägt er sich quer durch die Büsche zu uns durch, um uns "Hello" zu sagen. Dies ist er also! Der Mann, mit dem wir die kommenden zwei Tage/Nächte unterwegs sein werden. :silly: In meiner Vorstellung war er ein Mann wie ein Baum, groß, verwegen - vor uns steht ein Mann in T-shirt und Badehose, der eher an einen quirligen Flummi erinnert! :laugh:

Dan kommt aus U.K. und lebt seit 2007 in der Region, 2010 startete er mit der Mashi River Safari und so wuchs das kleine Camp, an dem die Touren starten. Neben den Flusssafaris ist es jedoch auch möglich nur eine Bootstour oder eine Campsite zu buchen. (Nachdem wir ein Jahr zuvor einen Bericht der lieben Guggu hier im Forum gelesen haben, war klar, dass wir diese Bootstour unbedingt auch machen wollen und so begann im Grunde die Planung der gesamten Reise. :woohoo: ) Freshy's Video hat die Vorfreude dann noch ins Unermessliche steigern lassen... B)

Bezüglich unseres Dachzeltsproblems lacht er erstmal und klärt uns auf, dass wir den gesamten Platz nutzen können und so finden wir natürlich auch ein passendes Plätzchen... :laugh: Und dann ermuntert er uns noch, in den nahe gelegenen Mudumo Park zu fahren. Eigentlich hatten wir uns schon auf einen chilligen Nachmittag im Camp eingestellt - schließlich haben wir gestern im Chobe soviel Sichtungsglück gehabt, dass es eigentlich für ein paar Tage reichen sollte... Ein paar kühle Getränke, die Füße im Sand und vielleicht die Chance, dass ein oder andere Vögelchen ablichten... Ja, so sollte unser Nachmittag aussehen, bevor es morgen früh auf's Boot geht. :whistle: Doch Dan's Aussage, das z.Zt. Löwen im Park sein sollen und die Tatsache, dass es erst zwei Uhr ist, lässt uns diesen Plan schließlich verwerfen... :evil:

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Teil 2 - 17.12.2018 - Mudumu NP

Frohen Mutes (und mit der leisen Hoffnung auf eine Löwensichtung :whistle: ) fahren wir das Stück Tiefsand bis zur Hauptstraße zurück und folgen dann der C49 ca. 20 Kilometer in südliche Richtung. Dann erreichen wir ein imposantes Bauwerk, welches das Gate kennzeichnet, doch das Gebäude auf der linken Seite (davon habe ich leider kein Foto gemacht) ist nicht besetzt... :dry: Kein Tor, kein Gate, die Straße führt einfach weiter. So fahren wir erstmal ein Stück, irgendwie können wir uns mit diesen Transferstrecken durch Nationalparks noch nicht so richtig anfreunden. :S

Bald entdecken wir die ersten Zebras, die sich schatten suchend unter einem Baum stehen.



Wir passieren zwei Abzweige, die zu privaten Lodges führen. Dann nehmen wir die dritte, die nach Nakatwa führt. :unsure:



Das Thermometer zeigt 39°C an und die Luft steht. Entfernt haben sich, im Schatten eines Baumes, zwei Southern Ground Hornbills niedergelassen. Ein Warzenschwein leistet ihnen Gesellschaft. Wir freuen uns sehr, da wir diese selteneren Vögel während der letzten Reisen leider nicht zu Gesicht bekommen haben.



Am Ende des Weges stoßen wir schließlich auf Ansammlung von einzelnen Häusern und Gebäuden...



Hier soll sich die Rezeption befinden?! :blink: Wir haben Glück und treffen auf zwei Männer, die uns den Weg zur Rezeption beschreiben. Am "Gate" hätten wir wohl rechts abbiegen müssen - allerdings habe wir beide dies nicht gecheckt, als wir dort vorbei gekommen sind... :whistle:

Also heißt es umdrehen und wir tuckern wieder von dannen. An der Teerstraße sehen wir dann eine wirklich gute Beschilderung - sind wir denn so blind gewesen?!



Anscheinend, denn aus der anderen Richtung kommend, ist der Hinweis kaum zu übersehen! :laugh:





Leider kann man das von dem Schild auf der anderen Seite nicht sagen - es ist so unleserlich, dass wir es einfach ignoriert haben. :evil: Nach kurzer Fahrt erreichen wir nun eine Siedlung, die wie eine alte Militärstation anmutet. Wir sprechen einen jungen Mann an, der draußen auf einem Stuhl auf seinem Handy rum tippt und er ruft wiederum jemanden an und bedeutet uns zu warten. :dry:

Schließlich kommt der "Chef", der so modern gekleidet ist, dass es uns die Sprache verschlägt. Das übliche Ranger- oder offizielle Mitarbeiteroutfit ist so weit ab vom Schuss wohl nicht angesagt. :laugh: Er ist sehr freundlich und stellt uns eine handgeschriebene Quittung aus, nachdem wir die N$90 Entry Fee gezahlt haben. Dann überreicht er uns eine professionelle Karte, ihresgleichen sucht. :ohmy:

Falls wir Erfahrung im Tiefsand haben, sollen wir links abbiegen, um zu den Hippo Pools zu gelangen, ansonsten rechts zurück über die Straße und dann in Richtung Lianshulu Lodge. Auf halber Strecke rechts am Flugfeld entlang bis zu den Hippo Pools, danach links - bloß nicht die Wege zu den Lodges einschlagen! Weiter bis nach Nakatwa (ah, da kennen wir uns schon aus B) ) und von dort in Richtung Straße zurück - oder wahlweise in Richtung Campsites, dort gibt es allerdings eine Umleitung, da die eigentlich Strecke aufgrund der hohen Tierdichte aktuell gesperrt ist.... :blink: alles klar??

Ich höre noch, dass sich einige Tage zuvor ein Landrover dort festgefahren hat, Markus versteht, dass es sich bei dem Fahrer um Dan gehandelt hat, doch das kann ich mir wirklich nicht vorstellen... :unsure: Wir biegen also sicherheitshalber erstmal rechts ab... B)

... und freuen uns über ein gute Wegstrecke, etliche Zebras und eine tolle Umgebung...





Da ist er, der Kwando, von dem wir in den kommenden Tagen noch viel mehr sehen werden.











Am Flusslauf sehen wir einen Elefanten, der seinen Durst stillt, als er uns entdeckt, läuft er aufgebracht von dannen - obwohl wir ziemlich viel Abstand halten. :huh:



An einem Wasserloch treffen wir auf zwei Büffel, die uns ebenfalls skeptisch beäugen.





Die zahlreichen Wasservögel am nächsten Wasserloch lassen sich hingegen durch unsere Anwesenheit nicht weiter stören... :whistle:







Knobbed-billed duck



Die Landschaft ist einfach wunderschön, mehrmals sehen wir Elefanten - und das sie auf der anderen Flußseite stehen, wirken sie auch entspannt. :)





Im Wasser tummeln sich Hippos...



...und zur Abwechslung sehen wir mal wieder Roan Antilopen. B)



Ein African Fish Eagle sitzt im Baum...



und so folgen wir der gut zu befahrenen Pad.



Schließlich erreichen wir wieder die kleine Siedlung, an der wir kurz zuvor nach dem Weg gefragt haben. Winken den Bewohnern freundlich zu, die sich wahrscheinlich fragen, was wir wohl für komische "Vögel" sind?! :laugh: :whistle:



Statt den bekannten Weg zurück zur Straße zu nehmen, nehmen wir den Weg, der zu den Campsites führt.



Die Campsites liegen jeweils 0,5 - 3 km auseinander und sind von unserem Weg aus nicht einsehbar. Dafür tauchen immer wieder neue Elefanten auf, die scheinbar auf dem Rückweg vom Kwando sind.









Die meisten wirken relativ entspannt, aber einzelne wirken gereizt und so versuchen wir stets großen Abstand zu halten. Was jedoch gar nicht immer so einfach ist, denn plötzlich ist es links und rechts ziemlich zugebuscht. :blink:



Doch der Fahrer bleibt konzentriert und behält die Übersicht! B)



Die plötzliche Tiefsandstrecke meistert er bravourös! Hier heißt es Augen zu und durch - viele andere Möglichkeiten bleiben auch nicht... :pinch:





Dann ist es (zum Glück) geschafft und wir freuen uns über weitere Roan Antilopen und Kudus.









Soweit so gut, auch wenn es keine Löwen waren, haben wir einiges gesehen. Nun nur noch einmal kurz zum Hide und dann zurück zum Camp! :evil: :evil: :evil:

Bisher waren die Markierungssteine prima beschriftet, doch an der kompliziertesten Stelle ist Schluss damit. Von jetzt auf gleich finden wir uns auf einer Kreuzung, von der sternförmig Wege abzweigen - das Schlimmste ist, dass alles ausgefahren ist und es etliche Parallelspuren gibt. :blink: Vor lauter Schreck vergesse ich, davon Bilder zu machen! :laugh: Anhalten ist hier nicht und so fahren wir einfach die erste "Ausfahrt" wieder raus.

Wir finden uns in einer Sackgasse wieder, treffen auf einige Baboons, doch vom Hide ist nichts zu sehen.



Anhand der Karte vermuten wir, dass wir auf der 3. Campsite gelandet sind?! :unsure: Doch wirklich wissen tun wir es nicht
und auch nicht, wie wir aus dem Wirrwarr wieder rauskommen... Wir wählen den übernächsten Abzweig und sind froh, dass wir nicht stecken bleiben. Die Pad wird besser, doch als der Weg plötzlich kurvig wird, sind wir skeptisch... :huh:

Weiter Büffel stehen im hohen Gras und eigentlich ist es wunderschön hier...





... doch mittlerweile ist es bereits nach 18.00h und wir wollen hier eigentlich nicht im Dunklen rumkurven. :pinch:

Als wir plötzlich wieder am Kwando stehen, wird uns klar, wir sind komplett in die falsche Richtung gefahren! Markus' Laune war bereits langsam am Boden und entlädt sich in einem Wutausbruch. Ich wiegel ab, schließlich haben wir ja alles an "Bord" - noch nie waren wir für eine spontane Übernachtung besser ausgerüstet - mit Dachzelt und Kühlschrank... :whistle: Dieses Argument zählt für ihn jedoch nicht, er möchte nicht im Park übernachten!!!

Laut Karte biegt der Weg nach einem weiteren Kilometer am Zaun links ab und führt direkt zur Straße. Doch gibt es hier überhaupt einen Zaun?! Wir finden es nicht raus, denn auch dieser Weg endet in einer Sackgasse... :angry: Nachdem es sein Dasein seit Tagen im Handschuhfach fristet, aktiviere ich das Navi, so dass wir zumindest erkennen können, ob wir in die richtige Richtung fahren. Allzu viele Möglichkeiten gibt es ja nicht - wir müssen zurück und d.h. gleichzeitig, wir müssen durch diese aufgewühlte Kreuzung und dabei noch die richtige Richtung finden. :S

Fotos sind nicht mehr drin, ich vergleiche im Sekundentakt die Navianzeige mit der Karte und versuche Markus zu beruhigen... :whistle: So gerne wir die grauen Riesen beobachten, hoffen wir nun, dass sie sich möglichst weit verzogen haben. Ein plötzlicher Stopp im Sand würde unseren Übernachtungsplatz besiegeln. :whistle:

Irgendwie erreichen wir den richtigen Weg, zwei Spuren führen parallel und wir wissen nicht, welche die bessere ist. Als wir in der Ferne die Teerstraße sehen, sind wir erleichtert... Wir haben es geschafft und erreichen die Straße noch bevor die Dunkelheit einbricht.

Auf dem letzten Stück sehen wir tatsächlich noch etliche Elefanten, Zebras und Sable Antilopen. Doch die Stimmung im Auto ist so geladen, dass Sonnenuntergangsbilder nicht zur Diskussion stehen. Um kurz vor sieben erreichen wir schließlich das Mavunje Camp. Puh, den Nachmittag hatten wir uns eigentlich etwas entspannter vorgestellt... :sick:

Die Aufgabenverteilung besteht darin, dass ich mich ums Essen kümmere, während Markus das Zelt alleine aufbaut. Selbst die Nudeln sowie ein paar Savanna bzw. Bier können die Stimmung nicht mehr heben. Es ist so schade, so ein wunderbares Fleckchen Erde und die Stimmung ist am Boden... :(

Um neun krabbeln wir schließlich ins Dachzelt und während Markus schnell einschläft, höre ich noch ewig die Engländer von Campsite 01, die sich bis halb elf lautstark unterhalten, lachen, spülen und irgendwas hinterherrufen, sobald einer zur Toilette geht. Wieso campen solche Menschen in der Wildnis? Wie rücksichtslos kann man sein? :angry: Nun bin ich auf 180 und kurz davor Amok zu laufen. :evil: Dieses Mal beruhigt Markus mich jedoch und irgendwann ist es ruhig und wir schlafen ein. Was für ein Tag! Morgen kann es nur besser werden...

gefahrene Kilometer: 322
Letzte Änderung: 17 Mär 2019 09:18 von Fortuna77.
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17 Mär 2019 12:25 #551528
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18.12.2018 - Mashi River Safari

Trotz der Ärgernisse am Vorabend, schlafen wir beiden sehr gut in unserem Dachzelt. Es ist nun unsere 3. Nacht dort oben und wir genießen es bereits! ;) Natürlich muss man sich etwas anders (besser) organisieren, aber der Schlafkomfort unter den Sternen ist einfach topp! (zumindest bei den aktuellen Temperaturen... :whistle: )



Wir haben kaum geduscht, da kommt Dan um die Ecke, um zu besprechen, wann es losgeht und was wir mitnehmen sollen. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes, gibt es Probleme mit dem Boot und wir sollen so wenig Gepäck wie nur irgend möglich ist, mit an Bord. Außerdem erfahren wir, dass wir am Mittag auf ein größeres Boot umsteigen werden, mit dem sein Guide mit zwei weiteren Gästen seit gestern unterwegs ist. Natürlich ist das kein Problem für uns, denn schließlich haben wir die Bootstour ja nicht exclusiv gebucht. Wir wundern uns eher, warum er unsere Tour dann nicht einfach einen Tag vorgezogen hat, das wäre für ihn ja einfacher gewesen... :huh: Anscheinend möchte er seinen Gästen, falls irgendwie möglich, etwas Besonderes bieten.

Kameras etc. verstauen wir in einer wasserdichte Tasche und ein zweites Shirt, Unterwäsche sowie lange Bekleidung für den Abend (Moskitos!) wandern in einen kleinen Rucksack. Feste Schuhe, Zahnbürste, fertig... Nachdem wir gefrühstückt haben und alles im Auto für die nächsten Tage soweit verstaut ist, wundere ich mich, über Kratzer im Lack auf meiner Seite... :dry:

Um viertel nach zehn ist es sowei und Dan holt uns ab. Während Markus das Auto umparkt, folge ich Dan zu Fuß und er stöhnt über die Hitze. "We should look for a place to swim today." :blink: Schwimmen? Wie jetzt? Im Kwando... und die Krokodile??? Ich schaue wohl aus der Wäsche, wie eine Kuh wenn es donnert, doch er meint es ernst und erklärt mir, dass wir natürlich nur dort ins Wasser gehen, wo keine Krokodile sind. B) Ah, natürlich, dann ist ja alles gut! :whistle:

Markus wundert sich, warum ich nochmal an meine Reistetasche im Canopy muss, doch sicherheitshalber hole ich noch schnell meinen Bikini raus - auch wenn ich mir nach wie vor unsicher bin, ob ich nicht gerade einem Schelm auf dem Leim gehe...

Wir verstauen unsere beiden Taschen auf dem Boot, nehmen Platz und los geht's... Doch bereits nach 200 Metern ist Schluss! Dan bittet uns, vom Boot zu steigen und parallel zum Kanal zu laufen. :blink: So springen wir in die dunkle Brühe und waten durch die Furchen und den Schlamm, bis wir auf halbwegs festem Untergrund stehen.



Dan hat sogar ein paar Tagelöhner angeheuert, die seit Tagen die Zuwege zum Kwando ausheben und vertiefen - was für eine Aktion! Allerdings ist es wohl keine Option, das Boot an anderer Stelle zurückzulassen... :huh: Und so zieht er es per Hand durch den Kanal.



Wir stapfen derweil mit unseren Flipflops durch die Botanik und queren Senken, von denen man vorher nicht weiß, wie tief und wie schlammig sie sind. :blink: Ich sehe uns schon in einem der Tümpel liegen und hoffe, dass wir zumindest geistesgegenwärtig die jeweilige Hand mit der Kamera hochhalten, die wir mit von Bord genommen haben... :pinch:

Markus eilt Dan zur Hilfe und mit gemeinsamer Kraft ziehen und schieben sie das Boot durch's Wasser.





Ich schmeiße meine Kamera und mein Handy schnell auf's Boot und wate parallel nebenher. Wahrscheinlich hätte ich den Jungs besser helfen können, denn auf meinem Weg stehe ich zwischendurch hüfttief im Wasser. Das geht ja schon mal gut los hier! :laugh:

Dann ist es geschafft und wir dürfen wieder Platz nehmen. Wie wir erfahren, sind wir die letzten Gäste für diese Saison und das er nach Weihnachten erstmal für einige Zeit in Urlaub gehen wird.



Dan erzählt uns von den großen Problemen im Kanalsystem, aufgrund des fehlenden Niederschlages. Vor allem für die Hippos ist es ein Thema, da sie eine gewisse Tiefe benötigen und sich nun auf engerem Raum tummeln, was wiederum zu Revierkämpfen führt. Wenn man sich ihnen per Boot nähert, muss man vorsichtig sein und Abstand halten, da sie das Geräusch nicht mögen. Viele Bootsführer umliegender Lodges wählen jedoch eine andere Variante und fahren aus "Sicherheitsgründen" also möglichst schnell an diesen Tieren vorbei... :angry: Die Konsequenz ist ein ähnliches Verhalten, wie man es bei den Elefanten sieht, die durch Fahrzeuge bedrängt werden - sie werden "grumpy"! Und es ist ihnen nicht zu verübeln...

Schon bald treffen wir auf die erste "Gang", die jedoch einen friedlichen Eindruck macht und dümpeln im Wasser. Allerdings fährt Dan so nah am Uferrand entlang, dass wir ein wenig Angst haben, stecken zu bleiben.



Sobald er einen Vogel sieht, verlangsamt er die Fahrt oder hält an und erklärt...

African Open bill



Marsh Sandpiper(?) Common Greenshank/Grünschenkel (Vielen lieben Dank, Matthias! :) )



White faced Whistling ducks



Swallow-tailed Bee-eater



Western cattle Egret



Blacksmith Lapwing



Über die Sichtung dieses Vögelchens freut er sich ganz besonders! Leider finde ich dazu nichts passendes... :unsure: Aber dank eurer Hilfe gibt es dann doch die richtige Bezeichnung: Collared Pratincole/Rotflügel-Brachschwalbe (Vielen lieben Dank an Friederike, Maddy & Uwe!!! :kiss: )





Auch die ersten Lechwe entdecken wir am Ufer.



Ein Hippo läuft über's Grün



verschwindet alsbald in einer Furche



und klatscht mit lautem Getöse ins Wasser



danach werden wir erstmal skeptisch beäugt



bevor es abtaucht und von dannen zieht.





In der Ferne sehen wir das zweite Boot...



... doch wider Erwarten folgen wir nicht, sondern nehmen einen anderen Weg.



Ein Squacco heron hat reiche Beute gemacht!









Immer weider treffen wir auf einzelne Hippos oder ganze Familienverbände.

















Long-toed Lapwing



Die Wolken am Himmel zaubern ein traumhaftes Spiegelbild auf's Wasser und wir genießen es sehr, langsam und gemütlich über's Wasser zu tuckern...



Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 17 Mär 2019 22:52 von Fortuna77.
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20 Mär 2019 19:35 #551858
  • Kathi1963
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  • Kathi1963 am 20 Mär 2019 19:35
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Hallo Chrissie,
mein Fernweh nach Afrika wächst minütlich mit jedem deiner tollen Fotos.
Danke, dass du sie mit uns teilst. Die Fotos von dem Sternenhimmel sind einfach nur grandios!!

Viele Grüße
Kathi
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