THEMA: Unterwegs im Norden Namibias - Dezember 2018
22 Feb 2019 19:02 #549155
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Video - 13.12.2018 - Elefanten in der Buffalo Core Area

Auch wenn es im letzten Teil bereits soooo viele Eli-Bilder gab... Hier noch ein kleines Video der Elefanten Polonaise... :laugh: :silly:

Letzte Änderung: 22 Feb 2019 19:02 von Fortuna77.
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22 Feb 2019 19:47 #549163
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Teil 2 - 13.12.2018 - Mobola Lodge, Divundu - ein entspannter Nachmittag

Um kurz nach vier treffen wir wieder in der Lodge ein und lassen den Nachmittag entspannt angehen... :) Wir erfrischen uns im Rockpool (den Wasserfall im Hintergrund kann man per Schalter aktivieren).



Doch noch im Wasser entdecke ich etwas im Baum über uns und spurte zurück zum Chalet, um die Kamera zu holen.

Tatsächlich hat ein African Paradise Flycatcher/Paradiesschnäpper sein "Mini"nest im Baum über dem Wasser. :woohoo:



Auch ein White-browed Robin-chat/Weißbrauen-Rotkehlchen hüpft umher...



Und diese drei Ashy Flycatcher baden in dem Restwasser, welches sich vom Wasserfall in einer Mulde gesammelt hat. Handelt es sich hierbei um eine Warbler oder Tit Art? (Vielen Dank, liebe Maddy! :kiss: )



Noch verrückter wird es, als Herr Paradiesschnäpper das Nest übernimmt... Mit seinen langen Schwanzfedern ist es gar nicht so einfach, die richtige Position zu finden und wir schießen zig Bilder von dem Vater in spe! :blush:







Im 5-Minuten Takt wechseln sich das Männchen und Weibchen ab und wir können uns gar nicht satt sehen... Währenddessen kriegen wir im Hintergrund mit, dass sich für heute mind. 2 Paare für die Bootstour angemeldet haben - was haben wir gestern doch für ein Glück gehabt, dass wir die Sundowner Tour ganz alleine genießen konnten. ;)

Es raschelt im Gebüsch und wir sehen den Duiker, der auf dem Lodgegelände zu Hause ist und dem man immer mal wieder begegnet. Wirklich scheu ist er nicht, aber still halten mag er auch nicht sooo gerne. :blink:





Wir verlassen die brütenden Vögelchen...



... und machen uns auf, die Insel im Hellen zu erkunden. Bisher haben wir es ja immer nur nach Sonnenuntergang zur Bar geschafft. B)



Es gilt einige Sicherheitshinweise zu beachten. :lol:





Nachdem Markus sicher das andere Ufer erreicht hat, mache ich mich an die wackelige Überquerung. Mittlerweile haben wir uns schon ganz gut daran gewöhnt - beim ersten Mal sah' das noch deutlich unentspannter aus...



Ein Blick von der Brücke auf's Wasser.



Das letzte Stück durch's Schilf ist dann wieder stabil gebaut.



Dieses Schild warnt nochmal vor Hippos, Schlangen und Krokodilen :whistle:



Und dann geht's über weißen Sand weiter.



Der Weg teilt sich und wir folgen erstmal dem rechten Pfad in Richtung "Falls".



Hier ein Blick auf eins der Cottages.



Der Weg führt am Okavango entlang bis zur Spitze der kleinen Insel, wo Felsen im Wasser einen kleinen "Fall" bilden. Es ist wunderschön, doch auch von hier sieht man Menschen, die am Ufer waschen bzw. baden und deshalb machen wir dort keine Bilder.







Etwas befremdlich ist, dass wir von einem Boot her deutsche Musik hören - kein Schlager, eher Aprés-Ski-mäßig... :blink: Anscheinend sind es die Freunde von Georg, die sich einen bunten Nachmittag auf einem der Boote machen und fleißig S...lieder singen. :laugh:

Auf dem Rückweg sehen wir im Geäst erneut einen Yellow-bellied Greenbul/Gelbbauch-Grünling.



An der Bar treffen wir Maja, die alles vorbereitet. Die Bar öffnet immer gegen sechs Uhr und sie räumt bereits die Kissen etc. raus.





Wir versichern ihr, dass wir nach dem Essen nochmal vorbei schauen und machen uns auf den Heimweg.

Die beiden Hunde sind natürlich auch vor Ort und holen sich erstmal eine Streicheleinheit ab. ;)



Helmut entschließt sich sogar, uns zu folgen und da er bis zur Hängebrücke hinter uns her läuft, laufe ich sicherheitshalber nochmal zur Bar und frage nach, ob er alleine über die Brücke "darf". :huh:



Maja lacht nur und erwidert, dass er ohnehin dort warten wird, bis wir auf der anderen Seite ist, bevor er los läuft und so ist es dann auch. Kaum sind wir rüber, rennt er in Windeseile los, so schnell, dass ich es noch nicht mal schaffe, die Bridgekamera wieder zu starten. :silly:

Während sich Markus um das Braai Feuer kümmert, sichere ich Bilder. Dann werden die letzten Kudusteaks gegrillt. Dazu gibt es Schäfskäsepäckchen vom Grill und Reis mit Chakalaka Gemüse aus der Dose. Meine Güte, ist das scharf!

Auch an unserem dritten und letzten Abend in der Lodge, laufen wir zur Bar hinüber. Von Maja ist nichts zu sehen und die Jugendlichen feiern ebenfalls ihren Abschiedsabend. Von daher belassen wir es bei einem Bier und verschwinden dann in unser Chalet, um dort noch einen Drink zu nehmen.

Bevor wir gehen, mache ich jedoch noch ein Bild von den Glühwürmchen (?) die in der Lampe am Terassendeck kreisen.



Ohne Sternenhimmel geht's für uns um zehn Uhr ins Bett. Gute Nacht! :kiss:

gefahrene Kilometer: 156
Letzte Änderung: 24 Feb 2019 07:46 von Fortuna77.
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24 Feb 2019 11:44 #549250
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14.12.2018 - Auf geht's nach Botswana...

Wir stehen um sieben auf, trinken gemütlich Kaffee und packen alles zusammen. Heute geht es nach Botswana! B)

Lediglich ein Dark-capped Bulbul sowie ein White-browed Robin-chat fliegen uns vor der Abfahrt noch vor die Linse.





Von unserem Freund, dem Yellow-bellied Greenbul ist heute morgen nix zu sehen... Anscheinend weiß er bereits, dass es bei uns keine Papaya zum Frühstück gibt... :unsure: :lol:

Während Markus nochmal den Reifendruck überprüft, bezahle ich bei Justine in der Rezeption die Getränkerechnung, Maja und/oder Georg sehen wir an diesem Morgen nicht mehr.

Als wir um halb zehn aufbrechen, zeigt das Thermometer bereits 34 Grad an. :blink:



Fazit: Mobola Lodge:
Mobola war zum Planungsbeginn der Reise bereits eine Wunschunterkunft und somit gesetzt! Das Cottage sowie das gesamte Gelände hat uns sehr gut gefallen. Speziell die dazugehörige kleine Insel ist natürlich etwas Besonderes! :) Unbedingt empfehlenswert ist die Bootstour, da sie zum einen ein super Preis/Leistungsverhältnis hat (wir haben N$300 p.P. für die Kombitour gezahlt) und Austinus auch nicht über's Wasser heizt, sondern Gefallen daran hat, wenn Gäste auch Interesse an Vögeln und Flora zeigen. Aufgrund der geringen Anzahl der Unterkünfte ist die Teilnehmerzahl zudem relativ überschaubar. Etwas Stress hat uns zugegebener Weise die Warnung vor den Black Mambas bereitet. :pinch: Wir haben jedoch während des gesamten Aufenthaltes keine einzige Schlange gesehen, doch Vorsicht ist besser als Nachsicht... :whistle:
Die Bungalows sind mit allem ausgestattet, was man benötigt, zudem recht großzügig und sehr hübsch! Evtl. etwas dunkel, aber das ist Jammern auf hohem Niveau... Das Frühstück war immer gut und reichlich - nach drei Tagen reichte es uns dann jedoch auch, aber auch das ist wohl normal. ;) Den Hausherren, Alex, haben wir leider nicht kennengelernt, Maja und ihr Sohn Georg waren jedoch sehr nett und überhaupt nicht aufdringlich oder aufgesetzt.


Während der ersten 200 Kilometer übernehme ich heute das Steuer.



Es geht quer durch den Bwatabwata Park und die Richtgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h. Alle paar Kilometer weisen zudem Schilder auf mögliche Elefantenbegegnungen hin. Ein Schelm, wer böses dabei denkt, dass ich dieses Stück fahren darf... :evil:







Es lässt sich jedoch während der gesamten Strecke kein grauer Riese blicken.



Dieses Warnschild erfüllt uns mit Vorfreude...



Kurz vor Kongola gibt es einen Fahrerwechsel, ab hier übernimmt Markus das Steuer...

"Schilderwald" in Namibia :laugh:



Statt auf Wildtiere, treffen wir hier vermehrt auf Rinder auf und neben der Straße... :dry:









Dann passieren wir wohl das Gebiet der Holzschnitzer?! :laugh: Innerhalb von vielleicht 5-10 Kilometern sehen wir verschiedene Auslagen von geschnitzten Elefanten... Hunderte Kilometer nix und dann alle nebeneinander - das scheint sich hier rumgesprochen zu haben. :silly:



Kurz vor Katima Mulino biegen wir auf die C49 ab. Es handelt sich anscheinend um eine "Abkürzung" und schon bald befinden wir uns auf einer Sandpad. :ohmy:



Landschaftlich ist es jedoch sehr schön und auch gut zu fahren und so treffen wir bald wieder auf die B8, entschließen uns jedoch jetzt bereits, auf dem Rückweg durch Katima zu fahren, um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen.

Auffällig ist, dass es (gerade in den letzte Ortschaften um Bukalo) viel sauberer ist, als während der gesamten Strecke durch den Caprivi. Es kommt uns irgendwie aufgeräumter vor, in den Orten und auch außerhalb.

Als wir dieses Schild sehen, steigt unsere Aufregung. Was wird uns an der Grenze erwarten? Wie lange wird es dauern? Und was erleben wir danach? ;)



Die letzten 20 Kilometer verfliegen und wir setzen schon mal ein freundliches Gesicht auf - kann schließlich nicht schaden...



Was soll ich sagen... die Ausreise aus Namibia war unkompliziert. Wir haben lediglich das Formular ausgefüllt und abgegeben, dann unsere Ausreisestempel bekommen. Markus musste bei der Ausfahrt noch in einem Register eintragen und Angaben über das Auto machen.

Wir befinden uns im "Niemandsland" und überqueren den Cuando bzw. Kwando (Linyanti/Chobe). Raus aus Namibia und noch nicht in Botswana...





Nach zwei Kilometern erreichen wir die Grenze zu Botswana. Wir fahren durch eine Bodensenke, die scheinbar mit Desinfektionsmittel gefüllt ist und parken anschließend vor dem Gebäude. Im Office stehen wir an (zum Glück ist nicht allzu viel los), legen unsere Pässe vor und erhalten einen Stempel. Dann müssen wir uns am Nebenschalter erneut anstellen. :blink: Markus zeigt das Permit des Autovermieters, wir zahlen N$70 (wofür auch immer?) und sind fertig...

Als wir losfahren wollen, kommt eine Offizielle zu uns ans Auto. Wir rechnen damit, dass wir nun zur Kontrolle (und Schuhdesinfektion) gewunken werden, doch sie lächelt nur breit, fragt wie uns geht und wünscht uns viel Spaß und gute Laune! So unkompliziert haben wir uns die Grenzüberquerung wirklich nicht vorgestellt... :laugh: B) :whistle:

Fortsetzung folgt
Letzte Änderung: 11 Mär 2019 20:41 von Fortuna77.
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24 Feb 2019 12:22 #549254
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Teil 2 - 14.12.2018 - Botswana, wie es leibt und lebt...

So sehr wir uns auch über die schnelle Grenzüberquerung (das Ganze hat keine 30 Minuten gedauert) freuen, so schnell müssen wir uns auch wieder auf die Karte konzentrieren, da es bereits nach wenigen Kilometern rechts ab geht und wir, statt der A33, nun der Transit Road folgen, die bis nach Maun führt.





Hier wird sicherheitshalber neben Elefanten auch gleich vor Antilopen gewarnt...



... und schon zwei Minuten später trauen wir unseren Augen kaum. :ohmy:



Wir werden von einer Herde Sable Antilopen ausgebremst, die vor uns die Straße überquert. :woohoo: :woohoo: :woohoo: Ja, meine Güte, was geht denn hier ab?! Nach den ganzen Tieren, die wir den Tag über am Straßenrand gesehen haben, haben wir sie aus der Ferne für Ziegen o.ä. gehalten und sind völlig aus dem Häuschen, dass es mindestens 25 Tiere sind.











Mit einem letzten Blick zurück, verschwinden sie schließlich im Dickicht. Was für ein Start!!!



Wir folgen der Straße bergab...





... und erreichen wenige Minuten später den kleinen Ort Muchenje sowie das "Muchenje Campsite&Cottages".





Im Gegensatz zu diversen Luxuslodges, zu denen Wege, die zuvor abgehen, führen, liegt dieses familiengeführte Camp direkt zwischen Straße und den Plains.





An der Rezeption empfängt uns eine nette, jedoch sehr schüchterne, junge Frau und händigt uns die Schlüssel für unser "Cottage" aus. Erneut erhalten wir - wie soll es auch anders sein?! - den Schlüssel mit der Nr. 01. :laugh:

Während ich die junge Frau, entlang des eigenen Gemüsegartens, zu Fuß begleite, folgt Markus uns mit dem Auto.



Unser Cottage entpuppt sich als eine Art großer Container, von dem aus eine Tür ins angrenzende Bad und von dort wiederum eine Tür zur Aussendusche führt. :unsure: Bei Tagestemperaturen von 35 bis über 40 Grad könnt ihr euch wohl vorstellen, wie schön muckelig warm es da drinnen ist?! :laugh: Aber es gibt einen Ventilator sowie eine (funktionierende) Klimaanlage und Moskitonetze vor den Fenstern, klein und fein - und bei dem Preis (für Botswana) darf man schließlich auch keinen allzu großen Luxus erwarten! ;)









Wir laden zuerst einmal aus und richten uns häuslich ein - die Küche ist übrigens mit allem ausgestattet, was man so braucht - bevor wir das restliche Camp erkunden...

Das Gelände ist überschaubar, aber wir sind hier schließlich auch nicht, um Zeit im Camp zu verbringen, sondern wollen was in der Umgebung sehen. Neben einem hauseigenen Gemüsegarten (das Gemüse wird übrigens in der Rezeption/Shop verkauft!), gibt es zum einen einen kleinen, aber gepflegten Pool (der bei den Temperaturen jedoch recht warm war und keine große Erfrischung brachte :laugh:)





sowie eine schöne Aussichtsterrasse, von der aus man auf die Ebene schaut und im Grunde bis nach Namibia gucken kann.





Da wir uns ja nun auch bereits über eine gewisse "Campingerfahrung" verfügen, schauen wir uns natürlich auch die Örtlichkeiten an, um mitreden zu können... :whistle:









Uns gefallen die Campsite 1 und 2 am Besten - beide liegen schön privat, mit toller Aussicht - wobei Site 1 mehr Aussicht und Site 2 mehr Schatten hat.



Die Ablutions - tippi toppi...



Hinter Campsites und Aussichtsplattform gibt es seit Neuestem auch feststehende Zelte, diese sind bis dato noch gar nicht groß auf der Homepage beschrieben und waren zu dem Zeitpunkt, als wir gebucht haben auch nicht buchbar, ansonsten hätten wir sie wohl gewählt! ;)



Auf dem Campgelände befindet sich außerdem noch ein campeigener Baobab...



...sowie eine offene Kapelle, an denen die Mitarbeiter z. B. sonntags zusammenkommen.





Das ganze Gelände macht einen sehr gepflegten Eindruck und überall treffen wir auf freundliche Mitarbeiter, die herumwerkeln.

Wir "erfrischen" uns schnell in dem Pool und laufen vor zur Rezeption, dort buchen wir direkt für den nächsten Morgen einen Tagesausflug zu den Victoria Fällen (incl. Transfer), kaufen in dem kleinen Shop (der in der Rezeption integriert ist und neben frischem Gemüse sogar Fleisch anbietet) ein paar kühle Getränke (es gibt nur Softdrinks!), Feuerholz, Postkarten sowie Eis und nehmen im Schatten auf der Terrasse der Rezeption Platz und nutzen das WLAN. Was für ein Luxus! In der Mobola Lodge hatten wir, trotz mega Datenvolumen nämlich tagelang keinen Empfang... ;)

Natürlich besuchen wir den Aussichtsplatz nochmal.

Unzählige Open bills/Mohrenklaffschnabel und African Jacana/Blaustirn Blatthühnchen tummeln sich auf der Wiese vor uns.





Außerdem entdecken wir einige Vervet Monkeys/Grünmeerkatzen...



...sowie (leider weit entfernt und stark vergrößert) einen Heron. Könnte dies ein Squacco heron/Rallenreiher sein? (Vielen Dank, Matthias! :) )



Ansonsten ist es etwas befremdlich, Rinder auf den Wiesen zu sehen, doch das scheint hier normal zu sein. Wild und Nutzvieh teilen sich oftmals den Lebensraum..."Unsere" Rappenantilopen kamen ja schließlich zuvor auch aus dieser Richtung. ;)

Bevor es dunkel wird, zündet Markus das Feuerholz an und während ich in der Küche einen riesigen Topf mit Kartoffeln zum kochen bringe, beschäftigt er sich mit den Planungen für die kommenden Tage. :kiss:







Über die Sichtung dieses blau/gelben Sunbirds freue ich mich etwas später sehr - leider kann ich ihn jedoch bisher nicht bestimmen... :unsure:



Als wir endlich essen, ist es bereits so dunkel, dass wir Licht einschalten müssen. Stirnlampen sind jedoch keine gute Idee, da dadurch die Insekten (und davon gibt es reichlich! :pinch: ) angezogen werden und man sie ggf. mit in den Mund steckt. Also platzieren wir eine Lampe etwas weiter abseits, sehen dadurch trotzdem nicht sicher, was wir eigentlich so essen... :whistle: Gerade ich bin durch meinen langen Aufenthalt in Südafrika an Krabbeltiere gewohnt und einigermaßen abgehärtet... Aber okay, das ist hier nochmal eine andere Hausnummer! :whistle: Es wird unsere letztes Abendessen innerhalb der nächsten Tage sein, welches wir nach Einbruch der Dunkelheit einnehmen...

Trotz allem gönnen wir uns noch einen Gin Tonic, bevor wir um viertel nach neun ins Bett krabbeln. So ganz wohl ist uns nicht - mal schauen, was uns hier noch nachts so erwartet?! Gute Nacht! :kiss:

gefahrene Kilometer: 407
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15.12.2018 - Tagesausflug zu den Victoria Fällen, Zimbabwe

Um viertel vor sechs klingelt der Wecker, wir trinken einen Kaffee und essen etwas Müsli draußen, bevor wir unsere Sachen zusammenpacken und zur Rezeption laufen. Dort trifft zeitgleich Victor ein, der für diesen Tag unser Fahrer sein wird.

Wir steigen in den Kleinbus ein und los geht's. Victor ist aus Kasane gekommen, um uns abzuholen und erzählt uns begeistert von einer großen Herde Zebras, die er auf dem Hinweg gesehen hat. Natürlich ist von den Pyjamaträgern nix mehr zu sehen, als wir die Stelle passieren, doch dafür entpuppt sich unser Fahrer recht schnell als äußerst unterhaltsam. ;)

Dann erreichen wir die A33 und durchqueren das erste Mal den Cobe Nationalpark. :silly:





Nur kurze Zeit später trauen wir unseren Augen kaum, als Victor uns auf eine Herde Elefanten aufmerksam macht, die von rechts aus den Büschen kommen.



Das ist für uns wirklich neu - klar befinden wir uns irgendwie schon im Park, doch die Geschwindigkeit, mit denen die Autos hier unterwegs sind, passt nicht zu einer plötzlichen Elefantensichtung. :huh: Zu unserer Freude hält Victor den Wagen an und wir machen schnell einige Bilder.









Während wir warten, werden wir bereits von anderen Fahrzeugen überholt und irgendwann setzt sich auch unsere Bus in Bewegung. Moment mal... :evil:





Wir sind ein entsetzt, dass hier das Gesetz des (vermeintlich) Stärkeren gilt - einige Elefanten reagieren ungehalten und zeigen ihren Frust deutlich. Sobald Mensch und Tier sich den Lebensraum teilen, zieht das Tier oft den Kürzeren... :(



Für die Strecke nach Kasane benötigen wir unter einer Stunde, in der River Lodge sammeln wir fünf Gäste ein - welche sich später als botswanische Regierungsbeamte aus Gaborone entpuppen. Kurze Zeit später steigt noch ein junges namibisches Paar ein und somit ist der Bus picke-packe voll.

Bis zur Grenze ist es nicht mehr weit, die Strecke hat es jedoch in sich und wir sind uns nicht sicher, ob wir uns in diesem Chaos zurück gefunden hätten. :whistle:





Einer Umleitung folgt die nächste...







Die Ausreise aus Botswana gestaltet sich unkompliziert. Wahnsinn, wir sind noch keine 24 Stunden hier und verlassen das Land schon wieder. :silly:



Schon bald stellt sich jedoch heraus, dass die Einreise nach Zimbabwe längere Zeit in Anspruch nehmen wird! :evil:

Brav stellen wir uns in der langen Schlange an, doch gefühlt geht es keinen Meter weiter... Irgendwann werden unsere Mitfahrer zu einem anderen Schalter gewunken - und schwupp, sind sie durch die Kontrolle. Auch bei dem namibischen Paar geht's ziemlich flott. Wir sind jedoch die einzigen "Ausländer" innerhalb der Reisegruppe und benötigen das Visa. :blink: Ja, und so warten schließlich sieben Leute plus Fahrer darauf, dass wir auch mal an der Reihe sind... :whistle:

Victor versucht noch, uns an einen anderen Schalter zu schleusen, doch ein anderer Guide ist "not amused" und von Victor ist plötzlich nichts mehr zu sehen. Es nützt alles nichts, wir (und vor allem unsere Mitfahrer) müssen warten, bis alle durch sind und wir dran sind... Eine gute halbe Stunde später und 60 US-Doller ärmer haben wir schließlich unser Visa im Pass und die Fahrt geht weiter.

Wir durchqueren einen Teil des Zambesi Nationalparks und das vorsichtige Fahren scheint hier wirklich nur am Abend ernst genommen zu werden. :dry:



Auch wenn wir uns normalerweise über Sichtungen freuen, hoffen wir nun, dass sich kein Tier an der Straße blicken lässt und anscheinend meiden sie wirklich die Rush-hour.

Bereits um halb elf erreichen wir den Ort Victoria Falls und somit auch den Eingang zu den gleichnamigen Fällen.





Das obligatorische Bild darf natürlich nicht fehlen... :lol:



Innerhalb der Gruppe besprechen wir, dass wir bis halb zwei Zeit haben, bevor es wieder zurück geht. Lediglich drei Stunden, also los...

Bevor wir uns auf den Weg zur Panoramaroute machen, informieren wir uns ein wenig im Eingangsbereich über die Entstehung und Gegebenheiten der Falls.

















Am Start der Aussichtspunkte treffen wir auf die Statue von Livingstone.



Beim ersten Blick auf die Fälle bin ich total ergriffen und werde schlagartig sentimental. Obwohl es Mitte Dezember ist und die Fälle nur einen Bruchteil der Wassermenge im Vergleich zu anderen Jahreszeiten aufweist, finde ich die Aussicht einfach atemberaubend. :blush:











Wir folgen dem Weg und stoppen an den diversen Aussichtspunkten entlang der Strecke...







Immer wieder stehen wir an Punkten, an denen ein Gischtschleier förmlich auf uns niederregnet. Ich bin froh, meine Regenjacke dabei zu haben - nicht für den Körper, aber zumindest für die Kamera. ;)



An der Stelle, wo die Mainfalls runtergehen, sehen wir etliche Menschen, die sich in einem Pool vor der Kante fotografieren lassen.







Wir sind da etwas sicherheitsbewusster bei unseren Schnappschüssen...



"Kein Selfie" :silly:







Um die Horseshoe Falls zu sehen, müssen wir schon ganz genau hinschauen... B)











Die berühmte Eisenbahnbrücke, die Zimbabwe und Zambia verbindet, ist da schon deutlich besser zu erkennen...





Während sich ein paar Wagemutig abseilen...







... finden wir glücklicherweise ein schattiges Plätzchen, wo wir uns mit Wasser und Nüssen, geschützt vor der unbarmherzigen Sonne, stärken.



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12 Mär 2019 23:06 #551059
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Teil 2 - 15.12.2018 - Vic Falls

Nach einer kurzen Pause, entscheiden wir uns dazu, den gleichen Weg wieder zurück zu gehen. Wir haben noch genügend Zeit und so genießen wir ein wenig die Aussicht...







...bevor wir uns entlang der einzelnen Punkte wieder zurück "arbeiten".







Die Gischtschauer sind bei diesem Temperaturen einfach erfrischend und wir genießen den Aufenthalt hier sehr. Obwohl viele Besucher unterwegs sind, ist die Stimmung angenehm. Viele tragen eine Art Motto-Shirts, anscheinend handelt es sich um Familien oder Freunde und das wird entsprechend publiziert. :silly:











Immer wieder führt der Weg durch feuchtere Gebiete, wir fühlen uns fast ein wenig, wie im Regenwald.









Hat irgendjemand eine Ahnung, um welche Früchte/Beeren es sich hierbei handelt? :unsure:





Mit ein paar letzten Bildern verabschieden wir uns schließlich von diesem faszinierenden Ort...











Zurück am Eingang kaufen wir uns gekühlte Getränke und stöbern ein wenig im Souvenirshop, bevor wir uns im Schatten niederlassen und das Treiben um uns herum beobachten.





Einige Warzenschweine laufen durch das Gebüsch...







... während die Affen das Treiben im Restaurant sowie auf den umliegenden Bänken genau im Blick haben. Ein mutiges Kerlchen hat sich direkt den ganzen Mülleimer vorgenommen. Vorsichtig nähere ich mich und kann von dem Schelm ein Foto schießen, ohne dass er in Panik in mein Gesicht springt. :whistle:



Als wir am Auto eintreffen erfahren wir, dass man sich im nachhinein auf eine Abfahrtszeit von zwei Uhr geeinigt hat. Also warten wir auf dem Parkplatz noch ein wenig, bevor es losgeht...







Als es schließlich losgeht, sind wir immer noch nicht vollzählig - vier Botswaner sind zum Lunch ins Lookout Café gefahren und wir holen sie dort ab. Leichter gesagt als getan, denn der Zug, der alsbald vor unserer Nase vorbeirollt, ist so lang, dass der halbe Ort im Stau zum Erliegen kommt.



Den jungen Mann, der erneut auf dem Beifahrersitz Platz genommen hat, scheint es nicht zu stören. Er hat genügend gekühltes "Zambezi Beer" mit an Bord. :silly: :laugh:

Schließlich kommen wir am Lookout Café an (tragisch, noch während wir in Namibia sind, erfahren wir, dass es abgebrannt ist :( ), sammeln die fehlenden Gäste ein und machen uns auf den Weg zurück zur Grenze.

Den Gesprächen zwischen Fahrer und Beifahrer entnehmen wir, dass der Mann für 15:30h eine Bootstour in Kasane gebucht hat. :blink: Es ist bereits 14:30h und neben der Fahrtstrecke steht ja auch noch die Grenzüberquerung (mit uns Sonderfällen) an. :unsure: Das scheint Victor jedoch nicht zu beeindrucken und wir wundern uns, dass er "gemütlich" mit 80 km/h über die Straße zockelt. Auf dem Hinweg hatten wir zum Teil 120 km/h auf dem Tacho... :pinch: Irgendwann dämmert es mir und ich vermute, dass die Tanknadel bedrohlich runtergegangen ist, was die defensive Fahrweise erklären könnte... :whistle:

Schließlich erreichen wir die Grenze und es wirkt ebenso chaotisch wie bei der Anreise...



Wir bleiben als Gruppe schön zusammen und "oh, Wunder!" geht die Ausreise ohne größere Probleme von Statten. Auf der botswanischen Seite nehmen uns die Regierungsangestellten unter ihre Fittiche - keine Ahnung, was sie so alles erzählen, aber auch hier läuft nun alles ohne Probleme und wir sind dieses Mal nicht die Letzten! ;)

Es ist bereits halb vier, als wir die erste Tankstelle hinter der Grenze ansteuern und mein Verdacht wird bestätigt. :P Der biergestärkte Beifahrer telefoniert während des Tankvorgangs lautstark mit der Lodge - zu unser aller Belustigung. Die Kollegen kennen den Vogel wohl schon... :laugh: :whistle:

Zu allererst setzen wir ihn schließlich mit 20 Minuten Verspätung am Ableger ab, wo er mit offenen Armen bereits empfangen und auf's Boot geleitet wird - sie haben tatsächlich gewartet!!! :woohoo:

Dann werden nach und nach alle Gäste abgeliefert und wir tauschen zu guter Letzt noch das Auto in Kasane. Der Sprit war also nicht das einzige Problem...

Weich gepolstert fährt Victor uns in dem japanischen Modell erneut durch den Chobe NP.





Auch auf dem Rückweg sehen wir ein paar Elefanten in einer Senke - allerdings ist dieses Mal kein Stopp mehr drin. ;)



Um kurz vor fünf erreichen wir das Muchenje Camp, verabschieden uns von Victor, nehmen ein kurzes (wenn auch wenig erfrischendes) Bad im Pool, checken an der Rezeption noch schnell unsere Mails und bereiten einen Kartoffelsalat vor, den wir später mit dem restlichen Kudufleisch vom Vorabend, essen.



Wir sitzen noch ein wenig draußen und trinken den ein oder anderen Gin Tonic, bevor es uns jedoch zu "krabbelig" wird, verabschieden wir uns um halb neun ins Bett. Es war ein toller Tag! Die Entscheidung, den Transfer zu buchen, war goldrichtig - auch wenn wir ihn im Nachhinein erst ab Kasane gebucht hätten. Unsere Mitfahrer entpuppten sich als äußert amüsant und es war interessant, mit Einheimischen unterwegs zu sein.

Mit einem letzten Gedanken an die Vic Falls schlafen wir schließlich ein. Gute Nacht! :kiss:
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