THEMA: Namibia Okt 2018-von der Wüste zu den Wasserwelten
01 Mär 2019 13:26 #549727
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Chobe River Cottage, Kasane (BW) – Tagesausflug Victoria Falls (ZW)

Gut ausgeschlafen lassen wir uns das selbst zubereitete Frühstück, gegen 6.30 Uhr, schmecken.
Ich gebe noch Wäsche zum Reinigen an die Rezeption.

Punkt 7.00 Uhr steht das Auto von „Wild Cars and Guides“ aufm Hof. Eine wirklich sehr hübsche, junge Frau stellt sich als unser heutiger Guide nach Vic Falls vor. Es wird erst kurz zum Büro von WCaG gefahren. Hier steigen noch 2 Paare zu und wir bezahlen den Tagesausflug mit 350 Pula pro Person.

15 Minuten später erreichen wir die chaotische Grenze. Hunderte LKW's stehen hier kreuz und quer rum, Schlaglöcher so tief, dass ein Autorad darin verschwindet. Aber unserer Reiseleiterin findet den Weg durch Berge ausgedienter Autoreifen, Baustellenabsperrungen und Müll. Beim Anblick dieser Gegebenheit fällt mir die Kinnlade runter. :ohmy: Ich mache jedenfalls innerlich 3 Kreuze, dass wir einen Transfer gebucht haben!

Es hat durchaus Vorteile hübsch zu sein, denn für unsere Reiseleiterin wird ein extra Schalter zur Ausreise Botswana geöffnet. Und die Herren auf Simbabwe Seite zeigen auch ihre Freude an unserer hübschen Reiseleiterin und öffnen, das zurzeit noch geschlossene, Büro. So geht alles sehr problemlos für uns ab: Stempel in Pass, 30 US$ pP auf den Tisch und weiter geht’s. Alles in Allem hat die Grenzprozedur zirka 30 Minuten, für uns 8 Personen, gedauert.

Die Fahrt nach Vic Falls führt durch eine schöne bergige Landschaft. Wir plaudern etwas mit unserer Reiseleiterin und sie fragt nach, was wir in Vic Falls unternehmen möchten. Die beiden anderen Paare wollen, nach Besuch der Fälle, einen Heli Flug machen und wir möchten danach uns entspannt ins „The Victoria Falls Hotel“ setzen.
Eine reichliche Stunde später setzt uns die Reiseleiterin am Eingang zu den Victoria Fällen ab und wir vereinbaren einen Abholtermin für 13.30 Uhr. Wir haben somit 4,5 Stunden Zeit.

Die Einheimischen, Kololo, nennen die Wasserfälle Mosi-oa-Tunya, donnernder Rauch.



Wir gehen ein Stückchen und hören es schon von weitem rauschen.
Der erste Blick (okay, für uns der 2. ;) , wir waren schon 1997 hier)



Trotz Trockenzeit sind die Fälle sehr imposant.





Wir gehen (fast) alle Aussichtspunkte ab.



Einige Kinder sind ganz aus dem Häuschen.



Der Rundweg ist gut ausgebaut und gepflegt.









Rote Kugelblumen am Wegesrand.





Die Meerkatze möchte aufs Foto.



Auf der Sambia Seite baden Leute im wohl gefährlichsten Pool der Welt, Devil's Pool.





Rafting, Nervenkitzel garantiert :woohoo:







Richtung Eisenbahnbrücke werden die Fälle viel weniger. Klar, wir haben Ende Oktober.



Etwas unterhalb der Grenzbrücke Simbabwe – Sambia machen wir erst Mal Pause und kippen jeder 1 Liter Wasser in uns.
Und Bungee will, während wir pausieren, auch keiner machen.



Es ist mittlerweile Mittag und unerträglich heiß. Eigentlich wollten wir bis zum Lookout Cafe gehen, aber nun geht es auf kürzestem Weg Richtung Ausgang.
Kurz vor dem Ausgang setzten wir uns ins Rainforest Cafe und bestellen Bier. Es wird nur US Dollar als Bezahlung akzeptiert. Zum Glück haben wir welche dabei. Der Kellner sieht uns an, wie geschafft wir sind und stellt die Wasser-Sprühnebel-Anlage an. Das wirkt erfrischend auf uns.

Der Besuch der Victoria Fälle ist auch im Oktober sehr zu empfehlen. Es ist zwar weniger Wasser, aber auf keinem Fall leer. Und wir hatten keine Gischt auf den Gehwegen.
1997, Anfang September, waren wir klatschnass und die Gehwege sehr rutschig (ich weiß gar nicht mehr, ob seinerzeit schon so viel gepflastert war). Dafür hatten wir damals mehrere Regenbögen über den Fällen.
Nun ja, irgendwas fehlt immer.

Nach dieser Pause gehen wir zum gegenüberliegenden Parkplatz, um unsere Reiseleiterin zu treffen. Vorher bummeln wir noch über den Holzschnitzer Markt, natürlich findet mich ein Mitbringsel. Ich musste mächtig, für einen vernünftigen Preis, feilschen.

Unsere Fahrerin ist pünktlich und fährt uns zum Victoria Falls Hotel. Natürlich kennt sie auch hier Leute. So erhalten wir, auf der eigentlich ausgebuchten Stanley's Terrasse, noch ein schönes schattiges Plätzchen.
Hier lässt es sich gut aushalten B)





Wir bestellen uns einen kleinen Lunch dazu Bier und Weißwein mit gutem Trinkfluss. Hach, geht’s uns gut!



Danach schlendern Monika und ich ein bisschen durch das weitläufige Hotel Gelände. Alles ist wunderschön anzuschauen.







Statt tea-time bestellen wir Eiskaffee. Unser adretter Kellner weist ausdrücklich darauf hin, dass es mit gecrashtem Eis, statt Vanille Eis, gemacht wird (Trinkwasser-Qualität). Schmeckt trotzdem.



Im Hintergrund die Grenzbrücke.







Die Innenräume sind sehr gediegen möbliert.



Als ich das Bild im Hotel sehe, fällt mir ein, dass wir gar nicht die Bronzestatue von David Livingstone an den Vic Falls gesehen haben. Komisch vor 22 Jahren stand sie unweit des Eingangs. Na ja, sind wir wohl nicht alle Wege abgelaufen (psst, Monika und Manfred wissen nichts von der Statue :blush: ).



Das Hotel ist eine Institution mit Old English Charme & Style, welche wir bereits 1997 sehr genossen haben.

Genau halb Vier steht unsere Reiseleiterin am Tisch – deutsche Pünktlichkeit sagt sie. :)
Kurz darauf heißt es „Auf Wiedersehen Victoria Falls“.



Die Rückfahrt ist kurzweilig. Wir quasseln mit den anderen Paaren über deren Hubschrauberflug – soll fantastisch gewesen sein.

Kurz hält uns ein Roadblock auf.



Und unsere Reiseleiterin stoppt für Elefanten und Giraffen.



Der Grenzübergang Simbabwe – Botswana geht genauso vonstatten wie heute früh. Man kennt sich, es wird ein bisschen mit unserer Reiseleiterin geflirtet und für uns werden wieder extra Schalter geöffnet. Sie lotst uns in weniger als 30 Minuten an allen Menschen-Schlangen vorbei. :P

Halb Sechs setzt uns die toughe Reiseleiterin am Chobe River Cottage ab. Selbstverständlich ist ihr ein Trinkgeld sicher.

In unserem Bungalow liegt die gewaschene und gebügelte Wäsche. Umgerechnet zahle ich 5,50 € für ca. 8 kg. Ich kann echt nicht verstehen, wieso Touristen selbst waschen, meist somit Wasser verschwenden und den Einheimischen diese kleine Mehreinnahme missgönnen.
Auf unserer Terrasse stoßen mit unserem obligatorischen Gin Tonic auf den tollen Ausflug an. Das hat sich allemal gelohnt und wir sind alle happy. :kiss:

Später schlage ich vor in die Waterlily Lodge essen zu gehen, sind auch nur 200 m in die andere Richtung. Aber die Männer wollen wieder ins Old House. Die Männer meinen: warum was Neues suchen, da wissen wir, dass es schmeckt! Gesagt, getan. Sie haben ja recht, es schmeckt wieder sehr gut und der Wein ist süffig.
Heute müssen wir auf dem Rückweg nicht nur auf lebende Warzenschweine achten, es liegen auch 2 Tote aufm Weg (Weg ist aber zu viel gesagt).

Wir sitzen noch lange auf unserer Terrasse und lassen den tollen Tag, mit den Geräuschen der Nacht, ausklingen. Vergessen ist der Kummer vom Vortag. :)
Außerdem freuen wir uns wie irre auf morgen – mit der Pangolin Voyager kreuzen wir auf dem Sambesi und Chobe und das Beste, wir bleiben über Nacht! :P
Mit diesen freudigen Gedanken sind wir bald im Reich der Träume.

Halb Sieben zwitschern uns die Vögel aus dem Bett. Mit Tee sitze ich auf der Terrasse und atme tief die frische Luft des Morgens.
Wir hatten im Vorfeld überlegt ein Morgen-game-drive in den Chobe NP, von der Lodge organisiert, zu unternehmen. Aber es verworfen, da wir hoffen heute viele Tiere vom Wasser aus zusehen. So gönnen wir uns einen gemütlichen Morgen. Auf unserer Terrasse wird erst gefrühstückt und danach packen wir unsere Klamotten um, aufs Boot nehmen wir nur Handgepäck mit. Unsere Koffer stellen wir sicher in einem Raum neben der Rezeption. Die Damen hier sind wirklich außerordentlich hilfsbereit und zuvorkommend.

Dann gehen wir nach nebenan ins Cafe Buzz. Auf dem Weg dahin nerven mich, auch heute Morgen, diese allgegenwärtigen Warzenschweine wieder. Die beiden Kadaver sind glücklicherweise weg.
Ich stöbere sicher eine halbe Stunde im gut sortierten Shop und finde ein schönes Tuch für meine Mama. Auf der hübschen Terrasse trinken wir noch Cappuccino. Hier soll es auch leckeres Frühstück geben, was wir aber nicht genutzt haben.

10 Uhr heißt es Abschied nehmen von den Damen der Chobe River Cottage Anlage. Morgen werden wir noch kurz wieder kommen, um unser Gepäck abzuholen und den Transfer nach Katima Mulilo anzutreten.

Fazit Chobe River Cottage:
Anlage: 1
Essen: 2 (im Old House)
Unterkunft: 2 +

Wir haben uns hier sehr wohlgefühlt. Die schöne Gartenanlage und die Bungalows waren topp gepflegt. Eine Oase der Ruhe in Kasane.
Die beiden Managerinnen verdienen ein extra Sternchen. Der Transfer und der Tagesausflug zu Vic Falls wurde von ihnen perfekt organisiert und zu einem sehr guten Preis. Topp.
Von uns gibt’s eine klare Weiterempfehlung!

Ich wünsche allen Fomis ein schönes Wochenende!
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04 Mär 2019 08:56 #549960
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Kasane (BW) - Pangolin Voyager (NA)

Eine Mitarbeiterin von Pangolin holt uns 10 Uhr vom Chobe River Cottage ab. Die junge deutsche Frau ist vor ca. 5 Jahren nach Botswana ausgewandert. Sie macht uns auf der kurzen Fahrt zum Pangolin Chobe Hotel mit dem weiteren Ablauf unseres Aufenthaltes vertraut.

Das Pangolin Chobe Hotel wurde erst im Juli 2018, auf einem Hügel oberhalb Kasane, eröffnet. Das Hotel wurde speziell für Fotografen errichtet, um ihre Fähigkeiten zu erweitern.



Der Manager nimmt uns freudig in Empfang und führt uns durchs Hotel.
Das Hotel besitzt ein minimalistisches Design und schlichtem Dekor. Das Industrie-Design wirkt, im Gegensatz zur herrschenden Außentemperatur, kühl.
In der 2. Etage befindet sich die großzügige Bar mit Aussicht auf den Infinity-Pool  und herrliche Landschaft.







Es wird sich sehr um uns bemüht und nach Getränkewünschen gefragt. So lassen wir uns schon 11 Uhr ein Glas Wein munden. :blush:



Später werden wir noch zu einem kleinen Lunch gebeten. Alles ist appetitlich angerichtet und schmeckt vorzüglich.
Übrigens haben wir nichts bezahlt, dies ist alles Service für die Pangolin Voyager Gäste.
Die Gäste des Hotels buchen hier ein all-inclusive Paket mit 3 Mahlzeiten, Getränke, workshops, Nutzung der Technik im Bearbeitungsraum, täglich 2 Foto-Safaris zu einem Preis von ca. 250-350 € pro Person/Nacht. Vielleicht findet das Hotel euer Interesse.

Kurz nach 12 Uhr werden wir vom Manager zum Bootsanleger von Kasane gebracht. Hier werden wir vom Verwalter der Voyager herzlich empfangen. Der Manager vom Hotel wünscht uns viel Spaß. Er wird uns morgen 10 Uhr hier wieder abholen.
Der Bootsanleger ist auch Grenzstation. Wir müssen aus Botswana ausreisen, denn die Pangolin Voyager fährt für Namibia. Es ist aber total unkompliziert, wir sind auch die Einzigen im Office. Stempel rein und gut ist es.
Wir besteigen ein kleines Boot und es geht in rasanter Fahrt über den Chobe bzw. Sambesi.



Es geht vorbei an sündhaft teuren Lodges.



Nach ca. 10 Minuten Fahrt wird an der Impalila Insel im Sambesi angelegt. Hier befindet sich eine einsame, namibische Grenzstation. Wir stapfen in der Mittagshitze durch den Sand einen Hügel hoch. Eine kleine Hütte, mit einem mürrischen Beamten darin, erwartet uns. Wir betreten zu viert die Kate und begrüßen freundlich den Beamten. Wir werden ohne Gruß augenblicklich angeschnauzt gefälligst einzeln einzutreten. Boah, das nenne ich mal eine willkommen Geste. Er blättert sehr lange in jedem einzelnen Pass, jeweils 3 warten in der brennenden Sonne neben dem Eingang. Das ist mit Abstand der unhöflichste Grenzbeamte, den wir weltweit erlebt haben. :angry:

Zurück im Boot fahren wir noch ca. 10 Minuten und dann sehen wir sie, die Pangolin Voyager.



Links unsere Kabine Nr. 1, daneben wohnen unsere Freunde in der Nr. 2.



Bei der Planung unserer Reise und als klar wurde, dass wir den Caprivi und Vic Falls besuchen werden hat mich der Zufall auf eine Sambesi/Chobe Kreuzfahrt gebracht. Ich zeigte ein Youtube Video erst meinem Mann und dann unseren Freunden. Klar, waren alle begeistert. Nur bei den Preisen haderten wir. Egal, man lebt nur einmal, war dann das Motto. Die Chobe Princess, unser Favorit, bietet aber, seit Beginn des vergangenen Jahres, nur noch Mehrtage Kreuzfahrten an. Das war uns dann doch zu happig. Och, schade. Wir hatten uns nun aber schon so auf eine Kreuzfahrt gefreut, also suchte ich weiter.
Caprivi Houseboat Safari (bei Katima Mulilo) kam nicht infrage, da nur kleines Zelt aufm Dach, Selbstversorgung und keine Klimaanlage. Auch das Hausboot der Ndhovu Lodge fiel aus dem Raster, weil alles offen ist und deshalb nicht klimatisiert. Das war übrigens der Wunsch meines Mannes, wenn Caprivi, dann nur Übernachtungen mit Klimaanlage (deshalb fiel auch, das von mir favorisierte Jackelberry Camp im Caprivi raus). Mit der Pangolin Voyager fanden wir eine sehr gute Alternative zur Chobe Princess.

Die Frau vom Verwalter der Voyager nimmt uns freundlich in Empfang und führt uns übers Boot. Beide, Südafrikaner, wohnen ständig auf dem Boot.

Unsere Kabine ist sehr schön.





Auch unsere Freunde sind begeistert.





Gemeinschaft-Salon







Als wir das Sonnendeck betreten gibt’s nur ooohh's, aaahh's. Wow!
Wir glauben uns im Paradies. :woohoo:



Ich erinnere mich gelesen zu haben, dass kein anderes Naturschutzgebiet, im südlichen Afrika, so einen hohen Wildbestand besitzt.
In der trockenen Jahreszeit sollen sich im Chobe NP bis zu 80.000 Elefanten sammeln.





Das wird sicher unsere Elefanten Quote von Namushasha toppen.

Die Verwalterin fragt nach Diäten usw. und serviert uns Gin Tonic und kleine Köstlichkeiten (Canapés) auf dem Sonnendeck. Fast lautlos gleitet die Voyager dahin.
Es ist einfach unbeschreiblich schön – unmöglich diese Ausblicke zu beschreiben.









Sprachlos verfolgen wir die Szenerie.





Es sind keine Hunderte, bestimmt tausend Elefanten, bis zum Horizont in vielen Herden gruppiert, durchziehen das wundervolle Landschaftschaftsbild.











Monika und ich im Elefanten-Paradies.



Wir genießen die Fahrt mit gekühlten Getränken und der Fahrtwind tut uns (nicht der Frisur ;)) gut. Man möchte einfach die Zeit anhalten.



Und wir vergessen tatsächlich die Zeit. 16.00 Uhr ist ein Sundowner-Bootsausflug mit dem Fotoboot geplant. B)

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05 Mär 2019 08:23 #550056
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Bootssafari

Noch einen Cappuccino, ein kleines Stückchen Kuchen und einsteigen ins Foto-Boot.



Unser Guide stellt sich sehr nett vor und sagt, dass wir unbedingt Bescheid sagen sollen, falls wir etwas Interessantes entdecken.
Nun lernen wir auch die beiden anderen Paare aus Südafrika kennen, die schon 2 Tage auf dem Boot sind. Alles begeisterte Fotografen mit großem Equipment dabei. Die Pangolin Voyager ist somit ausgebucht. Es gibt nur 5 Kabinen und in einer wohnt das Verwalter-Ehepaar.

Auf dem Boot hat jeder einen drehbaren Sitz mit einer Vorrichtung zum Feststellen der Fotoapparate und eine Halterung für Getränke.
Wir kommen uns schon ein bisschen deplatziert, mit unseren Stino Kameras bzw. Handys und Null-Ahnung, in diesem Foto-Boot vor. :silly:

Allgegenwärtige Elefanten und Flusspferde.






Hobby-Ornithologen können sich auf mehr als 400 Vogelarten freuen.

(Und da ich tatsächlich wenig Ahnung vom Federvieh habe, bitte berichtigt mich, wenn etwas falsch benenne.)

Schmiedekiebitz


Graureiher


Kurzbeinige Giraffe mit Ringelschwanz




Nilgänse


Überall sind auch große Antilopen Herden zu sehen.


Glanzstar


Reiher, kaum zu erkennen


Fischadler


Viele Krokos bevölkern den Fluss und die Uferzonen.




Wir halten bei den Ugly Three: Pavian, Warzenschwein, Marabu










Ein Stück weiter sehen wir Warane.




Es gibt so viel zu entdecken, man weiß gar nicht wohin man gucken soll.

Klaffschnabel


Nimmersatt


Natürlich hat unser Guide Getränke (Kaffee, Tee, Wasser, Cola, Bier, Wein, Gin, Tonic) und Biltong für uns dabei. Uns geht’s ausgezeichnet und wir genießen die Bootssafari sehr. B)

Malachat Eisvogel / Haubenzwergfischer


Fischer bei der Arbeit




Blaustirn Blatthühnchen


Seidenreiher


Schlangenhalsvogel


Obwohl die bunte und reiche Vogelwelt tatsächlich faszinierend ist und jeder hier zum Hobby Ornithologen mutieren wird, denke ich mir, ein paar Elis wären auch schön.

Na, okay, der wird noch fotografiert.


Unser Guide dreht und wir tuckern langsam zurück. Ein Sattelstorch begleitet uns.


Es geht vorbei an einiges Lodges, hier die Serondela Lodge.


Wir fahren um eine Flussbiegung und sehen von Weitem die Pangolin Voyager, die nunmehr an einem geeigneten Nachtplatz angelegt hat.
Gegenüber der Pangolin, am anderen Flussufer, trinkt eine Herde Elefanten, die wir etwas beobachten.





Langsam wird es Zeit für den Sundowner auf dem Oberdeck der Pangolin Voyager.



Unser Guide steuert auf die Pangolin zu und sagt auf einmal: die Elefanten folgen uns – Elephant crossing. :woohoo:



Er legt das Foto-Boot an die Pangolin an.



Wir sitzen wie angeklebt auf unseren Drehstühlen und sind verzaubert was jetzt passiert.
Die Leitkuh blickt uns direkt an und checkt die Situation.





Zirka 2-3 m vor uns kommen die Elis aus dem Wasser.





Das war der krönende Abschluss unserer Bootssafari. :)

Auf dem Oberdeck bekommen wir Gin Tonic serviert und genießen, lautlos, die hinreißende Abendstimmung. Es ist einfach perfekt!



Später machen wir uns etwas frisch. Danach erwartet uns im Salon, am großen Tisch, das gemeinsame Dinner.
Als Vorspeise werden 2 verschiedene kalte Braten (Rind und Wild) mit Dipps, lauwarmen Brot und passendem Rotwein gereicht. Der Hauptgang ist ein perfekt gebratener Fisch, der heute Mittag noch im Chobe/Sambesi schwamm, auf grünem Spargelrisotto. Dazu trinken wir gekühlten Roséwein. Den Abschluss bildet ein lauwarmer Karamell-Vanille Pudding und Champagner. Es war alles sehr gut.

Wir plaudern sehr angeregt mit den Südafrikanern über „Gott und die Welt“, sehr sympathische Leute.
Später verabschiedet sich die Staff und weist nochmals darauf hin, dass wir uns nach Herzenslust an der Bar und am Kühlschrank im Salon bedienen können (wie schon tagsüber).

Uns zieht es nochmals auf das Oberdeck. Wir lauschen dem Mampfen der Flusspferde, die Elefanten fressen fast lautlos nebenan, diese Geräusche der Nacht und dieser unendliche Sternenhimmel – das ist die Magie von Afrika. :kiss:

Glücklich und zufrieden gehen wir in unsere Kabinen und schlafen bald ein.
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06 Mär 2019 13:34 #550273
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Bootssafari zum sunrise

Mitten in der Nacht werde ich durch Löwengebrüll geweckt und es ist verdammt nahe. Ich stehe auf, gehe ans Fenster und sehe nichts. Es ist stockdunkel. Raus aus der Kabine will ich auch nicht, nicht dass die Katze/Kater auf der Pangolin hockt. Ich wecke meinem Mann und frage ihn, ob er nicht auch das Gebrüll gehört hat und, ob er nicht mal nachschauen will. Ein kurzes nö und er schläft weiter. Ich höre die Löwen noch 2, 3 Mal und döse dann auch wieder ein.
Fünf Uhr, es ist immer noch stockdunkel, pocht es an unserer Kabine, ich schrecke hoch, shit, der Löwe sitzt vor unserer Tür. :dry: Ich muss mich erst Mal sammeln als ich „Good morning, this is the wake-up call for your sunrise safari“, höre. :blush:
Stimmt, wir hatten gestern zugesagt, nochmals mit aufs Foto-Boot zu gehen. Wir hätten auch eine separate Bootssafari, Angeln oder nur den Morgen auf der Pangolin genießen können. Es wird hier alles sehr individuell gestaltet – vollkommen nach den Wünschen der Gäste.

Mit Rusk und Kaffee geht’s aufs Sonnendeck. Ein südafrikanischer Gast, der eigentlich aus Namibia stammt, fragt mich so nebenbei, ob wir die Löwen diese Nacht unmittelbar vor der Pangolin Voyager gesehen hätten. Aha, waren sie doch so nahe und ein Glück, dass ich nicht, vor lauter Neugierde, die Kabine verlassen habe. :whistle:

Wunderschön, wie die Natur erwacht und es riecht, nach der Kühle der Nacht, wie frisch gewaschen.





Schemenhaft nähert sich eine Elefantenkuh mit ihrem Kalb der Pangolin.



Wir steigen ins Foto-Boot um und los geht’s. Heute haben die Südafrikaner nochmals, bezüglich Fotoapparaten, aufgerüstet.



Seidenreiher im Morgenlicht


und 1,5 Stunden später


Raubadler




Auch die Flusspferde sind aktiv.


Schlangenhalsvogel


Zwei mir unbekannte Flugobjekte – Triele? Nachtreiher


junger Nachtreiher


Der Graufischer, mit seinem Fang, bietet uns ein tolles Schauspiel. Der Fisch ist zu groß für seinen Schnabel. Er dreht ihn Minutenlang in seinem Schnabel hin und her bis er ihn endlich schlucken kann.






Ich habe fertig!


Nachdem der Racker, das geschafft hat, gönnen wir uns auch Kaffee und Rusk. Ansonsten bin ich kein großer Fan von dem knochenharten Gebäck. Aber diese sind lecker, ich mümmel mir fast den gesamten Vorrat rein. ;)

2 Riesenfischer versüßen uns die Kaffeepause.




Der Fischadler scannt das Gelände.


Und das Blatthühnchen stelzt über die Schwimmpflanzen.


Wir stoppen an einem besonders großen Krokodil. Auf 3,5 m schätzt unser Guide dieses Exemplar.





Langsam fahren wir zurück, denn das Frühstück wartet.

Der Schlangenhalsvogel macht auch den Abflug -


und die Nimmersatte fliegen schon.


Es war wieder ein toller Ausflug ins Reich der Ornithologie. Nie hätten wir gedacht, dass es so viel Spaß macht Vögel zu beobachten.

In diesem Zelt-Boot wohnen übrigens unser Kapitän, der Koch und die 2 Guides.
Das Zelt-Boot wird auch immer so fest gemacht, dass die Gäste der Voyager es nicht sehen und einen ungestörten Blick in alle Richtungen haben. (Finde ich albern, aber es hat wohl schon Gäste gestört. )


Gegenüber der Pangolin Voyager steht, wie gestern Abend, eine Elefantenherde beim Saufen.




Putzig die Kleinen – hach, ich will gar nicht weg. :kiss:




Zurück auf der Pangolin packen wir unsere Sieben Sachen zusammen und freuen uns aufs Frühstück. Es gibt Wurst- uns Käseaufschnitt, Eier nach Wunsch – alles was man eben für guten Tagesstart braucht (obwohl wir hatten schon einen hervorragenden Tagesbeginn). Und es gibt Milipapp, ich mag das Zeug. :)

Wir unterhalten uns mit den anderen Gästen und dem Verwalter-Ehepaar über unsere weitere Reise. Dabei gerate ich wieder ins Schwärmen von der gestrigen Elefanten Flussquerung. Wie schön es doch wäre, wenn sie das heute wiederholen würden. Wir seufzen alle...ja das wäre toll.
Kaum ausgesprochen, springt der Verwalter auf und sagt, guckt mal die Elefanten wollen sich von euch verabschieden.
Wir trauen unseren Augen nicht, tatsächlich die Herde, von eben, kommt auf die Pangolin zu geschwommen. B)

Mist, wo ist die Kamera? Okay Handy raus.





In der Zwischenzeit holt mein Mann schnell die Kamera aus der Kabine, er hatte sie zum Laden angeschlossen.





Nach diesem, wiederum eindrucksvollen, Erlebnis brauchen wir noch einen Kaffee.

Langsam heißt es Abschied nehmen von der Pangolin Voyager und ihrer tollen Staff. Wir wurden hier, bis zum geht nicht mehr, verwöhnt. Die Atmosphäre empfanden wir als äußerst angenehm.

Die Stunden auf der Pangolin Voyager und die grandiosen Bootsafaris werden wir nie vergessen. Es waren Stunden, die unsere Seele sehr berührt haben. :kiss:



Der Verwalter düst mit uns los Richtung Grenze. Nach 10 Minuten ist diese erreicht. Wir erklimmen wieder den Sandberg und trällern, einzeln, dem Grenzbeamten ein „good mornig“ entgegen. Heute blättert er noch langsamer durch meinen Pass und liest jeden Passstempel einzeln – und ich habe sehr viele Stempel. Nach einer Viertelstunde haben wir dann endlich, alle 4, einen Ausreisestempel.

Vorbei an der Zambezi Queen, welche wahrscheinlich noch luxuriöser, aber auch größer als die Pangolin Voyager ist, erreichen wir kurz vor 10 Kasane.



Vor der Grenzstation verabschieden wir uns herzlich vom Pangolin Verwalter.

Zügig erhalten wir im Grenzhäuschen unseren Einreisestempel Botswana.

Der Manager vom Pangolin Chobe Hotel nimmt uns strahlend in Empfang und fragt gleich, wie es uns gefallen hat. Fantastisch!!

Er bringt uns nun wieder zu den Chobe River Cottage, denn da wartet noch unser Gepäck. Unser Transfer nach Katima Mulilo ist auch schon da, obwohl 11 Uhr vereinbart war.
Also wieder Verabschiedung vom Manager des Pangolin Chobe Hotels, Begrüßung des bekannten Transferfahrers, Begrüßung und mit herzlichem Dank Verabschiedung bei den Damen von Chobe River Cottage.
Meine Güte, war das ein Kuddelmuddel. :cheer:

Fazit Pangolin Voyager:
Essen: 1
Unterkunft: 2++

Wir haben unseren Traum gelebt und dieser war atemberaubend schön! Ein geniales Erlebnis, welches wir nicht missen möchten.
Der Chobe NP bietet ein grandioses Tierspektakel!

Jetzt fragt ihr euch sicher, wieso nur ein „gut“ für die Unterkunft. Aber in dieser Preisliga muss alles perfekt sein. Beim näheren Hinsehen zeigten sich leider in unseren Kabinen kleine Abnutzungsspuren. Die Duschtasse hatte kleine Rostflecken, die Oberflächen der Nachttische bzw Konsolen waren etwas verkratzt und der Teppichboden war ein bisschen abgetreten. Das ist Jammern auf extrem hohen Niveau.
Es war aber alles picobello sauber.

Für uns, trotz Punktabzug, eine 100%ige Weiterempfehlung!
Letzte Änderung: 07 Mär 2019 14:07 von Lotusblume. Begründung: Triele geändert in Nachtreiher - Danke CuF!
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Kasane – Katima Mulilo, 3Palms B&B, Transfer

Kurz nach halb Elf heißt es Abfahrt nach Katima Mulilo. Unser Transferfahrer ist wieder sehr schweigsam und ich erinnere mich an die Hinfahrt, bei der ich mit voller Wut im Bauch auf mich selbst, seine Wortlosigkeit dankbar empfand. Stimmt, da war ja noch die Sache mit dem Mietwagen – ich habe sie tatsächlich 3 Tage vergessen. B)
An der Grenze Botswana – Namibia werden vom jeweiligen Grenzbeamten unsere Pässe bestaunt, weil wir einige Aus-Einreise Stempel in so kurzer Zeit besitzen.
Alles in allem geht es problemlos und zügig vonstatten.

Ngoma





Nach reichlich 2 Stunden Fahrt erreichen wir Katima Mulilo.
Es ist gerade Mittagspause bzw. Schulende und wie bei uns, blockieren die Elternfahrzeuge die gesamte Straße zu unserem B&B zu, um ihre Kinder abzuholen.



Kurze Zeit später erreichen wir das 3 Palms B&B. Unser Fahrer hilft uns noch mit dem Gepäck und wir löhnen die vereinbarten 2200 Pula (ca. 180 €) und einen Tipp bei ihm. Den Transfer können wir sehr gerne weiterempfehlen. :)

Der erste Eindruck von 3 Palms ist schon mal schön. Wir gehen durch die schnucklige Gartenanlage.



Und stehen dann mit Sack und Pack an der Rezeption. Agnes, die Chefin, begrüßt uns freundlich, fragt nach unseren Namen und ich lege unsere Voucher vor. Sie guckt verdutzt und ruft eine Angestellte. Großes Achselzucken bei den Damen – wir stehen erst morgen in ihrer Liste. :woohoo: Hä? Haben wir uns vertan? Nö, das Datum stimmt mit dem Voucher überein.
Oh man, das hat uns noch gefehlt. Katima Mulilo ist nicht unsere Stadt: erst der Mist mit der Mietwagen Rückgabe und nun keine Hotelreservierung. :silly:
Agnes bietet uns etwas zu trinken an und lächelt dabei, alles wird gut, meint sie.
Nach einer Viertelstunde kommt sie ganz geknickt zu uns und bittet 1000 Mal um Entschuldigung. Ihrer Angestellten sei ein Fehler bei der Buchung unterlaufen und leider haben sie keine 2 Zimmer mehr für uns – full booked. Oh-je! Sie versucht uns aber anderweitig unterzubringen.
Na toll, in was für eine Kaschemme werden wir wohl nun verfrachtet. :sick:

Nach 10 Minuten erklärt sie freudestrahlend, dass sie eine andere Lodge mit klimatisierten Zimmern, in eine andere wären wir bei der Affenhitze nicht eingezogen, gefunden hat und uns hinbringt.
Ihr Sohn lädt unser Gepäck ein und abgeht die Fuhre wieder die Straße zurück, von wo wir vorhin gekommen sind. Etwas außerhalb der Stadt gelangen wir zur Caprivi River Lodge.
Die Caprivi River Lodge lässt gutes vermuten. Die Eigentümerin, Engländerin, begrüßt uns herzlich. Agnes klärt mit ihr die Formalitäten und bestätigt uns, dass keine Mehrkosten für uns entstehen.
Ich frage Agnes noch nach unseren Flughafentransfer für morgen, welchen ich per E-Mail mit ihr abgesprochen habe. Selbstverständlich, sagt Agnes. Ihr Sohn holt uns morgen, wie abgemacht hier 10.30 Uhr ab. Na hoffentlich, sind meine Gedanken.

Die Engländerin führt uns zu unseren frisch renovierten und reetgedeckten Bungalows, Kat. Luxus. Und wir richten uns ein.







Die Möbel sind handgefertigt aus geschnitztem Holz einheimischer Wälder.





Die Truhe schleppt so schnell keiner weg :laugh:



Im relativ großen Bungalow gibt es Klimaanlage, Fenster und Türen mit Gaze, Kaffee-/Teestation und ein sehr großes Badezimmer mit Badewanne. Es ist alles sauber, aber es müffelt nach Holzschutzmittel. :blink: Wir schaffen erst Mal Durchzug.

Später bummeln wir durch die schöne tropische Anlage. Wir sind scheinbar die einzigen Gäste.





Es gibt eine sehr schöne Terrasse, von wo wir den Sambesi überblicken.



Wir suchen uns einen Schattenplatz auf der Terrasse, erklären den Tag für lustig und bestellen Gin Tonic. :P

Die Eigentümerin schlägt uns noch Ausflüge vor: Kajaks stehen gratis und auf eigene Gefahr zur Verfügung oder Sundowner Bootsfahrt. Wir lehnen dankend ab.
Kaum haben wir den Gin Tonic getrunken bringt uns die flotte Angestellte den nächsten. Ob sie uns unseren, doch etwas vorhanden Frust, ansieht? Die Lodge ist ja schön, keine Frage, aber wir haben eine andere gebucht. Egal, wir müssen es nehmen wie es ist. Prost! :laugh:

Ein Braunkopfliest leistet uns beim Trinken Gesellschaft.



Nach 2 GT lege ich mich erst Mal etwas hin. Erst auf aufs Bett im Bungalow und später wechsle ich auf eine Liege unter Bäumen. Die Vögel zwitschern, es weht eine leichte Brise und ich lasse die letzten Tage Revue passieren.

Etwas später zieht Kaffeeduft zu mir. Die Angestellte, die uns wirklich herzig umsorgt, bittet uns in die Lapa zu Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Der lauwarme Schokoladenkuchen ist himmlisch gut und der Kaffee weckt meine Lebensgeister.
Wenn, das Dinner nur halb so gut schmeckt wie der Schokokuchen ist alles gut.

Es ist tatsächlich noch ein Gast hier. Eine deutsche Rentnerin, die 3-4 Mal im Jahr, für jeweils 5-6 Wochen, nach Namibia reist und Stammgast in dieser Lodge ist. Es entwickelt sich eine nette Plauderei übers Reisen und das Leben im Allgemeinen.

Zwischendurch gibt’s noch einen Gin Tonic. So vergeht die Zeit im Flug mit Nichtstun (okay mit Trinken :laugh: )
Später entfacht ein Angestellter ein Feuer und wir genießen den Sonnenuntergang.

Der Vorteil dieser Lodge ist, dass wir hier zu Abend essen können. 3 Palms ist ein reines B&B und wir hätten mit Taxi zum Restaurant gemusst.
Das Dinner ist namibische Hausmannskost: Polenta (aus Perlhirse) und Antilopengulasch, welche uns extrem gut schmeckt. Danach wird noch ein Melone-Mango Obstsalat gereicht.



Noch einen Absacker und abgeht’s ins Bett.

Der Geruch der Imprägnierung hat uns, trotz geöffneter Gazetür, nicht so gut schlafen lassen. Halb sechs sitze ich mit Tee vor unserem Bungalow und genieße die frische Luft.



Wir sortieren unser Sachen und packen zusammen.
Auch das Frühstück ist ausgezeichnet, welches am Tisch serviert wird.
Über das Essen gibt’s hier gar nichts zu meckern. :)

Pünktlich halb elf steht der Sohn von Agnes bereit uns zum Flughafen von Katima Mulilo zu bringen. Wow, es hat etwas geklappt in KM!!
Wir bezahlen unsere moderate Rechnung (bei den vielen Gin Tonics und Dinner) und verabschieden uns von der englisch zurückhaltenden Chefin und von der netten deutschen Renterin. Die sympathische Angestellte (Köchin, Kellnerin und Putzfee) freut sich sehr über ein extra Tipp.


Fazit Caprivi River Lodge
Anlage: 1 (sehr gepflegt)
Essen: 1 (einfach, aber sehr gut!)
Unterkunft: 3 (Abzüge wegen Geruch nach Imprägnierung, sonst wäre es ein gut)

Wir haben sicherlich eine gute Alternative bekommen, aber irgendwie sind wir mit der Lodge nicht „warm“ geworden. Das lag sicherlich auch an unserer leichten Enttäuschung, dass es mit 3 Palms nicht geklappt hat. Obwohl, wer weiß, ob es dort besser gewesen wäre?
Letzte Änderung: 07 Mär 2019 14:49 von Lotusblume.
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Katima Mulilo – Flug nach Windhoek, Hotel Thule

Der Sohn von Agnes bringt uns in 20 Minuten zum Flughafen vom Katima Mulilo. Er will den vereinbarten Transferpreis von 200 NAD nicht annehmen – seiner Mutter sagte ihm extra, dass dies eine kleine Wiedergutmachung sei. Wir bestehen darauf und er soll es als Tipp ansehen. Er bedankt sich herzlich, auch etwas verlegen und kann seine Freude kaum fassen. Ein lieber junger Mann. :)

Am kleinen Provinz Flughafen geht es sehr Familiär zu. Man begrüßt uns wie Freunde oder Dauerflieger dieser Strecke. ;) Wir legen Ticket und Pässe vor. Die Pässe wandern durch 8 Hände – oh nein, was kommt jetzt? Kein Flug, falsche Stempel im Pass, alles mögliche rattert durch mein Hirn. Sekunden der Stille im Abfertigungsraum.
Dann werden wir grinsend gefragt, ob wir Grenzjunkee's wären. :woohoo:
Ach, die Beamten sind heute zu Späßchen aufgelegt.
Wir erhalten natürlich Tickets und ein Beamter nimmt sich meines Bord Trolleys an, welchen ich nicht abgeben möchte. Mein Trolley darf eigentlich nicht an Bord der Embreaer von Air Namibia (nur Handtaschen, Laptoptaschen etc), weil es nur kleine Gepäckfächer gibt und der Platz darin nicht für alle Trolley der Fluggäste ausreichen würde. Er wird ihn mir beim Einstieg wieder geben versichert er und er hält sein Versprechen.

Der Flug verläuft ruhig und wir werden mit Sandwich und Getränken, während der reichlich einstündigen Flugzeit, versorgt. Pünktlich, 13.10 Uhr, landen wir am Windhoek Eros Airport. Das Gepäck ist auch schnell da.



In der kleinen Ankunftshalle werden wir quasi von Taxifahrern umringt – nein, danke. Wir haben einen Transfer über unser Reisebüro zum Hotel Thule gebucht.
Nur ist weit und breit kein Transfer für uns zu sehen. Hm, Kontaktnummer in Swakopmund angerufen – die Dame meint, er müsste da sein. Sie will es klären und meldet sich mit der Info zurück, der Transfer stehe in Windhoek im Stau. Ich muss lauthals loslachen – was für eine Ausrede. Fast 1 Stunde später trudelt der Transfer endlich ein.
Komischer Typ, der während der 10 minütigen Fahrt nur telefoniert. Bei der Ankunft im Hotel verspricht er uns, uns morgen, pünktlich 11.00 Uhr, zum Voigtland Gästehaus bringen. Hoffentlich kein Versprecher!

Wir fahren durch ein hübsches Wohnviertel mit schicen Wohnhäusern einen Berg hoch. Oben thront das Hotel Thule.
Schön bei der Einfahrt und ersten Anblick sind wir vom Thule begeistert. Es erwartet uns eine liebevoll gepflegte kleine Hotelanlage.





An der Rezeption werden wir schon mit kalten Getränken erwartet und es wird nachgefragt, ob wir einen angenehmen Flug hatten. Der Hoteleigentümer übergibt uns persönlich die Zimmerschlüssel Nr. 1 für uns und Nr. 2 für unsere Freunde. Es sind seine schönsten Zimmer, meint er und wünscht uns einen angenehmen Aufenthalt. Eine Angestellte fragt noch nach besonderen Wünschen und ruft den Hotel Page fürs Gepäck. Ein sehr willkommener Empfang. :)
Den Page hätte es nicht gebraucht, denn unsere Zimmer sind gleich um die Ecke im renoviertem Altbau.

Wir wohnen ganz rechts und links daneben unsere Freunde. Vor jedem Eingang stehen 2 Stühle und 1 kleiner Tisch mit Blumendeko.


Unser Zimmer ist sehr groß, sicherlich 30 m² uns gefällt es hier auf Anhieb. Es gibt Klimaanlage, Kaffee-/Teestationen, 2 sehr große Kingsize Betten, Sat-TV (endlich, tönt mein Mann und hat sofort die Fernbedienung am Start) und ein großes Badezimmer mit Dusche und extra Badewanne. Außerdem steht noch eine Flasche Rotwein mit Knabberei als Willkommen-Gruß auf dem Tisch. Das Zimmer ist peinlich rein.





Wir richten uns ein bisschen ein und gehen dann auf die schöne Sonnen-Terrasse.





Mit leckerem Cappuccino genießen wir den tollen Ausblick auf Windhoek.

Gegen halb vier fahren wir in Zentrum zum shoppen. Wir schlendern die Independence Avenue entlang, gucken uns im Bushman Art um, gehen zu Wecke & Voigts, bei Holtz werden shorts und Hemd gekauft und wir, Frauen, vergessen die Zeit in einem chicen Handtaschengeschäft. :P So schaffen wir es heute nicht mehr ins Craft Center, denn 18 Uhr ist Ladenschluss in Windhoek und 18.30 Uhr werden die Bürgersteige hochgeklappt. So fahren wir zurück ins Thule.

Die nette Dame an der Rezeption fragt nach, ob wir außerhalb speisen möchten, sie dafür eine Reservierung tätigen soll oder, ob wir im Hoteleigenem Restaurant essen möchten. Wir essen hier, sie möchte bitte für 20 Uhr einen Tisch reservieren.
Wir verstauen unsere Einkäufe und gehen wieder auf die schöne Terrasse, die nun sehr gut besucht ist. Der Hoteleigentümer ist sofort bei uns und führt uns an einen schönen Tisch. Natürlich bestellen wir Gin Tonic und der Kellner macht gleich einen double GT daraus.



So sehen zufriedene Gesichter aus:




Ich erhalte eine WhatsUp von TravelNamibia, dass er es nicht zum Sundowner schafft. Er wird erst gegen 21 Uhr zurück in Windhoek sein. Sehr schade! :(





Danach gehen wir ins „On the Edge“ zum Dinner. Wir werden zu einem schönen Fenstertisch, mit Blick auf die Lichter von Windhoek, begleitet.



Das Essen war hervorragend, mein Kingklip perfekt. Auch den anderen Dreien hat es ausgezeichnet geschmeckt. Dazu ließen wir uns eine Flasche Sauvignon Blanc munden. Es war ein sehr schöner Abend mit erstklassigem Service. :kiss:

Gegen 23 Uhr ist unser Zimmerlicht aus und wir im Lummerland.

So gut haben wir lange nicht geschlafen. Die Betten sind fast wie Zuhause. :)
Halb acht treffen wir unsere Freunde zum Frühstück.

Oben ist das Restaurant „On the Edge“ für den Abend, welches am Morgen auch für das Frühstück genutzt wird.


Das Frühstück wird als Buffet angeboten. Es ist unglaublich vielfältig, über Fisch, zig Wurst- und Käsesorten, alle möglichen Eiervarianten (alle frisch zubereitet), sicher 5 verschiedene Müslis, verschiedene Brot-und Brötchensorten (man wähnt sich im deutschen Bäckerladen), alle möglichen Kaffeespezialitäten, Tees, frisch gepresste Säfte, Champagner usw. Und es hat alles sehr gut geschmeckt.

So gut gestärkt geht’s zur 2. Tour mit dem Taxi ins Zentrum. Wir lassen uns an der Christuskirche absetzen.





Weiter geht’s zur Alten Feste. Die leider einen heruntergekommenen Eindruck macht und geschlossen ist. So können wir auch nicht das Reiterdenkmal, welches nunmehr verbannt im Innenhof steht, angucken. :S



Wir stapfen durch unbefestigte Wege und Unkraut zu den alten Kanonen.





Dafür glänzt der Prachtbau, das Unabhängigkeits-Gedenkmuseum, umso mehr (Tipp: in der 2. Etage gibt es eine öffentliche, saubere Toilette)





Weiter zum Tintenpalast, Sitz des Parlaments



Der schöne Park davor ist leider auch gesperrt. Hier bin ich immer gerne spazieren gegangen.





Okay, dann spazieren wir eben zum Craft Center. Wir stöbern uns durch viele Auslagen und das ein und andere Stück wird gekauft.

Kurz nach vor elf sind wir zurück im Thule und unser Transfer ist auch schon da...nun kann er warten, denn wir müssen noch einiges einpacken und die Rechnung bezahlen.
An der Rezeption finde ich noch die Kissenhüllen, welche ich vergeblich gestern und heute gesucht habe.
Der Hoteleigentümer wünscht uns noch einen schönen Aufenthalt in Namibia und freut sich uns wieder begrüßen zu dürfen. :)

Viertel nach elf startet unser Transfer zum Voigtland Gästehaus.

Fazit Hotel Thule
Anlage: 1 (sehr gepflegt)
Essen: 1 (absolut perfekt, egal ob Dinner oder Frühstück)
Unterkunft: 1 (das bequemste Bett unserer Reise)

Das Hotel Thule bietet erstklassigem Service gepaart mit perfekt geschultem Personal. Die Küche ist ausgezeichnet. Die Außenanlagen topp gepflegt und die Zimmer lupenrein.
Wir haben keinen, noch so kleinen, Abzugspunkt gefunden! Deshalb verdient das Hotel Thule eine 100 %ige Weiterempfehlung.
Übrigens war es das 1. Mal, dass wir in Windhoek in einem Hotel wohnten.

Ich wünsche allen Fomis ein schönes Wochenende!
Letzte Änderung: 08 Mär 2019 13:47 von Lotusblume. Begründung: Bilder einfügen
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