THEMA: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J.
30 Okt 2018 12:32 #537327
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Hallo Thomas,

lasst Etambura auf keinen Fall aus. Ich beneide euch sehr, dass Ihr noch so eine tolle Reise vor euch habt.

Naja "Horror-Zelt" ist belegt von meinem Sohn Simon, geschätzte 1,90m lang und dem adäquaten Gegenstück Vater Schmidt, geschätzte 115 kg schwer und mit "leichten, kaum vernehmbaren Schnarch-Geräuschen in der Nacht. Wenn wir unser Zelt belegen und uns in die Schlafsäcke mummeln, hat man Angst, der Dachträger würde seinen Dienst quittieren und die Belegschaft des Nachbarzeltes muss aufpassen, dass sie nicht seekrank wird.

Tussi-Zelt wird vom Rest der Familie, Sohn Moritz (unsere Kuschelmaus) und meiner Frau belegt. Auf diesem Teil des Daches geht es wesentlich ordentlicher und gesitteter zu. Der Name Tussi-Zelt entstand nur dadurch, dass die etwas ängstlicheren Bewohner der rechten Dachhälfte, zum Pieseln und somit zum nächtlichen Verlassen des schützenden Autodaches, die Bewachung durch die Belegschaft des Horror-Zeltes benötigt. ;)

Gruß
Markus
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30 Okt 2018 12:47 #537332
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Hallo Moritz und Markus,
die ganze Fahrt über bin ich schwarz mitgefahren, jetzt aber, wo es durch das Kaokofeld geht, muß ich mich mal outen! Ich bin begeistert - nicht nur von dem Wiedersehen mit der Landschaft, sondern auch von dem tollen Bericht! Danke!
Viele Grüße
Friederike
P.S. Was sind denn
deutscher Qualitätsnudeln :woohoo: :woohoo: :woohoo:
Letzte Änderung: 30 Okt 2018 12:49 von CuF.
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30 Okt 2018 13:13 #537341
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Hallo Friederike,

schön dass dir unser Bericht gefällt.

:laugh: Naja, er meinte wohl Nudeln der Marke Barilla. Die gibt es immer bei uns zu Hause, also ist Italien mal gerade eben eingedeutscht worden. Entschuldigung an alle Italiener. Wir hatten in Namibia die v.g. Nudeln und ein einheimische Produkt gekauft. Warum auch nicht Nudeln aus Namibia? Was soll es bei Nudel für einen großen Unterschied geben. Die riesen Packung einheimischer Nudeln, schmeckte leider gar nicht gut und wurde nach dem Kochen zu einem breiartigem Gebilde. Leider hatten wir jede Menge dieser Nudel. Als diese aufgebraucht waren, kamen die hier bekannten zum Einsatz und schmeckten um längen besser.

Gruß Markus
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31 Okt 2018 21:39 #537529
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Moritz:

Tag 14, der 07.07.18

Heute war der Tag gekommen, vor dem wir alle ein kleinwenig Angst und Respekt hatten. Der sogenannte Höllenritt stand vor der Tür. Wir mussten von unserer Lodge, in der Nähe des Marble Community Camps, bis zum Epupa Camp fahren. Daher mussten wir, zu unserer aller Trauer, bereits sehr früh nach dem Frühstück, unsere traumhafte Bleibe, in der man durchaus auch zwei Tage hätte bleiben können, bei Sonnenaufgang verlassen.
Zur allgemeinen Überraschung konnten wir den Fahrtag trotz schneller Fahrgeschwindigkeit noch einigermaßen gut genießen.











Nach der Hälfte der Strecke, legten wir in einer größeren Stadt, namens Opuwo eine kleine Pause ein, die wir zum tanken und einkaufen nutzten. Es gab dort viele arme Leute, die versuchten einem verschiedenste Sache zu verkaufen. Sie waren so resistent, dass mit einem einfachen "Nein, ich möchte das nicht" nichts erreicht wurde und Sie danach einfach ein anderes Ding aus ihrer Tasche zogen um uns dieses zu verkaufen.





Am Abend kamen wir völlig fertig, gerade noch mit genug Kraft um unseren tollen Campingplatz zu begutachten, am Kunene an und fielen geschafft in die Federn.

Letzte Änderung: 31 Okt 2018 21:50 von Dillinger.
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31 Okt 2018 22:10 #537535
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Markus:

Zu Etambura und der Landschaft sage ich nichts mehr. Unser Fahrtag von Orupembe bis Epupa war knackig und hat mir im Vorfeld einige Kopfschmerzen gemacht. Etliche Berichte und auch auf Nachfragen hier im Forum, wurde mir nicht gerade Mut für diese Etappe gemacht. Sie war lang, sehr lang und anstrengend. Der Zwischenstopp in Opuwo zum tanken, Geld abheben und einkaufen mußte schnell erledigt werden. Opuwa hat mir von allen Städten die ich bisher in Namibia kennen lernen durfte, am wenigsten gefallen. Wir waren alle froh, nachdem wir die Stadt wieder verlassen hatten. Allerdings war das Auftanken und das Auffüllen der Vorräte dringend notwendig. Meine Bedenken wegen Spritmangel und Voratsknappheit auf unserer Strecke hat sich nicht bewahrheitet. Wir hatten genug Diesel und auch unsere Vorräte haben locker gereicht.
Nach Opuwo wurde die Straße besser und wir kamen schneller vorwärts. Leider mußte ich auf den letzten Kilometern ziemlich auf das Gas treten um nicht im Dunkeln fahren zu müssen. So konnten wir die immer grüner und immer bergiger werdende Landschaft kaum genießen. Im letzten Licht erreichten wir Epupa und unsere super Campsite. Ich wollte nur noch schnell die Zelte aufklappen und mir an der Bar ein Bier gönnen. Von dem tollen Platz an der Grenze zu Angola, wird am kommenden Tag berichtet.

Liebe Grüße
Markus
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Hallo Astrid,

gerne die Infos zu unserem Streckenabschnitt Warmquelle nach Puros.



Bei den beiden westlichen Strecken, die ich mit einem Fragezeichen gekennzeichnet habe sind wir, zumindest soweit ich mich erinnere, die westliche Strecke gefahren. Schwierig ist sicher für euch die richtige Stelle zu finden um den Puros Canyon zu verlassen. Danach kann man sich nur noch schwer verfahren. Etwas unübersichtlich ist dann nur noch die Ausfahrt aus dem Hoanib-Tal auf die D3707 in der scharfen Kurve vor Sesfontein. Da gibt es unzählige Spuren. Würde ich dort noch mal entlangfahren, würde ich die gleiche Strecke nochmal wählen. Sie war zu schön. Übernachten würde ich jedoch nicht mehr bei den Ongongo Hot Springs, sondern wild am Signal Hill, in den Giribis Plains.

Gruß Markus
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