THEMA: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J.
16 Okt 2018 23:59 #535845
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Markus:

Für mich gehörte Mowani zu einem der schönsten Campsites. Die Plätze sind top und die Landschaft ist einfach atemberaubend. (Ich glaube, dass ich dies bereits erwähnte. Sorry.)
Kann natürlich auch an unserer Begegnung mit den Wüstenelefanten gelegen haben, dass es mir in dieser Gegend so gut gefallen hat.
Witzig fand ich noch unseren erfolgreichen Versuch zu tanken.
Man fährt im Nirgendwo an einer Lodge (Twyfelfontein-Lodge) vorbei, passiert nach einigen Minuten eine Landepiste und steht irgendwann vor zwei Zapfsäulen. Diese sind verschlossen und weit und breit ist Niemand zu sehen. Nach kürzester Zeit taucht 200m entfernt ein, langsam in unsere Richtung schlendernder Mann auf. Tatsächlich ist er der dort zuständige Tankwart. Wie selbstverständlich fragt er, was wir tanken möchten und füllt unseren Tank bis zum Rand voll. Niemals hätte ich gedacht, dort wirklich Diesel zu bekommen.
Auch der weitere Weg hatte einige Überraschungen parat. Nicht so sicher wo es lang geht, bogen wir an der Landepiste ab und folgten einem Sandweg zu einem See. Dort konnten wir zahlreiche Hinterlassenschaften von Elefanten entdecken. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrzeit, bogen wir um einen kleinen Hügel und standen einer Herde Wüstenelefanten gegenüber. Sicher eine Stunde konnten wir diese beeindruckenden Tiere in Ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Ich liebe Ihre "gurrenden" Laute und bekomme auch heute noch, beim niederschreiben des Erlebten, eine Gänsehaut.

Liebe Grüße
Markus
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18 Okt 2018 22:57 #536135
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Hallo Conny,

wenn ihr in 2 Jahren eine ähnliche Route fahren werdet, freut euch darauf. Mir hat die Strecke wesentlich besser gefallen als unsere erste Strecke durch Botswana. Man kann beide Reisen kaum vergleichen, Botswana ist Elefantenland und der Nord-Westen Namibias hat eine unbeschreiblich schöne und abwechslungsreiche Landschaft. Diese hat nicht nur uns Erwachsene begeistert, sondern auch unsere Jungs können sich durch solch faszinierende Anblicke begeistern. Es ist toll da.

Gruß Markus
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18 Okt 2018 23:24 #536136
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Moritz:

Tag 11, der 04.07.18

Heute krochen wir trotz kürzerer Fahrt, recht früh aus den Federn, da wir vorhatten am Abend noch, in den vielversprechenden heißen Quellen im Ongongo Camp, zu baden. Also machten wir uns recht flott nach dem Frühstück auf den Weg.
Unsere Fahrt war wundervoll, da die Landschaft auf unserer Strecke extrem variierte. Sie veränderte sich von felsigen Klippen bis zu gigantischen Ebenen, die sich soweit das Auge reichte, ins Nichts erstreckten.







Während der Fahrt hatten wir noch die Hoffnung, unsere Vorräte bei einem "General Dealer" (in der Karte als Shop eingetragen) zu ergänzen. Dies entpuppte sich allerdings als großer Flopp. Nachdem wir schließlich im Camp eintrafen waren wir alle ein Kleinwenig enttäuscht, da die Stellplätze ohne Aussicht waren, sehr eng beieinander lagen und auch der Platz recht voll belegt war.
Allerdings verbesserte sich unsere Laune, nach einem Bad in dem wirklich wunderbaren "Hot Pool".





Abends gingen wir schnell, nach einer guten Portion deutscher Qualitätsnudeln, schlafen und eine sehr windige Nacht begann.
Anhang:
Letzte Änderung: 18 Okt 2018 23:35 von Dillinger.
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19 Okt 2018 00:00 #536137
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Markus:


Die Fahrt nach Warmquelle war wegen der tollen Landschaft sehr kurzweilig. Die in der Karte von T4A eingezeichneten Einkaufsmöglichkeiten (Orte mit einem Einkaufswagen markiert) sollte man nicht überschätzen. Dort gibt es Mehl in Säcken, Süßigkeiten, div. Dosen, Paletten voll mit Nivea Deo (warum auch immer ???) und natürlich Bier. Brot oder frische Produkte haben wir vergeblich gesucht. Ein Besuch der kleinen Läden hat mir immer Spaß gemacht, da man sofort mit den Leuten vor Ort ins Gespräch kommt, auch wenn es nur um das schlechte Abschneiden unserer "tollen" Fußballer geht. Ich habe bei jeder Gelegenheit zumindest meine Biervorräte aufgefüllt.
Zu Warmquelle kann ich nur sagen, die Quelle ist toll zum baden und liegt herrlich in einer kleinen Schlucht. Der Campingplatz wird gerade ausgebaut und die Stellplätze sind modernisiert. Ob einem das gefällt, muss jeder für sich entscheiden. Mir haben die Stellplätze, auf einer Betonplatte unter einem Wellblechdach, in einer in den Felsen gestemmten Nische nicht so gut gefallen. Die Sanitäranlagen, die neu gebaut worden sind, sind sehr hübsch mit Holz gebaut und verkleidet. Leider funktionierten sie nur sehr eingeschränkt und waren auch nicht sehr gepflegt.
Die Zufahrt ist nicht so einfach zu finden und man sollte einen geländegängigen Wagen haben, da sie extrem steinig ist und leicht zu einem Platten führen kann.
Moritz und meine Frau fühlten sich von den "kleinen Rittern" sehr bedroht. Sie waren dort sehr zahlreich vertreten und haben unser Camp während des Abendessens gestürmt.



Moritz hat nicht nur einfach ein Reisetagebuch geschrieben, sondern hat es gelegentlich auch mit kleinen Bildchen ausgeschmückt.



Liebe Grüße
Markus
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23 Okt 2018 22:28 #536622
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Moritz:

Tag 12, der 05.07.18

Am nächsten Morgen standen wir im Ongongo Camp so früh wie noch nie zu vor auf, da wir eine wirklich weite Fahrt vor uns hatten. Mir war die morgendliche Abfahrt, trotz aller Frühe sehr recht, da die dort überall lauernden, riesigen und wirklich ekelhaften Panzerschrecken, ein wenig zu schaffen machten. Wir verzichteten sogar auf unser Frühstück, da die Campsite dieses Mal ja nicht so bombe war.
Als Ersatz frühstückten wir etwa eine Stunde später, an einem wunderbaren Platz mitten im Hoanib.





Unsere Fahrt führte über gigantische Ebenen und riesige Schluchten.



Unsere Mittagspause verbrachten wir am sagenhaften Signal-Hill, wo wir leider feststellen mußten, daß das dort bekannte Telefon leider den Geist aufgegeben hatte.







Am Nachmittag sahen wir auf unserer Weiterfahrt noch verschiedenste Tiere und waren besonders begeistert über die große Anzahl an Giraffen, die wir dort zu Gesicht bekamen.







Als wir dann nach einem langen Fahrtag, abends in Purros am Feuer saßen, waren wir alle der Meinung, dass dies heute einer der schönsten Tage unserer bisherigen Reise war.

Letzte Änderung: 23 Okt 2018 22:49 von Dillinger.
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23 Okt 2018 23:21 #536626
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Markus:

Heute war wirklich einer der schönsten Fahrtage. Auch wenn ich mich wiederhole, DIE LANDSCHAFT IST DER HAMMER.
Sollten wir nochmals in diese Ecke Namibias kommen, was sicher nicht allzu lange dauern wird, werde ich mindestens einen oder sogar zwei Tage mehr einplanen. Es gibt dort so viele wunderbare Plätze zum Übernachten und Genießen.
Einer der absolut schönsten Streckenabschnitte war die Fahrt durch den Purros-Canyon. Palmen, Sand, steile Talwände und ein Fluß mit herrlichem Wasser und dort fährt man 2 Stunden entlang. Ich hatte zwar, nach unserem matschigen Erlebnis in Walvis Bay, anfängliche Skrupel, entlang des Flusses durch Sand und Matsch und zu großen Teilen sogar durch das Wasser zu fahren. Die Strecke war zu unserer Zeit jedoch ohne Probleme mit einem vernünftigen Wagen locker zu befahren.





In Purros hatten wir etwas Orientierungsprobleme und landeten erst auf einer falschen Campsite. Diese lag direkt am Ausgang des Canyons und war eigentlich recht hübsch. Leider war kein Ansprechpartner vor Ort und die dort scheinbar lebende Himba-Familie fühlte sich nicht zuständig. Es kam uns dort etwas komisch vor und so suchten wir die Purros Comunity Campsite.
Kurz vor dem Camp befreiten wir noch einen festgefahrenen Franzosen aus seiner sandigen Notlage.
Die Campsite war echt hübsch und wir haben uns wohl gefühlt. Feuerholz konnte erworben werden und die sanitären Einrichtungen war sehr sauber und toll in die Bäume und Büsche der Umgebung eingebettet. Wir hatten die Campsite für uns. Gerne übernachten wir dort wieder. Die Zufahrt ist tiefsandig und nur mit gutem Geländewagen zu erreichen, zumindest auf dem Weg, denn wir benutzt haben.

Liebe Grüße
Markus
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