THEMA: Ersttäterfamilie - Landschaft & Tiere - was sonst?
23 Jun 2018 16:57 #524327
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8. Tag (7.7.2017) Hoodia Desert Lodge

Das heutige Ziel, die Hoodia Desert Lodge ist der Ausgangspunkt zu einem weiteren Highlight unserer Reise, dem Namib-Naukluft-Nationalpark, einem Teil der Namibwüste. Die Unterkünfte innerhalb des Eingangs-Gates waren zu diesem Zeitpunkt leider schon ausgebucht, die Hoodia Desert Lodge liegt allerdings nur 20 Minuten vor dem Eingang.

Nach einer landwirtschaftlich relativ abwechslungsreichen Tour - wenn man denn die Abwechslung von Wüste zu Wüste zu Wüste nach Farbe, Licht und Untergrund zu schätzen weiß - kamen wir an der Luxus-Lodge an. Empfang mit zwei Personen, Eistee und feuchten Handtüchern zum erfrischen. Dann versuchte der General Manager uns noch von einer Tourfahrt am kommenden Tag zu überzeugen. Bei Kosten von 130 Euro p.P. fiel uns eine Absage recht leicht.

Die Bungalows und die Lodge sind der absolute Luxus. Seeehr geschmackvoll eingerichtet, architektonisch und von den vielen Accessoirs ein echter Hingucker. Das Abendessen war exquisit, fast schon ein bisschen zu fein,







Den späten Nachmittag haben wir dann genutzt, um schon einmal in den Nationalpark hineinzufahren. Die Elim Düne nach wenigen Kilometern ist super fotogen und hat schon einen Vorgeschmack für den Folgetag gegeben.











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23 Jun 2018 16:58 #524328
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Moin weiser Yoda! :laugh:

Das liest sich sehr schön, ich klink' mich mal mit ein! Einige der Unterkünfte kenne ich auch, Teufelskralle, Klein Aus, Namtib... Sehr schön, ich bin weiter gespannt!

HG
Martin
--
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23 Jun 2018 17:02 #524329
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9. Tag (8.7.2017) Hoodia Desert Lodge II - Sossusvlei

Nach einem super Frühstücksbuffet wurden noch kurz die Menschen ins Auto geladen. Von der Lodge aus ging es dann zum Sossusvlei-Eingang, wo wir nicht die Spur einer Schlange zu sehen bekamen, die sich dort zur Parköffnung meist sammelt.
Von da aus am gestrigen Zwischenziel Elim-Düne vorbei, wo wir direkt beim Schild zwei Springböcke und die dazugehörigen beiden Jungen bewundern durften. Auf dem Weg trafen wir außerdem eine Herde Gnus, sowie diverse Oryx an.

An der Düne 45 (benannt nach der Zahl der Kilometer vom Eingang) waren auf dem Parkplatz nur drei Autos zu sehen, weswegen wir und dafür entschieden, auch dort einen Stop einzulegen. Die drei Mädels starteten sogar den Aufstieg, wobei eine zwischendurch aufgeben musste. Die anderen beiden kamen mit großem Durst und schlappen Beinen wieder unten an. Papa war gleichzeitig erfolgreich zu einem Cache unterwegs.











Weiter ging es bis zum End-Parkplatz, wo man auf die Shuttle wechseln kann, oder es selbst im Sand versuchen kann. Die Mädels setzten sich durch und wir stiegen zwar unter Protest von Papa in ein Shuttle. Auf dem Weg zum Death Vlei sahen wir unsere Zweifel auch bestätigt, da wir drei steckengebliebene Wagen bewundern durften.


Am Death Vlei Parkplatz entschieden wir uns, selbst hin zu laufen (man braucht gut 30 Minuten). Allerdings lohnt sich die Anstrengung und man wird mit einem tollen Blick und super Fotomotiven belohnt. Dazu hatten wir umsonst Peeling, da wir zwischendurch mehrere kleine Sandstürme hatten, vor allem im Tal und auf dem Rückweg.













Am Halteplatz wartete auch direkt ein anderer Shuttle, mit dem wir noch nach hinten ins eigentliche Sossusvlei fuhren. Das brachte keine großartigen neuen Erkenntnisse. Allerdings zahlte sich der Shuttle-Service aus, denn der neue Fahrer machte uns auf zwei "Spotted Eagle-Owls" aufmerksam, die in einem Baum dort saßen.

In der Lodge zurück gab es ein allgemeines Bedürfnis nach einer Dusche, um sämtlichen Sand aus allem zu entfernen (man findet noch Stunden nach der Dusche Sand). Dann traf man sich auf der Terrasse zum Sundowner und machte sich dann kollektiv auf den Weg zum Abendessen. Dort gab es eine Gemüsesuppe mit Brot, Beefsteak mit Reis/Pommes, Gemüse und Pilzsoße und als Nachtisch ein Schokotörtchen mit Vanilleeis.
Anhang:
Letzte Änderung: 23 Jun 2018 17:03 von Yoda911.
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23 Jun 2018 17:07 #524331
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10. Tag (9.7.2017) Swakopmund, Meike's Guesthouse
Heute steht mal wieder eine lange Fahrt auf dem Programm, Es geht zuerst nördlich an der Namib entlang und dann nach Westen einmal quer durch die Namibwüste bis zur Küste nach Walvis Bay (Walfischbucht) und von dort nach Norden bis Swakopmund.

Gleich zu Beginn der Fahrt nach einer Stunde gab es einen Stop an der Kult-Haltestelle in Solitaire. Die einzige Tankstelle und Werkstatt in zig Kilometer Umkreis, ein angeblich legendärer Apfelkuchen und einen 'Ausstellung' von einer Menge verrotteter Oldtimer auf dem Gelände machen Solitaire zum Stop fast aller Namibia-Urlauber, da die Standardrouten hier vorbeiführen. Die weitere Fahrt war gut zu meistern. Trotz einiger Fotostops am Ghaub-Pass, am Kuiseb-Canyon und bei den Flamingos von Walfish Bay waren wir nachmittags um 3 in Swakopmund.

Swakopmund ist mit weniger als 50.000 Einwohnern trotzdem schon die fünftgrößte Stadt Namibias und vor allem ein Ferienort, nicht nur für Europäer, sondern auch für die Namibianer selbst und insbesondere in der Sommerzeit rund um Weihnachten und Silvester für Besucher aus Südafrika.











Meike's Guesthouse

Untergebracht sind wir für zwei Nächte in Meike's Guesthouse, erneut ein Tipp aus dem Namibia-Forum. Meike und Klaus Würriehausen haben hier eine tolle Oase geschaffen. Mit nur sieben Zimmern eine familiäre Größe, eine ökologische Ausrichtung u.a. durch eine große Solaranlage, sichere Parkplätze auf dem Gelände, und das alles in fußläufiger Entfernung zu den Zielen und Sehenswürdigkeiten der Stadt, seien es der Strand, Museen, Geschäfte oder Restaurants.





Kücki's Pub
Nach einem freundlichen Empfang durch Meike und Ehemann haben wir zwei nebeneinanderliegende Zimmer / Bungalows bezogen und lassen etwas die Beine baumeln, bevor es heute Abend zu Kücki's Pub geht, bei dem wir gestern per Mail einen Tisch reserviert haben. Es erwarten uns "fresh seafood and selctable grill".

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23 Jun 2018 17:32 #524332
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11. Tag (10.7.2017) Swakopmund II - Living Desert Tour

Schon wieder steht ein weiterer hochgelobter Höhepunkt auf dem Programm - die 'Living Desert Tour', durchgeführt durch die gleichnamige Agentur aus Swakopmund. Wir hatten bereits im März per Mail die Tour inkl. Abholung bei Meike's Guesthouse reserviert. Um 8 Uhr geht es bei Meike's Guesthouse los.

Der Plan:
Mit Chris oder einem seiner Guides auf Tour zur Flora und Fauna der Namibdünen bei Swakopmund. Gejagt werden u.a. die 'Little 5', also
- die Spinne Carparachne aureoflava (cartwhelling spider = dancing white lady spider),
- die Schaufelschnauzen-Eidechse Meroles anchietae (shovel-snouted lizard),
- der transparenten Wüstengecko Pachydactylus rangei (Namib dune gecko),
- das Wüstenchamäleon Chamaeleo namaquensis (namaqua chameleon),
- eine namibische Blindscheichen-Variante oder 'beinlose Echse' Typhlacontias brevipes (Fitsimmons burrowing skink)
und als Zugabe evtl.
- die seitwärts schlängelnden Schlange Bitis perinqueyi (perinquey's adder = sidewinder snake).

Den Abschluss soll dann eine 'Achterbahnfahrt' durch die Dünen bilden.

Die Realität:
Mit Douglas, einem Guide aus Chris' Team auf Tour zur Flora und Fauna der Namibdünen bei Swakopmund. Gefunden wurden von den 'Little 5'
- die Spinne Carparachne aureoflava (cartwhelling spider = dancing white lady spider),
- der transparenten Wüstengecko Pachydactylus rangei (Namib dune gecko),
- das Wüstenchamäleon Chamaeleo namaquensis (namaqua chameleon),
- eine namibische Blindscheichen-Variante oder 'beinlose Echse' Typhlacontias brevipes (Fitsimmons burrowing skink).

Den Abschluss bildete eine 'Achterbahnfahrt' durch die Dünen.

Für die Eidechse und die Schlange war es zu frisch. Wir haben nämlich den hier im Winter durchaus üblichen Küstennebel und 12 Grad, erst um die Mittagszeit herum kam die Sonne heraus. Insgesamt war auch diese Tour wieder ein Volltreffer.

Die Beweisfotos folgen:
















Heute Abend sind wir im "Royal Bull" zum Essen, der Nachfolger von "Erich's", ein edlerer Name aber weiter ein richtig leckeres Grillrestaurant.
Letzte Änderung: 23 Jun 2018 17:34 von Yoda911.
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23 Jun 2018 17:42 #524333
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12. Tag (11.7.2017) Cape Cross auf dem Weg zum Mowani Mountain Camp

Heute stand eine der längsten Etappen unserer Rundreise auf dem Programm, dementsprechend früh sind wir in Swakopmund gestartet.

Cape Cross (Kreuzkap)

Die erste Teiletappe führte uns heute die Küste nach Norden zum Cape Cross. Das dortige Robbenreservat ist eines der größten Sammelgebiete der Südafrikanischen Seebären - einer Ohrenrobben-Art. Sie bilden hier eine Kolonie von bis zu 250.000 Tieren, die in dieser Masse ein echtes Problem für die Fischerei darstellen.
Bei der Seebärenkolonie leben inzwischen auch eine ganze Reihe von Schabrsckenschakalen und Hyänen, die gemacht, die sich von jungen oder schwachen Robben ernähren.

Dort angekommen fällt nicht der erwartete deftige Gestank der Tiermassen auf, sondern das lautstarke Heulen, Schreien, Quäken etc. der vielen Tiere, an die man bis auf einen Meter herangehen kann. Es ist allerdings extrem windig und zudem frisch - richtiges Nordseewetter. Nach 45 Minuten Beobachtung und Fotozeit flüchten wir in das windstille Auto. Es geht nun ein Stück zurück nach Süden und dann nach Nordosten ins südliche Damaraland hinein.













Mowani Mountain Lodge

Unsere Unterkunft, das heutige Ziel, ist die Mowani Mountain Lodge, eine der sensationellsten (und leider auch teuersten) Stationen unserer Reise.
Der Empfang: feuchte Handtücker zum Erfrischen, einen eisgekühlten Zitronendrink und Kofferträger - Waahnsinn.
Die insgesamt nur zwölf einzelnen Luxuszelte/-zimmer sind teilweise auf Holzplattformen errichtet und miteinander verbunden. Durch die runden Dachformen fügen sie sich perfekt in den Felshang mit seinen gigantischen Gramitmurmeln ein. Von jeder Terrasse aus hat man einen phantastischen Blick in die Ebene des Aba-Huab Rivier. Wir hatten zwei sog. 'superior view rooms', die ihrem Namen alle Ehre machten. Von den Terrassen sieht man die Landschaft vor sich, als wäre man völlig allein, die Nachbarbungalows liegen verborgen hinter den nächsten Granitmurmeln. Einen Fotogesamteindruck gibt es wohl am besten von oben, wir haben ihn nicht hingekriegt, aber im Netz nach Bildern der Lodge gesucht, schon hat man den beeindruckenden Gesamtblick.





















Abends sind wir hoch zur Sundowner-Plattform mit Bar an der Seite und Liege-Sitz-Matratzen mit perfektem Blick. Dazu wurden dann noch Snacks serviert und die Sonne ging - oh Wunder - genau im Blickfeld hinter den Bergen unter. Zum Warten zwischen der Dunkelheit (30 min nach Sundown) und Abendessen wird ein großer Feuerkorb angezündet, um den man sich in bequemen Safaristühlen setzen kann.









Das Abendessen in der sehr geschmackvoll eingerichteten Lodge war das beste der bisherigen Reise, wieder Oryx-Filet, excellent zart gegrillt, vorher eine pfeffrige Kartoffel-Maissuppe, nachher mit Fruchtmix gefüllte Meringe.Außerdem bekommen wir von unserer Bedienung einige Worte in der auch Klicklaute umfassenden Sprache der Damara beigebracht.
Guten Appetit - Danke = (klick)ein(klack)aus - kahjahnuus
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