THEMA: Als Volunteer im EHRA Wüstenelefanten Projekt
24 Jun 2018 19:26 #524409
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Mit etwas Abstand folgen wir der Herde den Ugab hinunter. Die Szenerie ist wunderschön, denn jetzt leuchtet das Brandbergmassiv rosig im Hintergrund. Ich liebe diesen Anblick!!! :cheer: :cheer: :cheer:







Wir fahren nicht zu nah an die Herde, denn schließlich wollen wir die Tiere ja nicht bedrängen. Aber dafür dürfen wir hier sogar mal für einen Schnappschuss aussteigen, da Chris, Markus und Mattias auch die Trucks verlassen haben, um Vogelfallen aus Stacheldraht abzubauen. Die Vögel verenden kläglich darin, was natürlich traurig ist. Aber die Menschen führen in dieser Gegend ja auch nicht grade ein Luxusleben und eine Vogelmahlzeit ist da wahrscheinlich ab und zu willkommen. Ich bin nicht sicher, auf wessen Seite ich mich stellen soll!? :unsure:

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24 Jun 2018 19:35 #524410
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Nach der wunderschönen Sichtung fahren wir zufrieden die landschaftlich schöne Strecke zurück zum EHRA Base Camp, wo die Trucks entladen werden. Für einen Moment bin ich etwas genervt, als man uns sagt, dass wir jetzt noch das Equipment sauber machen müssen. Letztlich geht es aber mit vielen Leuten ganz schnell, die Vorratsboxen und Cooler auszupacken und abzuspülen. Mal wieder unnötig genervt gewesen! :ohmy:

Uns bleibt noch der ganze Nachmittag zum Relaxen, Duschen, Quatschen und Umpacken. Schon wieder Klamotten umpacken! Puh! :huh:



Als wir abends noch gemütlich zusammen sitzen, gibt es in der letzten Dämmerung wieder „Elefantenalarm“. Die kleine Herde zieht an unserem Camp vorbei; praktisch genau an unserer Schlafpattform im Baum. Ich glaube, einer streckt sogar kurz den Rüssel danach aus. Ich bin nicht sicher, ob ich froh oder traurig darüber sein soll, dass ich grade nicht oben bin. Es wäre vermutlich schön beängstigend oder beängstigend schön gewesen, auf der Plattform zu sitzen!





Eigentlich sind wir alle sehr andächtig! Nur Claudia feixt, denn grade hatte sie ihre grell-orangene Jacke angezogen. Bei EHRA hatte man um Kleidung in gedeckten Farben gebeten, um die Elefanten nicht zu erschrecken. Aber (fast) immer, wenn Claudia ihre „Signaljacke“ anzieht, treffen wir auf die Herden. Ich habe wirklich viel Spaß mit diesem verrückten Huhn aus der Schweiz! :laugh: :laugh: :laugh:

Nachdem die Herde die Tränke am Camp besucht hat, zieht sie in der letzten Dämmerung weiter.



Ein schönes Bild und wirklich ein toller Abschluss der Patrol Week!

Chris hält dann noch eine nette kleine Rede und wir lassen den Vollmond Abend gemütlich ausklingen. Was für ein surreales Licht!



Die letzte Nacht im Baum stimmt dann doch etwas wehmütig, auch wenn ich froh bin, dass ich keine weiteren zwei Wochen bei EHRA gebucht habe. Das Einschlafen im hellen Mondlicht ist gar nicht so einfach und man ist fast geneigt zu rufen: „Kann mal jemand das Licht ausknipsen?“



Gute Nacht Elefanten! Gute Nacht schönes Base Camp! Gute Nacht du wunderbare Schlafplattform und du schrecklich schiefe, steile Leiter - ich hoffe, ich muss dich heute Nacht nicht benutzen!
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28 Jun 2018 23:26 #524784
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Projektabschluss in Swakopmund - Freitag, 2. März 2018
Am Morgen gibt es wieder die übliche Frühstücksroutine und dann wird gepackt – glücklicher Weise ohne „Handtaschen-Panne“. Ich habe natürlich sowieso soweit wie möglich alles vorgepackt und so funktioniert es gut und schnell. Zwischen Uis und Henties Bay haben wir leider eine Reifenpanne.



Trotz der Verzögerung treffen wir aber früh in Swakopmund ein, wo wir zunächst den Müll auf der Kippe entsorgen. Mal ein ganz neues Sightseeing in Swakopmund für mich ;)

Im Desert Sky gibt es dieses Mal kein Zimmerproblem! Mein neues Zimmer ist zwar sehr klein, aber ganz okay. Das Bad teile ich mir nur mit Katharina.

Claudia und ich haben Heißhunger auf Salat. Das Essen im Camp war wirklich lecker – zumindest das Abendessen. Aber die paar Tomaten- und Gurkenscheibchen zum Lunch und die grünen Äpfel, deren Säure an den Zähnen schmerzte, reichten dann doch nicht, um dauerhaft unseren Appetit auf frische Lebensmittel zu decken. Ich überrede Claudia mit mir das Garden Café auszuprobieren, da ich meinen Mann bislang noch nie dazu bewegen konnte, das mal zu testen. Das Garden Café ist sehr nett und wir bekommen einen herrlichen Salat. Es ist nicht exakt das, was auf der Karte stand, aber mit Babyspinat, Orangen (statt Mango), Avocado, Schafskäse und krossem Speck stillt er sowohl die Gelüste nach frischer Kost als auch nach etwas herzhaften (nach all dem Porridge). Dazu ein kühles Bier und zum Abschluss ein Don Pedro. Perfekt!



Zum Glück haben wir jetzt richtig Zeit. Eigentlich wollten wir unsere Wäsche selbst in der Laundry waschen, aber dann haben wir gesehen, dass Betsy im Desert Sky Wäscheservice anbietet. Da sie selbst wäscht und die Wäsche auf der Leine trocknet, geben wir unsere Tüten gerne bei ihr ab. Hier kann ich sicher sein, dass Schlafsack und Kuscheldecke nicht im Trockner ruiniert werden und wir bekommen die Wäsche sogar wunderbar duftend zurück. Herrlich! :cheer: :cheer: :cheer:

Abends gibt es das Abschlussessen mit dem EHRA Team in Kücki‘s Pub. Ich bin gespannt! Kücki‘s kenne ich bisher nur durch diverse – oft sehr heftige – Absacker mit Freunden. Gegessen haben wir hier noch nie, obwohl der Pub schon bei unserer ersten Reise vor 23 Jahren sehr populär war. Bei der Tischverteilung bleibt es wieder bei Old Team / New Team. Das Essen ist anständige Kneipenkost - alles soweit ok, aber Kücki’s bleibt für uns dann doch eher eine Anlaufstelle für Absacker.

Vom EHRA Management ist niemand vor Ort. Eigentlich sind diese Leute gar nicht sichtbar, was ich bei einer doch relativ überschaubaren Organisation nicht ideal finde! Die Angestellten machen einen tollen Job! Aber ein kurzer Austausch mit den „Köpfen“ hinter dem ganzen Programm wäre schon wünschenswert gewesen! Auch Projektleiter Chris taucht überraschender Weise nicht auf. Er hat viel zu erledigen und eine Freundin in Swakopmund. Das ist einerseits nachvollziehbar. Andererseits hätte er wenigstens vor dem Essen kurz auf einen gemeinsamen Drink vorbeikommen oder sich zumindest am Mittag offiziell verabschieden können. So finde ich es irgendwie unhöflich und „unrund“ :unsure: .

Nach dem Essen ziehen wir weiter in die Napolitana Bar (neben der Pizzeria). Die Bar ist nicht so besonders, aber dafür sehr laut. Schnell werden diverse Getränkerunden inklusive Shots, wie z.B. Tequila, bestellt. Puh, ich befürchte das Schlimmste für den Ausgang des Abends! :sick:

Schließlich wird dazu aufgerufen, in einen Club zu gehen. In einen Club? In Swakopmund? Cool, da bin ich doch dabei :woohoo: ! Der Infinity Club ist etwas außerhalb des Stadtkerns (gegenüber des Food Lovers Market), aber zu Fuß in der Gruppe gut erreichbar.

Es ist nicht viel los, aber die Musik ist ok! Auf der Tanzfläche sind nur wenige Leute und unsere Gruppe verteilt sich erstmal auf Bar und Sitzecke. Hallo!? Ich bin doch nicht im Club, um gemütlich in einer Ecke zu sitzen!!! Ruck-zuck bin ich auf der Tanzfläche und genieße es!! Nach und nach kommen mehr Leute aus unserer Gruppe dazu. Wir bleiben bis ca. 0:30 Uhr im Club und anschließend quatsche ich noch eine Weile mit der netten Grace im Garten.

Clubben in Swakopmund war jedenfalls eine neue Erfahrung für mich und ganz nach meinem Geschmack :silly: ! Insbesondere als Kontrast zu dem „Basic Bush Life“, das wir in den letzten Tagen genossen haben. Neben dem Busch-Gen habe ich nämlich ganz eindeutig auch das Party-Gen :laugh: ! Und da leiste ich ganz bestimmt meinen "Beitrag" - insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass ich ja quasi die "Camp-Granny" bin :ohmy: . Aber auch die muss jetzt mal ins Bett und nun sogar wieder in ein richtig kuscheliges "Heiabettchen" :cheer: .
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30 Jun 2018 15:24 #524869
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Wochenende in Swakopmund - Samstag und Sonntag, 3./4. März 2018
Nach dem gemeinsamen Abschlussabend könnte mein Bericht nun eigentlich enden, denn damit ist auch die EHRA Projektphase offiziell abgeschlossen. Für mich endet meine persönliche Reise aber erst mit der Rückkehr nach Windhoek und meinen letzten Gedanken vor dem Eintreffen meines Mannes. Und das Fazit, das ich mit etwas Abstand zu Hause gezogen habe, möchte ich auch noch teilen. Deshalb geht mein Bericht jetzt auch noch etwas weiter.

Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass ich meine beiden Swakopmunder Überbrückungstage bis zur Rückreise nach Windhoek alleine verbringen muss. Dem ist aber nicht so. Die anderen Teilnehmer reisen auch erst nach und nach ab. Claudia bleibt ohnehin, da sie ja noch die nächste EHRA Runde mitmacht, die wieder am Montag startet.

Unser Miteinander in Swakopmund gestaltet sich weiterhin total unkompliziert. Essen gehen wir gemeinsam; einmal gibt es Frühstück im Village Café und einmal bei Raith’s Delicatessen.



Am ersten Abend gehen wir zum Inder. „ZUM INDER!?! IN SWAKOPMUND!?!“, fragt mein Mann entsetzt via Skype. „Yes! War lecker!“ :) Auch ins Lighthouse gehen wir nochmal. Das Garlic Bread ist einfach super und dieses Mal habe ich auch mehr Glück mit der Wahl meiner Hauptspeise; einem guten Salat mit guten Rindfleischstreifen.

Am Sonntag gönnen wir uns zusätzlich einen Sundowner auf der Sonnenterasse des Tuc - Cocktails und Carpaccio.



Tagsüber bummeln wir mal gemeinsam, mal getrennt. Claudia geht zum Strand und ich zu Shoppen und zur Tiger Reef Bar. Dort gibt es zu meinem Entsetzen überhaupt keinen Strand mehr :ohmy: !!! Die Bar ist jetzt fast komplett mit Wänden und Fenstern verschlossen. Ohje! Das geht gar nicht! Aber es kann natürlich niemand etwas dafür, wenn eine Springflut den Sand wegreißt! Hoffentlich läuft das Swakop Revier mal wieder und bringt neuen Sand mit. Bis dahin müssen wir die Tiger Reef Bar von unserem Urlaubsprogramm streichen. Leider (vorerst?) vorbei; die schönen Sundowner Stunden mit Blick auf das Meer :( !

Zwischen meinen „Ausflügen“ eile ich immer wieder zum Desert Sky, um Leute zu verabschieden. Claudia und ich verabschieden uns nach unserem gemeinsamen Abschlussdinner im Lighthouse Restaurant mit einem kühlen Windhoek Bier im Desert Sky Garten. Gut, dass ich dieses verrückte Huhn gefunden habe. Wir könnten kaum unterschiedler sein und hatten doch eine tolle und entspannte Zeit zusammen! :cheer: B) :cheer:

Rückreise nach Windhoek - Montag, 5. März 2018
Der Wecker klingelt um 5:55 Uhr und da ich (mal wieder) gut vorgepackt habe, schaffe ich es sogar noch, mir einen Kaffee zu machen. Pünktlich um 6:45 Uhr stehe ich für den Welwitschia Shuttle an der Straße, der auch umgehend eintrifft. Die Fahrt ist weniger anstrengend als die Hinreise. Ich bin ja jetzt vollständig akklimatisiert und habe keinen Nachtflug hinter mir. Es ist morgens auch nicht so heiß und der Shuttle ist nicht voll besetzt. Die Pausen scheinen mir dieses Mal kürzer und so freue ich mich auf eine frühe Ankunft in Windhoek. Am Ende zieht sich die Fahrt dann doch noch, weil ich als letzte „ausgeladen“ werde. Warum eigentlich? Wir waren mit anderen Fahrgästen schon fast in Sichtweite meines B&B!?!

Als ich dann endlich ankomme, ist leider ist mein bestelltes Zimmer noch belegt, weil andere Gäste ohne Absprache einfach länger geblieben sind :(. Das angebotene Ersatzzimmer geht gar nicht! Es ist klein, hat kaum Ablagefläche und der Wagen kann nur weit davon entfernt geparkt werden. Schlechteste Voraussetzungen für das Eintreffen meines Mannes mit zwei weiteren Reisetaschen und die große Umpackaktion in unseren Savanna Buchcamper, den wir morgen übernehmen werden.

Ich beschließe hier nichts anzurühren und auf das eigentlich bestellte Zimmer zu warten!!! Kein Problem! Das Zimmer wurde grade von den Gästen geräumt und kann nun für mich geputzt werden. Na also!!! Dann gehe ich eben jetzt sofort in die Stadt bis alles fertig ist. Ich habe sowieso richtig Hunger!

Leider entdecke ich neben meiner Reisetasche auf dem hellen Fließen eine rote Lache. Was bitte ist das nun wieder??? Mist, meine kleine Weinflasche („Not-Reserve“) ist ausgelaufen :ohmy: . Da habe ich wohl in meinem Unmut die Tasche zu ruppig auf dem Boden abgesetzt. Zum Glück steckte sie nicht im Hauptfach, sondern in einer Seitentasche. Aber der komplette Inhalt scheint sich unter dem Taschenboden auf den Fließen verteilt zu haben. Zu blöd, dass ich jetzt nicht den gesamten Tascheninhalt in einer Blitzaktion auspacken kann, um Schlimmeres zu vermeiden. Ich will dieses Zimmer ja nicht noch mehr verunreinigen und es hat sowieso keine Ablagefläche.

Was für ein Mega-Sch…. :angry: :angry: :angry: ! Ich entleere vorsichtig das Seitenfach samt Scherben. Da die Flasche ganz unten lag und nichts ins Hauptfach gelaufen ist, ist gar nicht so viel Zeugs mit Wein getränkt. Ich besorge mir Eimer und Lappen und reinige zunächst die Tasche und dann den Zimmerfußboden. Ich bin schließlich ein anständiger – wenn auch extrem genervter – deutscher Gast.

Schließlich kann ich in das bestellte Zimmer umziehen. Ich trage meinen gesamten „Hausrat“ quer über das Grundstück und die Treppe hinunter. Nervig! Ich muss mich mehrfach durch die inzwischen extrem schwüle Hitze schleppen. Jetzt zur Sicherheit noch schnell alles auspacken. Hier ist ja reichlich Platz. Genau deshalb haben wir es ja auch gebucht!!! Es ist zum Glück alles glimpflich verlaufen! Nur die Tasche riecht jetzt wie eine Wein-Bar. Ich seife sie also unter der Dusche gründlich ab. Mir ist sooo heiß! Ich habe Durst und Hunger und will „auf den Arm“! Ist aber (noch) kein Arm da und stummes Jammern bringt mich auch nicht weiter…

Endlich bin ich fertig und bestelle ein Taxi zum Craft Center. Der Fahrer, den Claudia mir empfohlen hat, kommt schnell und erinnert sich lachend an meine lustige EHRA Begleiterin. Da stellt sich gleich wieder gute Laune ein! Im netten Bistro im Craft Center, bestelle ein leckeres Veggie Gericht und einen Rock Shandy und fühle mich gleich wieder großartig :cheer: !





Anschließend bummele ich durch das Center, bringe meine Karten zur Hauptpost und laufe dann die Post Mall Street herunter, um bei Pick & Pay Abendbrot für mich (Wein und Focaccia) und Frühstück für meinen Mann (Bier und Landjäger) zu kaufen. Die Einkäufe schleppe ich dann wieder die Post Mall Street herauf und warte ziemlich erledigt auf meinen Taxifahrer.

Zurück im B&B gönne ich mir einen Sundowner – Gin und Tonic habe ich natürlich dabei. Danach packe ich die Taschen aus und schaffe Ordnung für das morgige Einräumen unseres Bushcampers. Aus-, Ein- und Umpacken ist inzwischen wirklich mein „Steckenpferd“… ;)

Dann komme ich mit dem älteren Farmer-Ehepaar ins Gespräch, das im Nachbarzimmer wohnt. Sehr interessant! Leider werden wir durch einen Regenschauer unterbrochen. Mich zieht es gleich danach aber wieder mit Wein und Focaccia nach draußen, wo es trotz des Schauers noch sehr schwül ist.

Letzte Gedanken - Montagabend, 5. März 2018
Ich bin noch immer ziemlich erschöpft und morgen geht der Wecker um 5:15 Uhr, da mich der Fahrer von Savanna Car Rental um 6:00 Uhr für die Fahrt zum Flughafen abholen wird. Trotzdem fühle ich mich in diesem Moment ganz großartig so alleine in der afrikanischen Nacht :cheer: ! Ich bin sehr zufrieden mit mir, obwohl ich bei EHRA oft mit meinen (vermeintlichen) Unzulänglichkeiten gehadert habe! Jetzt fühle ich mich ziemlich stark, unabhängig und frei! Aber es ist auch wunderbar zu wissen, dass mein Mann bereits in der Luft und somit nur noch wenige Stunden entfernt ist :kiss: !!!

Nach einem Gläschen Wein falle ich erschöpft ins Bett und freue mich über meine jüngsten Erlebnisse, Erfahrungen und Abenteuer! Und auf morgen! Insbesondere auf den Moment, wenn die automatische Tür am Airport aufgeht und mein Mann auf mich zukommt. Bier und Landjäger stehen für diesen romantischen Moment ja schon bereit! :laugh: :kiss: :laugh:
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EHRA Fazit
Wie war das Elefantenprojekt? Das wurde ich natürlich nach meiner Rückkehr oft von Freunden, Bekannten und Verwandten gefragt.

Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten! Ich fange mal mit meinen Erwartungen an: Nach mehr als 20 Jahren in Namibia wollte ich das Land aus einer anderen Perspektive kennenlernen. Ich wollte den kleinen Villages und deren Herausforderungen näher kommen, ohne als Tourist (eventuell in unangemessener Art und Weise) ins dörfliche Leben hinein zu trampeln. Ich wollte die Arbeit einer NGO im Bereich Naturschutz kennenlernen. Und ich wollte auch meine eigenen Grenzen austesten und mich Herausforderungen stellen, wie z.B.: Komme ich mit noch weniger Komfort klar, als wir es von unseren eignen Off Road Touren gewohnt sind? Kann ich mich in eine Gruppe von fremden Menschen einfügen und sogar Seite an Seite mit ihnen auf der Erde schlafe? Kann ich tatsächlich bei der Erstellung von Mauern einen Beitrag leisten?

In der Zeit bei EHRA konnte ich alle gewünschten Situationen erleben und Erfahrungen machen! Der Beitrag, den man leisten kann, ist allerdings etwas begrenzt, denn es wird ja nur etwa 3-3,5 Tage gebaut. Die Patrol Week entspricht einfach einem mehrtägigen Game Drive, wobei die Region abgesehen von den Elefanten nicht sehr reich an Tieren ist. Aber die tolle Landschaft, das wunderschöne Base Camp, die Freundlichkeit der Angestellten und die Art, wie das Volunteer Programm grundsätzlich organisiert ist, machen das Projekt lohnenswert und sorgen für eine gute Zeit!

Wenn ich gelegentlich (innerlich) geflucht habe, dann lag es an kleineren organisatorischen Mängeln, wie z.B. dem viel zu großen Kochfeuer. Meistens lag es aber daran, dass ich mir selbst im Weg gestanden oder unnötigen Druck gemacht habe! Und das in einem Freiwilligenprojekt, für das ich auch noch bezahlt habe!!! Da muss ich wohl wirklich nochmal über mich selbst nachdenken und an mir arbeiten… :unsure:

Ich war tatsächlich froh, keine zweite EHRA Phase anzutreten! Das lag hauptsächlich daran, dass ich mich nach dem fremdbestimmten Tagesablauf einfach auf mehr persönlichen Freiraum und Selbstbestimmung gefreut habe! Und vielleicht auch auf weniger Herumpackerei, richtige Kaltgetränke (nicht lauwarm bis heiß) und besser gespültes und abgetrocknetes Geschirr ;) .



Ob die Arbeit von EHRA einen großen Effekt auf das Überleben der Wüstenelefanten hat, kann ich schwer einschätzen. Die Spendengelder und Gelder aus dem Volunteer Programm dürften hauptsächlich für Gehälter des Managements und der Angestellten eingesetzt werden, aber das ist sicher typisch für ein eher personalintensives Naturschutzprojekt. Ich kenne natürlich keine Geschäftszahlen! In Anbetracht des Aufwandes und Equipments, vermute ich, dass sich das Management und die Angestellten von den Einnahmen gut leben, aber nicht reich werden können. Positiv finde ich auf jeden Fall, dass EHRA den Angestellten viel Verantwortung gibt und durch die Arbeitsplätze einige Familien im armen Damaraland ernährt. Zudem generiert das Projekt Zusatzeinnahmen für Menschen in der Umgebung, z.B. in den kleinen Shops, in denen sonst keine Touristen einkaufen, an den Himba- und Herero-Verkaufsständen oder für Ella, die die Wäsche macht. Vielleicht ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber auf jeden Fall ist es ein positiver Beitrag für die Gegend! Und vermutlich nachhaltiger als manches groß angelegte Entwicklungsprojekt!

DANKE EHRA! Für die schönen Eindrücke und Elefantensichtungen und die interessanten Erfahrungen, an denen ich wachsen durfte! Oder, um es etwas weniger kopflastig auszudrücken:

DAS WAR SCHON GANZ SCHÖN COOL!!! :cheer:

==== ENDE ===
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