THEMA: Die Loeffels auf Multikultiabenteuertour im Norden
17 Mai 2018 07:56 #521617
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  • loeffel am 17 Mai 2018 07:56
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Dandelion schrieb:
Hallo Stefan und Beate,

einen schönen Ausflug habt ihr da unternommen.!! Viel Landschaft, Tiere und alles in kleiner Gruppe, die Tour werde ich mir merken.
Bisher hatte ich Sandwich Harbour noch gar nicht so recht auf dem Schirm, da irgendwie die Gruppen immer viel größer erschienen.
Danke fürs Teilen.

Liebe Grüße
Kordula :)

Kordula,,
deinen Kommentar habe ich gestern nach einem 11-Stunden-Tag in Büro und OP ganz übersehen, sorry :blush: .

Ja, das war schon sehr angenehm mit der Kleingruppe. Und obwohl wir ja mit zwei Autos unterwegs waren, standen die Autos bei den größeren Pausen doch immer so weit auseinander, daß das Kleingruppen-Feeling erhalten blieb.
Andere Anbieter waren an diesem Tag nicht unterwegs, zumindest haben wir vor Ort keine gesehen.
Solltet ihr aber sowas mal planen, unbedingt die Ganztages-Tour, damit ihr auch wirklich bis nach hinten kommt.
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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18 Mai 2018 19:54 #521748
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MI, 25.4.2018: Auf ins Damaraland

Heute endet leider unsere Zeit in Swakopmund.
Wir frühstücken gemütlich und unterhalten uns noch eine Weile mit einem Schweizer Studentenpärchen. Sie haben ihr Auslandssemester in Johannesburg beendet und tingeln jetzt noch ein paar Monate durchs südliche Afrika. Beneidenswert B) :) .
Dann heißt es Abschied nehmen von Meike und ihrem Team. Hier haben wir uns sehr wohl gefühlt und die Gastfreundschaft gerne genossen. Sollte es uns irgendwann noch einmal nach Swakopmund verschlagen, ist Meikes Guesthouse als Unterkunft bereits gesetzt :cheer: .

Jetzt aber machen wir uns auf den Weg nach Twyfelfontein.
Vorher tanken wir noch, auch unser Reservekanister wird gefüllt, in einen der mitgebrachten stabilen Müllsäcke gepackt und gut auf der Ladefläche verzurrt.
Den Reifendruck lassen wir auf 1,8 Bar senken. Diesen Reifendruck haben die Tinochikas in einem ihrer Reiseberichte genannt, auch der Guide von gestern hat 1,8 Bar empfohlen. Damit fährt er privat alles (bis auf Tiefsand) :) .
Über die C34, am Wrack der Zeila und einigen Mineralienhändlern vorbei über Henties Bay auf die C35.





Die C35 wurde ja in jüngster Vergangenheit öfter hier im Forum wegen schlechtem Zustand und üblem Wellblech bemängelt. Können wir nicht bestätigen. Lässt sich insgesamt ganz gut fahren, an einigen Stellen hoppelt es ein wenig, insgesamt nichts dramatisches. Allerdings wird zwischen Henties Bay und Uis auch an der Straße gebaut. Über viele Kilometer zieht sich eine sandige Piste als Umleitung parallel zur C35 entlang, ist aber auch problemlos zu fahren.

Die Landschaft ist eintönig, die Strecke zieht sich.





Erst kurz vor Uis wird die Landschaft abwechslungsreicher. Ein kurzer Tankstopp, dann fahren wir schon weiter. Die geplante Pause im Cactus and Coffee Teagarden muss leider ausfallen. Wir hätten heute morgen in Swakopmund einfach nicht so lange quatschen sollen … :P

Die Landschaft ist nun wieder abwechslungsreich und auch etwas grüner.









Im Flußbett des Ugab steht noch etwas Wasser:





Am späteren Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft, die Twyfelfontein Country Lodge.
Beim Einchecken wieder unsere obligatorische Frage, ob hier bekannt ist, dass wir mit Rollstuhl hier sind ? Nee, das weiß hier niemand :S . Und natürlich ist damit hier auch keine passende Unit für uns frei … :S :S
Oh Mann, was für ein Riesenmist :angry: :angry: :angry: . Die Reiseberaterin der namibischen Partneragentur hat mir doch versichert sie würde … hat sie wohl dann doch nicht … :angry: :angry: :angry:
Die Lodge ist voll, größere Zimmerschieberei offenbar nicht möglich … wir bekommen immerhin eine Unit im ersten der Gästehäuser, vom Hauptgebäude aus gesehen. Unser Hauptproblem: 4 unebene Natursteinstufen führen vom Weg nach unten auf unsere Terrasse. Von da aus geht es dann ebenerdig in die Räumlichkeiten, das ist dann kein Problem mehr. Nur das Bad ist mal wieder ziemlich eng, aber das kennen wir ja schon ...
Das Hauptgebäude selbst ist komplett barrierefrei, auch die Wege sind unproblematisch. Die vier unebenen Stufen, auch noch ohne Geländer bzw. Handlauf, haben es aber in sich, jedes Mal eine Riesenanstrengung für mein Loeffelinchen und damit auch für mich :( . Ich habe mal zur Veranschaulichung die Treppenabsätze rot markiert:



Dass es auch ebenerdig zugängliche Zimmer gibt haben wir gesehen, so wie hier die Nr. 8 …



... und die Lodge selbst ist auch als barrierefrei deklariert. Deswegen hatten wir sie ja auch ausgewählt.
Aber was hilfts, es ist wie es ist, Zimmerschieberei nicht möglich, nix zu machen, wir verfluchen die namibische Reiseberaterin, denn auch der reklamierte Voucher für die umgebuchte Lodge ist immer noch nicht da … :angry: :angry: :angry:
Immerhin verspricht man uns, einen Plastikstuhl für die Dusche zu organisieren, damit mein Loeffelinchen wenigstens duschen kann. Reicht morgen ? Ja, reicht, ein Tag ohne Dusche ist zu verkraften.
Wir richten uns ein, gönnen uns unsere geliebte, späte Siesta. Aber die Laune ist doch ziemlich im Keller :( .
Wenigstens flattert uns vor dem Abendessen noch ein wenig Federvieh vor die Linse :) , wie z.B.

Rotschulter-Glanzstar (Lamprotornis nitens)

und
Guineataube, speckled pigeon (Columba guinea)


Das Restaurant befindet sich im 1. OG des Hauptgebäudes. Es ist über zwei Rampen erreichbar, kein Problem.
Das Essen ist so lala, nicht wirklich schlecht, aber auch keine kulinarische Offenbarung. Alles an und in dieser Lodge ist irgendwie auf Massenabfertigung ausgelegt, was uns vor allem am Restaurant auffällt. Der Rummel der ausgebuchten Lodge tut sein übriges, und so spülen wir unsere Enttäuschung und den Frust mit ein paar Savannahs runter, und dann reicht es uns für heute :side: :whistle: .

Zum Glück hält diese miese Stimmung bei uns nicht an, morgen geht es im Laufe des Tages schon wieder deutlich aufwärts :) .

Essen (Buffet):
Salate (fertige Dressings á la Knorr, Hengstenberg und Kühne stehen bereit)
Braai, frisch zubereitet: Rind, Schwein, Huhn, Lamm
Blumenkohl, Broccoli, Maiskolben, Kartoffeln, Reis, Soßen
Schokopudding, Vanillesoße, Obstsalat, Kuchen, Götterspeise
Dazu wie immer Savannahs

Gefahrene Kilometer: 342
LG Stefan

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Letzte Änderung: 29 Mai 2018 19:03 von loeffel.
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18 Mai 2018 22:10 #521757
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Mann, Mann, Mann
ich kann euren Ärger mehr als gut nachvollziehen.
Ich habe es im August 2013 geschafft, mir mein Mopped (SR 500 für Kenner) beim ankicken aufs Knie zu schmeißen und bin mit massiven Tibiakopftrümmerbruch für 3 Monate im Rollstuhl gelandet. Man kann sich kaum vorstellen, welche Einschränkungen das mit sich bringt und das eine "normale" Treppenstufe oder ein Bürgersteig ohne Absenkung ein mehr oder weniger unüberwindliches Hindernis sein kann.
Für mich war es natürlich nur eine Episode, aber ich kann mir trotzdem aus eigener Erfahrung vorstellen, welche Klimmzüge ihr anstellen mußtet, um mit "sind doch nur ein paar Stufen" klarzukommen.

Yanjep
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19 Mai 2018 11:29 #521771
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Hallo Yanjep,
willkommen hier in unserem Reisebericht :) .
Du machst ja Sachen ;) Aber ich hoffe doch es ist alles wieder gut verheilt.

Wir haben uns ja vor allem deshalb so maßlos geärgert, weil das ganze ja vermeidbar gewesen wäre.
Wir hatten ja gerade zwei Tage vorher von Swakopmund aus mit der zuständigen Reiseberaterin in Namibia telefoniert und sie hat uns versichert, alle Lodges unserer Tour noch umgehend entsprechend zu informieren. Zumindest hier bei der Twyfelfontein Country Lodge hat das ja schon mal nicht funktioniert.
Eine einmalige Überwindung der vier Stufen wäre ja auch noch OK gewesen, das kommt gelegentlich mal vor, wenn man auf "Abenteuertour" ist. Aber direkt vor dem eigenen Zimmer ... Wir mussten sie insgesamt 14x bewältigen (Ankunft - Abendessen rein-raus - Frühstück rein-raus - Vormittags rein-raus - nachmittgs rein-raus Abendessen rein-raus - Frühstück rein-raus - Abreise) :P :silly: :ohmy:
Einzelne Stufen oder Bordsteinkanten sind übrigens mit Begleitperson kein Problem. Aber alleine nach dem Motto "Selbst ist die Frau" wird es dann schwierig bis unmöglich ...
LG Stefan

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Letzte Änderung: 03 Sep 2019 12:56 von loeffel.
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DO, 26.4.2018: Teil 1: Geheimnisse rund um die Lodge

Der heutige Tag ist mal wieder zweigeteilt.
Kurz nach Sonnenaufgang erkunde ich ein wenig das Lodgegelände:

















Auch hier hat der Regen der jüngsten Vergangenheit Spuren hinterlassen, die noch nicht beseitigt sind:



Heute vormittag haben wir nichts besonderes vor. Wir könnten zwar die Attraktionen hier rund um die Lodge besuchen, also die Felsgravuren, das Living Museum der Damara usw. (was ja eigentlich ganz gut zu unserer Multikulti-Tour passen würde ;) ). Aber wir haben nicht so recht Lust auf irgendwelche Rolli-Abenteuer, uns reichen die hier von der Lodge.
Die Namibier mögen uns verzeihen, dass wir ihr Weltkulturerbe nicht ausgiebig würdigen.

Aber der Poolbereich ist sehr einladend, und nach dem Frühstück sind fast alle Gäste verschwunden, abgereist oder irgendwo unterwegs. Die Pool area ist verwaist, und das nutzen wir aus :cheer: .
Wir verbringen den ganzen Vormittag im Schatten aufgespannter Sonnenschirme am Pool, versorgen uns aus der Bar nett mit Getränken und genießen die entspannte Atmosphäre. So ohne Gäste wirkt die Lodge auf einmal recht einladend und gemütlich. So kann man's hier echt aushalten :woohoo: .







Dabei beobachten wir Vögel …

Bergsteinschmätzer, Mountain Wheatear (Oenanthe monticola)

kann das das passende Weibchen sein ?

Rotschulter-Glanzstar (Lamprotornis nitens)


und Felsenagamen. Männlein und Weiblein so eng beieinander haben wir bisher auch noch nie gesehen:







Später steht uns nun ein Plastikstuhl für unsere Dusche zur Verfügung.
Dieser ist offenbar ein gut gehütetes Geheimnis der Lodge: Er ist nämlich der einzige Plastikstuhl weit und breit und seinem Zustand nach ist er ähnlich alt wie die Felsgravuren von Twyfelfontein :silly: . Möglicherweise ist er sogar ein Teil des Weltkulturerbes :lol: ? Wir jedenfalls trauen uns kaum ihn zu benutzen … aber: er hat die Duschprozedur am Ende des Tages unbeschadet überstanden (und mein Loeffelinchen übrigens auch ;) ).

Auch ein zweites Geheimnis können wir lüften:
Nämlich das Geheimnis, wo die Twyfelfontein - also die „zweifelhafte Quelle“ - hinfließt:
Sie endet nämlich genau in der kompletten Wasserversorgung unseres Zimmers, der Nr. 5 :P . Unabhängig von der Stellung der Wasserhähne ist die Menge des zur Verfügung stehenden Wassers sehr unterschiedlich, mal ein rauschender Sturzbach, mal ein dünnes Rinnsal, dann plötzlich kurz mal gar nichts mehr … Abenteuer Dusche sage ich da nur … :silly:
Auch die Klospülung ist davon betroffen, es ist immer sehr zweifelhaft, wann der Wasserkasten wieder voll ist. Und die Geräusche beim Füllen sind auch sehr geheimnisvoll und abenteuerlich … :evil:

Ganz entspannt vergehen Vormittag und Mittag, wir gönnen uns eine ausgiebige Siesta und sind nachmittags bereit für den zweiten Teil des Tages, für den es dann ein eigenes Kapitel gibt.
LG Stefan

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20 Mai 2018 09:42 #521807
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Hallo Stefan,

tjaa, die Twyfelfontein Country Lodge :sick: Wir waren dort auf unserer 3-Generationen-Reise mit meinem Sohn und meiner Mutter ja auch untergebracht - allerdings mehr oder weniger als Notlösung, da aufgrund der kurzfristigen Planung nix Anderes in der Umgebung frei war. Wir teilen Eure Erfahrungen. Die Lodge ist ziemlich rummelig und das Management recht unorganisiert :pinch:

Und ob das mit Eurer Buchung unbedingt ein Fehler Eurer Agentur war :whistle: Wir hatten seinerzeit zwei Zimmer mit Verbindungstür gebucht und bestätigt und auch davon wusste man dort bei unserer Ankunft nix :unsure: Und dann wollte man bei Abreise auch noch für das Dinner doppelt kassieren - obwohl mit Dinner gebucht und bestätigt :angry: .

Die scheinen ja in den letzten Jahren nichts dazugelernt zu haben - müssen die auch nicht - da immer gut gebucht :S

Dafür hattet Ihr eine tolle Tour in Swakopmund und ich hoffe, ab jetzt geht es für Euch ohne weiterer Vorkommnisse und Hindernisse weiter!

Liebe Grüße und ein schönes Pfingstwochenende!
Sabine
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