THEMA: Die Loeffels auf Multikultiabenteuertour im Norden
10 Mai 2018 12:14 #520953
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Die Loeffels auf 8 Rädern – Die Multikulti-Abenteuertour im Norden

„Afrika steht aber für uns in nächster Zeit nicht auf dem Plan.“ So hatte ich es am Ende meines Reiseberichts aus 2016 geschrieben und so war es zu diesem Zeitpunkt auch gemeint. Denn tatsächlich hatten wir für 2018 schon etwas ganz anderes im Sinn.
Und dann kam – Büsnau :whistle: .
Das Treffen in Büsnau im Spätjahr 2016 hat uns alle diesbezüglichen Vorsätze vergessen lassen und es kam, wie es kommen musste. Direkt im Anschluß an das Forentreffen fingen wir an konkret zu planen, und es war tatsächlich so, dass der Grobentwurf für eine vierte Tour bereits "für alle Fälle" in der Schublade lag ;) .
Auch die Inspiration für diese Tour kam natürlich aus dem Forum, und zwar hauptsächlich in Form des Reiseberichts 2016 von Nina (Lolakatze). Danke an dieser Stelle dafür, Nina :kiss: .
Schon damals beim Lesen des Berichts hatte ich überlegt, ob eine solche Tour „light“, also in abgespeckter Form, für uns machbar wäre, denn nach wie vor sind wir ja mit 4 Zusatzrädern unterwegs.
Der Nordwesten Namibias mit Rollstuhl ? Und dann womöglich noch mit Camp Aussicht ?
Wir haben lange überlegt, viel recherchiert, und diese Tour ist dann bei der Planung - auch dank der Unterstützung hier im Forum - letztendlich herausgekommen:

Tag 0, 20.4.18: Abflug
Tag 1, 21.4. 18: Ankunft Windhoek, Ü Daan Viljoen Game Park
Tag 2, 22.4.18: Weiterfahrt über C28 nach Swakopmund Ü Meikes Guesthouse
Tag 3, 23.4.18: Swakopmund Ü Meikes Guesthouse
Tag 4, 24.4.18: Swakopmund Ü Meikes Guesthouse
Tag 5, 25.4.18: Weiterfahrt über C34, C35, C39 Ü Twyfelfontein Country Lodge
Tag 6, 26.4.18: Wüstenelefanten Ü Twyfelfontein Country Lodge
Tag 7, 27.4.18: Weiterfahrt über C43 Ü Camp Aussicht
Tag 8, 28.4.18: Himbas & more Ü Camp Aussicht
Tag 9, 29.4.18: Weiterfahrt über C43, D3701 Ü Kunene River Lodge ?????
Tag 10, 30.4.18: Relaxtag Ü Kunene River Lodge ?????
Tag 11, 1.5.18: Weiterfahrt über D3700, C46 Ü Ongula Homestead Village
Tag 12, 2.5.18: Aktivitäten dort Ü Ongula Homestead Village
Tag 13, 3.5.18: Weiterfahrt über C46, B1 Ü Mokuti Etosha Lodge
Tag 14, 4.5.18: Etosha Ü Mokuti Etosha Lodge
Tag 15, 5.5.18: Etosha Ü Mokuti Etosha Lodge
Tag 16, 6.5.18: Weiterfahrt über B1 Ü River Crossing Lodge
Tag 17, 7.5.18: Rückflug

Die Fragezeichen deuten schon darauf hin, ganz so wie geplant lief's dann diesmal doch nicht.
Aber so ist das halt bei einer „Abenteuertour“ ;) .
Am Ende sind wir diese Route gefahren:



Freut euch also auf eine Tour, die diesmal unseren vier Zusatzrädern (und damit auch uns beiden) alles abverlangt hat, mit vielen Höhen, wenigen Tiefen, Überraschungen und Begegnungen mit Mensch, Tier und Natur.

Wir freuen uns auf viele Mitfahrer, wir haben einen Hilux und jede Menge Platz.

Bis es hier an dieser Stelle hier richtig losgeht, wird noch ein wenig dauern.
Aber bis dahin könnt ihr euch ja schon mal an ein paar kunterbunten ersten Eindrücken erfreuen:





















LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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11 Mai 2018 12:53 #521069
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FR, 20.4.2018 + SA, 21.4.18: Anreise

Über ein Jahr des Wartens seit Buchung geht zuende.
Lange geplant, gefreut, und heute ? Die letzten Wochen haben ihre Spuren hinterlassen :unsure: .
Wir sind gerade so einigermaßen genesen von grippalem Infekt und Kehlkopfentzündung, der Hals kratzt immer noch und wir fühlen uns schlapp und tatsächlich auch etwas unmotiviert :unsure: .
Auch das Hin und Her wegen der hochwasserbedingten Schließung der Kunene River Lodge dämpft die Vorfreude.
Natürlich haben wir mit unserer Reiseagentur einen Plan B entwickelt, alles ist entsprechend vorbereitet. Aber die Wiederöffnung der Lodge ist Stand Abreisetag für den darauffolgenden Montag angekündigt, das würde unsere ursprünglichen Reisepläne nicht gefährden. Darauf vertrauen wir zusammen mit der Reiseberatern aus Deutschland und Namibia. Sollte sich kurzfristig was ändern, wird die Partneragentur in Namibia sich mit uns in Verbindung setzen und alles Erforderliche in die Wege leiten.

Diesmal fliegen wir mit Qatar Airways, ein Novum für uns. Aber bei einer Ersparnis von fast 350 Euro p.P. im Vergleich zum Direktflug mit Air Namibia können wir nicht anders und haben damit fast 700 Euro zusätzlich in der Reisekasse. Damit kann man in Namibia viele schöne Dinge anstellen :cheer: .
Über die Anreise gibt es nichts besonderes zu berichten, aber mit der Umsteigeverbindung ist die Anreise doch sehr lang und entsprechend geschlaucht kommen wir in Namibia an :dry: .

Noch ein Novum: Eine lächelnde Beamtin bei der Immigration, hat man sowas schon erlebt ?

Bei Avis bekommen wir nicht nur unser Auto, sondern auch unsere Reiseunterlagen. Und die Info, wir sollen uns umgehend mit der namibischen Reiseagentur in Verbindung setzen, es gäbe wohl Probleme mit einer unserer Unterkünfte. Uns schwant da was. Es ist Samstag und nur die 24h-Hotline besetzt, und tatsächlich, wegen einer zweiten Flutwelle am Kunene bleibt die Kunene River Lodge weiter geschlossen, wir sollen uns am Montag bei der für uns zuständigen Sachbearbeiterin melden.
OK, dann können wir dieses Problem erst mal schieben, was uns momentan sehr recht ist … :whistle:

Unser Auto, ein Hilux Doublecab mit 46769 km auf dem Buckel, die man ihm auch ansieht. Alle Kratzer und Beulen werden penibel dokumentiert, alle Reifen und das Werkzeug kontrolliert, der Radwechsel nochmal durchgespielt und dann heisst es „safe journey“. Moooment, da fehlt doch noch das zweite Ersatzrad, das wir reserviert haben. Sorry, kommt sofort. Und schon liegt es hinten auf der Ladefläche. Es ist gesondert gekennzeichnet, die Felge blau lackiert und die Laufflächen ebenfalls bemalt. Im Falle eines Falles sollen wir erst das erste Ersatzrad nutzen, da dies im Vertrag enthalten und auch über die Versicherung abgedeckt ist. Das zweite Ersatzrad müssen wir bei Gebrauch komplett zahlen, eine Versicherung hierfür ist bei Avis grundsätzlich nicht vorgesehen. Bei Nichtgebrauch fällt nur die Miete an.
OK, jetzt ist alles geklärt, also noch mal „safe journey“.


Ein kurzer Einkaufsstop in Windhoek, dann fahren wir zum Dan Viljoen Game Reserve, wo wir die erste Nacht verbringen werden.
Beim Einchecken eher so beiläufig meine Frage nach der Barrierefreiheit der für uns vorgesehenen Unterkunft. Nö, davon ist hier nichts bekannt, aber bei der Nummer 16 gibt es da keine Probleme. Das ist dann auch tatsächlich so. Lediglich im Bad ist es ziemlich eng mit Rolli, aber alles machbar.




Viel gibt es über unseren Aufenthalt im Dan Viljoen Game Reserve nicht zu erzählen.
Wir kommen erst im Laufe des Nachmittags an, schlafen erst mal 'ne Runde, packen unseren Kram rundreisetauglich um. Vom Park selbst bekommen wir kaum etwas mit, ich bin nur mal kurz mit Kamera rund um unser Häuschen unterwegs für ein paar wenige Eindrücke. Schön grün ist es hier:










Vom Parkplatz bis ins Restaurant gibt es gefühlte 250.000 Rampen, wir brauchen locker 15 Minuten, bis wir den richtigen Weg gefunden haben und oben sind :S .
Das Abendessen hat bestenfalls Kantinenniveau, mit Abstand das schlechteste während der gesamten Reise :huh: . Selbst das Essen im Flugzeug war um Klassen besser.
Dafür gönnen wir uns unsere ersten Savannahs :) .
Beim Rückweg zum Parkplatz hilft einer der Kellner mit und zeigt uns auch, wo wir morgen fürs Frühstück parken sollen. Von da aus sind es tatsächlich nur zwei Rampen bis zum Restaurant.

Jetzt wollen wir nur noch ins Bett, sind hundemüde und fühlen uns diesmal noch nicht richtig angekommen :S . Das wird sich aber rasch ändern :) .

Essen:
habe ich mir ehrlich gesagt gar nicht notiert, Tiefkühl-Kost
Der Beilagensalat war allerdings lecker

Gefahrene Kilometer: 70
LG Stefan

Die Reise unseres Lebens: Antarktis 2018/19
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Letzte Änderung: 11 Mai 2018 12:55 von loeffel.
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12 Mai 2018 15:04 #521145
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SO, 22.4.18: Auf nach Swakopmund

Nach einem üppigen und leckeren Frühstück verlassen wir das Dan Viljoen Game Reserve in Richtung Swakopmund.
Die Stimmung ist gut, und unsere erste Giraffensichtung verstärkt die gute Laune noch :) .



Kurz nach Verlassen des Parks endet auch die Asphaltstrecke, und die C28 schlängelt sich nun als Gravelroad durch das üppig grüne Khomashochland. Die Auswirkungen des Regens sind auf der Strecke noch deutlich sichtbar, an vielen Stellen wurde Material vom Straßenbelag weggespült, an anderen Stellen Fremdmaterial abgelagert. Da heißt es aufpassen, schadhafte Stellen, Senken und Schlaglöcher sind oft erst sehr spät erkennbar. Aber wir haben Zeit, der Tag ist von uns als Eingewöhnungs-Fahrtag geplant und wir geniessen die Landschaft, den Duft und das Glücksgefühl, endlich wieder auf Namibias Gravelroads unterwegs zu sein :) .









Am Boshua-Pass machen wir eine kleine Pause und geniessen die Aussicht:







Am unteren Ende des Passes hat sich in der Linkskurve einiges an angespülten Gesteinsbrocken abgelagert, so daß dort momentan nur eine Spur nutzbar ist.







Ab dem Namib-Naukluft Park wird es langweilig, die Straße führt schnurgeradeaus durch langweiliges Ödland (so wirkt es zumindest vom Auto aus).

Nach insgesamt gut sechs Stunden erreichen wir Swakopmund und steuern Meikes Guesthouse an, unsere Unterkunft für die nächsten drei Nächte.
Meike und ihr Mann sind uns sofort sympathisch, wir fühlen uns sofort wohl.

Meike ist überrascht wegen Beates Rolli, davon weiß sie gar nichts. Jetzt werden wir doch stutzig, denn auch im Dan Viljoen Park wusste man nichts. Das kann kein Zufall mehr sein :unsure: . Da wir ja aber morgen sowieso wegen der Umbuchung mit den namibischen Partnern unserer Reiseagentur telefonieren, werde ich das Thema dabei dringend ansprechen müssen.
Jetzt schiebt Meike aber erst mal ein paar Zimmerbelegungen hin und her, denn das für uns eigentlich vorgesehene Zimmer ist mit Rolli nicht optimal. Super, mit unserem „neuen“ Zimmer (ich glaube es war die 1) kommen wir sehr gut zurecht. Riesengroß, großes Bad, sogar einen Duschhocker kann Meike zur Verfügung stellen. TOP ! :woohoo:
Dann nehmen wir uns erst mal eine Auszeit und schlendern anschließend ein wenig durch die Stadt. Fotos entstehen dabei keine, wir waren ja vor fünf Jahren schon mal hier. Im Hansa-Hotel geht für ein Dinner ohne Reservierung nichts, und so reserviere ich für Dienstag abend einen Tisch.
Heute landen wir für das Abendessen in Kückis Pub. Es ist wenig los, und wir bekommen ohne Probleme auch ohne Reservierung einen Tisch. So beschließen wir den Abend bei Savannahs und leckerem Essen, ein anschließender kleiner Verdauungsspaziergang zurück zu Meikes Guesthouse tut gut. Bald darauf schlummern wir dem nächsten Tag entgegen. Ab morgen haben wir „Termine“.

Essen:
Vegetarische Pasta-Pfanne, Bananensplit (Beate)
Oryx-Steak, Bratkartoffeln, Malva-Pudding (Stefan)

Gefahrene Kilometer: 314
LG Stefan

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Letzte Änderung: 22 Jul 2018 19:54 von loeffel.
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13 Mai 2018 10:44 #521186
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MO, 23.4.2018: Ab jetzt wird’s langsam „ernst“ Teil 1

Der erste volle Tag in Swakopmund startet gemütlich. Heute Vormittag haben wir noch „frei“, schlafen für afrikanische Verhältnisse lange aus und frühstücken erst gegen 8 Uhr.

Im Anschluss kontaktiere ich die zuständige Sachbearbeiterin der namibischen Partner unseres Reiseveranstalters. Ja, es ist alles vorbereitet, die Umbuchung auf die „Ersatzlodge“ wird durchgeführt, der Voucher direkt an die neue Lodge geschickt. Ich bitte zur Sicherheit um eine Kopie, die ich dann zusammen mit der Wegbeschreibung per Mail im Laufe des Tages erhalten werde.
Dann ist ja soweit alles klar – achso, sie wissen, daß wir mit Rollstuhl reisen ? Nö, das weiß sie nicht.
WAAAAS ????? Die Reiseagentur in Namibia weiß nichts von unserem Rollstuhl ?????? Und unsere Unterkünfte dann ja auch nicht ???????
Ich befürchte das Schlimmste und bitte meine Gesprächspartnerin eindringlich, alle unsere Unterkünfte umgehend darüber zu informieren, damit die noch ein paar Tage Vorlaufzeit zwecks Zimmervergabeplanung haben und eventuell noch ein wenig schieben können. Ja, selbstverständlich, wird erledigt … Oh, Mannomann, gut daß wir darüber gesprochen haben … :angry: :angry: :angry:

Loeffelinchen relaxt im Garten, ich gehe noch kurz in die Stadt für ein paar Knabbereien und Biltong. Bei Cymot kaufe ich vorsichtshalber noch einen Reserve-Dieselkanister, schließlich geht es ja bald Richtung Kaokoveld, sicher ist sicher.

Nach meiner Rückkehr müssen Meikes Garten und die dortige Tier- und Pflanzenwelt „dran glauben“ :P .
Ich habe mir Anfang des Jahres ein Update von meiner betagten, aber heißgeliebten Canon EOS 50D auf eine 80D gegönnt. Gleichzeitig habe ich auf der Basis von Beates (Beatnik) Mann Thomas (vielen Dank euch beiden an dieser Stelle) und anderen Tipps aus dem www ein custom-program für Tierfotografie zusammengebastelt und in der Kamera verewigt. Vor allem der vom Auslöseknopf losgelöste und auf den AF-On-Knopf gelegte Autofokus ist noch etwas ungewohnt, mit dieser Konfiguration will ich noch etwas üben und mich „warmschießen“.
Es ist aber heute immer noch recht kühl und neblig („Der Winter naht“), und viele Vögel zeigen sich leider nicht. Die Lichtverhältnisse sind schlecht, trotzdem ein paar wenige Ergebnisse, damit es nicht zu textlastig wird:

Wellenastrild, common waxbill (Estrilda astrild)

Kapsperlinge, cape sparrows (Passer melanurus)

Palmtaube, laughing dove (Streptopelia Senegalensis)

Bei den Bestimmungen dürft ihr mich gerne korrigieren, da bin ich weit von einer sicheren Bestimmung entfernt.

Ansonsten gab es noch eine dicke große Hummel Holzbiene (Xylocopa inconstans Smith, 1874)


und ein paar Blümchen und Pflanzendetails:










Für den Nachmittag gibt es heute einen zweiten Teil.
Damit endet dann auch endlich die Durststrecke für alle, die einen bilderlastigeren Reisebericht bevorzugen – ihr habt es überstanden ...
LG Stefan

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Letzte Änderung: 25 Okt 2018 16:45 von loeffel. Begründung: Holzbiene
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14 Mai 2018 15:15 #521323
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MO, 23.4.2018: Ab jetzt wird’s langsam „ernst“ Teil 2

So, jetzt wird es wirklich ernst, denn endlich, endlich startet heute Nachmittag unsere erste Tour.
Wir haben schon von Deutschland aus bei Charly's Desert Tours eine Halbtagestour „Namib Desert Tour“ gebucht, wegen der Wetterverhältnisse (meist ja Nebel am Morgen) haben wir uns für die Nachmittagstour (14 – 18 Uhr) entschieden. Der Rollstuhl ist kein Problem, und die Tour findet schon ab zwei Personen statt. Das ist nicht bei allen Anbietern der Fall, einer der Hauptgründe, weswegen wir uns für Charly's Desert Tours entschieden haben.

Wir werden pünktlich von Jochen abgeholt, einem pensionierten Deutsch-Namibier, der als freier Mitarbeiter bei Charly's Desert Tours arbeitet und damit seine Rente aufbessert. Heute fährt er uns, und wir sind die einzigen Gäste. Es ist immer noch neblig, Jochen ist mit dickem Parka unterwegs. Auch wir laufen schon den ganzen Tag in unseren Vliesjacken herum.

Zu Beginn folgen wir der D1901, wo sich entlang des Swakopflusses mehrere Farmen angesiedelt haben, die mit mehr oder weniger Erfolg alles mögliche anbauen: Dattelpalmen, Oliven, Wein, auch eine Kamelfarm gibt es. Es war auch mal eine Straußenfarm für 5000 Strauße geplant, mit viel Enthusiasmus und finanziellem Einsatz wurden Schlachthäuser, Kühlhäuser und die ganze Infrastruktur errichtet. Als dann die Strauße kommen sollten, ging das Geld aus und kein Strauß kam jemals auf die Farm. Bis heute liegt das alles brach …


Irgendwo hinter Gut Richthofen verlassen wir die Straße, jetzt geht es in die Wüste, und schon können Parka und Vliesjacken im Kofferraum verschwinden. Jochen erläutert und zeigt uns die wichtigsten endemischen Pflanzen der Namib wie

pencil bush


dollar-bush


Nara Melone






Aloen …


Wir werfen einen ersten Blick auf die Mondlandschaft,


durchfahren Trockenflußtäler …




Jochen erklärt Gesteine und Gesteinsformationen. An einer Geröllhalde stoppen wir. Hier gibt es ein paar Lithops, die von der Piste aus nahezu unsichtbar mit der Umgebung verschmelzen.




Schon allein dafür lohnt es sich eine solche Tour geführt zu machen, neben den ganzen Hintergrundinfos, die man auf diese Weise erhält. Als Laie mit ungeübtem Auge (und das sind ja fast alle Touristen) fährt man achtlos daran vorbei.

Hier hat das Team von Charly's Desert Tours auch mehrere mit verschiedenen Flechten bewachsene Steine zusammengetragen. So können Touristen wie wir diese Pflanzen bewundern, ohne in diesem fragilen Ökosystem die empfindlichen und nur sehr langsam wachsenden Pflanzen zu zertrampeln. Für uns ebenfalls ein guter Grund, diese Gegend geführt zu besuchen.





Bei jedem Besuch werden die Flechten und auch die Lithops mit Wasser besprüht, ein kleiner Dank der Guides an die Pflanzen dafür, daß sie hier den Tourgästen gezeigt und erklärt werden können.

Weiter geht es durch karge Ödnis und einsame Schluchten, bis wir irgendwann wieder das Swakop-Flußbett erreichen.











Und endlich sind wir dann auch bei den Welwitschias. Große, kleine, männlich, weibliche, alles voller Welwitschias, viel zu tun für meine Kamera.















Über Goanikontes geht es dann langsam zurück, über die D1991 und C28 nach Swakopmund.



Natürlich nicht, ohne bei glasklarer Luft und phantastischer Fernsicht die Mondlandschaft im Abendlicht zu bewundern:








Jochen erweist sich im Laufe der Tour nach kurzer anfänglicher Reserviertheit als kundiger und enthusiastischer Guide, der mit viel Liebe zum Land keine Frage unbeantwortet lässt, sich über unsere vielen interessierten Fragen freut und uns mit vielen Informationen und Details zum erkundeten Flecken Erde wieder an Meikes Guesthouse absetzt, deutlich später als vorgesehen. Ein Ausflug, der sich für uns zu 100% gelohnt hat!

Der Tag endet heute im Hotel Deutsches Haus.

Essen:
Gemüse a la Deutsches Haus (Beate)
Kingklipfilet a la Chef (Stefan)
Dazu natürlich Savannahs

(Selbst) Gefahrene Kilometer: 0
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Letzte Änderung: 14 Mai 2018 15:28 von loeffel.
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DI, 24.4.2018: Ganz viel Sand und Meer

Heute sind Weck- und Frühstückzeit schon deutlich afrikanischer, eine Ganztagestour steht für uns auf dem Programm. Mal wieder von Deutschland aus auf Rollitauglichkeit hin abgeklopft und dann gebucht.
Strahlender Sonnenschein heute morgen, kein Nebel, beste Voraussetzungen für unser heutiges „Abenteuer“ :cheer: .


Doch vorher muß ich doch noch mal eine kurze Mail schreiben. Die Mail mit der Wegbeschreibung zur umgebuchten Lodge ist zwar gekommen, es fehlt aber der im Anschreiben erwähnte und von mir erbetene Voucher. Auch wenn die Lodge den zwar direkt bekommen hat, hätte ich doch gerne zur Sicherheit eine Kopie, man weiß ja nie …

So, jetzt geht’s aber los. Es fährt noch ein weiteres deutsches Gästepaar mit, das hatten wir gemeinsam beim Frühstücks-Smalltalk schon festgestellt.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, was wir eigentlich machen:
Ein Ganztagstour nach Sandwich Harbour, mit Turnstone Tours :woohoo: .
Richtung Walvisbay trübt es sich aber doch ein und wir fahren durch eine dicke Nebelsuppe Richtung Lagune, doch unser Guide (seinen Namen habe ich leider vergessen, das Alter … :whistle: ) meint, dass sich das ganze relativ schnell auflösen wird.

Am letzten Parkplatz stadtauswärts machen wir eine Pause, unser Guide senkt den Reifendruck auf 1,2 Bar und wir beobachten die Flamingos, Reiher und Kormorane, die zunächst nur schemenhaft im Nebel erkennbar sind.






Doch schon während dieser kurzen Pause reißt der Nebel auf und wir können die Flamingos in voller Farbenpracht bewundern.













An den Salzpfannen und Pelikanen vorbei ...



… geht die Fahrt zum Parkeingang des Namib-Naukluft Parks. Hier treffen wir auch das zweite Fahrzeug von Turnstone, so dass wir sicherheitshalber in kleinem Konvoi unterwegs sind.







Mit einigen kurzen Stopps …







… gelangen wir ohne besondere Vorkommnisse bis Sandwich Harbour durch.
Vom spektakulären Streckenabschnitt direkt an den Dünen entlang zwischen Dünen und Meer gibt es leider keine Fotos. Hier wird nicht gestoppt, und ich sitze mal wieder hinten in der Mitte. Es will mir einfach kein Foto durch die Windschutzscheibe gelingen, weil der Autofokus immer an der Scheibe hängenbleibt …

Sandwich Harbour gehört für mich zu den spektakulärsten Landschaften Namibias, unwirklich dieses Grün inmitten der Gold- und Blautöne von Dünen und Meer. Am besten bewundert man diese Landschaft von oben, das heißt: Dünen erklimmen:











Traurige Begegnung: Eine kleine Gruppe Rinder hat sich vor einigen Tagen hierher verirrt. Die Besitzer sind längst informiert, kümmern sich aber nicht. Wenn die Rinder nicht innerhalb kürzester Zeit Hilfe bekommen, werden sie hier verdursten. Es gibt hier kein Trinkwasser, die Lagune selbst besteht aus Brackwasser. Die Rinder trinken zwar davon, werden aber wegen des Salzgehalts dehydriert.
Es ist ein Bild des Jammers und wir können nur hoffen, dass die Besitzer noch rechtzeitig reagieren, denn viel Zeit bleibt den Rindern nicht mehr.







Wir werden hier unsere Mittagspause verbringen. Die beiden Fahrzeuge stehen dabei in unterschiedlichen Bereichen, das Kleingruppen-Flair bleibt so für beide bewahrt. Unser Guide baut Campingtische und -stühle auf, der Tisch wird mit allerlei Leckereien beladen. Alles ist von Bruno, dem Firmeninhaber selbstgemacht. Er steht jeden morgen um 5 Uhr auf, um die Touren entsprechend zu versorgen. So gibt es selbstgebackenes Brot mit einem Aufstrich, dessen Zusammensetzung ich vergessen habe (schon wieder das Alter … :whistle: ), selbstgemachte Lasagne (noch warm!) und Salat, dessen Dressing ein Geheimrezept von Bruno ist, das auch unser Guide nicht kennt. Dazu Wasser und Säfte. Und Kuchen zum Dessert. Mjamjam :woohoo:



Ich muss sicher nicht erwähnen, daß dieses Picknick in dieser ganz besonderen und unwirklichen Landschaft und Einsamkeit ein unvergeßliches Erlebnis ist.
Auch die Tatsache, dass ich kurz vorher beim Fotografieren aus Unachtsamkeit Bekanntschaft mit dem Atlantik gemacht habe und ich hier mit nasser Hose (bis über die Knie), Socken und Trekkingstiefeln sitze, ändert daran nichts :whistle: .
Bis zum Picknickende ist die Hose allerdings schon wieder fast trocken, die Stiefel werden wohl noch ein paar Tage länger brauchen …

Nach Passage der Engstelle zwischen Dünen und Meer verläuft der restliche Weg nun zunächst auf einer Achterbahntour durch die Dünen :silly: . Jetzt will plötzlich niemand mehr auf dem Beifahrersitz Platz nehmen, also kann ich mich aus meiner Position „hinten in der Mitte“ befreien B) .
Dieses Auf und Ab ist ein Riesenspaß, nur das zweite Paar ist auf einmal etwas ruhig und blass … :sick:
Wie hoch und steil diese Dünenabfahrten wirklich sind, ist auf den Fotos gar nicht richtig erkennbar :whistle: .













Viel zu schnell vergeht die Zeit, und an einigen kleineren Dünenformationen und einsamen Robben vorbei …





… erreichen wir wieder Walvisbay, wo die Reifen wieder auf Normaldruck gebracht werden, und kurz darauf sind wir auch wieder bei Meikes Guesthouse.
Das hat uns einen Riesenspaß gemacht. Ein gelungener Mix aus spektakulärer Landschaft und etwas Nervenkitzel, genau das richtige für uns. Und wieder ein Ausflug, der sich absolut gelohnt hat.

Unseren letzten Abend in Swakopmund verbringen wir heute im Hansa Hotel Vor zwei Tagen hatte ich hier ja einen Tisch bestellt.

Essen:
Couscous-Taler mit Gemüse und Mozarella (Beate)
Lamm Curry im Bananenreis-Ring (Stefan)
Dazu natürlich wieder Savannahs

(Selbst) Gefahrene Kilometer: 0
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