THEMA: NAM 4.0 - Im Land der grünen Wiesen!
03 Jun 2018 09:45 #522805
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Guten Morgen,

so, weiter geht's mit unserer Reise.

8. Tag - !Xaus-Lodge

Heute klingelt der Wecker zu unmenschlicher Zeit. Um 6:00 Uhr soll es zum "Riverdrive" losgehen :S :pinch: . Hendrik ist pünktlich, wir klettern noch recht verschlafen auf den Jeep. Es ist noch ziemlich frisch und wir sind froh über warme Jacken. Die Sitze des offenen Wagens sind noch von den Regengüssen der letzten Nacht durchgeweicht. Man hat großflächig Handtücher drüber gelegt. So geht's.
Es geht erstmal Richtung Kamqua Picnic Site, die wir nach gut einer Stunde erreichen. Mittlerweile ist die Sonne aufgegangen, es wird wärmer, und das Licht ist große Klasse!
Auf der Kamqua Picnic Site halten wir, und Hendrik macht Frühstück. Wir sind alleine auf dem Platz und frühstücken in aller Ruhe.


Arbeitsessen. Oder so...









Gestärkt geht es weiter. Wir fahren die gleiche Strecke, die wir von Mata Mata gekommen sind. Jetzt haben wir den Vorteil, dass wir nicht selber fahren müssen, und uns nach allen Seiten frei bewegen können. Außerdem ist Hendrik für die Sichtung von Tieren Gold wert! Was der Typ sieht - Respekt! Einige unserer Sichtungen hätten wir ohne seine Hilfe komplett übersehen.
Wir sehen Giraffen, Gnus, Springböcke, Kuhantilopen, Löffelhunde, Schakale, Kudus, Trappen, Sekretärvögel, Oryxe, Glanzstare, und jede Menge Vögel, deren Namen Hendrik zwar alle kennt und uns auch erklärt, die wir aber auch gleich wieder vergessen haben.






















Hier die Erklärung dafür, warum ein Singhabicht "Singhabicht" heißt! :woohoo:









Kurz vor Mata Mata findet Hendrik zwei Löwen, die im Schatten unter einem Baum vor sich hin dösen. Leider sind sie so weit entfernt, dass es trotz 800mm Brennweite (KB) nur für ein Suchbild reicht.

Die Regenfälle der vergangenen Nächte haben dazu geführt, dass die Wege zum Teil komplett geflutet sind.
Gegen Mittag kommen wir in Mata Mata an, wo Hendrik einen schattigen Platz auf dem Zeltplatz für uns findet. Dann gibt es Mittagessen. Klar, kalt, aber trotzdem sehr lecker. Mittlerweile ist es mit gut 30°C auch wieder recht warm geworden.

Auf dem Rückweg erwartet uns die übliche Tiervielfalt mit riesigen Springbockherden, und wieder findet Hendrick die beiden Löwen - ich gehe mal davon aus, dass es die gleichen sind, die wir heute morgen gesehen haben -, diesmal aber deutlich näher, so dass ein paar brauchbare Bilder gelingen.






























Als wir gegen 18:00 Uhr wieder bei der Lodge sind, sind wir total geschafft! Und dabei haben wir außer fotografieren kaum was gemacht! Suzy und Anthony empfangen uns mit der Bemerkung, dass ein Riverdrive noch nie so lange gedauert hat, normalerweise dauert er nur bis 15:00 oder 16:00. Wir waren aber auch ein dankbares Publikum für alles, was die südafrikanische Tierwelt so hergibt. Und Hendrick war ein geduldiger Guide, der nicht nur alles erklärt hat, was wir sahen, sondern der auch immer so lange gewartet hat, bis auch der letzte von uns seine Bilder im Kasten hatte.

Bis zum Abendessen gibt es dann den üblichen GT. Uns fallen schon fast die Augen zu. Das Abendessen ist dann wieder großartig. Das Straußensteak ist wunderbar, der warme Schokoladenkuchen zum Nachtisch ein Gedicht.

Dann ist aber schnell Sabbat! Morgen geht es weiter, aber heute Abend werden wir definitiv nicht mehr packen, das muss bis morgen früh warten.

Fazit !Xaus: Für uns war die Lodge eines der HighLights der Reise! Spektakuläre Lage, wunderschöne Anlage, für unseren Geschmack sehr schöne Unterkünfte, sehr herzliche Betreuung und ein tolles Angebot in der Küche.
Nachteile sollte man natürlich nicht verschweigen, so ist man dort ziemlich angebunden und auf die Aktivitäten der Lodge angewiesen. Auch ist der Preis ganz schön happig. Ob einem Angebot, und das Projekt das Geld wert ist, muss jeder selber entscheiden.

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße aus Hamburg
Martin
Anhang:
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03 Jun 2018 19:06 #522857
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Hallo liebe Forenten,

ich nutze mal die Gelegenheit und hänge gleich den nächsten Tag dran. Wenn ich schonmal einen Run habe, dann muss ich das auch nutzen! B)

9. Tag - !Xaus-Lodge - Kalahari Game Lodge

Der Bericht fällt heute vergleichsweise kurz aus.

Heute können wir uns etwas Zeit lassen. Die Nacht war trotz Regen ruhig, wir haben wunderbar geschlafen.
Ich bin schon vor dem Frühstück mit der Kamera unterwegs. Suzy macht mich auf eine Hyäne aufmerksam, die einsam um die Salzpfanne streicht und halbherzig und daher auch erfolglos versucht eine Ente zu jagen.



Dann packen wir alles zusammen und gehen frühstücken. Es ist wieder köstlich!
Claudia versucht noch an Hand eines Tierbestimmungsbuches, das hier auf der Lodge liegt, die Vögel zu bestimmen, die wir gestern gesehen haben. Bei der Dicke des Buches und der Menge an Arten ist das eine mühsame Sache. Irgendwann gibt sie auf.

Heute geht es wieder zur Kalahari Game Lodge. Eigentlich im Nachhinein ein doofer Plan! Wir sind nämlich davon ausgegangen, dass wir auch auf dem Rückweg Kolonne fahren müssen, also gemeinsam mit dem Lodge-Jeep, der neue Gäste abholt, zum Parkplatz fahren werden. Tja, und dann erklärte uns Anthony, dass wir alleine fahren dürfen. Um die Zeit ist ja nicht mit Gegenverkehr zu rechnen, also keine Gefahr. Damit werden wir natürlich viel zu früh in der Kalahari Game Lodge sein, da hätten wir auch noch Strecke machen können, hätte nicht nochmal dort übernachten müssen. Naja, mal sehen was man dort noch so machen kann.

Gegen 10:00 Uhr brechen wir dann auf. Wir werden herzlich von Suzy und Anthony umärmelt und verabschiedet. Auch Hendrick ist schon wieder da und verabschiedet uns. Es war nett hier!

Die Rückfahrt bis zum Rastplatz ist wieder ein großer Spaß. Das Wetter ist großartig, das Licht auch, die Stunde Fahrt über die Dünen geht viel zu schnell rum.



Am Rastplatz machen wir erstmal halt, um wieder etwas Luft in die Reifen zu pumpen. Und hier rächt es sich, dass wir bei der Übernahme der Fahrzeuge unseren Kompressor nicht getestet haben. Bei unserem ist das Kabel kurz vor der Klemme gebrochen. Das Kabel wird nur noch durch ein kleines Stück Isolierung zusammen gehalten!
Glücklicherweise haben wir ja einen zweiten dabei, der auch funktioniert. Um das gebrochene Kabel kümmern wir uns später, jetzt reicht der andere Kompressor.

Die Strecke bis Mata Mata ist heute eher langweilig. Interessante Sichtungen - Fehlanzeige. Oder wir sehen die Tiere einfach nicht. Somit sind wir sehr zeitig an der Grenze. Auch die Aus- und Einreise geht schnell über die Bühne, wir werden freundlich von den Südafrikanern verabschiedet, dann geht es zur Lodge, die wir eine halbe Stunde später schon erreichen.
Dieses Mal bekommen wir zwei Hütten unten an der Ebene, mit Sicht auf das kleine Wasserloch. Deutlich schöner und heller. In Ruhe packen wir aus, dann geht es schon weiter. Wir haben uns zum Lion-Tracking verabredet. Unser Guide ist wieder der junge Mann, der hier der Allrounder zu sein scheint. Empfang, Bedienung im Restaurant, Guide beim Gamedrive.

Es geht durch ein Tor auf das riesige Areal. Unser Guide erzählt uns, dass hier zwei Löwenrudel leben, die es jetzt zu finden gilt. Es geht eine ganze Weile über die Sandpiste, dann verlassen wir den Weg und es geht querfeldein. Niedrige Büsche werden einfach umgefahren, sie richten sich hinter dem Jeep wieder auf. Langsam bahnen wir uns den Weg und wir haben alle Mühe, uns und das Kamerageraffel fest zu halten.



Es dauert eine Weile, dann zeigt unser Guide in ein kleines Tal. Dort liegen zwei Löwen, es sind Brüder, vier Jahre alt, eng ineinander verschlungen. Vorsichtig fahren wir näher und können so die Löwen wunderbar beobachten. Die beiden lassen sich kaum von uns stören und dösen weiter im Schatten.










Man beachte die Blümchen. Sieht schon irgendwie merkwürdig aus, finde ich! :woohoo:



Dann suchen wir die Löwinnen, die mit ihren 10 Monate alten Jungen in der Nähe sein müssen. Es dauert nur ein paar Minuten, dann haben wir sie gefunden. Die Bande liegt unter Büschen und ist recht schwer zu fotografieren. Zu viel Grünzeug stört das freie Blickfeld. Tja, Regenzeit hat halt auch Nachteile!















Da wir alleine auf dem Jeep sind können wir uns Zeit lassen. Als wir uns endlich satt gesehen haben, geht es langsam wieder zurück. Unterwegs machen wir noch auf einer Ebene unter einem Baum Halt, es gibt noch Getränke und was zu knabbern, dann geht es zurück zur Lodge. Diese Ausfahrt hat sich wirklich gelohnt! Und damit relativiert sich auch die eigentlich nicht notwendige zweite Übernachtung in der Kalahari Game Lodge.

Wir setzen uns noch an den Pool, nehmen den üblichen GT, betreiben etwas Datenhygiene, und warten auf das Abendesse. Der Himmel zieht sich wieder zu, dicke Gewitterwolken ziehen auf, ein Gewitter kündigt sich wieder an.





Das 3-Gänge-Menü ist ganz lecker, kommt aber nicht mit !Xaus mit.

Fazit Kalahari Game Lodge:
Moderne Lodge, als Startpunkt für den KTP optimal. Unterkunft ist gemütlich, sauber und recht modern. Das Lion-Tracking fanden wir sehr schön. Frühstück ist ausreichend und gut, Abendessen auch.

Morgen geht's nach Wesen!

Herzliche Grüße
Martin
Letzte Änderung: 03 Jun 2018 19:12 von TinuHH. Begründung: Höflichkeiten
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06 Jun 2018 20:08 #523067
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So, liebe Forenten, es geht weiter, wir fahren nach Westen.

11. Tag - Kalahari-Game-Lodge - Quiver Tree Forest Rest Camp

Mitten in der Nacht werden wir wieder von einem heftigen Gewitter geweckt. Von dem Kameldornbaum, unter dem unsere Hütten stehen, fallen bei dem Sturm jede Menge halbmondförmige Samenkapseln herab, die auf dem Wellblechdach der Hütten einen ordentlichen Lärm machen. Aber so schnell wie es gekommen ist, verschwindet das Gewitter wieder. Trotzdem bleibt die Nacht irgendwie unruhig und viel zu früh sind wir wieder wacht.

Heute hat Claudia Geburtstag! Mit einer mitgebrachten Kerze (Streichhölzer habe ich mir gestern schon vorsorglich von unserm Guide besorgt) und den mitgebrachten Geschenken baue ich einen kleinen Geburtstagstisch zusammen. Geburtstag in Namibia - das ist doch mal was!

Bereits vor dem Frühstück packen wir die Autos, dann kümmern wir uns um das gebrochene Kabel bei unserem Kompressor. Schnell merken wir, dass das einfach zu reparieren ist. Die Kabelklemmen, die auf die Batteriepole geklemmt werden, sind auf die Kabel aufgequetscht. Man kann sie mit minimalem Werkzeug aufbiegen, das Kabel neu abisolieren, und wieder aufquetschen. Fertig, geht wieder! Der hintere Reifen an unserem FJ verliert immer noch ganz langsam Luft, wir pumpen lieber nochmal nach.



Um 8:00 Uhr haben wir uns zum Frühstück verabredet. Claudia bekommt Geburtstagskarten von unseren Freunden, das Geschenk wartet in Deutschland auf sie. Der Transport wäre doch etwas aufwändig gewesen.
Ganz in Ruhe, also eigentlich wie immer, frühstücken wir. Auch heute Morgen ist im Frühstücksraum wenig los, nur eine weitere Gruppe mit vier weitere Gästen ist da. Schnell werden noch ein paar Vögel fotografiert. Dann die Rechnung begleichen, und los!







Die Fahrt geht über die M30, dann die M33 über Koes Richtung Keetmanshoop. Die Straßen haben durch die starken Regenfälle teilweise deutlich gelitten, große Teile sind ausgewaschen. Immer wieder müssen wir riesige Wasserpfützen umfahren.
Zuerst geht es über die hügelige Landschaft der Kalahari mit dem bekannten roten Sand, dann wir die Landschaft flacher und fast weiß, hier wächst kaum noch was. Das Licht ist gleißend, der helle Untergrund reflektiert das Sonnenlicht enorm.









Dann erreichen wir das Quiver Tree Forest Rest Camp. Die Farm liegt, wie der Name schon sagt, in der Nähe der einzige Sehenswürdigkeit der Gegend, dem Köcherbaumwald. Gut, es gibt auch noch den "Giants Playground", aber der ist weiter weg.
Auf der Farm werden wir recht reserviert von Ingrid empfangen. Sie fragt noch, ob wir abends mit essen wollen (klar wollen wir!), dann bekommen wir die Schlüssel und können los. Als wir das Gebäude betreten, in dem unsere Zimmer sind, kommt im ersten Moment etwas Ernüchterung auf. Alles wirkt etwas "abgerockt", etwas wackelig, alt. Ok, es ist alles sauber und funktioniert, aber nach den letzten Lodges sind wir erstmal etwas enttäuscht. Aber es gibt eine funktionierende Klimaanlage! Und nachdem es wieder ordentlich warm geworden ist, kann das kein Fehler sein!





Wir packen aus, dann geht es erstmal wieder rüber zum Haupthaus, wo wir auch Coenie kennenlernen. Er ist der ruhige Typ, aber sehr freundlich und hilfsbereit. Wir fragen Coenie, ob er noch eine Flasche Sekt im Hause hat, die wir anläßlich Claudias Geburtstag zum Abendessen köpfen können. Er zieht gleich los und findet noch eine Flasche, die er gleich kalt stellt.

Hier wimmelt es von Tieren! Alleine neun Hunde aller Rassen wuseln hier rum. Und erstaunlich ist, dass nie gebellt wird, alle Hunde gehen mit Mensch und Tier freundlich um, alle spielen mit uns. Dazwischen flattert eine zahme schwarz-weiße Krähe, die sich offensichtlich auch mit den Hunden gut versteht. Und das HighLight ist ein ganz junges Lämmchen, dass blökend hinter Ingrid herläuft, und sie offensichtlich als Mutterersatz auserkoren hat. Dann kommt noch ein zahmes Warzenschwein um die Ecke, das sich gerne hinter den Ohren kraulen läßt. Coenie hat eine sehr ruhige Art mit den Tieren umzugehen. Da gibt es nie ein lautes Wort, selbst wenn die Hunde mal etwas wild toben. Das merkt man ihnen an, sie sind auch untereinander sehr "freundlich".




















Wir unterhalten uns mit Ingrid und Coenie, die beiden tauen richtig auf, und wir beginnen uns richtig wohl hier zu fühlen. Alles läuft hier etwas "hausbackener", wenn man was zu trinken haben will, bedient man sich einfach aus dem Kühlschrank und schreibt es auf den daneben liegenden Block.

Auf dem Gelände gibt es noch drei Geparden, zwei Männchen und ein Weibchen. Am Nachmittag geht es zur Fütterung der Geparden. Coenie ist nicht glücklich über die neue Gesetzgebung. Die Geparden müssen jetzt hinter einem Doppelzaun gefüttert werden. Viel Aufwand. Auch müssen jetzt die männlichen von den weiblichen getrennt gehalten werden, da die Zucht verboten wurde. Die beiden männlichen Geparden sind hier geboren und absolut zahm.
Zur Fütterung sind noch ein paar Besucher eingetroffen, die nicht hier übernachten. Coenie erzählt etwas über die Geparden, dann bekommen sie ihr Futter, dann ist die Veranstaltung auch schon wieder vorbei.



Die Zeit bis zum Abendessen verbringen wir mit einem kleinen Spaziergang in den Köcherbaumwald. Die tief stehende Sonne zaubert ein großartiges Licht auf die Landschaft. Am Horizont ziehen wieder Gewitterwolken auf, es wird teilweise pechschwarz am Himmel, dann sehen wir erst einen, dann sogar zwei Regenbogen. Was für ein Bild, welche Farben, welche Kontraste!


















Abendessen gibt es um 19:30. Ingrid hat Claudias Platz mit Luftballons und einem Zweig geschmückt. Der Sekt ist kalt und wirklich sehr gut! Claudia ist total begeistert, dass die beiden sich so viel Mühe mit ihrem Geburtstag geben.
Das Essen ist köstlich! Ohne viel Schnickschnack, Hausmannskost. Es gibt Springbock-Gulasch mit Kartoffelpüree, dazu Möhren, Blumenkohl und Salat.
Zum Nachtisch gibt es warmen Schokoladenkuchen, für Claudia mit einer kleinen Geburtstagskerze verziert! Das ist doch supernett! ;-)

Wir lassen den Abend vor dem Haupthaus bei einem Windhoek Draft ausklingen. Ein paar Hunde leisten uns Gesellschaft und werden dafür gekrault. Insgesamt fühlen wir und hier doch sehr wohl. Die anfängliche Enttäuschung hat sich aufgelöst.

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
Martin
Letzte Änderung: 06 Jun 2018 20:28 von TinuHH.
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10 Jun 2018 12:33 #523257
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Moin liebe Formis!

Bevor der Thread komplett nach unten durchrutscht, schnell der nächste Tag! :woohoo:

12. Tag - Quiver Tree Forest Rest Camp

Wir haben sehr gut geschlafen! Die Betten sind prima. Die Dusche ist etwas "sparsam", man muss etwas zwischen den Wasserstrahlen hin und her springen, um nass zu werden, aber das geht schon.

Gefrühstückt wird draußen auf einer sehr nett gestalteten überdachten Terrasse. Das Frühstücksbuffet befindet sich auf einer riesigen Steinplatte, die auf einem Felsblock liegt. Wie das riesige Ding mal hierher transportiert wurde, möchte ich wirklich mal wissen.
Überall gibt es liebevoll gestaltete Ecken mit Sinnsprüchen an den Bäumen, Metalltiere, bepflanzten Blumentöpfen und Hängematten. Die Steckdosen für den Toaster sind unter hölzernen Schildkröten versteckt.
Wir lassen uns mit dem Frühstück Zeit, alles ist reichlich und lecker. Dann setzten wir uns mit einer letzten Tasse Kaffee in die Sonne, unter dem Sonnendach ist es doch noch etwas kühl.













Später machen wir uns auf den Weg nach Keetmanshoop. Wir brauchen Geld, Sprit und ein paar Dinge aus dem Supermarkt. Ingrid warnt uns noch vor Kinderbanden, die wohl in Keetmanshoop an den Tankstellen die Touristen ablenken, um dann in einem unbeaufsichtigten Moment die Rückbänke zu plündern. Na, da werden sie sich bei unseren Kisten die Zähne ausbeißen!

Bei der zweiten Abfahrt in Keetmanshoop geht es zu einem kleinen Einkaufszentrum. Hier bekommen wir Geld, dann geht es in den Supermarkt. Eigentlich finden wir hier alles. Eigentlich! Leider fehlt unser geliebtes Eis "Death by chocolate". Mist, das geht ja garnicht! Und die 5L-Wasserkanister gibt es auch nicht. Aber Michael findet einen speziellen Schuh-Kleber, mit dem er die Sohle seiner Schuhe hofft reparieren zu können, die sich seit ein paar Tagen versucht selbstständig zu machen.
Weiter geht's, die nächste Tankstelle ist unsere! Ja, die Boliden brauchen ganz schön Sprit, das muss man sagen.
Dann finden wir einen zweiten Supermarkt, der all das hat, was wir noch brauchen. Und noch mehr. An den Kassen finden wir Emaille-Becher mit Namibia-Fahne drauf! Klar, die müssen mit! :laugh: Keine Kommentare jetzt! :evil:

Zurück auf der Farm wird die warme Tageszeit im Schatten vertrödelt. Wir sichten Bilder, spielen mit den Hunden - bloß keine Hektik aufkommen lassen!


Als das Licht besser wird, fahren wir zum "Giants Playground". Etwa 5km von der Farm entfernt kommen wir zu einem Tor, von dort zu einem Parkplatz. Ein Rundweg führt durch die bizarre Landschaft mit wild übereinander gestapelten Felsen. Im tief stehenden Sonnenlicht wirkt das bizarr und schön.









Anschließend geht es noch zum Parkplatz am Zeltplatz, von wo aus wir nochmal den Köcherbaumwald besuchen. Leider ist es doch schon etwas sehr spät, die Sonne ist fast weg. Als aber eine ganze Gruppe Klippschliefer auftaucht, wird doch noch ausgiebig geknipst.












Pünktlich zum Abendessen sind wir wieder auf der Farm. Es gibt eine köstliche Lammkeule. Zu unserer Beruhigung sehen wir das kleine Lämmchen, das uns so ans Herz gewachsen ist, aber eifrig blökend durch das Haus laufen ;-).

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
Martin
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15 Jun 2018 06:17 #523687
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Moin liebe Formis!

Es geht weiter!

13. Tag - Quiver Tree Forest Rest Camp - Kanaan

Unser letztes Frühstück auf der schönen überdachten Terrasse! Heute ist es deutlich wärmer als die letzten Tage, man kann auch früh morgens ohne Jacke draußen sitzen.
Gestern sind Ingrids und Coenies Sohn samt Schwiegertochter und Enkeln angekommen. Sie waren in Windhoek, um dort zwei Bullen zu verkaufen. Sie bringen dafür einen zehnten Hund mit, einen ganz jungen Boxer :woohoo: . Die Enkel wuseln zusammen mit den Hunden auf dem Gelände rum. Und als ich mit dem kleinen Boxer spiele, werde ich von dem kleinen Enkel - ich schätze ihn mal auf vier Jahre alt - auf Afrikans darauf hingewiesen, dass das SEIN Hund ist! ;-)



Irgendwann gehe ich zu Ingrid, um die Rechnung zu begleichen und um mich für die wunderschönen Tage auf der Farm zu bedanken. Die Kartenzahlung zieht sich, da die Verbindung nicht funktioniert. Nach dem x-ten Versuch startet Ingrid den Kartenleser neu, und ich gehe erstmal Koffer einladen. Als ich wiederkomme, funktioniert es auch mit dem Kartenleser. Geht doch!

Dann geht es ab über Keetmanshoop auf der B4 Richtung Aus. Die Straße ist geteert, wir können richtig Strecke machen. Wir fahren erstmal an der Abfahrt Richtung D707 vorbei und machen eine kleine Pause in Aus. Das Hotel am Bahnhof ist voll! Überall stehen Motorräder, Busse und Autos rum, die Tische auf der Terrasse sind komplett belegt. Wir halten uns nicht lange auf und fahren das kurze Stück zurück zur C13, dann nach Norden. Die Landschaft ist gigantisch. Gleißendes Licht, die lilafarbenen Berge am Horizont, und einen grandiose Ebene. 60km geht es Richtung Helmeringhausen, dann ab auf die D707 Richtung Tirasberge.









Der Fahrbahnbelag ändert sich von Schotter zu tiefem Sand, dann wieder Schotter. Nach ca. 70km kommen wir an der Einfahrt zur Koiimasis-Lodge vorbei, dort waren wir 2013. Ca. 15km weiter kommen wir dann zur Einfahrt nach Kanaan. Auf dem Gelände geht es noch einige Kilometer durch die Landschaft, bis wir zuerst die Zeltplätze, und dann die Unterkünfte der Angestellten sehen. Daneben ist die Rezeption in einem kleinen Zeltbau. Wir werden von Christine herzlich begrüßt, sie erklärt uns alles, fragt, was wir oben als Begrüßungsdrink haben möchten, dann bekommen wir die Schlüssel.







Dann geht es ein kurzes Stück sehr steil den Berg hoch. Dort befindet sich der Parkplatz - und dort werden wir von einem Angestellten mit vier gekühlten Gläsern Bier empfangen! Was für ein Bild, einfach großartig!



Hier haben wir einen gigantischen Blick in die Ebene! Welch ein Ort! Die Zelthütten und das Restaurant sind an den Hang gebaut, verbunden durch schmale Schotterwege und ein paar Treppen. Die Zelthütten sind einfach, aber gemütlich eingerichtet. Es gibt eine Terrasse, einen großen Schlafraum und ein Bad. Wir sind begeistert und genießen die grandiose Aussicht von der Terrasse.







Bis zum Sundownerdrive um 17:30 haben wir noch etwas Zeit, die wir bei einem kühlen Getränk auf dem Balkon des Restaurants verbringen. Dann werden wir von Lukas, unserem Guide, abgeholt. Es geht über das Lodge-Gelände. Wir sind total begeistert von der Landschaft und dem Licht! Nach einem kurzen Stop an einer Schlucht geht es weiter zu den berühmten trockenen Bäumen, die so malerisch in der Ebene stehen. Dort wird gehalten, Lukas baut alles für den Sundowner auf, und wir fotografieren Bäume, Landschaft, und was sonst noch so zu fotografieren ist. Diese Gegend ist einfach grandios!















Wir bleiben, bis die Sonne untergegangen, die GT-Vorräte vernichtet, und die Droewors und das Bilgong aufgegessen ist. Dann geht es zurück zum Abendessen in das wunderschön gestaltete Restaurant. Außer uns ist nur noch ein Pärchen hier, die Lodge ist um diese Jahreszeit kaum belegt.
Das Abendessen ist große Klasse! Wer immer dahinten in der Küche vor sich hin werkelt, er tut das sehr gut! Wir gönnen uns einen Rotwein aus Neuras, gehört ja auch zu Naankuse. Auch diesen finden wir sehr gut, er paßt wunderbar zum Essen.

Kurz danach geht es aber in die Falle, denn morgen früh werden wir um 6:00 Uhr zu einer Tour in die Dünen abgeholt. Durch die Fliegengitter der Zeltfenster zieht ein kühler Wind, das verspricht einen geruhsamen Schlaf.

Fortsetzung folgt!

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Martin
Letzte Änderung: 15 Jun 2018 06:20 von TinuHH.
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16 Jun 2018 15:42 #523801
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14. Tag - Kanaan

Der Wecker klingelt um 5:30. Schlaftrunken geht es schnell unter die Dusche. Um 6:00 Uhr sind wir oben am Parkplatz, wo Lukas schon auf uns wartet. Es ist noch dunkel und recht kühl. Freundlicherweise hat Lukas Decken für uns auf die Bänke gelegt. Es zieht doch heftig auf dem offenen Wagen.
Wir fahren aus dem Lodge-Gelände heraus, überqueren die D707, und fahren auf der anderen Seite wieder ins Lodge-Gelände rein. Es geht bis zu den Dünen, die man von der Straße aus schon sehen kann. Wir treffen an den Dünen ein, als es so langsam anfängt hell zu werden. Es ist noch leicht neblig, der Himmel ist teilweise bewölkt. Eine wunderschöne Stimmung. An einem Platz direkt an den Dünen halten wir an, und wir steigen auf den Dünenkamm, um von oben die großartige Landschaft im frühen Morgenlicht zu fotografieren. Derweil bereitet Lukas am Auto einen Tisch mit Kaffeetassen und Gebäck vor.



























Die Wolken vor der aufgehenden Sonne bringt eine tolle Stimmung. Wir fotografieren die Landschaft bis das Licht nicht mehr so schön ist, dann widmen wir uns Kaffee und Keksen. Hier kann man es echt aushalten, das hat doch was!

Der Rückweg zur Lodge geht etwas anders, so dass wir noch andere Eindrücke bekommen. Lukas hat immer ein Auge im Rückspiegel, und sobald jemand von uns die Kamera hebt, hält er sofort an. Wow, das ist Service!



Zurück in der Lodge gibt es erstmal "richtiges" Frühstück. Die Auswahl ist recht üppig, es ist lecker und reichlich. Die nächsten Stunden verbringen wir mit Tagebuchschreiben, Datenhygiene, und klönen. Irgendwann zieht der Himmel mehr und mehr zu, dann beginnt es heftig zu regnen. Immer wieder gibt es kleine Regenpausen, in denen die Sonne mal durchkommt. Das Licht ist großes Kino, und wir nutzen das! Ein heftiger Wind kommt auf, der Regen wird stärker, und das Wasser wird durch die Türritzen nach innen gedrückt, wo es üppige Pfützen im Restaurant bildet. Wir nutzen eine Regenpause, um mal zu checken, ob die "Fenster" in den Hütten zu sind, und ob die Klettverschlüsse dem Wind standhalten. Alles ist gut, keine Wasserschäden.







Wir werden so langsam unruhig, wollen wir doch noch zur Gepardenfütterung. Morgen früh haben wir eine Foto-Session mit den Geparden auf dem Plan, und heute Abend sollen wir die beiden "Damen" kennenlernen. Um 15:00 Uhr sind wir dafür verabredet. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, was aber kein Problem ist, Lukas verschiebt den Besuch einfach. Kurz vor 16:00 Uhr hört der Regen auf, es wird etwas heller, und wir fahren kurzentschlossen los. An der Rezeption laden wir noch vier Gäste aus Bayern ein, die dort seit mindestens einer Stunde warten, weil sie sich bei dem Regen nicht hoch getraut haben.

Das Gepardengehege ist nur fünf Minuten von der Lodge weg. Lukas hat einen Eimer mit zwei dicken Fleischstücken dabei, die er erstmal über den Zaun wirft, damit "Hannabella" und "KFC" (Kanaans Finest Cheetah) erstmal beschäftigt sind. Lukas befürchtet, dass das Wetter den Damen etwas auf die Stimmung geschlagen ist, und dass sie heute Abend etwas unleidlich sein könnten.
Beide Geparden-Damen sind hier aufgezogen worden, nachdem ihre Mütter von Farmern erschossen wurden. Sie sind etwa fünf Jahre alt, und nicht wirklich handzahm. Schon als wir ankommen stehen sie fauchend am Zaun, und Hannabella startet immer wieder Scheinangriffe. KFC ist die entspanntere von beiden. Wir nehmen uns jeder einen langen Stock aus Kameldornholz, um die beiden im Notfall auf Distanz halten zu können.

Hannabella ist extrem zickig und kommt uns immer wieder fauchend nach, nachdem sie ihr Fleisch fast inhaliert hat. Lukas ist ständig damit beschäftigt sie mit erhobener Hand und dem Stock auf Distanz zu halten. So gelingen uns zwar einige schöne Fotos, aber nur von der zickigen Hannabella, denn KFC hat sich mit ihrem Stück Fleisch irgendwo hinter einem Busch versteckt.

Lukas erzählt uns, dass er so ein Verhalten von Hannabella nicht gewöhnt ist. Ich frage mich schon, ob mein Deo versagt hat, aber Lukas schiebt das auf das ungewöhnliche Wetter mit Regen und Gewitter. Claudia macht sich schon etwas Sorgen vor dem Besuch Morgen, und Mark hat soviel Respekt bekommen, dass er seinen Besuch gleich ganz absagt. Michael und ich sehen das recht entspannt. Ich hatte nie das Gefühl, als ob Lukas die Situation nicht im Griff hätte. Wir werden auf jeden Fall morgen dabei sein!






















Pünktlich zum Abendessen sind wir wieder im Restaurant. Auch heute ist das Essen hervorragend. Claudia hält sich an Windhoek Lager und einen Amarula, die "Junx" nehmen Rosé.
Es hat wieder angefangen zu stürmen und zu regnen. Wir warten eine Regenlücke ab, dann geht es schnell nach unten in die Hütten.







Fortsetzung folgt! Was passiert morgen bei den Damen? Seid gespannt! :woohoo:

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