THEMA: NAM 4.0 - Im Land der grünen Wiesen!
17 Jun 2018 17:16 #523886
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Moin liebe Forenten!

Weiter geht's, der nächste Morgen. Gleich mal vorweg - heute gibt es ein paar *hüstel* Bilder mehr von den Geparden, sorry!

15. Tag - Kanaan - Desert Quiver Camp

Die Nacht war stürmisch! Wir waren immer wieder wach, weil der Wind heftig in die Zeltplanen gefahren ist. Wir hatten schon Sorge ob das ganze hält.

Um 6:00 Uhr stehen wir auf, da wir vor dem Start des "Geparden-Shootings" noch packen wollen. Wir wollen hinterher nicht in Hektik kommen.

Nachdem Claudia vor vier Tagen Geburtstag hatte, bin ich heute dran. Hat Vorteile, wenn man so kurz hintereinander Geburtstag feiern kann! Da es aber schon um 7:00 Uhr weiter gehen soll, fällt das Geburtstagsritual erstmal aus. Erstmal kommen "die Damen" dran.
Pünktlich um 7:00 Uhr sind wir am Parkplatz, wo Lukas schon auf uns wartet. Wir sind heute nur zu dritt. Mark war nicht zu überreden doch mitzukommen. Wenige Minuten später sind wir am Gehege. Lukas hat neben den üblichen kleinen Fleischbrocken einen großen mitgebracht, mit dem er Hannabella milde stimmen will. Die beiden haben uns zwar bemerkt, kommen aber recht gemütlich an den Zaun. Sieht alles viel friedlicher aus als gestern. Hannabella grantelt zwar noch etwas rum, verzieht sich dann aber mit ihrem Stück Fleisch unter einen Baum.



















Wir steigen langsam die Düne hoch. KFC folgt uns und bekommt immer wieder kleine Stücke Fleisch, damit sie in der Nähe bleibt und wir sie fotografieren können. Das Licht ist großartig! Durch die leichte Bewölkung ist es weich und nicht so gleißend. Optimal, wie wir finden.











Irgendwann ist Hannabella fertig mit fressen und kommt auch zu uns. Sie ist immer noch etwas zickig, aber kein Vergleich zu gestern. Lukas achtet immer auf die nötige Distanz, und irgendwann legen sich beide hin und entspannen. Die Zeit ist auch so langsam rum, wir machen uns auf den Rückweg. Ein tolles Erlebnis, mit den beiden wunderschönen Katzen Zeit verbringen zu können! Und dass wir in so einer kleinen Gruppe dort sein konnten, ist ein besonderes Privileg.



























Schweren Herzens trennen wir uns von den Katzen, die nun kaum noch Interesse an uns haben. Wir steigen wieder in den Jeep und fahren zurück. Wir bemerken, dass Lukas eifrig mit seinem Team über Funk palavert. Wir verstehen kein Wort. Da Claudia ihm aber von meinem Geburtstag erzählt hat, ahne ich schlimmes!

An der Lodge sehen wir den Frühstückstisch auf der Außenterrasse gedeckt und alle Mitarbeiter stehen oben. Lukas rennt vor und gesellt sich dazu, und als wir hoch kommen, stimmen alle eine afrikanische Version von "Happy Birthday" an. Das klingt einfach großartig, ich bin total begeistert! :woohoo: :laugh: Dann bekomme ich "Geburtstags-Muffins" und alle gratulieren. In der aufgehenden Sonne, mit diesem Ausblick, ist das ein wunderschöner Geburtstags-Frühstückstisch. Ach ja, Sekt gibt es auch! :P



Im Laufe des Frühstücks kommt eine Managerin der Lodge vorbei. Wir klönen eine Weile mit ihr. Sie stammt aus Namibia und hat wohl mit dieser abgelegenen Lodge ihren Traum gefunden.

Es wird langsam Zeit zum Aufbruch. Die Koffer werden für uns zum Auto gebracht, dann verabschieden wir uns und fahren zur Rezeption, die Rechnung begleichen. Dort müssen wir auch noch ein Formular unterschreiben, dass wir die gemachten Bilder von den Geparden nicht kommerziell nutzen dürfen. Kein Problem, wollen wir nicht.

Ab auf die D707 Richtung Norden. Die Landschaft ist durch die Regenfälle ungewohnt grün, und wir halten immer wieder an um Bilder zu machen. Wir biegen von der D707 auf die C27 ab. Ca. 50km vor Wolwedans wird die Straße extrem schlecht. Selbst unsere Boliden, die nicht mit Blattfedern daher kommen, sind damit überfordert. Böses Wellblech, die Autos rütteln und schütteln.











Wir erreichen Sesrim, aber ich erkenne es kaum wieder. Wir waren vor fünf Jahren das letzte Mal hier, und es hat sich enorm verändert. Das ist ja eine richtige kleine Stadt geworden! Uff, was für ein Auftrieb! Wir erreichen die Einfahrt zur Lodge. Das Desert Camp, in dem wir zweimal waren, wird gerade renoviert, die Zufahrt ist gesperrt. Es geht rechts ab zur "Schwester-Lodge", das Desert Quiver Camp. Auf den ersten Eindruck sieht das Camp sehr neu und sehr kommerziell aus. Die Anlage ist ja riesig! Wieviele Hütten gibt es hier? Ich habe sie nicht gezählt.
Wir werden freundlich begrüßt und bekommen die Schlüssel. Unsere Hütten liegen am Ende, Nr. 3 + 4.

Wie erwartet ist die Einrichtung der Hütten modern. Wir haben sehr viel Platz! Großer Badbereich, riesiger Wohnraum. Sehr schön, auch wenn das nicht den Charme der kleinen Lodges hat.







Nachdem wir uns etwas eingerichtet haben, gehen wir an den Pool und setzen uns dort an die Bar. Ich bin einigermaßen erstaunt, was dort auf uns wartet! Der Pool ist großflächig von einem knallgrünen Rasen umgeben! Das Grün fällt richtig ins Auge, weil die Farbe in der ganzen Umgebung sonst nicht vorkommt! Und bevor jemand auf falsche Gedanken kommt - das ist echter Rasen, kein Kunstrasen! Wenn ich an die viele Schilder denke, auf denen darum gebeten wird, Wasser zu sparen, weil das in der Gegend rar ist, dann habe ich ein kleines Verständnisproblem :S ! Ich schätze mal, dass dieser Rasen so viel Wasser braucht, wie täglich durch die Duschen der Lodge läuft. Wie war das mit dem "Wasser sparen"? Die Schilder gab es schon vor 10 Jahren dort, als wir das erste Mal dort waren. Seit dem sind einige Lodges dazu gekommen, und eben auch Pools mit Rasen drumrum. Es scheint ja nicht wirklich dramatisch zu sein, das mit dem Wasser!

Egal, genug gemeckert. An der Bar gibt es WLAN, und ich kann Geburtstags-Mails lesen ;-). Dann wird es Zeit für's Abendessen. Wir machen uns auf den Weg in die Sossusvlei Lodge. Es wird schon dunkel, überall sind Kerzen an, wir werden an einen Tisch geführt. Nach wie vor ist es sehr schön hier! Die Stimmung ist einfach toll. Dazu der Sonnenuntergang, das hat was!





Claudia fängt natürlich gleich an meinen Platz mit Geburtstags-Gimmics zu schmücken. Einige der Angestellten kommen neugierig vorbei und fragen nach dem Grund.

Wir ziehen los und stürmen erstmal das üppige Vorspeisen-Buffet. Das sieht alles sehr nach italienischen Antipasti aus, ist aber sehr lecker. Dann geht es ab zur Grillstation, wo wir uns eine Auswahl aus den vielen Fleischsorten grillen lassen. Wer Fleisch mag, ist hier im Paradis. Irgendwann werden wir gefragt, ob wir fertig sind, und ob wir mit dem Nachtisch beginnen wollen. Warum? Ist doch auch Buffet!? Die Antwort kommt schnell, wir hören aus dem Küchenbereich Gesang. Bummelich 10 Angestellte kommen auf unseren Tisch zu und singen wieder das afrikanische "Happy Birthday", dazu bekommen wir ein dickes Stück Kuchen. Ich bin total gerührt!

Den Kuchen schaffen wir dann nicht mehr, wir lassen ihn uns einpacken. Wir bekommen noch vier Gabeln dazu, so können wir den Kuchen irgendwann essen. :woohoo:

Zurück in der Lodge setzen wir uns noch zusammen und köpfen eine Flasche Rotwein. Der Sternenhimmel ist wieder großartig, wir genießen die Ruhe und den Wein.

Ein großartiger Tag geht zu Ende.

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
Martin
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21 Jun 2018 18:53 #524179
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Moin liebe Forenten,

ich habe ja den großen Vorteil, dass die beste aller Ehefrauen im Laufe der Reise immer so fleißig Tagebuch schreibt. Der Nachteil ist, dass sie das natürlich handschriftlich tut, ich das alles also anschließend abtippen darf. Und dafür muss man halt Zeit finden. Daher - sorry für's "delay", es geht aber schon weiter.

16. Tag - Desert Quiver Camp

Heute wird ausgeschlafen! Eigentlich haben wir für heute keine großartigen Pläne, wollen nur bei "unserer" Elim-Düne vorbei schauen. Wir hatten schon 2013 beschlossen, nicht mehr ins Vlei zu fahren, da uns der Massenauftrieb enorm auf den Geist gegangen ist. Da Mark, als Namibia-Newby, aber noch nie im Park und im Dead Vlei war, werden wir wohl nochmal dorthin fahren.

Erst um halb neun treffen wir uns vor den Hütten, um zum Frühstück in die Lodge zu fahren. Das Frühstück in der Sossusvlei Lodge ist gewohnt gut - es gibt sogar Millipap, was Claudia mit Früchten genießt. Nach dem Frühstück nutzen wir das WLAN in der Lodge auf der Terrasse, die sich über der Bar befindet. Dann geht es zurück zu "unserer" Lodge, und wir bevölkern erstmal den Pool.









Gegen halb zwei nachmittags brechen wir in der Hoffnung, dass das Licht bald besser wird, Richtung Sossusvlei auf. Den Eintritt zahlen wir am Kiosk / Restaurant / Bar am Eingang. Es gibt eine Kasse für die Bar / den Shop, und eine für den Eintritt und Exkursionen. Viele Touristen checken das aber nicht und versuchen ständig ihre Getränke etc. an der falschen Kasse zu bezahlen. Da den Überblick zu behalten, ist nicht einfach!

Irgendwann werden wir unsere 340,-N$ für vier Personen und zwei Autos los und dürfen Richtung Park aufbrechen. Wir haben uns extra an der Rezeption der Lodge erkundigt, wann wir wieder draußen sein müssen. 19:00 Uhr, das sollte zu schaffen sein!

Kurz nach der Einfahrt in den Park biegen wir rechts zur Elim-Düne, unserer Hochzeitsdüne, ab. Wir machen ein paar Fotos, aber das Licht ist noch nicht wirklich schön, noch ist es zu hell und zu gleißend.







Weiter geht es, 60km Teerstraße bis zum 4x4-Parkplatz. Vor der Düne 45 wollen wir eigentlich noch Bilder machen, aber dort ist zu viel los. Wenn wir die Düne mal ohne Menschen fotografieren wollen, müssen wir später wiederkommen. Kurze PP auf dem 4x4 Parkplatz, dann geht es weiter im Sand. Michael und ich haben sehr viel Spaß. Die vier (?) Kilometer bis zum End-Parkpatz machen wieder richtig Laune!

Nun beginnt der anstrengende Teil der Tour. Wir packen Wasser ein und machen uns auf die 1,1km durch den Sand die Dünen hinauf. Im Dead Vlei angekommen sind wir tatsächlich eine halbe Stunde alleine! Viele Bilder machen wir aber nicht, da das Licht immer noch nicht gut ist. Dann dränge ich zur Eile, da wir erfahrungsgemäß doch immer wieder für kurze Fotostopps anhalten, und wenn wir bis 19:00 Uhr am Eingang sein wollen, müssen wir jetzt los.









Natürlich habe ich das Stativ in der Lodge gelassen, ich Depp! Warum Stativ? Ich hatte geplant im Vlei 360°-Panos zu machen, und das ist freihand doch eher ein Glücksspiel. Und ausgerechnet an diesem Tag, bei fast der einzigen Gelegenheit, für die ich überhaupt noch ein Stativ brauche, lasse ich es in der Lodge :angry:! Einen Versuch habe ich aber trotzdem genutzt. Nicht gut, viel anschließende Handarbeit, aber dafür ist es ganz brauchbar, finde ich.



Düne 45 lassen wir dann auch aus, da sie derart "zerlatscht" ist, dass sie als Motiv kaum noch taugt. Warum muss man eigentlich JEDE Düne besteigen, und dann auch noch jeder in seiner eigenen Spur?
Düne 42, nur wenige Kilometer weiter, ist da deutlich fotogener. Das Licht ist mittlerweile großartig, hier sind keine anderen Touristen, und so verknipsen wir eine Viertelstunde.









Nun wird es aber eng bis 19:00 Uhr! Mit den erlaubten 60km/h schaffen wir das nicht mehr. So drücken wir etwas :evil: auf's Tempo und erreichen Punkt 19:00 Uhr das Gate! Uff, das war knapp! :whistle: Es ist schon dunkel - und das Gate ist schon zu, mit einer Kette geschlossen! Wat nu? :( Als wir noch überlegen kommt von hinten ein mürrischer Mitarbeiter und muffelt recht ungehalten rum, dass wir zu spät sind. Als ich ihm erzähle, dass man uns was von 19:00 Uhr gesagt hat, zeigt er mir ein kleines Schild, auf dem was von 18:30 steht. Bingo, vielen Dank für die wertvolle Auskunft an der Rezeption! :evil: Die 19:00 Uhr haben wir sogar schriftlich, aber das zählt nicht. Ich entschuldige mich wortreich bei dem mürrischen Mann, er ermahnt uns mehrfach und schließt letztendlich das Tor auf und läßt uns raus. Puh, Glück gehabt! :P

Jetzt schnell zur Lodge, das Abendessen wartet, und wir haben auch echt Hunger. Das Abendessen ist genauso wie gestern, lecker und reichlich, darüber gibt es nicht viel zu erzählen. Zurück in der Lodge machen wir etwas Datenhygiene, dann versuchen wir noch den Sternenhimmel zu fotografieren. Ich bin aber so müde, dass ich die Versuche nach kurzer Zeit abbreche und ins Bett verschwinde.

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße
Martin
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23 Jun 2018 17:06 #524330
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Liebe Forenten,

schlechtes Wetter in Hamburg, da bleibt Zeit für's Tippen! :P

17. Tag - Desert Quiver Camp - Meike's Guesthouse / Swakopmund

Frühstück in der Sossusvlei Lodge und Aufbruch zur nächsten Station um 10:00 Uhr. Das scheint zu unserem üblichen Ablauf zu werden.

Der nächste Zwischenstopp ist gesetzt! Der Apfelkuchen in Solitaire ist ein Muss! :) Hier scheint bis auf Kleinigkeiten alles so geblieben zu sein, wie wir es kennen. Wobei - die Kaffeemaschine ist neu, jetzt gibt es richtig guten Kaffee! Der Apfelkuchen ist nach wie vor sehr gut! Es ist recht wenig los. Wir treffen ein russisches Pärchen wieder, das wir schon in einigen unsere bisherigen Unterkünften getroffen haben. Als wir uns von ihnen verabschieden, erzählen sie uns, dass die Reise leider morgen für sie zu Ende geht.











Ein paar Schrottautofotos später geht es weiter über den Gaub- und den Kuiseb-Pass. Hier ist die Landschaft großartig, die Straße ist eng und kurvig. Da muss man schon ein Auge auf der Straße behalten!

Der Rest des Weges bis Walvis Bay ist recht eintönig. Die Straße ist in gutem Zustand, aber es gibt eigentlich nichts zu sehen, es ist gleißend hell. Kurz vor Walvis Bay sinkt dann die Temperatur von 33°C auf kühle 21°.





Meike's Guesthouse ist schnell gefunden. Wir werden von Meike begrüßt. Meike II muss man eigentlich sagen. Eine Mitarbeiterin von DER Meike, auch Meike :lol:
Wir parken die Autos direkt vor den Gebäudeteilen mit unseren Unterkünften. Die "Zimmer" werden so verteilt, wie die Autos stehen. So bekommen wir die Nr. 7. Hinter der Tür verbirgt sich eine Wohnung, die größer ist, als unsere Wohnung hier in Hamburg! Wohn- und Schlafzimmer, große Küche, Bad und separate Toilette, und ein weiteres kleines Schlafzimmer. Alles sehr gemütlich. Großes Kino, wir sind begeistert!







Wir erledigen noch den Papierkram, klönen etwas mit Meike II, lernen endlich auch DIE Meike kennen, dann packen wir etwas aus. Anschließend brechen wir zu einem kleinen Spaziergang in die Stadt auf. Für den Abend kaufen wir noch eine Flasche Rotwein im Shoprite. Ich versuche noch eine Ventilkappe für unsere schwächelnden Hinterreifen zu bekommen. Die fehlt seit Beginn der Reise. Die leichte Inkontinenz schiebe ich darauf, dass das Ventil verstaubt ist und dadurch etwas Luft raus läßt. Erfolgreich bin ich nicht. Meine Frage nach einer Ventilkappe, die ich einem Mitarbeiter auf der nächsten Tanke stelle, löst zwar hektische Betriebsamkeit aus, man vertröstet mich aber auf morgen.

Das Village-Café, das wir noch in guter Erinnerung haben, ist heute leider geschlossen. Also auf zur Jetty. Diesmal sehen wir die Brücke mal ohne Nebel, es weht aber heftig, und bei den ersten Metern müssen wir schauen, dass wir trocken über die Bretter kommen, weil die Wellen über die Brücke schlagen. Später geht es dann zum Essen ins "The Tug", wo wir schon vor einigen Tagen einen Tisch reserviert haben.











Das Essen im "The Tug" ist lecker, aber bei Claudia macht sich so langsam ein "Fleisch-Overflow" bemerkbar. So gut das Fleisch auch ist, ein simpler Eintopf wäre auch mal eine Ansage. Egal, das Springbock-Steak ist gut gebraten und köstlich. Wir haben inzwischen gelernt, dass "medium-rare" meistens als "medium" auf den Teller kommt. Der spektakuläre Sonnenuntergang über der Jetty ist wieder wunderschön. Im "The Tug" wird es voll, so brechen wir nach einem wirklich guten Essen bald wieder auf.



Der Weg zurück zu Meike ist angenehm kühl, und als Verdauungsspaziergang perfekt. Wir schließen den Abend mit der Flasche Rotwein ab. Toller Tag, tolle Unterkunft!

Fortsetzung folgt.

Herzliche Grüße aus Hamburg
Martin
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24 Jun 2018 13:36 #524372
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Liebe Formies,

es geht weiter mit dem

18. Tag - Meike's Guesthouse / Swakopmund

Um 7:00 Uhr treffen wir uns zum Frühstück. Der Frühstücksraum ist gemütlich eingerichtet in rot und weiß, mit Perlhühnern in jeder Größe und Form als Deko. Es gibt selbstgemachte Marmeladen in x Varianten, Käse, aufgeschnittene Frikadellen, diverse Brotsorten und und und. Mit Abstand das reichhaltigste Frühstück unserer Reise. Leider können wir es nicht in Ruhe genießen, da wir um 8:00 Uhr von Chris Nell zur Little Five Tour abgeholt werden. Für uns ist es das zweite Mal, dass wir mit Chris diese Tour machen. Pünktlich taucht der Jeep auf und Chris begrüßt uns sehr herzlich. Mit im Auto sind noch drei Amerikaner, die Konversation läuft also auf englisch. Wir haben schon die Hoffnung, dass die Gruppe heute so klein bleibt, aber leider gesellen sich bei der Einfahrt in den Dorob Nationalpark noch zwei Geländewagen von Chris dazu, so dass wir insgesamt gut 20 Personen sind.











In bekannt humorvoller Art erzählt Chris wieder über die Nahrungskette in der Wüste, "das Müsli", das sich aus Pflanzenteilen an der windabgewandten Seite der Dünen sammelt, von dem sich kleinsten Tiere in der Wüste ernähren etc. Wir sehen heute den Skink, eine Blindschleiche, einen Palmato-Gecko, die "Cart wheeling spider", die Sidewindersnake und das Namaqua Chamäleon. Chris achtet akribisch darauf, dass, wenn wir aus den Autos aussteigen und uns in der Wüste bewegen, wir nicht wild durcheinander latschen, sondern möglichst in einer Spur hintereinander her laufen, um möglichst wenige Spuren zu hinterlassen. Wieder ist es erstaunlich, wie er (und diesmal seine beiden Mitstreiter) anhand von minimalen Spuren die Tiere finden. Besonders beindruckend ist für uns, wie die Schlange weitab von unserer Route von einem der Mitarbeiter gefunden werden konnte. Die ist sowieso kaum zu sehen, und wenn sie sich eingegraben hat, fast überhaupt nicht. Die Schlange gräbt sich so ein, dass nur ihre Augen aus dem Sand hervorgucken, und ihre Schwanzspitze, die als Köder hin und her wackelt, und damit andere Tiere anlocken soll, die die Schwanzspitze für einen Wurm halten.



Die große Gruppe hatte Chris immer gut im Griff, niemand rennt querbeet. Es gibt immer wieder Ansagen, dass jeder sich die Tiere erst einmal ansehen soll und dass dann jeder die Gelegenheit zum Fotografieren bekommt. Er macht selber Bilder mit den Smartphones einiger Gäste aus nächster Nähe (auch von der Schlange), damit jeder schöne Bilder mitnehmen kann.










Abgeschlossen wird die Tour durch eine Fahrt durch die Dünen. Zwischendurch steigt Chris immer wieder aus, um Müll einzusammeln, der hier durch den Wind, und wohl auch durch Touristen, verteilt wird.







Dann geht es wieder zurück in die Stadt, wo wir zurück zum Gästehaus gefahren werden. Insgesamt hat uns die Tour wieder gut gefallen. Für uns, die wir das zweite Mal dabei waren, war schade, dass die Gruppe so groß war. Das läßt sich bei der Nachfrage wohl nicht anders organisieren, aber uns war das zu viel.

Am Nachmittag gehen wir in die Stadt, wir haben noch ein Shopping-Programm zu absolvieren. Wir stürmen diverse Souvenier-Läden, erbeuten CDs mit afrikanischer Musik, dann geht es erstmal ins Village-Café. Es gibt Kaffee mit Amarula, dazu sehr leckere Toasties, belegt mit Hack und Käse, Riesentoasts namens "Terminator" in vier verschiedenen Größen, von denen schon die erste unglaublich ist.









Dann geht es nochmal auf den Wörmann-Turm. Wir bekommen den Schlüssel gegen einen kleinen Obulus, dann rauf über die engen Treppen auf den Turm. Hier bläst es ganz schön, man muss vorsichtig sein, wenn man die Fenster zum Fotografieren aufmachen will.









Nachdem wir so bummelich zwei Stunden ver-shoppt haben, machen wir uns auf zum Kücki's. Auf dem Weg dorthin finden wir in einem Supermarkt Zam-Buk, die beste Lippenpflege der Welt ;-).
Im Kücki's ist es noch nicht wirklich voll, noch ist etwas Ruhe. Für Claudia gibt es Hühnerleber mit Piri Piri Soße - köstlich! - , dann Calamari mit Knoblauchsoße. Mit großen Fleischportionen kann Claudia gerade nichts mehr anfangen, Abwechslung ist angesagt! Natürlich darf ich probieren, und die Calamari sind einfach großartig! Überhaupt nicht gummiartig, wie ich es hier oft erlebe.
Wir anderen bleiben wieder bei diversen Steaks, dazu das übliche Windhoek Draught und einen Kaktusfeigen-Obstler zum Abschluss.

Mittlerweile ist es voll geworden. Große Gruppen von Asiaten stürmen das obere Stockwerk - und kommen nach kaum einer halben Stunden wieder runter. Die haben wohl noch mehr auf dem Programm für den heutigen Abend ;-)
Wir machen uns, genudelt wie wir sind, auf den Heimweg.

Fortsetzung folgt.

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Martin
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Letzte Änderung: 24 Jun 2018 13:39 von TinuHH.
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24 Jun 2018 13:50 #524373
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Ich schon wieder! :cheer:

Der nächste Tag ist schnell erzählt, daher kommt die Fortsetzung gleich hinterher.

19. Tag - Meike's Guesthouse / Skwakopmund

Heute haben wir kaum fotografiert, fragt mich nicht warum. Es gibt also kaum Bilder.

An diesem Morgen haben wir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück! Großes Kino, was hier so alles auf dem Tisch steht! Dann machen wir uns auf den Weg zur Vellies-Fabrik. Hier gibt es Vellies in allen Größen und Farben. Dummerweise sind die Größen nur "Empfehlungen" oder "Näherungswerte", jedes Paar fällt anders aus. Handarbeit halt. Claudia und Mark finden überhaupt nichts passendes, Michael und ich haben da mehr Glück.





Dann geht es wieder in die Innenstadt, bummeln und shoppen. Natürlich müssen wir noch einen Besuch im Village Café machen, dann geht es zurück. Um 15:00 Uhr sollen wir von Georg Erb zu einer Dünen-Fototour abgeholt werden. Leider warten wir vergeblich. Nach einer dreiviertel Stunde erreicht ihn Meike per Telefon. Er hat uns offensichtlich vollkommen vergessen, er ist gerade erst von einem Foto-Shooting aus Walvis Bay zurück und hat den Termin verbaselt. Für einen Tour in der Preislage wird uns das jetzt alles zu eng. Dann lassen wir es halt, schade!

So verbringen wir den Nachmittag auf der Terrasse. Gegen Abend laufen wir zum Strand in den "Tiger Reef Beach Bar & Grill". Die Strand Bar ist teilweise offen und teilweise zum Meer hin mit Wänden und Fenstern geschützt. Man bestellt Essen und Getränke am Tresen und bekommt es dann an den Tisch gebracht. Wir lassen uns Bier und Calamaris beim Sonnenuntergang schmecken, bis es uns zu kalt wird. So direkt am Meer mit Blick auf den Sonnenuntergang, das ist schon großartig! Der Laden scheint auch beliebt zu sein, hierher kommen offensichtlich auch viele Einheimische.



Zurück zu Meike brauchen wir dann zu Fuß locker eine halbe Stunde. Bei Meike werden wir vom "Nachtwächter" freundlich begrüßt und eingelassen. Dann schließen wir einen weiteren wunderschönen Tag in Swakopmund mit einer Flasche Wein ab.

Fortsetzung folgt.

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25 Jun 2018 06:10 #524435
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weiter geht's, so langsam geht es auf das Ende der Reise zu.

20. Tag - Meike's Guesthouse - Windhoek - N/a'an ku sê Lodge

Wieder ein Tag mit recht wenig Bildern.

Heute haben wir zwar einen ziemlichen Ritt vor uns, wir lassen uns aber trotzdem Zeit mit dem Frühstück. Meike gesellt sich zu uns, und wir verklönen einige Zeit. Sie erzählt uns von Ihrer Zeit auf Ababis, dem Umzug nach Swakopmund, erzählt aus dem Leben hier in der Stadt. Spannend, das mal von dieser Warte aus zu hören. Dann verabschieden wir uns herzliche von Meike, Klaus und dem Team. Hier hat es uns wirklich gut gefallen, diese Unterkunft war ein weiteres Highlight der Reise.

Wir haben mit "Africa on wheels" verabredet, dass wir spätestens um 15:00 Uhr in Windhoek sein werden. Heute ist Samstag, da wollen die Angestellten auch ins Wochenende. Wir fahren also nicht die schönere Strecke über Gravel, sondern nehmen die B2, den "Trans Kalahari Highway". Die Strecke ist durchgehend geteert, das spart Zeit. Wir rechnen mit 4 Stunden Fahrzeit. Über die Fahrt läßt sich nicht viel erzählen. In Usakos machen wir an einer Tankstelle eine kurze Pause, in Okahandja gucken wir bei einer Tankstelle, ob wir noch ein letztes Magnum "Death by Chocolate" bekommen. Dann beginnt die Strecke durch die große Baustelle auf der B1. Und ausgerechnet hier, ca. 30km vor Windhoek, meldet sich Michael per Funk und erzählt uns, dass sein FJ nicht mehr zieht. Wir halten an, Michael startet das Auto neu (das klappt unter Windows auch immer! :evil: ), damit ist für kurze Zeit wieder Ruhe. Aber nur für kurze Zeit, dann hat er das gleiche Problem wieder :angry: . Es gibt kein Warnlicht, nichts, was auf einen technischen Fehler hinweisen würde. In der Autovermietung anrufen? Wir versuchen es erstmal so. Wenn wir vorsichtig mit 60km/h fahren, geht es. So zuckeln wir über die B1 gen Windhoek. Wir fahren an der Autovermietung vorbei zur Tankstelle. Hier ist beim Tanken richtig Stimmung, die Junx an den Zapfhähnen sind gut drauf. Michael bemerkt, dass sein Tankdeckel schwer aufgeht, er hört ein "saugendes" Geräusch. Da wird doch wohl nicht die Tankentlüftung verstopft sein? Das würde das merkwürdige Verhalten beim Fahren erklären. Bei der Rückfahrt zur Autovermietung bestätigt sich das, die Kiste rennt wieder wie gewohnt!

Die Rückgabe der Autos verläuft völlig unproblematisch. Die ersten Fragen sind, ob wir Reifenschäden, Macken in der Windschutzscheibe etc. hätten - nö, haben wir nicht. Wir erzählen von der Tankentlüftung, damit das für die nächste Vermietung in Ordnung gebracht werden kann. Und wir erzählen von dem leicht inkontinenten rechten Hinterreifen. Das Problem ist nicht neu, das kommt wohl häufiger vor. Alles abgehakt, man freut sich, dass alles gut geklappt hat.

Punkt 15 Uhr steht der Wagen von "N/a'an ku sê" auf dem Hof. Wir haben die Reise so kalkuliert, dass wir die letzten drei Tag, die wir auf der "N/a'an ku sê " verbringen wollen, keine eigenes Auto mehr haben. Das spart Geld, und wir brauchen es wirklich nicht mehr. Wir verabschieden uns von "Africa on Wheels", die Koffer werden verladen, dann geht es durch Windhoek Richtung Flughafen. Der Lodge-Quantum hat seine guten Zeiten lange hinter sich. Ziemlich abgerockt rüttelt und schüttelt das Teil. Stoßdämpfer werden offensichtlich überbewertet, jedenfalls sind die in diesem Auto längst außer Funktion :S . Die Heizung läßt sich nicht abstellen, und als unsere Füße allzusehr gegrillt werden, bitten wir den Fahrer darum, die Lüftung abzustellen. Das hilft. Wir biegen auf Gravelroad ab, und jetzt werden wir so richtig durchgeschüttelt. Das Auto quietscht und bockt, dass es eine Art ist. Richtig durchgeschüttelt kommen wir an der Lodge an. Unterwegs haben wir schon einige Tiere gesehen.

Die Rezeption und das Restaurant sind extrem schick, alles ist aber offensichtlich aus einfache einheimischen Materialien gefertigt. So besteht der Empfangstresen aus einem dicken Stück Baumstamm, auf dem man eine Glasplatte befestigt hat. Tische und Stühle im Restaurant sind teilweise aus dicken Ästen. Alles ist großzügig, hell und, wie gesagt, sehr schick! Im Restaurant hängt über der Bar ein riesiges schwarzweiß Foto von einer Löwin (gespiegelt). Nur die Augen wurden gelb gelassen. Toller Eindruck! Im Eingangsbereich und auf den Toiletten hängen tolle Schwarz-weiß-Fotografien von Einheimischen.



Schon beim Einchecken werden uns diverse Aktivitäten angeboten. Wir entscheiden uns schon mal für den Caracal-Walk am nächsten Morgen, und für den Besuch bei den Geparden am Tag darauf. Alles andere können wir später noch entscheiden.

Nun geht es aber erstmal in unsere Hütten. Auf den ersten Blick sieht es grandios aus, mit einer Art Kronleuchter aus Glassteingirlanden mitten im Zimmer, der offenen Dusche, die durch einen Kettenvorhang an einem Baumstamm vom Rest des Zimmers abgetrennt ist, und den gläsernen Waschbecken auf einer Steinplatte. Alles ist wunderschön, sehr geräumig und sehr stylish! Bei näherem Hinsehen stellen wir aber fest, dass das zwar alles sehr schick, aber auch ziemlich unpraktisch ist. Es gibt kaum Ablageflächen und der Platz im Regal ist auch sehr beengt.







Trotzdem, die Hütten sind wunderschön und wir richten uns ein. Heute haben wir keine Lust mehr auf Aktivitäten. Wir faulenzen etwas am Pool rum, erkunden den "Canyon", der gleich hinter dem Pool verläuft. Die Landschaft ist grandios! Überall hören wir Paviane, Kudus laufen auf der anderen Seite rum, in den Felsen gibt es jede Menge Dassis und Agamen. Uns fällt auf, dass es hier am Canyon keinerlei Warnschilder gibt. Immerhin geht es hier einige Meter steil abwärts. In good old Germany hätte man hier schon Schilder, Zäune und Infotafeln aufgestellt, jede Wette!



Um 19:00 Uhr gehen wir zum Abendessen. Als Vorspeise gibt es Salat, dann kommt Game-Filet auf einer Art Polenta. Das Filet ist einfach großes Kino! Wir haben definitiv nirgends in Namibia besseres Fleisch bekommen. Ich würde fast soweit gehen zu behaupten, dass ich noch nie irgendwo besser gegrillte Fleisch bekommen habe. Absolute Oberklasse!
Zum Nachtisch gibt es Schokoladenkuchen mit Eis, auch großartig.

Zwei Gläser Bier später geht es dann in die Hütten. Schön ist es hier! Man hört jede Menge Tiere, die rings um die Lodge aktiv sind. Es ist angenehm kühl, was eine gute Nacht verspricht.

Fortsetzung folgt.

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