THEMA: "Nix als Wüste" – Going Down South
13 Mär 2018 20:17 #514679
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  • Applegreen am 13 Mär 2018 20:17
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Hallo zusammen,

@ Matte: Wollen wir mal eben los :P?

@ Stefan: Das freut mich, dass ich die Vorfreude steigern kann und gleich einen Tipp fürs Abendessen liefern konnte B)

@ Bettina: Ach Ihr kennt also auch den "Schorsch" Erb :silly: - ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr Euch eine Wiederholung vorstellen könnt :lol: - vielleicht habt Ihr ja eine andere Tour gemacht als wir - dann wäre unsere vielleicht eine Idee? Dazu spätestens morgen mehr!

@ Hartwig: Ja das war ein tolles Forumstreffen, und Thomas ist ja auch Fomi somit waren wir schon drei aktive Fomis :laugh:

Heute wird das glaube ich nix mehr - der Text ist aber schon fertig und die Fotos soweit gesichtet - morgen sollte es also ein weiteres Kapitelchen geben.

Danke an alle Mitfahrer, Kommentatoren und Dankebuttondrücker - wie immer motiviert das ungemein :kiss: :kiss:

Liebe Grüße
Sabine
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14 Mär 2018 13:56 #514779
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  • sandra1903 am 14 Mär 2018 13:56
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Hallo Sabine,

ich lese auch fleißig mit, nix als Wüste klingt wunderbar!
Schöne Grüße
Sandra
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14 Mär 2018 17:57 #514820
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  • Applegreen am 13 Mär 2018 20:17
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sandra1903 schrieb:
Hallo Sabine,

ich lese auch fleißig mit, nix als Wüste klingt wunderbar!

Hallo Sandra,

Nix als Wüste IST Wunderbar :) Es freut mich, dass Du dabei bist!

Es geht auch gleich weiter mit dem nächsten Kapitel.

Viele Grüße
Sabine
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14 Mär 2018 18:15 #514824
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  • Applegreen am 13 Mär 2018 20:17
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10. Februar 2018 – Lehrstunde in und um den "Klipspringer Canyon"

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Guesthouse machen wir uns gemeinsam mit Matte auf einen zweiten Kaffee auf ins Village Cafe. Für uns alle DIE ideale Location, um den Tag herrlich entspannt zu beginnen :).

Anschließend „schlumpeln“ wir drei gemütlich durch Swakop. Matte zeigt uns noch einige Orte, für die es bei unserem ersten Besuch zeitlich einfach nicht gereicht hat.

Also machen wir uns erstmal auf zur Jetty – weiter geht es entlang der Promenade und dann Richtung Woermannhaus. Hier genießen wir bei einem leckeren Eis von Raith’s die Kühle des Innenhofs und bestaunen die aufwändige Architektur.



Gegen 14.00 Uhr werden wir dann auch schon von Georg mit seinem Landy am Guesthouse erwartet. Eva ist ebenfalls mit von der Partie – und somit haben wir als private Gruppe die maximale „Auslastung“ für Georgs Touren erreicht :P.

Kurz noch paar Worte zu Georgs „Hintergrund“. Georg ist nicht nur Fotograf und Touroperator, sondern auch ein echter „Swakopmunder“ mit deutschen Wurzeln. Schon als kleiner Knirps hat er sich mit dem Fahrrad auf den Weg in seine geliebte Wüste gemacht und dort auch gerne mal die ein oder andere Nacht verbracht :ohmy:. Von Kindesbeinen an hat ihn die Faszination Wüste nicht mehr losgelassen. Georg führt alle Touren höchstpersönlich und wird uns nun in „seinen“ Sandkasten entführen.

Zunächst verlassen wir auf der Teerpad das Küstenstädtchen – nach gut und gerne mindestens 50 Kilometern steuert Georg den Landy dann irgendwo im Nirgendwo endlich „Offroad“. Unser weiterer Weg führt nun in und durch das versteckte Hinterland, auf den ersten Blick leere, wilde Ödnis, vereinzelt durchbrochen von zerklüfteten und verwitterten Gesteinsformationen.





Man spürt förmlich Georgs Liebe und Begeisterung für diesen unwirtlichen Lebensraum und er versteht es vortrefflich, uns die kleinen und großen Wunder der Wüste nahe zu bringen.



Buschmannkerze





Georg hat so seine eigenen und zum Teil sehr wissenschaftlichen Theorien :whistle: – ich als völliger Laie steige bisweilen ehrlich gesagt gedanklich aus :S - ich hoffe Matte hat davon etwas mehr aufgesaugt und wird diese Abhandlung in seinem Bericht dann auch etwas ausführlicher erläutern B).



Georg referiert über geowissenschaftliche Aspekte, vor wie vielen Millionen Jahren welches Ereignis stattgefunden hat und dadurch das Gebiet und die Gesteinsformationen gebildet wurden. Fachgespräche mit Wissenschaftlern erweitern Georgs fundiertes Wissen stetig und die neuesten Erkenntnisse bringen dann auch offensichtlich immer wieder neue Ansätze hervor. Ich wage zu vermuten, dass Georg auf alle wüstenspezifischen Fragen in Sachen Botanik, Ethnologie, Geologie, Ökologie, Zoologie, etc. sicher eine Antwort hat.

Die Landschaft ist geprägt von unterschiedlichen Gesteinsarten und Mineralien. Manche liegen schwarz glitzernd und schimmernd direkt an der Oberfläche, wir entdecken sogar kleine Stückchen von glänzendem Rosenquarz aber auch Marmor, Dolerit, Granit und Basaltgestein sind hier zu finden.



Die bizarren Landschaftsformationen wurden bereits vor über 460 Millionen Jahren von Wind und Wasser modelliert. Durch das Auseinanderbrechen von „Gondwana“ ist Magma aufgestiegen, aus der dann abstrakten Gesteinsformationen gebildet wurden.
Kleinste Pflanzen werden bewundert und auch ein Wüstenbewohner zeigt sich.

Leider habe ich kamerakampftechnisch nicht aufmerksam zugehört, daher habe ich weder eine Ahnung mit welcher Pflanze, noch welcher Echse wir es hier zu tun haben :dry: ?

Common Namib Day Gecko (Danke Matte&Konni)





Lithops oder "Lebender Stein"



Georg kann sich folgende Anmerkung nicht verkneifen: „Ich buddle keine Tiere aus, dafür sind andere zuständig“ :P. An einer Stelle, an der eine Hornviper leben soll finden wir heute leider nur noch vertrocknete Überreste.

Sehr interessant finde ich Georgs Ausführungen zu nachgewiesenen Spuren von Elefanten, die bis vor circa 100 Jahren noch in dieser Gegend gelebt haben sollen – sichere Anzeichen dafür sind wohl entsprechende „glatt-geschubberte“ Felsen.
@ Matte: bitte korrigiere mich, falls ich hier Nonsens erzähle :silly:

Nicht minder spannend sind Georgs fotografischen Belege, wie sich im „System“ Wüste weder die Landschaft selbst noch die Pflanzen über Jahrzehnte, ja sogar ein Jahrhundert nur minimal verändern. Auf Basis uralter Fotografien hat Georg die abgebildeten Orte gesucht und auch gefunden. Zum Teil handelt es sich um Fotos die mittlerweile knapp 100 Jahre alt sind. Nun können wir eben diese Fotos mit den von ihm aufgenommenen aktuellen Fotos der exakt gleichen Stelle vergleichen.

Erstaunlich :ohmy:! Am Beispiel eines Busches – abgelichtet vor sagen wir 70 Jahren und heute wird deutlich, dass sich in der Zwischenzeit so gut wie nix verändert hat. Bei einem „Finde den Fehler“- Suchbild würde man kaum mehr als eine Handvoll minimalste Abweichungen finden. Eben jener Busch hatte vor Jahrzehnten vielleicht noch ein Ästchelchen mehr oder weniger – aber er seht exakt an der gleichen Stelle und hat sich augenscheinlich weder verändert noch ist er gewachsen.

Nach diesem Exkurs geht es nun weiter hinab in den Canyon und schon bald gleiten wir durch die Schluchten des Khan und Swakop Riviers.





Uns eröffnet sich nun eine grandiose canyonartige Landschaft mit doch einigen grünen Fleckchen.









Rüppell`s Korhaan gut getarnt



Mit etwas Glück trifft man hier auf Strauße, Bergzebras und Klippspringer – uns gibt sich tatsächlich eine Klippspringer-Familie die Ehre.







Bald erreichen wir eine beeindruckende Felsformation. Unter diesem Bogenfelsen hat Georg ein lauschiges Plätzchen, mit Tisch, Strom, einem Grill und natürlicher Baumsitzgelegenheit eingerichtet. Quasi sein „Wohnzimmer“ in der Wüste.



Leider ist auch dieses Plätzchen nicht mehr so wirklich geheim. Wir „erwischen“ eine Gruppe Südafrikaner – die machen sich aber grade schon auf die Weiterfahrt.

Hier legen wir nun eine kurze Rast ein. Es gibt frisch gebrühten Kaffee, Tee und Kekse.



Felsenratten fühlen sich hier sicher recht wohl und es dauert nicht lange, bis eine ebensolche unerschrocken und vorwitzig ihren Anteil einfordert. Und hier ein weiterer Untermieter - Cape Bunting (Danke Matte).



Georg bietet auf Anfrage in dieser „Höhle“ übrigens auch Übernachtungen an - das wäre ja so ganz nach meinem Geschmack und ist fürs nächste Mal auch notiert.



Weiter geht es nun Richtung Oase Goanikontes und zurück in die Zivilisation - „oben“ wieder angekommen erreichen wir nun den Aussichtspunkt hinab in die atemberaubende Mondlandschaft oder auch „Mondtal“ genannt.



Dieser Anblick ist gigantisch und berührt auf eine ganz besondere Art und Weise.







Andächtig bestaunen wir diesen grandiosen Anblick.







Leider müssen wir uns schon bald wieder losreißen......







...., es wird langsam dunkel und wir erreichen nach Sonnenuntergang wieder die Stadt.

Georg hat es mit seiner spürbaren Begeisterung und seinem immensen Fachwissen verstanden, uns die großen und kleinen Wunder der Wüste näher zu bringen.

Bei allen wirklich überaus positiven Eindrücken und interessant-fundierten Informationen gibt es zu dieser Tour leider einen Kritikpunkt in dem wir alle übereinstimmen: Die Tour ist mit NAD 1200 pro Person nicht grade ein Schnäppchen und da hätten für unseren Geschmack dann doch schon mal einzwei Gin-Tonic dabei sein dürfen :pinch: :whistle:

Nach diesem wirklich eindrucksvollen Nachmittag verbringen wir den nun auch schon letzten verbleibenden Abend in Swakop gemeinsam mit Eva und Matte bei einem leckeren Abendessen im Hotel Europahof. Da heute Samstag ist und wir nicht vorreserviert haben, wurden die „einschlägigen“ Restaurationen erst gar nicht angesteuert. Das Essen war gut und - für uns ganz wichtig - es war vor allem ruhig ;).

Während Eva sich direkt im Anschluss nach Hause verabschiedet, wird auch dieser Abend für Matte und uns noch ein bisschen ausgedehnter. Wie an anderer Stelle schon erwähnt, geht uns der Gesprächsstoff noch lange nicht aus :). Matte versorgt uns außerdem mit ein paar wertvollen Tipps - aber es hilft Alles nichts: Auch wir müssen irgendwann „Auf Wiedersehen“ sagen. Für Matte geht es nun wieder zurück Richtung Windhuk und wir haben glücklicherweise noch ein paar mehr Tage vor uns :P.

Puah – und jetzt habe ich doch viel, viel mehr als ursprünglich geplant geschrieben. Ich hoffe, ich schaffe es wie versprochen, mich künftig kürzer zu fassen :pinch:

Morgen haben wir einen langen Fahrtag in Richtung Sesriem vor uns - geplant ist, den großen Schlenker über Gobabeb und Mirabib zu fahren.
Letzte Änderung: 15 Mär 2018 15:28 von Applegreen.
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14 Mär 2018 19:19 #514841
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  • Champagner am 14 Mär 2018 19:19
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Applegreen schrieb:
???

Also ich sag jetzt nicht, was ICH da sehe :lol: :silly: :woohoo: . Wer weiß, ob dieses Wort der Forumsnorm entspechen würde. Aber ich verrate, dass es zwei sind und diese mit "N" beginnen und mit "sche" aufhören :silly: . Achja, "Cellulitis" fällt mir in diesem Zusammenhang auch noch ein :P

Jetzt mal ernsthaft: das sind wunderschöne Fotos - und macht auch nichts, dass ich einige davon schon kenne ;) - die kann man sich gerne zweimal (dreimal, viermal,....) anschauen!

Liebes Grüßle von Bele
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14 Mär 2018 19:45 #514847
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  • franzicke am 14 Mär 2018 19:45
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Wie schön, dass du weiterschreibst Sabine :kiss:
Tolle Landschaft, tolle Bilder - am besten gefallen mir die von euch am Schluss. Das wirkt mal sehr viel entspannter als so manche Diskussion :whistle: :woohoo:

@Bele
meinst du etwa das ist "Ne Oransche" :silly:

Liebe Grüße und n schönen Abend
Ingrid
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