THEMA: Drei Wochen Namibias Süden und KTP
23 Dez 2017 10:08 #502514
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speed66 schrieb:
Falls du aus München kommst, Savanna hat häufig der Edeka (z.B. Unterhaching) und auch der HIT Markt.

Hallo Nette,

danke für den Tipp :woohoo: Da werde ich doch gleich mal meinen nächsten Edeka aufsuchen, vielleicht gibt es ja noch unerwartete Weihnachtsgeschenke an uns selbst ;)

Ich wünsche frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage!
Liebe Grüße
Sonja
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23 Dez 2017 10:18 #502515
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03.10.2017

Neuer Tag, neue Location – und heute mal ein ganz ungewöhnliches Bild: Ich sitze auf dem Balkon eines Chalets auf Kobo Kobo Hills, wieder einmal ist der Ausblick unfassbar schön. Man hat das Gefühl, als würde man direkt am Abgrund sitzen. Der Wind pfeift mir um die Nase, ich trage einen dicken Pulli, Schal und Socken, und bin zusätzlich in eine Decke gewickelt. Es hat merklich abgekühlt, eine dicke dunkle Wolkendecke bedeckt den Himmel und in der Ferne ist Donnergrollen zu hören. Gerade eben sind bereits ein paar Tröpfchen Regen gefallen – unser erster Regen in Namibia :woohoo: Ob es noch mehr davon geben wird? Laut Jako, der die Lodge führt und uns vor ein paar Stunden empfangen hat, sind sowohl die Wolken als auch der Regen absolut ungewöhnlich für Oktober.

Gestern Abend sind wir pünktlich zum Sundowner auf die Terrasse des Restaurants gegangen und haben mit einem Gin Tonic den wirklich grandiosen Ausblick von dort oben genossen.











Mit Einigen von der Busreise sind wir dann noch in ein nettes Gespräch gekommen – sie fanden es höchst interessant, dass wir als Selbstfahrer unterwegs waren und hatten einige Fragen zu unserer Route und der Reiseplanung. Umgekehrt fanden wir es äußerst faszinierend, wie viel Programm man in eine 12-tägige Rundreise packen kann :blink: Da ist alles genau getaktet, für spontane Planänderungen oder -anpassungen bleibt keinerlei Spielraum. Andererseits hat auch nicht jeder so viel Glück, von seinem Arbeitgeber problemlos drei Wochen Urlaub am Stück genehmigt zu bekommen. Und natürlich überdies Lust, sich ausführlich mit der Reiseplanung zu beschäftigen, so wie ich :whistle:

Kurz nach Sonnenuntergang ist der große Tisch im Restaurant bereit fürs Abendessen – alles ist toll dekoriert, die Füllung des Kühlschranks lässt keine Wünsche offen (das könnte ich mir auch für zu Hause gut vorstellen :lol: ) und Jeremiah präsentiert uns das Dinner des heutigen Abends.



Als Vorspeise gibt es zunächst Tomatensuppe, gefolgt von einem Zweierlei aus griechischem Salat und Erbsensalat. Der Hauptgang besteht aus einem (leider zu durch gebratenen) Oryx-Steak mit Gemüse und Bratkartoffeln, und zum Abschluss gibt es ein leckeres Kokosküchlein mit Vanilleeis. Wir unterhalten uns draußen noch ein wenig mit Janko und er erzählt uns, dass er den Job hier bereits seit vier Jahren macht und in der nächsten Saison nach Swakopmund möchte, da ihm das Klima dort mehr zusagt und in der Stadt außerdem mehr los wäre (vier Jahre in der Wüste reichen). Während der Rest der Gruppe in ausgelassener Stimmung ist und wohl noch ein Weilchen weitertrinkt, verabschieden wir uns ins Bett.

Zurück in unserem Zimmer schieben wir erstmal das Bett hinaus auf die Terrasse – der Mond ist bereits mehr als halb voll und es ist beinahe taghell draußen. Mit Sternegucken bzw. fotografieren wird das heute also nichts mehr. Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Gefühl, in seine warme Decke gekuschelt im Bett zu liegen und über sich nichts zu haben als den Sternenhimmel. So schlafen wir irgendwann glücklich und zufrieden ein.



Mittlerweile regnet es auf Kobo Kobo Hills übrigens ganz schön heftig und ein herrlicher Duft liegt in der Luft, nach aufgeheizten Felsen, die durch den Regen abgekühlt werden – dazu hat wohl jemand im Küchenhäuschen ein Feuer gemacht, eine sehr heimelige Duftkombination. Es donnert weiterhin regelmäßig und auch der ein oder andere Blitz erscheint am Himmel.

Um sechs Uhr werden wir von Janko durch ein kurzes Klopfen an der Tür mit einer Kanne Kaffee geweckt – was für ein netter Service. Theoretisch würde um halb sieben der Morning Walk starten, aber wir bleiben lieber mit unserem Kaffee im Bett, genießen den herrlichen Blick und wie die Welt langsam heller wird und schließlich die Sonne als glutroter Ball am Horizont erscheint.









Um acht Uhr wurden wir abgeholt und wieder nach unten zur Namib Desert Lodge gebracht, wo wir ausgiebig gefrühstückt haben und dann um kurz vor zehn Richtung Norden gestartet sind.

Bereits nach wenigen Kilometern stoppten wir in Solitaire, um uns als Wegzehrung ein wenig von dem berühmten Apfelkuchen mitzunehmen – aber Pech gehabt, der war gerade aus und der neue noch nicht fertig, also entschieden wir uns für Cinnamon Rolls, die wir später an einem Viewpoint mit herrlichem Blick in den Kuiseb Canon verspeisten. Ganz gemütlich ging es weiter, wir hörten „Hummeldumm“ und hielten immer mal wieder für ein paar Bilder an, z.B. am Gaub Pass und am Henno Martin Shelter.











Sobald wir von der C14 abgebogen waren, wurde auch die Pad wieder wesentlich besser, so dass wir zügig voran kamen und bereits gegen zwei auf Kobo Kobo Hills ankamen. Die Anfahrt über das Farmgelände wird gegen Ende immer abenteuerlicher, ein 4x4 ist hier auf jeden Fall empfehlenswert.







Als wir vor Ort sind, müssen wir erstmal staunen: Über eine Treppe erklimmt man einen hohen Felsen und kommt in eine Art Innenhof, um den sich ein toller Pool mit Infinity-Optik, ein Hide fürs Wasserloch, das ein Stück unterhalb liegt, eine nochmals erhöhte Bar mit gemütlicher Sitzecke, die Küche und eine große Tafel fürs gemeinsame Essen anordnen.







Jako und Linus begrüßen uns freundlich und zeigen uns alles Wichtige, bevor wir zu unserem Chalet geführt werden – wow, das ist wirklich klasse und sehr individuell. Es besteht aus einem großen Raum mit Doppelbett, Couch, zwei Stühlen und einem Beistelltisch, die man auch auf den schönen Balkon stellen kann - und einem komplett offenen Badezimmer. Sogar das Klo befindet sich mit im Raum – gewöhnungsbedürftig für manche, uns macht es aber nichts aus.





Es gibt keinen elektrischen Strom und kein WIFI, uns stehen also drei Tage absoluter Ruhe bevor. Marc hat bereits jetzt die starke Befürchtung, dass sein halbes Buch, das er noch übrig hat, nicht ausreichen wird. Wer hätte auch gedacht, dass er in diesem Urlaub so viel lesen würde? Gut, dass ich meinen Kindle vorsorglich mit mehreren Büchern bestückt habe.

Wir richten uns kurz ein und laufen dann nach vorne zum Gemeinschaftsbereich, wo Jako uns eine kleine Platte mit Käse, Wurst und Gemüse gerichtet hat, dazu gibt es superleckeres und frisches Brot. Danach liegen wir ein wenig am Pool und lesen, bis es uns langsam aber sicher zu ungemütlich wird. Ein frischer Wind kommt auf und die Sonne wird immer wieder von dicken Wolken verdeckt. So gehen wir irgendwann auf unser Zimmer und ich mache es mir auf dem Balkon gemütlich, während Marc mit seinen neuen Kopfhörern ins Reich der Musik abtaucht.



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Letzte Änderung: 23 Dez 2017 10:30 von Sorimuc.
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23 Dez 2017 12:24 #502530
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Hallo Sonja,

bisher hab ich still mitgelesen, aber jetzt möchte ich mich doch gerne für den schönen Bericht bedanken! Den Tok-Tokie Trail finde ich wahnsinnig eindrucksvoll und wenn dann auch die Gruppendynamik passt, ist das etwas, was man nie mehr vergisst!
Auch die anderen sind von der Lage und Stil wunderschön !

LG und ein schönes Weihnachtsfest
Claudia
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25 Dez 2017 17:48 #502642
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05.10.2017

Schon wieder zwei Tage später. Obwohl hier objektiv betrachtet nicht viel zu tun ist, habe ich es gestern nicht geschafft, den Reisebericht weiter zu schreiben. Dafür war der Tag einfach viel zu relaxt. Gerade eben sind wir von einer zweistündigen Wanderung zurückgekommen, es ist elf Uhr vormittags und die Sonne scheint schon heiß vom heute wieder wolkenlosen Himmel. Marc ist neben mir bereits damit beschäftigt, seinen Koffer zu packen – die letzten Tage unserer Reise sind tatsächlich bereits angebrochen :dry:

Vorgestern Abend und gestern früh hat es tatsächlich noch ein paarmal geregnet – zwar immer nur ganz wenig, aber das war schon ein interessantes Naturschauspiel. Regen in Namibia, und das im Oktober. Entsprechend war es draußen auch relativ frisch, und wir haben am Dienstagnachmittag ganz gemütlich gelesen und uns keinen Stress gemacht.









Zwischendurch zog unten am Wasserloch die Mafia vorbei – eine Gruppe Paviane, die wie immer viel Lärm und Radau machte. Abends haben Jako und Linus für uns gegrillt – es gab Boerewors (tatsächlich die erste in diesem Urlaub), Rinder-Spieße, Kartoffeln und Gemüse. Bereits jetzt wurde deutlich, dass Jako ein wirklich hervorragender Koch ist, was sich am Folgetag aber noch steigern sollte. Zum Dessert gab es gebratene Pfirsich mit einer Vanillecreme – leicht und sehr lecker.

Wir aßen zu viert an dem langen Tisch draußen, Licht kam lediglich vom Feuer und von den Solarlampen, die überall standen und hingen.



Dazu diese absolute und vollkommene Stille – einfach Wahnsinn. Laut Jako sind die nächsten beiden Farmen 30 und 37 Kilometer Luftlinie entfernt. Es gab wohl auch schon Gäste, die diese Vorstellung und das Fehlen jeglicher äußerer Einflüsse nicht ertragen haben und Panikanfälle bekamen. Wir dagegen finden es sehr entspannend, in unserer heutigen schnelllebigen Zeit die Möglichkeit zu haben, einfach im Moment zu leben, ohne den inneren Druck, ständig aufs Handy, auf die Uhr oder in den Computer schauen zu müssen. So schauen wir auch nicht auf die Uhr, als wir uns relativ müde (und wahrscheinlich relativ früh) ins Bett verabschieden. Das einzige Geräusch, das uns nachts stört, kommt von einer Herde Zebras, die unten am Wasserloch vorbeizieht.

Zu Marcs leichtem Unmut ist es am nächsten Morgen immer noch bewölkt – sein Plan, sich die letzten Tage nochmal intensiv zu bräunen, ist somit erstmal hinfällig.



Um acht Uhr gibt es ein leckeres Frühstück, bei dem es an nichts fehlt, dazu wieder das superleckere Brot aus einer deutschen Bäckerei in Walvis Bay. Nach dem Frühstück erklärt uns Jako ein paar Wandermöglichkeiten – noch ist es uns aber zu kalt, und so relaxen wir noch ein bisschen auf unserem Bett, bevor wir mittags zu einem kleinen Spaziergang in die Hügel hinter der Lodge aufbrechen.



Laut Jako soll es dort einen kleinen Teich mit Schildkröten geben, irgendwo in einer Höhle. Wir umrunden den Hügel und klettern hoch und immer höher. Die Aussicht ist toll, und das Klettern macht wirklich Spaß. Irgendwann sind wir oben angekommen, die Höhle mit den Schildkröten haben wir aber leider nicht gefunden.











Der Abstieg ist dann gar nicht so einfach, man muss sich konzentrieren, um keinen falschen Schritt zu machen und auf den Steinen und dem Geröll abzurutschen. Über das kleine Trockenflussbett kommen wir nach einer guten Stunde zurück zur Lodge, wo Jako schon mit dem Lunch auf uns wartet.







Mit Blick aufs Wasserloch genießen wir den tollen Pastasalat, den Jako gezaubert hat – das ist hier genau Essen nach unserem Geschmack. Langsam lässt sich auch die Sonne immer öfter blicken, und schließlich werfen wir uns in die Badeklamotten, holen unsere Bücher und legen uns in die Sonne. Wenn wieder eine größere Wolke durchzieht, muss die Decke zum Einsatz kommen, es ist ein ständiges Hin und Her: Decke weg, Decke her, Decke weg, Decke her. Aber das macht nichts, die sonnigen Abschnitte werden immer länger, und am Ende erfrischen wir uns sogar noch in diesem verlockend aussehenden Pool.









Am späten Nachmittag machen sich Jako und Linus mit uns auf den Weg zu einer kleinen Farmrundfahrt. Viele Tiere sehen wir nicht, das hatte ich aber auch gar nicht erwartet. Unser Ziel ist der Gipfel eines Berges, von dem aus man einen tollen Rundum-Blick über die Landschaft hat, und während die Sonne langsam Richtung Horizont sinkt, genießen wir unser kühles Savanna und diese unglaubliche Weite. Der Weg hierher ist allerdings eine Herausforderung für Fahrer und Fahrzeug – gut, dass wir das nicht selber fahren müssen. Teilweise sind sehr steile Passagen dabei, oft treppenähnliche Abschnitte, aber man merkt, dass Jako hier öfter unterwegs ist – er schafft es sogar, uns nebenbei noch alles Mögliche zu zeigen und zu erklären.













Zurück in der Lodge bereiten die beiden das Abendessen vor, während wir einen stattlichen Kudubullen am Wasserloch beobachten. Und dieses heutige Abendessen toppt wirklich alles, was wir bisher auf dieser Reise gegessen haben. Es gibt Chicken Curry mit Reis und selbstgemachtem Naan – hört sich unspektakulär an, und wir waren anfangs fast ein bisschen enttäuscht, dass es „nur“ Hühnchen gab. Aber ich habe wirklich noch nie so köstliches Curry gegessen, und das Rezept für das Naan-Brot muss Jako uns unbedingt verraten. Nachdem wir beide nochmal großzügig Nachschlag geholt haben, gab es zum Dessert noch eine vorzügliche Lemontarte. Jako freute sich, dass uns sein Essen so gut schmeckt, und wir freuten uns über diese Köstlichkeiten. Gutes Essen, leckerer Wein, nette Gespräche und eine laue Nacht, dazu das Bewusstsein, dass da weit und breit keine Menschenseele und nichts ist, was einen stören könnte – das ist schon etwas ganz Besonderes. Kobo Kobo Hills ist sicherlich nichts für jeden – wer Programm erwartet und rund um die Uhr bespaßt werden möchte, ist hier falsch. Aber für diejenigen, die sich mit sich selbst beschäftigen können, die mal so richtig entspannen wollen ohne jegliche Ablenkung, ist es das Paradies. Für die letzten Tage unserer Reise war es auf jeden Fall die richtige Wahl, und in diesem Flow könnte ich auch noch ein paar Tage länger weitermachen.

Heute Morgen werde ich buchstäblich von den Sonnenstrahlen geweckt, die mich an der Nase kitzeln. Die Sonne ist soeben aufgegangen, der Himmel ist wolkenlos und es sieht gut aus für Marcs Pläne. Erstmal genießen wir aber wieder ein ausgiebiges Frühstück, und dann geht es, bevor die Sonne zu hoch steht, auf eine schöne Wanderung. Wir marschieren ein Stückchen das Rivier hinauf und laufen schließlich auf dem Grat des Berges links neben der Lodge immer höher, bis wir den höchsten Punkt erreicht haben. Der Blick von hier oben ist mal wieder traumhaft – so viele tolle Ausblicke und Landschaften wie in diesem Urlaub habe ich tatsächlich so geballt noch nicht gesehen.







Der Abstieg ist wieder etwas schwieriger, man muss aufpassen, nicht auf dem teilweise losen Geröll auszurutschen, aber als wir unten im Flussbett ankommen, läuft es sich gleich viel leichter. Hier glitzert es überall: Der Sand und das lose Geröll enthält kleine glitzernde Gesteinsteilchen, das sieht schön aus. Das letzte Stück überschneidet sich mit dem gestrigen Spaziergang, und schon bald erreichen wir wieder die Lodge.



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06.10.2017

Nun ist es wieder einmal soweit – das Ende unseres Urlaubs ist tatsächlich fast gekommen. Das Auto ist abgegeben, wir haben unsere Siebensachen aus jedem Winkel des Wagens zusammengesucht und die Koffer sind größtenteils gepackt. Nun sitzen wir auf der Heinitzburg, wie es schon zur Tradition geworden ist. Hier gefällt es uns immer wieder gut, aber der Aufenthalt ist jedes Mal von dem Gefühl begleitet, dass der lang ersehnte Urlaub nun schon wieder Geschichte ist. Gleich ist es Zeit für den letzten Sundowner des Urlaubs, und natürlich für das letzte bestimmt superleckere Essen. Danach ist es wahrscheinlich sinnvoll, erstmal ein paar Tage Diät einzulegen, bevor ich mich auf die Waage stelle :whistle:

Gestern durften wir noch einen herrlich entspannten Tag bei Jako und Linus erleben. Nach unserer kleinen Wanderung legten wir uns an den Pool und genossen die Sonne, die vom wolkenlosen Himmel strahlte. Mittags servierte uns Jako am Hide einen leichten Lunch, bestehend aus einem Wrap mit dem Naan-Brot vom Vorabend (auch kalt immer noch superlecker, Marc hat sich extra noch das Rezept aufschreiben lassen) und einem Rote-Beete-Salat. Wir räkelten uns weiterhin am Pool, lasen ausgiebig (ich bin mittlerweile bei Buch Nr. 7 in diesem Urlaub angelangt), erfrischten uns hin und wieder im kühlen Nass und irgendwann nachmittags brachte Jako uns gesalzenes Popcorn (wie geil ist das denn? :woohoo: ) und Grapetiser.

Während ich so in meinem Liegestuhl lag und in mein Buch vertieft war, flüsterte Jako plötzlich: „Sonja, look at the Dassies!“ Ich blickte mich erstmal verwirrt um, und dann sah ich sie: Eine Dassie-Mama mit zwei Kleinen schlich sich vorsichtig und unglaublich scheu zum Trinken an den Pool. Sobald das kleinste Geräusch ertönte, waren sie wieder hinter den Felsen verschwunden. Also saß ich wie versteinert da und traute mich kaum zu atmen, als sich vorwitzig weitere kleine Köpfe auf und zwischen den Felsen zeigten. Am Ende waren es tatsächlich acht kleine Dassie-Babys, die auftauchten. Die Kamera lag natürlich nicht griffbereit, und auch Marc hatte das ganze Schauspiel verpasst, weil er gerade im Chalet war. Am Ende schaffte ich es wenigstens noch drei von den Kleinen aufs Foto zu bringen – sind sie nicht süß?











Erst ca. eine halbe Stunde vor dem Abendessen kamen Meike und Thomas an, die einzigen beiden Gäste, die während der ganzen Zeit außer uns hier waren. Sie waren heute Morgen noch im Sossusvlei gewesen und hatten eine ganz schöne Fahrtstrecke hinter sich.









Jako tischte wieder toll auf: Es gab Oryx-Filet, natürlich auf den Punkt gegrillt, Butternut und Süßkartoffeln und dazu Bohnengemüse, als Dessert Schokomousse. Dazu ein paar Gläser Wein und eine nette Unterhaltung – was will man mehr? Ach ja, nur hier auf der Südhalbkugel sieht man übrigens den „Rabbit in the moon“ – kennt ihn jemand?

Ich sollte wirklich bei Jako nachfragen, ob er nicht noch eine Putzhilfe oder so gebrauchen könnte – gegen freie Kost und Logis würde ich glatt hierbleiben. Andererseits würde ich dann in zwei Monaten wahrscheinlich 100 Kilo wiegen, wenn ich täglich so bekocht werden würde… ;)

Heute Morgen ist er dann leider auch schon da – der Moment des Abschieds. Ein letztes Mal am Hide gefrühstückt, noch ein gemeinsames Foto mit den beiden gemacht, und dann lassen wir Kobo Kobo Hills hinter uns.



In vier Stunden bringen wir die letzten Kilometer auf der C28 hinter uns. Am Bosua-Pass halten wir und genießen kurz die tolle Aussicht, ein paar Tiere verabschieden sich auch noch von uns: Paviane, Kudus und Klippspringer sehen wir auf dem Weg.









Irgendwann geht die Pad über in eine Teerstraße, und schon fahren wir Richtung Innenstadt von Windhoek. An der Shell-Tankstelle neben Asco wird nochmal vollgetankt, und um kurz nach zwölf sind wir zur Rückgabe bei Value Car Hire. Es wird nochmal kontrolliert, ob der Tank auch tatsächlich voll ist, ansonsten passt alles. Das Auto hat uns zuverlässig 2800 Kilometer durch Namibia gefahren.

Bereits kurze Zeit später ist unser Transfer bereit und wir werden zu unserer letzten Destination gebracht, der Heinitzburg. Wir haben Zimmer Nr. 5, das auch schon fertig ist, und legen uns gleich an den Pool.





Der Nachmittag vergeht, und wir lassen es uns gut gehen: Der gewohnt leckere Apfelstrudel muss natürlich sein, und am späteren Nachmittag lassen wir uns auch noch einen Gin Tonic schmecken.







Den letzten namibischen Sonnenuntergang genießen wir auf der Terrasse der Heinitzburg bei einem kühlen Savanna. In der Stadt ist Einiges los, der Wind weht Lärm und Rummelgeräusche herbei – obwohl das namibische Oktoberfest erst Ende des Monats stattfindet, ist unten bereits ein Volksfest in vollem Gange.







Gegen 19:00 Uhr begeben wir uns ins Restaurant „Leo’s at the Castle“ und gönnen uns zum Abschluss noch ein mehrgängiges Dinner. Mein Eland im Hauptgang ist leider zäh und nicht das, was wir sonst von hier gewohnt sind. Ansonsten fehlt es aber an nichts, und wir genießen unseren letzten Abend in vollen Zügen.









Vollgefressen rollen wir später Richtung Zimmer und wären dabei fast noch über den Namensgeber des Restaurants gefallen: Leo, die rote Hotelkatze, die wir bereits 2013 das erste Mal getroffen haben. Sie ist immer noch hier und scheint gesund und munter wie eh und je.

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Letzte Änderung: 26 Dez 2017 12:27 von Sorimuc.
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26 Dez 2017 13:25 #502675
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  • casimodo am 26 Dez 2017 13:25
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Hallo Sonja,

ich habe die ganze Zeit mitgelesen und will mich jetzt endlich einmal melden. Dein Bericht bringt genau das wahnsinig gut herüber, was Namibia in meinen Augen so auszeichnet. Weite Landschaften, tolle Lichtstimmungen, Unterkünfte in einsamer Lage B) B)
Es hat mir wirklich Spaß gemacht, mit Euch zu reisen.

KoboKobo und der Trail wäre auch genau das Richtige für uns. Streng genommen eigentlich Eure ganze Reise !
Eure Landschaftsbilder finde ich phantastisch ! Schadem das die Reise zu Ende ist !

Danke für den tollen Bericht und viele Grüße
Casimodo
Letzte Änderung: 27 Dez 2017 18:39 von casimodo.
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