THEMA: Drei Wochen Namibias Süden und KTP
18 Dez 2017 23:58 #502041
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Tinochika schrieb:
Wir erzählten Kai die Geschichte, dass Hermi Strauss, der ehemalige Besitzer von Kanaan, vielen von seinen Bäumen einen Namen gab.
Diesen besonderen Baum nannte er : „Waltzing Mathilda“.( Hermi schreibt Mathilda mit einem „h“ )
Kai, der Verwalter von Kanaan ist wirklich engagiert. Er versucht möglichst viel von der Geschichte Kanaans zu erhalten und das Erbe von Hermi am Leben zu erhalten.

Lieber Hartwig,

danke, ich habe das gleich ausgebessert!

Ja, das haben wir auch feststellen dürfen - wir konnten das frühere Kanaan leider nicht mehr kennenlernen, aber Kai scheint wirklich etwas an der Farm und seiner Geschichte zu liegen, und das möchte er seinen Gästen auch vermitteln. Die Lodge befindet sich noch im Aufbau, und sicherlich gibt es noch einige Punkte, die verbessert werden können, aber diese persönliche Note macht den Aufenthalt dort zu etwas ganz Besonderem.

Schöne Grüße
Sonja
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19 Dez 2017 00:05 #502042
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Tok Tokkie Trail - Teil 1

Die D707, so schön sie landschaftlich auch sein mag, ist aktuell in einem miserablen Zustand, und auch auf der C27 wurde es dann nicht wesentlich besser. So erreichten wir gut durchgerüttelt um halb zwei das Büro von Tok Tokkie Trails, wo wir von unserem Guide Richardo sehr nett begrüßt wurden und erfuhren, dass unsere Gruppe mit acht Personen vollständig besetzt war. Bei Kaffee und kalten Getränken konnten wir uns auf einer schattigen Veranda auch gleich beschnuppern, während wir auf zwei weitere Mädls warteten, die sich etwas verspäteten. Um halb drei waren wir dann vollständig: Marc und ich, Matthias und Paulina, die auf ihren Flitterwochen unterwegs waren, Andreas und Michael, die wir bereits aus der Alten Loge in Lüderitz kannten und zu guter Letzt Romana und Charleth, die für eine Swakopmunder Reiseagentur den Tok Tokkie Trail testen durften.

Richardo erklärte uns zunächst unsere Wanderroute, den genauen Programmablauf und was wir alles in unser Tagesgepäck packen sollten, dann ging es auch schon los. Zunächst bekamen wir eine Führung durch NADEET, ein Umweltschutzprogramm, das Schulklassen und andere interessierte Gruppen in Sachen Umgang mit Wasser, Müll, Energie und der Biodiversity schult. Greta, die einen dreimonatigen Auslandsaufenthalt hier verbringt, führte uns durch das Schulungszentrum und erklärte uns sehr anschaulich, welche Maßnahmen hier zum Schutz der natürlichen Ressourcen ergriffen werden. Fast der komplette Müll z.B. wird hier recycelt, denn alles andere muss ins mehrere Fahrtstunden entfernte Swakopmund gefahren werden. NADEET hat außerdem die Eimerdusche sowie die Kompost-Toiletten entwickelt, die uns auch in den Camps auf dem Trail noch begegnen sollten.





Dann ging es im offenen Geländewagen zum Startpunkt unserer Wanderung. Die nächsten eineinhalb Stunden ging es die Dünen hinauf und hinunter, immer wieder unterbrochen von kurzen Pausen, in denen uns Richardo interessante Infos zu Flora und Fauna der Namib gab. Wir lernten den Tok Tokkie Käfer kennen, der der Namensgeber unserer Wanderung ist, und kamen ganz nah an einem grasenden Oryx vorbei – zudem war die Landschaft einfach nur traumhaft.





























Wir stellten allerdings schnell fest, dass das Laufen im Sand ziemlich anstrengend ist, und so waren wir trotz der verhältnismäßig kurzen Strecke bereits gut durchgeschwitzt. Drei Kilometer später erreichten wir unser erstes Camp, und das war dann ein absolutes Highlight: Willie und Teresia erwarteten uns schon vor Ort, zusammen mit einer gut gefüllten Bar, einem toll eingedeckten Tisch, an dem wir später unser Dinner „with a view“ zu uns nehmen würden, und unseren „Zimmern“. Jedes Paar hatte zwei Feldbetten inkl. Nachttischchen, die mit warmen und gemütlichen Matratzen, Kissen und Decke ausgestattet waren, sowie ein mobiles Waschbecken und eine Kofferablage (auf der schon unser Gepäck bereitlag) zur Verfügung. Die Betten waren in ausreichendem Abstand zu den Nachbarn platziert, mit einem herrlichen Ausblick, so dass man am Morgen quasi im Bett den Sonnenaufgang genießen konnte.







Wer wollte, konnte noch eine Eimer-Dusche nehmen, was sich natürlich kaum einer entgehen lassen wollte. Willie füllte einen 10-Liter-Eimer mit warmem Wasser, und schon konnte man duschen, bis dieser leer war – interessanter Weise brauchte man aber selbst mit Haare waschen nicht mal den halben Eimer. Schon faszinierend, mit wie wenig Wasser man auskommen kann – vor allem, wenn man bedenkt, was zu Hause pro Minute so durch die Leitung rauscht :blush:



Den Sundowner gab es dann natürlich ebenfalls bei herrlicher Aussicht, und schon jetzt merkten wir, dass unsere Gruppe ganz hervorragend harmonierte. Mit Andreas und Michael lagen wir humormäßig gleich auf einer Wellenlänge, Paulina kannte sich als Tierärztin mit der Fauna sehr gut aus, und von den beiden Mädls erfuhren wir viel Interessantes über das Leben und Arbeiten in Namibia.







Als es dann dunkel wurde, wurde unterm Sternenhimmel das Dinner serviert. Dazu floss reichlich Wein, und Richardo erklärte uns mit seinem Laserpointer alle möglichen Sternbilder der südlichen Hemisphäre. Den Skorpion und das Kreuz des Südens kann mittlerweile sogar ich ohne fremde Hilfe erkennen :lol: Irgendwann war es dann aber an der Zeit, unsere Betten zu testen – und ich muss sagen, diese sind ausgesprochen gemütlich. Einmal eingemummelt, will man gar nicht mehr aufstehen, und mit einem sagenhaften Blick in den tollen Sternenhimmel sind wir dann eingeschlafen.
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Letzte Änderung: 19 Dez 2017 00:13 von Sorimuc.
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20 Dez 2017 01:09 #502206
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Tok Tokkie Trail - Teil 2

Mitten in der Nacht musste ich dann leider raus, da die Blase drückte – und da ich eh schon mal wach war und der Mond bereits untergegangen, versuchte ich mich gleich noch im Fotografieren der Sterne, was aber leider nicht ganz so erfolgreich war, wie ich mir das vorgestellt habe. Hätte ich mir mal lieber im Hellen noch Gedanken um die Bildkomposition gemacht… :dry:



Also noch ein paar Stündchen schlafen, bis wir von Willie und Richardo mit Kaffee ans Bett und heißem Wasser in unseren Waschbecken geweckt wurden. Da liegt man also mitten in der Wüste, eingekuschelt in eine warme Decke mit einem Kaffee in der Hand und wartet darauf, dass am Horizont die Sonne aufgeht – hallo, ist das Luxus?











Irgendwann mussten wir aber natürlich raus, schnell waschen und anziehen und ab zum Frühstück. Teresia hatte sogar Porridge gekocht, es mangelte uns also an nichts.





Um kurz vor acht Uhr hatten alle ihre Wasserflaschen aufgefüllt, die Tagesrucksäcke geschultert und schon konnte es losgehen. Vor dem heutigen Tag hatten alle ein wenig Respekt – in insgesamt sieben Stunden sollten wir 12 Kilometer über Sanddünen und den Horseshoe Mountain zurücklegen.





















Als wir endlich die Sanddünen hinter uns gelassen und wieder festen Boden unter den Füßen hatten, herrschte allgemeine Hochstimmung – so läuft es sich doch gleich viel leichter. Auf dem Grat des Berges angekommen, machten wir eine kurze Pause, und wie sich herausstellte, hatte Richardo sogar Muffins und Tee bzw. Kaffee für uns in seinem Rucksack mitgeschleppt. Die Aussicht von dort oben war mal wieder hammermäßig, ein leichter Wind wehte die verschwitzten Shirts trocken und wir wussten, dass wir den höchsten Punkt der Wanderung geschafft hatten.









Danach ging es auf der anderen Seite den Bergrücken wieder hinunter und durch ein langgezogenes Tal bis zu unserem Lunchquartier. Richardo hielt auch jetzt immer wieder an, wenn er interessante Tiere oder Pflanzen entdeckte, und damit der hintere Teil der Gruppe aufschließen konnte. Mittlerweile wurde es ziemlich heiß, und da wir uns zwischen zwei Berghängen befanden, wehte auch kaum mehr Wind. So freuten sich alle sehr, als wir die Oase erreichten, wo für alle Liegestühle im Schatten bereitstanden und Sandwiches und kalte Getränke warteten. Die Mittagspause verbrachten wir mit Lesen, Schlafen und Kartenspielen – Charleth brachte uns ein lustiges Spiel bei, bei dem der Gewinner immer der King bzw. die Queen war und der Verlierer das Asshole :laugh:





Nach ein paar äußerst kurzweiligen Stunden machten wir uns auf, die restliche Strecke für heute zu bewältigen. Und zur hellen Freude aller gab es auch wieder einige Dünen zu besteigen, bis wir endlich das heutige Camp erreichten.











Auch hier war wieder an nichts gespart worden: Die Aussicht über die roten Dünen war wunderbar, der Gin Tonic kaltgestellt und literweise heißes Wasser wartete darauf, von uns verduscht zu werden. Und was soll ich sagen, eine Dusche hatten wir auch alle dringend nötig :whistle: Zum Sonnenuntergang suchten wir uns ein hübsches Plätzchen auf einer Düne, und im Anschluss kochte Teresia wieder ein köstliches Menü für uns (kalte Tomatensuppe, Oryxgulasch mit Gemüsebeilagen und Pancakes mit Karamell- und Minzsauce).









Besonders erwähnenswert war der Kürbis mit Zimt, in den ich mich hätte reinlegen können. Für Paulina und Matthias stand zur Feier der Flitterwochen Sekt bereit, den sie gerne mit uns teilten, und Michael gab ein wunderbares Gesangsstück zum Besten (er ist von Beruf Opernsänger). Das war mal Gänsehautfeeling pur… Nach ein paar weiteren Gläsern Wein und vielen lustigen und unterhaltsamen Gesprächen freuten wir uns schon auf eine weitere Nacht in unseren gemütlichen Betten.
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Letzte Änderung: 20 Dez 2017 01:29 von Sorimuc.
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Das ist ja mal ein unvergessliches Erlebnis!
So eine Tour kann man aber sicher nur mit guter Kondition machen.
Hattet ihr nachts keine Angst vor Tieren?

Vielen Dank fürs Teilhaben lassen.
Viele Grüße von
Gila
Letzte Änderung: 20 Dez 2017 09:14 von Gila.
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Liebe Sonja,

ich muss mich jetzt auch endlich mal zu Wort melden :) Einen richtig tollen Bericht darf ich hier mitverfolgen! Man merkt euch die Begeisterung an und ihr habt ein gutes Auge für schöne Motive!

Liebe Grüße
Laura
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20 Dez 2017 09:21 #502232
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Hallo Sonja,

deine tollen Landschaftsaufnahmen sind genau das Richtige um diesen trüben Tag aufzuhellen! Vielen Dank fürs Zeigen!

LG Konni
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