THEMA: Vom KTP bis zum Etosha NP 2017 - the lion's share
17 Sep 2017 22:21 #489706
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Fortsetzung 07.08.2017

Kaum sind wir in Okaukuejo angekommen, führt unser Weg als erstes zum Wasserloch. Hier sind zwar viele Menschen anwesend, jenseits der Mauer herrscht jedoch ersteinmal Leere.
Also werden die nichtmenschlichen Lebewesen diesseits der Mauer beobachtet.



Irgendwann - die Sonne ist längst untergegangen und am Wasserloch sind weniger Menschen anwesend - schälen sich einige Elefanten aus der Dunkelheit und treten ans Wasserloch, um ihren Durst zu stillen.



Nach dem Abgang der grauen Riesen folgt der ersehnte Auftritt der Spitzmaulnashörner, der Hauptgrund dafür, dass wir diesen Ort so gern besuchen, auch wenn man ihn mit so vielen Menschen teilen muss, die sich auch nicht immer vorbildlich leise verhalten (indem sie beispielsweise Rollkoffer über den Schotter in ihre Häuschen zerren... :S ).
Vor allem eine Nashornkuh mit Kalb verbringt den heutigen Abend ausdauernd am Wasserloch. Immer wieder kommen andere Nashörner dazu, trinken und ziehen sich in die Dunkelheit zurück.







Als die Kinder müde und unruhig werden, gehe ich mit ihnen den langen Weg zurück über den Campground zu unserem Zimmer, das in unmittelbarer Nähe des Restaurants gelegen ist. Meine Frau bleibt bei den Nashörnern und beobachtet - während ich mit den Kindern Fertignudeln löffele, sie bettfertig mache und ihnen vorlese - das Kalb dabei, wie es sich mit einem ausgewachsenen Bullen misst, die Mutter das Schauspiel aufmerksam betrachtet und sich schließlich einmischt und den Bullen zurückdrängt.











Als die Kinder schlafen, wechseln wir uns noch einmal ab und ich kehre ans Wasserloch zurück.
Nashörner sind nach wie vor anwesend - besonders schön ist es, als zum Abschluss noch eine Tüpfelhyäne zum Trinken kommt.



Froh gehe ich zurück zum Zimmer und alle vier verbringen wir eine ruhige Nacht und freuen uns auf den morgigen Tag, an dem wir uns mit Forumsmitglied Sasa und ihrer Familie in Okaukuejo treffen wollen. :)
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20 Sep 2017 13:51 #489961
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08.08.2017

Heute stehen wir vor dem Morgengrauen gemeinsam auf - das ist mit den Kindern durchaus eine Herausforderung. Während die Kleinen langsam zu Bewusstsein gelangen, gehe ich schnell ins nahe unseres Zimmers gelegene Restaurant und packe für den Nachwuchs ein Frühstückspäckchen zusammen. Denn bei Toresöffnung wollen wir gen Okondeka fahren - ein Wasserloch, an dem wir bei unseren vergangenen Besuchen im Etosha immer viel Glück mit Löwensichtungen hatten.
Mit der aufgehenden Sonne brechen wir auf und fahren gen Norden durch die bereits arg ausgetrocknete Landschaft.
Wie immer, so wird auch auf dieser Reise der einsame Baum vor der Pfanne zum ersten Fotomotiv des anbrechenden Tages.





Am Straßenrand und auch in weitrer Ferne zeigt sich leider für lange Zeit kein nichtpflanzliches Leben. Auch als wir schließlich an der Wasserstelle angelangt sind, ändert sich die Situation nicht maßgeblich. Weit entfernt lassen sich zwar einige Zebras und Antilopen sehen, da sie aber in direktem Gegenlicht stehen, verzichten wir auf Fotos. Von den erhofften Löwen fehlt heute leider jede Spur. Das finden wir natürlich etwas schade, aber im Spiegel dessen, was wir in den letzten Tagen löwentechnisch erleben durften, nicht wirklich tragisch.
Und so kehren wir unverrichteter Dinge zurück nach Okaukuejo. An solchen Gamedrives wird einmal wieder deutlich, dass man sich eben nicht in einem Zoo befindet - und das ist ja auch wieder ganz gut so. :)
Da der Morgen noch nicht allzu weit fortgeschritten ist, beschließen wir, noch die Schleife nach Olifantsbad zu fahren und dabei auch Gemsbokflakte einen erneuten Besuch abzustatten.

An letztgenanntem Wasserloch angekommen, werden wir für die Löwenabsenz bei Okondeka ein wenig entschädigt. Auf der Mauer der Pumpstation döst ein halbwüchsiger Löwenkater vor sich hin, rekelt sich dann und wann und betrachtet müde die nahen Zebras. Ein zweiter ist gleich bei unserer Ankunft in den Mauerring gesprungen und lässt sich nicht mehr blicken.





Wir nehmen uns vor, heute Nachmittag noch einmal zurückzukehren und nachzuschauen, ob die Löwen noch vor Ort sind.
Unser Weg führt uns jetzt aber erstmal durch bewaldeteres Gebiet nach Olifantsbad. Von den namensgebenden Elefanten sehen wir hier heute keine Spur. Einzig einige Kudus und Kuhantilopen flankieren das Wasserloch.
Und dann kommt es zu einem ganz beeindruckenden Erlebnis, das unsere Fotos nicht wirklich einfangen können: Ein enorm großer Vogelschwarm fällt zum Trinken ein. Eine schwarze Wolke aus unzähligen Vogelleibern verdunkelt Landschaft und Himmel und verändert zackig immer wieder Dichte, Richtung und Form. Begleitet wird dieses visuelle Spektakel von dem lauten Rauschen der vielen Tausend Flügel. Die Antilopen ziehen sich im Angesicht dieses Wirbels vom Wasser zurück und wir beobachten mit offenstehenden Mündern für eine lange Zeit.







Nach diesem Erlebnis fahren wir nach Okaukuejo zurück und ich breche noch allein zu einem kurzen Abstecher nach Ombika auf, sehe dort - es ist ja auch schon Mittag - jedoch nur einige Zebras, Gnus und Springböcke. Auf dem Rückweg komme ich dann noch an einer enorm großen Straußenkinderschar vorbei. Ich zähle knapp zwanzig Küken und sehe nur drei adulte Tiere. So viele Straußenkinder habe ich noch nie auf einem Fleck gesehen. Durch den dichten Busch gelingen aber leider nicht wirklich gute Fotos.





Zurück in Okaukuejo treffe ich meine Familie wieder und gemeinsam spazieren wir zum Wasserloch, wo wir uns heute mit Forumsfreundin Sasa und ihren Mitreisenden verabredet haben.
Am Wasserloch herrscht entspannte Mittagsruhe und so verbringen wir die Wartezeit damit, den fleißig ein- und ausfliegenden Siedelwebern und einigen badenden Oryx zuzusehen.







Fortsetzung folgt...
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22 Sep 2017 09:54 #490096
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08.08.2017 (Fortsetzung)

Nach einiger Zeit nähern sich uns am Wasserloch von Okaukuejo bekannte Gesichter. Sasa mitsamt Familie und mitreisenden Freunden stößt zu uns. Wir freuen uns sehr, sie wiederzusehen, war doch das kleine (West-)Forentreffen in der Eifel eine ausgesprochen nette Sache, die nach einer baldigen Wiederholung verlangt... ;)
Unsere Töchter umschwärmen sofort Sasas Tochter und wir nutzen die Zeit, um uns mit Blick auf trinkende und badende Antilopen mit gedämpfter Stimme zu unterhalten.
Da Hunger aufkommt, beschließen wir, gemeinsam die Snackbar des Rastlagers aufzusuchen. Im Außenbereich des Restaurants kann man recht nett sitzen. Wir stellen eine große Tafel zusammen und studieren konzentriert die ausgelegten Karten. Nachdem alle entschieden haben, was sie essen und trinken wollen und meine Frau gesammelt die Bestellung aufgibt, wird nach und nach deutlich, dass die Karte zwar umfangreich, das tatsächliche Angebot aber viel überschaubarer ist... So heißt es umdisponieren.
Als dann alle erneut entschieden sind, wird das Essen in aller Gemütlichkeit bereitet - und zwar dergestalt, dass, wenn der Vordermann in der Schlange bereits Pommes bestellt hat, seine Portion frisch frittiert wurde und dann erst die nächste Bestellung aufgenommen wird, um dann erneut Pommes in Portionsgröße zu frittieren... So zieht sich das Ganze hin.
Das macht aber nichts, denn wir haben eine gemütliche und anregende gemeinsame Zeit, in der wir uns über unsere bisherigen Reiseerlebnisse austauschen und bei der ein oder anderen Erzählung wegen der Abenteuerlichkeit einzelner Streckenabschnitte (Twyfelfontein!) ganz große Augen machen.
Nachdem wir uns noch ein gemeinsames Eis gegönnt haben, beschließen wir, auf einen Gamedrive gen Gemsbokflakte aufzubrechen.

Am Wasserloch Nebrownii stehen einige Giraffen, die wir kurz beobachten.



In der Hoffnung auf die Löwen, die wir alle heute Vormittag bei Gemsbokflakte gesehen haben, fahren wir aber bald weiter.
Und tatsächlich: Kurz nachdem wir das Wasserloch erreicht haben, spaziert eine Löwin - aufmerksam beäugt von potentieller Beute - in Richtung des kühlen Nass.



Plötzlich kommt noch mehr Bewegung in die Szenerie, als drei halbwüchsige Löwen über die Mauer der Pumpstation springen und der Löwin - augenscheinlich ihrer Mutter - entgegenrennen, um sie zu begrüßen.







Gemeinsam machen sich die vier Katzen auf den Weg zum Wasser und kommen dabei genau auf uns zu. :)









Nachdem ausgiebig getrunken und ein wenig geschmust wurde, machen sich die Löwen auf den Weg in Richtung Straße und wir verändern unsere Postion, um in ihrer Nähe zu bleiben.





Wir können uns so positionieren, dass die Löwen auf uns zu laufen und warten gespannt und begeistert darauf, dass sie sich noch weiter nähern.









Als die Löwen schließlich die Straße queren, verabschieden wir uns von ihnen und auch von Sasas Truppe, die die Nacht außerhalb der Parkgrenzen verbringen wird. Für uns wird es nach diesem wieder einmal wunderbaren Löwennachmittag Zeit, nach Okaukuejo zurückzukehren.

Auf dem Heimweg begegnen wir noch Herrn Gackeltrappe, einem Schakal und einigen Zebras in schönem Abendlicht.







Kurz vor Toresschluss erreichen wir das Rastlager und begeben uns nach einer kurzen Verschnaufpause im Zimmer zum Wasserloch, um auch heute wieder das Treiben nach Einbruch der Dunkelheit zu genießen.

Fortsetzung folgt.
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24 Sep 2017 23:22 #490365
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Der Rest des Tages ist dann recht schnell erzählt.
Wir gehen wieder mit den Kindern zum Wasserloch und verbringen einige Zeit gemeinsam mit Elefanten- und Nashornbeobachtungen.
Als die Kleinen hungrig werden, teilen wir uns wie am Vorabend auf. Und so verbringen wir den Abend abwechselnd in unserem Zimmer und am Wasserloch - neben den Dickhäutern lassen sich einige Zeit später erneut Tüpfelhyänen sehen.
Etwas schade ist, dass wir immer so weit hin und her laufen müssen, aber da die Häuschen in Nähe des Wasserlochs schon ein knappes Jahr im Voraus nicht mehr für uns verfügbar waren, sind wir ganz froh, überhaupt ein Bett in Okaukuejo bekommen zu haben, denn das Wasserloch ist bei Nacht (bei allem zeitweisen Massenbetrieb) immer noch ein sehr zauberhafter Ort, dessen Besuch wir nicht missen möchten.









Nach kurzweiligen Stunden der Beobachtung abwechselnd mit gemütlichen Intermezzi bei der nächtlichen Betreuung der Kinder gehen wir schließlich kurz vor Mitternacht ins Bett und schlafen schnell ein.
Wir freuen uns: Morgen geht es in Richtung Halali...
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25 Sep 2017 21:18 #490458
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09.08.2017

Nach einem ganz frühen gemeinsamen Frühstück im Außenbereich des Camprestaurants beladen wir unser Auto und besteigen zum Abschied und zur Freude der Kinder den Turm von Okaukuejo, der einen netten Ausblick auf die das Camp umgebende Savannenlandschaft ermöglicht.
Um sieben Uhr geht es dann schließlich wieder auf Tour. Wir entscheiden uns für die Teerstraße in Richtung Süden, um dem Wasserloch Ombika einen Besuch abzustatten, das uns bei vergangenen Besuchen stets gute Sichtungen geboten hat. 2009 haben wir hier unsere erste und bisher einzige ernsthafte Löwenjagd erleben dürfen. Trotz der frühen Morgenstunde finden wir das Wasserloch in diesem Jahr aber verwaist vor und auch einige Zeit des Wartens ändert daran nichts. Schade.
Wir beschließen in Richtung Osten zu fahren und wählen die Dirtroad, die uns direkt nach Gemsbokflakte führt.
Unterwegs begenet uns neben einem Schabrackenschakal und einigen Elefanten im tiefen Busch als erster Höhepunkt des Tages ein Kampfadler, der direkt neben der Pad auf einem kleinen Baum sitzt und sich ausdauernd beobachten lässt.
Außerdem treffen wir noch auf einen Steppenfalken.







Gemsbokflakte bleibt sich treu. Auch am heutigen Morgen sind Löwen anwesend. Einer der drei Halbwüchsigen, mit denen wir den gestrigen Nachmittag verbracht haben, döst wieder auf der Mauer der Pumpstation. Wir bleiben eine kurze Weile bei ihm, verabschieden uns dann endgültig von ihm und seinem Rudel und setzen unseren Weg gen Halali fort.



Auf der Hauptpad am Rand der Pfanne, deren Ränder mit hohem Gras bestanden sind, kommen wir zügig voran. Zwischen den Wasserstellen zeigt sich aber auch hier wenig Wild.
Dann erreichen wir am späten Vormittag das Wasserloch Rietfontein. Hier stehen einige aufmerksame Kudus und Oryx am Wasser.



Der Grund ihrer Anspannung ist bald ausgemacht. Im hohen Gras in Ufernähe lagern drei Löwinnen, die sich wegen der spätvormittäglichen Wärme kaum bewegen und einzig zum Trinken ihren Popo aus dem Gras in die Luft strecken.
Da die Kinder noch zufrieden mit ihrem Aufenthalt im Bus sind, beschließen wir einige Zeit hier zu bleiben und darauf zu hoffen, dass sich die bisher gut verborgenen Katzen irgendwann einmal nennenswert bewegen - derzeit lagern sie nämlich noch in der prallen Sonne.
Unsere Geduld wird nach längerer Zeit schließlich belohnt. Nach und nach stehen die Löwinnen auf und suchen sich einen Platz im nahen Schatten. Halbherzig werfen sie auf dem Weg dorthin einige Blicke auf nahe grasende Zebras, legen sich aber alsbald unter einen Busch und werden erneut fast unsichtbar. Leider ist das Fotolicht tageszeittypisch suboptimal. Wir freuen uns aber trotzdem über eine weitere Löwensichtung.







Zur späten Mittagszeit erreichen wir schließlich Halali, können aber unser Bush-Chalet leider noch nicht beziehen. Wir gehen also zum Moringa Wasserloch, treffen dort aber kein Wild an. Da sich langsam bei allen Familienmitgliedern Hunger einstellt, beschließen wir im Restaurant des Camps ein Sandwich zu essen, das wir auf Nachfrage an der Bar auch bekommen. Das angebotene Mittagsbuffet ist uns zu teuer und uns ist auch nicht nach mittäglicher Völlerei zumute.

Als das Bush-Chalet schließlich bezugsfertig ist, laden wir unsere Siebensachen dort ab und sind erfreut, ein zwar sehr zweckmäßig eingerichtetes, aber sehr großzügig bemessenes Gebäude vorzufinden. Neben einem großen Essraum mit Couch besteht die Hütte aus zwei geräumigen Schlafzimmern mit Doppelbetten und zwei kleinen Bädern. Hier haben die Kinder abermals richtig viel Platz, um sich auszutoben.
Dann führt unser Weg als nächstes zum Pool des Camps, an dem gegenwärtig recht viel Betrieb herrscht. Mit unserer Großen wird schwimmen geübt, mit unserer Kleinen vergnügt geplanscht. So vergeht der frühe Nachmittag und es wird 15.30 Uhr, bis wir uns auf eine kleine Nachmittagsausfahrt begeben, die uns erneut nach Rietfontein führen soll. Ob die Löwinnen noch an Ort und Stelle sind? Wir drücken die Daumen.

(Fortsetzung folgt)
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27 Sep 2017 12:02 #490629
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09.08.2017 (Fortsetzung)

Um 15.30 Uhr geht es endlich wieder hinaus in den Busch! :)
Recht zügig bringen wir die Verbindungsstraße von Halali zur Hauptstraße hinter uns und biegen nach links ab - wir wollen bei Rietfontein nach dem Verbleib der Löwinnen von heute Mittag schauen.
Tatsächlich liegen sie noch immer an Ort und Stelle und damit leider recht weit entfernt und wenig sichtbar. Aber immerhin: Sie sind noch da.
Mit unserer Geduld ist es gerade nicht so weit her und so entschließen wir uns, den nahen Loop bis zur Pfanne zu fahren. Diese kleine Straße führt zwar zu keiner Wasserstelle, dafür aber durch wunderschöne Grassavanne - und laut unserem Fotoguidebook ist hier mit vielfältigen Sichtungen zu rechnen, da beispielsweise Reviergrenzen von Breit- und Spitzmaulnashörnern in dieser Gegend verliefen.
Wir genießen die Landschaft im sanfter werdenden Licht des Spätnachmittags, haben mit Sichtungen aber dieses Mal kein Glück.
Einzig ein Strauß stolziert malerisch vor der Kulisse der Pfanne herum und wird dankbar von uns fotografiert.



Nach der Detour kehren wir noch einmal nach Rietfontein zurück und können uns freuen: Die drei Löwinnen haben ihren Platz unter den Büschen verlassen und bewegen sich in Richtung Wasserloch. Sie bleiben dabei zwar im hohen Gras, aber man kann sie trotzdem im schönen Licht der sich langsam dem Horizont nähernden Sonne beobachten und verewigen, bis sie sich wieder hinlegen, mit dem goldenen Gras verschmelzen und dadurch quasi unsichtbar werden.







Außer uns sind nur noch zwei weitere Fahrzeuge anwesend - das ist etwas, was wir an der Region um Halali so sehr schätzen. Zu den Randzeiten des Tages wird es hier wirklich ruhig, da nur die Gäste des Camps so früh bzw. spät an den Wasserstellen anwesend sein können.
Das heißt natürlich noch lange nicht, dass sich die Halali-Gäste immer einwandfrei benehmen würden... Überhaupt mussten wir dieses Jahr im Etosha Zeuge vielfältigen Fehlverhaltens werden. :S
Es folgt ein Fall für die "Wall of Shame", wie es sie in den Kgalagadi-Camps zu "bewundern" gibt.
Man kann einfach nur den Kopf schütteln.
Ab von der Tatsache, dass die Löwinnen vielleicht hundert Meter entfernt liegen... :pinch:



Als die Sonne schon bedrohlich tief steht, brechen wir in Richtung Halali auf.
Weit kommen wir aber nicht, denn kurz nachdem wir auf die Hauptpad eingebogen sind, können wir bereits etwas abseits der Straße inmitten des wunderschön von der untergehenden Sonne ausgeleuchteten Grasmeeres ein Spitzmaulnashorn ausmachen.
Ich freue mich total! Spitzmaulnashörner zu sehen ist immer wieder einer der Hauptgründe, um in die Etosha zurückzukehren. Und wenn die Begegnung dann noch bei Tageslicht stattfindet, ist es gleich noch viel schöner und immer wieder etwas Besonderes.
Dieses Individuum hat anscheinend schon einiges erlebt und dabei eines seiner Hörner eingebüßt. Unsere Töchter treffen also auf ihr erstes echtes Einhorn. ;)
(@ Laura: Ich meine mich zu erinnern, dass euch das gleiche Tier im Juni über den Weg gelaufen ist, oder?)





Nach diesem ungeplanten Stopp müssen wir uns beeilen, um noch rechtzeitig das Camp zu erreichen.
Wenige Minuten vor Toresschluss passieren wir zum Glück das Tor und steuern direkt das Wasserloch an, um dort die letzten Minuten des Zwielichts zu verbringen, bevor das Wasser in künstliches Licht getaucht wird.

(Fortsetzung folgt)
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