THEMA: "Hello again" - durchs Damaraland und Kaokoveld
19 Apr 2017 23:31 #471965
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Ich gebe dem Druck einiger Formis nach. Hier kommt demnächst unser Reisebericht.

Vorwort:
Den Ruf Afrikas haben wir schon lange wieder verspürt und mit jedem Tag ist die Sehnsucht gewachsen.
Nun endlich ist der Tag gekommen. Afrika wir kommen!!!
Wir freuen uns
- auf den ersten Atemzug afrikanischer Luft
- auf den ersten Sonnenuntergang
- auf den ersten Sonnenaufgang
- auf die Geräusche
- auf den Geruch
- auf die erste Nacht im Dachzelt
- auf viele nette Begegnungen
- auf all das, was auch Ihr an Afrika so liebt.

Ursprünglich war unsere Reise für Mitte April / Anfang Mai geplant.
Doch mussten wir dieses aus privaten Gründen auf Mitte März – Anfang April verschieben.
Ist doch alles kein Problem – wenn, ja wenn man nicht unbedingt das Kaokoveld besuchen möchte.
2015 waren wir zum ersten Mal im Kaokoveld. Die Landschaft und die Begegnung mit den Menschen dort, hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen.
Dieses Jahr wollten wir einige dieser Orte und Menschen wieder besuchen, dazu hatten wir Bilder von diesen Begegnungen im Gepäck.

Mit Freude für das Land, aber Sorge für unsere Route beobachteten wir den Verlauf der Regenzeit.
Letztendlich beließen wir es trotzdem bei der geplanten Route und starteten mit Plan B und C im Hinterkopf.
Ja – vielleicht lieben wir ein wenig das Abenteuer – aber nur so lange es für uns kalkulierbar ist.
Vorgebucht hatten wir lediglich die erste und letzte Nacht (weile es beruhigend ist) und die Campsite im Marienflusstal. Als Camper ist dies in dieser Jahreszeit überhaupt kein Problem.
Außerdem hatten wir die Route so gelegt, dass die wetterbedingt schwierigen Passagen zu Beginn unserer Reise lagen und wir auch hier genügend Puffertage hatten.
Warnung: Viele Tiere hatten wir auf unserer Reise wenig, dafür allerdings tolle Landschaften und nette Begegnungen.

Hier unsere Route:



10.03.17 Abflug
11.03.17 Ankuft ind WDH / Daan Viljoen
12.03.17 Blutkoppe
13.03.17 Swakopmund
14.03.17 Swakopmund
15.01.17 Messum Krater
16.03.17 Ugab Save the Rhino Camp
17.03.17 Aba Huab Campsite
18.03.17 Khowarib Campsite
19.03.17 Irgendwo im Ganamub
20.03.17 Puros
21.03.17 Marble Campsite
22.03.17 Camp Syncro
23.03.17 Camp Syncro
24.03.17 Wildcamp im Kaokoveld
25.03.17 Omungunda
26.03.17 Epupa Camp
27.03.17 Kunene River Lodge Campsite
28.03.17 Etosha Roadsite
29.03.17 Elifantrus
30.03.17 Okaukuejo Campsite
31.03.17 Etotongwe
01.04.17 Ai Aiba Rock Painting Lodge
02.04.17 Spitzkoppe
03.04.17 Teufelsbach
04.04.17 Rückflug

Wer uns auf unserer Reise begleiten möchte, ist dazu gerne eingeladen.

Liebe Grüße Dagmar
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20 Apr 2017 22:03 #472157
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10./11.03.17 Abflug und Ankunft

Endlich geht es wieder los. Voller Vorfreude fahren wir dem Zug auf den Flughafen Frankfurt. Dieses Jahr fliegen wir mit Condor – was ich eigentlich NIE mehr machen wollte. Doch zum Zeitpunkt der Buchung war Air Namibia dermaßen auf der Hochschule mit den Preisen, dass wir keine andere Wahl hatten, wenn man, wie wir, einen Direktflug bevorzugt.

Auf dem Flughafen spricht mich eine Frau an: „Entschuldigung – seid ihr die Take offs?“ - „ Ja“
Es ist Iris (Gnuhu) aus dem Forum. Wir hatten im Vorfeld festgestellt, dass wir die gleichen Flüge gebucht hatten. So verkürzen wir uns die Wartezeit zusammen mit einem kleinen Plausch. Sie reist die 3,5 Wochen alleine (Hut ab!) und wir sind uns gleich sympathisch. Während wir so da stehen, traue ich plötzlich meinen Augen nicht.
Ja ist das hier denn ein geheimes Forumstreffen?
Da kommen Carsten (Casimodo) und Kerstin (Esmeralda) um die Ecke.
Was für ein schöner Auftakt der Reise. Wir freuen uns alle sehr über dieses ungeplante Treffen. (Ein Foto davon hat Carsten).
Dann endlich geht’s zum Boarding und 10,5 Stunden später sind wir endlich wieder in Namibia.

Tief atmen wir die afrikanische Luft beim Verlassen des Fliegers ein und wie so oft muss ich doch tatsächlich etwas mit meinen Emotionen kämpfen.
Carsten und Kerstin, die sich die besseren Plätze gegönnt haben, sehen wir in Windhoek leider nicht mehr, von Iris können wir uns noch verabschieden.

Während Jürgen sich um das Gepäck kümmert, gehe ich schon mal Geld besorgen. Ein seit Jahren funktionierendes System.
Unser Fahrer von Savanna wartet schon und eigentlich könnte es gleich losgehen … eigentlich. :S Denn die noch mitfahrenden Passagiere lassen sich Zeit… sehr viel Zeit. Ca. 1 Stunde später kommen wir dann endlich los.
Doch was soll‘s. B) Wir sind in Urlaub und haben heute auch keine Eile.

Bei Savanna werden wir schon fast wie Freunde begrüßt. „Schön euch wieder zusehen“
Die Autoübernahme geht schnell von statten. Wor haben uns wieder für den Landcruiser entschieden. Dieser ist fast noch neu, er hat nur 28690 km auf dem Tacho. Wir checken kurz, ob alles drin ist. Versichern uns, dass die Gasflaschen gefüllt sind und dann kann es auch schon fast losgehen.
Ein letzes mal gehe ich noch um das Auto und schaue mir die Reifen an. Vorne links derr Reifen gefällt mir nicht. Ich rufe Jürgen und er ist meiner Meinung. Aus den Stollen sind schon kleine Stücke herausgebrochen und angesichts der Strecke, die wir fahren wollen, bestehen wir auf einem Reifenwechsel. Dies wird auch anstandslos gemacht. Allerdings bekommen wir den etwas abgefahrenen Reifen als 2. Ersatzreifen mit. Damit können wir leben.

Unser erstes Ziel ist Maerua Mall und hier der Bottle Shop, denn es ist SAMSTAG. Was wäre ein Urlaubsauftakt ohne Sundowner. :silly: Danach tätigen wir unsere Einkäufe wie immer im Superspar.
Um 14.00 Uhr ist alles erledigt und wir fahren zu unserer ersten Unterkunft. In nur 30 Minuten erreichen wir Daan Viljoen. Das Thermometer zeigt 27 C°. Angenehm.
Für die erste Nacht vollkommen in Ordnung. Zwar liegen die Campsites dicht nebeneinander, doch stört uns das heute nicht. Die Duschen und Toiletten sind sehr schön und sauber. Überhaupt ist Daan Viljoen mit vielen kleinen Details liebevoll gestaltet.









Wir räumen unsere Einkäufe ein, genehmigen uns den ersten Gin Tonic und genießen es einfach wieder in Afrika zu sein.
Wir haben zwar bei der Ankunft 90 Nam$ Fee für den Park bezahlt, machen aber außer einem kleinen Spaziergang durch das Gelände keinen Gebrauch davon. Irgendwie ist uns das hier noch nicht „afrikanisch“ genug.
Ich freue mich auf die erste Nacht im Dachzelt.

Gefahrene Km: 23
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22 Apr 2017 17:39 #472394
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Ein herzliches Willkommen allen Mitreisenden. Macht‘s euch bequem, denn jetzt geht es gleich weiter.

12.03.17 Daan Viljoen – Blutkuppe
Wie nicht anders zu erwarten, war die erste Nacht im Dachzelt wieder wunderbar. Wenn auch noch nicht weit draußen in der freien Natur, kommt das Afrika-Feeling schon wieder auf.
Wir frühstücken gemütlich, fahren zur Rezeption und füllen unseren Wassertank.
Gegen 10.00 Uhr brechen wir auf. Aber nicht Richtung Blutkuppe, sondern erst mal wieder zurück nach Windhoek, :dry: da wir gestern vergessen hatten voll zu tanken. :whistle: Das sollte demnächst nicht mehr passieren.
Also erst mal eine halbe Stunde zurück.
Dann endlich fahren wir Richtung Blutkuppe.



Wir nehmen die C28 über den Bosua Pass.
Wir sind ja meistens zwischen März und Mai unterwegs, doch so grün haben wir Namibia noch nicht erlebt.



Immer wieder halten wir an und können uns kaum an dieser Landschaft satt sehen.



Die ersten Tiere kreuzen auch unseren Weg.



Wer hat gesagt, dass Schildkröten langsam sind? Diese ist absolut nicht in Fotosession-Stimmung. Immer wieder muss ich ihr den Weg abschneiden, bis ich mein Bild habe.


Dies ist eine Schildkröte der Gattung "Cool-Man"

Und da ich schon in Bodenhöhe bin, wird der Falter auch gleich aufs Bild gebannt.



Es sind 35°C, strahlend blauer Himmel, die Landschaft in kräftigem Grün und zwischendurch das Gelb-Orange der Pad – wunderschön.







Am Bosua View-Point machen wir einen kleinen Stopp.



Und da sind sie wieder – die Dickpens. Ich mag diese kleinen Krabbler.
Irgendwie haben sie etwas sciene-fiction-artiges, oder auch wie eine Spezies aus einer längst vergangenen Zeit.







Das Permit für den Namib-Naukluft Park hatten wir uns schon in Deutschland besorgt (da wir ja samstags angekommen sind) und so nehmen wir gleich die Pad zum Tinkas Dam.
Doch erstaunlicher Weise ist dieser trotz der guten Regenzeit leer.
Wir sehen die ersten Zebras, die jedoch hier in der Naukluft eine große Fluchtdistanz haben.




Dann fahren wir über Klein-Tinkas zum Rock Sculpture Hiking-Trail.



Hier laufen wir ca. 1 Stunde in der schönen Landschaft mit seinen Köcherbäumen.











Dann wird es Zeit zur Blutkuppe zu fahren.
Wir umrunden die Blutkuppe und stellen zu unserer Freude fest, dass wir alleine hier sind und entscheiden uns für Campsite 10.
Es ist erst 16.30 Uhr und so haben wir noch viel Zeit, um herumzuklettern.
Dann warten wir auf den Sonnenuntergang.









Dieser ist jedoch nicht ganz so spektakulär wie wir und das gedacht haben.

Wir trinken einen verspäteten Sundowner und machen uns einen leckeren Gemüseeintopf mit Boerewurst und beobachten den Vollmond.




Uns gefällt es hier und es ist so ganz nach unserem Geschmack alleine in der „Wildnis“ zu stehen.
Alleine? … das war wohl ein Wunschgedanke.
Am späten Abend bekommen wir noch Besuch von 2 Kapfüchsen. Die beiden sind überhaupt nicht scheu und wollen anscheinend genau wissen, wer ihnen hier den Platz streitig macht?










Wir freuen uns, denn es ist das erste Mal, dass wir welche sehen und einen solchen Besuch haben wir gerne.
Das war ein schöner Auftakt unserer Reise.

Gefahren Km: 247
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23 Apr 2017 14:07 #472500
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13.03.2017 Blutkuppe – Swakopmund





Mit dem ersten Morgenlicht und geweckt von dem Gezwitscher der Vögel stehen wir auf. Für uns gibt es keinen schöneren Weckruf. Hier so ganz alleine in der Natur Afrikas und das mit einem herrlichen Ausblick auf die Blutkuppe.





Noch vor dem Frühstück ziehen wir los und klettern etwas auf die Felsen, um den Ausblick genießen zu können.









Wir finden beim Abstieg den Kadaver eines Zebras, das sich wie es aus sieht mit einem Huf in einer Felsspalte verfangen hat und verendet ist. Der Anblick ist nicht so schön, daher auch keine Bilder.





Nach einer Weile kehren wir zurück. Die Sonne steht schon hoch und es ist heiß.



Als erstes gönnen wir uns eine warme Dusche. Schön, wenn man seine eigene Warmwasserdusche dabei hat :laugh: .
Danach frühstücken wir und ziehen dann langsam weiter.
Wir biegen wieder auf die C28 ab, die doch ziemlich langweilig ist. So biegen wir auch bald auf den Welwitschia Trail ab. Es ist staubig, trocken und die Sonne brennt gnadenlos.
Wir laufen etwas herum und suchen ein paar schöne Exemplare. Jedoch finden wir keine hohen Welwitschia mirabilis mehr.



Übrigens gibt es männliche und weibliche Pflanzen, wobei die weiblichen eindeutig schöner sind.
Weibliche Welwitschia




Männliche Welwitischia



Weiter geht es zu Mondlandschaft.







Wir machen noch einen kurzen Abstecher zur Goanikontes Oase. Diese liegt wirklich sehr schön und es gibt auch eine Campsite. Werden wir bei einem erneuten Besuch ins Auge fassen.



Der Khan River ist mittlerweile trocken.

Wir fahren zurück auf die langweilige C28 und fahren dann entlang der Bahnlinie Richtung Walvisbay.
Sehr schöner Blick auf Dune 7.





Dann geht es weiter nach Walvisbay in die Lagune.





Als sich die Flamingos immer weiter entfernen brechen wir Richtung Swakopmund auf.

Swakopmund :ohmy: .. 2009 waren wir hier das erste und auch bis jetzt das letzte Mal. Alle, die uns kennen, wissen, dass uns diese Stad nicht wirklich gefällt und wir immer einen Bogen darum gemacht haben.
Warum also bekommt sie dieses Jahr ihre 2. Chance.
Nun ja, als erstes besuchen wir eine Bekannte von einer Bekannten und bringen ihr noch ein paar Dinge mit.
So wie die Saarländer das eben machen. :silly: Jeder kennt einen, der einen kennt, der einen kennt. :whistle:

Zum zweiten liegt sie dieses Jahr auch strategisch gut auf unserer Strecke.
35° C waren es noch in der Mondlandschaft.
Gespannt schaue ich auf das Thermometer. Wie tief wird es fallen?
Nun ja, dieses Mal nur auf 21 C – das geht noch.

Übernachten tun wir auf der Campsite „Alte Brücke“. Können wir uneingeschränkt für Swakopmund empfehlen. Natürlich stehen wir hier nicht alleine, doch jede Campsite hat ihr eigenes Duschhäuschen und ist auch ausreichend groß.

Abends ziehen noch wir zu Fuß zur Yetti los.
Wenn schon Swakopmund, dann möchte ich hier auch mein Weitwinkel und die Graufilter ausprobieren.
D.h. Jürgen braucht gaanz viel Geduld. :silly:






Das wird auch belohnt mit einem kochfreien Abend und Bier. Wir landen in Kücki’s Pub und stellen fest, dass wir auch 2009 schon hier waren.
Im Dunkeln gehen wir durch die leeren Straßen zurück zur „Alten Brücke“

Gefahren Km: 262
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25 Apr 2017 21:49 #472953
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14.03.2017 Sandwich Harbour
Für uns findet heute ein ungewöhnlicher Tag statt.
Wer uns kennt weiß, dass wir zu der Kategorie der Selbstfahrer gehören, die selbst fahren, selbst entdecken und sich wie die Schneekönige über selbst entdeckte schöne Landschaften und Tiersichtungen freuen.

Die Planung läuft bei uns so ab: ICH plane, Jürgen fährt. :ohmy:
Zum Leidwesen meines Mannes entsteht die nächste Tourplanung bei mir schon meist während des aktuellen Urlaubs.

Dieses Mal jedoch hatte Jürgen den Wunsch „Namib meets Ocean“ zu sehen.
Hierzu ist mir dann nur Sandwich Harbour eingefallen. Und da wir absolut keine Lust hatten, diese Strecke selbst zufahren (ob es erlaubt ist, weiß ich gar nicht so genau) und ich keinen Plan von Tide und Co habe (Saarländer eben :whistle: ), haben wir die Tour schon vorab bei Turnstone Tours gebucht.
Eine Zeitlang habe ich schwer damit gehadert in Swakopmund etwas vor zu buchen. Zu stark waren die Erinnerungen an 18°C und Nieselregen von 2009.
Doch es schien als hätte Swakopmund etwas gut zu machen.

Gegen 8:45 Uhr werden wir von einem Fahrer von Turnstone an der „Alten Brücke“ abgeholt. Ich habe mir seinen Namen leider nicht aufgeschrieben und somit auch vergessen. :unsure:
In dem Wagen saß bereits ein älteres Ehepaar. Zuerst waren wir etwas enttäuscht nicht alleine zu sein. Ja, die Ansprüche der Selbstfahrer sind hoch.
Im Laufe der Fahrt stellte es sich heraus, dass es die Besitzer der Gästefarm Niedersachsen waren, welche jetzt im April wohl verkauft werden soll.
Beim Start der Tour war es leicht bewölkt, doch gewann im Laufe des Tages die Sonne die Oberhand und mit 22°C waren wir ganz zufrieden.
Zuerst ging es Richtung Walvisbay und wieder zu den Flamingos.












Eine Schar Pelikane war auch da.




Dann fuhren wir zu einem kleinen Büro im Industriegebiet von Walvisbay, um das Permit für diesen Teil zu holen. Dies fand ich ausgesprochen gut, da ich hier auch gleich das Permit für den Dorob Pakr und Messum Krater für die nächsten Tage erhalten konnte. Vorsichtshalber habe ich es mal für 4 Wochen geholt (ist ja kostenlos), denn man weiß ja nie was einem noch so passiert. :silly:

Dann ging es weiter entlang der Wasserlinie in die Dünen.



Zwischendurch gab es immer wieder Stopps zum Fotografieren und Sammeln.



Die Landschaft hier, zwischen Dünen und Meer ist einfach atemberaubend schön und der Aufstieg auf die Dünen dann nur noch atemraubend.
Doch jede Anstrengung wert.
















Wir fuhren bis zu dem Punkt, an dem keine Autos zum Schutze der Tiere weiter fahren dürfen.
Manche Vögel kennen diese Regel einfach nicht und brüten auf der falschen Seite des Zaunes.


Hier machten wir ein kleines Picknick. In dieser Umgebung schmeckt das Essen unglaublich gut.



Zurück ging die Fahrt dann über die Dünen
Es geht rauf und auch wieder steil bergab.







Die Dünenlandschaft ist beeindruckend schön.
In der Ferne stehen 3 Strauße malerisch in den Dünen.



Wer sich hier nicht auskennt ist hoffnungslos verloren. Düne rauf, Düne runter … und dann Stopp.

Auch ein erfahrener und geübter Dünenfahrer kann sich festfahren kann.



Dieses Mal war es nicht unsere Schuld! Jürgen hat fleißig beim Freischaufeln geholfen.





Ich konnte leider nicht helfen, da ich es ja dokumentieren musste. ;)

Wir fanden Nara-Melonen



Ein paar Springböcke



Und dann waren wir auch schon wieder an den Salzseen.



Gegen 16:00 Uhr war die Tour zu Ende.

So konnten wir noch gemütlich unsere Vorräte für die nächsten Tage aufstocken und dann den Abend gemütlich bei einem Glas Wein auf der Campsite beenden.

Selbst gefahrene Km: 0
Fazit der Tour: Absolut empfehlenswert. Wir bekamen viele Informationen und Erklärungen.

Und morgen geht es dann zum Messum Krater
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15.03.17 Auf dem Weg zum Messum Krater




Da wir unsere Besorgungen schon gestern erledigen konnten, brechen wir heute schon gegen 8:15 auf.
Das ist auch gut so. Denn das Wetter ist „Swakopmund-like“ – bewölkt-trübe und nur 15° C. Naja, es ist ja auch noch früh am Tage.
Und da wir schon die C34 gen Norden fahren, möchte Ich natürlich auch ein Schiffswrack sehen.
Hinter Hentiesbay biegen wir also ab.
Es ist kalt, windig, diesig … und es kostet mich einige Überredungskraft Jürgen zu überzeugen hier auszusteigen.
Ich schnappe also meine Kamera, Stativ, Graufilter und begebe mich zum Strand. Auf Grund der unangenehmen Witterung reichen mir ein paar wenige Bilder von dem Schiff.



Oh nein … ich bin kein Nordlicht … irgendwie bewundere ich die Fischer, die unbeeindruckt von der Kälte ihre Angeln auswerfen.



Die einheimischen Händler tun mir leid, aber wir sind hier absolut gar nicht in Kauf oder Handelsstimmung.
Teilweise schlafen sie hier in den Dünen und warten auf die Touristen. Dies scheint sich aber zu lohnen, sie müssen auch nicht lange warten, denn während wir einpacken kommen 2 Reisebusse an. Dann nichts wie weg.

Der nächste obligatorische Stopp ist dann Cape Cross.
Puh … stinkt das hier … doch nach einer Weile gewöhnen wir uns daran.

Der Strand ist über und über mit Seehunden bedeckt.


Und auch im Meer wimmelt es nur so von ihnen.





Die einen schauen, wer da noch kommt


der andere ist ganz gechillt.



Der hier weiß von nichts



Das ist mein Platz



Und dieser ist sich seiner Schönheit bewusst.



Es wird sich aber auch um den Nachwuchs gesorgt.





Und manchen ist es auch langweilig





Wir reißen uns los und fahren nach etwa 1 Stunde weiter auf der langweiligen Straße entlang der Küste.



Dann endlich kommt der Abzweig in ein Gebiet, auf das ich mich schon seit der Planung gefreut habe … der Messum Krater.
Der Messum River ist nicht gelaufen uns so fahren wir einen Teil der Strecke durch das Flussbett.



Vorbei an schönen Welwitschias, die perfekt vor einem schönen Hintergrund wachsen.



Die Landschaft hier ist wunderschön und wir dürfen sie ganz alleine genießen. Vorsichtshalber habe ich einen vergrößerten Kartenausschnitt dabei, um evtl. einem Ranger zu beweisen, dass wir außerhalb des Dorob Nationalparkes stehen.





Bei so viel schöner Landschaft fällt es uns schwer, uns für einen Stellplatz zu entscheiden.
Ja wo ist jetzt Süden?



Dort.




Wir fahren einmal durch quer durch den Krater und finden letztendlich einen Platz der uns gefällt und wo wir etwas windgeschützt sind.



Es sind mittlerweile 34°C und es bläst ein starker Wind aus Richtung Süden (wir wissen ja nun, wo Süden ist).










Wir erkunden die Felsen rund um unseren Stellplatz etwas zu Fuß, klettern auf die Felsen und suchen schon mal unseren Platz für den Sundowner. Wir müssen wirklich aufpassen, nicht weggeweht zu werden.



Hier in der Höhle soll es auch Bushman Zeichnungen geben. Leider finden wir sie nicht.
Dann ist relaxen angesagt. Einfach die Ruhe und Schönheit der Natur genießen.
Abends steigen wir dann wieder zu unserem Sundowner-Platz auf und warten, dass die Sonne untergeht.









Es ist schon fast dunkel, als wir wieder an unserem Auto ankommen. Das Kochen gestaltet sich durch den starken Wind heute etwas schwierig.
Heute gibt es Oryx-Filet in Zwiebelrahmsoße und hausgemachten Salat. Dazu einen Rotwein aus bester Lage.
Schön, wenn man einen leidenschaftlichen Hobbykoch als Mann hat.

So geht wieder ein schöner Tag zu Ende.

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