THEMA: 3 Generationen auf großer Namibia-Erstlingstour
26 Jun 2017 14:59 #479294
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TAG 18: Mokoti Lodge – Tsuneb – Hoba Meteorit – Waterberg
Am nächsten Morgen gehen wir vor dem Frühstück zur Rezeption und erklären, dass wir für den Fortuner einen Ersatzreifen benötigen. Man erklärt uns, dass das bestimmt nur in Tsuneb geht. Wir telefonieren mit Britz um den Ablauf zu besprechen, da wir ja eine Reifenversicherung abgeschlossen haben. Sie wollen uns zurück rufen, um uns eine Adresse von einem Reifenhändler zu geben.
Wir gehen zum Frühstück. Das Buffet hat wieder sehr große Auswahl und es schmeckt uns gut. Da wir aber auf den Anruf warten. Sind wir nicht ganz so relaxt. Es ist Samstag und wir wissen nicht bis wann der Reifenhändler auf hat. Bis Tsuneb ist ja auch nochmal eine gute Stunde Fahrt.
Als wir nach dem Frühstück zu unserem Zimmer gehen sehen wir diese putzigen und kein bisschen schüchternen Baumhörnchen. Sie kommen bis auf die Hand geklettert, wenn man die Hand auf den Boden legt. Es wimmelt rund um den Pool, wo gerade die Bar renoviert wird, nur so von diesen netten Nagern.









Kurz vor unserem Chalet laufen uns diese Antilopen vor die Füße. Auch diese Tiere haben wenig Scheu und queren direkt vor uns den Weg.





Wir packen unsere Sachen und sind doch etwas traurig, dass wir so wenig von der Lodge genießen konnten. Wir bringen das Gepäck zum Auto und versuchen Britz zu erreichen. Unsere Tochter möchte in den Reptilien Park. Meine Eltern wollen sie begleiten und wir wollen uns weiter um den Reifen kümmern.
Von Britz bekommen wir schließlich die Antwort, dass wir den Reifen in Tsuneb ersetzen lassen und die Rechnung mitbringen sollen. Bei den Unterlagen von Britz sind zwei Reifenhändler aufgeführt in Tsuneb. Wir rufen beim ersten an und bekommen gesagt, dass wir vor 12.00 Uhr da sein müssen.
Also Kind mit seinen Großeltern angerufen und an zum Auto. Unsere Tochter erzählt uns ganz begeistert von den Schlangen, den Krokodilen und den Schildkröten im Reptilien Park. Da die 3 wohl die einzigen Besucher waren, hat ein Mitarbeiter ihnen eine Privatführung gegeben. Schade, dass wir nicht dabei waren.



Wir fahren Richtung Tsuneb. Zum Glück eine Teerpad. Normalerweise fahre ich die gar nicht so gerne, weil so viele LKW und Raser dort nerven, aber jetzt bin ich doch ganz froh. Denn ich frage mich die ganze Zeit, wie stabil die restlichen Reifen sind. Das Reserverad sah jetzt nicht so toll aus.
In Tsuneb tanken wir erst mal an der ersten Tankstelle undfragen nach dem Reifenhändler und einem Geldautomat, weil wir ja nicht wissen, ob wie Bargeld für den Reifen brauchen. Einen ATM soll es in der Mall ein paar hundert Meter weiter geben, einen Reifenhändler auf der selben Straße. Also los. Das Einkaufszentrum ist unübersehbar. Wir fahren auf den Parkplatz und beschließen nicht alle auszusteigen. Zu zweit gehen wir rein und sehen 2 lange Schlangen an den Geldautomaten. Hier fallen wir als Weiße auf. Ein Wachmann der die Geldautomaten beobachtet, winkt uns ran und fragt, ob er helfen kann. Wir erklären unser Anliegen und er ruft etwas in die Schlangen. Vorne treten Leute zurück und der Wachmann sagt uns, wir könnten jetzt sofort vorne unser Geld abheben.
Mir ist das peinlich. Aber alle schauen uns an und warten darauf, dass wir nach vorne gehen. Keiner scheint genervt oder sauer. Ich bedanke mich bei allen an denen ich vorbei gehe und bin ganz froh, dass ich sofort dran komme, denn es ist mittlerweile halb 12.
Als wir zum Auto zurück kommen, hat mein Mann nochmal mit dem Reifenhändler telefoniert, weil unser Garmin die Adresse nicht findet. Der hat mittlerweile festgestellt, dass er unseren Reifen gar nicht vorrätig hat. So ein Mist. Was nun?
Da der Tankmann von einem Reifenhändler in der Straße gesprochen hat, beschließen wir diesen zu suchen. Wir fahren ein kleines Stück weiter an bunten Markständen mit Obst, Gemüse und Stoffe vorbei. Nur ein kleines Stück weiter sehen wir die Schilder Goodyear, Continental oder Michelin. Es ist jetzt kurz vor 12 Uhr und wir hoffen sehr, dass wir noch bedient werden und vor allem, dass wir hier überhaupt den passend en reifen bekommen.
Wir rollen auf den Hof und erklären unsere Wünsche. Ja, das geht noch und es gibt einen passenden Reifen. Puuuhh, Glück gehabt. So langsam ging mir doch die Muffe, ob wir schlussendlich ohne Ersatzrad zum Waterberg fahren müssten.
Die Männer bleiben bim Auto, wir 3 Frauen beschließen uns das lustige Markttreiben anzuschauen. An einem Stand werden bunte Kleider genäht. Diese Art Kleider habe ich immer mit Afrika in Verbindung gebracht und war enttäuscht, dass man hier in Namibia keinen Frauen in diesen farbenfrohen Kleidern sieht. Wir waren einfach zu weit im Süden unterwegs, fürchte ich.
Wir sprechen ein wenig mit den Näherinnen und loben ihre schönen Kleider. Sie freuen sich darüber und zeigen uns die gesamte Kollektion. Ich ärgere mich, dass ich die Kamera im Auto gelassen habe, habe aber auch keine Lust zurück zu laufen.
Ein Stück weiter gibt es einen kleinen Haushaltswarenladen. Dort gehen wir stöbern. Dabei entdecken wir einen ATM ganz ohne Schlange. Direkt an dem Laden gibt es ein Frisörgeschäft. Meine Tochter hätte gerne Flechtzöpfe und wir wollen dort fragen, ob das möglich ist.
Als wir den Laden betreten, sitz eine Kundin im Sessel (und es ist wirklich ein Polstersessel  , eine hübsche junge Frau flechtet ihr die Haare und eine bildschöne zweite junge Frau sitzt vor ihr und macht ihr die Fußnägel. Man das ist doch mal ein Service.
Die am Boden sitzende Frau fragt schaut uns etwas irritiert an und frage sie, ob meine Tochter Zöpfe geflochten bekommen kann. Sie sagt, dass sie noch ein paar Stunden beschäftigt seien und nicht weiß, ob das danach noch geht. Ich erkläre, dass es sich damit schon erledigt habe, da wir noch weiter fahren müssen. Sie scheint noch mehr irritiert. Wo wir denn her kämen? Aus Deutschland. Ob man denn da so zum Frisör gehen kann? Ich erkläre, dass das auf den Frisör ankäme. Aber das ich das wirklich klasse finde, mit der Rundumbetreuung. Sie fragt, ob wir das in Deutschland nicht haben. Ich erkläre ihr, dass man normalerweise beim Frisör die Haare geschnitten und evtl. Geföhnt bekommt und das wars. Ich bin da normalerweise nach einer halbe Stunde wieder draußen. Alle drei schauen mich vollkommen entgeistert an. In einer halben Stunde? Wie soll man denn in der Zeit eine Maniküre und eine Pediküre hinbekommen? Bekommt man nicht, weil das der Frisör nicht macht. Ich ernte Kopfschütteln und lautes Lachen. Das können die drei sich nicht vorstellen. Wir unterhalten uns noch ein bisschen. Ich muss viele Fragen zu Beautyanwendungen in Deutschland, von denen ich absolut keine Ahnung habe, beantworten und dann werden wir winkend verabschiedet.
Wir wollen gerade weiter zu den nächsten Marktständen als mein Mann anruft und uns mitteilt, dass der Reifen gewechselt ist und wir weiter fahren können.
Wir laufen zurück zum Reifenhändler und schon geht es weiter Richtung Waterberg.
Fortsetzung folgt……..
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28 Jun 2017 15:15 #479522
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TAG 18: Tsuneb – Hoba Meteorit - Waterberg Plateau Lodge
Wir fahren die C42 Richtung Grootfontein und biegen dort auf die D2859 ab, um den Hoba Meteoriten zu bestaunen. Die Strecke zieht sich ein wenig und es gibt nicht so viel zu sehen, als wir am Meteoriten ankommen wir das mit dem Eintritt zahlen schwierig, weil es kein Wechselgeld gibt. Es sind nur wenige N$ und wir möchten auf das Rückgeld verzichten. Der Vorschlag wird aber kategorisch abgelehnt. Hier geht alles ganz korrekt zu. Wir erklären, dass wir vielleicht beim Rausgehen das Rückgeld bekommen können, wenn auch andere den Eintritt bezahlt haben. Auch der Vorschlag kostet ein bisschen Überzeugungsarbeit, wird dann aber akzeptiert.
Wir lesen die Infotafeln und erfahren, dass der Hoba Meteorit der größte bisher gefundene ist. Er soll ca. 60 t schwer sein und er besteht zu mehr als 80% aus Eisen.
Als wir am Eingang vorbei sind, müssen wir herzhaft über dieses Schild lachen.



Nach ein paar Fotos geht es einen kleinen Pfad lang weiter zum Meteoriten. Am Ende des Pfades kommt man auf eine Freifläche in deren Mitte so eine Art kleines Amphitheater in den Boden eingelassen ist. In der Mitte befindet sich der Meteorit.
Rund um den Meteoriten gibt es mehrere Grillstellen. Wie wir später erfahren, ist der Meteorit ein beliebtes Familienausflugziel. Man fährt hier mit Sack und Pack, Kind und Kegel hin, macht hundert Fotos von allen Familienmitgliedern auf dem Hoba, brait und macht sich einen schönen Tag.
Wir sind noch nicht lange da, da erscheint eine große Gruppe Afrikaner. Alle im Feiertagsoutfit. Was bedeutet, dass eine Dame zum altrosa Pailletten Kostüm ein paar Latschen trägt, die man oft in Hotels im Zimmer hat oder dass die Oma der Sippe einen Adidas Trainingsanzug mit Strickmütze voller Stolz trägt. Die Damen sind laut, vergnügt, lachen und schwatzen. Die drei zugehörigen Herren halten sich im Hintergrund. Wir werden gefragt wo wir denn herkommen, als wir : „Germany.“ Antworten, zücken alle ihre Handys und wollen ein Selfi mit „the german friends.“
Ich kann mich gar nicht retten vor lauter netter schwarzer Ladys, die mit mir aufs Foto wollen. Dabei wird wieder laut gelacht und geschwätzt. Herrlich!!!!!! Es ist einfach köstlich. Zuletzt schaffen wir dann noch ein Gruppenfoto, wobei die Herren auch hier im Hintergrund bleiben.



Diese schöne junge Frau auf dem Foto ist unglaublich Stolz auf ihre Zöpfe, die sie selber angeflechtet hat.



Ich finde, dass sie es überhaupt nicht nötig hätte, diese Kunststoffhaare zu tragen. Aber man will ja immer das haben, was man nicht hat. Eine andere junge Frau aus der Gruppe, trägt als einzige ihre sehr kurzen natürlichen Krausen ohne Kunsthaarverlängerung und sie sieht einfach toll aus. Leider habe ich kein Porträtfoto von ihr.
Nachdem der große Fotorun vorbei ist, kommen die Herren und bitten meinen Mann und meinen Vater mit ihnen zusammen ein Foto am Meteoriten zu machen. Als ich mit der Kamera mitgehe, um auch ein Foto zu machen, wird das so gedeutet, dass ich aufs Foto mit möchte. Es wird mir klar gemacht, dass das ein „Männerbild“ wird. Ich weiß nicht genau, ob ich beleidigt oder amüsiert sein soll. Meine Tochter schummelt sich trotz „Frauenverbot“ aufs Foto.



Anschließend erzählen die Herren meinem Mann und meinem Vater, dass sie Gestern aus Südafrika mit drei Autos zu einer Hochzeit hierher gefahren sind. Der alte Mann ist gebürtig aus der Gegend und wollte unbedingt zum Hoba, den er als Kind das letzte Mal gesehen hat. Er meint, dass der Meteorit damals noch nicht so tief gelegen hätte.
Als ich eine Frage zu ihrer 2400km langen Fahr gestern stelle, werde ich sehr merkwürdig angeschaut. Die Frage wir dann von einem der Männer zwar beantwortet, aber mein Mann und mein Vater dabei angeguckt. Es ist ziemlich klar, dass ich als Frau nicht als akzeptable Gesprächspartnerin gelte.
Es juckt mich ein wenig, noch weiter zu fragen, aber ich lasse es dann doch. Die ganze Situation ist so witzig und hinreißend, da muss man sich jetzt nicht den Spaß verderben lassen. Ich werde die Kulturen hier nicht in 5 Minuten ändern, aber es ist eine interessante Erfahrung.
Die Mädels haben weiterhin eine Menge Spaß und das Fotoshooting geht weiter. Die Bilder werden selbstverständlich sofort getwittert oder zu Facebook gepostet. Zumindest kann ich ab jetzt nicht mehr mit der vollen Wahrheit behaupten: „Ich bin nicht auf Facebook.“ ;)



Als die Hochzeitsgesellschaft die Bühne verlässt, kommt ein junger Mann zu uns zum Meteoriten und möchte auch ein Foto mit uns machen. Und er ist nicht der letzte. Es scheint irgendwie wohl was besonders tolles zu sein mit deutschen Touris fotografiert zu werden. Warum auch immer.





Rund um den Hoba füllen sich mittlerweile die Braiplätze. Es ist wirklich spannend das Gewusel zu beobachten. Leider müssen wir dann doch mal los. Wir müssen ja noch zum Waterberg.
Noch ein letztes Bild vom Parkplatz.



Über die D2860 fahren wir Richtung Rietfontein und fahren dann weiter auf der D2512 zum Waterberg.
Auf dem Weg sind einige Gästefarmen und wir müssen einige Viehgatter öffnen und natürlich auch schließen, wie auf dem Schild gebeten.















Am Nachmittag erreichen wir dann den Waterberg







Anmerkung: Den Meteorit muss man nicht gesehen haben, aber wer am Wochenende in der Nähe ist, der sollte auf alle Fälle dahin, um sich das Spektakel anzuschauen. Diese Begegnung war ein wirkliches High Light unserer Reise und wir werden davon bestimmt noch oft sprechen.
Fortsetzung folgt………….
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TAG 18: Waterberg Plateau Lodge
Als wir in die Einfahrt zum Wilderness Gelände einbiegen sind wir verwundert, weil es hier sehr grün ist. Es gibt viel Gebüsch, hohe Bäume und grünes Gras. Nach fast 3 Wochen rote Steine und Sand und brauner Vegetation kommt man sich vor wie im Garten Eden.



Wir fahren zur Rezeption und können einchecken. Uns wird der Weg erklärt. Eigentlich müssen wir halt immer berghoch fahren.
Wir steigen wieder alle ein und nehmen den beschriebenen Weg. Dabei sehen wir Schilder zu den verschiedenen Wanderrouten, die zwischen 4 und 18 km lang sind. Der Weg macht an einer Stelle eine scharfe Rechtskurve. Dort steht ein Felsen weit in den Weg hinein und wir befürchten dort nicht vorbei zu kommen, aber sehr langsam und vorsichtig umschiffen wir die Klippe.
Als wir wieder eine ebene Fläche erreichen sehen wir bald den Pool und die fast runden Chalets. Wir suchen unsere Chalets und bleiben erst einmal auf der Terrasse unseres Chalet stehen und bewundern die fantastische Aussicht.





















Auf der Terrasse gibt es ein kleines Tauchbecken, dass im Sommer bestimmt eine tolle Attraktion ist, jetzt müsste schon noch eine Sauna dazu geboten werden, damit ich dort hinein klettere. Der Dicke Zeh reicht völlig.
Aber als Kühlschrank hat uns das Becken gute Dienste geleistet.





Wir betreten unser Reich für die nächsten 2 Nächte und sind sehr entzückt. Alles großzügig und sauber und dann noch diese Aussicht.....







Alleine die bestickte Bettwäsche gefällt uns allen ausnehmend gut.





Oder die „Alarmanlage“, falls wir Hilfe rufen müssen.



Auch das Bad ist großzügig und sauber.







Als wir uns noch alles genau ansehen, kommt ein Mitarbeiter den Donkey anfeuern. Wir können also bald warm duschen.







Wir packen aus und finden in der Wand die Zimmerbar.



Mit diesem Rotwein setzen wir uns an das Tauchbecken und sehen den Klippschliefern, die hier zu hunderten leben, beim spielen oder auch Streiten zu. Diese süßen, netten Tierchen, können sehr laut werden und werden uns noch ein wenig den Schlaf kosten.





Dann geht die Sonne unter und wir genießen einfach den Augenblick mit unserem leckeren Wein.



Wir testen die Wirksamkeit des Donkeys und stellen fest, dass das kleine Feuer große Wirkung erzielt.
Nach dem Duschen machen wir uns für das Abendessen fertig. Das Essen gibt es in einem Gebäude hoch auf den Felsen vorne beim Pool. Man muss einige Treppenstufen erklimmen, um dort hinzugelangen.
In dem großen runden Raum brennt in der Mitte ein heimeliges Feuer. Unser Tisch steht direkt davor. Sehr schön, denn es ist empfindlich kalt geworden. Trotz dicker Fließjacke fror ich auf dem Weg hierher.



Er sind noch 3 weitere Tische besetzt. Wir haben also eine sehr exklusive Gruppe. Das Essen wird von zwei Köchinnen direkt hier oben vor Ort zubereitet und wir werden von einem Kellner mit Sacko, Hemd und Fliege bedient.
Die Atmosphäre ist sehr schön, der Tisch nett gedeckt und am Feuer ist es kuschelig warm.





Wie fast in allen Lodges wird uns die Speisenfolge am Tisch erklärt. Kurz darauf wird eine Kürbissuppe serviert. Leider ist diese mir viel zu scharf. Meine Tochter spuckt sie fast wieder aus. Die anderen essen die Suppe zumindest zum Teil.
Als der Kellner abräumen möchte und die Suppen sieht fragt, ob es nicht geschmeckt hat. Ich erkläre im, dass die Suppe für unseren Geschmack zu scharf war und bitte darum bei den nachfolgenden Gängen möglichst keine scharfen Gewürze zu verwenden.
Als der Hauptgang kommt, bin ich wirklich sehr hungrig, leider ist auch dieser sehr stark gewürzt und für meinen Geschmack zu scharf. Unsere Tochter weigert sich zu essen und ist motzig, weil sie Hunger hat. Ich kann sie verstehen.
Ich rufe den Kellner und frage, ob es möglich ist noch Brot zu bekommen. Er bringt sofort einen Korb mit geschnittenem Brot. Mit dem Brot zusammen, kann ich ein wenig des Hauptgangs essen, unsere Tochter bleibt beim trocken Brot.
Der Nachtisch ist dafür sehr lecker und entschädigt das Kind.
Wir bitten zum Abschied darum, dass am nächsten Abend das Essen bitte ganz wenig gewürzt wird.
An unserem Chalet legen wir uns noch in die Liegestühle und schauen in den Sternenhimmel, nachdem das Kind schläft. Einfach himmlisch, im wahrsten Sinne des Wortes.

ENDE TAG 18
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TAG 19: Waterberg Plataeaulodge
Die Nacht ist unruhig. Draußen streiten die Dassies in unglaublicher Lautstärke. Wie können so kleine possierliche Tierchen solch einen Radau veranstalten?
Vor allem in der Dämmerung geht es richtig los. Wasa der rund für den Lärm ist, können wir nicht feststellen. Aber dafür können wir vom Bett aus die fantastische Aussicht genießen. Die Farben ändern sich in jeder Sekunde und es ist einfach wunderschön. Ja, so sollte Urlaub sein. Ein bisschen bin ich traurig, weil unsere Tour bald zu Ende sein wird, aber ich verdränge den Gedanken und genieße weiter.
Ich beobachte einige Vögel und ein paar Klippschliefer, die an unserem Tauchbecken trinken kommen und das alles im Bett liegend durch das große Panoramafenster.
Als die Sonne schon einige Zeit am Himmel steht können wird und endlich von dem Anblick trennen und machen uns fertig fürs Frühstück.
Vorher muss ich natürlich noch ein paar Schnappschüsse rund ums Chalet machen:













Von unserer Terrasse kann man den Wasserkanal nach Windhoek sehen. Da er offen ist, verdunstet ca. 60% des Wassers auf dem Weg dahin. Außerdem wird er immer wieder zur Todesfalle für Wildtiere. Der Kanal soll in den nächsten Jahren aus Wasserspargründen abgedeckt werden.



Als wir zum Restaurant heraufklettern stellen wir fest, dass wir die einzigen beim Frühstück sind. Das ist wirklich Luxus. Wir haben den ganzen Turm für uns alleine. Das Frühstück schmeckt uns gut.
Wir sind wirklich froh, dass man sich um die Gesundheit der Nashörner sorgt und sie nicht rauchen dürfen ;)



Nach dem Frühstück schauen wir uns auf der Aussichtterrasse um. Und wieder sind wir vollkommen begeistert von der Aussicht.

















Wir fragen noch den Gamedrives und den Wandermöglichkeiten. Der Nette Servicemann erklärt uns, dass wir das unten im Tal bei der Rezeption buchen können.
Der Rhinodrive findet um 15.oo Uhr statt, die Plateauwanderung um 8.oo Uhr morgens, die sind schon unterwegs. Im Tal gibt es ausgewiesenen Wanderwege, die wir alleine gehen können.
Also, gut, ab ins Tal. Wir überlegen, ob wir laufen oder fahren sollen. Da wir nicht wissen wir lang die Wanderungen sind, nehmen wir das Auto.
Ander Rezeption buchen wir den Rhinodrive für drei. Meine Eltern meinen sie hätten vor allem in Indien so viele (Panzer)nashörner gesehen und sie würden lieber einfach auf der Lodgeterrasse die Natur genießen und den Klippschliefern zuschauen.
An der Rezeption erhalten wir einen kleinen Plan mit den Wanderwegen. Es handelt sich um Rundwanderwege. Wir entscheiden uns zur Quelle zu spazieren.
Der Weg ist gut ausgeschildert und wirklich schön. Wieder sind wir von dem ganzen Grün begeistert. Der Name Waterberg kommt nicht von ungefähr.
Auf unserem Weg begegnen uns einige Tiere, wenn auch manchmal nur im Gebüsch zu erahnen.





An der Wilderness Lodge stellen wir fest, dass diese mit unendlich hohem Bambus umwachsen ist.





Eine nette Mitarbeiterin kommt auf uns zu und fragt, ob sie uns helfen kann. Wir erklären, dass wir auf dem Weg zur Quelle sind. Sie erklärt uns den weiteren Weg.
In der Nähe der Lodge sehen wir eine große Gruppe Paviane, die aber, wie bisher immer, sehr scheu sind.









Der Weg führt ein bisschen die Felsen hoch, ist aber bequem zu gehen. Immer wieder müssen wir stehenbleiben, um die schöne Landschaft unter uns zu bewundern. Es sieht aus, wie in einer schönen grünen Parkanlage.



























Der Weg führt ins Tal und wir spazieren über saftig grünen Wiesen. Kein Wunder, das in der Mitte ein kleines Bächlein läuft.





























An der Quelle erfrischen wir uns alle an dem kalten klaren Wasser. Es ist mittlerweile ganz schön warm geworden. Die Sonne hat auch im Winter viel Kraft. Aber wir sind ja im Schatten der Bäume. Hier kann man es aushalten.





Der Weg zurück führt durch das Tal über die Wiesen. Wenn wir direkt nach unserer Ankunft hier in Namibia hierhergekommen wären, hätten wir das alles wahrscheinlich gar nicht für so besonders gehalten, denn zu Hause kennt man ja nun mal Wald und Wiesen, aber nach fast 3 Wochen in Namibia, ist das ein besonderes Erlebnis.















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20 Jul 2017 16:59 #481990
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TAG 19: Waterberg Plataeaulodge
Kurz vor 15.oo Uhr werden mein Mann, meine Tochter und ich von unserem Guide mit einem Safarifahrzeug abgeholt. Ich bewundere seine Fahrkünste. Diesen Berg hinunter mit dem riesigen Fahrzeug ist schon eine Kunst.







Wir fahren zur Campside in der Nähe der Rezeption. Dort steigt eine große Gruppe dazu. Es handelt sich um 2 Familien die mit ihren Teenager Kindern, die mit Dachzelten unterwegs sind.
Dann geht es los. Wir fahren aus dem Wilderness Lodgegelände raus und queren die Straße. Nach einiger Zeit sehen wir diese Giraffe. Die Mitfahrer sind begeistert, da sie erst gerade mit ihrer Rundreise begonnen haben. Wir freuen uns natürlich auch über diese Sichtung, aber es ist eben nicht die erste Giraffe. Das ist nun mal ein ganz besonderes Ereignis für jeden.



Man kommt ins Gespräch. Die netten Mitfahrer erzählen, dass sie alle in der letzte Nacht bitterlich gefroren haben. Wir bieten ihnen unsere Fleeceschlafsäcke an, die wir sowieso hier lassen wollten. Ich bitte, dass sie die Schlafsäcke nach ihrer Tour auch bitte weitergeben. Das wird versprochen.
Wir fahren eine ganze Zeit ohne weitere Sichtungen weiter. Der Guide ist per Funk mit einem Kollegen verbunden. Er erzählt uns, dass die Rhinos ständig unter Bewachung stehen, wegen der Wilderer. Das Gelände ist Videoüberwacht und über Tag sind die Guide ständig hier unterwegs.



Der andere Guide scheint die Nashörner gefunden zu haben und wir fahren in Kreisen um das Gebiert, dass er genannt hat. Dann halten wir an und sollen aussteigen. Der zweite Guide kommt aus dem Busch und erzählt, dass wir jetzt zu Fuß die drei Nashörner aus dem Busch auf eine große Lichtung locken werden.



Er erklärt, dass Rhinos sehr schlecht sehen (sie sind kurzsichtig), aber sehr gut hören.
Die drei sind heute guter Laune und relaxt, deshalb dürfen wir zu Fuß an sie ran. An anderen Tagen ist das nicht erlaubt. Er bittet uns darum leise zu sein und auf keinen Fall zu rennen. Wir sollen nicht laut sprechen und darauf achten welche Anweisungen wir erhalten.
Die Nashörner sind neugierig und werden uns hören und um uns besser zu sehen, werden sie in unsere Richtung kommen. Wir sollen dann langsam Rückwärts aus dem Busch heraus gehen und die drei Dicken werden uns folgen.
Dann verschwindet er in den Busch und winkt uns zu sich. Wir schlagen uns durch die Dornenbüsche und holen uns alle ein paar dicke Schrammen. Dann zeigt der Guide an, dass wir stehen bleiben sollen und macht Zeichen leise zu sein.
Wir sehen nichts. Doch dann können wir einen großen grauen Körper im Dickicht erahnen. Der Guide zeigt per Handzeichen an, dass wir zurück gehen sollen. Wir ziehen uns zurück und weichen langsam rückwärts. Das Nashorn folgt tatsächlich. Es dauert einige Minuten bis wir wieder auf einem Weg sind.





Wir sammeln uns an einer breiten Stelle und dann tritt das erste Nashorn aus dem Busch. Es ist eine Kuh, der die Spitze des Horns fehlt. Der Guide erzählt, dass sie die Nashornkuh von einem privaten Gamereserve gekauft haben, die den Nashornbabys die Hörner kürzen, um Wilderei zu verhindern. Der Guide meint, dass das aber so ähnlich ist, als wenn man uns eine Hand abnimmt. Man kann damit leben, aber es ist besser zwei zu haben. Aus diesem Grund enthornen sie die Rhinos nicht, sondern setzten auf Überwachung.



Die zweite Kuh folgt.



Wir sollen ein wenig zurückweichen. Die Damen gehen einen zügigen Schritt und einige in der Gruppe werden schneller. Der Guide zeigt an, dass wir nicht so schnell gehen sollen. Zügig aber ruhig. Er ermahnt wieder zum leise sein und nicht zu rennen.







Dann kommt das dritte Nashorn aus dem Busch. Der Bulle. Er hat ein riesiges Horn und dürfte sicher ein lohnendes Ziel für die skrupellosen Wilderer sein. Ich finde ihn wunderschön. Ein Muskel- und Kraftpaket.







Wir ziehen uns weiter zurück bis wir die große Lichtung erreichen. Dort steht ein weiteres Safarifahrzeug.
Die drei Rhinos fangen an zu grasen und scheinen sich nicht um uns zu scheren. Man merkt ihnen an, dass sie das nicht zum ersten Mal erleben.















Wir dürfen noch fleißig fotografieren und erfahren, dass die Damen und der Herr seit 8 Jahren zusammen leben und, dass man nun langsam auf Nachwuchs hofft.
Dann werden wir gebeten wieder ins Fahrzeug zu steigen. Wir fahren noch ein Stück weiter und halten auf einer großen offenen Fläche. Dort gibt es den obligatorischen Sundowner.





Anschließend bitten unsere Mitfahrer den Guide sie noch mit zu uns hoch auf den Berg und anschießend wieder mit runter zu nehmen, damit sie die Schlafsäcke holen können. Das ist kein Problem und so fahren wir alle zuerst zur Campground, damit die Teenis schon mal Feuer machen können fürs Essen und dann fahren die Eltern mit uns zur Plateau Lodge. Wir holen die drei Fleeceschläfsäcke, die wir dabei haben und geben sie weiter.
Meine Eltern erzählen anschießend, dass sie einen wunderschönen Nachmittag mit traumhafter Aussicht bei Kaffee und Kuchen im Restaurant hatten. Sie waren die einzigen Gäste und wurden wohl sehr verwöhnt. Nachmittagskaffee ist bei Halbpension in der Plateau Lodge wie in vielen anderen Lodges inklusive.
Der Donkey ist natürlich bereits angeheizt und wir können warm duschen und machen uns dann für das Abendessen fertig.
Heute sind wir noch weniger Menschen im Restaurant als gestern. Wir haben wieder den Tisch direkt am Feuer. Schön!!!!!!!!!
Leider ist trotz nochmaliger Bitte, das Essen nicht so scharf zu machen, die Suppe für mich wieder zu scharf, aber es gibt ja Brot. Die weiteren Gänge sind sehr lecker.
Nach dem Essen genießen wir ein letztes Mal den fantastischen Sternenhimmel im Liegestuhl. Ein wenig Wehmut kommt dabei auf. Bald ist dieser Traum zu Ende. Leider.

ENDE TAG 19
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25 Jul 2017 14:37 #482488
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Tag 20: Waterberg - Windhoek
Wir genießen beim Wachwerden ein letztes Mal die fantastische Ausicht aus dem Bett.



Heute Morgen haben sich Klippschliefer wieder einmal lautstark gestritten.
Als wir auf die Terrasse treten sehen wir eine große Gruppe von Ihnen auf den Felsen.







Meine Tochter setzt sich an den Terrassenrand und beobachtet die possierlichen Tiere, die sich von uns überhaupt nicht stören lassen.



Sie warten darauf, dass die Sonne wärmer wird. Ein sehr kleiner Dassie klettert auf den Mopane Baum vor uns, um an die letzten Blätter zu gelangen. Ein größerer versucht das auch und muß dann feststellen, dass er zu schwer für den dünnen Ast ist und stürzt ab.







Im Gegensatz zu uns findet er das wahrscheinlich gar nicht lustig. :whistle:
Dann geht es zum Frühstück. Auf dem Weg dahin treffen wir noch diesen Rotbauchwürger.
Anschließend heißt es Abschied nehmen. Das Auto wird gepackt und los gehts.
Von der Pad aus machen wir noch ein paar Fotos von den Chalets der Waterberg Plateau Lodge.









Auf nach Windhoek.



Fortsetzung folgt......
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