THEMA: Familienabenteuer, Namibia & Botswana Juli 2016
27 Nov 2016 15:07 #453749
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Ein herzliches Hallo,

nach dem ich so viele Berichte und Ratschläge, zu unserer geplant Afrika-Reise, hier aus dem Forum hatte, möchte ich mich mit einem kleinen Reisebericht bedanken.
Unsere Reise sollte ein Familienabenteuer werden. Wir (die Eltern mit unseren beiden Söhnen 13 und 16 Jahre) buchten daher eine 3-wöchige Selbstfahrer-Tour durch Namibia und Botswana. Erstmal eine kurze Zusammenfassung unserer Reise.

Namibia und Botswana vom 15. Juli bis 07. August 2016

15.07. Frankfurt, Nachtflug mit Condor
16.07. Windhoek, Pension Tamboti
17.07. Otjiwarongo, Aloegrove Safari Lodge
18.07. Etosha, Okaukuejo Camping
19.07. Etosha, Halali Camping
20.07. Grootfontein, Tigerquelle Camping
21.07. Tsumkwe, Grashoek Camping
22.07. Tsumkwe, Baobab Camping
23/24.07. Bagani, Ngepi Camp
25/26.07. Kwando, Livingstone Camping
27.07. Kasane, Chobe River Cottages
28.07. Chobe, Ihaha Camping
29.07. Chobe, Savuti Camping
30/31.07. Moremi, Xaxanaxa Camping
01.08. Moremi, Third Bridge Camping
02.08. Maun, Discovery B&B
03.08. Dkar, Grassland Lodge Camping
04/05.08. Omitara, Okambara Elephant Lodge
06.08. Windhoek, Nachtflug Frankfurt :(

2015 entschieden wir uns, das erste Mal unseren Familienurlaub in Afrika zu verbringen. Also begann ich (Markus) mit der Planung und Verwirklichung unseres Traumurlaubes. Nach kurzer Suche im Internet fand ich die Seiten von Carsten Möhle und seiner Firma Bwana Tucke-Tucke. Nach wenigen Telefonaten, er fragte mich was wir wollen und ich antwortete "Richtiges Abenteuer und viele Tiere" . Einige Wochen später, bekamen wir unsere Tourbeschreibung, an der fast nichts mehr geändert wurde und freuten uns immer mehr auf den Start im Sommer 2016. Um es kurz vorweg zu nehmen, die von Carsten ausgearbeitet Tour war perfekt und besser als ich es je zu hoffen gewagt hätte. Er hat unseren Geschmack zu 200% getroffen. Einen Flug habe ich bei Condor gebucht, Impfungen wurden auf Vordermann gebracht, Reiseführer und Karten besorgt, usw. usw. usw.
Langsam verging die Zeit bis es am 15.07.2016 endlich losging.

Kinder aus der Schule holen, Gepäck verladen, Hunde bei der Oma abgeben und 3 Stunden zu früh an den Flughafen nach Frankfurt (wir wohnen 20 Minuten entfernt), aber wir wollten nun endlich los.



Nach unserem Nachtflug, mit sehr wenig Schlaf, betraten wir in der Morgendämmerung erstmalig afrikanischen Boden. Unser gesamtes Gepäck ist gut angekommen und auch der versprochene Abholer stand bereit. Nun ging es nach Windhoek zu Bwana Tucke-Tucke, wo uns Carsten mit einem tollen Frühstück und unseren Reiseunterlagen erwartete. Hier lernten wir einen zweite 4er Truppe kennen, die uns noch einige nützliche Ratschläge (von alten Hasen an uns Frischlinge) geben konnten. Satphone (mußte sein, sonst hätte meine Frau die Reise nicht angetreten) und Potje eingepackt und Transfer von Carsten in unsere Unterkunft Pension Tamboti.
Pension Tamboti ist eine nette Stadtpension und für eine Übernachtung absolut OK. Mittags erkunden wir Windhoek zu Fuß und staunten über das doch sehr andere Leben in Namibia. Am Nachmittag machten wir mir Carsten Möhle noch eine abenteuerliche Stadtrundfahrt in seinem Oldtimer.




Auch durch Gegenden, die sich sonst sicher keine Touristen ansehen (Katutura das Armenviertel in Windhoek) und Aussichtsberge, die nur mit seinem Fahrzeug erreichbar sind. Am Abend gab es leckeres Essen in Joe´s Beerhouse und eine ausführliche Einweisung in unsere Tour. Abends fielen wir alle extrem müde in unsere Betten.
Am Morgen wurde wir zur Autovermietung Savanna Care Hire gebracht und übernahmen schnell unser super ausgestatteten Toyota Double Cab 3.0 mit Dachzelten und allem Schnick-Schnack. Tolles Auto das uns die gesamte Reise nicht im Stich lassen sollte. Nagel neue Reifen, von denen einer bereits vor der Autovermietung einen schlappen Eindruck machte. Der Vermieter lies Ihn aufpumpen und sagte nur " Der ist Neu, die Jungs haben den nicht richtig befüllt." Ein Mitarbeiter von Bwana brachte uns noch bis zum Supermarkt und wünschte uns 3 tolle Wochen. Schnell wurden unsere Vorräte eingekauft und verstaut. Auch lernte ich die verschiedenen Tücken des afrikanischen Bezahlsysthemes. Gleich beim ersten Einkauf wurde eine meiner Kreditkarten gesperrt. Stand zumindest auf dem Display der Kasse, auch wenn Sie später noch funktionieren sollte.
Mit guter Laune und jeden Pavian am Straßenrand bestaunend, ging es mutig in den Linksverkehr nach Otjivarongo.
Letzte Änderung: 27 Nov 2016 18:06 von Dillinger.
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27 Nov 2016 17:38 #453763
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Auf unserem Weg zur Aloegrove Safari Lodge wurde uns zum ersten Mal so richtig heiß, 40km vor unserem Ziel stand die Tankanzeige auf o,oo. Meine Nachfrage an den Vermieter bei der Abfahrt kam mir in den Sinn "langt ein halber Tank bis Otjiwarongo?" seine Antwort: "Keine Problem, ganz locker, dort tankt Ihr voll." Also jeden Hügel das Auto rollen lassen, beschleunigen nur wie eine Schildkröte, beten und bitten und die ersten Häuser der Ortschaft herbeiwünschen. Puh, wir hatten es geschafft und rollten mit den aller letzten Tropfen auf die Tankstelle. Dort beide Tanks (80 und 60, also 140 Liter und es waren knapp über 140) füllen und weiter zu unserer ersten Unterkunft. Nun wesentlich entspannter mußten wir ein Tor durchfahren, dass Jurasicpark alle Ehre gemacht hätte.





Auf dem Gelände der Farm kamen wir kaum vorwärts, jede Menge toller Tiere konnten das erste Mal in Freiheit beobachtet werden. Als Afrikaneulinge fragten wir uns allerdings, das ein oder andere Mal, "sind wir noch richtig, dürfen wir auf solchen Wegen fahren?" (im Nachhinein echt lustige Gedanken)
Der Weg führte uns einen Hügel hoch und endete vor einer super Unterkunft. Wir wurden von dem Personal mit einem Lied empfangen und brachten unsere Sachen in eine Appartement mit einem grandiosen Ausblick. Bei einer geführten Farmfahrt konnten wir Löwen, Leoparden und Geparden, leider nur in großräumigen Gehegen, beobachten.





Zurück auf der Lodge erwartete uns unser erster richtiger afrikanischer Sonnenuntergang mit 360° Rundumblick. Mit einem kühlen Getränk und meiner Familie im Arm hatte ich erstmalig auf dieser Reise Gänsehaut und ein wenig feuchte Augen.





Nach einem super Abendessen, einer guten Nacht und einem tollen Frühstück mußten wir uns von diesem herrlichen Ort verabschieden.





Man erinnere sich an unseren nicht ganz gefüllten Reifen bei der Fahrzeugübergabe, dieser war nun komplett platt. Kompressor raus und aufgefüllt, der nette Besitzer der Lodge beschrieb uns noch den Weg zu einer Werkstatt und wir düsten in Richtung der nächsten Ortschaft. Für uns Afrikaneulinge nun das nächste Abenteuer, Reifenwechsel in einem afrikanischem Hinterhof.




Aber auch dies klappte super und nach 10 Minuten war der Reifen geflickt und wir um eine Afrika-Erfahrung reicher. Weiter zu unserem nächsten Ziel, Etosha. Auch hier gab es absolute Premieren, einchecken in einen Nationalpark, große Augen machen über gigantische Listen die ausgefüllt werden sollen, suchen einer Campsite, erstmaliges Aufbauen der Dachzelte, einrichten einer Feuerstelle mit Besorgung des Brennholzes, Duschen, Toiletten, usw.
Alles halb so schwer, nach gefühlten 100 Grenzübergängen, Veterinärkontrollen und Parkeintritten lachen wir heute über all diese Gedanken.











Abends totale fasziniert von dem beleuchtetem Wasserloch und der dort herrschenden sehr ruhigen Stimmung. Elefanten, Nashörner und Giraffen auf einer tollen aber doch sehr künstlich wirkenden Bühne. Auch die erste Nacht im Dachzelt überlebte die Familie ohne größere Zwischenfälle. Es stellte sich doch schnell heraus, das die Dachzelte in eine "Horror-Zelt (Simon der ältere Sohn und meine Wenigkeit) und ein Kuschel-Zelt (Moritz mein Jüngster und meine Frau) eingeteilt wurden. Diese Einteilung hat sich bis zum Ende des Urlaubs als richtig und sehr gut erwiesen.
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27 Nov 2016 20:53 #453778
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Der zweite Tag in Etosha beginnt mit einem gutem Frühstück in der wärmenden Sonne. Die Abende und Nächte werden sehr schnell sehr kalt, aber am Morgen wenn die Sonne uns anlächelte wurde es auch schnell warm und angenehm. Wir wurden den gesamten Urlaub über nicht unbedingt die Frühpirschfahrer, erlebten aber dennoch genug. Den ganzen Tag ging es kreuz und quer durch Etoscha. Wunderbare Wildsichtungen und einzigartige Landschaft. Besonders beeindruckend fand ich den Etosha Lookout. Ein Ort, der einem die Größe dieses Parks erst bewusst macht. Ein toller Platz an dem wir unser Frühstück genossen, bis ein Touribus mit 20 Leuten ankam.










Auch unsere zweite Unterkunft in Etoshe, Halali Camping hat uns gut gefallen. Schnell unsere Zelte aufbauen, grillen, essen und ab zum Wasserloch. Es ähnelt dem von Okaukuejo und wir hatten einen abwechslungsreichen Anblick (3 Nashörner, 21 Elefanten, 1 Hyäne und 1 Leoparden!!!). Danach schnell in unsere Zelte und die warmen Schlafsäcke, Augen zu und abschnarchen.









Am neuen Morgen, schafften wir es tatsächlich mal um 6 Uhr auf zu brechen. Von Wasserloch zu Wasserloch ging es mit tollen Tiersichtungen. Etosha eine super Sache. Sehr trocken und staubig aber dennoch immer wieder gerne. Am Ausgang wurden wir von einer "netten Beamtin" befragt und unsere Fleischvorräte wurden eingezogen. Ob dies so OK war? Naja hoffe es hat Ihr geschmeckt.
Über das Lindequist Gate ging es nun nach Grootfontein zur Tigerquelle Guestfarm. Dort wurden wir von dem Besitzer, dem Mäusel, herzlich empfangen.


Seine Hunde brachten uns zu unserer Campsite (wurde noch nie von Hunden, ca. 10 Min durchs Gelände geführt!!) und bewachten uns die ganze Nacht. Super Sanitäranlagen und echt schöne Campsites. Zum Abendessen wurden wir vom Mäusel bekocht. Es gab ein hammerhaftes Abendessen (Elandschnitzel mit Unmengen toller Gemüsevariationen). Die Jungs durften den Pool nutzen und wir entspannt im Garten und auf der Terrasse.







Nach dem Frühstück wurde uns die Farm gezeigt und wir bekamen einen Einblick in das afrikanische Arbeitsleben. Es gab Oska den Eber mit seinen Damen, Rinderherden, schlafende Arbeiter in Schubkarren und Frauen die hier einiges kontrollieren.
Der Mäusel war ein netter Gastgeber und es hat uns sehr gut gefallen. Nachdem wir unseren Wassertank, Fleisch- und Gemüsevorräte aufgefüllt hatten, ging es weiter nach Tsumkwe zu einem Historic Living Village, welches von den Ju/Hoansi-San betrieben wird.




Dort lernten wir Johannes kennen der uns sein Dorf mit Schule, Garten und den üblichen Unterkünften zeigte. Im Anschluß brachte er uns zu unserer Campsite und wir konnten eine Nacht auf einem extrem romantischen Stellplatz verbringen. Die San kümmerten sich sehr um uns und versorgten uns mit Feuerholz und einem sehr sauberen Stellplatz. Für den kommenden Tag hatten wir uns mit Johannes und seinen Leuten für einen gemeinsamen Tag verabredet.





Letzte Änderung: 12 Dez 2016 09:47 von Dillinger.
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27 Nov 2016 21:42 #453785
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Nach dem Frühstück trafen wir Johannes und seine Freunde, nun in traditionellem Umfeld. Das Leben von früher wurde uns gezeigt und wir wurden zum Mitmachen animiert. Wir hatten erst Bedenken vor einer solchen Aufführung, änderten aber unsere Meinung von Minute zu Minute bis zur totalen Begeisterung. Es wurde getanzt, gejagt, Schmuck und Bögen gebaut, geraucht und Wasser gesucht und wir machten bei allem mit. Diese Menschen mit Ihrer Lebensfreude und Begeisterung, uns Ihre traditionellen Lebensweise zu zeigen, werde ich nie mehr vergessen.












Nach diesem tollen Tag ging es in die Einsamkeit zum Baobab Camping. Weit ab von jeder Zivilisation wurde es langsam dunkel und wir fanden keine Campsite. Nachdem langsam Verzweiflung im Auto aufkam, tauchten am Horizont plötzlich, in der untergehenden Sonne, gewaltige Baumriesen auf. Solche Bäume mit diesen Ausmaßen, hatten wir noch nie gesehen. Schnell wurden die Zelte aufgeschlagen und das Essen zubereitet. Dies war ein magischer Ort der einem das Gefühl der absoluten Einsamkeit vermittelt hat. Sauber und ordentlich, allerdings absolut einsam und sehr einfach. Keine Sanitären Anlagen oder Wasser.




Nach einer sehr stillen und kühlen Nacht ging es nun zu einem echten Höllenritt. Wir hatten eine über 8 Stunden lange Fahrt nach Divundu, durch Botswana vor uns. Die Strecke beinhaltete eine Ausreise aus Namibia, eine Einreise nach Botswana, eine Ausreise aus Botswana und eine Einreise nach Namibia und alles über die abenteuerlichsten Straßen die ich bisher befahren hatte. Tiefsandpassagen, Monster-Schlaglöcher, Baustellen und vieles mehr, machten die Strecke unendlich lang und die Grenzschließung bei Divundu rückte immer näher. Wir schafften die Strecke und wurden mit einer super Unterkunft im Ngepi Camp belohnt.





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27 Nov 2016 23:42 #453802
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Unser "Baumhaus" mit Terrasse über dem Kavango River war für zwei Tage unser traumhaftes Zuhause. Schlafen, duschen und leben im Freien, aus dem Bett mit dem Fernglas Elefanten, Büffel und Hippos beobachten, der Hammer. Tagsüber machten wir einen Ausflug in den Mahango Nationalpark (sehr schöner Park mit vielen Tieren) und zu den Popa Falls (naja, muß man nicht gesehen haben). Den Abend haben wir mit einigen Getränken an der Bar und einer Flasche Wein auf unserer Terrasse, bei Vollmond und Hippogegrunze ausklingen lassen. Unsere Jungs genossen Wlan und konnten testen, ob Ihre Handys noch funktionieren. ;)
Auch meine Mutter hatte bereits aus Deutschland die Damen der Rezeption aufgemischt um zu erfahren, ob die Familie heil im Camp angekommen ist. Hat am Abend an der Bar, bei uns und den Mitarbeiter, für einige Lacher gesorgt.












Nach einer erholsamen Nacht und einem üppigen Frühstück ging es weiter zu unserer nächsten Unterkunft. Nach 3 Stunden und einer ruhigen Fahrt (eine Herde von einigen Elefanten kreuzte die Straße) erreichten wir das Livingstones Camp. Zwischendurch ein kurzer Besuch in einem Kiosk. Die Campsite war super. Wir hatten unsere eigenes Küchengebäude mit Dusche und Toilette. Alles super sauber und ordentlich. Am Ankunftstag drehten wir noch eine Runde durch den Mamili-Nationalpark, der uns jedoch wegen der extremen Trockenheit nicht so gefallen hat.






In der Nacht wurde das Kuschelzelt von merkwürdigen, unheimlichen Geräuschen wach gehalten. Wie sich herausstellte handelte es sich um Perlhühner!!! :laugh:
Mittlerweile waren wir ein echt gut eingespieltes Team. Zelte aufbauen, Feuer mach, Kochen, usw. alles ging sehr schnell, weil alle mitmachten. Unseren zweiten Tag im Livingstone Camp verbrachten wir mit Pirschfahrten im Mudumu-Nationalpark. Toller Park, nur wir und tausende Elefanten. Einmal gerieten wir etwas in Bedrängnis: Tiefsandpiste, vor uns Elefanten, anhalten und schauen, Elefanten kommen näher, zurück geht nicht weil auch Elefanten, rechts und links? auch Elefanten. Also Motor aus, ruhig verhalten und die grauen Riesen bestaunen. Wir waren mittendrin in einer sehr großen Herde. Der Hammer, mit Garantie für zitternde Knie und einen sehr beschleunigten Puls.




Nach einiger Fahrzeit durch sehr tiefen Sand gelangten wir an eine Stelle, die dem Paradies sehr ähnlich sein muß. Oberhalb einer Flussbiegung machten wir eine Pause und konnten aus unserem Wagen raus. Eine atemberaubende Stelle, mit badenden und tauchenden Elefanten, jeder Menge bunter Vögel und einer einfach mystischen Stimmung. Könnte das der Horse Shoe gewesen sein??




Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir unser Camp und krochen müde in die Dachzelte.





Nach einem guten Frühstück in der einsamen Wildnis, ging es zurück in die Zivilisation nach Kasane.
Letzte Änderung: 12 Dez 2016 09:45 von Dillinger.
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28 Nov 2016 20:53 #453947
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Tag 12 unserer Reise ist angebrochen und wir verlassen die Wildnis und brechen nach Kasane in Botswana auf. (Das Schreiben im Präsens macht mir mehr Spass, daher wechsele ich ab nun in die Gegenwart :blush: )
Der Grenzübergang gestaltete sich leider etwas zäher, da vor uns ein Bus einreisen möchte und bei mir der Nachweis der gezahlten oder auch nicht gezahlten (ich habe bei all den Grenzformalitäten den Überblick verloren) Straßengebühr fehlt. Komisch, dass diese erst beim zweiten Einreisen nach Botswana gefordert wird. Nachdem uns noch ein Päckchen Schinken abgenommen wird und wir durch die braune Desinfektionsbrühe gelatscht sind, dürfen wir einreisen. Ein Mangel an unserer Superkarre hat sich nun doch gezeigt, bei größerem Geruckel (und wo in Afrika ruckelt es beim Fahren nicht? ) löst sich die Stromverbindung zu unserem Kühlschrank. Dieses Problem wurde jedoch von unserem technisch sehr fitten Sohn Simon schnell erkannt und behoben. Übrig blieb nur etwas matschiges, in geschmolzener Butter schwimmendes, übel riechendes Gemüse-Käse-Obstgemisch.



Letzte Änderung: 28 Nov 2016 22:19 von Dillinger.
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