THEMA: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
20 Nov 2016 18:45 #452972
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  • fotomatte am 20 Nov 2016 18:45
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Hallo Birgit,

die Grüsse/ das Lob gebe ich gerne weiter. B)

Und an Bele der Hinweis: stell dein Licht nicht immer so unter den Scheffel :whistle: Hat doch alles gestimmt, und deshalb haben die fotomattes auch nicht im Hintergrund gefeixt, oder sowas in der Art. :blush: Wäre übrigens auch überhaupt nicht unserem Naturell gemäss.... :whistle: :dry:

Ach ja, dieser Mark wäre genau mein Typ, ich habe ein Faible für skurrile Engländer. :silly:

Grüsse, Matthias
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20 Nov 2016 18:51 #452975
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  • Birgit und Werner am 20 Nov 2016 18:51
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Ha! Ich habe gerade noch einen "Rätselvogel" vom Mashi-River entdeckt B)

Rätselvogel 3:


Schönen Restsonntag, Ihr Lieben!
Birgit
Reisebericht: Namibia 2015/2016 - 4 Wochen durch den Nordteil
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20 Nov 2016 18:57 #452980
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  • Champagner am 20 Nov 2016 18:57
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Birgit und Werner schrieb:
Ha! Ich habe gerade noch einen "Rätselvogel" vom Mashi-River entdeckt B)

Rätselvogel 3:


Schönen Restsonntag, Ihr Lieben!
Birgit

Hmmmmm.... ich eröffne die Diskussion mal mit einer Brown-throated Martin.....

LG Bele
Letzte Änderung: 20 Nov 2016 19:25 von Champagner.
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20 Nov 2016 19:19 #452986
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...erscheint mir eher wie eine ganz normale Uferschwalbe (Sand Martin).

LG
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20 Nov 2016 20:35 #453001
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16. Tag: Treesleepers - San-Bushwalk; danach: über Tsuneb, Lake Otjikoto nach Onguma

Der Bushwalk mit Moses beginnt mit einem kleinen Termitensnack aus Moses Hemdtasche. Die Termiten werden jetzt nach dem Regen von den San gesammelt und ein wenig geröstet. Köstlich!

Moses erläutert uns zunächst die unterschiedlichen Stämme der San und ihre verschiedenen Klicklaute. Die Sprachen der Stämme sind oft völlig verschieden und gleichklingende Wörter haben oft komplett andere Bedeutungen. Aber die Worte für Feuer, Wasser, Bogen und Pfeil sind überall gleich.

Wir werden von Moses auch ein wenig in die Kunst des Spurenlesens eingewiesen:



Weiter zeigt uns Moses direkt am Trail Gift- und Heilpflanzen der San und gibt uns einen kleinen Einblick in das umfassende überlieferte Wissen dieser Volksgruppen, dass auch für die Pharmaforschung von höchstem Interesse ist.

Er macht uns aufmerksam auf die "Daughter of Rain", die von kommendem Regen kündigt und deshalb ein heiliges Tier ist, das keinesfalls zertreten werden darf:

"Daughter of Rain", Riesen-Samtmilbe (Giant Red Velvet Mite, Trombidium grandissimum)


Offensichtlich sehen das die indischen Heilkundigen mit dem Schutzstatus anders. Hier ist die Riesen-Samtmilbe eine wichtige Basis für Heilmittel (z.B. gegen Lähmungen).
Ich habe dazu ein interessantes YouTube-Video gefunden:

Und aus einem Fachartikel: ip.aaas.org/tekindex.../Body/M1?OpenElement
"RED VELVET MITE, Trombidium grandissimum Koch. locally known as Rani Keeda, is one of the beautiful mites. This predatory mite appears on ground surface in rainy season in Chhattisgarh and is found in almost all soils specially in alluvial soils. The tribes of Chhattisgarh use this mite for the treatment of different diseases. A survey was conducted by India Gandhi Agricultural University, Raipur (India) to list out the existing uses of this mite with specially prepared questionaire. The survey revealed that the inhabitants of Chhattisgarh use this mite (in combination with other herbal drugs) for the treatment of more than 10 important diseases including malaria, urinogenital disorders, paralysis, etc. Its use as sexual stimulant is most popular in the region. The traditional healers of the region purchase the femal mite from villagers for Rs.25/100 mites for preparing drugs. The survey suggested that there is a need for documentation of other uses of this mite."

Auch er kreuzt unseren Weg: Doppelfüßer/Schnurfüßer (Julidae)


Mein pharmakologischer Forscherdrang ist nun durch Moses geweckt - und so stöbere ich bei wikipedia:
"Julidae bilden in ihren Wehrdrüsen Benzochinone... Viele Arten können diese Sekrete über mehrere Zentimeter verspritzen."
Aha, und weiter unter Benzochinon:
"Benzochinon ist blutschädigend und steht im Verdacht Leukämie zu erzeugen. (...) Auf Madagaskar und in Südamerika konnte in diesem Zusammenhang eine ungewöhnliche Beobachtung gemacht werden: Madagassische Lemuren und südamerikanische Kapuzineraffen fangen und reizen die Tausendfüßler, sodass diese ihr benzochinonhaltiges Sekret absondern. Dieses verteilen die Affen wiederum auf ihrem Fell, wo es seine insektenabwehrende Wirkung entfaltet und insbesondere vor krankheitsübertragenden Mücken und Moskitos schützt. Die Primaten nehmen dabei die psychoaktive Wirkung des Sekrets offensichtlich wohlwollend in Kauf. Ein Selektionsvorteil entsteht dabei eher nicht, da das Risiko, während des zwanzigminütigen Drogenrausches [:silly:] gefressen zu werden, deutlich erhöht ist.Es ist also davon auszugehen, dass das Hervorrufen eines Rausches im Vordergrund steht." [:P]


Interessant! :sick: :silly: :evil:
Disclaimer: Drogen jeder Art sind gefährlich für Ihre psychische und physische Gesundheit! Psychoaktive Substanzen gehören in die Hände von fachkundigen Schamanen oder Psychiatrischen Fachärzten. Selbstversuche können tödlich enden, besonders in Gegenden, in denen es gefährliche Raubtiere gibt!

Auch die Termiten haben eine besondere, heilige Bedeutung: Ein Schamane wird von den San unter einem Termitenhügel begraben und lebt damit unter ihnen weiter.

Hier ein verlassenes Camp eines San-Schamanen:


Die Demonstration des Feuermachens durch Moses fällt ein wenig "ins Wasser" aufgrund der nach dem heftigen Regen ziemlich feuchten Zündmaterials. Aber das Rauchwölkchen, das Moses trotzdem unter seinem Stock innerhalb von 1-2 min. erzeugt, überzeugt uns völlig von seinen Fähigkeiten. Natürlich wehrt er bescheiden ab und meint, im Vergleich zu seinen Stammesgeschwistern sei er geradezu eine Niete.

Moses ist ein wirklich versierter Führer, spricht hervorragend englisch und ist vielseitig weltpolitisch interessiert und informiert. Wir verstehen uns auf eine warmherzige zwischenmenschliche Weise.

So vergeht die Zeit mit ihm wie im Fluge und wir haben sie wirklich genossen. Es war ein hochspannender Vormittag! :woohoo:

Wer vielleicht schon oft genug im Etosha war, um auf dem Weg dorthin nicht in Hektik zu verfallen, und genau wie wir Interesse an den "kleinen Dingen" hat, sollte wirklich versuchen, hier Station zu machen. Noch einmal der E-Mail-Kontakt, über den ich im Nov. 2015 mit Moses korrespondiert habe: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Beim Herausfahren begegnen wir einer Schlange: Liebe Schlangenkundler - hier brauchen wir eure Hilfe!
EDIT: Nach einem erneuten Einsatz von Fotomatte und Maddy (Danke!!) haben wir jetzt zumindest die Gattung:
Sandrennnatter - Sand Snake oder Whip Snake - Psammophis sp.



Weiter geht es dann über Tsuneb und Lake Otjikoto vor die Tore Etoshas: Heute Abend werden wir in Onguma sein!
Aber ich mache hier erst einmal einen Absatz, denn Moses hat einen eigenen Artikel einfach verdient!

Fortsetzung Tag 16 folgt...
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Letzte Änderung: 19 Dez 2016 13:06 von Birgit und Werner. Begründung: Schlangenbestimmung
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20 Nov 2016 20:45 #453003
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  • Birgit und Werner am 20 Nov 2016 18:51
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@Lilitrotter, Champagner: bezüglich Rätselvogel 3 kann ich leider keine Auflösung bieten - ich habe keine Ahnung, aber bei "Uferschwalbe spec." war ich auch gelandet. ;)
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