THEMA: 13 Jahre Erwartungshaltung
15 Aug 2016 09:40 #441007
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11. Tag: Dank an Bele
da ich ohne Ihren Reisebericht nie auf die Idee gekommen wäre die Namib Desert Lodge, eine Lodge für Reisegruppen zu buchen. Aber neben weißen, gelben, orangen, roten, bewachsene und nackte, am Meer und im Inlandliegende Dünen fehlte uns eine versteinerte Düne. Dank Tinochikas RB wussten wir von drei Wanderwegen. Bei uns war das Tor neben Zimmer 1 gesperrt. Die Wanderwege fingen offiziell bei Nr. 76 an, deshalb habe ich dieses Bild manipuliert!


die Beschreibungen gbekommt man an der Rezeption.


Da ich den ganzen Nachmittag und Abend bis auf zwei kichernde Asiatinnen keine Gäste gesehen hatte, bin ich am Morgen sehr überrascht, als eine große deutsche Reisegruppe, untergebracht im rechten Flügel der Lodge das Frühstücksbuffet stürmt. Ich muss auf meiner Stirn einen Zettel „bin Deutsche“ gehabt haben, da ich von allen mit einem „guten Morgen“ begrüßt werde. Etwas irritiert verziehe ich mich wieder und trinke erst einmal Kaffee vor unserem Zimmer.
Als die Schatten immer kürzer werden, scheuche ich meinen armen Mann aus dem Bett. Aber Aufstehen wird heute mit diesem Anblick belohnt.




Der kurze Weg entlang der Düne ist herrlich. Blöd nur, dass ich mir auf der Tour ins Hidden Vlei den Fuß verletzt habe, das Sossusvlei schon fast nicht schaffte und heute noch immer kaum laufen kann.


Schließlich fängt es wieder an zu regnen. Ich warte geduldig und hoffe, dass die Sonne die Steinformation vor den Gewitterwolken zum Leuchten bringt und habe immerhin einen Teilerfolg.


Inzwischen regnet es deutlich stärker, ich gehe direkt in Richtung Zimmer 9 und quetsche mich zwischen den Drähten des Zauns durch. Ich stelle dabei fest, dass direkt vor unserem Zimmer hinter den Bäumen! ein toller Blick auf die Düne existiert. Die deutsche Reisegruppe ist bereits abgefahren, dafür plündert jetzt die asiatische Reisegruppe das Buffet. Es sind deutlich mehr als die zwei Frauen von gestern Abend. Um halb neun wird nicht mehr nachgefüllt. Das muss vor allem ein weiteres Pärchen feststellen, die wohl gerne ausgiebiger frühstücken würden. Ich habe eine Waffel erwischt und beim Kaffee gibt es genügend Nachschub. Mehr brauchen wir heute nicht.
Wir freuen uns noch an den Vögeln


und ich will die Düne noch einmal ohne Regen sehen.


(am nächsten Tag werden wir die Lodge und die tolle Dünenformation von oben sehen)
Letzte Änderung: 15 Aug 2016 10:32 von sphinx.
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16 Aug 2016 19:49 #441273
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versteinerte Düne und die Namib Desert Lodge








Weit müssen wir heute nicht fahren. In Solitaire essen wir Apfelkuchen (verpassen die „Löffels“ vermutlich sehr knapp) und holen Geld. Auch diese ATM ist zunächst defekt, wird aber repariert. Uff- Tsondab müssen wir bar bezahlen und irgendwie ist das Geld schneller ausgegeben als gedacht. Ich vergesse beim Kalkulieren immer die Trinkgelder.
Heute ist es nicht nur heiß, sondern auch noch schwül.
Empfangskomitee von Tsondab Valley Reserve




Folgende Wanderwege gibt es dort, aber die müssen auf unsere nächste Reise warten.




Der Blick vom Haupthaus ist zum Glück schön und wird uns ab drei auch noch mit sehr leckeren Kuchen und Kaffee versüßt. Von den Unterkünften bin ich restlos gegeistert. Ich versuche TokTokkie-Käfer zu fotografieren und um halb vier starten wir zur „Photo Explorer Tour“, eine längere Tour als die Sundowner.
Das Gelände ist ein Traum -alte Kameldornbäume, bunte Steine, rote Dünen und schöne Berge.








Blauer Marmor










An einer wunderschönen Stelle auf einer Düne genießen wir den traumhaften Sonnenuntergang. Hans gehört eher zur schweigsamen Fraktion, taut aber bei Bier und Snacks auf und erzählt uns einiges von seinem Anwesen und seiner Cessna.







Das Abendessen ist super lecker-u.a. Kudu. Wir dinieren alleine, aber Kerstin schaut immer wieder nach, ob es uns gut geht, es uns schmeckt und ob wir etwas benötigen wie zum Beispiel Nachschub von Bier bzw. Wein. Da es nicht nach weiterem Regen aussieht, wird unser Bett auf dem Dach vorbereitet. Wie praktisch, heute können wir vom Bett aus in die Sterne gucken. Mein Mann kuschelt sich in seinem Schlafsack. Ich vertraue auf die Bettdecken der Unterkunft.
Letzte Änderung: 16 Aug 2016 20:02 von sphinx.
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17 Aug 2016 21:37 #441447
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12. Tag: Cessna Flug
An dieser Stelle erst einmal meinen Dank an lillytrotter, durch die ich das erste Mal von den Luken in den Fenstern von Hans´ Cessna erfuhr und ich mich daraufhin überhaupt erst mit dieser Gegend beschäftigte. Da die Cessnascheiben keine Tönung und keine Kratzer haben, kann man auch durch die Scheiben gut fotografieren. Die Luken befanden sich beide auf der rechten Seite. Hinten hat man leider meistens den Flügel im Bild. Noch ein Tipp, lieber der Versuchung zu zoomen widerstehen, der Flieger ist schnell und die Bilder werden dann oft unscharf. Wir sind die Route 2A geflogen. Vermutlich ist es besser diese Tour am Nachmittag zu fliegen, da bei unserem Flug von Sossusvlei zum Kuiseb die schönsten Ausblicke im Osten lagen. Sollte ich noch einmal mir den Luxus Tsondab mit Flug leisten, werde ich im Vorfeld Flugroute und welche Zeit zum Fotografieren günstiger ist mit Hans abklären.
Wie üblich wache ich um halb sechs auf. Die Wolken am Himmel sind zwar dramatisch und der Regenbogen sehr pittoresk,






aber kaum will ich mich nach dem fotografieren noch einmal hinlegen, müssen wir die Betten vor dem Regen in Sicherheit bringen. Beim Frühstückskaffee sieht es zunächst nach Wetterbesserung aus, allerdings nur für kurze Zeit. Aber was wir dann auf dem Flug für Farben sehen, so viele verschiedene Blautöne- unfassbar schön. Ich fotografiere kaum noch. Ich sitze mit offenem Mund da und schaue mir dieses Spektakel an.














In der Gegend von Sossusvlei mit Blick auf die Sterndünen, klappt mir erneut die Kinnlade runter. Eigentlich kenne ich genügend Bilder, aber diesen großen Sandkasten von oben mit eigenen Augen zu sehen ist etwas völlig anderes und auch das Wetter ist mir erstaunlicherweise völlig egal. Die Wolken haben aber auch den Vorteil, dass wir kein Gegenlicht haben.












Beim Kuiseb Canyon regnet es. Ganz ehrlich, trotzdem hätte ich mir im nach hinein kein anderes Wetter gewünscht. Noch immer sehe ich das intensive Farbenspiel vor Augen.




Heute scheint es nicht mehr auf zu klaren. Wir frühstücken ausgiebig und genüsslich. Nach diesem tollen Erlebnis bin ich hungrig.
Anhang:
Letzte Änderung: 22 Aug 2016 21:48 von sphinx.
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20 Aug 2016 13:14 #441767
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Unser Ziel für heute Nachmittag ist Walvis Bay. Zunächst noch einmal vorbei an weiteren blauen Marmorgestein.


In Rostock Ritz unterbrechen wir die Fahrt. Ich sehe mir die Zimmer an und erkundige mich nach Wandermöglichkeiten.


Natürlich fotografieren wir auch die „berühmten“ Rostock Ritz Erdmännchen. Es sind leider unsere einzigen namibischen Erdmännchen, die wir zu Gesicht bekommen.






Das RR Gelände gefällt mir sehr gut.




Das Wetter wird immer schlechter und ab dem Naukluft Park regnet es.


Wir sehen 2 Löffelhunde, die panisch über die Straße rennen. Erst in sehr großer Entfernung stoppen sie und schauen zurück, gerade noch mit dem Fernglas erkennbar.
Die Lagoon Lodge in Walvis Bay liegt direkt am Meer- ideal für uns. Das Giraffenzimmer gefällt uns gut. Es ist ausreichend groß, mit Plüschsesseln, Kaffeebar und Kühlschrank ausgestattet. Natürlich will ich nach dem Einchecken sofort ans Meer und wir sehen nicht nur Pelikane und Flamingos sondern auch eine Gruppe Delfine, die sehr nah am Ufer jagen. Mit dem Fernglas glaube ich, aufgrund der Zeichnung und der Rückenflosse Heavisside-Delfine zu erkennen. Die Kamera haben wir leider nicht dabei. Wir bringen unser Gepäck aufs Zimmer, schnappen uns die Kameras, spazieren an der Promenade entlang und genießen die Abendstimmung. Diesmal sehen wir vermutlich Tümmler.







Den Balkon nutzen wir nicht. Es ist neblig und ziemlich frisch. In Erinnerung an den Flug, den wir mit Bildern nicht einfangen konnten, strahlen wir beide noch einmal wie Kinder an Weihnachten.
Letzte Änderung: 20 Aug 2016 13:53 von sphinx.
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21 Aug 2016 08:19 #441833
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13. Tag: helle Dünen, blaues Meer und ein Gecko
Pünktlich um halb sechs schaue ich aus dem Fenster. Prrrhhh kalt und Hochnebel. Ich kuschle mich noch einmal unter die Bettdecke. Um halb acht ist das Wetter nicht besser. Trotzdem gehen wir ans Meer und beobachten die Pelikane direkt vor der Lagoon Lodge.



Am südlichem Ende der Promenade stehen die meisten Flamingos.





Dort halten auch sämtliche Tourbusse. Das Frühstück, mit Blick auf jagende Pelikane und Flamingos, ist sehr lecker und um zehn Uhr holt uns Peter von Laramon Tours ab. Peter fährt uns nicht nur gemächlich durch die Dünen, er erfüllt mir auch den Traum einen Namib Gecko zu sehen. Dafür muss er sehr oft graben, dann erwischt er ein schönes Exemplar. Verzeiht mir die Bilderflut, ich kann mich nicht entscheiden.











Wir sind im Nebel gestartet.






An den Dünen lockern die Nebelschwaden auf und schließlich haben wir einen blitzblauen Himmel.





Die hellen Dünen und die intensiven Blautöne von Meer und Himmel sind einfach grandios.





Und es macht einen Heidenspaß uns die Dünen rauf und runter fahrenzulassen.





Peter macht das sehr bedächtig und zeigt nur 2x sein eigentliches Fahrkönnen. Das ist gut für meinen Magen. Per Funk verabredet er sich mit einem Kollegen bis zur nächsten „Ecke“, um sich im Notfall gegenseitig helfen zu können, aber ansonsten „alleine“ durch die Dünen zu fahren. Die Jungs machen das echt geschickt Exklusivität und Sicherheit/Komfort zu verbinden.





Zwischendurch entdecken wir ein paar Tiere und Pflanzen.







Auf der Rückfahrt fahren wir kurz vor Walvis Bay an einer Wasserstelle mit Flamingos vorbei, die im Abendlicht liegt.





Im Raft genießen wir leckere Garnelen und Fisch dazu leckeren Weißwein. Zurück im Giraffenzimmer stoßen wir auf unseren schönen Tag mit einem großen Glas Amarula an.
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21 Aug 2016 18:50 #441898
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14. Tag: Welwitschia
Wieder ein Morgen mit Hochnebel. Das Frühstück, wie sollte es bei Franzosen anders sein, ist super super lecker. Ich bekomme die vielleicht besten Crepes meines bisherigen Lebens.
Via Swakopmund fahren wir zur Mondlandschaft. Diese Bad Lands gefallen mir wesentlich besser, als ich aufgrund von Bildern angenommen habe. Das Licht ist um halb elf sehr hart, aber dafür hat man keine langen Schatten.





dieser Vogel begleitet uns ein Stück

Beim Welwitschia Drive bleibe ich gefühlt bei jedem einzelnen Exemplar stehen und bewundere nicht nur die Pflanzen






sondern auch die Geduld meines Mannes.
Da wir bis auf 4 Bauarbeiter niemanden auf der gesamten Strecke sehen, gefällt es uns in dieser Gegend gleich doppelt zu gut.











Kurz hinterm Abzweig zur großen Welwitschia (die leider ganz hässlich eingezäunt ist), in Richtung Wüstenquell, entdecken wir noch ein sehr großes Exemplar.



Schließlich merken wir, wir müssen uns sputen, um rechtzeitig zur Sundownertour auf Wüstenquell zu sein. Unfassbar wie sich ein paar Km ziehen können. Irgendwann kommt das Tor und irgendwann erreichen wir das Haupthaus. Monika und Herbert empfangen uns sehr herzlich. Herbert bringt uns gleich zu unserem Chalet. Die Unterkunft ist so schön, wie wir es uns vorgestellt haben und die Erwartungshaltung war extrem hoch. Immerhin habe ich, da Wüstenquell zu unserem Wunschtermin ausgebucht war, eine Übernachtung in Tsaobis mit seiner Pythonformation gestrichen.
Die Landschaft der Wüstenquellfarm ist sehr beeindruckend. Ich bin von der Tafoniverwitterung und den gebänderten Steinen völlig begeistert. Leider entstehen heute wieder die meisten Bilder aus dem fahrenden Wagen.









Unser Sundowner wird heute extralang, da ich auf den Vollmond warten möchte und die anderen Gäste genügend Geduld mitbringen. Und ich bemühe mich ernsthaft die wunderschöne Stimmung in einem Bild festzuhalten. Den Mond auf einem Felsen sitzend zu betrachten und dabei einen Gin Tonic zu trinken ist aber viel besser. :P









Das Abendessen ist gut und die zwei anderen Gäste, die seit Jahren in Afrika unterwegs sind, erzählen jede Menge spannender Geschichten. Vier Stachelschweine halten sich in der Nähe auf und warten auf ihr Futter.





Auf der Fahrt zum Chalet sehen wir eine Herde Bergzebras. Natürlich sitzen wir noch lange draußen, trinken Wein und bekommen von einer kleinen Streifenmaus Besuch.
Letzte Änderung: 21 Aug 2016 19:05 von sphinx.
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