THEMA: Begegnungen - In den Norden von Namibia
16 Jul 2016 09:59 #437927
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Sonntag, 05. Juni 2016 – Auf nach Okonjima– unser Lieblingscamp

Heute haben wir jede Menge Zeit, kommen aber trotzdem recht früh los.



Zuerst müssen wir aber noch an die Rezeption, um unsere Rechnung zu bezahlen und ich habe im dortigen Shop ein paar nette Dinge entdeckt. Wir treffen nochmals Ingrid, der es inzwischen wieder besser geht und Harald. So können wir uns nochmals in aller Ruhe von den beiden verabschieden.
Und auf dem Parkplatz steht ein Auto mit dem Forumsaufkleber: Inka – wer das wohl ist? Wir trödeln noch etwas rum und dann kommen sie doch tatsächlich um die Ecke. Wie immer ist die Freude gross, hier jemanden aus dem Forum zu treffen. Man erzählt sich, was man schon alles erlebt hat – wir – und was noch alles geplant ist – die beiden – und dann steht erst mal wieder unser Camper im Mittelpunkt.
Und dann geht es auf Pad. Zuerst etwa 100 Kilometer bis Tsumeb, wo wir tanken und einkaufen gehen. Hier waren ja schon letztes Jahr hier und so geht das Einkaufen recht schnell. Sogar Fleisch haben wir hier bekommen. Und der Sparmarket hat hier auch Sonntags bis 19 Uhr offen - es gibt halt nur keinen Alkohol :blink: .



Dann geht es weiter auf der gut ausgebauten B1 bis nach Otjiwarongo und knapp 50 Kilometer nach Otjiwarongo geht es rechts ab nach Okonjima.
Auch dieses Jahr müssen wir durch zahllose Tore bis wir endlich dort sind.



Wir werden nicht von Simon empfangen, dem Verantwortlichen für den Campground, sondern sollen direkt ins Day Use Center fahren. Das ist aber schön: Hier gibt es eine tolle Terrasse und die Möglichkeit, eine Kleinigkeit zu essen. Und hier ist der Checkin für den Campground. Wir bekommen wieder die Campsite Chilala und können morgen nachmittag um 15.30 Uhr am Cheetah Tracking teilnehmen. Super, da freuen wir uns drauf :silly: . Das Cheetah Tracking und natürlich auch der tolle Campground sind der Grund, weshalb wir auch dieses Jahr nochmals hierher gekommen sind.
Nein, bezahlen sollen wir heute noch nicht, wir sollen bei der Abreise kurz nochmals hier vorbeifahren. Toll, dann kann ich auch ein paar Fotos machen.
Und dann fahren wir auf unseren Camground – angekommen :woohoo: .





Wir haben ja bereits letztes Jahr diesen tollen Platz ausgiebig vorgestellt und zwar hier.
Wir haben unser eigenes überdachtes Spülhäuschen, wo wir uns jetzt auch eine Kleinigkeit zum Essen machen....



... einen privaten Sundownerplatz....



... zwei getrennte Freilufttoiletten





.... und zwei Duschen mit Aussicht.





Alles für uns ganz alleine :woohoo:

Den restlichen nachmittag verbringen wir mit Faulenzen :woohoo: .



Am Abend gibt es noch ein schönes Lagerfeuer und eine Kleinigkeit zu essen.



Als ich gerade im Camper bin, flüstert mir Hansi entgegen, dass ich ganz schnell, ganz vorsichtig herauskommen soll !?! Ich sehe dann noch für einen kurzen Augenblick den Rest eines buschigen gestreiften Schwanzes – eine Ginsterkatze hat es auf unser Fleisch abgesehen :evil: .
Und während wir darauf warten, dass sie nochmals kommt, hören wir ein ganz eigenartiges Geräusch. Was ist das? Das haben wir schon einmal gehört? Aber wo? Da! Ein Stachelschwein ist ebenfalls von uns angelockt worden und läuft nun auf uns zu :whistle: .









Schluck :blink: – zum Glück kamen wir ja bei Marius und Lotti schon einmal mit eine Stachelschwein in „Berührung“ – uns war jetzt zwar nicht wohl, aber wir sind jetzt auch nicht panisch in den Camper geflüchtet.
Was für eine tierische Begegnung heute nacht :silly: . Auf diesen Schreck bracht es unbedingt den letzten Schluck Amarula – Prost :evil: .
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17 Jul 2016 09:19 #437976
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Montag, 06. Juni 2016 – Cheetah Tracking auf Okonjima

Und heute ist mal wieder ausschlafen angesagt – mich zieht es trotzdem schon zum Sonnenaufgang raus.











Wow – mit Wolken sieht das gleich nochmals anders aus. Ja, bereits gestern hat es stark gewindet und die ersten Wolken waren zu sehen.
Und: Das Stachelschwein hat uns ein paar Souvenirs dagelassen: Stacheln :woohoo: - Danke dafür.

Den Tag verbringen wir mit den üblichen Tätigkeiten an einem so faulen Tag:



Waschen, Tagebuch- und Postkarten schreiben, Bilder sichern, das letzte Mal die elektrischen Geräte laden und natürlich Vögel beobachten:


Mahaliweber


Kaprohrsänger


Unser erster "bunter Vogel, ein Granatastrild


Kurzzehenrötel


Siedelweber


Und natürlich auch unser Lieblingsvogel, der Maskenbülbül

Und der hier - der Rotbauchwürger - den hätte ich am liebsten erwürgt.






Dem bin ich den ganzen vormittag hinterhergerannt und ständig war er schneller und dann am nachmittag sitzt er einfach so da und fliegt ausnahmsweise mal nicht weg :evil:

Der Himmel wird aber immer dramatischer - was Wolken ausmachen können :silly: .



Aber auch wir werden beobachtet und bekommen Besuch:







Und dann passiert es: Der Zoom meiner Kamera lässt sich nicht mehr einfahren oder nur noch manchmal. Mist :blink: . Ich habe bisher mit der LumixTZ71 fotografiert. Hansi wollt mir immer die FZ200 schmackhaft machen – die war mir aber zu gross, zu unhandlich. Aber nun bleibt mir wohl nichts anderes übrig. Zum Glück ist die Bedienung ähnlich. Na ja, so schlecht und unhandlich ist die ja gar nicht :whistle: .

Das Cheetah Tracking beginnt um 15.30 Uhr. Eigentlich sollte uns Simon am vormittag Bescheid geben, ob wir abgeholt werden, bzw. wann und wo wir uns treffen und Feuerholz wollte er uns auch noch bringen. Aber das mit der Kommunikation klappt hier immer noch nicht. Irgenwann am späten mittag kommt er dann endlich mal vorbei und teilt uns mit, dass wir bitte um 15 Uhr an der Lodge sein sollen.
Dann sind wir halt um 15 Uhr an der Lodge :evil: – ja und dort haben wir uns ja schon letztes Jahr gar nicht wohl gefühlt – das hat sich auch dieses Jahr nicht geändert. An der Rezeption weiss wieder mal niemand so richtig Bescheid, der Guide würde auf uns zukommen und wir dürften so lange gerne einen Kaffee trinken und einen Kuchen essen. Dankeschön! Wir setzen uns dann auf die Terrasse und geniessen unseren Kaffee. Irgendwie ist das Publikum hier nicht unseres :whistle:





Hin und wieder kommt ein Guide vorbei, stellt sich vor und geht dann wieder – nicht unserer. Dann kommt Usher, unser Guide. Gerade als wir dann in unseren Safari-Wagen einsteigen fragt er uns, ob wir denn keine langen Hosen und Wanderstiefel dabei hätten. Natürlich haben wir das :woohoo: . Ist das denn nötig? Es wäre besser. Ok, dann ziehen wir uns halt noch schnell um – wir haben ja alles dabei. Aber hätte man denn das nicht schon gestern bei der Anmeldung sagen können? :S

Dann kann es endlich losgehen. Usher begrüsst uns, stellt seinen Mitfahrer vor, der für unsere Sicherheit verantwortlich ist und erzählt uns einiges über Okonjima, die AfriCat Foundation und die heutige Tour.



1993 wurde auf Okonjima die AfriCat –Stiftung gegründet, die sich den Schutz und Erhalt der afrikanischen Grosskatzen, insbesondere von Geparden und Leoparden, auf die Fahne geschrieben hat. Oft werden in Namibia wildernde Grosskatzen von Farmern in Käfigfallen gefangen und anschliessend erschossen. AfriCat bietet die Möglichkeit, die gefangenen Tiere abzugeben und abholen zu lassen, anstatt sie zu töten. Die Katzen werden dann auf Okonjima gefüttert, versorgt und medizinisch behandelt. Anschliessend werden die Tiere wenn möglich wieder ausgewildert. Dazu gibt es auch eine tolle Tour, die wir jedoch bereits letztes Jahr gemacht haben.



Zu den Hauptattraktionen auf Okonjima gehört die Geparden- und Leoparden-Beobachtung. Die anmutigenden Raubkatzen bewegen sich auf dem Gelände frei und suchen sich dort auch selbst ihre Beute. Die Tiere sind sehr scheu und es kann nicht garantiert werden, dass man auch wirklich welche zu Gesicht bekommt, allerdings erleichtern Funkhalsbänder die Suche. Und diese Tour haben wir dieses Mal gebucht und das war mit der Grund, weshalb wir hier nochmals hergekommen sind.

Wir haben uns zwar etwas gewundert, weshalb die Tour so spät beginnt, wenn doch das Gebiet so gross ist und man einige Zeit braucht, um eventuell ein Signal einzufangen, sind jetzt aber ganz gespannt, was passiert :woohoo: .

Erst fahren wir an einer Herde Kuhantilopen vorbei....



....und dann geht es schliesslich durch den letzten Zaun, der durch Strom geschützt ist.



Hier müssen wir vorsichtig sein, hier können wir auf Geparden, Leoparden oder auch Löwen treffen :ohmy: .



Schliesslich fahren wir zu einem Aussichtspunkt. Von dort aus hätte man ein gutes Signal, um die Tiere zu orten, erzählt uns Usher.







Und wir fragen uns schon wieder, wie soll nur die Zeit reichen, wenn sich die Tiere auf so einem grossen Gebiet aufhalten können.
Die beiden empfangen ein Signal und es geht zurück – zum Zaun.



Dort sind die beiden etwas unschlüssig, wie es nun weitergeht, wo das Signal herkommt. Schliesslich heisst es: alles aussteigen bitte – nun geht es zu Fuss weiter.



Wir werden instruiert, wie wir uns verhalten sollen: Alle zusammen bleiben, in kein Loch hineinlangen, vorsichtig auftreten und der Begleitguide geht am Schluss – er hat einen Stock zur Verteidigung dabei – er wird uns verteidigen, wenn was wäre. Im Gänsemarsch laufen wir dann los durch den "Busch" :unsure:



Immer wieder versuchen die beiden, ein Signal zu bekommen. Manchmal klappt es nicht, erzählen sie uns, im Moment haben sie den Eindruck, dass das Tier sich in demselben Tempo bewegen würden wie wir. Dann zeigt Usher ins Gebüsch: Schaut mal….





Oh, da liegt ja ein Gepard – wie schön. Während wir staunen und fotografieren geht unser Begleitguide zurück zum Auto, damit wir nicht mehr zurücklaufen müssen. Und wer sorgt denn nun für unsere Sicherheit? :evil:
Der Gepard steht auf...







... läuft ein Stück am Zaun entlang.....



.... und springt dann auf einen Termitenhügel.







Ja, das machen die gerne, um den besseren Überblick zu haben.





Irgendwann wird es ihm zu blöd...





.... und er verschwindet wieder im Busch.



Das war´s Ende der Vorstellung :silly: .
Und gerade in dem Moment kommt unser Safari-Wagen wieder angefahren - was für ein Zufall :whistle: .

Aber irgendwie werden die Wolken immer dramatischer – bedeutet das Regen? Fragen wir Usher – Nein, in dieser Jahreszeit regnet es nicht mehr. Wenn er also meint.





Wir fahren gerade noch rechtzeitig auf einen Hügel für den Sundowner.





Unsere Truppe ist international, alle sprechen Englisch. Nur nicht miteinander :whistle: – so eine „Gurkentruppe“ haben wir noch bei keinem Gamedrive erlebt. Gesprochen wird nur mit den Guides, auf Fragen, wo sie herkommen, was sie gemacht haben, wie es weitergeht, wird nur ganz spärlich geantwortet. Dann halt nicht. Solchen Menschen wollen wir doch gar nicht begegnen :evil:

Ob sich diese Tour, auf die wir uns so sehr gefreut haben, gelohnt hat? Nein – für uns ein abgekartertes Spiel. Wir hatten den Eindruck, dass die beiden von Anfang an wussten, wo der Gepard zu finden ist und dass das eventuell sogar immer so ist? Sonst könnte die Tour gar nicht so spät starten. Klar, haben wir uns gefreut, einen Geparden zu sehen. Aber ob das nun wirklich in freier Wildbahn war? Nein. Im Nachhinein fanden wir die AfriCats Tour vom letzten Jahr um einiges interessanter und informativer und selbst der NightDrive auf Onguma hat uns mehr Spass gemacht :lol:

Dann bekommen wir mitgeteilt, dass es einen Stromausfall gegeben hat und dass der Campingplatz im Moment ohne Strom sei – Na und? Es gäbe auch kein Licht – haben wir noch nie gebraucht. Gerne könnten wir als „Entschädigung“ sozusagen morgen früh hier umsonst frühstücken. Das ist aber mal ein echt nettes Angebot, aber wir wollen lieber auf dem Campground frühstücken, da ist die Atmosphäre auf jeden Fall schöner :whistle: . Trotzdem danke für das Angebot.

Und wir bekommen eher durch Zufall mit, dass das Day Use Center morgen früh gar nicht geöffnet hat. Super – da wären wir dann morgen früh nichtsahnend hingefahren für nichts und wieder nichts. Gut dass wir darüber gesprochen haben – also gehen wir wieder zurück an die Rezeption, bezahlen unsere Rechnung und geben unsere Postkarten ab. Die haben dann fast fünf Wochen gebraucht, bis sie bei den Empfängern angekommen sind :S .

So schön der Campground auch ist, die Organisation die Abwicklung hier funktioniert auch dieses Jahr überhaupt nicht. Auch dieses Jahr hat es die Lodge nicht hinbekommen, den fälligen Betrag vier Wochen vorher einzuziehen – obwohl sie das so angekündigt hat. Da muss sich diese „hochgelobte“ und im oberen Segment angesiedelte Lodge mal ein Beispiel an Ongula nehmen. Da hat das super funktioniert.

Wir lassen uns von solchen Lappalien unsere gute Laune aber nicht verderben und geniessen unseren letzten Abend hier.



Es gibt ein riesengrosses Lagerfeuer, wir haben aber keine grosse Lust mehr zu kochen und so gibt es das allererste Mal in unserem Camperdasein – Ravioli aus der Dose :blink: . Das muss man sich dann schon leckertrinken :whistle: . Und wir bekommen nochmals Besuch vom Stachelschwein – doch Ravioli scheint nicht zu seinem Beuteschema zu gehören. Es verschwindet bald wieder.



Okonjima/Chilala Campsite: Da nehme ich doch glatt meine Beurteilung von letztem Jahr: ein Campground, den wir so schnell nicht vergessen werden. Traumhaft gelegen und es macht einfach Spass sich hier aufzuhalten. Nicht ganz günstig – 250 N$ die Nacht pro Person versteht sich, aber eben traumhaft schön.
Man ist wirklich ganz für sich alleine, hat dieses grosse, überdachte Spülhäuschen, zwei Freilufttoiletten und auch zwei Freiluftduschen mit traumhafter Aussicht, einen eigenen Sundownerplatz und für die Campgrounds gibt es auch einen kleinen Pool.Es gibt (eigentlich) Strom und fliessend kaltes und warmes Wasser.
Auf dem riesengrossen Gelände sind Wanderwege ausgeschildert und auch Mountainbiken ist möglich. Man kann auf jeden Fall an der AfriCat Tour mitmachen – die wirklich sehr informativ ist - und teilweise – zumindest in der Nebensaison – auch an den anderen Touren, die an der Lodge angeboten werden.
Auch das Zubuchen von Frühstück und Abendessen ist – zumindest laut Homepage – möglich. Ich würde mich nicht unbedingt auf die Aussagen von Simon – oder wer auch immer einen begrüsst – verlassen, sondern eher zum Besucherzentrum der Lodge gehen und mich dort für die Touren oder zum Essen anmelden. Wenn man bei der Ankunft nicht rechts zum Campground abbiegt, sondern geradeaus den Berg hinauf fährt, dann kommt man zu einer Art Besucherzentrum. Und dort kann man relativ problemlos alles buchen, zu was man Lust hat – so war unser Eindruck.
Anhang:
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Dienstag, 07. Juni 2016 – Auf Applegreens Spuren nach Düsternbrook

Der gestrige Sonnenaufgang war ja schon der Hammer, aber heute morgen legt sich die Sonne so richtig ins Zeug – Wow!











Es ist kalt heute früh und so gibt es zum Frühstück ein kleines Lagerfeuerchen :woohoo:



Und dann machen wir uns auf den Weg in Richtung B1. Unterwegs entdecken wir noch ein paar Paviane....



.... und eine recht grosse Oryxherde.



Aber wir bleiben nicht lange auf der B1: Wir haben da nämlich eine kleine, aber feine Routenempfehlung aus Applegreens Reisebericht :woohoo: :

Wir biegen deshalb gleich wieder rechts in die D2483 ab. Grobe Richtung Mount Etjo Safari Lodge.















Nach einer wunderschönen Fahrt durch eine tolle und abwechslungsreiche Landschaft erreichen wir das Gate des Erindi Game Reserve. Die D2414 verläuft mitten durch das dieses Gebiet.



Ein Ranger kommt auf uns zu, fragt, was wir hier wollen, notiert das Autokennzeichen und drückt uns schliesslich eine Broschüre mit den Regeln für die Durchfahrt in die Hand. Wir dürfen die Hauptstrasse nicht verlassen – dann dürfen wir passieren.

Bis auf diese Strausse sehen wir aber nichts :S



Und schon verlassen wir das Reservat wieder und biegen kurz darauf rechts auf die D2121ab . Und dann steht da dieses Schild :evil: :



Ich wusste es ja, habe ich schliesslich Sabines Reisebericht gelesen – aber Hansi hat seinen Augen nicht getraut. Aber so sehr wir auch nach rechts und links schauen, wir können nichts entdecken – keine Hippos und keine Krokodile. Die Wasserstelle, die Sabine beschrieben hat, konnten wir auch nicht entdecken – wahrscheinlich ausgetrocknet. Schade :blink: .

Aber auch der letzte Teil der Strecke auf der D2110 Richtung Okahandja ist wirklich schön zu fahren. Danke Sabine für diesen tollen Tipp :kiss: . Wir haben für diesen kleinen Abstecher knapp vier Stunden gebraucht, doch das hat sich definitiv gelohnt :silly: .





Jetzt ist es auch nicht mehr weit, bis der Abzweig nach Düsternbrook kommt. Am Tor der Hühnerfabrik muss man nur sagen, wohin mal will und das Tor wird geöffnet. Jetzt geht es nochmals gut 20 Minuten auf einer recht guten Piste.



Oh je, ausgetrocknet – letztes Jahr hatten wir hier eine „Wasserdurchfahrt“.



So sah das im Juli 2015 aus:



Das letzte Stück ist dann etwas sandig – und Hansi war der Ansicht, er müsste jetzt einen Geschwindigkeitsrekord aufstellen – zum Glück kam dann auch bald die Einfahrt zur Farm :whistle: .

Auch hier wurden wir bereits erwartet – wir haben wieder die Campsite Nummer 1 unter dem grossen Baum. Super.





Wir haben Hunger und machen nochmals Nudeln mit Tomatensauce und geniessen den schönen Campground.







Während Hansi etwas Augenpflege betreibt, gehe ich hoch zur Lodge, um das erste Mal im Urlaub die Mails abzurufen.
Ja, wir sind in den Ferien immer ganz bewusst Offline – da könnte die Welt untergehen und wir würden es nicht mitbekommen :evil: . Nur am letzten Tag schauen wir halt immer, ob sich etwas mit unserem Flug geändert hat. Das Netz ist langsam, ich muss an der Bar sitzen – ganz im Dunkeln – und bekomme gar nicht mit, was sich draussen tut. Ich wundere mich über das ständige Grollen, denke aber, dass da wohl irgendwo gearbeitet wird. Irgendwann kommt mir die Sache aber komisch vor und ich gehe mal schauen: Ups, das da draussen sieht ganz klar und deutlich nach einem Gewitter aus – das Grollen ist Donner :S . Ganz schnell laufe ich zum Campground zurück, wo Hansi schon ungeduldig auf mich wartet. Wir räumen schnell alles zusammen – die Stühle und der Kleinkruscht in den Camper, der Rest unter den Tisch, holen noch etwas zum Trinken und Knabbern und flüchten uns dann nach vorne in den Camper. Gerade noch rechtzeitig. Nun fängt es hier richtig an zu regnen, zu donnern und zu blitzen. Mitte Juni kurz vor Windhoek.



Das gibt es nicht alle Tage. "Nein hier regnet es nie um diese Jahreszeit." :whistle: Ja, wir haben es ja gesehen, dass Namibia unbedingt Regen braucht, aber muss das jetzt unbedingt an unserem letzten Abend sein? Wir haben uns so auf das Lagerfeuer gefreut .
Das Gewitter zieht ein paarmal über uns hinweg und hat dann endlich ein Einsehen mit uns: Einem Lagerfeuer zum Abschluss unseres Urlaubes steht nun nichts mehr im Wege. Wehmütig sitzen wir noch ewig am Feuer, wärmen uns – ja, inzwischen ist es auch kälter geworden – und können es gar nicht glauben, dass die Tour nun schon zu Ende gehen soll.



Düsternbrook Campground: Letztes Jahr habe ich ja etwas gebraucht, um mit dem Platz warm zu werden. Dieses Jahr war eigentlich klar, dass wir hier nochmals her wollen zum Abschluss unserer Tour. Dass es regnet konnte ja wohl niemand ahnen, uns hat es aber trotzdem gefallen.
Es gibt ein eingezäuntes Camp mit 6 Plätzen, wobei der Platz Nummer 1 der grösste ist, aber auch auf dem Weg zum Sanitärhäuschen liegt. Das Sanitärhäuschen ist sauber und zweckmässig mit Toilette und Dusche mit warmem Wasser (Solar). Es gibt auch noch einen „wilden“ Campground, den ich mir eigentlich noch anschauen wollte. Aber dann kam halt das Gewitter….
Man kann an der Lodge Frühstück und Abendessen dazubuchen, es werden Gamedrives und ein CheetahFeeding angeboten und man kann hier auch ganz toll wandern. Die ganze Anlage ist etwas in die Jahre gekommen, wir haben uns aber auch dieses Jahr hier sehr wohl gefühlt.
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Mittwoch, 08. Juni 2016 – Heimflug



Es ist kalt heute früh und so sind wir froh, dass noch etwas Holz übrig ist für ein kleines Feuerchen zum Frühstück. Wir trödeln rum, doch irgendwann müssen wir halt doch mit dem Aufräumen anfangen, ob wir wollen oder nicht. Zum Glück ist hier alles wieder recht schnell trocken geworden.



Wir räumen erst einmal die ganzen übriggebliebenen Lebensmittel raus. Aber was damit machen? Und gerade in diesem Moment kommt die Putzfrau daher und bekommt ganz grosse Augen – Ja, das ist alles für sie :woohoo: . Ein Teil vom übrigen Campingkruscht lassen wir ihr auch noch da, den Rest „spenden“ wir ASCO. So, das sieht ja schon einmal ganz gut aus.

Die Reisetaschen haben wir ja auch wieder bei ASCO gelassen, haben dieses Jahr aber eine gute Idee, damit wir nicht erst bei ASCO das Packen und Wiegen anfangen müssen :whistle: . Wir haben die verschliessbaren IKEA—Taschen dabei und die werden nun gepackt – eigentlich müssten die dann nämlich einfach so in die Reisetaschen passen. Tasche in Tasche sozusagen. Und sie haben gepasst – Das war praktisch :silly: .
Und dann war alles verteilt, alles aufgeräumt und wir mussten uns auf den Rückweg machen – ob wir wollen oder nicht :S .
Die 50 Kilometer bis nach Windhoek sind schnell gefahren, dann noch tanken – Punktlandung – wir haben jetzt nur noch ein paar Dollars übrig und dann fahren wir bei ASCO vor. Die Rückgabe ist problemlos – letztes Jahr war ja beim Isabis Trail leider der Wassertank etwas im Weg – und dann heisst es nur noch warten. Warten auf den Shuttle zum Flughafen warten bis der Air Namibia Schalter öffnet und warten aufs Boarding.



Und damit geht ein weiterer wunderschöner Namibia Urlaub zu Ende. Es hat auch dieses Jahr alles – wirklich alles – geklappt, wir hatten keine Pannen und eigentlich hätte der Reisebericht auch so heissen können: Don´t worry – be happy Part II
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Hier noch eine kurze Zusammenfassung von all den Dingen, die immer wieder gefragt werden und die natürlich auch uns vor so einer Reise immer beschäftigen.

Bargeldversorgung: Auch dieses Jahr waren wir mit der Sparcard der Postbank unterwegs. Damit kann man im Ausland 10 Mal kostenlos Geld abheben und zwar an allen Visa-Geldautomaten. Wir wussten, dass unsere Karten bei der Bank of Windhoek warum auch immer nicht funktionieren, aber es gibt wirklich überall die Geldautomaten der FNB-Bank, wo wir immer Geld bekommen haben. Das Limit dort liegt bei 2000 N$, man kann aber so oft abheben, wie man will. Somit war die Geldversorgung nie ein Problem.
Kreditkarten: Unterwegs zahlen wir hauptsächlich mit der Mastercard Gold von Advanzia – damit fallen keine Gebühren für den Auslandseinsatz an – Geld holen wäre mit dieser Karte aber extrem teuer. Wir hatten aber auch als „Reserve“ sozusagen noch andere Karten dabei (Visa und Mastercard der Postbank), was aber nie nötig war.
Weder im Vorfeld bei den Buchungen – wo man ja meist die Kartendaten per mail durchgibt – noch bei der Benutzung während der Tour kam es zu Fehlabbuchungen oder Missbrauch (wie auch letztes Jahr nicht).
Vorbuchungen: Wir haben alles vorgeplant und vorgebucht – das wäre meistens nicht nötig gewesen, gibt uns aber die Sicherheit, abends genau den Platz zu haben, den wir auch wollen. Spontan kann man dann immer noch seine Pläne ändern.
Camper: Auch dieses Jahr waren wir mit dem Bushcamper von ASCO unterwegs und auch dieses Jahr waren wir sowohl mit dem Camper als auch mit ASCO sehr zufrieden. Es hat alles geklappt und wir hatten keine Panne. „Problematisch“ war der Inverter, der nicht hundertprozentig funktioniert hat, der Schrankschlüssel, der nicht gepasst hat und das Fliegennetz, das sich so langsam aufgelöst hat. Wir haben das gemeldet und hoffen, dass das auch behoben wurde. Für uns war das jetzt nicht so schlimm, dass der Urlaub darunter gelitten hätte. Wir haben einfach damit gelebt.
Mehr Informationen und Bilder zum Camper gibt es in diesem Threat.
Sicherheit: Wir hatten keine einzige „brenzlige“ Situation. Trotzdem haben wir in „Städten“ immer das Knöpfchen unten, lassen das Auto nicht unbeaufsichtigt und haben die wichtigsten Dinge immer „am Mann“. Und wenn uns etwas „komisch“ vorkommt, dann fahren/gehen wir ganz schnell weiter. Doch das machen wir auch in den USA oder manchen europäischen Grossstädten so.
Malariaprophylaxe: Das Dauerthema schlechthin. Im Prinzip muss jeder für sich selber entscheiden, wie er das Risiko einschätzt und ob er mit oder ohne Prohylaxe reist. Wenn man das Medikament nicht verträgt, kann der Urlaub ganz schnell zu Ende sein, wenn man Malaria bekommt, dann führt das zu erheblichen gesundheitlichen Schäden.
Wir waren im Winter unterwegs und da ist die Gefahr eh etwas geringer einzuschätzen, wie im Sommer. Den Mücken ist es einfach zu kalt – obwohl es dieses Jahr ja eher warm war. Wir haben uns gut geschützt, gut eingesprayt und haben es somit gewagt, auf die Prophylaxe zu verzichten. Es ist gutgegangen :whistle: .
Informationsmaterial: Unterwegs waren wir mit der Tracks4 Afrika-Karte und einem Navi, das wir eigentlich – ausser in Windhoek vielleicht – nicht wirklich gebraucht hätten. Natürlich haben wir daheim den „Iwanowski“, den „Loose“, das „Reise-Knowhow-Namibia“ und sogar den Baedecker Reiseführer. Aber die beste Informationsquelle ist halt immer noch das Forum. Wer weiss, wie es in den Campgrounds vor Ort aussieht? Wer kann Informationen über den aktuellen Strassenzustand geben? Und wer hilft einem weiter, wenn man eben nicht mehr weiter weiss? Ja, das ist das Forum. Und deshalb nochmals einen grossen Dank in die Runde.

DANKESCHÖN AN EUCH ALLE :woohoo:

Liebe Grüsse

Nina
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