THEMA: Begegnungen - In den Norden von Namibia
10 Jul 2016 09:39 #437201
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Montag 30. Mai 2016 – Einkaufen in Opuwo und weiter zu den Epupa Falls

Heute ist der Tag zweigeteilt: Zuerst müssen wir in Opuwo einkaufen gehen und dann fahren wir weiter nach Epupa.

Aber zuerst einmal verabschieden wir uns von Lotti und Marius unseren Gastgebern – was für eine tolle und nachhaltige Begegnung. Wir fahren hier gegen 8:30 Uhr los.





Unterwegs kommen wir an einigen sehr alten und sehr witzigen Baobabs vorbei :woohoo:



Dann (gegen 10 Uhr) sehen wir die ersten Hütten von Opuwo – das ist Afrika – so haben wir uns Afrika vorgestellt :woohoo: .



Vor Opuwo haben wir etwas „Angst“: Im Forum haben wir oft gelesen, dass das Einkaufen hier sehr unangenehm sein soll, dass man sofort von Menschen umringt wird, die alles Mögliche verkaufen wollen und dass man oft bedrängt wird. Auch Marius hat uns vor Opuwo „gewarnt“. Ok. Wir müssen einkaufen und tanken gehen und wir brauchen Geld. So führt kein Weg an Opuwo vorbei – also: Augen zu, Knöpfchen runter und durch :evil: .

Was uns - neben den vielen Wellblechhütten - auffällt: hier gibt es Bürgersteige – und die werden sogar benutzt.





Zuerst zum OK-Supermarkt (ein Spar Markt ist in Planung). Wir haben vorher schon besprochen, dass ich alleine einkaufen gehe und Hansi sich im Camper „verbarrikadiert“ :whistle: .
Als ich aus dem Auto aussteige, befürchte ich schon, dass alle umstehenden Personen auf mich zugerannt kommen. Und was ist? Nichts! Ich kann ganz lässig und unbedrängt den kurzen Weg zum Supermarkt laufen. Im Supermarkt selber, dann die nächste Überraschung. Das ist aber mal richtig relaxed und hier gibt es ja wirklich alles was man braucht. Nur kein Coke Zero :S , ausverkauft! Dafür aber richtig tolles frisches Fleisch – spottbillig. Ich kaufe einige Steaks und lasse sie mir einschweissen – die nächsten Tage sind gerettet.
Mal schauen, was Hansi macht. Ups, wo ist er denn? Im Camper ist niemand. Dann entdecke ich ihn auf dem kleinen Markt. Er schlendert über den Platz und macht Fotos - ganz alleine.







Wir laden unsere Lebensmittel ein und nun kommen doch ein oder zwei Himbafrauen zu uns, die uns Armreifen anbieten. Wir lehnen dankend ab. Als wir ihnen aber stattdessen Wasser und Mehl in die Hand drücken, sind sie überglücklich.

Einkaufen also problemlos überstanden. Dann los zum Bankautomaten – die Schlange ist ziemlich lange, aber es gibt zwei oder sogar drei Automaten, so dass es recht schnell geht. Also reihe ich mich in die Schlange ein und kann problemlos und ohne nur einmal belästigt zu werden, Geld holen.





Also Bargeld haben wir jetzt auch wieder. Hansi will nun auch sein Einkaufserlebnis haben. Gesagt, getan und schon ist er weg. Also schnappe nun ich mir die Kamera und schaue mir das bunte Treiben hier in Ruhe an. So habe ich mir Afrika vorgestellt. Bunt, lebhaft, laut. That´s africa.









Auch Hansi kommt ganz beschwingt zurück. Nun geht es weiter zum Tanken. Auch hier ist es voll, Menschen stehen einfach nur rum, warten auf irgendeinen Lift nach sonstwohin oder gehen einkaufen.
Während Hansi tankt versuche ich mein „Coke Zero-Glück“ in dem kleinen „Supermarket“ an der Tankstelle. Aber auch hier gibt es alles, nur keine Cola.
Als ich zurückkomme ist Hansi schon wieder im Gespräch mit Jemanden – Franzosen, die sich natürlich für unseren Camper interessieren :silly: .
Wir fahren weiter, sehen einen kleinen Shop an der Seite und versuchen es dort nochmals: und hier bekomme ich die letzten paar Flaschen Coke Zero. Das scheint hier wirklich sehr begehrt zu sein.



Fürs Einkaufen, Tanken und Geld holen haben wir knapp zwei Stunden gebraucht. Nun kann es aber endlich weitergehen.







Wir verlassen Opuwo - was wir jetzt überhaupt nicht schlimm fanden, im Gegenteil - und fahren weiter auf der C43 Richtung Epupa.

Die Fahrt zieht sich, die Pad ist soweit ok und unterwegs halten wir immer wieder mal an, um Wasser, Meismehl und Sweeties zu verteilen oder einfach um ein paar Bilder zu machen. Die Landschaft, die Berge, die Farben - einfach toll. B)















Und dann gegen 15 Uhr sehen wir endlich die Palmen von Epupa. Nachdem wir die letzten Stunden wieder durch eher karges Land gefahren sind, ist das so richtig ungewohnt für das Auge.





Gebucht haben wir in der Epupa Falls Lodge, das 1. Camp, wenn man ankommt, und zwar den Campground – riverside (Nr.8) natürlich :woohoo: . Schnell alles ausgepackt, ein Willkommensbierchen dazu – Unter Palmen im Schatten sitzen, hinter uns das Rauschen der Fälle - Perfekt.









Und ich mache mich auf den Weg zu einer kleinen Campgroundrunde - Wie schön es hier ist.









Wir lieben so „lebendige“ Campingplätze, wo ein Kommen und Gehen ist, wo so ein bestimmter Flair herrscht. Kurz nach der Ankunft geht jemand herum und stellt die Touren vor, die es hier gibt: Walk zu den Falls – wer braucht das denn? [Ironie]– Birding Touren – hm, das wäre mal interessant – und natürlich eine HimbaTour – die hatten wir ja erst gestern. Wir lehnen dankend ab.
Dann kommt „Big Mama“ vorbei und bietet Feuerholz an – oh ja, das brauchen wir – und auch Laundry-Dienste. Hm, das hätten wir mal wissen müssen. Aber dafür ist es jetzt leider zu spät, wir fahren ja morgen früh schon wieder weiter.





Gegen später machen wir uns dann auf den Weg zu den Epupa Falls. Im Prinzip folgt man immer dem Zaun und dann ist man auch schon da. Wir entdecken immer neue schöne Spots für den Wasserfall und freuen uns, dass wir uns doch noch entschieden haben, herzukommen (Epupa war lange Zeit unser Streichkandidat :blink: )































Pünktlich zum Sundowner sind wir wieder auf unserem Platz - ist das nicht schön hier? Im Hintergrund diese tolle atemberaubende Landschaft, alles wird überdeckt vom Tosen der Fälle und dann auch noch der Sonnenuntergang….









Wir werfen den Grill an – heute gibt es endlich wieder mal so ein richtig tolles T-Bone Steak (obwohl wir so langsam kein Fleisch mehr sehen können) und danach ein endlos langes Lagerfeuer.
Und: Obwohl das Camp am Wasser liegt, hatten wir keine (sichtbaren) Mücken.

Das erste Mal fragt Hansi: Warum sind wir hier nur eine Nacht :( ? Hm, morgen geht es nach Kunene, wo wir zwei Nächte bleiben und dort soll noch viel besser sein. Hoffentlich meint Hansi nur – schluck :evil: !

Epupa Falls Camp: Das ist das erste Camp, wenn man nach Epupa reinfährt. Gleich daneben ist die Omarunga Lodge und danach kommt das Epupa Camp. Der Campingplatz ist relativ gross, der Abstand zu den Nachbarn ausreichend – aber in Sicht- und Hörweite – und die Plätze am Wasser natürlich die schönsten. Die anderen Plätze hätten uns nicht so gut gefallen. Die Sanitäranlagen sind sauber und funktionstüchtig. Es gibt eine Bar und ein Restaurant, das auch für die Camper zur Verfügung steht. Alles in Allem ein wirklich schönes Camp.

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13 Jul 2016 13:22 #437601
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Dienstag 31. Mai 2016 – Weiter zur Kunene Lodge

Schade, dass wir hier nicht noch eine Nacht länger bleiben können. Hier hat es uns wirklich sehr gut gefallen.







Und wir müssen wieder eine Entscheidung treffen: Wagen wir es, die D3700 nach Kunene zu nehmen oder fahren wir lieber aussen herum. Seit wir die Gruppe von Heiner getroffen haben, konnte uns niemand mehr etwas über diese Strecke sagen. Die Aussagen hier im Camp dazu fanden wir auch nicht so wirklich aussagekräftig. No risk – no fun. Wir fahren aussenherum :whistle:

Vorher machen wir aber noch einen Abstecher zum Epupa Falls Viewpoint: Ein gut sichtbares Schild weisst darauf hin. Auf halber Höhe dann der Hinweis, dass das 20 N$ kosten würde !?! Na ja, das können wir uns gerade noch leisten :evil: .
Hier haben ein paar findige Himbas eine Bar mit Aussichtsstühlen hergerichtet.
Von hier oben haben wir dann einen phantastischer Blick auf die Fälle – und von hier oben sieht man, dass wir gestern vom Campground aus nur einen ganz kleinen Ausschnitt gesehen haben – die Fälle sind viel grösser wie wir gedacht haben. Hätten wir doch mal den Hike zu den Falls gebucht. Aber gemäss Topobär soll sich das dann wohl doch nicht lohnen









Und hier natürlich die Bar, die Ruth besonders gut gefallen dürfte.



Kurz bevor wir wieder gehen, kommt dann Johannes daher, um den Eintritt zu kassieren – ganz schön „ausgeschlafen“ die Jungs hier: ein handschriftliches Stück Papier mit fein säuberlich geschriebenen Daten ist unser Beleg.
Nun geht es auf der C43 wieder ein ganz schönes Stück zurück bis zum Abzweig zur Kunene Lodge. Hier ein paar "Impressionen"
von unterwegs. Aber heute waren wir beide irgendwie im "Fahrmodus" :S







Es ist gerade mal 12 Uhr als die ersten Palmen und viel grün den Kunene und die zugehörige Lodge ankündigen.





Wir checken ein, bekommen die Nummer 10 zugewiesen und werden vor den Meerkatzen gewarnt. Unser Lager ist schnell hergerichtet und wir fühlen uns hier sofort wohl. Wir haben wieder eine Riversite, aber der Blick ist leider etwas zugewachsen. Und was fehlt ist das Rauschen der Fälle – die Stille hier ist noch etwas ungewohnt.







Das ganze Camp ist grün, überall Bäume, Palmen, Pflanzen und man hat genügend Wasser um auch alles zu bewässern. Man fühlt sich hier wirklich wie in einer Oase, eher in einem kleinen Dschungel.









Hier gefällt es uns, auch Hansi. Uff, Glück gehabt. Gibt es was schlimmeres, als dass der Fahrer und Koch sich nicht wohlfühlt? Eben :evil: .
Der nachmittag ist kurzweilig. Wir haben südafrikanische Nachbarn: ein junges Paar – sie kann etwas deutsch – mit einem aufgeweckten vierjährigen Kid. Das Mädel hat sehr gute Augen und noch bessere Ohren. Sie weisst uns bald auf den grossen Waran hin, der sich im Gebüsch aufhält.





Dann plötzlich zeigt sie nach oben – eine Meerkatze beobachtet uns schon seit einiger Zeit. Sie warnt uns vor diesen diebischen Tieren und erzählt, was die gestern schon alles angerichtet haben :woohoo:





Und dann zeigt wieder ins Gebüsch – da liegt noch ein Waran – nicht so gross wie der erste, den wir gesehen haben, aber immerhin.





Dann geht sie leider mit ihren Eltern an den Pool und wir sind auf uns alleine gestellt :blush:

Dann beobachten wir halt mal wieder Vögel…





…. Und dann kommt noch ein Waran „herangeschlichen“ – wieder ein Prachtexemplar.











Doch während wir hier so friedlich dasitzen haben sich im Hintergrund die Meerkatzen formiert:
Einer passt auf…





…. die anderen gehen auf Diebeszug.








Das war der Mülleimer der Nachbarn – die an den Pool gegangen sind.


Schnell weg, ich war´s nicht :silly:

Früh übt sich, was ein Meister werden will - aber unsere Kiste bekommen der Kleine leider (noch) nicht auf. :evil:





Egal, dann probieren wir es halt hier - das sieht gut aus - Wo fangen wir da am besten an?





So werden wir den ganzen nachmittag auf Trab gehalten. Gaaaaanz unscheinbar im Baum sitzen.....



.... dann auf Verstärkung warten....



.... total unbeteiligt dasitzen und den richtigen Moment abwarten....



.... eine Meerkatze zum "Schmieresitzen"....



... und Attacke :silly:



Noch haben wir alle im Blick und brauchen unsere Zwille noch nicht zum Einsatz bringen. Die sind einfach zu süüüüüs :kiss:









Zum Sundower gehen wir zur Bar und geniessen diese tolle Aussicht.









Unsere Nachbarn haben ein kleines Boot auf dem Kunene für sich und den Sundowner entdeckt und haben uns dann eingeladen mit ihnen zusammen DIESEN Sonnenuntergang mitzuerleben. Wow! Dankeschön dafür :kiss:





Der abend endet dann mit einem leckeren Rib Eye Steak auf dem Grill und einem tollen Lagerfeuer.
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13 Jul 2016 16:47 #437647
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Mittwoch, 01. Juni 2016 – Tierische Begegnungen auf der Kunene Lodge

Heute ist ausschlafen und faulenzen angesagt :woohoo:
Aber das Frühstückmachen ist hier gar nicht so einfach: Ich werde von drei Meerkatzen beobachtet und die warten nur darauf, dass ich mal nicht aufpasse.







Hm, wie geht der Mülleimer auf?



Mist zu kompliziert :evil:



Wir geniessen den Platz in vollen Zügen und machen: Nichts :woohoo: . Na ja fast nichts ausser dasitzen und beobachten:



















Und endlich mal wieder alle elektrischen Geräte aufladen.



Und Hansi will aufrüsten :dry: :ohmy: :angry: : Während wir nur mit einer kleinen Zwille unterwegs sind, die den Meerkatzen gerate mal ein Lächeln :) abringt, können sich die Südafrikaner wirklich Respekt verschaffen :woohoo: : Eine Airsoftgun ist das Zauberwort – die will Hansi das nächste Mal !?! auch haben :evil: .

Dann gegen 16:00 Uhr machen wir uns mal auf den Weg zur Rezeption: Wir haben einen Sundowner Cruise gebucht. Florian unser Kapitän bereitet schon alles vor.



Wir gehen alle an Bord und gleiten auf dem Fluss entlang.







Gerade als ich Frage, wie es denn mit Krokodilen hier aussieht, erblicken wir das erste Tier - unser erstes Krokodil in freier Wildbahn :silly:







Und noch ein Kleines






Und ein Stück weiter noch eines.





Und dann fahren wir weiter.







Ansonsten ist noch eine Gruppe Südafrikaner mit an Bord – für sie ist das so eine Art „trip down to memory lane“. Während des angolanischen Bürgerkrieges waren sie zuammen im „Ovamboland“ stationiert und haben dabei geholfen, die Grenze zu Angola zu sichern.



Und das ist auch der Grund, weshalb es ihnen so wichtig war hier von Bord zu gehen. Wir stehen jetzt auf angolanischem Boden.



Während wir gespannt den Erzählungen der Südafrikaner zuhören, cruisen wir über den Kunene, trinken schon den ersten Sundowner und geniessen die Aussicht.







Hier an den Stromschnellen ist dann Schluss.





Da ich nach vorne keine gute Sicht habe, fotografiere ich schon einmal den beginnenen Sonnenuntergang.



Und jetzt wird es kitschig – aber wir haben so einen prächtigen Sonnenuntergang noch nie gesehen.









Gerade mal zehn Minuten dauert das Schauspiel:







Es ist schon dunkel als wir zurückkommen.




Deshalb haben wir auch das Abendessen hier gebucht. Hm, das war mal vom Feinsten. Was für ein leckeres Steak – leider viel zu viel – den Rest lassen wir uns einpacken.



Zurück am Campground gibt es dann noch ein schönes grosses Lagerfeuer.

Kunene Lodge Campsite: Die Fahrt hierher lohnt sich auf jeden Fall. Inzwischen ist auch die D3700 von Epupa durchgängig befahrbar – Florian hat uns das bestätigt. Und auch im Forum ist das nachzulesen. Und zwar hier und hier
Der Platz selber ist einfach super: Viel grün, ein schöner Pool, saubere Sanitärhäuschen und zwei Becken zum Spülen und zu Waschen sowie eine Wäschespinne und ein gutes Restaurant. Die Plätze, die nicht am Fluss sind, fanden wir jetzt nicht so toll, aber wenn man rechtzeitig da ist, bekommt man sicher auch eine Riversite. Die Tage am Kunene gehören mit zu unseren Highlights.
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14 Jul 2016 10:58 #437738
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Donnerstag, 02. Juni 2016 – Durchs Ovamboland

Heute müssen wir diese Idylle leider verlassen :S . Hier am Kunene hätten wir es durchaus noch ein paar Tage ausgehalten. Aber es geht weiter und auch heute wissen wir nicht so wirklich, was da auf uns zukommt – wir fahren durchs Ovamboland :evil: . Im Forum findet man dazu recht wenig und so waren wir bei der Planung etwas auf uns alleine gestellt.

Doch zuerst einmal geht es nochmals etwa 90 km am Kunene entlang auf der D3700 nach Ruacana. Nach Aussage der Südafrikaner die schlimmste Piste, die sie je gefahren sind !?! :blush:



Wir geniessen die Fahrt. Doch zuvor müssen wir dieses Hindernis überwinden – eine Wasserdurchfahrt. Schluck! (Da überlegen wir uns, ob wir es alleine ins Kaokoveld schaffen und wollen nächsten Sommer nach Botswana fahren und hier an dieser kleinen Wasserdurchfahrt werden wir schon unsicher – da müssen wir glaube ich noch an uns arbeiten :woohoo: ).




Aber wir schaffen es. Zum Glück kam kurz nach uns ein vollbeladenes Auto vorbei und hat uns sozusagen den Weg gezeigt.

Die Landschaft ist einfach toll, die Pad gut zu fahren.





Aber hier rennen uns wirklich alle paar Meter bettelnde Kids entgegen. Aber da geben wir nichts. Das finden wir nicht gut.



Lieber halten wir unterwegs wieder spontan an und verteilen unsere letzten Lebensmittel. Diese Familie hat sich auf jeden Fall riesig gefreut B) .



Und dann sind wir auch schon fast in Ruacana. Wir haben etwa 1,5 Stunden für diese Strecke gebraucht.





Und ab hier ist alles asphalltiert. Also erst einmal Luft in die Reifen pumpen. Da haben wir – nein Hansi – inzwischen schon Routine.



Florian hat uns geraten nicht in Oshakati und auch nicht in Ondangwa einkaufen zu gehen – zu gefährlich, zu viel Kriminalität. Wenn wir nicht viel brauchen sollen wir stattdessen nach Ruacana hineinfahren. An der dortigen Tankstelle gäbe es einen guten kleinen Minimarket, der alles hätte, was man so braucht. Und das haben wir dann auch gemacht. Und der Tipp war super – Wir mussten eh nur Wasser, Coke und Savanna nachfüllen. Sogar einen Wein haben wir mitgenommen und ganz frisches Brot gab es auch. Fleisch gab es nicht wirklich, aber wir hatten noch etwas übrig und morgen geht es ja eh durch den Veterinärzaun. Aber ansonsten hätten die wirklich alles gehabt, was man so benötigt.

Und nun fahren wir etwa 250 km auf bester asphaltierter Strasse – der C46 – gen Süden. Und man merkt, dass man sich in einer der am dichtesten besiedelten Regionen Namibias befindet – hier leben etwa 800 000 Menschen fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Man fährt nun durch eine flache, fast baumlose und monoton erscheinende Landschaft. Am Strassenrand hat es viele kleine Dörfer – man hat den Eindruck, dass dort eine Bar neben der anderen - ein Shebeen am anderen steht.









Und hier muss man aufpassen: Überall laufen Menschen, Ziegen, Esel und Kühe an der Strasse entlang und überqueren diese auch öfter mal.







Um die Mittagszeit haben wir Hunger und wir halten an einem Rastplatz an, um eine Kleinigkeit zu essen. Das war dann wirklich wieder so ein „Erlebnis“ der besonderen Art. Viele Autos, die vorbeigefahren sind, haben uns zugewinkt, Fussgänger, die vorbeikamen haben uns mit einem fröhlichen Hello begrüsst und auch die Dorfbewohner von gegenüber hatten ihren Spass daran, dass wir hier unsere Mittagspause machen. Wir sind uns ein bisschen wie im Zoo vorgekommen :woohoo: .

Dann ging es weiter durch die vielen Ortschaften mit „O“ :whistle:









Und wir haben den Eindruck, dass es hier jede Menge Schulen und jede Menge Schulkinder gibt.









Die haben auf jeden Fall alle einen langen Schulweg – bis zu 45 Minuten einfach. Wenn ich da an all die „Helikoptereltern“ denke, die ihre Kids auch kurze Strecken zur Schule fahren……

Und dann müssen wir aufpassen: 8 km hinter Ondangwa sollen wir links in die D3625 abbiegen und bis zum Ende des geteerten Streckenabschnitts fahren. Hm? Wie weit geht das denn noch? Wir sind jetzt fast schon in Eenhana und die Strecke ist immer noch geteert. Kann es sein, dass das hier neu ist? Lass uns doch besser wieder zurückfahren. Das tun wir dann auch. Und dann finden wir auch die Abfahrt nach Ongula – ein verblasstes Schild am Strassenrand. Nun sollen wir der Schotterpiste weitere 6 km folgen und dann am Ongula Schild links abbiegen. Wir fahren und fahren und waren wieder zu weit. Also wieder zurück und da ist das Schild – na ja.



Wir sind angekommen. Unser Ziel ist die Ongula Village Homestead Lodge, die von einigen Ovambo-Frauen betrieben wird, die den Gästen hier ihre Kultur und Traditionen näherbringen wollen. So wohnt man hier in sogenannten Rondavels, die sehr einfach aber liebevoll eingerichtet sind. Man kann hier verschiedene Touren buchen. So kann man etwa den Bewohnern hier beim Ausüben traditioneller Handwerkskunst, wie die Herstellung von Tontöpfen und Weben von Körben zuschauen. Oder man kann den Abend bei einem Besuch einer traditionellen Bar im benachbarten Dorf – einem shebeen – ausklingen lassen, man kann sich durch den benachbarten Kral führen oder sich ein traditionelles afrikanisches Essen zubereiten lassen. Die Frauen sind wirklich sehr bemüht, dass man sich hier wohlfühlt und etwas von ihrer Kultur miterleben darf. Im Prinzip sollte man diese Unterkunft nicht nur für eine Zwischenübernachtung auf dem Weg in den Caprivi oder den Etosha einplanen, sondern lieber eine Nacht mehr und dann das ein oder andere Angebot hier wahrnehmen. Gebucht werden kann diese Lodge kann bequem und einfach online. Die haben wirklich eine ganz moderne Homepage mit einem funktionierenden Online-Bezahlsystem. Da können sich einige grössere Lodges wirklich etwas abschauen. So macht man das :woohoo:



Und seit ein paar Jahren gibt es hier auch einen Campingplatz. Der Platz ist zweckmässig, das Sanitärhäuschen sauber aber ohne warmes Wasser. Das gesamte Gelände ist eingezäunt und somit sicher.







Wir geniessen aber erst einmal einen Ankommensdrink unter der überdachten und schattigen Veranda.



Dann müssen wir die zwei Eidechsen retten, die es nicht mehr schaffen, aus der rutschigen Spüle herauszukommen...





.... und für eine kleine Campgroundrunde reicht es auch noch. Hier, in diesem Häuschen, wird die Handwerkskunst vorgeführt....



.... dieses Spiel kennen wir ja schon von dem LivingMuseum der Damara - das wird hier also auch gespielt.



Und hier wird versucht, eigenes Gemüse anzubauen.



Ja und hier werden die vielen Flaschen wiederverwertet.



Der Campingplatz war eher kahl bis auf diese paar interessante Bäume.







Zum Sundowner sind wir dann in die Bar gegangen und kamen gerade richtig (oder auch nicht): Eine Gruppe von Kindern aus dem Dorf hat traditionelle Tänze und Gesänge dargeboten. Irgendwie war das für beide Seiten etwas „peinlich“, aber natürlich auch interessant.











Den Abend lassen wir dann mit einem schönen grossen Lagerfeuer und unserem letzten Steak ausklingen.





Mit dieser Übernachtung endet dann auch unser „Abenteuer“ Afrika. Für uns war der Reise-Abschnitt ab Sesfontein schon ein bisschen abenteuerlich – hier hat für uns das „richtige“ Afrika begonnen. Und ich glaube, man hat es bemerkt, es hat uns sehr sehr gut gefallen und wir haben uns eigentlich auch in keiner Situation unwohl oder bedroht gefühlt. Die Fahrt hier durchs Ovamboland fanden wir sehr sehr interessant und im Nachhinein haben wir es auch bereut, nicht unterwegs mal ausgestiegen zu sein.
Morgen geht es weiter in den Etosha-Nationalpark.
Letzte Änderung: 14 Jul 2016 11:44 von LolaKatze.
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Freitag, 03. Juni 2016 – Elefantös im Etosha

Heute früh stehen wir wieder mit der Sonne auf und fahren gleich nach dem Frühstück los.





Erst geht es noch etwas durchs Ovamboland...









.... und 90km hinter Ondangwa weist ein Schild nach Andonie – dem King Nahale/Lya Mpigane Gate genannten Nordtor von Etosha.



Die Siedlungen sind verschwunden und wir sehen schon die ersten Gnus und Zebras.





Hier registrieren wir uns und dann dürfen wir das Tor passieren. Welcome to Etosha National Park.



Zuerst fahren wir ans Andoni Wasserloch. Hier gibt es die üblichen Verdächtigen. Wir haben ja jetzt schon länger keine Tiere mehr gesehen und deshalb freuen wir uns über jede Sichtung :woohoo: .









Dann fahren wir weiter in das „Stinkwater“-Gebiet, aber das ist nicht so ergiebig :S .







Dann sehe ich was aus den Augenwinkeln. Stopp!


Seht ihr es? Da im Gestrüpp? Ein Nashorn :woohoo:

Wir fahren noch weiter und freuen uns über jedes Tier, das uns über den Weg läuft :evil: .









Eher durch Zufall bleiben wir am Wasserloch Tsumcor hängen. Anfangs ist hier eher wenig los.







Doch dann kommt ein Elefantenbulle daher. Wie schön.









Doch hinter uns wartet schon eine ganze Herde, bis das Wasserloch endlich freigegeben wird.



Und dann kennen sie keinen Halt mehr - sie wollen ans Wasser.






Uns ist nicht ganz so wohl, weil wir im Weg stehen, aber sie haben wirklich nur das Wasser im Kopf. Und das geniessen sie dann auch in vollen Zügen :silly:













Es ist schön, das Treiben zu beobachten. Dann haben sie genug und ziehen von Dannen: :dry:







Wir sind nun wieder alleine hier. Aber was ist das da hinten? Da kommt eine weitere Herde Elefanten :woohoo: .













Auch die beobachten wir gerne. Jetzt wird es aber so langsam voll hier :whistle:





Doch dann :ohmy: – ob das gut geht? Wir werden alle etwas nervös :blink: . Eine weitere Elefantenfamilie trabt zum Wasser.















Doch, das geht gut – man steht friedlich zusammen am Wasserloch. Was für ein Glück :woohoo: , so viele Elefanten auf einmal zu sehen – "Elefantös im Etosha" :whistle: . Sorry Topobär, da musste ich mir Deinen Titel einfach abkupfern

Nachdem sich die Elefanten verzogen haben....





..... wird es wieder ruhig hier am Wasserloch. Und auch wir fahren weiter zum Wasserloch Okevi, wo nur ein paar Zebras herumstehen....



.... und auch sonst sehen wir nicht mehr viel.





Deshalb fahren wir zum Fort Namutoni, wo wir noch unseren Eintritt bezahlen müssen und eine Kleinigkeit einkaufen.



Wir bleiben hier aber nicht über Nacht. Gebucht haben wir dieses Jahr wieder in Onguma, das ein Stück ausserhalb des Parks liegt.
Und hier müssen wir dann auch die Veterinärkontrolle über uns ergehen lassen. Unser Biltong haben wir sicherheitshalber versteckt :whistle: , sonst haben wir kein offenes Fleisch mehr dabei. Wir werden angehalten, man schaut in unseren Kühlschrank – Milch und verpackte Wurst/Würstchen sind kein Problem – und dann dürfen wir auch schon weiterfahren.
Gleich danach geht es ab nach Onguma: Zuerst geht es an die Rezeption für die Anmeldung – wir werden schon erwartet und alles ist vorbereitet – so lieben wir das. Dann dürfen wir auf unsere Campsite, die alte Leadwood Campsite. Ja, hier gefällt es uns. Es gibt sechs Plätze und immer zwei Plätze teilen sich ein Sanitärhäuschen, wobei jeder seine eigene Dusche und seine eigenen Toilette hat. Lediglich das Spülbecken wird geteilt.




Wir relaxen ein bisschen, machen uns frisch und dann gehen wir auch schon wieder los. Wir haben Dinner im Restaurant gebucht. Aber zuvor gibt es natürlich noch einen Sundowner am Lagerfeuer.









Das ist mal richtig schön gemacht hier. Und hier in Onguma funktioniert auch das Miteinander von Lodge und Campsite sehr gut. Wir Camper haben uns hier sehr wohl und willkommen gefühlt. Wir durften die Bar, den Pool und auch das Restaurant mitbenutzen und auch die Aktivitäten sind für alle offen.







Was für ein schönes Ambiente und auch das Essen war superlecker.
Beschwingt laufen wir ins Camp zurück und kommen noch mit Ingrid und Harald (kharry) ins Gespräch, mit denen wir uns die Campsite teilen. Wir sitzen noch ewig am Lagerfeuer bei dem ein oder anderen Glas Wein zusammen, erzählen uns unsere bisherigen Erlebnisse in Namibia und geniessen diese schöne Nacht. Hm, das ist Urlaub.
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Samstag, 04. Juni 2016 – Etosha wir kommen

Wir stehen heute sehr früh auf, bereiten das Früstück vor und mit Öffnung des Tores fahren wir in den Etosha hinein.



Wir wollen an das Wasserloch Kalkheuwel – da hatten wir letztes Jahr gute Sichtungen.
Unterwegs sehen wir dieses Nashorn. Erst steht es ganz friedlich da....



... und dann rennt es auf einmal los – wow, das ist aber mal schnell.





Aber warum? Wir warten noch eine ganze Weile, aber es tut sich nichts mehr.

Kalkheuwel hat dieses Jahr wesentlich weniger Wasser wie das Jahr zuvor. Und es sind auch lange nicht mehr so viele Tiere hier. Wir haben aber gelernt, Geduld zu haben: Also stellen wir uns hin, packen unser Frühstück aus und harren der Tiere die da kommen :woohoo: .









Oder auch nicht :dry: .

Also fahren wir weiter nach Chudop – dieses Waserloch war letztes Jahr ausgetrocknet.
Auf dem Weg dorthin begegnen wir noch diesem stattlichen Bullen.





In Chudop ist einiges geboten – Hier kommt die gesamte Arche Noah zum Trinken her – oh wie ist das schön :lol:





























Erst ist es nur eine Giraffe, die wir beobachten konnten....





dann zwei…









… drei…



.... vier...







…. Und zum Schluss konnten wir 8 Giraffen fotografieren :woohoo: . Wie schön.

Wir fahren nach Namutoni zurück und nehmen die Schleife um die Fisher´s Pan – doch da ist wirklich alles ausgetrocknet. Nichts zu sehen :S - Fehlanzeige. Nur die paar Gnus, für die wir gerne anhalten :whistle:



Und nun? Lass uns nochmals bei Tsumcor vorbeifahren – Gute Idee :woohoo: , da sind ein paar Elefantenbullen zu beobachten.





Doch dann reicht es uns für heute, wir fahren zurück nach Onguma. An der Veterinärkontrolle kennt man uns noch und die Kontrolle fällt entsprechend kurz aus.
In Onguma angekommen geniessen wir den restlichen nachmittag.



Heute abend haben wir auch wieder Dinner gebucht und im Anschluss einen Nightdrive – ob sich der lohnt? Schauen wir mal.
Wir gehen recht früh los zum Restaurant und können beobachten, wie liebevoll die Tische heute gedeckt werden.





Für einen Sundowner ist es nie zu früh und dann entdecken wir Ingrid und Harald. Die Begrüssung ist herzlich aber: Was ist denn mit euch los? Seid ihr nicht heute früh auch schon in Richtung Caprivi losgefahren? Was macht ihr hier? Ingrid hat die Malariaprophylaxe nicht vertragen und zum Erholen haben sie sich jetzt hier eingemietet. Das ist aber ärgerlich. Harald versucht gerade mit Hilfe des Forums eine Ersatzroute zusammenzustellen. Wir haben uns einiges zu erzählen und sitzen dann auch beim Essen zusammen.
Allerdings müssen wir uns etwas beeilen, weil unsere Guides für die Nachtfahrt schon ungeduldig auf uns warten – wir sind alleine. Toll, eine Privattour :woohoo: . Wir kuscheln uns in die Decken – es ist kalt – und los geht’s. Der eine Guide leuchtet mit einer extrem hellen Lampe in den Busch und anhand der Reflektion der Augen sieht man dann die Tiere im Busch.



Ob das so angenehme für die ist? Wir schrecken jede Menge Springböcken und andere Tiere auf. Sorry, tut uns leid.
Und was sehen wir in den 90 Minuten, die wir unterwegs sind?
Eine Hyäne, einen Schakal (ohne Bilder), wir können den Blick auf die Ginsterkatze (Genet) erhaschen – von der haben wir vorher noch nie etwas gehört.



Und wir sehen einen Springhasen – der springt wie ein kleines Känguruh :evil: . Auch den kannten wir vorher nicht.





Und wir sehen das ein oder andere Bushbaby – die sind witzig: die springen von Baum zu Baum – waren aber viel zu schnell für unsere Kamera.
Gegen 21 Uhr kommen wir doch etwas verfroren wieder am Campground an. Nach einem kleinen Amarula – Prost Elsa und vielen Dank :kiss: - kriechen wir ziemlich müde in unsere Betten.

Und was sagen wir zu dem Nightdrive? Hm, er war schon interessant und wir haben ganz neue Tiere gesehen – auch wenn die Ausbeute etwas mager war. Leid haben uns die nicht nachtaktiven Tiere getan, die wir gestört haben. Also ich würde sagen: Kann man machen, muss man aber nicht.

Onguma – Leadwood Campsite: Die Lodge und der Campground sind einfach super. Der Campground hat sechs Plätze, immer zwei Plätze teilen sich ein Sanitärhäuschen, das jedoch für jeden eine eigene Dusche und eigene Toiletten hat. Die Plätze sind schön im Schatten mit einem Grillplatz. Zur Lodge kann man zu Fuss gehen und dort kann man auch alles nutzen: Bar, Restaurant, Pool und man kann auch an allen Aktivitäten teilnehmen. Vom Restaruant aus hat man Blick auf ein grosses Wasserloch – bei uns war das aber eher weniger besucht. Eine sehr angenehme Atmosphäre. Uns hat es hier wirklich gut gefallen. Und wir würden hier immer wieder gerne für eine Übernachtung herkommen.
Letztes Jahr waren wir auf der neuen Tamboti Campsite. Auch dort hat jeder Platz sein eigenes ganz neues Sanitärhäuschen. Dort ist man etwas mehr für sich, es gibt extra eine Rezeption nur für diesen Campground, eine Terrasse mit Blick auf ein kleines Wasserloch, wo man auch essen kann und einen eigenen Pool. Sehr schön gemacht
Obwohl dieser Campground sicherlich neuer und schöner ist, hat uns die alte Leadwood Campsite irgendwie besser gefallen.
Onguma liegt kurz hinter dem von Lindequist Gate, also ausserhalb vom Park, aber nicht weit von Namutoni entfernt. Es muss dann jeder für sich selber entscheiden, ob er morgens gleich im Fort sein möchte oder für so eine schöne Unterkunft erst noch etwa 15 bis 20 Minuten Fahrt in Kauf nimmt. Vom Campground bis zum Gate sind es schon so 10-15 Minuten und dann nochmals 5 -10 Minuten bis ins Fort. Auf der Rückfahrt muss man dann immer noch durch die Veterinärkontrolle.
Anhang:
Letzte Änderung: 15 Jul 2016 12:43 von LolaKatze.
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