THEMA: 4x4Hilux, meine Fotoausrüstung und ich....
01 Apr 2015 16:53 #379956
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  • Heyde am 01 Apr 2015 16:53
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Hallo Elch, willkommen in der Zivilisation. Mit geht es nach einer Woche immer noch so.....
Oliver
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01 Apr 2015 17:38 #379962
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  • Champagner am 01 Apr 2015 17:38
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Hallo Oliver,

ich melde mich jetzt endlich mal und gestehe, dass ich bisher als blinde Passagierin mitgereist bin. Deshalb konnte ich beim Anblick des Regenbogenbildes auch nur ein leises "Ooooooch" vor mich hinhauchen..... :) Damit soll jetzt Schluss sein - ich freue mich jetzt in normaler Lautstärke B)

Danke für einiges Anregungen und vorallem für die wunderschönen Fotos - liebe Grüße von Bele
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02 Apr 2015 20:35 #380147
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Also auf nach Omaruru.
Ich fahre wieder an der Siedlung vorbei und mache eine Aufnahme einer kleinen Hütte aus Dosen. Sehr originell und einfallsreich.



Da kommt der erste kleine Junge angerannt, ca. 5 Jahre stellt sich neben den Hilux und stammelt etwas von Bread… Er war nicht unterernährt, aber Armut konnte man in seinen Augen lesen.
Es kamen zwei weitere ca. 10 jährige Kids dazu und auch diese fragten noch Geld oder Essen.
Ich hatte mit solch einer Situation gerechnet, wenn ich dort an der Strasse zum Fotografieren anhalten wollte. Habe am Morgen meine Vorräte und anderes überprüft und vieles im Fahrerraum verstaut, da ich bis zu meiner Abreise nicht alles essen konnte und auch nicht alles gebraucht habe und brauchen werde. Nudeln, Reis ein paar Konseven , Alufolie noch neu, etwas Seil, Kabelbinder usw.
Habe erklärt, dass ich kein Geld aber andere Dinge geben möchte und werde und habe alle Dinge unter ihnen aufgeteilt und sie auch zum Teilen aufgefordert. Als Trost für Geld gab es meine Äpfel noch obendrein dazu. Sie waren einverstanden und sind unter großem Gejohle, als hätten sie gerade die Postkutsche überfallen und große Beute gemacht Richtung Siedlung gerannt.
Es war schön sie so zu sehen, aber traurig, dass Kinder sich so über Essen, Seil Alufolie und Äpfel freuen müssen.
Auch das ist Namibia und es ist gut, wenn man auch damit konfrontiert wird.

Ich hatte mich am Morgen für die Strecke über Usakos und Karibib entschieden. Mal wieder etwas Asphalt fahren und es war Samstag und Nationalfeiertag (25 Jahre Unabhängigkeit) und gleichzeitig wurde an diesem Tag der neue Präsident vereidigt. Vielleicht konnte man in den Städten davon etwas spüren?
Durch Usakos gefahren, Strassen leer und ausgestorben, Karibib erreicht und fast das gleiche Bild. Alles geschlossen, bis auf die Tankstelle dort. Nur ein paar gelangweilte Seelen am Strassenrand sitzend und ein paar streunende Hunde. Also Feiertags- und Unabhänigkeitsfeeling habe ich mir anders vorgestellt. Kurzer Stopp, ein kaltes Getränk und weiter. Von der B2 geht es dann auf die C33 nach Omaruru. Ca. 60km fast geradeaus. Auf beiden Seiten weite grüne Baumebenen und der Mount Erongo zur linken. Im Radio höre ich mir an, was der neue Präsident zu sagen hat und verspricht.
Die Rede hätte auch in jedem anderen Land und von jedem anderen Politiker sein können. Wahrscheinlich wird sie zu jeder Präsidenten- Kanzler- und Ministerrede einfach zum nächsten Land weitergefaxt oder gemailt und nur der Name ausgetauscht…..

Komme in Omaruru an und stelle fest,es ist ein verhältnismäßig nettes Städtchen und hat ein etwas modernes Flair. Früher Herero Land und später viele deutsche Siedler und Farmer. Der deutsche Einfluss ist nicht zu übersehen. Halte an einem Cafe/ Biergarten mit Souveniershop.
Meine Frage ob ich englisch oder deutsch reden kann wurde gleich auf Deutsch beantwortet.
Nach meiner Frage zu einer campside holte die nette Dame gleich ein Omaruru- Touristenführer raus und erklärte mir alle Möglichkeiten und erzählte mir zu allen Farmen und Lodges etwas. Sie bot mir sogar an dort anzurufen um zu fragen ob etwas frei sei. Sehr nett und freundlich.
Ich entschied aber auf gut Glück los zu fahren. Die meisten liegen im Erongopark, der ca. 10km vor den Toren Omarurus anfängt.
Entscheide mich zuerst Camp Mara aufzusuchen. Wurde mir auch empfohlen.
Nach dem passieren des Gates zum Park ( Ranger öffnet) kam kurze Zeit später das Schild Camp Mara. Von der Strasse ein paar hundert Meter auf das Gelände und ich stand vor einem schönen Haus. Ausgestiegen und mir kommt ein ältere Herr entgegen. Ist ein Gast/ Freund des Besitzers. Dann kam auch der Herr des Hauses, Ecki. Campside war frei und mir wurde der Platz gezeigt, der ca.300m unterhalb des Hauses liegt.



Viele Bäume, viel Schatten, viel Vogelgezwitscher, eine Grill/ Feuerstelle mit Wasserhahn und ein Häuschen mit Dusche und WC. Top, hier bleibe ich.
Es ist noch früh, ca.1500 und ich entschließe mich noch etwas durch den Park zu fahren. Es gibt eine Mainroad und diverse kleine Abzweigungen z.B. zum Mount Erongo. Es sollen viele Tiere im Park sein, sehe aber kaum welche, da die Wasserstellen weit ab der Strasse voll sind und sich die tiere dorthin verzogen haben. Ist aber trotzdem ein schöner Drive gewesen.





Viele Vögel und Vogelgezwitscher auch hier und teils schöner Ausblick über Park und Ebene.


Später zurück zum Camp, Zelt Aufbau, Grill/ Feuer und BBQ Time.
Als Gäste hatte ich beide Hunde des Hauses, die sich eingeladen fühlten, als ich die Würste auf den Grill legte.



Nach dem gemeinsamen Verzehr der Wurst, habe ich dann noch mit Gastgeber und Gästen bei einem kühlen Drink den Abend auf der schönen Terrasse am Haus verbracht.
Es können auch Zimmer dort gemietet werden, habe mir eins angeschaut. Schön mit viel liebe zum Detail. (keien Werbung, hat mir nur sehr gut gefallen)
Am Morgen gegen 0800 war ich dann eingeladen, die morgentliche Vöge-l und Papageienfütterung zu bestaunen. Futter war an der Terrasse verteilt, wir saßen ruhig auf Stühlen dort und bald kamen
Ca. 50 Papageien und diverse andere Vögel frühstücken.



Gegen Vormittag, es war Sonntag, packte ich zusammen und es ging noch einmal nach Omaruru in das Cafe/ Biergarten. Danach Hilux starten und wieder Richtung Süden zurück, mein letztes Camp wartete, Wüstenquell.
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Letzte Änderung: 02 Apr 2015 20:43 von Heyde.
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03 Apr 2015 07:58 #380162
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  • Lotusblume am 03 Apr 2015 07:58
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Heyde schrieb:

Die Reise war ein ,,Time out,, von dem Stress der Hecktik und der Zivilisation hier.

Hallo Oliver,
Deine Bilder sind einfach ganz großes Kino und können mit jedem guten Bildband mithalten. Sie sind für mich ein "time out".

Deine Eindrücke von der Reise sind toll beschrieben - vorallem die Episode mit dem Oryx und Hasen.
Nun freue ich mich auf deine weitere Tour - Wüstenquell - da kommen sicherlich noch einige grandiöse Fotos.


Letzte Änderung: 03 Apr 2015 08:01 von Lotusblume.
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03 Apr 2015 18:25 #380233
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Omaruru-Wüstenquell
Fahre die ca.60 km zurück bis Karibib. Es ist Sonntag und die Straße dorthin ist so gut wie leer.
Noch einmal das Grün um michherum genießen. Mit guter afrikanischer Musik im Radio, viel Rhythmus und Chorgesang, erreiche ich Karibib.
Von dort auf die C32 ein paar KM Richtung Naukluft-Park und dann auf die D1952 fast 100 km ins Nichts, Richtung Wüstenquell. Freue mich mal wieder auf Gravel Roads und heißen trockenen Staub und Sand, der mir um die Ohren weht. Der Abschluss meiner Reise soll , wie der meiste Teil in karger Wüste, Steppe und Weite enden, die ich so gerne mag.
Es geht ganz gut voran, genieße Kilometer um Kilometer, viel Vieh auf und an der Road. Musste dann doch sehr konzentriert fahren um nicht Kühe, Ziegen oder Schafe als Kühlerfigur zu bekommen.
Komme auf die D1914 und bevor sie einfach im Nichts endet, gibt es eine Abzweigung nach Wüstenquell. Noch ca. 20 km. Aber die haben es in sich.



Eine heftige Rüttelpiste, Steine von groß bis klein, Senken, Sand und große Steinplatten.
Wenn ich auf 30 km/h beschleunige komme ich schon fast in einen Geschwindigkeitsrausch.
Zwischendurch das Spiel mit den Toren, sechs oder sieben, teilweise kurz hintereinander.
In welche Richtung gehen sie auf, wie nah kann ich heranfahren. Verliere oft das Spiel und muss wieder ein paar cm vor oder zurück setzen um ein Gate zu öffnen oder zu schleißen.



Nach fast 45 Minuten habe ich die 20 km geschafft.
Das letzte Gate und dann das Schild mit Pfeil Richtung Reception, welches einfach so in der Stein und Felsenwüste steht.
Halte auf dem ,,Parkplatz,, vor dem Haus und die Dame des Hauses kommt heraus und begrüßt mich.
Ich hatte ein paar Tage vorher angerufen und gefragt ob etwas frei sei, da ich diese hundert Kilometer nicht umsonst fahren wollte.

Wüstenquell ist eine Sackgasse, der gleiche Weg, fast 100 km muss auch zurück gefahren werden, also ist es sehr ratsam vorher zu klären ob eine Campside oder Charlet (werden wohl auch vermietet) frei ist.

Ich bekomme das Camp ,,Aussicht,,. Liegt ca. 5km vom Haus entfernt. (150N$)
Ein kleiner Steinhügel aus bizzaren Formen erwartet mich.



Vom Wind und Sand glatt geschmirgelte zum Teil runde und ausgehölte Felsenformationen, löchrig wie ein Schweizer Käse.





Es gibt ein Sonnendach mit Tisch, einen Grill, eine Feuerstelle und einen Wasseranschluss. Ein Häuschen ca. 100m entfernt beherbergt Dusche und WC. Es gibt 2 Campsides rund um den Hügel, habe ihn aber für mich alleine.



Kleiner Rundgang mit Felsenklettern ist unumgänglich. Auf dem höchsten Punkt angekommen, dabei von Felsen zu Felsen gesprungen um ihn zu erreichen, 360° Drehung. Steinwüste, Ebene, ein paar Hügel und Berge in weiter Ferne im Osten. Nicht spektakulär, aber ein schöner beruhigender Ausblick, der mich nach den letzten anstrengenden Kilometern entspannen lässt.



Die letzten Vorräte kommen zum Vorschein. Werde mir es am letzten Abend noch einmal kulinarisch gut gehen lassen. Das einen Tag zuvor ergatterte Springbockfilet lächelt mich an und der gute Rotwein wird sich am Abend zum letzten Lagerfeuer dazu gesellen. Schätze es ist gegen 1700 und das Thermometer kämpft noch mit der 30° Marke , eine Uhr trage ich nicht, besitze auch keine aber mit der Zeit lernt man den Sonnenstand und die Tageszeit gut einzuschätzen. Es ist also noch Zeit um erst einmal in der Ebene ein eiskaltes Hopfen und Malz Getränk auf dem Campingstuhl zu sich zu nehmen.



Das letzte Mal Zelt aufbauen, Feuer machen und BBQ.
Zelebriere alles etwas und jeder Handgriff wird ganz bewusst gemacht. Schließlich finden sich Grill und Fleisch zu einer netten Symbiose zusammen und der Wein kommt pünktlich zum Sonnenuntergang dazu.



Schon bei meinem ersten Afrikabesuch war ich begeistert von diesem Sternenhimmel. Bilde mir ein, so viele Sterne noch nirgends auf der Welt gesehen zu haben. Genieße ihn noch eine Weile bis das Feuer das letzte kleine Stück Holz besiegt hat und kletter zum letzten Mal auf dieser Reise die Leiter zu meiner Wagenburg hinauf.






Am Morgen werde ich früh geweckt. Etwas klappert auf den Steinflächen einige hundert Meter entfernt. Es ist ein ganzes Stück weg und da es gerade dämmert kann ich nur Bewegungen erkennen.
Versuche mit meinem Teleobjektiv mehr zu sehen.
Eine Gruppe Wüstenzebras marschieren zu einer Wasserstelle, die dort irgendwo ist. Ist aber leider noch zu dunkel und auch zu weit weg um ein gescheites Bild zu bekommen.
Der frühe Vogel fängt den Wurm, also habe ich Zeit und Muse, den Sonnenaufgang mit meinem restlichen Kaffee zu teilen.
Dann heißt es schon mal etwas auf- und zusammen zu räumen. Hatte mich in den letzten zwei Wochen in der Hilux Singel Cabine gut häuslich eingerichtet. Habe sogar bei einer Fahrt meine Wäsche zum trocknen dort aufgehängt, nachdem sie in einem der Plastikbehälter auf der Ladefläche hinten auf ca. 50 km Gravelroad erst in Seifenwasser etwas gereinigt und dann auf ca. noch einmal 50 km klargespült habe. Klar Bauknecht oder Mile kann das besser bei 50°, aber die Hilux Waschmaschine hat bei 50km für diese Umstände auch ganz gut funktioniert.
Gegen späten Vormittag fahre ich zur Farm, verabschiede mich und habe wieder erst 20 Kampfkilometer und dann weitere 80 Kilometer zur Zivilisation vor mir. Es waren wieder ca. 2,5 Stunden.



Gegen 1800 muss ich den Hilux zurückgeben und um 2130 geht der Flieger. Ich kann mir also Zeit lassen, da es von Karibib nur ca. 160 km nach Windhoek sind.
Habe aber noch eine kleine Lotterie vor mir. Habe den Wagen mit fast leerem Tank bekommen und soll ihn so auch wieder abgeben. (Ist denke ich so üblich, wegen dem Zusatztank und Tankanzeige, die sich erst ab Erreichens des normalen Tank anfängt zu bewegen).
Tanke nicht! Zwischen Karibib und Okahandja habe ich einen Moment das Gefühl es wird eng.
Man kennt das ja, das in der unteren Hälfte der Anzeige, die Nadel es plötzlich sehr eilig hat.
Tanke also in Okahandja zur Überraschung des Servicemann an der Tanke sage und schreibe 5 Liter!
Es reicht. (…und es regnet) Erreiche den Norden von Windhoek und fahre dort von der B1 Richtung Stadt.
Ich hatte bei meiner ersten Reise, damals nicht alleine, Windhoek einen Tag zu Fuß durchstreift.
Wollte jetzt nur durchfahren, um mich an viele Menschen zu gewöhnen und das auf der falschen Seite fahren war auch längst kein Problem mehr. Gegen 1700 bin ich dann gut auf der anderen Seite angekommen und fahre etwas bedrückt auf den Hof von Advanced Car Hire.
Nehme mir dort aber noch viel Zeit meinen Rucksack reisefertig zu machen.
Wagenübergabe, alles soweit gut. Melde ein paar lose Schrauben und die zwei geflickten Reifen.
Als ich fertig bin kommt der Kollege wieder und meint, ich müsse aber noch2400N$ für die geflickten Reifen zahlen. Schaue ihn verwundert an! Das reifenflicken an Tankstellen wäre nicht gut und zuverlässig und die geflickten Stellen halten nicht, meint er.
Das weiß ich auch, kenne mich mit Autos und Reparatur ganz gut aus. Darum war ich ja auch beim letzten Mal in einer ,,Reifenwerkstatt,, und beim ersten Mal habe ich darauf bestanden, den Reifen von der Felge zu ziehen und ihn, wie in der Werkstatt von innen zu flicken. Die Maschine dazu war vorhanden.
Ich konnte ihn und die Chefin davon überzeugen, dass die Reifen professionell geflickt wurden und musste dann nichts zahlen!
Ist das so üblich, liebes Forum?

Der Rest ist kurz und ungern erzählt. Shuttle zum Flughafen, lange gewartet bis der check in los ging, Einchecken, warten, einsteigen, abfliegen……………………………………………….
(Flieger war nicht so voll, sonst hätte ich Platzangst bekommen,
soooo viele Menschen, auf so engem Raum)

Ja, das war sie, eine wundervolle intensive und persönliche Reise. Ein Time Out.
Ich konnte die Zivilisationsuhr mal für eine Weile anhalten und meine ,,Festplatte,, im Kopf löschen und neu formatieren.
Ich wurde oft gefragt, warum ich diese Reise alleine mache. (Gefahren, Einsamkeit und wilde Tiere) Also, Namibia ist ein sicheres Land, ich habe mich zu keiner Zeit unsicher gefühlt und ich denke, man lernt sich selbst mal wieder etwas besser kennen und benutzt seine Sinne intensiver.
Ich hatte auch einen Tagesablauf und,, Verpflichtungen,,. Es richtete sich nach dem Tageslicht und es ging um Wasser, Essen, Benzin, Kartenlesen und vor Dunkelheit ankommen. Den Basics also, das was wirklich wichtig ist.
Ich habe überlebt, ohne PC, Internet, Smartphone, Navi und Werbung, die mir sagt was wichtig ist und was ich dringend brauche. Auch ohne Verordnungen, Verbote und vielen Regeln.
Es waren meine Regeln und die der Natur, die die mich durchgebracht haben und diese Freiheit nehme ich mir… wieder!

Danke Forum und alle die ich auf dieser Reise kennenlernen durfte.
Oliver
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03 Apr 2015 18:56 #380239
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Hallo Oliver,

das Plädoyer am Ende deines Berichtes hat mich sehr berührt und auch nachdenklich gemacht.....!

Danke hierfür und vorallem für deinen schnörkellosen Stil und die wunderbaren Fotos - im letzten Kapitel waren ja noch ein paar echte Hinkucker dabei!

Schöne freie Feiertage und liebe Grüße von Bele
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